Napoleon gegen Europa - Hans-Peter Müller - E-Book

Napoleon gegen Europa E-Book

Hans-Peter Müller

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Beschreibung

„Napoleon gegen Europa – Geschichte der Befreiungskriege in Zinnfiguren“ soll dem Leser die Welt der Zinnfiguren und der Befreiungskriege näher bringen. Die Epoche der Napoleonischen Kriege und der Befreiungskriege bietet eine mannigfaltige Vielfalt an Uniformen in den verschiedenen Staaten Europas. Dieses Buch verbindet die fotografische Darstellung der Zinnfiguren mit dem historischen Hintergrund der Befreiungskriege. Auf über 100 Fotografien und mehr als 50 Übersichtskarten wird ein lebendiges Bild der Befreiungskriege gezeichnet.

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Seitenzahl: 227

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Vorwort

„Napoleon gegen Europa – Geschichte der Befreiungskriege in Zinnfiguren“ soll dem Leser die Welt der Zinnfiguren und der Befreiungskriege näher bringen. Die Epoche der Napoleonischen Kriege und der Befreiungskriege bietet eine mannigfaltige Vielfalt an Uniformen in den verschiedenen Staaten Europas. Dieses Buch verbindet die fotografische Darstellung der Zinnfiguren mit dem historisch politischen sowie militärstrategischen Hintergrund der Befreiungskriege. Für das Verständnis ebenso wichtig sind die Bewaffnung und die militärische Taktik, welche in einem kurzen Abriss vorgestellt werden. Strategische Truppenbewegungen werden auf farbigen Bildtafeln erläutert.

Zahlreiche nachhaltige Veränderungen durch die Französische Revolution und die Napoleonischen Kriege betrafen auch die Militärstrategie. Vormals nach ausschließlich ökonomischem und logischem Kalkül ausgeführte “Kabinettskriege” nahmen jetzt mehr den Charakter von “Massenkriegen” an. Die alten Heere aus Söldnern wurden im Zuge der Revolutions- und nachfolgenden Napoleonischen Kriege von solchen aus Freiwilligen bzw. Wehrpflichtigen abgelöst.

Dieses Buch soll weder ein Geschichtsbuch noch ein Uniformbuch sui generis sein. Für eine ausführliche Uniformdarstellung sowie den detaillierten militärgeschichtlichen Hintergrund wird auf die entsprechende Literatur verwiesen.

Das Hauptgewicht dieses Buches liegt auf der französischen Armee, aber es werden auch die Armeen der anderen europäischen Großmächte, England, Preußen, Österreich und Russland in die Darstellungen mit eingebunden.

Kleinere Staaten wie Bayern, Sachsen und Württemberg, die immerhin Königreiche waren, finden ebenfalls einen Platz.

Die Zinnfiguren haben den Maßstab 1:60 (30 mm) und die Bemalung folgt dem uniformkundlichen Kenntnisstand.

Neu-Ulm im Herbst 2008

Dr. Hans-Peter Müller und Dr. Jürgen Wittlinger

Vorwort zur 2. Auflage:

Rechtzeitig zum 200. Jahrestag des Endes der Napoleonischen Kriege wurde eine überarbeitete und durch weitere 20 Bilder ergänzte Auflage im Hochglanzdruck erstellt. Alle Zinnfiguren sind Bestandteil der persönlichen Sammlung der Autoren.

Neu-Ulm im Frühjahr 2015

Dr. Hans-Peter Müller und Dr. Jürgen Wittlinger

Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1 – Von den Revolutionskriegen zu den Napoleonischen Kriegen

1.1. Die Französische Revolution und der erste Koalitionskrieg

1.2. Der zweite Koalitionskrieg

1.3. Der dritte Koalitionskrieg

1.4. Der vierte Koalitionskrieg und die Niederlage Preußens

1.5. Krieg in Spanien 1808-1814

1.6. 1809 - Aufstand in Tirol

1.7. 1812 - Napoleons Niederlage in Russland

Kapitel 2 – Ausrüstung, Taktik und Strategie

2.1. Das Volksheer

2.2. Uniformierung und Ausrüstung

2.3. Bewaffnung und Taktik der Infanterie

2.4. Bewaffnung und Taktik der Kavallerie

2.5. Bewaffnung und Taktik der Artillerie

2.6. Strategie

Kapitel 3 – Die Befreiungskriege 1813-1815

3.1. Konvention zu Tauroggen

3.2. Der Feldzug 1813

3.3. Der Frühjahrsfeldzug 1814 und Napoleons Abdankung

3.4. Der Feldzug von 1815

3.5. Europäischer Frieden

3.6. Der Schrecken des Krieges

Kapitel 4 – Schlachtbeschreibungen

4.1. Schlachten des Feldzuges von 1813

Die Schlacht bei Großgörschen am 2. Mai 1813

Die Schlacht bei Bautzen am 20. und 21. Mai 1813

Die Schlacht bei Großbeeren am 23. August 1813

Die Schlacht bei Dresden vom 25. - 27. August 1813

Die Schlacht an der Katzbach am 26. August 1813

Die Schlacht bei Hagelberg am 27. August 1813

Die Schlacht bei Nollendorf-Kulm am 29. /30. August 1813

Die Schlacht bei Dennewitz am 6. September 1813

Die Schlacht bei Wartenburg am 3. Oktober 1813

Die Völkerschlacht bei Leipzig vom 14. - 19. Oktober 1813

Die Schlacht bei Hanau am 30. und 31. Oktober 1813

4.2. Schlachten des Feldzuges von 1814

Die Schlacht bei Brienne am 29. Januar 1814

Die Schlacht bei La Rothière am 1. Februar 1814

Die Schlacht bei Champaubert am 10. Februar 1814

Die Schlacht bei Montmirail am 11. Februar 1814

Die Schlacht bei Château-Thierry am 12. Februar 1814

Die Schlacht bei Vauchamps am 14. Februar 1814

Die Schlacht bei Mormans/Nangis am 17. Februar 1814

Die Schlacht bei Montereau am 18. Februar 1814

Die Schlacht bei Bar-sur-Aube am 27. Februar 1814

Die Soissons Affaire am 2. März 1814

Die Schlacht bei Craonne l'Aisne am 7. März 1814

Die Schlacht bei Laon am 9. und 10. März 1814

Die Schlacht bei Rheims am 13. März 1814

Die Schlacht bei Arcis-sur-Aube am 20. und 21. März 1814

Die Schlacht bei La Fère-Champenoise am 25. März 1814

Die Schlacht bei Saint-Dizier am 26. März 1814

Die Schlacht bei Paris am 30. und 31. März 1814

4.3. Schlachten der Hundert Tage 1815

Die Schlacht bei Ligny am 16. Juni 1815

Die Schlacht bei Quatre Bras am 16. Juni 1815

Die Schlacht bei La Belle Alliance/Waterloo am 18. Juni 1815

Die Schlacht bei Wavre am 18. Juni 1815

Anhang – Technische Randbemerkungen

A.1. Bemalung der Zinnfiguren

A.2. Fotografie

Quellenverzeichnis

Händler und Manufakturen von Zinnfiguren

Kapitel 1

Von den Revolutionskriegen zu den Napoleonischen Kriegen

In diesem Kapitel wird der militärpolitische Hintergrund zusammengefasst, welcher die Auflösung des Deutschen Reiches und die Niederlage der preußischen und österreichischen Monarchie gegen das napoleonische Frankreich umfasste und nach verschiedenen Aufständen in Tirol, Spanien und Deutschland nach der Niederlage Napoleons in Russland in den Befreiungskriegen als Volkskriegen mündete.

Die Französische Revolution ermöglichte den Aufstieg eines unbekannten korsischen Artillerieoffiziers zum Französischen Kaiser und Herrscher über einen großen Teil Europas. Das militärische Genie Napoleons führte zur französischen Vormachtstellung in Europa, erzwungen in Feldzügen, die in ihrer Art erst durch vollkommen neue taktische und strategische Neuerungen durchführbar waren.

Abbildung 1.1: Französische Infanterie im Nahkampf mit österreichischer Infanterie.

1.1. Die Französische Revolution und der erste Koalitionskrieg

Ganz Frankreich war in Aufruhr: Ein heißer Sommer hatte die Ernte verbrannt, überall wurden politische Ideen diskutiert, der klerikale Stand hatte angekündigt, dass er auf keines seiner Privilegien verzichten würde. Der Staat war bankrott und Ludwig XVI. musste zum 1. Mai 1789 die Generalstände einberufen. Seine Verzögerungspolitik war gescheitert und seine Regierung hatte die Kontrolle über die Ereignisse verloren.

Abbildung 1.2: Österreichische Raupenhelminfanterie im Sturm gegen französische Infanterie.

Am 5. Mai 1789 versammelten sich die Abgeordneten der französischen Stände in Versailles. Der Adel lehnte jede Form der Zusammenarbeit ab und nach einem Monat ergebnisloser Verhandlungen konstituierte sich am 17. Juni die Nationalversammlung.

Der König zog um Paris Truppen zusammen. Die Nationalversammlung verlangte vom König den Rückzug der Truppen, der König lehnte ab. Am 12. Juli kam es zu einem Scharmützel mit Kavallerie in den Tuillerien. Die Bewaffnung der Bürger ging voran, Waffenlager wurden geplündert. Am 13. Juli läuteten die Glocken als Zeichen des Aufruhrs. Während der König mit seinen Truppen in Versailles war, wurden am 14. Juli um 9:00 Uhr am Invalidendom Kanonen und Gewehre vom aufständischen Volk in Besitz genommen und die Menge, Bürger und Arbeiter gemeinsam, stürmte die Bastille.

Das Volk hatte den König besiegt und die Bourgeoisie ergriff Besitz von der neuen Macht. Ab Ende Juli verließen die Adligen in ersten großen Wellen das Land um sich bald darauf mit den Feinden Frankreichs zu verbünden.

Abbildung 1.3: Treffen französischer Infanterie auf preußische Musketiere.

Die Revolution und innere Unruhen hielten noch viele Jahre an (bis 1799). Außenpolitische Interventionen gab es etwa im August 1791 in der Pilnitzer Deklaration des Deutschen Kaisers und des Königs von Preußen um „den König von Frankreich in die Lage zu versetzen, in vollkommener Freiheit die Grundlage einer Regierungsform zu befestigen, welche den Rechten der Souveräne und dem Wohle Frankreichs entspricht", d.h. eine Koalition der europäischen Mächte zur Zerschlagung der Französischen Revolution. Die Emigranten hatten bei Trier eine Armee unter dem Kommando des Prinzen von Condé aufgestellt. In Frankreich wurde die Deklaration als Kriegserklärung aufgefasst. Frankreichs Kriegserklärung an die europäischen Großmächte erfolgte am 10. April 1792. Der Armee mangelte es an allem und dem König schien die Niederlage sicher. Man rief den nationalen Notstand aus, man hob Truppen aus, beschlagnahmte Waffen, Freiwillige meldeten sich, ausgehungerte und zerlumpte Bataillone aus der Provinz kamen nach Paris. Die revolutionäre Aktion steigerte den Patriotismus; um die Nation zu verteidigen wurde das Volk wieder zur treibenden Kraft der Revolution. Überall wurde das Lied der Föderierten aus Marseille gesungen.

Abbildung 1.4: Preußische Husaren Regiment von Pletz 1806.

Am 20. September 1792 brachte die Armee von Dumouriez und Kellermann die Preußen in der Kanonade von Valmy zum Stehen - eine kleine Schlacht was die beteiligten Truppen und die Verluste betrifft, ein großer Sieg mit Folgen. Die Preußen waren vom Elan der französischen Freiwilligen verblüfft und zogen sich zurück, Frankreich entging der Invasion.

Am 21. September trat der neu gewählte Nationalkonvent zusammen und schaffte die Monarchie ab. Einen Tag später wurde in Frankreich die Republik ausgerufen und der republikanische Kalender eingeführt. Die Hinrichtung König Ludwigs XVI. am 21. Januar 1793 brachte als sofortige Konsequenz den Beitritt Englands, Spaniens, Portugals und der meisten deutschen und italienischen Staaten zur 1. Koalition gegen Frankreich, welches am 1. Februar England und Holland den Krieg erklärte. Am 23. August verfügte der Nationalkonvent die Levée en masse, die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht.

Abbildung 1.5: Preußische Kürassiere, Regiment von Beeren, im Angriff. Diese tragen noch den alten Zweispitz, welcher später im Rahmen einer Armeereform durch einen Helm ersetzt wurde.

Dem Artillerieoffizier Napoleon Bonaparte wurde das Kommando der französischen Truppen bei der Belagerung von Toulon übertragen. Er befreite Toulon von den mit den Engländern kooperierenden Royalisten und wurde mit Verfügung vom 14. Januar 1794 im Alter von 24 Jahren Brigadegeneral.

Am 5. April 1795 unterzeichnete der Konvent den Baseler Frieden mit Preußen und Spanien. Frankreichs reine Defensive wandelte sich nun zum Eroberungskrieg. Die französische Offensive gegen Österreich erfolgte sowohl nördlich als auch südlich der Alpen. Nördlich der Alpen war die französische Rhein-Mosel-Armee unter Moreau Ende August bis vor die Tore Münchens vorgestoßen, musste sich aber zum Rhein zurückziehen, da die französische Sambre-Maas-Armee in Franken gegen die Österreicher unter Erzherzog Karl katastrophale Niederlagen erlitt. Erfolgreichstes Rückzugsgefecht aus der Sicht Frankreichs war die Schlacht bei Biberach am 2. Oktober 1796.

Entschieden aber wurde der 1. Koalitionskrieg in Norditalien, wo Napoleon Bonaparte glänzende Siege über die österreichischen Truppen erlangte. Am 10. Mai siegte er in der Schlacht von Lodi mit der Konsequenz der Ausrufung der Cispadanischen Republik und am 17. November in der Schlacht von Arcole. Am 14. Januar 1797 in der Schlacht von Rivoli wurde der Italienfeldzug entschieden und nach der Schlacht von Neumarkt am 2. April wurde am 18. April der Vorfriede von Loeben zwischen Österreich und Frankreich geschlossen. Am 6. Juni wird die Ligurische Republik und am 15. Juli die Cisalpine Republik ausgerufen. Der Friede von Campo-Formio am 17. Oktober beendet den 1. Koalitionskrieg mit den französischen Revolutionstruppen als vollständigem Sieger. Frankreich ging mit Territorialgewinnen aus diesem Krieg, den England in Kürze wieder aufnahm.

1.2. Der zweite Koalitionskrieg

Zunächst als Defensivkrieg und als Maßnahme zur Befreiung der unterdrückten Völker deklariert, wandelte sich der Charakter der Revolutionskriege bald zu expansiver Eroberung. Die Kriegspolitik der Französischen Republik ist in enger Wechselbeziehung zu ihren innenpolitischen Krisen zu sehen. Die Franzosen drangen in Europa weiter vor und gründeten 1798 die Römische und die Helvetische Republik.

Da eine Invasion des britischen Königreichs nicht möglich war, entschloss sich Frankreich, England die Vormachtstellung im Mittelmeer streitig zu machen und unternahm 1798/99 unter Napoleon den Zug nach Ägypten und Syrien mit dem strategischen Ziel, England zu schwächen. Am 19. Mai 1798 startete die Expedition mit 35.000 Mann, begleitet von 200 Gelehrten. Nach Einnahme von Malta schlug Napoleon die Mamelucken bei den Pyramiden zu Kairo, doch am 1. August wurde die französische Flotte vom englischen Admiral Nelson bei Abukir vernichtet und die Armee damit von Nachschub abgeschnitten. Auf Druck Englands erklärte nun das Osmanische Reich Frankreich den Krieg. Nach anfänglichen Siegen über die Türken scheiterte Napoleon bei der Festung Akkon. Bei Abukir, am 25. Juli 1799, gelang es ihm jedoch, die türkischen Streitkräfte zu vernichten. Dennoch wurde die Expedition militärisch als Fehlschlag gewertet und Napoleon gab im August das Kommando ab um innenpolitisch in Frankreich einzugreifen. Am 9. November 1799 wurde das Direktorium nach dem "Staatsstreich des 18. Brumaire VIII" gestürzt und Napoleon wurde mit dem Druck des Militärs zum ersten Konsul ernannt. Am Heiligabend 1799 trat die Verfassung des Konsulats in Kraft und beendete die Französische Revolution.

Abbildung 1.6: Schlacht bei den Pyramiden.

Abbildung 1.7: Französische Husaren des Regiment Nr. 10. Die Uniformierung der französischen Husaren war äußerst mannigfaltig. Jedes der 14 Husarenregimenter hatte andersfarbige Hosen und Dolman (Pelz). Als leichte Reiterei wurden sie viel zu Aufklärung eingesetzt. Kleine Pferde und leichtgewichtige Reiter waren von Vorteil.

Der Zweite Koalitionskrieg (1799 bis 1801) war ein Versuch einer militärischen Revanche. Eine zweite Koalition aus Österreich, dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, Russland und England, Portugal, Neapel und der Türkei bildete sich 1799. Neben dem Kriegsschauplatz in Ägypten fanden Feldzüge in Süddeutschland, in der Schweiz und in Norditalien statt.

Bereits im März 1799 gelang es den Österreichern unter der brillanten Führung des Erzherzogs Karl, die französische Donauarmee unter Jourdan bei Ostrach und Stockach-Liptingen zu schlagen und hinter den Rhein zurück zu werfen.

Die französische Rheinarmee unter Moreau trat im Frühjahr 1800 zur Gegenoffensive an und am 5. Mai 1800 bei Meßkirch im Kreis Sigmaringen wurde eine der größten und blutigsten Schlachten der Koalitionskriege geschlagen. Die Franzosen errangen dabei einen Sieg über die vereinigten Heere Österreichs und Bayerns. Die Schlacht bei Meßkirch hatte einen Schlüsselstatus und öffnete den französischen Revolutionstruppen den Weg nach Süddeutschland.

Abbildung 1.8: Austerlitz – österreichische Raupenhelminfanterie trifft auf französische Linienfüsiliere.

In Norditalien erreichte Napoleon mit seiner Italienarmee nach einem schwierigen Übergang über die noch verschneiten Pässe zwischen der Schweiz und Italien Ende Mai 1800 die Po-Ebene. Glänzende französische Siege bei Marengo (Norditalien) am 14. Juni und bei Hohenlinden (Bayern) am 3. Dezember zwangen die Österreicher zum Frieden von Lunéville 1801. England stand, nachdem sich Russland zurückgezogen hatte, alleine und schloss mit Frankreich 1802 den Frieden von Amiens. Die zweite Koalition war beendet und Napoleon wurde als Friedensstifter gefeiert. Zwei Jahre später, am 28. Mai 1804, lies Napoleon das Kaiserreich ausrufen und krönte sich am 2. Dezember 1804 in Notre-Dame de Paris selbst zum Kaiser.

Abbildung 1.9: Austerlitz – russische Kürassiere und französische Infanterie kämpfen um einen französischen Adler.

1.3. Der dritte Koalitionskrieg und das Ende des Deutschen Reiches

Anstatt die Wiederherstellung der Französischen Bourbonen-Monarchie herbeizuführen, stand nun für die Europäischen Großmächte der Kampf gegen Napoleon im Vordergrund. Auf Betreiben Englands bildete sich am 11. April 1805 erneut eine Koalition gegen den Französischen Kaiser zwischen England und Russland, der auch Österreich am 9. August und später Schweden beitraten. Napoleon bereitete ein Landungsunternehmen in England vor. Invasionstruppen von 150.000 Mann wurden bei Boulogne versammelt. Doch die britische Seehegemonie, die der Sieg Nelsons bei Trafalgar am 21. Oktober erneut sicherte, machte diesen Plan unmöglich. Im Kampf gegen England blieb Napoleon allein der Wirtschaftskrieg. Napoleon nahm die an der Kanalküste versammelten Streitkräfte, welche nun den glorreichen Namen "Grande Armee" trugen, und marschierte nach Süddeutschland gegen Österreich.

Im Rahmen von Napoleons strategischer Meisterleistung des Feldzuges um Ulm und der Schlacht bei Elchingen gerät eine ganze österreichische Armee unter General Mack in Gefangenschaft. Der Weg nach Wien war frei und die Grande Armee besetzte Wien am 13. November 1805. Am Jahrestag seiner Kaiserkrönung vernichtete Napoleon die vereinigten russisch-österreichischen Streitkräfte in der Dreikaiserschlacht bei Austerlitz. Trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit (75.000 Franzosen gegen 74.000 Russen und 16.000 Österreicher) gelang an einem Tag der Sieg, Österreich und Russland verloren 27.000 Soldaten (gegenüber 9.000 französischen Verlusten). Während sich die Russen zurückzogen, baten die Österreicher um einen Waffenstillstand, der am 26. Dezember 1805 in den Frieden von Pressburg mündete. Österreich verlor Venedig, Istrien und Dalmatien, Schwaben und Tirol und musste eine Kriegsentschädigung zahlen.

Abbildung 1.10: Österreichische Infanterie im Angriff. Die Infanterie trug bis 1806 den Raupenhelm, danach den Tschako.

Abbildung 1.11: Österreichische Husaren, Regiment Frimont.

Abbildung 1.12: Österreichische Artillerie auf dem Marsch.

In der Folge, am 6. August 1806, musste der Deutsche Kaiser die Kaiserwürde ablegen und somit endete das Heilige Römische Reich Deutscher Nation. Nun wandte sich Napoleon gegen Norden nach Preußen. Am 12. Juli 1806 unterzeichneten 16 deutsche Reichsstände, darunter vier Kurfürsten, auf Betreiben Napoleons die Rheinbundakte – bezeichnenderweise in Paris. Der nächste völkerrechtliche Schritt der Rheinbundstaaten war der Austritt aus dem Verband des Alten Reiches auf dem Reichstag von Regensburg am 1. August desselben Jahres.

1.4. Der vierte Koalitionskrieg und die Niederlage Preußens

Der Rheinbund diente der Zerschlagung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation sowie der aktiven Unterstützung der militärischen Ziele Napoleons. Er gestaltete sich in erster Linie als Militärbündnis und diente der Ausweitung und Festigung des Französischen Kaiserreiches. Im Bündnisfall sollte ein gemeinsames Heer unter Führung Napoleons aufgestellt werden, zu dem Frankreich 200.000 Soldaten stellte. Bayern hatte 30.000, Württemberg 12.000 und Westfalen 25.000 Soldaten beizusteuern. Friedrich Wilhelm III. von Preußen agierte außenpolitisch sehr ungeschickt und Preußen war durch seine Neutralitätspolitik in eine hoffnungslose Isolierung geraten.

Durch die mit Napoleon vereinbarte Besetzung Hannovers befand es sich sogar mit England im Kriegszustand. Das Angebot der Rückgabe Hannovers an England führte zum Bruch Frankreichs mit Preußen. Der Krieg begann mit einer Reihe gewonnener Schlachten der Franzosen innerhalb von 6 Tagen. Der Auftakt ist das Gefecht der Franzosen bei Saalfeld mit einem preußischen Beobachtungskorps am 10. Oktober. Die Preußen werden geschlagen

Am 14. Oktober 1806 kam es nach viertägigem Gefecht in der entscheidenden Doppelschlacht bei Jena und dem 40 km entfernt liegenden Ort Auerstedt zur katastrophalen Niederlage Preußens.

Abbildung 1.13: Mit den Preußen verbündete sächsische Truppen: Infanterie trifft auf französische Husaren des 8. Regiments.

Die Niederlage demonstrierte militärisch, politisch und moralisch die Überlegenheit des jungen Französischen Kaiserreichs und festigte den Ruf Napoleons als militärisches Genie. Französische Truppen zogen am 20. Oktober in Berlin ein. Friedrich Wilhelm III. von Preußen, der nach Ostpreußen geflohen war, kämpfte mit Unterstützung Russlands weiter. Napoleon wandte sich sofort gegen die Russen, besetzte Warschau und die Truppen des russischen Generals Benningsen konnten nur knapp entkommen. Beide Armeen bezogen ihre Winterquartiere, da aber Benningsens Russen in Reichweite der französischen Streitkräfte lagen, entschloss sich Napoleon trotz des harten Winters und seinen widrigen Bedingungen anzugreifen. Das Resultat war die blutigste und unter widrigsten Umständen im Schneesturm geschlagene Schlacht der Napoleonischen Kriege bei Eylau am 8. Februar 1807. Beide Armeen verloren fast jeweils ein Drittel ihrer Gesamtstärke, wobei die Franzosen das Schlachtfeld für sich beanspruchten.

Die Entscheidung des Feldzuges kam in der Schlacht bei Friedland am 14. Juni mit einem klaren Sieg der Franzosen über die russische Armee. Der Sieg Napoleons zwang Zar Alexander I. von Russland zum Frieden von Tilsit am 7. Juli 1807, dem sich am 9. Juli Preußen anschloss. Die Vereinbarungen markieren den Höhepunkt der französischen Vorherrschaft in Europa und das vorübergehende Ende der preußischen Großmachtrolle. Preußen entging seiner völligen Zerschlagung als Staat nur aufgrund der Fürsprache des russischen Zaren, verlor allerdings die Hälfte seines Gebiets (darunter Gewinne aus den polnischen Teilungen, Territorien westlich der Elbe), stand jahrelang unter französischer Besatzung, musste sein Heer auf 42.000 Mann reduzieren und hohe Kriegsentschädigungen leisten. Napoleon konnte fortan Russland zu seinen Verbündeten zählen.

Napoleon verfügte am 21. November 1806 die Kontinentalsperre, eine Wirtschaftsblockade, die bis 1813 in Kraft blieb. Sie sollte Großbritannien in die Knie zwingen. Die Kontinentalsperre war Napoleons Antwort auf eine vorausgegangene Seeblockade der französischen Küste. Um den Handel mit dem Kontinent völlig zu unterbinden, wurden britische Waren in den von Frankreich beherrschten Gebieten beschlagnahmt. Die Kontinentalsperre brachte der französischen Wirtschaft zwar einen erheblichen Aufschwung, fügte dem englischen Handel aber letztlich keinen entscheidenden Schaden zu; gleichzeitig blühte der Schmuggel, und die Unzufriedenheit in den besetzten Gebieten stieg.

Abbildung 1.14: Englische Infanterie bildet Karree gegen französische (polnische) Gardelanciers welche von Dragonern unterstützt werden.

Abbildung 1.15: Französische Dragoner des 14. Regiments retten einen von spanischen Guerillas gefangenen reitenden Jäger des 1. Regiments.

1.5. Krieg in Spanien 1808-1814

Der Konflikt zwischen Frankreich und Portugal begann als es Portugal ablehnte, Napoleon bei der Kontinentalsperre zu unterstützen. Spanien unterstützte nun Frankreich gegen Portugal und eine französische Armee unter General Junot besetzte Portugal im November 1807. Anschließend begann die französische Armee – inzwischen waren mehr als 100.000 Mann in Spanien - mit einer Reihe von Manövern, welche Spanien für Frankreich sichern sollten. Verstärkungen für Junot besetzten Barcelona und Pamplona. Der Thronstreit zwischen Karl IV. von Spanien und dem Kronprinzen Ferdinand VII. gab Napoleon Gelegenheit, die spanische Dynastie zu entthronen. Am 23. März 1808 besetzten die Franzosen Madrid, jedoch bereits am 2. Mai begannen erste Aufruhre in Madrid. Napoleons Bruder Joseph wurde dennoch am 6. Juli 1808 zum König von Spanien proklamiert. Mit der Erhebung des Lands unter der Leitung des Adels und des Klerus begann ein jahrelanger erbitterter Kleinkrieg gegen die französische Fremdherrschaft. Großbritannien hatte nun in Spanien einen Verbündeten auf dem Kontinent und im August 1808 landete ein Expeditionskorps unter Sir Arthur Wellesley an der Mündung des Mondego.

Nach dem Gefecht bei Rolica am 17. August sicherte das Korps die Landung weiterer Verstärkungen an der Mündung des Maceira. Wellesleys Position bei Vimeiro wurde am 21. August von den Franzosen unter Junot angegriffen. Dies war das erste Mal, dass die offensive Taktik der Franzosen, welche aus Scharmützlern kombiniert mit der Kolonnentaktik (siehe Kapitel 2) bestand, gegen Wellesleys Defensivtaktik versagte.

Portugal wurde nach der Konvention von Sintra von den Franzosen geräumt. Nach einem spanischen Sieg bei Bailén über französische Kontingente im Juli ging Napoleon selbst an der Spitze von 200.000 kampferfahrenen Truppen nach Spanien. Die Engländer, inzwischen unter dem Kommando von Moore wurden zurückgedrängt und von den Franzosen unter Soult nach der Schlacht von La Coruña am 16. Januar 1809 zur vollständigen Evakuierung gezwungen. Napoleon übergab das Kommando an Soult und kehrte nie wieder nach Spanien zurück.

Wellesley kehrte im April 1809 nach Portugal zurück und an der Spitze eines britisch-portugiesischen Heeres schlug er Soult am 12. Mai bei Porto. Nach Überschreiten der spanisch-portugiesischen Grenze vereinigte er sich mit den spanischen Truppen des Generals Cuesta. In der Schlacht bei Talavera am 27./28. Juli 1809 widerstanden diese Truppen den französischen Armeen unter Joseph. Dennoch musste sich, da Soult seinen Nachschub bedrohte, Wellesley, inzwischen Viscount Wellington of Talavera, zurückziehen.

Abbildung 1.16: Französische Dragoner des 2. Regiments. Die Dragoner-Regimenter waren als leichte Reiterei, welche sowohl zu Pferd als auch zu Fuß kämpfen konnte, prädestiniert für den Kleinkrieg im unwegsamen spanischen Gelände.

In den nächsten Monaten wurden spanische Armeen bei Ocaña und dann bei Alba de Tormes geschlagen, während Wellington ein Verteidigungssystem für Lissabon aufbaute, die Linie von Torres Vedras.

Masséna versuchte über Ciudad Rodrigo und Almeida wiederum Portugal anzugreifen und zielte nach Coimbra mit 65.000 Mann, wurde aber am 27. September 1810 bei Buçaco von 51.000 Briten und Portugiesen zurückgeschlagen. Nach britischen Siegen bei Barosso und Fuentes de Oñoro im Frühjahr 1811 wurde Masséna durch Marmont ersetzt. Eine weitere blutige Schlacht fand bei Albuera am 16. Mai 1811 statt. Soult wurde von einer kombinierten britisch-spanisch-portugiesischen Armee geschlagen und musste sich zurückziehen. In den Folgemonaten bedrohten Wellington immer wieder französische Armeen doch der Wendepunkt des Spanienkrieges war erreicht.

Abbildung 1.17: Französische leichte Infanterie trifft auf spanische Verbände.

Am 8. Januar 1812 begann Wellington nun nach Spanien vorzurücken. Bis April fielen Ciudad Rodrigo und Badajoz und nach einigen Manövern siegte Wellington bei Salamanca am 22. Juli 1812 und zog am 6. August in Madrid ein. Während Napoleons desaströsem Russlandfeldzug (siehe Kapitel 1.7.) konnte Wellington seine Truppen verstärken, während Napoleon alle Truppen im Osten benötigte. Wellington ging zur Offensive über und zwang Joseph zur Schlacht bei Vitoria am 21. Juni 1813. Die schwere Niederlage der Franzosen entschied das Schicksal Spaniens und Wellington erreichte die Pyrenäen Mitte Juli.

Trotz zwischenzeitlicher französischer Erfolge unter Soult bei Maya und Roncesvalles konnte Wellingtons Sieg bei Sorauren die Initiative der Alliierten wiederherstellen. Am 7. Oktober 1813 überschritt die alliierte Armee die französische Grenze. Neben diesem jahrelangen Ringen der Armeen gab es in Spanien noch den wesentlichen Kriegsschauplatz des Guerillakrieges. Spanien mit seinen zerklüfteten Hochebenen und Flüssen bietet für die Guerillas einen optimalen Hintergrund. Während die großen Städte in französischer Hand waren, war auf dem Land die Herrschaft in den Händen lokaler Kriegsherren mit ihren irregulären Truppen. Dieser Kleinkrieg beschäftigte nahezu 250.000 napoleonischer Truppen, unter ihnen viele deutsche Kontingente. Äußerste Brutalität, keine Gnade, Folter von Gefangenen auf spanischer Seite sowie Marodieren und Verwüsten von Dörfern auf französischer Seite waren die Kennzeichen dieses grausamen ‚Krieges’.

Die Ausmaße waren so eminent, dass in entscheidenden Schlachten bei Vitoria, Talavera und Albuera die britisch-spanisch-portugiesischen Armeen die Überzahl an Truppen hatten. Auf französischer Seite waren vor allem Dragonerregimenter mit dem Guerillakrieg beschäftigt – so waren von 30 Dragonerregimentern 25 in Spanien engagiert.

Während der gesamten napoleonischen Kriege kostete der Kleinkrieg, der von beiden Seiten äußerst grausam und erbittert geführt wurde, den französischen Kaiser eine ungeheuerliche Menge an Soldaten, Material und Geld, was an anderen Kriegsschauplätzen fehlte. Dennoch entschied sich das Schicksal Napoleons in Mitteleuropa und Spanien war stets lediglich ein Nebenkriegsschauplatz. Die Niederlage in Spanien wäre bedeutungslos gewesen, hätte Napoleon einen entscheidenden Sieg in Mitteleuropa errungen.

Es bleibt zu bemerken, dass keine von Wellingtons Schlachten in Spanien ihn als großen Führer auszeichnete, in der Regel wurde der Erfolg auf dem Schlachtfeld nicht ausgenutzt und die Gegner konnten sich schnell erholen. Die Schlachten bei Fuentes de Onoro und Talavera waren beinahe desaströs, Busoca war eigentlich eine technische Niederlage, obwohl es als Sieg proklamiert wurde. Coruna wurde von beiden Seiten als Sieg beansprucht und die meisten Belagerungen waren Fehler für Wellington, die Belagerung von Burgos war eine teure Niederlage.

Abbildung 1.18: „Mander, ’s ischt Zeit“ – die Tiroler sammeln sich zum Kampf gegen die französischen und bayerischen Truppen. Die Bewaffnung der Tiroler war eher mangelhaft, alte Flinten, Sensen, Heugabeln, alles fand sich unter den Waffen. Die Fahne zeigt den roten Tiroler Adler.

1.6. 1809 - Aufstand in Tirol und der fünfte Koalitionskrieg

Im Frieden von Pressburg musste Österreich Tirol und Vorarlberg an Bayern abtreten. Der bayerische Minister Montgelas begann in der neuen bayerischen Provinz Tirol eine Reihe von Reformen durchzuführen, wobei vor allem hohe Zusatzsteuern, die Missachtung der alten Tiroler Wehrverfassung (Landlibell von 1511) und die Wiedereinführung der Josephinischen Kirchenreform für Unmut sorgten. Gerade die massiven Eingriffe in das religiöse Leben führten zum "Kirchenkampf des Klerus und der einfachen Bevölkerung".

Abbildung 1.19: Tiroler im Gefecht.

Am 1.5.1808 wurde Tirol endgültig angegliedert und Bayern selbst durch ein Edikt vom 21.Juni 1808 in 15 Kreise neu gegliedert. Drei davon, der Inn-, Eisack- und Etschkreis, bildeten das sogenannte Südbayern, der Name Tirol wurde verboten und die ständische Verfassung aufgehoben. Ab 1.Oktober 1808 herrschten in Tirol sogenannte bayrische Generalkommissare, die Kreisämter und die Regierung in Innsbruck wurden aufgelöst.

Die Militärpflicht, die Religionsreformen, die Willkür der bayrischen Besatzer, die beträchtlichen Erschwernisse im Handel, die Steuern und die Aufhebung der landesständischen Verfassung machten die Tiroler rebellisch und Personen wie Andreas Hofer hatten dadurch großen Zulauf. Die Organisation des Aufstandes in Tirol wurde bis ins Detail festgelegt. Die Wirte hatten Verpflegungsvorräte für die anrückende österreichische Armee anzulegen, auf Signal müssten strategisch wichtige Brücken und Wege gesprengt werden, um dem Gegner den Rückzug abzuschneiden; Steinlawinen wurden vorbereitet, die Geistlichen sollten in die Pläne eingeweiht werden. Der Plan von der Erhebung blieb nicht geheim.

Abbildung 1.20: Tiroler bringen Holzkanonen in Stellung. An den Holzkanonen zeigt sich wiederum die äußerst mangelhafte und antiquierte Bewaffnung der Tiroler.

Napoleon lehnte jedoch alle Ansuchen um Verstärkung der 45.000 Mann starken bayrischen Besatzung ab. Erst am Vorabend des Aufstandes setzten sich zwei französische Regimenter, 5.000 Soldaten, aus Oberitalien nach Norden in Bewegung. Andreas Hofer gab seinem Landsturm den schlichten Befehl: „Mander, ´s ischt Zeit!" Am 25. Mai 1809 versammelten sich Peter Mayr und Pater Joachim Haspinger mit den Eisacktalern, Martin Teimer mit den Oberländern und Josef Speckbacher mit den Unterländern.

Abbildung 1.21: Bayerische Infanterie des Regiments Leiningen im Angriff.