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Das pädagogische Konzept Offene Arbeit für Kindertagesstätten entstand in Cuxhaven Mitte der 80er Jahre. Bis heute ist es in der Fachdiskussion virulent, allerdings gibt es inzwischen sehr viele unterschiedliche praktische Ausprägungen. Daher schien es an der Zeit, das Konzept für Cuxhavener Kindertagesstätten neu zu beschreiben, um deutlich zu machen wie es hier definiert wird, was der theoretische Hintergrund dafür ist und wie in Zukunft eine systematische Reflexion stattfinden kann.
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Seitenzahl: 35
Veröffentlichungsjahr: 2021
Ev.-luth. Kindertagesstättenverband:
Emmaus: Dagmar Hahl
Gnadenkirche: Birgit Lüders, Petra Küster-Trautmann
Kreuzkirche: Silke Karallus
Lummerland: Torsten Sander
Martinskirche: Britta Buthmann
Neu-Lummerland: Cornelia Uppendahl. Sabine Meier
St. Abundus: Regina Sylvester, Lisa Kowalski
St. Gertrud Döse: Oliver Kampf, Jill Hughes
St. Gertrud Duhnen: Claudia Stark, Julia Rieke
St. Nicolai: Claudia Schuhmacher, Birgit Ihlemann
St. Petri: Christine Lukesch, Manuela Seuffert
Katholische Kirche Cuxhaven:
St. Marien: Christiane Zimmermann, Insa Leiser
St. Willehad: Katharina Witte, Thea Mauer, Frank Düttmann
12 Apostel: Manuela Pöhlmann
Paritätischer Cuxhaven:
Andrea Blohm
Prozessleitung:
Dr. Eva Berns
Organisation:
Ilka Hakenbeck, Andrea Niehaus
Konzepterstellung:
Andrea Niehaus
Redaktionsgruppe:
Birgit Lüders
Andrea Niehaus
Claudia Starck
Christiane Zimmermann
Cuxhaven, April 2020
Vorwort
1.
Einleitung
2.
Wissenschaftstheoretische Grundannahmen
Exkurs: Lernen
3.
Inklusion
4.
Partizipation
5.
Bindung und Beziehung
Exkurs: Dialog
6.
Die Rolle der Leitung
7.
Die Rolle der Fachkraft
Exkurs: Responsivität
8.
Das Team
9.
Räume
10.
Struktur
Exkurs: Spiel
11.
Indikatoren
Glossar
Literaturverzeichnis
Anhang
Prüfbögen zu den Indikatoren
Inklusion
Partizipation
Beziehung und Bindung
Rolle der Leitung
Rolle der Fachkraft
Team
Struktur
Blankovorlage
Das Konzept Offene Arbeit entstand in Cuxhaven Mitte der 80er Jahre.
Die Unzufriedenheit vieler ErzieherInnen über Rahmenbedingungen und Befürchtungen, den wachsenden Anforderungen nicht mehr gerecht zu werden („pädagogischer Zehnkampf“), sowie die regionale Besonderheit, dass der Sonderkindergarten der Lebenshilfe immer weniger Kinder hatte, mündete in dem gemeinsamen Modellprojekt der gemeinsamen Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderung. Wissenschaftlich begleitet durch die Universität Oldenburg (Axel Jan Wieland).
Die neugewonnenen Erkenntnisse über ein Menschenbild, sowie Lernen und Entwicklung aus sozial- konstruktivistischer Sicht und der Integrations – bzw. Inklusionsgedanke führten zu der Frage, wie können wir in den Cuxhavener Kindertagesstätten für alle Kinder gute Entwicklungsbedingungen schaffen und die Arbeitszufriedenheit der ErzieherInnen erhöhen.
Daraus entstand schließlich ein Praxiskonzept auf der Grundlage einer Haltung, die davon ausgeht, dass nur in veränder - und erweiterbaren Strukturen Möglichkeiten für Entwicklung, Bildung und Lernen geschaffen werden können.
Dies soll in unterschiedlichsten Sozial -und Aktivitätsformen mit entsprechend angepassten und ausgewählten Methoden geschehen.
Auch räumliche Veränderungen waren eine Konsequenz. Im Hinblick auf die Erweiterung von Möglichkeiten, wurde schnell deutlich, dass die Gruppenräume mit ihren verschiedenen „Funktionsecken“ nicht ausreichend waren. Es entstanden sogenannte Funktionsräume, also nur noch eine “Funktion“ für einen Raum.
Inzwischen haben sich viele Rahmenbedingungen geändert und das Konzept muss neu angepasst werden. Dabei bleibt ein Merkmal der offenen Arbeit bestehen. Jede Kindertagesstätte hat eine individuelle Ausprägung des Konzeptes entwickelt. Bei aller Gleichheit bleibt Verschiedenheit.
Bis heute ist das Konzept, insbesondere durch die konsequent praktizierte gemeinsame Erziehung, in der pädagogischen Fachdiskussion virulent und als Fortbildungsthema nachgefragt.
Allerdings gibt es inzwischen sehr viele unterschiedliche praktische Ausprägungen von offener Arbeit. Daher schien es an der Zeit, das Konzept für Cuxhavener Kindertagesstätten neu zu beschreiben, um deutlich zu machen wie es hier definiert wird, was der theoretische Hintergrund dafür ist und wie in Zukunft eine systematische Reflexion stattfinden kann.
Andrea Niehaus im April 2020
Jedes Kind in seiner Entwicklung bestmöglich zu begleiten, ist das oberste Ziel aller pädagogischer Arbeit in Kindertagesstätten. Aus diesem Grund werden Konzepte, wie das der ‚Offenen Arbeit‘, immer wieder auf ihre fachlich pädagogische Tauglichkeit hin geprüft. Daher entschieden sich die Leiterinnen und Leiter der Cuxhavener Kindertagesstätten des Ev.-luth. Kindertagesstättenverbandes, der katholischen Kirche und des Paritätischen zur kritischen Überprüfung ihrer konzeptionellen und praktischen Arbeit. Dieser Prozess wurde durch Dr. Eva Berns moderiert und inhaltlich gestaltet. Verantwortlich für die Organisation und die abschließende Übertragung der Ergebnisse in eine verschriftlichte Form waren die pädagogische Geschäftsführung des Ev.-luth. Kindertagesstättenverbandes, Ilka Hakenbeck und die Fachberatung Andrea Niehaus.
Begonnen wurde mit einer ersten Bestandsaufnahme. Es folgte ein gemeinsamer Qualitätsmanagementprozess und die damit verbundene Überarbeitung des Konzeptes Offene Arbeit in Kindertagesstätten. Eine Verständigung auf grundlegende Aussagen, deren Verschriftlichung und ihre praktische Anwendung in den Kindertagesstätten waren und sind gesetzte Prozessziele.
