Opa Kurt´s Gedichte und Geschichten -  - E-Book

Opa Kurt´s Gedichte und Geschichten E-Book

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Beschreibung

Opa Kurt ist Kurt Schönborn aus Schönenberg-Kübelberg, Ortsteil Sand. Er feierte im Jahre 2015 seinen 91. Geburtstag. Dies gab den Anlass, seine selbst verfassten Gedichte und Geschichten in einem Buch zu veröffentlichen. Das war ein lange gehegter Wunsch und Traum. Dieser geht nun in Erfüllung. Seine Gedichte und Geschichte geben einen lebendigen und bunten Einblick in die Lebensweise der Menschen in der Westpfalz. Viel Gefühl, Bilder einer aufmerksamen Beobachtung und eine etwas eigenwillige Sprache machen das Besondere dieser Texte aus.

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Seitenzahl: 109

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Inhalt

Leben auf dem Lande

Glaube – Liebe - Hoffnung

Lebensweisheiten I

Vergängliches

Pflanzen und Tiere

Lebensweisheiten II

Essen und Trinken

Meine Heimat – mein Sand

Von den Jahreszeiten

Lebensweisheiten III

Leben auf dem Lande

Heut ist Samstag ich bin gar nicht froh

Unser FCK der hat schon wieder verlor

Vor jedem Spiel wissen ‘se wie sie gewinne

Und nach her tun sie kein Tor rein bringe

Jedes Jahr könnten se Meister werre

Doch mit so vielen Spielersperren

Suchen se immer einen anderen Grund

Waren es die Stürmer oder war der Tormann schuld

De Trainer läuft dann hin und her

Die Fans die schreien umso mehr

De ganze Betze kocht wie in einer Küsch

Die Fahne tun sie schwinge aber es läuft doch nichts

Iss es Spiel verlor und endlich aus

Wird diskutiert bisse all sind zu Haus

Am Schluss sind sie sich einig sie wisse de Grund

De Schiedsrichter war an allem werre Schuld

Heut ist wieder ein schöner Tag

Auf dem Betze ist wieder alles klar

Sie hann gewunne gegen die Münchner Bayern

Do sieht man doch wie gut sie bald werre

Die Lederhosen hans ne ausgezoh

Alles schreit schun werre Tor Tor Tor

De Schiedsrichter pfeift es war alles klar

Er zeigt einem Bayern Star die gelbe Kart

Die zweite Halbzeit beginnt wie die erste

Die Bayern können nur mit fauls sich wehre

Ein Freistoß von links de Ball kommt gefloh

Alles springt hoch, Tor Tor Tor

Auf de Bayer Bank wird geschrien ganz laut

De Schiedsrichter hat uns die Punkte geklaut

De Bayer Trainer muss auf die Tribün

So sind die Lederhosen die lernen es nie

Silbern glänzt der Morgentau

In dem hellen Sonnenscheine

So als ob in der langen Nacht

Alle Blumen würden weinen

Noch schließen sie die Augen zu

Warten auf die warme Sonne

Und öffnen dann ihr buntes Kleid

Und strahlen voller Wonne

Die einen groß die anderen klein

Alle stehen eng beisammen

Und wiegen sich im leichten Wind

Und tun sich gut

Sie erzählen sich und haben Angst

Vor einem großen Vogel,

Der große, lange Beine hat

Und tut die kleinen Frösche holen

In Quirnbach auf dem Ferkelmarkt

Da ging auch Bauer Kunze,

von weitem hörte er den Krach

und hört die Ferkel grunzen.

Auf jedem Stand da blieb er stehen

Und fragte nach den Preisen,

und trank ein viertel Wein dazu

er war ja nicht in Eile.

Der Ferkelmarkt der fand sein End

Bauer Kunze konnte nur noch lallen,

er schwankte von dem Markt nach Haus

und schlief im Schweinestalle.

Am Morgen als die Bauernmarkt

Das Ferkel wollte füttern,

da lag ne fette Sau im Stroh

ich muss die Bäuerin wecken.

Sie liefen beide zum Stall hinaus

Das war ja Bauer Kunze!

Er war mit frischem Stroh bedeckt

„Ich hörte ihn doch grunzen“.

„Wie konntest du den Bauern verwechseln

Mit einer fetten Sau?“

„Er war ja fast mit Stroh bedeckt,

nur‘s Schwänzchen hing heraus!“.

Ich träumte von einem Regenbogen

Ich saß da mitten oben drauf

Ich musste mich doch wirklich wundern

Wie kam ich da denn bloß hinauf

Er leuchtete in allen Farben

Rosarot und himmelblau

Die Sonne fing laut an zu lachen

Doch ich fand mich so gar nicht schlau

Ich hielt mich an dem Bogen fest

Mir wurde es Bange und so schlecht

Wie komme ich da bloß wieder runter

Zum Glück da wachte ich dann auf

Oh du schöner Sommermorgen

Möchte dich ganz herzlich grüßen

Es stehen Blumen überall

Auf Feldern und auf Wiesen

Ich breite meine Arme aus

Als wollt ich dich umschließen

Und atme ein den süßen Duft

Von all den tausend Blüten

Es ruht der Wind kein Lüftchen weht

Ganz still stehen Strauch und Bäume

Als ob sie nach der langen Nacht

Noch schlafen und noch träumen

Die Sonne scheint die Erde wird warm

Spüre sie in meinem Herzen

Ich wandere froh am Bach entlang

Vergesse Leid und Schmerzen

Ach ist heut ein schönes Wetter

Sonntag ist es noch dazu

Ich geh spazieren bei dem Wetter

Trage meine neuen Schuh

Weiche aus bei jeder Pfütze

Gestern war noch alles nass

Damit kein Dreck kommt an die Schuhe

Denn das machte mir kein Spaß

Alle Leute schauten runter

Sahen meine neuen Schuh

Ich ging stolz nur meines Weges

Doch drückten mich die neuen Schuh

Zu Hause konnt

ich kaum noch laufen

Zog die neuen Schuhe aus

Warf sie voll Wut in eine Ecke

Und ging für heute nicht mehr hinaus

Wenn das Abendrot sich am Himmel zeigt

legt sich ein langer Tag zur Ruh,

dunkele Wolkenfelder bringen die Nacht herbei

als schließe man den Himmel zu.

Selten war nur noch ein heller Stern zu sehen

andere tauchten nur schemenhaft auf,

doch der gute Mond er kam ganz groß heraus

spielte mit den Wolken Katz und Maus.

Einmal versteckte er sich hinter einer Wolkenbank

und spitzte an einer anderen Seite wieder heraus,

so ging's die ganze Nacht und sein Mondgesicht

warf Licht und Schatten auf das Land.

Der Wind der wehte schlicht trieb die Wolken mit

summte leise in einem Ton,

als wollte er singen das so alte Lied

vom Lieben und vom guten Mond.

Oft steh ich an der Gartentür

Weiß nicht was soll ich tun

Soll ich graben nun das Gartenland

Oder soll ich lieber ruhn

Mein Hund der schaut mich auch blöd an

Macht dreimal wau wau wau

Er ist so faul genau wie ich

Drum ruhen wir uns aus

Vom Baum da fällt ein Apfel runter

Ganz dicht an meinem Bauch

Er ist schön rot und gelb gestreift

Doch leider auch halb faul

Ich werf ihn fort soweit ich kann

Mein Hund rennt hinter her

Und bringt den faulen Apfel dann

Zu mir dann wieder her

Wie schön es doch in einem Walde sein kann

Er spendet dir Schatten auch an den heißesten Tagen

Wie tausend Fächer breiten seine Kronen sich aus

Sein würziger Blick erfüllt dein inneres Behagen.

Ein Sonnenstrahl durchbricht ab und zu

Die Kühle und Schatten der Bäume

Doch Laub und Moos vom vorigen Jahr

Erhalten ihre seichte Feuchte.

Auch jede kleinste Vogelart

Die außer Wald kaum noch zu erblicken

Die hüpfen durch das feuchte Gras

Als seien es kleine Mücken.

Manchmal hört man in den Wipfeln der Bäume

Ein kleines Lüftchen sich regen

Und die Stämme im oberen Kronenbereich

Ist ein lautes Knarren zu hören.

An manchen Stellen im Waldbereich

Trifft man oft auf eine Wasserquelle

Das kühle Nass ist klar und rein

Ein Labsal an dieser Stelle.

So findest du im Wald nicht nur Stille und Ruhe

Du spürst der Wald ist voller Leben

Und man möchte bleiben so lange man kann

Zu diesem Schauspiel gehören.

So habe ich mir geschworen so lange ich kann

Dieses schöne Fleckchen Erde zu besuchen

Und schreibe diese Verse für all diejenigen auf

Den Wald als treuer Freund zu benutzen

Es ruht der Wald es ruht das Feld

Still steht der Mond am Himmelszelt

Kein Lüftchen weht kein Vogel singt

Es schläft der Mensch es schläft das Kind

Nur in der Stube tickt die Uhr

Und Hund und Katze hören zu

Sogar der Hahn sitzt bei den Hennen

Jede kann er in der Nacht erkennen

Kühe und Pferde liegen müde im Stall

Von der Tagearbeit im Feld und im Wald

Die Schweine grunzen den ganzen Tag

Auch die brauchen jetzt ihren guten Schlaf

Doch wenn am Morgen die Sonne lacht

Werden Mensch und Tiere wach

Und auf dem Hof beginnt ein Treiben

Jeder versucht sich zu beeilen

Der Hahn als erster auf dem Mist

Kräht dass es wieder Morgen ist

Die Glocke vom Kirchturm fängt an zu läuten

So vergeht ein Tag bei Bauersleuten

Mir fehlt ein Knöpfchen an meinem besten Hemd

Schon vorige Woche hat es bloß noch an

Einem Faden gehängt

Doch heute am Sonntag zieh ich mein Hemd frisch an

Da ist mein Knöpfchen nicht mehr dran

Was soll ich bloß mit meinem Hemd jetzt machen

Ohne Knöpfchen kann ich es doch nicht zu machen

Ich holte mir eine Dose mit Knöpfchen herbei

Aber eines wo dazu passt war keines dabei

Es war so ein schönes Perlmutter Knöpfchen

Ganz weiß war es und schimmerte ein bisschen

Da fiel mir ein im vorigen Jahr

An meinem alten Hemd waren dieselben Knöpfchen dran

Ich ging ins Schlafzimmer an den Kleiderschrank

Habe ihn durchwühlt bis ich das alte Hemd fand

Zum Glück waren da noch alte Knöpfchen dran

Ich setzte mich hin und nähte mir eins an

Am nächsten Tag kam mein Hemd in die Wäsche

Da sagt meine Frau was hast du gestern so gegrische

Da schau dein bestes Hemd mal an

Alle Knöpfchen sind ja noch dran

Ich blieb ganz ruhig mir fehlten alle Worte

jetzt noch was sagen dass ich doch Recht hatte

Ich gab klein bei sagte mein lieber Schatz

Es kommt doch mal vor dass ich mich versehen hab

Das tägliche Rasieren geht mir bald auf den Wecker

Immer mit dem ewigen Schaum-geschlecker

Ich könnte doch auch einen Bart mal tragen

Und auf dem Kopf ganz lange Haare

Eine gute Kleidung brauchte ich dann nicht

Eine speckige Hose passte gut zum Gesicht

Die Leute auf der Straße würden all nach mir gaffen

Was ist denn das für ein komischer Affe

Ein altes Fahrrad könnte ich auch noch drücken

Mantel und Schlauch brauchte ich nicht zu flicken

Im Supermarkt könnte ich zu essen holen

Mein Fahrrad draußen würde nicht gestohlen

Ich wer ein König in meinem eigenen Reich

Ich brauchte nichts zu tun hätte immer Zeit

Auf meinem Fahrrad hätte ich mein ganzes Gehabe

Und könnte wo ich wollte auch immer schlafen

Die frische Luft wäre stehts mein Begleiter

Ich käme ohne Geld und ohne Sorgen weiter

Käme ich doch mal in größerer Not

So würde mir helfen der liebe Gott

Es sitzt ein Mann betagt an Jahren

In seinem Sessel und ruht sich aus

Es quälen ihn die Rheumaschmerzen

Er schaut betrübt zum Fenster naus

Starker Sturm Regen und Hagel

Prasseln herunter und bedecken das Land

Die Bäume können nur mit Mühe

Halten dem bösen Wetter stand

Es ist noch ziemlich früh am Tage

Die Mittagsglocke hört man nicht

Der Sturm hat ihren Klang mit fort getragen

Dunkle Wolken lassen kaum noch Licht

Er sitzt im Sessel war eingeschlafen

Die Standuhr hat ihn wach gemacht

Die Zeitung liegt zerstreut am Boden

Als ob vom Sturm sie dahin gebracht.

Es iss eh Plag in unserem Haus

Überall stehn bei uns die Blume

Uff de Fenschterbänk uff de Mauer entlang

Jedes Plätzchen dut mei Fraa benutze

Ich bin leib seel kee Blumenfeind

Ich siehn se ach gere blühe

Was die aber am Dag für Wasser brauche

Das muss ma erscht eh mol siehn

Im Gade muss ich am Wasser spare

Do schießt mer hoch de Salat

Ich son eich blos es iss eh Schann

Wo do heit wird gespart

Wann die Blume eh mol kee Wasser krieche

Do machen se gleich Schlapp

Ich hann ah oft als Dorscht genung

Aber ich hann kee vollie Flasch

Mei Hund der dutjo oft dran pinkele

Das müsste ja eigendlich reiche

Mei Fraa die jagd ne immer weg

Ich tun ne immer streichele

Es ganze Haus stinkt nach dem Mist

Brumse und Micke tun sich zusammen finden

Und steht eh mol es Fenschter uff

Verscheißen se mer noch de Schinke

Wenn meine Frau ihren Putzfimmel hat

Dann ging ich am liebsten auf die Gass

Daheim da darf ich mich nicht mehr bewegen

Wo ich auch bin ich steh ihr im Wege

Ich komme mich wie ein Fremder vor

Sie meint ich soll mich legen auf mein Ohr

Iss die Küche dann fertig dann darf ich da rein

Obwohl sie noch nass ist das ist einerlei

Das Wohnzimmer hat sie gesaugt und gefegt

Wenn ich genau hin schau kann ich manches noch sehn

So geht der Vormittag so langsam vorbei

Ich bin gespannt was zu Essen gibt heut

Wahrscheinlich gibst das Gewärmte von gestern

Da bin ich jetzt schon satt genauso wie gestern

Oh je wer doch blos die Woch wieder rum

Dass endlich der Sonntag an den Himmel kommt

Da kehren wir nach der Kirche ins Kaffee ein

Da bestell ich mir das Beste was auf der Tafel steht heut

Ich trink ein paar Bierchen sie trinkt einen Wein

Ach Gott kennt nicht jeder Tag ein Sonntag sein

Mei Fraa, die leit im Krankenhaus,

Sie kriegt e neies Knie.

Es alte ' iss ganz abgenutzt,

deshalb laaft se jo ganz schief.

Es anner Knie, das iss noch gut,

was ich kann net verstähn.

Ess ganze Läwe isse doch,

gelaaf uff ihre zwee Bähn.

Sie hat sich jetzt de Mut genomm,

Sie losst sich jetzt das mache.

Ich hann net nee noch jo gesaa,

Es iss jo ihre Sache.

Die Operation iss gut verlaaf,

Sie tut schon werrer lache.

Sie laaft noch mit zwee Krigge rum,

awwer das tut sich a noch mache.

Beim Gewitter musse uff sich achte,

Ihr Knie iss jo jetzt voll mit Eise.

Wie schnell schlat do de Blitz eninn,

Das wär dann großi Scheiße.

Guten Abend guten Morgen

Guten Tag und gute Nacht

Wünschen sich die meisten Leute

Die auf Anstand sind bedacht