109,99 €
Wenn aus Stress-Situationen Souverän-Situationen werden: In diesem Buch finden Sie ganz konkrete Anleitungen für lebensrettende (Sofort-)Maßnahmen bei Hund und Katze.
"Notfallmedizin für Hund und Katze" liefert Ihnen für eine Vielzahl von Leitsymptomen alles, was Sie zur Notfallstabilisierung und Erstversorgung wissen müssen. Über Differenzialdiagnosetabellen gelangen Sie schnell zur richtigen Diagnose. Wichtige Notfallprozeduren haben wir besonders hervorgehoben und in Bildfolgen dargestellt – damit jeder Handgriff sitzt:
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Seitenzahl: 964
Veröffentlichungsjahr: 2022
Herausgegeben von
Nadja Sigrist
Katja-Nicole Adamik, Marcel Aumann, Elise Boller, Manuel Boller, J. Corinna Eule, Daniel J. Fletcher, Franck Forterre, Thierry Francey, Esther Haßdenteufel, Rahel Jud Schefer, Sebastian Knell, Alan Kovacevic, Silvia Rüfenacht, Laura Ruys, Ariane Schweighauser, Martina Stirn, Axel Wehrend
2., aktualisierte Auflage
176 Abbildungen
Die Idee für dieses Buch ist im Rahmen meiner Tätigkeit als Betreuerin von Studierenden und Interns im Notfalldienst sowie unzähligen Seminaren und Workshops zum Thema schon vor einigen Jahren entstanden – nun ist zusammen mit dem Enke Verlag und den Koautoren in kurzer Zeit doch noch ein Buch daraus geworden!
Die veterinärmedizinische Notfallmedizin ist ein sich schnell entwickelndes Gebiet mit immer höheren Ansprüchen. Obwohl die Notfallmedizin im Studium an den meisten Universitäten grob vernachlässigt wird, ist die Behandlung von Notfallpatienten ein wichtiger Bestandteil der täglichen Arbeit einer praktischen Kleintierärztin. Als interdisziplinäres Gebiet wird von der Notfall-Tierärztin erwartet, auf allen Gebieten der Veterinärmedizin sowohl Grundlagen als auch spezifisches Wissen sofort und routinemäßig abrufen und anwenden zu können.
Dabei sind die Grundlagen der Notfallmedizin eigentlich ganz einfach und in Kombination mit etwas klinischer Erfahrung, problemlos zu erlernen! Das ABC der Notfallmedizin erlaubt es, praktisch jeden Patienten unabhängig von der Ursache zu stabilisieren. Den Kapiteln Atmung und Kreislauf ist deshalb ein großer Teil dieses Buchs gewidmet und auch die spezifischen Kapitel konzentrieren sich primär auf die Stabilisation des Patienten und verweisen bei der spezifischen Diagnostik und Therapie auf die Fachliteratur.
Sind Atmung, Bewusstsein und Kreislauf stabilisiert, lässt es der Zustand des Patienten i.d.R. zu, bei Bedarf zum Fachbuch zu greifen um Differenzialdiagnosen, diagnostische Aufarbeitung und neuste Therapiemöglichkeiten aufzufrischen.
Das ABC der Notfallmedizin ist auch während der Stabilisierung des Patienten als routiniertes Vorgehen beim Management von Notfällen unumgänglich, um in Stresssituationen und unter Krisenbedingungen schnell und zielgerichtet auch mehrere kritische Patienten adäquat stabilisieren und behandeln zu können und – ebenfalls wichtig – den eigenen Stresslevel in Grenzen zu halten. Das routinierte Vorgehen ist im Detail unter ▶ Triage und Erstversorgung beschrieben und begleitet den Leser durch sämtliche Kapitel. Die erworbene klinische Erfahrung und die Erfolgserlebnisse führen dann hoffentlich zur begeisterten und kompetenten Notfalltierärztin, die sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt und im Halbstundentakt Leben rettet!
Das Ziel dieses Werkes ist es, als Fachbuch die Stabilisierung der verschiedenen Notfallerkrankungen im Detail zu beschreiben und gleichzeitig den Zugang zu den wichtigen Informationen, die man in einer Notfallsituation benötigen könnte, zu ermöglichen ohne unzählige Hintergrundinformationen lesen zu müssen bis man die benötigte wichtige Information findet. Dafür wurden ein extensives Stichwortverzeichnis, Merksätze und ausführliche Notfallprotokolle und Medikamententabellen erstellt, die das speditive Auffinden der gesuchten Antwort erlaubt. Denn: in der Notfallmedizin zählen unter Umständen die Sekunden!
Wie oben beschrieben, ist dieses Buch nur mit der Hilfe der Koautoren und den Mitarbeitern des Enke-Verlags entstanden. Ihnen gebührt mein herzlichster Dank! Den Koautoren für die engagierte Mitarbeit und angenehme Zusammenarbeit, dem Enke-Verlag für das Vertrauen und speziell Frau Dr. Maren Warhonowicz für die sofortige Begeisterung und wertvolle Unterstützung der Verwirklichung meiner Idee sowie ihr und Frau Carolin Frotscher für die unkompliziete und professionelle Betreuung bei der Fertigstellung des Buches.
Nicht zuletzt möchte ich auch meiner Familie danken – meinem Mann und den Kindern Florian und Liliane, welche öfters alleine Ausflüge machen mussten und verständnisvoll waren, wenn Mami mal wieder bis spät in die Nacht arbeitete und nicht immer gleich viel Geduld aufbringen konnte, wenn mal wieder ein Abgabetermin fällig war.
Ich wünsche allen Lesern viele AHA-Erlebnisse beim gemütlichen Lesen außerhalb des Notdienstes, Erfolg beim Auffinden von wichtigen Informationen und praktischen Anleitungen wenn es eilt und v.a. viele Erfolgserlebnisse und somit (mehr) Freude und weniger Stress beim Ausüben von Notdiensten! Und nicht vergessen: A – B – C ...
Herzlich, Nadja Sigrist
Titelei
Vorwort
Teil I Leitsymptome und Sofortmaßnahmen
1 Leitsymptome
1.1 Abdomen, akutes
1.1.1 Allgemeines
1.1.2 Notfallstabilisierung
1.1.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.1.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.1.5 Weiteres Vorgehen
1.2 Abdomen, vergrößertes
1.2.1 Allgemeines
1.2.2 Notfallstabilisierung
1.2.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.2.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.2.5 Weiteres Vorgehen
1.3 Anfälle, Krampfanfälle, Status epilepticus
1.3.1 Allgemeines
1.3.2 Notfallstabilisierung
1.3.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.3.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.3.5 Weiteres Vorgehen
1.4 Arrhythmien
1.4.1 Allgemeines
1.4.2 Notfallstabilisierung
1.4.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.4.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.4.5 Weiteres Vorgehen
1.5 Atemnot, Dyspnoe, Tachypnoe
1.5.1 Allgemeines
1.5.2 Notfallstabilisierung
1.5.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.5.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.5.5 Weiteres Vorgehen
1.6 Atemstillstand
1.6.1 Allgemeines
1.6.2 Notfallstabilisierung
1.6.3 Wichtigste diagnostische Schritte nach der Wiederbelebung
1.6.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.6.5 Weiteres Vorgehen
1.7 Verändertes Bewusstsein: Apathie, Stupor, Koma
1.7.1 Allgemeines
1.7.2 Notfallstabilisierung
1.7.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.7.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.7.5 Weiteres Vorgehen
1.8 Blutungen, äußerliche
1.8.1 Allgemeines
1.8.2 Notfallstabilisierung
1.8.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.8.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.8.5 Weiteres Vorgehen
1.9 Bradykardie
1.9.1 Allgemeines
1.9.2 Notfallstabilisierung
1.9.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.9.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.9.5 Weiteres Vorgehen
1.10 Durchfall, akuter
1.10.1 Allgemeines
1.10.2 Notfallstabilisierung
1.10.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.10.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.10.5 Weiteres Vorgehen
1.11 Erbrechen, Hämatemesis
1.11.1 Allgemeines
1.11.2 Notfallstabilisierung
1.11.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.11.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.11.5 Weiteres Vorgehen
1.12 Hämaturie
1.12.1 Allgemeines
1.12.2 Notfallstabilisierung
1.12.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.12.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.12.5 Weiteres Vorgehen
1.13 Harnverhalten (Strangurie)
1.13.1 Allgemeines
1.13.2 Notfallstabilisierung
1.13.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.13.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.13.5 Weiteres Vorgehen
1.14 Herzgeräusch
1.14.1 Allgemeines
1.14.2 Notfallstabilisierung
1.14.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.14.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.14.5 Weiteres Vorgehen
1.15 Herzstillstand
1.15.1 Allgemeines
1.15.2 Notfallstabilisierung
1.15.3 Wichtigste diagnostische Schritte nach der Wiederbelebung
1.15.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.15.5 Weiteres Vorgehen
1.16 Husten
1.16.1 Allgemeines
1.16.2 Notfallstabilisierung
1.16.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.16.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.16.5 Weiteres Vorgehen
1.17 Hyperthermie, Fieber
1.17.1 Allgemeines
1.17.2 Notfallstabilisierung
1.17.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.17.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.17.5 Weiteres Vorgehen
1.18 Ikterus (Gelbsucht)
1.18.1 Allgemeines
1.18.2 Notfallstabilisierung
1.18.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.18.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.18.5 Weiteres Vorgehen
1.19 Juckreiz
1.19.1 Allgemeines
1.19.2 Notfallstabilisierung
1.19.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.19.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.19.5 Weiteres Vorgehen
1.20 Meläna
1.20.1 Allgemeines
1.20.2 Notfallstabilisierung
1.20.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.20.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.20.5 Weiteres Vorgehen
1.21 Nasenbluten (Epistaxis)
1.21.1 Allgemeines
1.21.2 Notfallstabilisierung
1.21.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.21.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.21.5 Weiteres Vorgehen
1.22 Ödeme, generalisierte
1.22.1 Allgemeines
1.22.2 Notfallstabilisierung
1.22.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.22.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.22.5 Weiteres Vorgehen
1.23 Paresen, Paralysen
1.23.1 Allgemeines
1.23.2 Notfallstabilisierung
1.23.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.23.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.23.5 Weiteres Vorgehen
1.24 Petechien, Ecchymosen
1.24.1 Allgemeines
1.24.2 Notfallstabilisierung
1.24.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.24.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.24.5 Weiteres Vorgehen
1.25 Polyurie/Polydipsie (PU/PD)
1.25.1 Allgemeines
1.25.2 Notfallstabilisierung
1.25.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.25.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.25.5 Weiteres Vorgehen
1.26 Regurgitieren
1.26.1 Allgemeines
1.26.2 Notfallstabilisierung
1.26.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.26.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.26.5 Weiteres Vorgehen
1.27 Schock
1.27.1 Allgemeines
1.27.2 Notfallstabilisierung
1.27.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.27.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.27.5 Weiteres Vorgehen
1.28 Schleimhäute, blasse
1.28.1 Allgemeines
1.28.2 Notfallstabilisierung
1.28.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.28.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.28.5 Weiteres Vorgehen
1.29 Schleimhäute, gerötete
1.29.1 Allgemeines
1.29.2 Notfallstabilisierung
1.29.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.29.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.29.5 Weiteres Vorgehen
1.30 Schwellung, akute, Urtikaria
1.30.1 Allgemeines
1.30.2 Notfallstabilisierung
1.30.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.30.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.30.5 Weiteres Vorgehen
1.31 Seitenlage, Kollaps
1.31.1 Allgemeines
1.31.2 Notfallstabilisierung
1.31.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.31.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.31.5 Weiteres Vorgehen
1.32 Synkopen
1.32.1 Allgemeines
1.32.2 Notfallstabilisierung
1.32.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.32.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.32.5 Weiteres Vorgehen
1.33 Tachykardie
1.33.1 Allgemeines
1.33.2 Notfallstabilisierung
1.33.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.33.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.33.5 Weiteres Vorgehen
1.34 Trauma
1.34.1 Allgemeines
1.34.2 Notfallstabilisierung
1.34.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.34.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.34.5 Weiteres Vorgehen
1.35 Vaginalausfluss
1.35.1 Allgemeines
1.35.2 Notfallstabilisierung
1.35.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.35.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.35.5 Weiteres Vorgehen
1.36 Zittern, Tremor
1.36.1 Allgemeines
1.36.2 Notfallstabilisierung
1.36.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.36.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.36.5 Weiteres Vorgehen
1.37 Zyanose
1.37.1 Allgemeines
1.37.2 Notfallstabilisierung
1.37.3 Wichtigste diagnostische Schritte
1.37.4 Häufigste Differenzialdiagnosen
1.37.5 Weiteres Vorgehen
Teil II Grundlagen und Erstversorgung
2 Triage und Erstversorgung
2.1 Das Wichtigste vorweg
2.2 Einleitung
2.3 Notfalleinrichtung
2.4 Triage
2.4.1 Telefontriage
2.4.2 Triage in der Praxis/im Wartezimmer
2.5 Untersuchung und Stabilisierung des Patienten
2.5.1 Anamnese
2.5.2 Notfalluntersuchung
2.5.3 Notfallstabilisierung
2.6 Referenzen und weiterführende Literatur
3 Labordiagnostik beim Notfallpatienten
3.1 Das Wichtigste vorweg
3.2 Einleitung
3.3 Minimale Labor-Datenbasis
3.3.1 Mikrohämatokrit
3.3.2 Plasmaprotein
3.3.3 Glukose
3.3.4 Laktat
3.3.5 Kreatinin
3.3.6 Harnstoff
3.3.7 Kalium
3.3.8 Natrium
3.3.9 Kalzium
3.3.10 Blutausstrich
3.4 Referenzen und weiterführende Literatur
4 Kardiopulmonale Reanimation (CPR)
4.1 Das Wichtigste vorweg
4.2 Crashcart und kognitive Hilfsmittel
4.3 CPR
4.3.1 Verhinderung des Herz-Kreislauf-Stillstandes
4.3.2 Vorbereitung und frühe Erkennung
4.3.3 Basismaßnahmen der Reanimation
4.3.4 Weiterführende Maßnahmen der Reanimation
4.3.5 Behandlung nach Rückkehr der spontanen Zirkulation
4.3.6 Prognose
4.4 Referenzen und weiterführende Literatur
5 Infusionslösungen und allgemeine Infusionstherapie
5.1 Das Wichtigste vorweg
5.2 Einleitung
5.3 Physiologie
5.4 Infusionsarten
5.4.1 Kristalloide Infusionslösungen
5.4.2 Kolloidale Infusionslösungen
5.5 Allgemeine Infusionstherapie
5.5.1 Erhaltungsinfusion
5.5.2 Elektrolytsupplementierung
5.5.3 Glukosesupplementierung
5.6 Referenzen und weiterführende Literatur
6 Transfusionen
6.1 Das Wichtigste vorweg
6.2 Einleitung
6.3 Blutprodukte und Indikationen
6.3.1 Vollblut
6.3.2 Erythrozytenkonzentrat
6.3.3 Plasma
6.3.4 Autotransfusion
6.4 Herstellen einer Transfusion
6.4.1 Spendertiere
6.4.2 Blutentnahme
6.5 Verabreichung von Blutprodukten
6.6 Transfusionsreaktionen
6.7 Referenzen und weiterführende Literatur
7 Analgesie und Anästhesie
7.1 Das Wichtigste vorweg
7.2 Analgesie
7.2.1 Pathophysiologie Schmerz
7.2.2 Schmerzevaluation
7.2.3 Analgetika
7.2.4 Schmerzprotokolle
7.3 Anästhesie
7.3.1 Allgemeines
7.3.2 Anästhetika
7.3.3 Ausgewählte Anästhesieprotokolle
7.3.4 Anästhesiemonitoring
7.4 Referenzen und weiterführende Literatur
Teil III Organbezogene Notfälle
8 Respiratorische Notfälle
8.1 Das Wichtigste vorweg
8.2 Aufarbeitung respiratorischer Notfälle
8.2.1 Einleitung und Definitionen
8.2.2 Physiologie der Atmung
8.2.3 Aufarbeitung des Patienten mit Atemnot
8.2.4 Allgemeine Stabilisierungsmaßnahmen
8.3 Erkrankungen der oberen Atemwege
8.3.1 Klinik
8.3.2 Differenzialdiagnosen
8.3.3 Stabilisierung von oberen Atemwegsstenosen
8.3.4 Weitere Diagnostik
8.3.5 Ausgewählte Erkrankungen der oberen Atemwege
8.4 Erkrankungen der unteren Atemwege
8.4.1 Klinik
8.4.2 Differenzialdiagnosen
8.4.3 Stabilisierung
8.4.4 Weitere Diagnostik
8.4.5 Ausgewählte Erkrankungen der unteren Atemwege
8.5 Parenchymale Erkrankungen
8.5.1 Klinik
8.5.2 Differenzialdiagnosen
8.5.3 Stabilisierung
8.5.4 Weitere Diagnostik
8.5.5 Ausgewählte Erkrankungen des Lungenparenchyms
8.6 Pleuralspalterkrankungen
8.6.1 Klinik
8.6.2 Differenzialdiagnosen
8.6.3 Stabilisierung
8.6.4 Weitere Diagnostik
8.6.5 Ausgewählte Erkrankungen des Pleuralspaltes
8.7 Brustwandverletzungen
8.7.1 Klinik
8.7.2 Differenzialdiagnosen
8.7.3 Stabilisierung
8.7.4 Weitere Diagnostik
8.7.5 Ausgewählte Erkrankungen der Brustwand
8.8 Respiratorisches Monitoring
8.8.1 Oxygenierung
8.8.2 Ventilation
8.9 Referenzen und weiterführende Literatur
9 Schock und Dehydratation
9.1 Das Wichtigste vorweg
9.2 Aufarbeitung Schock
9.2.1 Einleitung und Definitionen
9.2.2 Physiologie
9.2.3 Pathophysiologie
9.2.4 Aufarbeitung des Patienten
9.2.5 Allgemeine Stabilisierungsmaßnahmen
9.2.6 Weitere Diagnostik
9.2.7 Ziele der Schocktherapie
9.3 Kardiovaskuläres Monitoring
9.3.1 Arterieller Blutdruck
9.3.2 Zentraler Venendruck
9.4 Referenzen und weiterführende Literatur
10 Kardiologische Notfälle
10.1 Das Wichtigste vorweg
10.2 Aufarbeitung kardiologischer Notfälle
10.2.1 Einleitung und Definitionen
10.2.2 Physiologie
10.2.3 Aufarbeitung des Patienten
10.2.4 Allgemeine Stabilisierungsmaßnahmen
10.3 Linksherzversagen
10.3.1 Einleitung und Definition
10.3.2 Anamnese und Klinik
10.3.3 Differenzialdiagnosen
10.3.4 Stabilisierung
10.3.5 Weitere Diagnostik
10.3.6 Ausgewählte Erkrankungen von Linksherzversagen
10.4 Rechtsherzversagen
10.4.1 Einleitung und Definition
10.4.2 Anamnese und Klinik
10.4.3 Weitere Diagnostik
10.4.4 Stabilisierung
10.4.5 Ausgewählte Erkrankungen von Rechtsherzversagen
10.5 Synkopen/Arrhythmien
10.5.1 Einleitung und Definitionen
10.5.2 Klinik
10.5.3 Differenzialdiagnosen
10.5.4 Stabilisierung
10.5.5 Ausgewählte Arrhythmien
10.6 Aortenthromboembolie
10.6.1 Klinik
10.6.2 Differenzialdiagnosen
10.6.3 Stabilisierung
10.6.4 Weitere Diagnostik
10.7 Hypertension
10.7.1 Einleitung, Definition, Physiologie
10.7.2 Klinik
10.7.3 Stabilisierung
10.7.4 Weitere Diagnostik
10.8 Referenzen und weiterführende Literatur
11 Neurologische Notfälle
11.1 Das Wichtigste vorweg
11.2 Aufarbeitung neurologischer Notfälle
11.2.1 Einleitung und Definitionen
11.2.2 Physiologie
11.2.3 Aufarbeitung des Patienten
11.2.4 Allgemeine Stabilisierungsmaßnahmen
11.3 Gehirn
11.3.1 Klinik
11.3.2 Differenzialdiagnosen
11.3.3 Stabilisierung
11.3.4 Ausgewählte ZNS-Erkrankungen
11.4 Rückenmarkserkrankungen
11.4.1 Klinik
11.4.2 Differenzialdiagnosen
11.4.3 Stabilisierung
11.4.4 Weitere Diagnostik
11.4.5 Ausgewählte Rückenmarkserkrankungen
11.5 Neuromuskuläre Erkrankungen
11.5.1 Klinik
11.5.2 Differenzialdiagnosen
11.5.3 Weitere Diagnostik und Therapie
11.6 Referenzen und weiterführende Literatur
12 Abdominale Notfälle
12.1 Das Wichtigste vorweg
12.2 Aufarbeitung akutes Abdomen
12.2.1 Einleitung und Definitionen
12.2.2 Physiologie
12.2.3 Aufarbeitung des Patienten
12.2.4 Allgemeine Stabilisierungsmaßnahmen
12.3 Ösophagus
12.3.1 Klinik
12.3.2 Differenzialdiagnosen
12.3.3 Stabilisierung
12.3.4 Weitere Diagnostik
12.3.5 Ausgewählte Erkrankungen des Ösophagus
12.4 Magen
12.4.1 Klinik
12.4.2 Differenzialdiagnosen
12.4.3 Stabilisierung
12.4.4 Weitere Diagnostik
12.4.5 Ausgewählte Erkrankungen des Magens
12.5 Dünndarm
12.5.1 Klinik
12.5.2 Differenzialdiagnosen
12.5.3 Stabilisierung
12.5.4 Weitere Diagnostik
12.5.5 Ausgewählte Erkrankungen des Dünndarms
12.6 Dickdarm, Rektum und Perineum
12.6.1 Klinik
12.6.2 Differenzialdiagnosen
12.6.3 Stabilisierung
12.6.4 Weitere Diagnostik
12.6.5 Ausgewählte Erkrankungen des Perineums
12.7 Peritoneum
12.7.1 Klinik
12.7.2 Differenzialdiagnosen
12.7.3 Stabilisierung
12.7.4 Weitere Diagnostik
12.7.5 Ausgewählte peritoneale Erkrankungen
12.8 Milz
12.8.1 Klinik
12.8.2 Differenzialdiagnosen
12.8.3 Stabilisierung
12.8.4 Weitere Diagnostik
12.8.5 Ausgewählte Erkrankungen der Milz
12.9 Leber
12.9.1 Klinik
12.9.2 Differenzialdiagnosen
12.9.3 Stabilisierung
12.9.4 Weitere Diagnostik
12.9.5 Ausgewählte Erkrankungen der Leber
12.10 Pankreas
12.10.1 Klinik
12.10.2 Differenzialdiagnosen
12.10.3 Stabilisierung
12.10.4 Weitere Diagnostik
12.10.5 Ausgewählte Erkrankungen des Pankreas
12.11 Referenzen und weiterführende Literatur
13 Notfälle des Harntrakts
13.1 Das Wichtigste vorweg
13.2 Aufarbeitung urologischer Notfälle
13.2.1 Einleitung und Definitionen
13.2.2 Physiologie
13.2.3 Aufarbeitung des Patienten
13.2.4 Allgemeine Stabilisierungsmaßnahmen
13.3 Nieren
13.3.1 Klinik
13.3.2 Differenzialdiagnosen
13.3.3 Stabilisierung
13.3.4 Weitere Diagnostik
13.3.5 Ausgewählte Erkrankungen der Niere
13.4 Ureter
13.4.1 Klinik
13.4.2 Differenzialdiagnosen
13.4.3 Stabilisierung
13.4.4 Weitere Diagnostik
13.4.5 Ausgewählte Erkrankungen der Ureteren
13.5 Blase
13.5.1 Klinik
13.5.2 Differenzialdiagnosen
13.5.3 Stabilisierung
13.5.4 Weitere Diagnostik
13.5.5 Ausgewählte Erkrankungen der Blase
13.6 Urethra
13.6.1 Klinik
13.6.2 Differenzialdiagnosen
13.6.3 Stabilisierung
13.6.4 Weitere Diagnostik
13.6.5 Ausgewählte Erkrankungen der Urethra
13.7 Uroabdomen
13.7.1 Klinik
13.7.2 Differenzialdiagnosen
13.7.3 Stabilisierung
13.7.4 Weitere Diagnostik
13.8 Referenzen und weiterführende Literatur
14 Reproduktionsmedizinische Notfälle
14.1 Das Wichtigste vorweg
14.2 Aufarbeitung reproduktionsmedizinischer Notfälle
14.2.1 Einleitung und Definitionen
14.2.2 Physiologie/Pathophysiologie
14.3 Aufarbeitung des Patienten mit reproduktionsmedizinischen Problemen
14.3.1 Weibliches Tier
14.3.2 Männliches Tier
14.3.3 Allgemeine Stabilisierungsmaßnahmen
14.4 Erkrankungen der Hündin und Kätzin
14.4.1 Klinik
14.4.2 Differenzialdiagnosen
14.4.3 Stabilisierung
14.4.4 Weitere Diagnostik
14.4.5 Ausgewählte Erkrankungen der Hündin und der Katze
14.5 Erkrankungen des Rüden
14.5.1 Klinik
14.5.2 Differenzialdiagnosen
14.5.3 Stabilisierung
14.5.4 Weitere Diagnostik
14.5.5 Ausgewählte Erkrankungen des Rüden
14.6 Referenzen und weiterführende Literatur
15 Welpennotfälle
15.1 Das Wichtigste vorweg
15.2 Aufarbeitung des neonatalen Welpen
15.2.1 Einleitung
15.2.2 Physiologie/Pathophysiologie
15.2.3 Aufarbeitung des Patienten
15.2.4 Allgemeine Stabilisierungsmaßnahmen
15.3 Reanimation nach Schwergeburt
15.4 Respirationstrakt: Atemnot
15.4.1 Klinik
15.4.2 Differenzialdiagnosen
15.4.3 Stabilisierung
15.4.4 Weitere Diagnostik
15.4.5 Ausgewählte respiratorische Erkrankungen
15.5 Aufgeblähtes Abdomen
15.5.1 Klinik
15.5.2 Differenzialdiagnosen
15.5.3 Stabilisierung
15.5.4 Weitere Diagnostik
15.6 Gastrointestinaltrakt: Durchfall
15.6.1 Klinik
15.6.2 Differenzialdiagnosen
15.6.3 Stabilisierung
15.6.4 Weitere Diagnostik
15.7 Referenzen und weiterführende Literatur
16 Metabolische und endokrinologische Notfälle
16.1 Das Wichtigste vorweg
16.2 Aufarbeitung metabolischer Notfälle
16.2.1 Einleitung und Definitionen
16.2.2 Physiologie
16.2.3 Aufarbeitung des Patienten
16.2.4 Allgemeine Stabilisierungsmaßnahmen
16.3 Nebenniere
16.3.1 Physiologie
16.3.2 Klinik
16.3.3 Differenzialdiagnosen
16.3.4 Stabilisierung
16.3.5 Weitere Diagnostik
16.3.6 Ausgewählte Erkrankungen der Nebenniere
16.4 Pankreas
16.4.1 Physiologie
16.4.2 Klinik
16.4.3 Differenzialdiagnosen
16.4.4 Stabilisierung
16.4.5 Weitere Diagnostik
16.4.6 Ausgewählte Erkrankungen des endokrinen Pankreas
16.5 Elektrolytveränderungen
16.5.1 Hyper-/Hyponatriämie
16.5.2 Hyper-/Hypokaliämie
16.6 Referenzen und weiterführende Literatur
17 Hämatologische Notfälle
17.1 Das Wichtigste vorweg
17.2 Aufarbeitung hämatologischer Notfälle
17.2.1 Einleitung und Definitionen
17.2.2 Physiologie
17.2.3 Aufarbeitung des Patienten mit hämatologischen Erkrankungen
17.2.4 Allgemeine Stabilisierungsmaßnahmen
17.3 Anämie
17.3.1 Anamnese und Signalement
17.3.2 Klinik
17.3.3 Differenzialdiagnosen und Pathophysiologie
17.3.4 Stabilisierung
17.3.5 Weitere Diagnostik
17.3.6 Ausgewählte Erkrankungen bei Anämie
17.4 Thrombozytopenie
17.4.1 Anamnese und Klinik
17.4.2 Differenzialdiagnosen
17.4.3 Stabilisierung
17.4.4 Weitere Diagnostik
17.4.5 Ausgewählte Erkrankungen der Thrombozyten
17.5 Gerinnungsstörungen
17.5.1 Klinik
17.5.2 Differenzialdiagnosen
17.5.3 Stabilisierung
17.5.4 Weitere Diagnostik
17.5.5 Ausgewählte Erkrankungen des Gerinnungssystems
17.6 Hämatopoetische Neoplasien
17.6.1 Klinik
17.6.2 Differenzialdiagnosen
17.6.3 Stabilisierung
17.6.4 Weitere Diagnostik
17.7 Referenzen und weiterführende Literatur
18 Systemisch-entzündliches Reaktionssyndrom (SIRS) und Sepsis
18.1 Das Wichtigste vorweg
18.2 Aufarbeitung des Patienten
18.2.1 Einleitung und Definitionen
18.2.2 Pathophysiologie
18.2.3 Aufarbeitung des Patienten
18.2.4 Allgemeine Stabilisierungsmaßnahmen
18.2.5 Weitere Diagnostik
18.3 Referenzen und weiterführende Literatur
19 Ophthalmologische Notfälle
19.1 Das Wichtigste vorweg
19.2 Aufarbeitung ophthalmologischer Notfälle
19.2.1 Einleitung und Definitionen
19.2.2 Anatomie und Physiologie
19.2.3 Aufarbeitung des Patienten
19.2.4 Allgemeine Stabilisierungsmaßnahmen
19.3 Bulbus und Orbita
19.3.1 Klinik
19.3.2 Differenzialdiagnosen
19.3.3 Stabilisierung
19.3.4 Weitere Diagnostik
19.3.5 Ausgewählte Erkrankungen des Bulbus und der Orbita
19.4 Lider
19.4.1 Klinik
19.4.2 Differenzialdiagnosen
19.4.3 Stabilisierung
19.4.4 Weitere Diagnostik
19.4.5 Ausgewählte Erkrankungen des Lides
19.5 Konjunktiva
19.5.1 Klinik
19.5.2 Differenzialdiagnosen
19.5.3 Stabilisierung
19.5.4 Weitere Diagnostik
19.5.5 Ausgewählte Erkrankungen der Konjunktiva
19.6 Kornea
19.6.1 Klinik
19.6.2 Differenzialdiagnosen
19.6.3 Stabilisierung
19.6.4 Weitere Diagnostik
19.6.5 Ausgewählte Erkrankungen der Kornea
19.7 Uvea
19.7.1 Klinik
19.7.2 Differenzialdiagnosen
19.7.3 Stabilisierung
19.7.4 Weitere Diagnostik
19.8 Glaukom
19.8.1 Klinik
19.8.2 Differenzialdiagnosen und weitere Diagnostik
19.8.3 Stabilisierung
19.9 Referenzen und weiterführende Literatur
20 Umweltbedingte Notfälle
20.1 Das Wichtigste vorweg
20.2 Aufarbeitung des Patienten mit umweltbedingten Problemen
20.2.1 Einleitung und Definitionen
20.2.2 Aufarbeitung des Patienten
20.2.3 Allgemeine Stabilisierungsmaßnahmen
20.3 Temperatur
20.3.1 Physiologie
20.3.2 Klinik
20.3.3 Differenzialdiagnosen
20.3.4 Stabilisierung
20.3.5 Weitere Diagnostik
20.3.6 Ausgewählte Erkrankungen der Thermoregulation
20.4 Schlangenbisse und Insektenstiche
20.4.1 Einleitung und Definitionen
20.4.2 Pathophysiologie
20.4.3 Aufarbeitung des Patienten
20.4.4 Stabilisierung
20.4.5 Ausgewählte umweltbedingte Erkrankungen
20.5 Referenzen und weiterführende Literatur
21 Vergiftungen
21.1 Das Wichtigste vorweg
21.2 Aufarbeitung des Patienten mit Vergiftung
21.2.1 Einleitung
21.2.2 Physiologie
21.2.3 Aufarbeitung
21.2.4 Allgemeine Stabilisierungsmaßnahmen
21.2.5 Weitere Diagnostik
21.2.6 Ausgewählte Vergiftungen
21.3 Referenzen und weiterführende Literatur
22 Trauma, Wunden und Frakturen
22.1 Das Wichtigste vorweg
22.2 Aufarbeitung Traumapatient
22.2.1 Einleitung und Definitionen
22.2.2 Physiologie
22.2.3 Aufarbeitung des Traumapatienten
22.2.4 Allgemeine Stabilisierungsmaßnahmen
22.3 Wundversorgung
22.3.1 Einleitung und Klinik
22.3.2 Differenzialdiagnosen
22.3.3 Stabilisierung
22.3.4 Wundversorgung
22.3.5 Weitere Diagnostik
22.3.6 Ausgewählte Wunderkrankungen
22.4 Geschlossene Frakturen
22.4.1 Klinik
22.4.2 Differenzialdiagnosen
22.4.3 Stabilisierung
22.4.4 Weitere Diagnostik
22.4.5 Ausgewählte Frakturen
22.5 Offene Frakturen
22.5.1 Einleitung und Klinik
22.5.2 Differenzialdiagnosen
22.5.3 Stabilisierung
22.5.4 Weitere Diagnostik
22.6 Luxationen
22.6.1 Klinik
22.6.2 Differenzialdiagnosen
22.6.3 Diagnostik
22.6.4 Stabilisierung
22.6.5 Ausgewählte Luxationen
22.7 Referenzen und weiterführende Literatur
23 Dermatologische Notfälle
23.1 Das Wichtigste vorweg
23.2 Aufarbeitung dermatologischer Notfälle
23.2.1 Einleitung
23.2.2 Physiologie
23.2.3 Aufarbeitung des Patienten
23.2.4 Allgemeine Stabilisierungsmaßnahmen
23.3 Starker Juckreiz
23.3.1 Klinik
23.3.2 Differenzialdiagnosen
23.3.3 Stabilisierung
23.3.4 Weitere Diagnostik
23.3.5 Ausgewählte Erkrankungen mit Juckreiz
23.4 Plötzliche Hautschwellungen
23.4.1 Klinik
23.4.2 Differenzialdiagnosen
23.4.3 Stabilisierung
23.4.4 Weitere Diagnostik
23.4.5 Ausgewählte Erkrankungen mit Hautschwellungen
23.5 Erosionen und Ulzerationen
23.5.1 Klinik
23.5.2 Differenzialdiagnosen
23.5.3 Diagnostik
23.5.4 Ausgewählte Erkrankungen mit Erosionen und Ulzerationen
23.6 Ohren
23.6.1 Klinik
23.6.2 Differenzialdiagnosen
23.6.3 Stabilisierung
23.6.4 Weitere Diagnostik
23.7 Referenzen und weiterführende Literatur
Teil IV Anhang
24 Abkürzungen
Anschriften
Sachverzeichnis
Impressum/Access Code
1 Leitsymptome
Arrhythmien können kardial, metabolisch oder toxisch bedingt sein. Die wichtigsten Differenzialdiagnosen sind in ▶ Tab. 1.4 zusammengefasst.
Für Sinusbradykardie und Sinustachykardie siehe unter ▶ Bradykardie und ▶ Tachykardie.
komplette klinische Untersuchung
Die weitere Stabilisierung bzw. Abklärung erfolgt anhand der Resultate der ersten diagnostischen Untersuchungen:
Hyperkaliämie siehe ▶ Tab. 3.2
Bradyarrhythmien siehe ▶ Synkopen, Arrthymien
Abklärung und Therapie von neurologischen Symptomen
Tab. 1.4
Die wichtigsten Differenzialdiagnosen von Arrhythmien
Ursache
Differenzialdiagnosen (Seitenverweis)
anamnestische Hinweise und Befunde aus der klinischen Untersuchung
Diagnostik
ventrikuläre Extrasystolen, ventrikuläre Tachykardie
▶ Magendrehung
nur Hund, große Rassen
tympanisches kraniales Abdomen, Versuch zu erbrechen, Schock
Rö: Zipfelmütze auf rechts-lateralem Abdomenröntgen
▶ Milztorsion
Milzthrombose, Milzmasse
Hund > Katze
variabel, dolentes Abdomen
Rö: große Milz im Röntgen
US: fehlender Blutfluss im Doppler-Ultraschall
Hämoabdomen
Tachykardie, blasse SH, verlängerte KFZ, schmerzhaftes Abdomen, evtl. Organomegalie
FA: HktAbd ≥ HktBlut
US: abdominale Masse im Ultraschall nachweisbar
▶ Herzinsuffizienz, Kardiomyopathie
Dyspnoe, Herzgeräusch oder Arrhythmie, schwacher Puls
Herzultraschall: Ventrikelveränderungen und großer linker Vorhof
Myokardschaden, traumatische Myokarditis
schwacher Puls
Blut: Troponin > 0,2 ng/ml
▶ Schokoladenintoxikation, Methylxanthine
Anamnese, Unruhe, Zittern, evtl. Krämpfe
Anamnese, Klinik
Hypoxie – Lungenprobleme, Anämie
Dysnoe, Zyanose
SpO2 stark erniedrigt
Blutgas-PO2 erniedrigt
supraventrikuläre Extrasystolen
▶ Schokoladenintoxikation, Methylxanthine
Aufnahme
Unruhe, Tremor, evtl. Krämpfe
Anamnese und Klinik
EKG
Vorhofflimmern
▶ dilatative Kardiomyopathie
große Hunderassen
Schwäche, schwacher Puls, evtl. Dyspnoe, evtl. Herzgeräusch
Rö: großes Herz
Herzultraschall: großer linker Ventrikel, verminderte Kontraktilität, großer linker Vorhof
▶ AV-Block
Medikamente, Sedativa: β-Blocker, Ca-Antagonisten, Digitalis, Medetomidin, Xylazin, Oleandervergiftung
Medikamentengabe
Anamnese
vagaler Stimulus
brachyzephale Rasse,
Schwäche, Synkope
Ausschlussdiagnose
▶ Sinusarrest
Vagotonie i. Z. mit chron. Respirationstrakt oder GI-Trakt Erkrankung
Schwäche, Synkope
Arrhythmie
EKG-Veränderung
Diagnose der Ursache variabel
Dyspnoe kann sich in Form von starker Tachypnoe, Orthopnoe, Maulatmung, Hecheln, verstärkter abdominaler Atmung, abnormalem Atemmuster und unphysiologischen Thoraxbewegungen und/oder Zyanose äußern.
Dyspnoe ist ein lebensbedrohliches Symptom, welches unverzüglich und ohne zusätzlichen Stress stabilisiert werden muss.
Die Stabilisierung des Patienten mit Sauerstoff, Stressreduktion und Analgesie steht im Vordergrund und diagnostische Untersuchungen sind nur am stabilen Patienten durchzuführen.
Die Lokalisation anhand der klinischen Symptome erlaubt sowohl die Initiierung von spezifischen Stabilisierungsmaßnahmen als auch das Eingrenzen der Differenzialdiagnosen ( ▶ Tab. 1.5 ).
Weitere Leitsymptome, die mit einer Atemnot assoziiert sind, sind ▶ Hyperthermie, ▶ Zyanose, ▶ Tachykardie.
ausführliche Informationen und Stabilisierungsprotokolle siehe unter ▶ respiratorische Notfälle
Stabilisierungsprotokoll Dyspnoe/Atemnot
▶ Sauerstoffsupplementierung
Hund: Sauerstoff-Flowby oder O2-Maske
Katze, kleiner Hund: O2-Käfig, evtl. O2-Maske
Stupor oder Koma: Intubation und Beatmung mit 100% O2
Stressreduktion
kein unnötiges Festhalten
Patient bestimmt die Position selber
Katze im O2-Käfig
Trauma oder Schmerzäußerung: ▶ Analgesie
Methadon 0,2 mg/kg i.m. oder Butorphanol 0,1–0,2 mg/kg i.m.
Lokalisation des Problems und Stabilisierung gemäß Abbildung ( ▶ Abb. 8.3)
obere Atemwege, siehe ▶ Stabilisierungsprotokoll obere Atemwege
Sedation bei Aufregung/starkem Hecheln: Butorphanol 0,1–0,2 mg/kg i.m. (i.v.) ± Acepromazin 0,01 mg/kg i.m. (0,005 mg/kg i.v.), evtl. Midazolam 0,1–0,2 mg/kg i.m. oder i.v.
Abschwellen der oberen Atemwege: Kortikosteroide lokal oder systemisch (Dexamethason 0,1–0,2 mg/kg i.v. oder Prednisolonsuccinat 0,5–1 mg/kg i.v.)
Temperaturkontrolle, kühlen sofern über 40°C (Stopp bei 39,5°C)
untere Atemwege, siehe ▶ Stabilisierungsprotokoll untere Atemwege
Bronchodilatation:
– Terbutalin 0,01 mg/kg s.c.
– alternativ Aminophyllin 5 mg/kg i.v. oder Theophyllin 4 mg/kg i.v.
– alternativ Inhalation mit Salbuterol (Ventolin®) 108 μg (1 Pumpstoß)
bei massiver Dyspnoe Kortikosteroide:
– Dexamethason 0,1–0,25 mg/kg i.v. oder
– Inhalation mit Fluticason (Axotide®) 44–220 μg
Lungenparenchym mit verschärften Lungengeräuschen und Arrhythmie oder Herzgeräusch oder vorbestehende Herzerkrankung:
Furosemid 1–2 mg/kg i.m. oder i.v.,
bei ungenügender Wirkung nach 30–60 min wiederholen
Pleuralspalt, siehe ▶ Stabilisierungsprotokoll Pleuralspalt
verminderte Lungengeräusche dorsal oder ventral: Thorakozentese
Brustwand, siehe ▶ Stabilisierungsprotokoll Brustwand
Abdecken von großen Wunden mit sterilen Gazetupfern
offener Thorax: Legen einer Thoraxdrainage direkt in die Wunde, Verband und regelmäßiges Absaugen der Drainage
weiter Dyspnoe trotz ersten Stabilisierungsmaßnahmen: ▶ Intubation und Beatmung mit 100% O2
Lokalisation des Problems durch
Evaluation Atemtyp
Auskultation Lunge und Herz
Palpation, Perkussion
Thoraxröntgen erst nach der Stabilisierung
Atemnot und Tachypnoe können sowohl respiratorisch als auch nicht respiratorisch bedingt sein, wobei die nicht respiratorischen Ursachen wie Stress, Hyperthermie, Säure-Base Veränderungen sowie ZNS-Probleme i.d.R. höchstens zu Tachypnoe und nicht zu Dyspnoe führen. Die wichtigsten Differenzialdiagnosen zu Atemnot sind in ▶ Tab. 1.5 aufgelistet.
komplette klinische Untersuchung
Die weitere Stabilisierung ist abhängig vom verursachenden Problem und bedingt i.d.R. bildgebende Diagnostik, welche nach der Stabilisierung des Patienten durchgeführt wird. Weitere Information in den entsprechenden Kapiteln, siehe u.a. ▶ respiratorische Notfälle.
Tab. 1.5
Die wichtigsten Differenzialdiagnosen von Dyspnoe bzw. Atemnot
Lokalisation
Differenzialdiagnosen (Seitenverweis)
anamnestische Hinweise und Befunde aus der klinischen Untersuchung
Diagnostik
obere Atemwege
▶ brachyzephales Syndrom
brachyzephale Rasse
inspiratorische Dyspnoe, Stridor
Rasse
Larynxinspektion
▶ Trachealkollaps
kleine Hunderassen
Stridor, Husten
Rö: Einengung Trachea während In- oder Exspiration
Endoskopie
▶ Larynxparalyse
große ältere Hunde
Hecheln mit Stridor
Larynxbeurteilung unter Narkose
Larynxfremdkörper, Masse, Schwellung
Hecheln mit Stridor
Larynxinspektion
trachealer Fremdkörper
Dyspnoe, Husten
Rö: darstellbarer Fremdkörer in Trachea
Bronchoskopie
Trachearuptur
Emphysem subkutan, vom Hals ausgehend
Klinik
Tracheoskopie
untere Atemwege
▶ Asthma
Katzen
exspiratorische Dyspnoe, auskultatorisches Giemen
Rö: großes Lungenvolumen, evtl. atelektatischer re mittlerer Lungenlappen, bronchiales Lungenmuster: Donuts und Tramlinien
Bronchoskopie und Zytologie
Bronchopneumonie
exspiratorische Dyspnoe, verstärkte Lungengeräusche
Rö: bronchial-interstitielles Lungenmuster, Donuts und Tramlinien
Bronchoskopie und Zytologie
Lungenparenchym
traumatische ▶ Lungenblutung
Dyspnoe, angestrengte Atmung, Zyanose, evtl. Bluthusten
Rö: diffuses massives alveoläres Muster
▶ Lungenblutung
Koagulopathie, ▶ Angiostrongylose, Leptospirose
Dyspnoe, angestrengte Atmung, Zyanose, evtl. Bluthusten
Rö: bilateral diffuses massives alveoläres Muster, v.a. periphere Lunge
veränderte Gerinnung
▶ kardiogenes Lungenödem
Dyspnoe, verschärfte Lungengeräusche, Herzgeräusch und/oder Arrhythmie, Zyanose
Rö: bilaterales alveoläres Lungenmuster, Hund perihilär
Herzultraschall: linker Vorhof >> Aorta
▶ nicht kardiogenes Lungenödem
Dyspnoe, angestrengte Atmung
Blutgas: PaO2 massiv verringert trotz O2-Supplementierung
Rö: bilateral diffuses massives alveoläres Muster
US: keine kardiogene Ursache
▶ Aspirationspneumonie
gemischte Dyspnoe, Erbrechen Regurgitation, Husten, Fieber,
Rö: bronchoalveoläres Muster in den ventralen Lungenlappen, evtl. Megaösophagus
bakterielle oder virale Pneumonie
gemischte Dyspnoe, Husten, Fieber, Nasenausfluss
Rö: diffuses interstitiell-alveoläres Muster
Neoplasie
gemischte Dyspnoe, Husten, evtl. Fieber, Abmagerung
Rö: kleine bis große Infiltrate
Pleuralspalt
▶ Pneumothorax
Dyspnoe, asynchrone Atmung, dorsal verminderte Lungengeräusche
▶ Thorakozentese
▶ Zwerchfellhernie
Dyspnoe, asynchrone Atmung, asymmetrische Dämpfung, leeres Abdomen
Rö: abdominale Organe im Thorax sichtbar, Weichteilschatten, Zwerchfell nicht abgrenzbar
Zwerchfell-Lähmung
asynchrone Atmung, normale Auskultationsbefunde
Fluoroskopie: fehlende Zwerchfellbewegung
▶ Pleuraerguss
Pyothorax, Hämothorax, FIP, Rechtsherzversagen, Chylothorax
Dyspnoe, Asynchrone Atmung, ventrale Dämpfung der Atemgeräusche
Rö: Flüssigkeitsdichte, Verschattung ventral im Thorax
Thorakozentese
mediastinale Masse
asynchrone Atmung, Lungenauskultation normal, Thorax rigide
Rö: breites Mediastinum
Brustwand
Trauma
oberflächliche schnelle Atmung, Schmerzen, evtl. abnormale Thoraxbewegungen wie Flail chest, evtl. Emphysem, offene Wunde sichtbar
Klinik
Rö: Rippenfrakturen, Emphysem
Bei einem Atemstillstand zeigt der Patient eine fehlende oder ungenügende (Schnappatmung) Atemtätigkeit.
Nach der Identifikation eines Atemstillstandes ist der Patient unverzüglich zu intubieren und zu beatmen.
Aufgrund des häufig gleichzeitigen Herzstillstandes sind unverzüglich Reanimationsmaßnahmen einzuleiten, siehe ▶ kardiopulmonale Reanimation und ▶ Stabilisierungsprotokoll.
Weitere Leitsymptome, die mit Atemstillsand assoziiert sind, sind Atemnot, ▶ Dyspnoe, ▶ Herzstillstand, ▶ Synkope, ▶ Seitenlage.
Weitere Informationen sind unter ▶ Reanimation zu finden.
Stabilisierungsprotokoll Atemstillstand
Entfernen evtl. Fremdkörper im Rachenbereich
Intubation und Beatmung, falls nicht sofort möglich mit Herzdruckmassage beginnen
Tubus cuffen
Beatmung mit 100% O2
10×/min
Ambu-Beutel oder Anästhesiegerät
▶ Herzmassage beginnen
120 × pro Minute Thorax (Hund > 10 kg) bzw. Herz (Katze, kleiner Hund) fest komprimieren
Herzmassage nicht unterbrechen, die Beatmung erfolgt gleichzeitig
EKG anbringen und Rhythmus identifizieren falls kein EKG möglich ist Adrenalin (Epinephrin)
Asystolie: Adrenalin (Epinephrin) 0,01 mg/kg i.v. oder 0,1 mg/kg intratracheal plus Atropin 0,04 mg/kg i.v. oder 0,08 mg/kg intratracheal
pulslose elektrische Aktivität: Adrenalin (Epinephrin) 0,01 mg/kg i.v. oder 0,1 mg/kg intratracheal
ventrikuläre Tachykardie: Lidocain 2 mg/kg i.v.
Fibrillation: Defibrillation und/oder Adrenalin (Epinephrin) 0,1 mg/kg i.v. oder intratracheal
Antagonisierung von Opioiden, Benzodiazepinen und α2–Agonisten, Abstellen von Anästhesiegas
EKG-Interpretation und Wiederholung Medikamentengabe alle 2–5 min
kurze Pause (3–5 s) der Kompressionen und Evaluation des EKG
endexspiratorische CO2-Messung anbringen
EtCO2 < 15 mmHg → Herzmassage optimieren, große Hunde evtl. offene Herzmassage
Gefäßzugang. Herzmassage und Beatmung nicht unterbrechen!
Blutuntersuchung: Hkt, PP, Elektrolyte (Kalium, Kalzium), Glukose, Blutgas
Hyperkaliämie: Kalziumglukonat 100 mg/kg langsam i.v. (entspricht 1 ml/kg 10% Kalziumglukonat) plus ▶ kaliumsenkende Maßnahmen
Hypoglykämie < 3 mmol/l bzw. 55 mg/dl: 0,5 ml/kg 40–50% Glukoselösung, verdünnt 1:4, i.v. gefolgt von 5% Substitution in ▶ Infusionslösung
Hkt < 15–20%: ▶ Bluttransfusion
Infusion
RiLa 20 ml/kg bei Vorliegen oder Verdacht auf Hypovolämie, ggf. wiederholen und/oder mit HES kombinieren
restriktive Infusionstherapie bei allen anderen Patienten: 2 ml/kg/h
komplette klinische Untersuchung
komplette Blutuntersuchung inkl. Blutgas
Thoraxröntgen
evtl. Herzultraschall
Die häufigsten Ursachen eines Atemstillstandes sind respiratorisch bedingt, können aber auch kardiovaskulär verursacht werden, wobei dem Atemstillstand ein Herzstillstand vorausgeht. Die häufigsten Ursachen sind in ▶ Tab. 1.6 zusammengefasst.
Die weitere Stabilisierung nach einer Reanimation konzentriert sich auf die Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen sowie der Aufarbeitung der Ursache.
Reevaluation des Patienten: HF, AF, Temperatur, Schleimhäute, KFZ, Blutdruck, SpO2, endexspiratorisches CO2 oder Blutgas
SpO2 < 94% → O2-Supplementierung
Apnoe, AF< 8 pro Minute oder endexspiratorisches CO2 > 50%: Manuelle Beatmung des Patienten bis adäquate Spontanatmung
Blutdruckmessung. MAP < 70 mmHg und Hypovolämie → Bolus isotones Kristalloid ( ▶ Tab. 5.1 ) 10–20 ml/kg i.v. über 10–20 min, Vasodilatation → Dopamin 5–10 μg/kg/min oder Noradrenalin 0,1–2 μg/kg/min, evtl. Dobutamin beim Hund
Echokardiografie verminderte Kontraktilität: Dobutamin 5–15 μg/kg/min DTI
▶ Cushing-Reflex, persistierendes Koma, dilatierte nicht responsive Pupillen: Mannitol 0,5 g/kg über 10 min i.v. und sehr langsames Aufwärmen falls hypotherm
Aufarbeitung der Laborveränderungen, spez. Elektrolytveränderungen
▶ Infusionstherapie nach Bedarf
Tab. 1.6
Die wichtigsten Differenzialdiagnosen von Atemstillstand
betroffenes Organsystem
Differenzialdiagnosen
anamnestische Hinweise und Befunde aus der klinischen Untersuchung
Diagnostik
Respirationstrakt
Hypoxämie
obere Atemwegsobstruktion
Masse, Schwellung, ▶ FK
Stridor, hochgradige inspiratorische Dyspnoe, Zyanose
Larynxinspektion
▶ nicht kardiogenes Lungenödem
Dyspnoe, angestrengte Atmung
Blutgas: PaO2 massiv verringert trotz O2-Supplementierung
Rö: bilateral diffuses massives alveoläres Muster
US: keine kardiogene Ursache
traumatische ▶ Lungenblutung
Dyspnoe, angestrengte Atmung, Zyanose, evtl. Bluthusten
Rö: diffuses massives alveoläres Muster
▶ Lungenblutung
Koagulopathie, ▶ Angiostrongylose, Leptospirose
Dyspnoe, angestrengte Atmung, Zyanose, evtl. Bluthusten
Rö: bilateral diffuses massives alveoläres Muster, v.a. periphere Lunge
veränderte Gerinnung
▶ Pneumothorax
Dyspnoe, asynchrone Atmung, dorsal verminderte Lungengeräusche
Thorakozentese
▶ Zwerchfellhernie
Dyspnoe, asynchrone Atmung, asymmetrische Dämpfung, leeres Abdomen
Rö: abdominale Organe im Thorax sichtbar, Weichteilschatten, Zwerchfell nicht abgrenzbar
▶ Pleuraerguss
Dyspnoe, asynchrone Atmung, ventrale Dämpfung der Atemgeräusche
Rö: Flüssigkeitsdichte Verschattung ventral im Thorax
Thorakozentese
Herz/Kreislauf
▶ kardiogenes Lungenödem
Dyspnoe, verschärfte Lungengeräusche, Herzgeräusch und/oder Arrhythmie, Zyanose
Rö: bilaterales alveoläres Lungenmuster, Hund perihilär
Herzultraschall: linker Vorhof >> Aorta
▶ Hyperkaliämie
Arrhythmien
Blut: Kalium > 6–7 mmol/l
▶ Arrhythmien
unregelmäßiger Puls, Pulsdefizit
EKG, Herzultraschall
▶ Hypvolämie, ▶ Blutung
Trauma, Blutung
weiße SH, verlängerte KFZ,
klinische Zeichen von Schock, Blutung
ZNS
▶ Schädel-Hirn-Trauma
Trauma
Stupor, Koma, fehlender Pupillar- und Drohreflex, Anisokorie, dilatierte nicht responsive Pupillen
Anamnese, Klinik
MRT
▶ Hirnödem
Stupor, Koma, fehlender Pupillar- und Drohreflex, Anisokorie, dilatierte nicht responsive Pupillen
Klinik
MRT
Thromboembolie
Stupor, Koma
MRT
Medikamentenüberdosierung, ▶ Intoxikation
Aufnahme toxischer Substanzen, Stupor, Koma
Anamnese, Ansprechen auf Antidot
Bewusstseinsveränderungen äußern sich mit Apathie, Stupor und Koma.
Apathie ist ein unspezifisches Symptom und kann sowohl mit zentralen als auch mit metabolischen oder kreislaufbedingten Erkrankungen assoziiert sein.
Stuporöse Patienten zeigen ein stark reduziertes Bewusstsein bis zur Bewusstlosigkeit, zeigen aber bei Stimuli wie Lärm, Kälte oder Schmerzen eine Reaktion.
Komatöse Patienten sind nicht bei Bewusstsein und reagieren nicht auf Stimuli.
Vor der Einleitung von weiteren Untersuchungen zur Diagnosestellung muss der Kreislauf sowie die Atmung des Patienten stabilisiert werden. Komatöse Patienten sind unverzüglich zu intubieren.
Weitere Leitsymptome, die mit einem veränderten Bewusstsein assoziiert sind, sind ▶ Anfälle, ▶ Synkope, ▶ Tremor und Zittern.
ausführliche Informationen siehe unter ▶ ZNS-Probleme und ▶ Intoxikationen
Stabilisierungsprotokoll Stupor, Koma
O2-Gabe mittels Flow-by, Maske oder Käfig
komatöse Patienten ▶ intubieren und beatmen
i.v.-Zugang und Bestimmung der Blutglukose
Hypoglykämie < 3 mmol/l bzw. 55 mg/dl: 0,5 ml/kg Glukose 40–50%, 1:4 verdünnt, i.v.
bei Schockanzeichen mit Tachykardie, blassen SH, verlängerte KFZ oder MAP < 60 mmHg:
NaCl 7,2% 3–5 ml/kg über 5–10 min
Bolus isotones Kristalloid ( ▶ Tab. 5.1 ) 5 (Katze) – 10 ml/kg über 10–20 min
evtl. Bolus Kolloid (z.B. HES): 3 (Katze) – 5 ml/kg über 10–20 min
Blutdruckmessung, Ziel MAP 70–80 mmHg
Kristalloid und HES Bolus bei Bedarf wiederholen
Analgesie bei Bedarf ( ▶ Tab. 11.1 )
bei Anzeichen von erhöhtem Hirndruck (dilatierte nicht responsive Pupillen, Cushing-Reflex, Opisthotonus)
Mannitol 0,5 g/kg über 10–20 min
Temperaturmanagement, Ziel 37,0–38,0°C
Blutuntersuchung: komplette Hämatologie und Blutchemie, mind. Hkt, PP, Glukose, Kalium, Natrium, Kalzium, Kreatinin
Untersuchung Kopfnerven, Pupillenreaktion und -stellung sowie des Augenhintergrundes
EKG, SpO2
Nach der Stabilisierung i.d.R. MRT oder CT indiziert für Diagnosestellung
Differenzialdiagnosen von Stupor oder Koma sind in aller Regel metabolisch oder intoxikationsbedingt. Die wichtigsten Differenzialdiagnosen sind in ▶ Tab. 1.7 zusammengefasst.
komplette klinische Untersuchung
Verminderung der ICP-Erhöhung
Oberkörperhochlagerung
Druck auf Jugularis vermeiden
bei Intoxikationsverdacht Magenspülung und ▶ Gabe von Aktivkohle
weitere Therapie anhand von diagnostischen Untersuchungen und Diagnose
Tab. 1.7
Die wichtigsten Differenzialdiagnosen bei Stupor und Koma, siehe auch
▶ Tab. 11.4
betroffenes Organsystem
Differenzialdiagnosen
anamnestische Hinweise und Befunde aus der klinischen Untersuchung
Diagnostik
ZNS – vaskulär
Infarkt, Thromboembolie
asymmetrische Ausfälle
Hemiparese
vestibuläre Ausfälle
MRT
ZNS – entzündlich
bakterielle Enzephalitis
primär beim Hund
Hyperästhesie, Vestibularsyndrom, Tetraparese
Liquoruntersuchung
ZNS-Trauma
▶ Schädel-Hirn-Trauma
Traumaanamnese
äußeres Trauma, verminderte Kopfnervenreaktionen, Anisokorie, Cushing-Reflex
Anamnese und Klinik
metabolisch
▶ Hypoglykämie
Zwergrassen oder Jungtiere, Septiker
Krämpfe, Zittern, Hypothermie
Glukose < 2mmol/l bzw. 40 mg/dl
▶ Hyperglykämie
häufig Diabetiker,
Krämpfe
Hyperosmolarität > 340 mOsm/L
▶ Hyponatriämie
Kopfpressen, Krämpfe
Na<120 mmol/l
▶ Hypernatriämie
Kopfpressen, Krämpfe
Na >170 mmol/l
Niere: urämische Enzephalopathie
▶ Nierenversagen
Azidose, Erbrechen, Anurie, Oligurie
Blut: Azotämie, Elektrolytveränderungen
US: abnormale Nierenstruktur
Leber: hepatische Enzephalopathie
Leberversagen
Ikterus
Labor: Ammoniak erhöht, erhöhte Leberenzyme, Gallensäuren
US: Hepatopathie
portosystemischer Shunt
junge Tiere, Krämpfe fütterungsassoziiert
Labor: Hypoalbuminämie, Hypoglykämie, erhöhte Gallensäuren, Ammoniak erhöht
US: Darstellung Shuntgefäß
CT
▶ Vergiftung
Barbiturate, Benzodiazepine, Drogen (Opiate, Ketamin, Cannabis), Alkohole, Ivermectin, Phenothiazine
akutes Auftreten, Zugang zu toxischen Substanzen
Klinik variabel, ▶ abhängig vom Toxin
i.d.R. Ausschlussdiagnose
Neoplasie
Meningeom
Lymphom, Sarkom, Hypophysenadenom, Metastasen u.a.
Klinik variabel
MRT, CT
Arterielle Blutungen äußern sich mit pulsierendem Blutstrom.
Arterielle Blutungen sind i.d.R. traumabedingt und der Patient sollte auf weitere traumatische Verletzungen untersucht werden.
Venöse Blutungen aus mehreren oder großen Gefäßen können ebenfalls zu einem substanziellen Blutverlust führen.
Bei äußerlichen Blutungen erfolgt die Blutstillung mittels Druckverband oder ▶ Ligation des blutenden Gefäßes bzw. Kühlung bei Epistaxis.
Weitere Leitsymptome, die mit äußeren Blutungen assoziiert sind, sind ▶ blasse Schleimhäute, ▶ Tachykardie, ▶ Trauma, ▶ Seitenlage.
weitere Informationen siehe unter ▶ Trauma, ▶ hämatologische Notfälle sowie ▶ Nasenbluten
Stabilisierungsprotokoll akute äußerliche Blutung
Sauerstoffsupplementierung (Flow-by, Maske) bei Dyspnoe
arterielle Blutung: sofortiger Druckverband. Wenn Verband blutgetränkt ist, nicht entfernen, sondern neuen Verband über den alten Verband anbringen
venöse Blutung, Wunden: Abdecken um weitere Verschmutzung zu verhindern
Venenkatheter und Blutentnahme für Hkt, PP, evtl. Blutgas, Albumin, Gerinnung
Schocksymptome (Tachykardie, Apathie, blasse oder gerötete Schleimhäute mit abnormaler KFZ):
isotones Kristalloid ( ▶ Tab. 5.1 ) i.v. über 10–15 min:
Katze: 5 ml/kg (+ vorsichtig Wärmen falls Temp. <37,0°C)
Hund 10 ml/kg
evtl. Kolloid 3–5 ml/kg
wiederholen falls nötig bis normale Perfusionsparameter
Analgesie
Methadon 0,1–0,2 mg/kg i.v. oder
Butorphanol 0,2 mg/kg i.v.
Reevaluation Kreislauf und Blutdruckmessung
Patient weiterhin im Schock oder MAP < 60 mmHg: weitere Infusionsboli bis MAP 60 mmHg oder normale Perfusionsparameter (HF, SH-Farbe, KFZ)
Bei weiterer Blutung mit normalem oder hohem Blutdruck und Aufregung Sedation in Betracht ziehen: Butorphanol 0,2 mg/kg i.v.
Epistaxis: kühlen, Phenylephrin 0,03 mg/kg intranasal, siehe ▶ Nasenbluten, Epistaxis
bei nicht stillbarer Blutung: Tranexamsäure 20 mg/kg i.v. über 15 min
Hkt und PP
Thrombozytenzahl, Gerinnung PT, aPTT oder ACT
Äußerliche Blutungen treten primär nach Trauma auf, spontane äußerliche Blutungen sind bei Thrombozytopenie selten und die Tiere zeigen zusätzlich Petechien oder Hämatome. Gerinnungsstörungen können auch bei verhältnismäßig geringem Trauma zu starker Blutung führen und sollten in diesem diagnostisch ausgeschlossen werden. Die wichtigsten Ursachen sind in ▶ Tab. 1.8 zusammengefasst.
komplette klinische Untersuchung
akute Anämie < 20%: EC oder Vollbluttransfusion, siehe ▶ Transfusion
deutlich verlängerte Gerinnungszeiten: Plasmatransfusion, siehe ▶ Transfusion
Patient ruhig halten: Boxenruhe, keine Aufregung, evtl. Sedation, siehe ▶ Anästhesie
Hypertension systemisch > 180 mmHg: Blutdrucksenkung, siehe ▶ Hypertension
Wundversorgung, siehe ▶ Trauma
Bei nicht stillbarer arterieller Blutung: Anästhesie und Ligation des Gefäßes, siehe ▶ Trauma: Blutungsstillung
Tab. 1.8
Die wichtigsten Differenzialdiagnosen von äußerlichen Blutungen
betroffenes Organsystem
Differenzialdiagnosen
anamnestische Hinweise und Befunde aus der klinischen Untersuchung
Diagnostik
Haut
▶ Trauma
Trauma sichtbar, Blutung aus Wunde
Klinik
Hämostase
vWF-Mangel
primär beim Hund, Trauma
evtl. Hypertension
Nachweis vWF-Mangel
Vitamin-K-Antagonismus
mögliche Toxin-Aufnahme
Hämatome, zusätzlich Blutung in Körperhöhlen
Anamnese
PT, aPTT oder ACT ungerinnbar
Als Bradykardie wird beim Hund eine Herzfrequenz < 40–60 Schläge pro Minute bezeichnet.
Katzen sind beim Tierarzt i.d.R. gestresst, weshalb bei der wachen Katze bereits eine Herzfrequenz < 140 Schlägen pro Minute als eine relative Bradykardie angesehen werden muss.
Massive Bradykardien führen zu einem verminderten Herzminutenvolumen, Hypotension und verminderter Perfusion und sind deshalb so schnell wie möglich zu stabilisieren.
Weitere Leitsymptome, die mit Bradykardie assoziiert sind, sind ▶ Stupor, ▶ Erbrechen, ▶ Arrhythmien und ▶ Harnverhalten.
Die Therapie der Wahl ist i.d.R. die Aufarbeitung der Ursache.
weitere Informationen siehe unter ▶ Schock,
