Notfallsanitäter werden! -  - E-Book

Notfallsanitäter werden! E-Book

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Beschreibung

Das neue Berufsbild steht für eine bessere Ausbildung und Patientenversorgung und somit für mehr Verantwortung, die Sie tragen.

Dieses Buch bereitet Sie optimal auf die Prüfungssituation und die Einsatzsituation vor. Die Kombination aus Frage und Antwort erleichtert Ihnen das Lernen. Gewinnen Sie Sicherheit auf spielerische und abwechslungsreiche Art - so macht Lernen Spaß!

Alles was Sie für die Prüfung wissen müssen:

  • 1000 Fragen aus allen 10 Lernfeldern - fall- und problemorientiert.
  • Neue ERC-Leitlinien inklusive.

Das gesamte Fachgebiet des Notfallsanitäters:

  • Notfallsituation richtig erkennen.
  • Mitwirkung bei medizinischer Diagnostik und Therapie.
  • Kommunikation und Interaktion am Notfallort.
  • Rechtliche Aspekte.

Testen und vertiefen Sie Ihr Wissen und gehen Sie sicher durch die Prüfung und Praxis!

Jederzeit zugreifen: Die Fragen und Antworten des Buches stehen Ihnen ohne weitere Kosten digital im Trainingscenter in der Wissensplattform eRef und auch offline in der eRef-App zur Verfügung (Zugangscode im Buch).

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 615

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Notfallsanitäter werden!

Jan-Thorsten Gräsner, Jan Wnent, Johannes Löcker

Andreas Bohn, Hendrik Bonnemeier, Franz Xaver Brunner, Michael Corzillius, Tim Ehlers, Vera Engel, Hans-Peter Eser, Christian Fortmeier, Fabian Gläser, Imola Gräsner, Nils Haake, Heike Hasselbach, Alexander Humberg, Marc Hübner, Philipp Jung, Michael Krieger, Hans Lemke, Stefan Lenkeit, Ulrich Lindner, Wolfgang Lotz, Roman-Patrik Lukas, Hartwig Marung, Holger Maurer, Ulrich Pulkowski, Florian Reifferscheid, Volker J. Rövekamp, Michael Rohnen, Friedhelm Sayk, Jens-Christian Schewe, Alexander Strauss, Jörg Werner Walther, Matthias Weuster, Andreas Wolf, Sebastian Wolfrum

59 Abbildungen

Geleitwort zur Notfallsanitäterausbildung

Sehr geehrte Damen und Herren,

geschafft: Zum 1. Januar 2014 trat das Gesetz über den Beruf der Notfallsanitäterin und des Notfallsanitäters (Notfallsanitätergesetz – NotSanG) in Kraft. Von Notärzten schon vor mehr als 15 Jahren gefordert, hat es bis 2014 gedauert, eine 3-jährige Berufsausbildung für das Rettungsdienstfachpersonal einzuführen.

Die prähospitale Notfallmedizin in Deutschland wird sich qualitativ weiter verbessern, wenn es gelingt, den Notfallsanitäter mit seinen gestiegenen medizinischen Kompetenzen flächendeckend in Deutschland einzuführen. Bis dahin sind noch einige Schritte zu tun, z.B. die Anpassung der Landesrettungsdienstgesetzte, andere aber sind schon erfolgreich erledigt worden. Mittlerweile sind Ausbildungscurricula sowohl für den Rettungsdienst als auch für die Krankenhäuser erstellt worden. Dies alleine wird die Attraktivität des Berufs des Notfallsanitäters steigern, obwohl die Tätigkeit im Rettungsdienst jetzt schon herausfordernd und abwechslungsreich ist.

Dieses Buch dient der Ausbildung und Prüfungsvorbereitung zum Notfallsanitäter. Die Prüfung ist vorgeschrieben für jeden, der diesen Beruf ergreifen will, auch wenn er z.B. als Rettungsassistent über langjährige Berufserfahrung verfügt. Dies ist sinnvoll und wichtig, denn das NotSanG sieht als Ausbildungsziele insbesondere auch das eigenverantwortliche Durchführen medizinischer Maßnahmen der Erstversorgung bei Notfallpatienten vor (§ 4 Absatz 2 Nr. 1 c NotSanG). Zudem wird das eigenständige Durchführen von heilkundlichen Maßnahmen im Rahmen der Mitwirkung erwartet, die z.B. von einem Ärztlichen Leiter Rettungsdienst standardmäßig vorgegeben, überprüft und verantwortet werden (§ 4 Absatz 2 Nr. 2 c NotSanG). Dies erweitert die Handlungsmöglichkeiten der Notfallsanitäter gegenüber den Rettungsassistenten – erfordert aber auch ein hohes Verantwortungsbewusstsein und einen hohen Wissensstand. Es ist davon auszugehen, dass entsprechend der erweiterten Ausbildung des Notfallsanitäters die Garantenstellung gegenüber dem Notfallpatienten umfassender definiert wird. Der Notfallsanitäter ist nicht nur zur Hilfeleistung, sondern zur Anwendung auch „invasiver Maßnahmen“ im Rahmen der Hilfeleistung verpflichtet.

Nehmen Sie also dieses Buch, aber auch Angebote zum praktischen Training zu Hilfe, um Ihre Ausbildung zum Notfallsanitäter erfolgreich abzuschließen. Unsere Notfallpatienten brauchen exzellent ausgebildete Notfallsanitäter und Notärzte, die, mal alleine und häufig im Team, rund um die Uhr die bestmögliche Behandlung realisieren.

Viel Erfolg!

Ihr Matthias Fischer

Prof. Dr. med. Matthias Fischer

Vorsitzender der agswn

Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Operative Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie

ALB FILS KLINIKEN GmbH

Klinik am Eichert, Göppingen

Vorwort

Der Rettungsdienst in Deutschland wird zu Recht als einer der besten der Welt bezeichnet. Das duale System aus Notärzten und Rettungsdienstfachpersonal hat sich bewährt und zeichnet sich durch eine hohe Ergebnisqualität aus. Mit dem neuen Berufsbild des Notfallsanitäters steigt die Qualifikation weiter an. In einer nunmehr 3 Jahre dauernden Ausbildung werden die künftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf ihren Beruf vorbereitet. Die Aufgaben des Rettungsdienstes sind vielfältig. Von lebensbedrohlichen Notfällen bis hin zu einfachen Hilfeleistungen reicht das Aufgabenfeld. Innerhalb der Berufsausbildung werden die Themen aus unterschiedlicher Sicht, sogenannten Lernfeldern, behandelt. Ziel ist hierbei eine umfassende und moderne Berufsausbildung.

Das vorliegende Buch nimmt diese Aspekte sowohl vom Inhalt als auch von der didaktischen Betrachtung her auf. In 1000 Fragen erhalten angehende Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter eine umfassende Vorbereitung auf die staatliche Prüfung. Aber auch für Kollegen, die sich im Beruf fort- und weiterbilden möchten, ist es geeignet. Abgeschlossene Fälle werden aus unterschiedlichen Betrachtungswinkeln zusammenhängend beschrieben und umfassend erläutert. Bewusst wurde dieses Buch unter Beteiligung zahlreicher Experten interdisziplinär geschrieben. Notfallmediziner, Rettungsdienstfachpersonal, Lehrkräfte, Juristen und andere Experten haben ihre Erfahrungen in diesem Buch zusammengefasst. Auf den Praxisbezug wurde hierbei besonders geachtet. Die Einbindung aktueller internationaler Empfehlungen, wie z.B. der gerade veröffentlichten Guidelines zur Wiederbelebung, garantiert Wissen auf einem hohen Niveau. Dieses Werk kann und soll jedoch nicht die einschlägigen Lehrbücher ersetzen. Es ist eine Ergänzung, eine Prüfungsvorbereitung oder ein Fortbildungsinstrument.

Herausgeber und Autoren haben dieses Buch im besonderen Maße auf die Bedürfnisse seiner Leser zugeschnitten. Dieses Buch lebt von der Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Wir laden daher unsere Leserinnen und Leser ein, uns konstruktive Kritik zukommen zu lassen, die für spätere Auflagen dieses Buches genutzt werden kann.

Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Lektüre dieses Buches!

Kiel und Münster im Februar 2016

Priv.-Doz. Dr. med. Jan-Thorsten Gräsner, FERC

[email protected]

Dr. med. Jan Wnent, MDM

[email protected]

Johannes Löcker

[email protected]

Inhaltsverzeichnis

Geleitwort zur Notfallsanitäterausbildung

Vorwort

1 Kardiale Notfälle

1.1 Akutes Koronarsyndrom

1.2 Tachykarde Herzrhythmusstörung

1.3 Bradykarde Herzrhythmusstörung

1.4 Myokarditis / Perikarditis

1.5 Das Kunstherz

1.6 Dekompensierte Herzinsuffizienz und Lungenödem

2 Leitsymptom thorakaler Schmerz

2.1 Lungenembolie

2.2 Interkostalneuralgie / Brustwandsyndrom

2.2.1 Literatur

2.3 Spontanpneumothorax

2.3.1 Literatur

3 Respiratorische Notfälle

3.1 Chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD)

3.2 Asthma bronchiale

3.3 Pneumonie

3.4 Rauchgasintoxikation

4 Gastrointestinale Notfälle

4.1 Gastrointestinale Blutung

4.2 Koliken

4.3 Gastroenteritis

4.4 Akutes Abdomen

5 Stoffwechselstörungen

5.1 Hypoglykämie

5.2 Hyperthyreose

5.3 Hyperglykämie

6 Versorgung geriatrischer Patienten

6.1 Allgemeine Geriatrie

6.2 Geriatrische Notfalltrias

6.3 DNR-Anordnung („do-not-resuscitate“)

6.4 Palliativversorgung

7 Schädel-Hirn- und Wirbelsäulen-Trauma

7.1 Isoliertes Schädel-Hirn-Trauma

7.2 Isoliertes Wirbelsäulentrauma

8 Thorax- und Abdominaltrauma

8.1 Rippenserienfraktur

8.2 Stumpfes Bauchtrauma

8.3 Perforierendes Abdominaltrauma

8.4 Schuss- und Stichverletzungen

9 Extremitäten- und Beckentrauma

9.1 Dislozierte Extremitätenfraktur

9.2 Oberschenkelhalsfraktur

9.3 Beckentrauma

9.4 Kindliches Trauma

9.5 Extremitätentrauma

10 Polytrauma

10.1 Schädel-Hirn-, Thorax- und Abdominaltrauma

10.1.1 Literatur

10.2 Sturz aus großer Höhe

11 Leitsymptom Schock

11.1 Volumenmangel

11.2 Sepsis

11.3 Anaphylaxie

11.3.1 Literatur

11.4 Neurogener Schock

11.5 Kardiogener Schock

12 Thermische Schäden

12.1 Hypothermie

12.1.1 Weiterführende Literatur

12.2 Verbrennungen an Thorax und Gesicht

12.3 Hochspannungs-Verletzungen

12.4 Verbrennungen und CO-Intoxikation

13 (Beinahe-)Ertrinken / Tauchunfälle

13.1 Badeunfall eines Kindes

13.2 Tauchunfall und Dekompressionskrankheit

13.2.1 Weiterführende Literatur

13.3 Wasserunfall

13.3.1 Weiterführende Literatur

14 Intoxikationen und Drogennotfälle

14.1 Opiate

14.2 Designerdrogen

14.3 Benzodiazepine

14.4 Kohlenstoffdioxid (CO2)

15 Neurologische Notfälle

15.1 Schlaganfall

15.2 Status epilepticus

15.3 Intrazerebrale und Subarachnoidalblutung

15.4 Meningitis

15.5 Spinaler Schock

16 Psychiatrische Notfälle

16.1 Suizidversuch

16.2 Psychose

16.3 Borderline-Syndrom

16.4 Psychiatrischer Notfall

17 Psychosoziale Notfälle / Krisenintervention

17.1 Interkulturelle Kompetenz

17.2 Psychischer Ausnahmezustand

18 HNO-, Mund-Kiefer-Gaumen- und Augennotfälle

18.1 Tonsillektomie-Nachblutung

18.1.1 Literatur

18.2 Kieferfrakturen

18.3 Perforierende Augenverletzung

18.4 Epistaxis

18.4.1 Literatur

18.5 Verätzung der Augen

19 Urologische Notfälle

19.1 Harnverhalt

19.1.1 Literatur

19.2 Hodentorsion / Akutes Skrotum

19.2.1 Literatur

20 Terminale Niereninsuffizienz

20.1 Notfälle bei terminaler Niereninsuffizienz

21 Geburtshilfliche und gynäkologische Notfälle

21.1 Präklinische Geburt

21.2 Schwangerschaftskomplikationen

21.3 Blutung während der Schwangerschaft

21.4 Akutes Abdomen in der Gynäkologie

21.4.1 Literatur

22 Pädiatrische Notfälle

22.1 Neugeborenen-Erstversorgung und Reanimation

22.2 Kindlicher Krampfanfall

22.3 Atemnot beim Kind

22.4 Fremdkörperaspiration beim Kind

22.5 Kinderreanimation

22.6 Analgesie beim Kind

23 Intensivtransport

23.1 Infektionspatient

23.2 Intensivtransport unter ECMO

24 Rettungsdienst, Berufsbild Notfallsanitäter und Gesellschaft

24.1 Rettungsdienstpersonal und –mittel / Einrichtungen des Rettungsdienstes

24.2 Das deutsche Gesundheitssystem / Ethik der Notfallmedizin

25 Reanimation

25.1 Kammerflimmern

25.2 Asystolie

25.3 Pulslose elektrische Aktivität (PEA)

25.4 Besonderheiten der Reanimation Erwachsener

25.5 Profi als Privatperson

26 Besonderheiten der Luftrettung

26.1 Einsatzplanung und Logistik

27 Einsatztaktik beim MANV bzw. akut Erkrankten

27.1 Verkehrsunfall mit 20 Patienten

27.2 Brand im Altenpflegeheim

27.3 Taktische Entscheidungen mit System

28 Hygiene im Rettungsdienst

28.1 Hygienemaßnahmen beim Verdacht auf Meningitis und bei fraglicher Kontagiosität des Patienten

28.2 Hygienemaßnahmen in Flüchtlingsunterkünften

29 Krankenpflege und Krankenbeobachtung

29.1 Einführung in die pflegerische Grundversorgung

29.1.1 Literatur

30 Rechtsfragen

30.1 Recht im Rettungsdienst

31 Besondere Einsätze

31.1 Thyreotoxische Krise

31.2 Sonderfälle

31.2.1 Weiterführende Literatur

32 Algorithmen zur Notfallversorgung des DRK-Instituts für Bildung und Kommunikation

Anschriften

Impressum

1 Kardiale Notfälle

1.1 Akutes Koronarsyndrom

Hendrik Bonnemeier, Sebastian Wolfrum

Sie werden zu einem 62-jährigen Mann gerufen. Nachdem die Ehefrau den aschfahlen und schweißnassen Patienten in seinem Arbeitszimmer vorfand, rief sie umgehend die Leitstelle an. Seit dem Nachmittag leidet er unter einer zunehmenden Enge im Brustkorb, die sich seit einer halben Stunde zu einem starken und dumpfen Brustschmerz verstärkt hat. Die Frau lässt die RTW-Besatzung in die Wohnung ein. Der Patient sitzt in seinem Arbeitssessel und gibt stärkste thorakale Schmerzen an, die in den linken Arm und den Unterkiefer ausstrahlen. Er hat Todesangst, ist kurzatmig und klagt über Übelkeit. Laut Ehefrau sei der Patient bislang immer gesund gewesen – allenfalls habe er laut seines Hausarztes einen leichten Bluthochdruck. Sein älterer Bruder sei vor 4 Jahren aufgrund eines Herzinfarkts in der Klinik behandelt worden. Auf dem Arbeitstisch stehen eine Zigarettendrehmaschine und ein großer Beutel Tabak. Die initiale Sauerstoffsättigung unter Raumluft beträgt 95% und der Blutdruck liegt bei 170/95mmHg.

Frage 1 - Check Notfall- / Gefahrensituation

Der Patient präsentiert sich mit dem Leitsymptom akutes Koronarsyndrom (ACS). Welches sind Ihre initialen Maßnahmen?

sofortiges Nachfordern des Notarztes bei Verdacht auf ein ACS

Oberkörperhochlagerung und beruhigender Zuspruch

Vorgehen nach dem ABCDE-Schema inkl. Dokumentation der Vitalparameter sowie Anlegen der EKG-Elektroden für kontinuierliches Monitoring und Schreiben eines 12-Kanal-EKGs, Pulsoxymetrie sowie ggf. automatische und wiederholte nicht invasive Blutdruckmessung.

Applikation von Sauerstoff (Start 2l/min via Nasenbrille)

bei systolischen Blutdruckwerten >100mmHg ggf. 1–2 Hübe Nitroglyzerinspray (entspricht 0,4–0,8mg)

Hier kommen SOP 1–4 ( ▶ Abb. 32.1, ▶ Abb. 32.2, ▶ Abb. 32.3, ▶ Abb. 32.4), 24e ( ▶ Abb. 32.25) und 30 ( ▶ Abb. 32.29) zum Einsatz.

Die beschriebenen Symptome (linksthorakale Schmerzen / Vernichtungsschmerz mit Ausstrahlung in den linken Arm, Kaltschweißigkeit, Dyspnoe, Übelkeit) sind typisch für das ACS.

Als ACS fasst man ein Spektrum von Erkrankungen zusammen, die durch einen vollständigen Verschluss oder ein Verengen der Herzkranzgefäße hervorgerufen werden.

Bei der Arbeitsdiagnose ACS ist grundsätzlich von einer lebensbedrohlichen Erkrankung auszugehen und entsprechend muss obligat ein Notarzt hinzugezogen werden. Ferner ist ein kontinuierliches EKG-Monitoring nötig, da das Risiko von gefährlichen Herzrhythmusstörungen in dieser Situation stark erhöht ist.

Präklinisch lässt sich das ACS einteilen in eines mit und eines ohne ST-Strecken-Hebungen. Diese Unterscheidung ist für die weitere Verbringung und die weitere Therapie des Patienten entscheidend und beruht allein auf der Analyse des 12-Kanal-EKGs.

Frage 2 - Ablaufstrukturen / Algorithmen / Einsatzkonzepte

Warum ist ein 12-Kanal-EKG bei Patienten mit einem ACS essenziell?

Das ACS wird präklinisch durch ein 12-Kanal-EKG differenziert.

Patienten mit einem ST-Strecken-Hebungs-Infarkt (STEMI) sollen umgehend in ein Krankenhaus mit der Möglichkeit einer sofortigen Herzkatheterdiagnostik und -therapie (perkutane Koronarintervention; PCI) gebracht werden. Dies gilt auch für Patienten mit einem neu aufgetretenen Linksschenkelblock. Kreislaufstabile Patienten ohne ST-Strecken-Hebungen oder mit unspezifischen EKG-Veränderungen sind in eine Notaufnahme, eine Chest Pain Unit oder eine Intensivstation eines Akutkrankenhauses zu bringen. Bei diesen Patienten steht im Verlauf i.d.R. ebenfalls eine Herzkatheteruntersuchung an.

Frage 3 - Ablaufstrukturen / Algorithmen / Einsatzkonzepte

Wohin und unter welchen Bedingungen soll der Patient transportiert werden?

Jeder Patient mit einem ACS ist in Begleitung eines Notarztes, unter kontinuierlichem EKG-Monitoring, kontinuierlicher Sauerstoffapplikation und mit Sonderrechten in das nächste Krankenhaus mit der Möglichkeit einer zeitnahen Herzkatheteruntersuchung zu bringen – getreu dem Motto: „time is muscle“. ( ▶ Abb. 1.1, ▶ Abb. 1.2)

STEMI der Vorderwand.

Abb. 1.1 Frühstadium eines ST-Strecken-Elevations-Myokardinfarkts (STEMI) der Vorderwand. Typische ST-Strecken-Hebungen in den Ableitungen I, II, aVL, V1–V6, zudem R-Verlust über den Vorderwandableitungen (V1–V6) sowie deutlich überhöhte T-Wellen (sog. Erstickungs-T).

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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