Neonatologie -  - E-Book

Neonatologie E-Book

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Beschreibung

Das Fachbuch für die Kleinsten der Kleinen

In deutscher Sprache einmalig - das Standardwerk Neonatologie. Über 50 Experten haben den aktuellen Wissensstand zu häufigen und seltenen Erkrankungen sowie pathophysiologische Hintergründe aus der Neugeborenenmedizin zusammengetragen. Jede Krankheit ist mit Ätiopathogenese, Diagnostik und Therapie beschrieben und anschaulich mit Merkkästen, Grafiken und Bildern dargestellt – vom unreif geborenen Kind weit unter 1000g bis zum termingerechten „Wonneproppen“.

Für ambulante und stationäre Fachärzte und Weiterbildungsassistenten aus Kinder- und Frauenheilkunde, Anästhesie, Kinderchirurgie sowie Allgemeinmedizin. Ob als Grundlagenwissen oder zum kompakten Nachschlagen – für jeden, der die Verantwortung für die kleinsten Patienten trägt.

Neu in der 2. Auflage: Aktuelle Richt- und Normwerte und neue Kapitel wie die Darstellung der extrakorporalen Membranoxygenierung.

Jederzeit zugreifen: Der Inhalt des Buches steht Ihnen ohne weitere Kosten digital in der Wissensplattform eRef zur Verfügung (Zugangscode im Buch). Mit der kostenlosen eRef-App haben Sie zahlreiche Inhalte auch offline immer griffbereit.

 

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EPUB

Seitenzahl: 2077

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Neonatologie

Die Medizin des Früh- und Reifgeborenen

Axel Hübler, Gerhard Jorch

Stephan Arenz, Stefan Avenarius, Natalie Bachmaier, Angelika Berger, Hans-Jörg Bittrich, Pablo E. Brockmann, Thomas Brune, Christoph Bührer, Serban-Dan Costa, Ingo Dähnert, Jens Dawczynski, Jörg Dötsch, Felicitas Eckoldt-Wolke, Thomas Erler, Axel Franz, Christoph Fusch, H. S. P. Garritsen, H. S. P. Garritsen, Orsolya Genzel-Boroviczény, Ludwig Gortner, Nadja Haiden, MSc, Michael Hayde, Roland Hentschel, Susanne Herber-Jonat, Egbert Herting, Helmut D. Hummler, MD, MBA, Ulrike John, Tanja Karen, Katrin Klebermass-Schrehof, Angela Kribs, Ulla Lieser, Thorsten Marquardt, Hans-Joachim Menzel, Klaus Mohnike, Dietmar Müller, Mathias Nelle, Dirk Manfred Olbertz, Kristina Pieper, Anette Poets, Christian F. Poets, Simone Pötzsch, Hans Proquitté, Eva Robel-Tillig, Burkhard Rodeck, Claudia Roll, Rainer Rossi, Mario Rüdiger, André Sachse, Axel Sauerbrey, Thomas Schaible, Ekkehard Schleußner, Andreas Schulze, Angela Seeringer, Hugo Segerer, Julia Carolin Stingl, Bernhard Strauß, Manfred Voigt, Manfred Voigt, Christian Wieg, Michael Zemlin

2., aktualisierte und erweiterte Auflage

471 Abbildungen

Vorwort

Seit Erscheinen der ersten Auflage der „Neonatologie“ im Jahre 2010 ist der dynamische Wissensgewinn zu Erkrankungen des Früh- und Reifgeborenen ungebrochen. Drei Aspekte haben dabei in den letzten Jahren besondere Bedeutung gewonnen. Zum einen verzeichnen wir einen Trend, moderne Überwachungs- und Behandlungstechniken möglichst wenig invasiv im Sinne einer Intensivmedizin mit Augenmaß einzusetzen. Zum zweiten stehen die neonatologischen Stationen den Patienteneltern mittlerweile weitgehend offen und ermöglichen eine frühe Kontaktaufnahme und Bindung zu ihrem Kind. Zum dritten wird der Optimierung der Umgebungsbedingungen zunehmend Beachtung geschenkt, auch in baulicher Hinsicht.

Diese Bemühungen sind kein Selbstzweck, sondern dem Ziel untergeordnet, Bedingungen zu schaffen, welche die neurologischen Entwicklungschancen der uns anvertrauten kleinen und kleinsten Patienten verbessern. Neonatologie ist damit in erster Linie Hirnschutztherapie. Unabhängig von allen fachlichen Bemühungen bleiben auch während der medizinischen Behandlung die Eltern die wichtigsten Bezugspersonen für ihre Kinder. Verbale Kommunikation findet, anders als in allen anderen Disziplinen, ausschließlich mit den Eltern und über ihr Kind statt. In vielen Regionen stellen darüber hinaus Elternvereine ein wichtiges Bindeglied dar, um an den komplexen Schnittstellen zwischen psychosozialen Bedürfnissen Angehöriger und medizinischen Erfordernissen der mitunter langwierigen und durch Risiken belasteten Therapie zu vermitteln. Durch diese Interaktionen wurden und werden auch immer wieder positive Impulse für die Behandlungsführung gesetzt.

Der klinische Alltag ist auf jeder neonatologischen Station, unabhängig von der Größe des Krankenhauses, geprägt vom intensiven Austausch aller an der Betreuung beteiligten Berufsgruppen des multiprofessionellen Teams. Gleichzeitig existiert eine Vielzahl von Berührungspunkten mit anderen Fachdisziplinen, insbesondere der Geburtshilfe, Kinderchirurgie und Anästhesie. Die Betreuung des kranken Neugeborenen zentriert sich räumlich um dessen Lebensumgebung, den Inkubator. Damit sind die neonatologischen Teammitglieder, in erster Linie Kinderkrankenpflege und ärztlicher Dienst, in der Situation, alle Aspekte der Betreuung entsprechend der individuellen kindlichen Bedürfnisse patientennah abzustimmen. Sie betreiben ganzheitliche Medizin im besten Sinne des Wortes.

Erkenntnisse im Fachgebiet wurden jedoch nicht kontinuierlich gewonnen, sondern waren begleitet von Fehleinschätzungen frühkindlicher Bedürfnisse und von Fehlern in der Behandlungsführung. Der nordamerikanische Neonatologe W.A. Silverman formulierte 1998 die These „…the care of the tiny preterm infant is a large and expensive uncontrolled experiment…“. Es ist nicht zuletzt Aufgabe der heute in der Neugeborenenmedizin Tätigen, diese Unsicherheiten weiter zu verringern, empirisch übermittelte Therapieansätze kritisch zu hinterfragen und die Implementierung neuer Behandlungsstrategien in ein schlüssiges Gesamtkonzept zu prüfen. Ob kürzlich publizierte, erste Berichte über erfolgreiche Experimente mit einer künstlichen Plazenta perspektivisch dazu führen werden, dass sich die Neonatologie in ihrer jetzigen Form selbst abschafft, bleibt abzuwarten. Auf absehbare Zeit wird strukturiertes Wissen um die biologischen Besonderheiten des vulnerablen Früh- und Reifgeborenen im klinischen Alltag weiterhin dringend benötigt.

Dazu möchte die nun vorliegende, zweite Auflage dieses Werkes beitragen. Es ist uns als Herausgebern eine große Freude, dass erneut alle Beteiligten ihr Wissen, ihre Erfahrungen sowie ihren fachlichen Enthusiasmus eingebracht haben und der Thieme Verlag dieses Anliegen in allen Phasen der Manuskriptbearbeitung umfassend unterstützte.

HerzlichstPriv.-Doz. Dr. Axel HüblerProf. Dr. Gerhard JorchJanuar 2019

Abkürzungen

AABB

American Association of Blood Banks

AAP

American Academy of Pediatrics

ABDA

Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände

ABE

akute Bilirubinenzephalopathie

AC

Alternating Current

ACE

Angiotensin Converting Enzyme

ACOG

The American Congress of Obstetricians and Gynecologists

ACTH

Adrenokortikotropin

ADAM

Amniotic Deformity, Adhesions and Mutilations

ADC

Apparent Diffusion Coefficient

ADH

antidiuretisches Hormon

ADHS

Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom

ADP

Adenosindiphosphat

ADPKD

autosomal-dominante polyzystische Nierenerkrankung (Autosomal Dominant Polycystic Kidney Disease)

AEC

Alveolarepithelzelle

aEEG

amplitudenintegrierte Elektroenzephalografie

AFP

Alphafetoprotein

AGA

Appropriate for Gestational Age

AGAT

Arginin-Glycin-Amidinotransferase

AGS

adrenogenitales Syndrom

AHG-Test

Anti-Humanglobulin-Test

AIDS

Aquired Immunodeficiency Syndrome

AIS

Amnioninfektionssyndrom

AK

Antikörper

AKDAE

Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft

ALT

Alanin-Aminotransferase

AMC

Arthromyogrypose, Arthrogryposis multiplex congenita

AMV

Atemminutenvolumen

ANI

Autoimmune Neutropenia of Infancy

ANLL

akute nicht lymphatische Leukämie

ANV

akutes Nierenversagen

AP

alkalische Phosphatase

APC

aktiviertes Protein C

AP-ROP

aggressiv-posteriore Form der Frühgeborenenretinopathie

aPTT

aktivierte partielle Thromboplastinzeit

APV

Fehlen der Pulmonalklappe (Absent Pulmonary Valve)

ARC-Syndrom

Arthrogryposis, renal-tubuläre Dysfunktion, Cholestase

ARDS

Acute Respiratory Distress Syndrome

ARPKD

autosomal-rezessive polyzystische Nierenerkrankung (Autosomal Recessive Polycystic Kidney Disease)

ASL

Argininosuccinatlyase; Arterial-Spin-Labeling

ASR

Achillessehnenreflex

ASS

Argininsuccinatsynthetase

AST

Aspartat-Aminotransferase

AT-III

Antithrombin III

ATP

Adenosintriphosphat

AT/RT

atypischer teratoider/rhabdoider Tumor

AV

atrioventrikulär

AVNRT

AV-Knoten-Reentry-Tachykardie

AVRT

AV-Reentry-Tachykardie

AVSD

atrioventrikulärer Septumdefekt

AWMF

Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.

BÄK

Bundesärztekammer

BASM

Biliary Atresia Splenic Malformation

BCAA

Branched-Chain Amino Acids

BdLS

Brachmann-de-Lange-Syndrom

BE

Basenüberschuss

BfArM

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

BGA

Blutgasanalyse

BIND

bilirubininduzierte neurologische Dysfunktion

B-Mode

Brightness Mode

BPD

bronchopulmonale Dysplasie

BRIC

benigne rekurrierende intrahepatische Cholestase

BSEP

Bile Salt Excretory Pump

BSI

Blood Stream Infection

BWS

Brustwirbelsäule

BZ

Blutzucker

CACT

Carnitin-Acylcarnitin-Translokase

CAKUT

Congenital Anomalies of the Kidney and Urinary Tract

cAMP

zyklisches Adenosinmonophosphat

CAS

Congenital Absence of Skin

CAVH

kontinuierliche arteriovenöse Hämofiltration

CCAM

kongenitale zystisch-adenomatoide Malformation der Lunge

CDC

Centers for Disease Control and Prevention

CDG

Congenital Disorders of Glycosylation

CDH

kongenitale Zwerchfellhernie (Congenital Diaphragmatic Hernia); angeborene Hüftdysplasie (Congenital Dysplasia of the Hip)

CDP

Continuous Distensing Pressure

CF

zystische Fibrose

CFC-Syndrom

kardiofaziokutanes Syndrom

CFM

Cerebral Function Monitoring

CFTR

Cystic Fibrosis Transmembrane Regulator

CGH

Comparative Genomic Hybridization

CHAOS

kongenitale obere Atemwegsobstruktion

CHARGE

Colobom, Herzfehler, Choanalatresie, Genital- und Ohranomalien

CHE

Cholinesterase

CHI

kongenitaler Hyperinsulinismus

CI

Konfidenzintervall

CK

Kreatinkinase

CLD

chronische Lungenkrankheit (Chronic Lung Disease)

cMOAT

Canalicular Multispecific Organic Anion Transporter

CMV

Zytomegalie-Virus

CO

Kohlenmonoxid

CO

2

Kohlenstoffdioxid

CoA

Coenzym A

COHb

Carboxyhämoglobin

CoNS

koagulasenegative Staphylokokken

CP

Zerebralparese; kortikale Platte

CPAM

Congenital Pulmonary Airway Malformation

CPAP

kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck (Continuous Positive Airway Pressure)

cPMP

zyklisches Pyranopterinmonophosphat

CPS-I

Carbamylphosphatsynthetase I

CPT

Carnitin-Palmitoyl-Transferase

CRH

Corticotropin-Releasing Hormone

CRIB

Clinical Risk Index for Babies

CRP

C-reaktives Protein

CRTR

Kreatintransporter

CRYO-ROP

Trial of Cryotherapy for Retinopathy of Prematurity

CT

Computertomografie

CVVH

kontinuierliche venovenöse Hämofiltration

CW-Doppler

Continuous-Wave-Doppler

DACH

deutsche, österreichische und schweizerische Gesellschaften für Ernährung

DC

Direct Current

DDAVP

Desmopressin

DDH

erworbene Hüftdysplasie (Developmental Dysplasia of the Hip)

DEND

Developmental Delay, Epilepsy, and Neonatal Diabetes

DG

Diagnosegruppe

DGE

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.

DGKJ

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V.

DGNS

Deutsche Gesellschaft für Neugeborenenscreening

DHA

Docosahexaensäure

DIC

disseminierte Koagulation; disseminierte intravasale Gerinnung

DIOS

distales intestinales Obstruktionssyndrom

DIP

desquamative interstitielle Pneumonitis

DKKR

Deutsches Kinderkrebsregister

DMSA

Dimercaptobernsteinsäure

DNA

Desoxyribonukleinsäure

DR-System

digitales Radiografiesystem

DSD

Disorder of Sex Development

DTI

Dauertropfinfusion

DWI

diffusionsgewichtete Sequenz

EBV

Epstein-Barr-Virus

ECHO-Virus

Enteric Cytopathic Human Orphan Virus

ECMO

extrakorporale Membranoxygenierung

EDTA

Ethylendiamintetraacetat

EEG

Elektroenzephalografie

EEIE

Early Epileptic Infantile Encephalopathy

EIA

Enzymimmunoassay

EK

Erythrozytenkonzentrat

EKG

Elektrokardiografie

ELBW

Extreme Low Birth Weight

ELISA

Enzyme-linked Immunosorbent Assay

ELSO

Extracorporal Life Support Organisation

EMA

Europäische Arzneimittel-Agentur (European Medicines Agency)

EME

Early Myoclonic Encephalopathy

EMG

Elektromyografie

EMG-Syndrom

Exomphalus-Makroglossie-Gigantismus-Syndrom

ENaC

Epithelial Na

+

-Channel

EOG

Elektrookulografie

ERC

endoskopisch retrograde Cholangiografie

ERCP

endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikografie

ESBL

Extended-Spectrum Beta-Lactamase

MRSA

Methicillin-resistant Staphylococcus aureus

ESPGHAN

European Society for Paediatric Gastroenterology Hepatology and Nutrition

ETCO

endexspiratorisch gemessene Kohlenmonoxidkonzentration

ETCO

2

endexspiratorische Kohlendioxidkonzentration

ETROP

Early Treatment of Retinopathy of Prematurity

EUGR

extrauterine Wachstumsrestriktion/Wachstumsretardierung

EVR

Erstversorgungsraum

EXIT

Ex Utero Intrapartum Treatment

FABMS

Fast Atom Bombardement Mass Spectrometry

FAH

Fumarylazetoacetathydroxylase

FDA

Federal Drug Administration

FE

fraktionelle Ausscheidung

FE

Na

fraktionelle Natriumexkretion

FEV1

Einsekundenkapazität

FFP

gefrorenes Frischplasma (Fresh Frozen Plasma)

FG

Frühgeborenes

FHL

familiäre hämophagozytische Lymphohistiozytose

FIC

Familial Intrahepatic Cholestasis

FiO

2

inspiratorische Sauerstofffraktion

FISH

Fluoreszenz-in-situ-Hybridisation

FKDS

farbcodierte Dopplersonografie

FLAIR

Fluid Attenuated Inversion Recovery

FMI

fetomaternale Inkompatibilität

FNAIT

fetale und neonatale Alloimmunthrombopenie

FRC

funktionelle Residualkapazität

GA

Gestationsalter

GABA

Gammaaminobuttersäure

GALD

Gestational Alloimmune Liver Disease

GAMT

Guanidinoacetat-Methyltransferase

G-BA

Gemeinsamer Bundesausschuss

GBS

Gruppe-B-Streptokokken

GCP

Good Clinical Practice

G-CSF

Granulocyte-Colony Stimulating Factor

Gd-DTPA

Gadolinium-Diethylentriaminpentaessigsäure

GenDG

Gendiagnostikgesetz

GFR

glomeruläre Filtrationsrate

GG

Geburtsgewicht

GGA

Gallengangsatresie

GLUT

Glukosetransporter

GM-CSF

Granulocyte-Macrophage-Colony Stimulating Factor

GMP

Guanosinmonophosphat

GNPI

Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin

GOT

Glutamat-Oxalacetat-Transaminase

GPT

Glutamat-Pyruvat-Transaminase

GvHD

Graft-versus-Host-Disease

GW

Gestationswoche

H

+

Proton

HAPO

Hyperglycemia Adverse Pregnancy Outcome

HAV

Hepatitis-A-Virus

Hb

Hämoglobin

HbA

adultes Hämoglobin, Hämoglobin A

HBcAg

Hepatitis B Core Antigen

HBeAg

Hepatitis B Extracellular Antigen

HbF

fetales Hämoglobin

HBsAg

HBV-Oberflächenantigen

HBSS

hepatobiliäre Sequenzszintigrafie

HBV

Hepatitis-B-Virus

HCG

humanes Choriogonadotropin

HCO

3

Hydrogencarbonat

HCV

Hepatitis-C-Virus

HDM

Herzdruckmassage

HDV

Hepatitis-D-Virus

HFNC

High-Flow Nasal Cannula

HFOV

Hochfrequenzbeatmung

HHb

desoxygeniertes Hämoglobin

HHH

Hyperornithinämie, Hyperammonämie, Homocitrullinurie

HIE

hypoxisch-ischämische Enzephalopathie

HIF

Hypoxia Inducible Factor

HIV

humanes Immundefizienz-Virus

HLA

humanes Leukozyten-Antigen

HLH

hämophagozytische Lymphohistiozytose

Hkt

Hämatokrit

HMV

Herzminutenvolumen

H

2

O

Wasser

HPA

humanes Plättchen-Antigen (Human Platelet Antigen)

HR-CT

High-Resolution-Computertomografie

HSV

Herpes-simplex-Virus

HWI

Harnwegsinfektion

HWS

Halswirbelsäule

HZV

Herzzeitvolumen

ICR

Interkostalraum

ICROP

International Classification of Retinopathy of Prematurity

IFT

Immunfluoreszenztest

IgA

Immunglobulin A

IgD

Immunglobulin D

IgE

Immunglobulin E

IGF

Insulin-like Growth Factor

IgG

Immunglobulin G

IκB

Inhibitor of κB

IKK

Inhibitor of κB-Kinase

IgM

Immunglobulin M

ILCOR

International Liaison Committee on Resuscitation

IVA

Isovalerianazidämie

LDH

Laktat-Dehydrogenase

IL

Interleukin

JMML

juvenile myelomonozytäre Leukämie

IMV

Intermittent Mandatory Ventilation

iNO

inhalatives Stickstoffmonoxid

INR

International Normalized Ratio

InSurE

Intubate – Surfactant – Extubate

IPPV

Intermittent Positive Pressure Ventilation

IRT

immunreaktives Trypsinogen

IQ

Intelligenzquotient

ITP

Immunthrombozytopenie

IUGR

intrauterine Wachstumsrestriktion/Wachstumsretardierung

IVH

intraventrikuläre Hämorrhagie

ISC

Infant Servo Control

IZ

Intermediärzone

KHE

kaposiformes Hämangioendotheliom

KI

Kurzinfusion

KISS

kopfgelenkinduzierte Symmetriestörung

KM

Kontrastmittel; Körpermasse

KMC

Kangaroo Mother Care

KREC

Kappa-Deleting Recombination Excision Deleting Circle

LAD

Leukozytenadhäsionsdefekt

LBW

Low Birth Weight

LDL

Low Density Lipoprotein

LG

Lebendgeburt

LGA

Large for Gestational Age

LIGHT-ROP

Light Reduction in Retinopathy of Prematurity

LISA

Less Invasive Surfactant Administration, Less Invasive Surfactant Application

LWK

Lendenwirbelkörper

LWS

Lendenwirbelsäule

MAD

mittlerer arterieller Druck

MAP

Atemwegsmitteldruck

MAS

Mekoniumaspirationssyndrom

MCT

mittelkettiges Triglycerid

MCU

Miktionszysturethrografie

MCT

mittelkettige Triglyceride

MCV

mittleres korpuskuläres Volumen

MetHb

Methämoglobin

MFED

Münchener funktionelle Entwicklungsdiagnostik

MHN

Morbus haemolyticus neonatorum

MI

Mekoniumileus

MIBG

Meta-Jodbenzylguanidin

MIST

Minimal Invasive Surfactant Therapy

MLL

Mixed Linear Leukemia

MODY

Maturity Onset Diabetes of the Young

MR

Magnetresonanz

MRC

Magnetresonanzcholangiografie

MRCP

Magnetresonanz-Cholangiopankreatikografie

mRNA

Messenger-Ribonukleinsäure

MRS

Magnetresonanz-Protonenspektroskopie

MRT

Magnetresonanztomografie

MSC

mesenchymale Stammzelle

MSCT

Multislice-CT

MSUD

Ahornsirupkrankheit

MUS

Miktionsurosonografie

MZ

Marginalzone

M-Zelle

Microfold-Zelle

NAA

N-Acetylaspartat

NaCl

Natriumchlorid

NAGS

N-Acetylglutamatsynthetase

NaHCO

3

Natriumhydrogencarbonat

NAK

Nabelarterienkatheter

NA-pH

Nabelarterien-pH-Wert

NAITP

neonatale Alloimmunthrombozytopenie

NASPGHAN

North American Society of Pediatric Gastroenterology, Hepatology and Nutrition

NCPAP

nasaler kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck (Nasal Continuous Positive Airway Pressure)

NEC

nekrotisierende Enterokolitis

NEMO

NFκB Essential Modulator

NGS

Next Generation Sequencing

NIH

National Institutes of Health

NIPPV

Nasal Intermittent Positive Pressure Ventilation

NIRS

Nahinfrarotspektroskopie

NIV

nicht invasive Beatmung

NK

natürliche Killerzelle

NKH

nicht ketotische Hyperglycinämie

NNT

Number Needed to Treat

NO

Stickstoffmonoxid

NSCS

Neonatal Skin Condition Score

NSF

nephrogene systemische Fibrose

NSIP

unspezifische interstitielle Pneumonitis

NTCP

Natriumtaurocholat-Cotransporter

NTD

Neuralrohrdefekt

NTBC

Nitisinon

NVK

Nabelvenenkatheter

O

2

Sauerstoff

OATP

organisches Anionen-Transportpolypeptid

OAVS

okulo-aurikulo-vertebrales Spektrum

ÖA

Ösophagusatresie

O

2

Hb

oxygeniertes Hämoglobin

OI

Oxygenierungsindex

OMIM

Online Mendelian Inheritance in Man

OP

Operation

OR

Odds-Ratio

OTC

Ornithintranscarbamylase

PaCO

2

arterieller Kohlendioxidpartialdruck

PAF

Platelet Activating Factor

PAH

Phenylalaninhydroxylase

PAMP

Pathogen-associated Molecular Patterns

PaO

2

arterieller Sauerstoffpartialdruck

PAP

pulmonal alveoläre Proteinose

PC

Phase Contrast

PCO

2

Kohlendioxidpartialdruck

PCR

Polymerasekettenreaktion

PCT

Procalcitonin

PDA

persistierender Ductus arteriosus Botalli

PDCO

Paediatric Committee

PDGF

Platelet-derived Growth Factor

PDH

Pyruvatdehydrogenase

PEEP

positiver endexspiratorischer Druck

PEI

Paul-Ehrlich-Institut

PET

Positronen-Emissions-Tomografie

PFFD

proximaler fokaler Femurdefekt

PFIC

progressive familiäre intrahepatische Cholestase

PHACES

Posterior Fossa Malformation, Hemangiomas, Arterial Anomalies, Cardiac Anomalies, Eye Abnormalities, Sternal Abnormalities

PHP

Pseudohypoparathyroidismus

PHT

pulmonale Hypertension

PI

Pulsatilitätsindex

PICC

peripher eingeführter zentralvenöser Kathether

PIP

Peak Inspiratory Pressure; Paediatric Investigation Plan

PKU

Phenylketonurie

PO

2

Sauerstoffpartialdruck

PPHN

persistierende pulmonalarterielle Hypertonie/Hypertension des Neugeborenen

PPROM

früher vorzeitiger Blasensprung

PSR

Patellarsehnenreflex

PSV

Pressure Support Ventilation

PT

Prothrombinzeit

P

Tc

CO

2

transkutaner Kohlendioxidpartialdruck

P

Tc

O

2

transkutaner Sauerstoffpartialdruck

PTH

Parathormon

PTT

partielle Thromboplastinzeit

PUMA

Paediatric Use Marketing Authorisation

PVK

periphere venöse Verweilkanüle

PVL

periventrikuläre Leukomalazie

PW-Doppler

Pulsed-Wave-Doppler

pZVK

peripher insertierter zentraler Katheter

QM

Qualitätsmanagement

R

Ratio

RDA

Recommended Daily Allowances

RDS

Respiratory Distress Syndrome

Rh

Resus

rhAPC

rekombinantes humanes aktiviertes Protein C

RI

Resistive Index

RICH

Rapidly Involuting Congenital Haemangioma

RiLiBÄK

Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen

RKI

Robert Koch-Institut

RKZ

Rekapillarisierungszeit

RMS

Rhabdomyosarkom

RöV

Röntgenverordnung

ROP

Frühgeborenenretinopathie (Retinopathy of Prematurity)

RR

relatives Risiko

RS-Virus

respiratorisches Syncytial-Virus

rSO

2

regionale Sauerstoffsättigung

SAFE

Sichere Ausbildung für Eltern

SaO

2

arterielle Sauerstoffsättigung

SCID

schwere kombinierte Immundefektsyndrome (Severe Combined Immunodeficiency)

SDS

Standard Deviation Score

SE

Spinecho

SEDc

kongenitale sponyloepiphysäre Dysplasie

SGA

Small for Gestational Age

SGB

Sozialgesetzbuch

SIADH

Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion

SIDS

plötzlicher Säuglingstod (Sudden Infant Death Syndrome)

SIMV

Synchronized Intermittent Mechanical Ventilation

SIPPV

Synchronized Intermittent Positive Pressure Ventilation

SIR

Systemic Inflammatory Response

SIRS

Systemic Inflammatory Response Syndrome

SLOS

Smith-Lemli-Opitz-Syndrom

SMA

spinale Muskelatrophie

S-NIPPV

Synchronised Nasal Intermittent Positive Pressure Ventilation

S

P

O

2

pulsoxymetrisch gemessene Sauerstoffsättigung

SS

Schwangerschaft

SSW

Schwangerschaftswoche

STH

Somatotropin

SUR

Sulfonylharnstoffrezeptor

SvO

2

venöse Sauerstoffsättigung

SVZ

Subventrikulärzone

SZ

Subplate Zone

TAM

transiente abnormale Myelopoese

TAP

temporäre Nebennierenrindeninsuffizienz des Frühgeborenen (transient adrenocortical insufficiency of prematurity)

TAR

Thrombopenia with Absent Radii

TB

Tuberkulose

tcB

transkutanes Bilirubin

TFG

Transfusionsgesetz, Gesetz zur Regelung des Transfusionswesens

TFP

trifunktionales Protein

TGA

Transposition der großen Arterien

TGB

trypsininduzierte Giemsa-Bänderung

THAN

transiente Hyperammonämie des Neugeborenen

THI

Tissue Harmonic Imaging

TK

Thrombozytenkonzentrat

TLR

Toll-like-Rezeptor

TMD

transientes myeloproliferatives Syndrom

TMS

Tandemmassenspektrometrie

TNF

Tumornekrosefaktor

TOF

Time of Flight

TOI

Tissue Oxygenation Index

TPGS

Tocopherol Polyethylenglykol Succinat

TRAP

Twin Reversed Arterial Perfusion

TREC

T-Cell Receptor Excision Circle

TRH

Thyrotropin Releasing Hormone

TSE

Turbospinecho

TSH

Thyreotropin

TTN

Transient Tachypnea of the Newborn

UAW

unerwünschte Arzneimittelwirkung

UDCA

Ursodesoxycholsäure

UDP

Uridindiphosphat

UGT

Uridyldiphosphoglucuronyltransferase

UPD

uniparentale Disomie

VACTERL

Vertebro Anal Cardial Tracheal Esophageal Renal Limb

VA-ECMO

venös-arterielle ECMO

VALI

Ventilator-associated Lung Injury

VAP

Ventilator-associated Pneumonia

VEGF

Vascular Endothelial Growth Factor

VLBW

Very low Birth Weight

VLCAD

Very-Long-Chain-Acyl-CoA-Dehydrogenase

VO

2

aufgenommene Sauerstoffmenge pro Zeit

VSD

Ventrikelseptumdefekt

VUR

vesikoureteraler Reflux

VV-ECMO

venös-venöse ECMO

VZ

Ventrikulärzone

VZV

Varicella-Zoster-Virus

WBS

Wiedemann-Beckwith-Syndrom, Beckwith-Wiedemann-Syndrom

WHO

Weltgesundheitsorganisation

WPW-Syndrom

Wolff-Parkinson-White-Syndrom

ZNS

Zentralnervensystem

ZVD

zentralvenöser Druck

ZVK

zentraler Venenkatheter

γ-GT

γ-Glutamyltransferase

Inhaltsverzeichnis

Titelei

Vorwort

Abkürzungen

1 Frühkindliches Wachstum

1.1 Intrauterines Wachstum

1.1.1 Regulation des intrauterinen Wachstums

1.1.2 Fetales Wachstum bei Mehrlingsschwangerschaften

1.1.3 Konzept der intrauterinen Prägung (perinatale Programmierung)

1.2 Neonatales Wachstum

1.2.1 Klassische Perzentilwerte

1.2.2 Zusätzliche Geburtsgewichtklassifikation

1.3 Literatur

2 Notfallversorgung im Kreißsaal und Transport erkrankter Früh- und Reifgeborener

2.1 Perinatale Besonderheiten der kardiorespiratorischen Funktion

2.2 Einfluss von maternalen Medikamenten in der Spätschwangerschaft und unter der Geburt auf das Neugeborene

2.3 Drogensucht in der Schwangerschaft – Folgen für das ungeborene Kind

2.3.1 Opiate

2.3.2 Methamphetamine (Crystal Meth)

2.3.3 Fazit

2.4 Grundsätze der Erstversorgung und der Neugeborenenreanimation

2.4.1 Abnabelungszeitpunkt

2.4.2 Wärmemanagement

2.4.3 Initiale Beurteilung des Neugeborenen

2.4.4 ABCD-Regel der Reanimation

2.5 Ausgewählte Notfallsituationen

2.5.1 Störungen der Spontanatmung und Beatmung

2.5.2 Blutverlust und Schock

2.5.3 Fehlbildungen mit besonderen Anforderungen an die Erstversorgung

2.5.4 Hydrops congenitus universalis (fetalis)

2.5.5 Erstversorgung des unreifen Frühgeborenen

2.6 Plötzliche Todesfälle und schwere lebensbedrohliche Ereignisse in den ersten Lebenstagen

2.7 Transport von Früh- und Reifgeborenen

2.7.1 Durchführung des Transports

2.7.2 Organisation und Verantwortlichkeiten

2.7.3 Transportart

2.7.4 Übernahme des Neugeborenen

2.7.5 Besonderheiten auf dem Transport

2.8 Literatur

3 Hypoxie und Asphyxie

3.1 Einleitung

3.1.1 Definitionen

3.1.2 Pathogenese der Asphyxie

3.1.3 Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie

3.1.4 Auswirkungen der Asphyxie auf andere Organsysteme

3.2 Inzidenz, Prognose und Langzeit-Outcome

3.2.1 Inzidenz

3.2.2 Prognose

3.2.3 Diagnosestellung einer Asphyxie bzw. hypoxisch-ischämischen Enzephalopathie

3.3 Therapeutische Interventionen

3.3.1 Allgemeine Überlegungen

3.3.2 Präventive bzw. frühzeitige Interventionen

3.3.3 Hypothermiebehandlung

3.3.4 Supportive Therapie

3.4 Literatur

4 Geburtstraumatische Schädigungen

4.1 Verletzungen des Schädels und der intrakraniellen Strukturen

4.2 Schädigungen der Wirbelsäule und des Rückenmarks

4.2.1 KISS-Syndrom

4.3 Läsionen peripherer Nerven

4.3.1 Nervus abducens

4.3.2 Nervus facialis

4.3.3 Nervus laryngeus recurrens

4.3.4 Nervus phrenicus

4.3.5 Plexus brachialis

4.3.6 Nervus radialis

4.3.7 Lumbosakraler Plexus

4.3.8 Nervus peroneus

4.4 Verletzungen innerer Organe

4.4.1 Leberverletzungen

4.4.2 Milzverletzungen

4.4.3 Nebennierenverletzungen

4.5 Verletzungen des Extremitätenskeletts

4.5.1 Klavikulafrakturen

4.5.2 Frakturen der Armknochen und Schulter

4.5.3 Frakturen des Femurs und der Tibia

4.5.4 Andere Frakturen – Gesichtsknochen, Rippen

4.6 Hautverletzungen

4.7 Muskelverletzungen

4.8 Literatur

5 Kinder mit besonderen Risiken

5.1 Frühgeborene

5.1.1 Definition

5.1.2 Häufigkeit

5.1.3 Ätiologie

5.1.4 Besonderheiten der Adaptation

5.1.5 Typische Komplikationen der Frühgeborenenperiode

5.1.6 Besondere chronische Probleme/Risiken der Frühgeburtlichkeit

5.1.7 Nachsorge

5.2 Wachstumsretardierte Kinder

5.2.1 Reifgeborene mit intrauteriner Wachstumsretardierung

5.2.2 Frühgeborene mit intrauteriner Wachstumsrestriktion

5.2.3 Extrauterine Wachstumsretardierung

5.3 Mehrlinge

5.3.1 Epidemiologie

5.3.2 Zygotie, Eihäute und Plazentaverhältnisse

5.3.3 Pränatale Komplikationen

5.3.4 Geburtskomplikationen und Erstversorgung

5.3.5 Typische neonatale Erkrankungen von Mehrlingen

5.3.6 Langzeitentwicklung von Mehrlingen

5.4 Geschlechtsunterschiede

5.4.1 Neonatologische Erkrankungen

5.4.2 Somatisches Wachstum

5.4.3 Prognose

5.5 Literatur

6 Neonatale Überwachung und interventionelle Techniken

6.1 Klinische Untersuchung

6.1.1 Untersuchungsablauf

6.1.2 Kopf

6.1.3 Augen

6.1.4 Nase und Mund

6.1.5 Rumpf

6.1.6 Herz und Lunge

6.1.7 Abdomen und Genitale

6.1.8 Extremitäten

6.2 Nicht invasives Monitoring

6.2.1 Elektrokardiografie und Überwachung der Herzfrequenz

6.2.2 Überwachung der Atmung

6.2.3 Transkutane Überwachung des Sauerstoffpartialdrucks

6.2.4 Pulsoximetrie

6.2.5 Transkutane Überwachung des Kohlendioxidpartialdrucks

6.2.6 Überwachung des endexspiratorischen Kohlenstoffpartialdrucks (Kapnometrie)

6.2.7 Fehlalarme

6.2.8 Alarmeinstellungen

6.3 Bildgebende Diagnostik

6.3.1 Röntgenuntersuchungen

6.3.2 Fluoroskopie

6.3.3 Sonografie

6.3.4 Computertomografie

6.3.5 Magnetresonanztomografie

6.3.6 Fazit

6.4 Spezielle interventionelle Techniken

6.4.1 Kardiopulmonale Reanimation, Maskenbeatmung und Intubation

6.4.2 Gefäßzugänge

6.4.3 Punktionen von Körperhöhlen und Organen

6.5 Literatur

7 Wärmehaushalt

7.1 Postnatale Regulation der Thermogenese

7.1.1 Wärmeproduktion

7.1.2 Wärmeverlust

7.1.3 Thermoregulation

7.2 Wärmeverluste und Überwärmung

7.2.1 Hypothermie

7.2.2 Hyperthermie

7.3 Wärmepflege

7.3.1 Temperaturmessung

7.3.2 Erstversorgung

7.3.3 Transport

7.3.4 Frühgeborene und hypotrophe Neugeborene

7.3.5 Pflege des Neugeborenen im Inkubator

7.3.6 Pflege des Neugeborenen unter einer offenen Pflegeeinheit mit radiativer Wärmelampe

7.4 Literatur

8 Wasserhaushalt, Säure-Basen-Gleichgewicht und Elektrolytimbalancen

8.1 Wasserhaushalt

8.1.1 Einleitung

8.1.2 Wasserbilanz des Früh- und Neugeborenen

8.1.3 Monitoring des Flüssigkeitshaushalts

8.1.4 Flüssigkeitsbedarf

8.1.5 Exzessive Volumenexpansion

8.2 Störungen im Säure-Basen-Gleichgewicht

8.2.1 Einleitung

8.2.2 Überwachung des Säure-Basen-Gleichgewichts

8.2.3 Säure-Basen-Ungleichgewicht

8.3 Elektrolytimbalancen

8.3.1 Einleitung

8.3.2 Natriumhomöostase

8.3.3 Kaliumhomöostase

8.3.4 Kalziumhaushalt

8.3.5 Magnesiumhaushalt

8.4 Literatur

9 Ernährung

9.1 Physiologische Grundlagen

9.1.1 Intrauterines Wachstum

9.1.2 Postnatale Adaptation

9.1.3 Orale Ernährung

9.1.4 Postnatales Wachstum

9.2 Bedarfsschätzungen für Energie, Nährstoffe und Flüssigkeit

9.2.1 Energie, Nährstoffe und Wasser

9.3 Ernährung des gesunden Reifgeborenen

9.4 Ernährung von Risikokindern

9.4.1 Orale Ernährung des Frühgeborenen

9.4.2 Parenterale Ernährung

9.5 Literatur

10 Respiratorische Erkrankungen

10.1 Respiratorische Adaptation des Neugeborenen

10.1.1 Fetale Oxygenierung

10.1.2 Fetale Zirkulation

10.1.3 Übergang von der mit Fruchtwasser gefüllten in eine mit Atemgas gefüllte Lunge

10.1.4 Faktoren, die die Adaptation beeinträchtigen können

10.1.5 Klinische Manifestation einer beeinträchtigten Adaptation

10.1.6 Zusammenfassung

10.2 Atemnotsyndrom des Frühgeborenen

10.2.1 Epidemiologie

10.2.2 Pathogenese und Pathophysiologie

10.2.3 Konsequenzen und Komplikationen

10.2.4 Genetische Risikofaktoren

10.2.5 Klinische Zeichen

10.2.6 Diagnostik

10.2.7 Therapie

10.2.8 Supportive Pflege

10.2.9 Prognose

10.3 Genetisch bedingte Formen von Surfactant-Fehlfunktionen

10.3.1 Physiologie und Pathophysiologie

10.3.2 SP-A-Funktionsdefekte

10.3.3 SP-B-Mangel

10.3.4 SP-C-Mangel

10.3.5 ABCA3-Mangel

10.3.6 Mutationen im NKX2.1-Gen

10.3.7 GM-CSF-Signaltransduktionsdefekte

10.3.8 Diagnostik bei Verdacht auf genetisch bedingte Surfactant-Fehlfunktionen

10.3.9 Therapie und Beratung bei schweren genetisch bedingten Surfactant-Fehlfunktionen

10.4 Bronchopulmonale Dysplasie

10.4.1 Einleitung

10.4.2 Definition

10.4.3 Ätiologie und Pathogenese

10.4.4 Inzidenz

10.4.5 Langzeit-Outcome der Kinder mit bronchopulmonaler Dysplasie

10.4.6 Prävention und Therapie

10.5 Atemregulation beim Neugeborenen

10.5.1 Hintergrund und Definition

10.5.2 Pathogenese von Störungen der Atemregulation

10.5.3 Therapie der Apnoen, Bradykardien und Hypoxien bei Frühgeborenen

10.6 Atemwegsobstruktionen

10.6.1 Choanalatresie

10.6.2 Kraniofaziale Dysmorphiesyndrome

10.6.3 Makroglossie

10.6.4 Atresie von Larynx oder Trachea

10.6.5 Larynxspalten

10.6.6 Laryngotracheale Hämangiome

10.6.7 Laryngomalazie

10.6.8 Stimmbandparesen

10.6.9 Subglottische Stenosen

10.6.10 Trachealkompressionen

10.7 Pulmonale Erkrankungen

10.7.1 Unilaterale Lungenagenesie

10.7.2 Lungenhypoplasie

10.7.3 Kongenitale Lymphangiektasie

10.7.4 Kongenitale zystisch-adenomatoide Malformation der Lunge

10.7.5 Lungensequestration

10.7.6 Kongenitales lobäres Emphysem

10.7.7 Mekoniumaspiration

10.7.8 Neonatale Pneumonien

10.7.9 Flüssigkeitslunge

10.7.10 Lungenblutungen

10.8 Einschränkungen des Gasaustauschs durch Kompression der Lunge

10.8.1 Interpleurale Raumforderungen

10.8.2 Angeborene Raumforderungen

10.8.3 Sekundäre Lungenhypoplasien

10.8.4 Kongenitale Zwerchfelldefekte

10.8.5 Komplexe Fehlbildungen mit Einschränkung von Atmung und/oder Lungenfunktion

10.9 Störungen der Atemmotorik

10.9.1 Zwerchfellparese

10.9.2 Zentrale Störungen und komplexe neurologische Erkrankungen

10.9.3 Muskelerkrankungen

10.10 Atemunterstützende Verfahren und Beatmungstherapie

10.10.1 Lagerung

10.10.2 Maschinelle Verfahren

10.10.3 Abwägung zwischen invasiver und nicht invasiver Beatmung

10.10.4 Beatmungsformen beim intubierten Patienten

10.11 Extrakorporale Membranoxygenierung beim Lungenversagen des reiferen Neugeborenen

10.11.1 Einleitung

10.11.2 Häufigkeit und Ätiologie des neonatalen Lungenversagens

10.11.3 Allgemeines Therapiemanagement

10.11.4 Additive Therapien zur Unterstützung der Beatmung

10.11.5 Anwendung der extrakorporalen Membranoxygenierung

10.11.6 Fazit

10.12 Wenig invasive Surfactant-Applikation (LISA)

10.12.1 LISA-Methoden

10.12.2 LISA über endotracheale Sonde

10.12.3 Praxis der Surfactant-Applikation über Sonde

10.12.4 Durchführung der Katheterapplikation

10.12.5 Wesentliche Aspekte in der weiteren Behandlung des Kindes

10.12.6 Mögliche Komplikationen und Risiken der Katheterapplikation

10.12.7 Offene Fragen

10.13 Literatur

11 Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems

11.1 Postnatale Anpassung des Herz-Kreislauf-Systems

11.2 Richtwerte für Herzfrequenz und Blutdruck

11.3 Kardiovaskuläre Erkrankungen in der Neonatalperiode

11.3.1 Störungen der Kreislaufadaptation

11.3.2 Angeborene Herzfehler

11.3.3 Kardiomyopathien

11.3.4 Herzrhythmusstörungen

11.3.5 Entzündliche Herzerkrankungen

11.4 Blutdruck- und Kreislaufstörungen bei Frühgeborenen

11.4.1 Blutdruck bei Frühgeborenen

11.4.2 Definition der (therapiebedürftigen) Hypotension

11.4.3 Blutdruck und Perfusion

11.4.4 Hypotension und zerebrale Morbidität

11.4.5 Therapie der Hypotension und Kreislauftherapie

11.5 Kreislauftherapie

11.5.1 Septischer Schock

11.6 Literatur

12 Erkrankungen des Blutes

12.1 Entwicklung des hämatopoietischen Systems

12.1.1 Blutbildung im Dottersack (mesoblastische oder megaloblastische Periode)

12.1.2 Blutbildung in der Leber (hepatische Periode)

12.1.3 Blutbildung im Knochenmark (medulläre Periode)

12.1.4 Quantitative Aspekte der fetalen Hämatopoiese

12.2 Erythropoiese

12.2.1 Allgemeines

12.2.2 Richtwerte für hämatologische Größen

12.2.3 Polyglobulie

12.2.4 Anämie

12.3 Erkrankungen des leukozytären Systems

12.3.1 Einteilung

12.3.2 Diagnostik

12.3.3 Therapie

12.4 Erkrankungen des thrombozytären Systems

12.4.1 Klinik

12.4.2 Diagnostik

12.4.3 Thrombozytenfunktionsstörungen

12.4.4 Neonatale Thrombozytose

12.4.5 Neonatale Thrombozytopenie

12.4.6 Therapie

12.5 Erkrankungen der plasmatischen Gerinnung

12.5.1 Angeborene Gerinnungsstörungen

12.5.2 Erworbene Störungen der plasmatischen Gerinnung

12.5.3 Diagnostisches Vorgehen beim Neugeborenen mit Blutung

12.6 Hämotherapie

12.6.1 Einleitung

12.6.2 Gesetzliches Umfeld

12.6.3 Durchführung der Hämotherapie

12.6.4 Spezielle Hämotherapie

12.6.5 Austauschtransfusion

12.6.6 Verwandtenspende bei Neugeborenen

12.7 Morbus haemolyticus neonatorum

12.7.1 Rhesusinkompatibilität

12.7.2 AB0-Inkompatibilität

12.8 Literatur

13 Erkrankungen der Leber

13.1 Bilirubinstoffwechsel und Hyperbilirubinämie

13.1.1 Bilirubinstoffwechsel

13.1.2 Hyperbilirubinämie

13.2 Differenzialdiagnose und Therapieprinzipien der neonatalen Cholestase

13.2.1 Einleitung

13.2.2 Definition und Pathophysiologie

13.2.3 Leitsymptome

13.2.4 Diagnostik

13.2.5 Allgemeine Therapieansätze bei cholestatischen Lebererkrankungen

13.3 Erkrankungen des Leberparenchyms

13.3.1 Infektionen

13.3.2 Stoffwechselerkrankungen, genetische Erkrankungen

13.3.3 Familiäre intrahepatische Cholestase

13.3.4 Alagille-Syndrom

13.3.5 Familiäre hämophagozytische Lymphohistiozytose

13.3.6 ARC-Syndrom

13.3.7 Neonatale Alloimmunhepatopathie (früher neonatale Hämochromatose)

13.3.8 Endokrine Erkrankungen

13.3.9 Idiopathische neonatale Hepatitis

13.3.10 Chromosomale Erkrankungen

13.3.11 Intoxikationen, Frühgeborenencholestase

13.3.12 Vaskuläre Lebererkrankungen

13.4 Erkrankungen der Gallenwege

13.4.1 Gallengangsatresie

13.4.2 Nicht syndromatische Gallenwegshypoplasie

13.4.3 Choledochuszyste

13.4.4 Caroli-Erkrankung, Caroli-Syndrom

13.4.5 Gallensteine

13.4.6 Spontane Perforation der Gallenwege

13.4.7 Neonatale sklerosierende Cholangitis

13.5 Literatur

14 Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

14.1 Postnatale Anpassung

14.2 Gastrointestinale Notfallsituationen

14.2.1 Atresien und Stenosen

14.2.2 Perforationen

14.2.3 Nekrotisierende Enterokolitis

14.3 Gastrointestinale Erkrankungen

14.3.1 Einleitung

14.3.2 Erkrankungen der Zunge

14.3.3 Schluckstörungen

14.3.4 Erbrechen

14.3.5 Gastroösophagealer Reflux

14.3.6 Gastrointestinale Blutungen

14.3.7 Neonatale Appendizitis

14.3.8 Stuhlentleerungsstörungen

14.3.9 Kurzdarmsyndrom und chronisches Darmversagen

14.4 Erkrankungen des Pankreas

14.5 Erkrankungen des Nabels und der Bauchwand

14.5.1 Diagnostik

14.5.2 Klinik

14.5.3 Operation

14.5.4 Nachbehandlung

14.5.5 Komplikationen

14.5.6 Outcome

14.6 Mekoniumileus, Mekoniumperitonitis und distale intestinale Obstruktion

14.6.1 Definition

14.6.2 Epidemiologie

14.6.3 Pathologie

14.6.4 Krankheitsbild

14.6.5 Diagnostik

14.6.6 Therapie

14.6.7 Komplikationen

14.6.8 Besonderheiten

14.6.9 Prognose

14.7 Literatur

15 Erkrankungen von Niere und ableitenden Harnwegen

15.1 Physiologische Entwicklung von Niere und ableitenden Harnwegen und deren Steuerung

15.2 Renale Funktionsdiagnostik

15.2.1 Blutchemische Parameter und Nierenfunktion

15.2.2 Urinuntersuchung

15.3 Fehlbildungen von Nieren und Harnwegen

15.3.1 Zystische Nierenerkrankung

15.3.2 Ureterabgangsstenose

15.3.3 Posteriore Urethralklappen

15.3.4 Vesikoureteraler Reflux

15.3.5 Komplexe Fehlbildungssyndrome mit Beteiligung von Niere und ableitenden Harnwegen

15.4 Tubulo- und Glomerulopathien

15.4.1 Tubulopathien

15.4.2 Kongenitales nephrotisches Syndrom

15.5 Harnwegsinfektionen

15.5.1 Grundlagen, Ätiologie und Pathogenese

15.5.2 Klinik

15.5.3 Diagnostik

15.5.4 Therapie

15.6 Nierenvenenthrombose

15.6.1 Pathogenese

15.6.2 Klinik und Diagnostik

15.6.3 Therapie und Prognose

15.7 Niereninsuffizienz und Nierenersatztherapie

15.7.1 Akute Niereninsuffizienz

15.7.2 Chronische Niereninsuffizienz

15.8 Literatur

16 Fetopathia diabetica, Hypo- und Hyperglykämien

16.1 Fetopathia diabetica

16.1.1 Einleitung

16.1.2 Mechanismen der intrauterinen Schädigung

16.1.3 Neonatale Morbidität und Versorgung des Kindes nach der Geburt

16.1.4 Prognose der betroffenen Kinder

16.2 Hypoglykämien

16.2.1 Physiologische Voraussetzungen

16.2.2 Inzidenz

16.2.3 Therapie

16.3 Hyperglykämien

16.3.1 Definition

16.3.2 Symptomatik

16.3.3 Einteilung

16.3.4 Therapie

16.3.5 Prognose

16.4 Literatur

17 Endokrinologische Störungen

17.1 Hypo- und Hyperkalzämie

17.1.1 Diagnostik und Behandlung der Hypokalzämie

17.2 Kongenitaler Hyperinsulinismus und Diabetes mellitus

17.3 Hohes Thyreotropin und/oder vermindertes Thyroxin

17.4 17-OH-Progesteronerhöhung, Hyponatriämie und Hyperkaliämie

17.5 Indifferentes Genitale

17.6 Literatur

18 Metabolische Erkrankungen

18.1 Neugeborenen-Screening

18.1.1 Allgemeines

18.1.2 Screening-Kriterien

18.1.3 Organisation und Durchführung des Neugeborenen-Screenings

18.1.4 Zielkrankheiten des Neugeborenen-Screenings in Deutschland

18.1.5 Maßnahmen bei positivem Screening-Befund

18.1.6 Nicht-Zielkrankheiten des erweiterten Neugeborenen-Screenings

18.1.7 Mögliche künftige Zielkrankheiten im Neugeborenen-Screening

18.2 Symptome angeborener Stoffwechselerkrankungen

18.2.1 Klinische Symptome

18.2.2 Biochemische Leitsymptome

18.3 Allgemeines diagnostisches Vorgehen

18.3.1 Basisdiagnostik

18.3.2 Stoffwechseldiagnostik

18.3.3 Postmortale Diagnostik

18.3.4 Genetische Diagnostik

18.4 Therapie der Stoffwechselkrise

18.4.1 Allgemeine Therapie

18.4.2 Spezielle Therapie

18.5 Angeborene metabolische Erkrankungen

18.5.1 Harnstoffzyklusdefekte

18.5.2 Störungen des Aminosäurestoffwechsels

18.5.3 Organoazidopathien

18.5.4 Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels

18.5.5 Fettsäureoxidationsstörungen und Störungen des Carnitinstoffwechsels

18.5.6 Störungen der Zellorganellenfunktion

18.5.7 Weitere Erkrankungen mit Manifestation in der Neonatalperiode

18.6 Literatur

19 Erkrankungen des Zentralnervensystems

19.1 Entwicklung des Zentralnervensystems

19.1.1 Neurulation

19.1.2 Bildung des Vorderhirns

19.1.3 Neuronale Proliferation und Migration

19.1.4 Neuronale Organisation des Kortex

19.1.5 Bildung von Gyri und Sulci

19.1.6 Myelinisierung

19.2 Neurologische Untersuchungstechniken beim Neugeborenen

19.2.1 Klinische Untersuchung

19.2.2 Liquordiagnostik

19.2.3 Technisch-apparative Methoden

19.3 Fehlbildungen des Zentralnervensystems

19.3.1 Myelomeningozele

19.3.2 Hydrozephalus

19.3.3 Vena-Galeni-Malformation

19.4 Zerebrale Infektionen

19.4.1 Meningitis

19.4.2 Virale Infektionen

19.4.3 Pilzinfektionen

19.4.4 Komplikationen

19.5 Perinatale Hirnschädigungen beim Reifgeborenen

19.5.1 Perinatale Asphyxie

19.5.2 Zerebrale ischämische Infarkte

19.5.3 Intrakranielle Blutungen

19.5.4 Geburtstraumatische Blutungen

19.6 Perinatale Hirnschädigung bei Frühgeborenen

19.6.1 Periventrikuläre Leukomalazie

19.6.2 Hirnblutung des Frühgeborenen

19.7 Neuromuskuläre Erkrankungen

19.7.1 Zerebralparese

19.7.2 Spinale Paresen

19.7.3 Spinale Muskelatrophie

19.7.4 Läsionen peripherer Nerven

19.7.5 Myasthenie

19.7.6 Myogene Paresen

19.7.7 Arthrogryposis multiplex congenita

19.8 Zerebrale Anfälle beim Neugeborenen

19.8.1 Einleitung

19.8.2 Pathophysiologische Grundlagen

19.8.3 Altersabhängige Besonderheiten

19.8.4 Auswirkungen von Anfällen auf das sich entwickelnde Gehirn

19.8.5 Klinik

19.8.6 Korrelation klinischer Anfallstypen mit EEG-Auffälligkeiten

19.8.7 Ätiologie zerebraler Anfälle

19.8.8 Nicht epileptische Anfälle des Neugeborenen

19.8.9 EEG-Veränderungen bei zerebralen Anfällen des Neugeborenen

19.8.10 Prognose

19.8.11 Behandlung zerebraler Anfälle beim Neugeborenen

19.9 Literatur

20 Schmerzen

20.1 Entwicklung der Schmerz- und Stresswahrnehmung

20.1.1 Nozizeption

20.1.2 Bedeutung weiterer sensorischer Qualitäten für die Schmerz- und Stresswahrnehmung

20.2 Klinische Schmerzbeurteilung

20.3 Konzepte zur Schmerzbehandlung

20.3.1 Nicht-medikamentöse Ansätze zur Schmerzreduktion

20.3.2 Medikamentöse Schmerztherapie

20.4 Literatur

21 Immunologie und Infektiologie

21.1 Entwicklung des Immunsystems

21.1.1 Maternale Leihimmunität

21.1.2 Entwicklung der angeborenen Immunabwehr

21.1.3 Entwicklung der adaptiven Immunabwehr

21.1.4 Zusammenfassung

21.2 Infektionsdiagnostik beim Neugeborenen

21.2.1 Erregernachweis

21.2.2 Klinische Infektionsparameter

21.2.3 Laborchemische Infektionsparameter

21.3 Pränatale Infektionen

21.3.1 Virale und bakterielle Infektionen

21.3.2 Toxoplasmose

21.4 Perinatal erworbene (vertikale) Infektionen

21.4.1 Early-Onset-Infektion

21.4.2 Late-Onset-Infektion

21.5 Nosokomiale Infektionen

21.5.1 Vorkommen

21.5.2 Erregerspektrum

21.5.3 Klinisches Bild

21.5.4 Therapie

21.5.5 Prophylaxe

21.6 Literatur

22 Erkrankungen der Augen

22.1 Wachstum und normale Entwicklung der Augen zur Geburt

22.2 Abnormale visuelle Entwicklung und Entwicklungsstörungen des äußeren Auges

22.3 Erkrankungen im Lid-Tränenweg-Orbita-Bereich

22.3.1 Erkrankungen der Lider

22.3.2 Erkrankungen der Tränenwege

22.3.3 Erkrankungen der Orbita

22.4 Erkrankungen im Bindehautbereich

22.4.1 Infektiöse Bindehauterkrankungen

22.5 Angeborenes Glaukom

22.6 Erkrankungen der Hornhaut und der Iris

22.7 Erkrankungen im Linsen-, Glaskörper- und Netzhautbereich

22.7.1 Leukorie

22.7.2 Katarakt

22.7.3 Retinoblastom

22.7.4 Persistierender hyperplastischer primärer Glaskörper

22.8 Retinopathia praematurorum

22.8.1 Pathogenese

22.8.2 Prophylaxe

22.8.3 Diagnostik und Klassifikation

22.8.4 Behandlung

22.9 Erkrankungen der äußeren Augenmuskeln

22.9.1 Schielen

22.9.2 Nystagmus

22.10 Literatur

23 Erkrankungen der Haut und der Knochen

23.1 Erkrankungen der Haut

23.1.1 Anpassung der Haut

23.1.2 Transiente Hautprobleme

23.1.3 Neonatal manifeste Genodermatosen

23.1.4 Kongenitale naevoide Fehlbildungen

23.1.5 Verschiedene neonatale Dermatosen

23.2 Erkrankungen der Knochen

23.2.1 Angeborene Knochenerkrankungen

23.2.2 Osteopenia praematurorum

23.2.3 Orthopädische Erkrankungen des Neugeborenen

23.3 Literatur

24 Onkologische Erkrankungen beim Neugeborenen

24.1 Einleitung

24.2 Therapieprinzipien

24.3 Neuroblastom

24.4 Keimzelltumoren

24.5 Nierentumoren

24.6 Lebertumoren

24.7 Atypische teratoide/rhabdoide Tumoren

24.8 Tumoren des Zentralnervensystems

24.9 Neonatale Retinoblastome

24.10 Weichteiltumoren

24.11 Leukämien

24.12 Literatur

25 Komplexe Fehlbildungen

25.1 Einleitung

25.2 Terminologie und Definitionen

25.2.1 Fehlbildung (Malformation)

25.2.2 Disruption

25.2.3 Deformation

25.2.4 Dysplasie

25.2.5 Syndrom

25.2.6 Sequenz

25.2.7 Assoziation

25.2.8 Major- und Minoranomalien

25.3 Bedeutung der Minoranomalien

25.4 Durch Chromosomenaberration bedingte Syndrome

25.4.1 Allgemeines

25.4.2 Durch numerische Chromosomenaberrationen bedingte Syndrome

25.4.3 Durch strukturelle Chromosomenaberrationen bedingte Syndrome

25.4.4 Mikrodeletionssyndrome

25.5 Skelettdysplasien

25.5.1 Pränatale Diagnostik

25.5.2 Postmortale oder postnatale Diagnostik

25.5.3 Skelettdysplasien durch Mutationen am Fibroblast Growth Factor Receptor Type 3

25.5.4 Kurzrippen-Polydaktylie-Syndrome durch Defekte der primären Zilienfunktion

25.5.5 Skelettdysplasien durch Sulfatierungsstörung

25.5.6 Typ-2-Kollagenopathien (Mutationen im COL2A1-Gen)

25.5.7 Kampomele Dysplasie (OMIM 114 290)

25.5.8 Osteogenesis imperfecta

25.5.9 Chondrodysplasia punctata

25.6 Sequenzen

25.6.1 Vaskulär-disruptive Sequenzen und Fehlbildungssyndrome

25.6.2 Amniogene Fehlbildungen (Amnionbandsyndrom, Amnionruptur-Sequenz)

25.6.3 Potter-Sequenz (Oligohydramnion-Sequenz)

25.6.4 Prune-Belly-Sequenz (Prune-Belly-Syndrom)

25.6.5 Fetale Akinesie/Hypokinesie-Sequenz (Hypomobilitätssequenz)

25.7 Fehlbildungsassoziationen

25.7.1 VATER- bzw. VACTERL-Assoziation

25.7.2 MURCS-Assoziation

25.7.3 PHACE/PHACES-Assoziation

25.7.4 CHARGE-Assoziation (CHARGE-Syndrom)

25.8 Alkoholembryopathie

25.9 Verschiedene häufige Syndrome

25.9.1 Alagille-Syndrom (arteriohepatische Dysplasie) (OMIM 118 450)

25.9.2 Cornelia-de-Lange-Syndrom (OMIM 122 470)

25.9.3 Noonan-Syndrom (OMIM 163 950)

25.9.4 Rubinstein-Taybi-Syndrom (OMIM 180 849)

25.9.5 Kabuki-Syndrom

25.9.6 Mowat-Wilson-Syndrom (OMIM 235 730)

25.9.7 Wiedemann-Beckwith-Syndrom (OMIM 130 650)

25.10 Literatur

26 Entwicklungspsychologische Aspekte der Neugeborenenzeit

26.1 Der „kompetente Säugling“

26.2 Psychobiologische Grundlagen der Entwicklung

26.3 Grundbedürfnisse des neugeborenen Kindes

26.4 Entwicklung unterschiedlicher psychologischer Funktionen

26.5 Kindliches Temperament

26.6 Entwicklungspsychopathologie

26.7 Präventive Konzepte

26.8 Entwicklungsdiagnostik und Behandlung von frühen Entwicklungsstörungen

26.9 Literatur

27 Tod eines neugeborenen Kindes

27.1 Situationsbeschreibung

27.2 Definition Palliativmedizin

27.3 Historische Entwicklung im Umgang mit perinatalen kindlichen Todesfällen

27.4 Einbeziehung der Eltern in Entscheidungen zur Umorientierung des Therapieziels von Besserung und Heilung auf Palliation

27.5 Ängste der Eltern vor und während der palliativen Behandlung eines Neugeborenen

27.6 Aushändigung von Gegenständen zur Erinnerung an das Kind

27.7 Autopsie bei perinatalem Todesfall

27.8 Traumatisierung des Selbstwertgefühls der Mutter durch das Erleben der „Unheilbarkeit der Krankheit“ ihres Neugeborenen

27.9 Zur grundsätzlichen Situation der Eltern bei perinatalem Todesfall

27.10 Trauerreaktionen bei perinatalem Todesfall

27.11 Faktoren, die Unterschiede im Trauerverlauf verursachen können

27.12 Tod eines Zwillingsneugeborenen

27.13 Situation von Geschwisterkindern eines verstorbenen Neugeborenen

27.14 „Ersatzkind“ nach perinatalem Todesfall

27.15 Bewältigungsstrategien der Eltern in existenzieller Krise

27.16 Pathologische Trauerreaktionen

27.17 Weiterführende Betreuung der Eltern

27.18 Zusammenfassung

27.19 Literatur

28 Pharmakotherapie in der Neugeborenenzeit

28.1 Pharmakokinetik und klinisch-pharmakologische Besonderheiten beim Neugeborenen

28.1.1 Bioverfügbarkeit

28.1.2 Verteilung

28.1.3 Metabolismus

28.1.4 Elimination

28.1.5 Zusammenfassung

28.2 Medikamentensicherheit und Off-Label-Verwendung

28.3 Medikamentenverzeichnis

28.4 Literatur

29 Parameter

29.1 Somatogramme

29.2 Respiratorische Parameter

29.3 Kreislaufparameter

29.3.1 Kreislauf (Formeln)

29.3.2 Oxygenierung (Formeln)

29.4 Biochemische Parameter

29.5 Hämatologische Referenzwerte

29.6 Gerinnungsparameter

29.7 Weitere Blutparameter

29.8 Urinparameter/Nierenfunktion

29.9 Dopplersonografie der Hirnarterien

29.10 Liquorparameter

29.11 Literatur

Anschriften

Sachverzeichnis

Impressum

1 Frühkindliches Wachstum

1.1 Intrauterines Wachstum

Ekkehard Schleußner

Menschliches Wachstum ist ein kontinuierlicher Prozess – beginnend von der ersten Zellteilung der befruchteten Eizelle über die Entwicklung des Embryos, das Wachstum des Fetus bis hin zur Geburt, an die sich die Wachstumsphasen des Kindes über die Pubertät hin zum Erwachsenenalter anschließt. Die Geburt stellt dabei einen entscheidenden Einschnitt dar, da das vorgeburtliche Wachstum von der Versorgung des Ungeborenen durch die Mutter über die Plazenta bestimmt wird. Neben der nutritiven Versorgungsaufgabe der Plazenta wirken zahlreiche plazentare Wachstumsfaktoren und Hormone regulierend auf das fetale Wachstum, die in der Betrachtung der Regulation fetalen Wachstums und dessen Störungen berücksichtigt werden müssen.

Allgemein bedeutet Wachstum eine unspezifische Gewebezunahme aufgrund von Zellhyperplasie (Zunahme der Zellzahl) und Zellhypertrophie (Zunahme der Zellgröße) in Abhängigkeit vom programmierten Zelluntergang (Apoptose). Spezifisch für dasembryonale Wachstum bis etwa 8. Woche p.c. ist jedoch die Zelldifferenzierung innerhalb der Organogenese. Das anschließendefetale Wachstum während der 1. Hälfte der Schwangerschaft ist vor allem durch eine Zellproliferation und das Organwachstum charakterisiert. In der 2. Schwangerschaftshälfte nimmt die Zellzahl nur noch wenig zu, das fetale Wachstum wird durch eine Zellhypertrophie vorangetrieben. Eine Ausnahme davon stellt das Fett- und Muskelgewebe dar, bei der Hyperplasie und Hypertrophie der Zellen über die gesamte Fetalzeit und Kindheit parallel stattfinden ▶ [11]. Als Ausdruck dieser Wachstumsdynamik lässt sich im mittleren Schwangerschaftsdrittel das größte intrauterine Längenwachstum und im letzten Drittel die stärkste Gewichtszunahme des Fetus beobachten ▶ [33].

Während bis vor wenigen Jahren der Verlauf der embryonalen und fetalen Wachstumsprozesse nur durch postnatale Untersuchungen an Früh- und Totgeborenen nachvollzogen werden konnten, sind wir durch die revolutionierende technologische Entwicklung der bildgebenden Diagnostik – allem voran der Ultraschalltechnik – in der Lage, das Wachstum des Fetus insgesamt und der einzelnen Organe im Verlauf detailliert zu beschreiben und Störungen zu erkennen. Praktisch gibt es heute in der geburtsmedizinischen Routine für fast jedes Organ und jede messbare Struktur (Knochenlängen, Hohlräume, Umfänge usw.) auf das Schwangerschaftsalter bezogene Normwertkurven ( ▶ Abb. 1.1).

Wachstumskurven.

Abb. 1.1 Scheitel-Steiß-Länge, biparietaler Durchmesser und transversaler Abdomendurchmesser (verwendet im deutschen Mutterpass) (SSW: Schwangerschaftswochen; US: Ultraschall).

In ▶ Abb. 1.2 ist die Wachstumsdynamik einzelner Organe, nach ihrer Größe geordnet, während des mittleren Schwangerschaftsdrittels dargestellt. Während die größten Organe Gehirn, Leber und Lunge weitgehend isometrisch wachsen, also in einem konstanten Verhältnis zum Gesamtwachstum des Fetus, zeigen die kleinen Organe Thymus und Milz eine 3- bis 5-fach stärkere Gewichtszunahme in dieser Periode ▶ [11].

Wachstumsdynamik der Organe.

Abb. 1.2 Daten des mittleren Schwangerschaftsdrittels ▶ [11].

1.1.1 Regulation des intrauterinen Wachstums

Das intrauterine Wachstum wird durch 3 wesentliche Faktoren bestimmt:

genetisches Potenzial

mütterliche Faktoren

uteroplazentare Versorgung

Das genetische Potenzial spiegelt sich u.a. in den geschlechtsabhängigen Wachstumsdifferenzen, der Assoziation von maternalen und auch paternalen Geburtsmaßen und der Statur im Erwachsenenalter mit den Geburtsmaßen ihrer Nachkommen wider. Interessanterweise sind diese Einflüsse wiederum geschlechtsabhängig. So ist das maternale Geburtsgewicht signifikant mit dem ihrer männlichen und weiblichen Nachkommen assoziiert, während das paternale Geburtsgewicht nur einen Zusammenhang mit dem Geburtsgewicht seiner Söhne aufweist. Mädchen scheinen sensitiver auf das intrauterine Milieu zu reagieren ▶ [54]. Insgesamt weisen Mädchen niedrigere Geburtsgewichte auf als Knaben, jedoch haben sie einen höheren Anteil an Fettgewebe und weniger fettfreie Masse ▶ [9].

Merke

Stärker als genetische Determinanten wirkt sich aber das intrauterine Milieu, geprägt von den mütterlichen Faktoren und der Versorgungssituation durch die Plazenta, auf das fetale Wachstum aus.

Dies wird dadurch in besonderer Weise verdeutlicht, dass Geburtsgewicht und -länge aus Schwangerschaften nach Eizellspende signifikant mit den Maßen der die Schwangerschaft austragenden Leihmutter korrelierte und nicht mit denen der genetischen (eizellspendenden) Mutter ▶ [7].

Die Plazentafunktion der nutritiven Versorgung des Fetus ist abhängig von einer ausreichenden uteroplazentaren Perfusion (mütterliche Blutversorgung), der Größe der plazentaren Austauschfläche (Plazentagröße) und der plazentaren aktiven Transportkapazität für Aminosäuren, Lipide und Glukose. Eine Plazentainsuffizienz kann durch Störung eines oder mehrerer dieser Prozesse hervorgerufen werden.

Für eine ungestörte Plazentafunktion sind 2 Entwicklungsphasen essenziell:

Die ausreichende Invasion des extravillösen Zytotrophoblasten bis zu den uterinen Spiralgefäßen und deren Umbau, was zu einer permanent hohen uterinen Perfusion des Plazentabetts mit niedrigem Widerstand führt. Diese Plazentation findet im 1. Trimenon statt und wird durch die lokale Sauerstoffspannung, immunologische und Wachstumsfaktoren (vor allem IGF-II [IGF: Insulin-like Growth Factor]) reguliert.

Danach wächst die Plazenta unter dem Einfluss von maternalen und fetalen Wachstumsfaktoren sowie auto- und parakrin wirkendem IGF-II aus der Plazenta selbst ▶ [42].

Bereits während der Frühschwangerschaft determinieren die plazentare IGF-II-Expression und zirkulierende maternale IGF-I- und -II-Spiegel die fetale Versorgung in der späten Schwangerschaft durch Effekte auf die plazentare Differenzierung und Größe. Fetale Versorgungsanforderungen werden durch fetales IGF-II als Feedback-Signal zur Adaptation der plazentaren Austauschleistung rückgemeldet ( ▶ Abb. 1.3).

IGF-Effekte in der maternalen Adaptation an die Schwangerschaft und das plazentare und fetale Wachstum.

Abb. 1.3 Schematische Darstellung. IGF-I wirkt als endokriner und autokriner/parakriner Faktor in der Mutter und dem Ungeborenen, während in der Plazenta kaum IGF-I exprimiert wird. IGF-II wirkt dagegen in allen 3 Kompartimenten sowohl als endokriner als auch autokriner/parakriner Faktor (IGF: Insulin-like Growth Factor).

Dasfetale Wachstum wird im Unterschied zum postnatalen Wachstum vor allem durch fetales Insulin und IGF-II sowie IGF-I reguliert, während das Wachstumshormon und Schilddrüsenhormone pränatal eine untergeordnete Rolle spielen. Die IGF werden dabei in allen fetalen Geweben synthetisiert, was ihre Wirkung als autokrine Regulationsfaktoren unterstreicht. Deren Genexpression hängt maßgeblich von dem Nährstoffangebot ab. In der späteren fetalen Entwicklung korreliert der fetale IGF-I-Serumspiegel mit dem Körpergewicht, was auf eine zunehmende Bedeutung dieses Wachstumsfaktors perinatal hinweist ▶ [16]. Da weder maternales IGF noch Insulin die Plazentaschranke überschreiten kann, ist die fetale und plazentare Sekretion dieser Faktoren die einzige Möglichkeit der fetalen Nährstoffregulation, sodass aus maternalen Glukosestoffwechselstörungen eine fetale Hyperglykämie und nachfolgende Hyperinsulinämie resultiert. Insulin wirkt dann als der dominierende Wachstumsfaktor und bewirkt das Bild einer diabetischen Fetopathie mit Makrosomie und Organomegalien (Kap. ▶ 16).

1.1.2 Fetales Wachstum bei Mehrlingsschwangerschaften

Während das intrauterine Wachstum bei Einlingsschwangerschaften eine positive Korrelation von Geburtsgewicht und Gestationsalter aufweist, ist das Wachstumsverhalten von Mehrlingen jenseits der 28. Schwangerschaftswoche (SSW) nicht mehr in dieser Weise zu beschreiben. Mehrlinge weisen zur Geburt im Durchschnitt ein niedrigeres Geburtsgewicht als Einlinge auf ( ▶ Abb. 1.4). Da das genetische Wachstumspotenzial der Feten prinzipiell gleich und unabhängig von einer Ein- oder Mehrlingsschwangerschaft ist, wird hier erneut die Bedeutung der uteroplazentaren Versorgung für das fetale Wachstum deutlich. Anscheinend kann die uteroplazentare Einheit Mehrlinge nur bis zu einem gewissen Gestationsalter suffizient versorgen und danach flachen die mehrlingsspezifischen Wachstumskurven im Vergleich zu denen von Einlingsschwangerschaften ab.

Geburtsgewicht.

Abb. 1.4 Vergleich der Perzentilkurven von Einlingen, Zwillingen und Drillingen (2007–2011) (SSW: Schwangerschaftswochen).

Abb. 1.4a Mädchen.

(mit freundlicher Genehmigung von Dr. Manfred Voigt, Rostock)

Abb. 1.4b Knaben.

(mit freundlicher Genehmigung von Dr. Manfred Voigt, Rostock)

Die Beobachtung, dass bei Mehrlingen postnatal eingesteigertes Aufholwachstum (Catch-up Growth) auftritt, lässt die geringere Wachstumsdynamik bei Mehrlingen am Schwangerschaftsende als eine Form der intrauterinen Wachstumsrestriktion (IUGR) im Sinne der Anpassung an begrenzte Versorgungsmöglichkeiten erscheinen ▶ [43]. Während das maximale Gewicht bei Einlingsschwangerschaften in der 41. SSW erreicht wird, erreichen Gemini in der 39. und Drillinge in der 37. SSW ihr maximales Gewicht ( ▶ Abb. 1.4) ▶ [27]. In Bezug auf die 10. Perzentile von Einlingen (SGA: Small for Gestational Age) liegt das mediane Geburtsgewicht von Zwillingen ab der 38. SSW, für Drillinge bereits nach der 35. SSW darunter.

Inwieweit für Mehrlinge spezifische Wachstumsperzentilkurven, z.B. in der Ultraschallbiometrie, verwendet werden sollten, wird kontrovers diskutiert, da aus fetalphysiologischer Sicht dadurch eine IUGR verschleiert werden könnte. In der Praxis sind die meisten Mehrlingsschwangerschaften jedoch bereits vor diesen Grenzpunkten entbunden.

In Abhängigkeit vom Anteil an der uteroplazentaren Versorgung kann eindiskordantes Wachstum der Feten auftreten. Als Wachstumsdiskordanz wird eine Differenz der ultraschallbasierten Schätzgewichte von mehr als 15% oder 500g im letzten Schwangerschaftsdrittel bezeichnet. Etwa 75% der Geminigraviditäten weisen ein konkordantes Wachstum auf (das auch für beide Feten eine IUGR sein kann!), während sich in ca. 5–9% eine schwere Diskordanz mit mehr als 25% Gewichtsdifferenz findet ▶ [47]. Eine schwere Diskordanz tritt häufiger bei geschlechtsdifferenten Gemini, älteren Schwangeren und insgesamt niedrigeren Gewichtsperzentilen beider Zwillinge auf, was für ein Versorgungsproblem beider in unterschiedlicher Graduierung spricht.

Merke

Die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von einem oder mehreren Kindern mit sehr niedrigem Geburtsgewicht ist bei Mehrlingen signifikant erhöht ( ▶ Tab. 1.1). Als Ursachen können neben maternalen Faktoren (Alter, Gewicht, Parität, familäre Disposition) vor allem fetale und plazentare Faktoren benannt werden.

Zentral ist dieZygotie, da monochoriale Mehrlinge ein deutlich höheres Risiko für fetale Fehlbildungen, Nabelschnurkomplikationen und plazentare Störungen aufweisen. Eine häufige Komplikation ist dabei die fetofetale Transfusion, bei der durch vaskuläre Anastomosen zwischen den fetoplazentaren Kreisläufen eine Volumenverschiebung hin zu einem der Feten erfolgt. So entsteht eine typische Sequenz eines wachstumsretardierten, anämischen Fetus (Donor) und eines normo-/hypertrophen und häufig hydropischen Fetus mit Polyglobulie (Akzeptor), bei der beide Feten ein hohes Risiko für einen intrauterinen Fruchttod haben. Weitere mögliche plazentare Faktoren sind strukturelle Anomalien wie Insertio velamentosa, pathologische Plazentaläsionen, differente Plazentagröße oder -volumen sowie eine Plazentainsuffizienz ▶ [43].

Tab. 1.1

 Häufigkeit (%) von niedrigem und sehr niedrigem Geburtsgewicht bei Mehrlingen

▶ [1]

.

Geburtsgewicht

Einling

Zwillinge

Drillinge

< 2500g

6,1

52,2

91,5

< 1500g

1,1

10,1

31,9

1.1.3 Konzept der intrauterinen Prägung (perinatale Programmierung)

Eine Vielzahl epidemiologischer, tierexperimenteller und klinischer Befunde weist darauf hin, dass Einflüsse während der Prä- und Perinatalperiode neben der genetischen Disposition und verschiedenen Umweltfaktoren für Gesundheit und Krankheit im Verlauf des späteren Lebens entscheidend sein können. Diese bilden die Basis für ein wachsendes Verständnis einer epigenetischen Plastizität der phänotypischen Entwicklung, die die Fähigkeit von Organismen beschreibt, sich insbesondere in den frühen Lebensabschnitten an unterschiedliche Umweltbedingungen durch verschiedene individuelle Entwicklungswege anzupassen ▶ [3].

Merke

Fetale oder perinatale Programmierung bezeichnet dabei einen Prozess, bei dem während besonderer „kritischer“ Entwicklungsphasen (pränatal/neonatal) durch Einwirkung von Faktoren wie nutritive Versorgung und Hormone die künftige Funktionsweise von Organen bzw. Organsystemen dauerhaft festgelegt wird.

Dabei führt die Adaptation an unphysiologische Umwelteinflüsse wie intrauterine Mangelversorgung, prä- oder auch neonatale Überversorgung oder fetale Stressaktivierung zu einer „Fehlprogrammierung“, auf deren Basis sich im späteren Leben chronische Erkrankungen wie Adipositas, Diabetes mellitus, kardiovaskuläre und mentale Erkrankungen entwickeln können ▶ [39].

Eineintrauterine Mangelversorgung vermindert z.B. sowohl die Zahl als auch die Größe des sich entwickelnden pankreatischen Inselzellapparats, aber auch die Vaskularisation des Organs und dessen Reaktivität auf Stimuli durch Glukose oder Aminosäuren ▶ [22]. Funktionell resultiert eine verminderte Insulinproduktion, für die bereits eine postnatal normale Versorgung eine „Überernährung“ mit einem sog. „Catch-up“ oder Aufholwachstum darstellt. Das kann zur dauerhaften Fehlorganisation hypothalamischer Regelsysteme führen, die für die Steuerung von Nahrungsaufnahme, Stoffwechsel und Körpergewicht verantwortlich sind, und mit einer Disposition für Übergewicht, Diabetes mellitus und das metabolische Syndrom einhergehen.

Aber auch einfetaler Hyperinsulinismus als Folge eines schlecht eingestellten maternalen Diabetes mellitus oder Gestationsdiabetes kann eine Adipositas- und Diabetesdisposition durch eine perinatale Organisation bzw. „Prägung“ von hypothalamischen Kerngebieten der Stoffwechselregulation dauerhaft bewirken ▶ [39]. In der neu eingereichten HAPO-Studie (HAPO: Hyperglycemia Adverse Pregnancy Outcome), in der bei 19389 Schwangeren ein Glukosetoleranztest in der Schwangerschaftsmitte, die Messung von C-Peptid im Nabelschnurblut (einem direkten Marker des Insulinspiegels) und die neonatale Anthropometrie durchgeführt wurden, findet sich ein hochsignifikanter linearer Zusammenhang von maternaler Hyperglykämie, fetaler Hyperinsulinämie, Makrosomie bei der Geburt und neonatalem Adipositas ▶ [19]. Aktuelle Meta-Analysen weisen sowohl bei Kindern mit niedrigem als auch bei solchen mit hohem Geburtsgewicht ein erhöhtes Diabetesrisiko auf, der Zusammenhang zwischen Geburtsgewicht und späterer diabetischer Stoffwechselstörung verläuft also U-förmig ▶ [20].

Dem Konzept der perinatalen Programmierung wird zukünftig wesentliche Bedeutung bei der Entwicklung präventionsorientierter Konzepte zukommen. Die Kenntnis der Mechanismen perinataler Programmierungsprozesse dürfte dem Geburtsmediziner und Neonatologen ein Instrumentarium in die Hand geben, das die primäre, nachhaltige Prävention von Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Adipositas, Schlaganfall und Herzinfarkt im späteren Leben des Kindes ermöglichen könnte ( ▶ Abb. 1.5).

Präventionsmöglichkeiten perinatal fehlprogrammierter Regulationen.

Abb. 1.5

1.2 Neonatales Wachstum

Manfred Voigt, Roland Hentschel, Dirk M. Olbertz, Axel Hübler

Perzentilwerte für Gewicht, Körperlänge und Kopfumfang und ihre Dynamik sind im Kindesalter der beste Surrogatparameter, um Ernährungsstatus und Gesundheit zu definieren, sowohl auf individueller als auch auf Populationsebene. Störungen der Gesundheit und der Ernährung wirken sich nämlich unmittelbar auf das Wachstum aus, auch bereits auf das intrauterine. Mit Wachstumskurven, d.h. mit der dynamischen Betrachtung der Messwerte in ihrem zeitlichen Verlauf, können auch Effekte von Ernährungsinterventionen und therapeutischen Maßnahmen (z.B. Wachstumshormontherapie, Shunt-Anlage bei einem Hydrozephalus usw.) dokumentiert werden.

Im wachsenden Organismus, d.h. bei Kindern, sind Veränderungen von Gewicht, Körperlänge und Kopfumfang von besonderer Bedeutung. Zum einen spielt das Verhältnis der Perzentilwerte zueinander eine wichtige Rolle bei der Einschätzung von Krankheitsprozessen, aber auch von syndromalen oder genetischen Erkrankungen. Zum anderen ergeben sich durch die noch nicht abgeschlossenen Wachstumsprozesse bessere Interventionsmöglichkeiten auf jedes der genannten anthropometrischen Maße, denn schließlich sind die Entwicklung des Kopfumfangs und der Körperlänge ab einem gewissen Alter abgeschlossen und nicht mehr zu beeinflussen. Dies unterstreicht die Relevanz valider anthropometrischer Maße, beginnend mit der intrauterinen Entwicklung bis zum Abschluss der Wachstumsperiode.

Während der Schwangerschaft gehen im Körper der Frau tiefgreifende physiologische, hormonell gesteuerte Veränderungen vor sich. Chronische mütterliche Erkrankungen, Erkrankungen in der Schwangerschaft, Drogenabusus (u.a. Nikotin, Alkohol), BZ-Synkopen (BZ: Blutzucker) und mütterliche Ernährungsfaktoren (u.a. Kohlenhydrat-Protein-Fettverhältnis, Mineralien- und Vitamin-D-Zufuhr) beeinflussen maßgeblich das fetale Wachstum und bestimmen den somatischen Entwicklungsstand zur Geburt. Eine Zusammenfassung wesentlicher Einflussfaktoren ist aus ▶ Abb. 1.6 ersichtlich.

Einflussfaktoren des fetalen Wachstums.

Abb. 1.6 (SGA: Small for Gestational Age).

Zukünftig werden Faktoren wie ethnische Zugehörigkeit, mütterliches Alter und metabolisches Syndrom der Mütter an Bedeutung zunehmen. Unter diesem Gesichtspunkt erlangt eine differenzierte Berücksichtigung biologischer Merkmale der Eltern (Mutter) in Hinsicht auf die somatische Klassifikation der Neugeborenen einen hohen Stellenwert. Beispielsweise führt mütterliches Übergewicht häufiger zur fetalen Makrosomie ▶ [49]. Besteht jedoch zusätzlich eine Komorbidität in Form einer Präeklampsie, kann eine fetale Wachstumsrestriktion resultieren. Somit wird deutlich, dass der somatische Zustand des Neugeborenen nicht unabhängig von biologischen und medizinischen Einflussfaktoren beurteilt werden darf. Genetische und epigenetische Faktoren bilden eine Einheit. Das IGF-System reguliert die Entwicklung von Uterus, Plazenta und Fetus ▶ [26].

Merke

Das Geburtsgewicht gilt im Resultat dieses Zusammenwirkens als Surrogat-Marker für die postnatale Entwicklung bis hin zur Adoleszenz ▶ [35].

Die somatische Klassifikation des Neugeborenen unmittelbar nach der Geburt dient grundsätzlich der Identifikation von Risikoneugeborenen, die eine besondere postnatale Überwachung benötigen (z.B. BZ-Überwachung bei hypo- und hypertrophen Neugeborenen).

Diese Klassifikation ist aber zunächst ein Richtwert, der stets klinische Daten der Schwangerschaft berücksichtigen muss. Die Schwangerschaftsdauer ist von besonderer Bedeutung ▶ [29]. Unter Verwendung der 10. und 90. Perzentile und dem Reifealter zur Geburt ergeben sich 9 Klassen der somatischen Klassifikation der Neugeborenen, von denen nur die eutrophen Termingeborenen kein besonderes Risiko aufweisen ( ▶ Abb. 1.7). Der genetische Einfluss auf das Geburtsgewicht wird zwischen 30 und 70% angegeben ▶ [13].

Klassifikationsschema nach Schwangerschaftsdauer und Geburtsgewicht.

Abb. 1.7 Nach den Empfehlungen der WHO und der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin.

Einflussfaktoren des fetalen Wachstums:

genetische Prädisposition

epigenetische Faktoren

Infektionen

Fehlbildungen und Chromosomenanomalien

IGF-System

Funktion der maternoplazentaren und fetoplazentaren Einheit

Toleranz des fetalen Allotransplantats und des plazentaren Haplotransplantats

Evidente anamnestische Daten zur Beurteilung des fetalen Wachstums:

Körpertyp (Gewicht, Körpergröße) und Ernährungszustand der Mutter

Phänotyp des Vaters

familiäre Adipositas

Mangelzustände (z.B. Malnutrition, Folsäure, Vitamin D, Kalzium)

Medikamenteneinnahme (z.B. Betarezeptorenblocker)

chronische Erkrankungen (z.B. chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen)

Nikotinabusus

Index-Patienten (neonatale Hypo- oder Hypertrophie)

Beurteilung des intrauterinen Wachstums (fetale Biometrie)

Merke

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bewertet das Rauchen als den wichtigsten Risikofaktor für einen ungünstigen Schwangerschaftsverlauf in den westlichen Industrienationen ▶ [55].

Neben den zytotoxischen Wirkungen des Nikotins, z.B. gestörte plazentare Funktion der Mitochondrien, dürften die vasokonstriktorischen Eigenschaften (Plazentaperfusion) in der Schwangerschaft bedeutsam sein. Kohlenmonoxid, ebenfalls Inhaltsstoff des Tabakrauches, bindet Sauerstoff und senkt die verfügbare Sauerstofffraktion ▶ [5].

Der Anteil von Raucherinnen ist in den jüngeren Altersjahrgängen bei Schwangeren am höchsten. Nach Voigt et al. ▶ [48] rauchen ca. 20% der Frauen auch nach Bekanntwerden ihrer Schwangerschaft weiter. Damit erhöhte sich in diesem Kollektiv die SGA-Rate um das 2-Fache. Mütterliches Rauchen in der Schwangerschaft bewirkt eine Zunahme der SGA-Rate (< 10. Perzentile) und bedeutet gleichzeitig eine Abnahme der LGA-Rate (Large for Gestational Age; > 90. Perzentile) und der AGA-Rate (AGA: Appropriate for Gestational Age; 10. – 90. Perzentile) aufgrund einer „Verschiebung“ der Klassifikation Neugeborener von Raucherinnen in den jeweils niedrigeren Perzentilbereich. Raucherinnen höheren Alters (> 31 Jahre) mit einem täglichen Konsum > 11 Zigaretten können als „High Risks“ für eine fetale Wachstumsrestriktion bezeichnet werden.

Bei den höheren Altersjahrgängen ist zusätzlich eine längerfristige prägravide, das intrauterine Milieu beeinflussende Exposition zu berücksichtigen. Damit wird eine Risikogruppe von Neugeborenen umschrieben, die auch in ihrer weiteren Entwicklung gefährdet ist. Einige Studien, eingeschlossen Meta-Analysen, verweisen auf einen Zusammenhang zwischen dem mütterlichen Rauchen in der Schwangerschaft und nachfolgender Adipositas der Neugeborenen bzw. erhöhtem Blutdruck in der Kindheit ▶ [6].

1.2.1 Klassische Perzentilwerte

In diesem Kapitel werden die Perzentilwerte für das Geburtsgewicht, die Länge, den Kopfumfang und das längenbezogene Geburtsgewicht für Einlinge, Zwillinge und Drillinge dargestellt. Die Werte für die Körpermaße basieren auf gesamtdeutschen Daten der Deutschen Perinatalerhebung der Jahre 2007–2011. Für die Berechnung standen uns 3187920 Einlinge, 110313 Zwillinge und 3690 Drillinge zur Verfügung ▶ [51], ▶ [52], ▶ [53].

1.2.1.1 Einlinge

Die Perzentilwerte bei Einlingen sind in ▶ Tab. 1.2, ▶ Tab. 1.3, ▶ Tab. 1.4 und ▶ Tab. 1.5 dargestellt.

Tab. 1.2

 Perzentilwerte des Geburtsgewichts (g) je Tragzeit für Knaben und Mädchen (Deutschland 2007–2011) bei Einlingen

▶ [51]

.

SSW

Perzentile

SSW

Perzentile

3.

10.

25.

50.

75.

90.

97.

3.

10.

25.

50.

75.

90.

97.

Knaben

Mädchen

21

320

360

415

480

545

610

670

21

320

360

415

470

545

610

670

22

335

400

460

530

600

670

740

22

335

390

450

518

590

660

730

23

360

435

515

595

665

745

830

23

350

420

495

570

650

722

810

24

390

475

580

670

750

840

955

24

375

450

545

640

725

810

920

25

430

525

650

760

870

968

1090

25

410

495

610

720

820

925

1050

26

490

590

730

870

990

1119

1260

26

455

555

685

820

930

1065

1200

27

560

670

830

990

1140

1295

1440

27

520

631

773

930

1070

1220

1370

28

645

770

950

1130

1300

1465

1620

28

604

725

880

1060

1220

1395

1540

29

750

910

1100

1290

1480

1660

1840

29

700

840

1010

1210

1400

1580

1750

30

880

1060

1270

1470

1675

1865

2080

30

820

985

1180

1380

1585

1770

1980

31

1030

1230

1450

1680

1900

2100

2340

31

960

1140

1350

1575

1790

2000

2220

32

1200

1420

1670

1910

2130

2350

2610

32

1115

1327

1550

1800

2020

2243

2480

33

1390

1630

1890

2140

2355

2600

2880

33

1300

1520

1770

2010

2250

2480

2750

34

1600

1870

2135

2380

2620

2860

3180

34

1510

1750

2010

2270

2510

2750

3025

35

1840

2120

2380

2630

2890

3150

3490

35

1730

2000

2250

2505

2760

3020

3320

36

2090

2360

2620

2880

3160

3420

3760

36

1970

2240

2490

2750

3020

3290

3600

37

2320

2590

2845

3115

3390

3670

3975

37

2210

2460

2710

2960

3250

3520

3810

38

2550

2800

3050

3322

3600

3880

4160

38

2440

2680

2920

3180

3450

3710

4010

39

2725

2970

3205

3480

3760

4030

4320

39

2610

2840

3070

3330

3600

3870

4160

40

2850

3100

3340

3620

3900

4180

4469

40

2740

2970

3200

3460

3740

4010

4290

41

2970

3200

3450

3720

4010

4280

4560

41

2850

3070

3300

3570

3850

4110

4390

42

2975

3240

3495

3780

4080

4350

4640

42

2850

3100

3340

3620

3910

4170

4460

43

2801

3100

3400

3700

4050

4302

4600

43

2616

2950

3220

3545

3860

4156

4437

SSW: Schwangerschaftswoche

Tab. 1.3

 Perzentilwerte der Geburtslänge (cm) je Tragzeit für Knaben und Mädchen (Deutschland 2006–2011) bei Einlingen

▶ [51]

.

SSW

Perzentile

SSW

Perzentile

3.

10.

25.

50.

75.

90.

97.

3.

10.

25.

50.

75.

90.

97.

Knaben

Mädchen

21

23,8

25,3

27,0

28,5

29,7

31,0

32,2

21

23,7

25,3

27,0

28,5

29,7

31,0

32,2

22

24,4

26,1

28,0

29,6

30,7

32,1

33,4

22

24,3

26,0

27,9

29,4

30,6

32,0

33,4

23

25,3

27,1

29,1

30,7

31,9

33,4

34,8

23

25,1

26,9

28,9

30,5

31,7

33,2

34,6

24

26,2

28,1

30,2

31,8

33,1

34,7

36,2

24

26,0

27,8

29,9

31,5

32,8

34,4

35,9

25

27,2

29,2

31,4

33,2

34,5

36,2

37,9

25

26,9

28,7

31,0

32,8

34,2

35,8

37,5

26

28,3

30,4

32,7

34,6

36,0

37,8

39,5

26

27,9

29,8

32,2

34,1

35,6

37,3

39,1

27

29,6

31,7

34,1

36,1

37,5

39,5

41,2

27

29,1

31,0

33,5

35,5

37,1

38,9

40,7

28

31,0

33,2

35,7

37,6

39,2

41,2

42,9

28

30,4

32,4

34,9

36,9

38,7

40,5

42,3

29

32,5

34,7

37,2

39,2

40,8

42,7

44,5

29

31,8

33,9

36,3

38,5

40,2

42,0

43,9

30

34,2

36,4

38,8

40,7

42,3

44,2

46,1

30

33,3

35,5

37,8

40,0

41,7

43,5

45,4

31

35,9

38,1

40,4

42,2

43,9

45,8

47,6

31

35,0

37,1

39,4

41,5

43,2

45,0

46,9

32

37,8

39,9

42,0

43,8

45,5

47,3

49,1

32

36,8

38,9

41,0

43,0

44,8

46,5

48,4

33

39,5

41,6

43,4

45,3

46,9

48,7

50,4

33

38,5

40,6

42,4

44,4

46,2

47,8

49,7

34

41,2

43,1

44,9

46,7

48,2

49,9

51,7

34

40,2

42,2

43,9

45,8

47,5

49,0

50,9

35

42,8

44,6

46,3

48,0

49,3

51,1

52,8

35

41,9

43,8

45,4

47,1

48,7

50,1

52,0

36

44,4

46,0

47,6

49,1

50,4

52,1

53,9

36

43,5

45,2

46,8

48,3

49,8

51,2

53,0

37

45,8

47,3

48,8

50,3

51,5

53,2

54,9

37

45,0

46,5

48,0

49,5

50,9

52,2

54,0

38

47,0

48,3

49,7

51,2

52,4

54,1

55,8

38

46,2

47,6

49,0

50,4

51,8

53,1

54,8

39

48,0

49,1

50,5

51,9

53,2

54,9

56,4

39

47,2

48,5

49,7

51,2

52,5

53,9

55,5

40

48,7

49,8

51,1

52,5

53,8

55,5

57,0

40

47,9

49,2

50,3

51,7

53,1

54,5

56,1

41

49,1

50,2

51,4

52,8

54,2

55,9

57,4

41

48,3

49,6

50,8

52,0

53,5

55,0

56,5

42

49,3

50,4

51,6

53,1

54,4

56,1

57,7

42

48,5

49,8

51,0

52,2

53,6

55,2

56,7

43

49,4

50,5

51,7

53,1

54,5

56,3

57,8

43

48,6

49,9

51,1

52,3

53,7

55,3

56,8

SSW: Schwangerschaftswoche

Tab. 1.4

 Perzentilwerte des Kopfumfangs (cm) je Tragzeit für Knaben und Mädchen (Deutschland 2007–2011) bei Einlingen

▶ [51]

.

SSW

Perzentile

SSW

Perzentile

3.

10.

25.

50.

75.

90.

97.

3.

10.

25.

50.

75.

90.

97.

Knaben

Mädchen

21

17,7

18,2

18,7

19,5

20,2

21,0

21,5

21

17,7

18,2

18,7

19,5

20,2

21,0

21,5

22

18,2

18,8

19,5

20,4

21,2

22,0

22,6

22

18,2

18,8

19,4

20,2

21,0

21,8

22,5

23

18,8

19,5

20,4

21,3

22,2

23,1

23,8

23

18,7

19,4

20,2

21,0

22,0

22,8

23,6

24

19,5

20,3

21,3

22,3

23,3

24,2

25,0

24

19,3

20,1

21,1

22,0

23,0

23,9

24,7

25

20,2

21,1

22,2

23,2

24,3

25,3

26,2

25

20,0

20,8

21,9

22,9

23,9

24,9

25,8

26

21,0

21,9

23,1

24,3

25,4

26,4

27,3

26

20,7

21,6

22,8

23,9

24,9

26,0

26,9

27

21,9

22,9

24,1

25,4

26,4

27,6

28,5

27

21,6

22,5

23,7

24,9

26,0

27,1

28,0

28

22,9

23,9

25,1

26,4

27,5

28,6

29,6

28

22,5

23,5

24,7

25,9

27,0

28,1

29,1

29

23,9

25,0

26,1

27,5

28,5

29,7

30,7

29

23,5

24,5

25,7

26,9

28,0

29,1

30,2

30

25,0

26,0

27,2

28,5

29,5

30,7

31,7

30

24,5

25,5

26,7

27,9

29,0

30,1

31,2

31

26,0

27,1

28,2

29,5

30,6

31,6

32,7

31

25,5

26,5

27,6

28,9

30,0

31,1

32,2

32

27,0

28,1

29,2

30,5

31,5

32,6

33,6

32

26,5

27,6

28,6

29,8

31,0

32,1

33,1

33

28,0

29,1

30,1

31,4

32,4

33,4

34,4

33

27,5

28,6

29,5

30,7

31,9

32,9

33,9

34

29,0

30,1

31,0

32,3

33,3

34,2

35,1

34

28,5

29,5

30,5

31,7

32,8

33,8

34,7

35

30,0

31,0

31,9

33,1

34,1

34,9

35,8

35

29,5

30,5

31,4

32,5

33,6

34,5

35,4

36

30,9

31,8

32,7

33,8

34,7

35,6

36,4

36

30,4

31,3

32,2

33,2

34,2

35,1

36,0

37

31,6

32,5

33,4

34,4

35,3

36,1

36,9

37

31,1

32,0

32,9

33,8

34,8

35,7

36,5

38

32,2

33,1

33,9

34,9

35,8

36,6

37,3

38

31,7

32,6

33,5

34,3

35,3

36,2

36,9

39

32,7

33,5

34,4

35,3

36,2

37,0

37,7

39

32,2

33,1

33,9

34,7

35,7

36,6

37,3

40

33,1

33,9

34,7

35,6

36,5

37,3

38,0

40

32,6

33,5

34,3

35,1

36,0

36,9

37,6

41

33,3

34,2

35,0

35,8

36,7

37,5

38,2

41

32,9

33,8

34,6

35,4

36,2

37,1

37,8

42

33,4

34,3

35,2

36,0

36,8

37,6

38,4

42

33,0

33,9

34,7

35,6

36,4

37,2

38,0

43

33,4

34,3

35,3

36,1

36,9

37,7

38,5

43

33,0

33,9

34,8

35,7

36,5

37,3

38,1

SSW: Schwangerschaftswoche

Tab. 1.5

 Perzentilwerte des längenbezogenen Geburtsgewichts (g/cm) je Tragzeit für Knaben und Mädchen (Deutschland 2007–2011) bei Einlingen

▶ [51]

.

SSW

Perzentile

SSW

Perzentile

3.

10.

25.

50.

75.

90.

97.

3.

10.

25.

50.

75.

90.

97.

Knaben

Mädchen

21

15,4

16,6

17,7

19,7

21,0

23,0

24,5

21

15,4

16,6

17,7

19,7

21,0