Open Education im Kontext der Digitalisierung -  - E-Book

Open Education im Kontext der Digitalisierung E-Book

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Beschreibung

Das vorliegende Themenheft "Open Education im Kontext der Digitalisierung" will insbesondere die Verbindung zwischen Open Education und Digitalisierung herstellen. Dabei wird Open Education nicht auf Open Educational Resources oder das Lernen und Lehren mit digitalen Medien in einem engeren Sinne reduziert, sondern als Praxis und Initiativen in der Hochschulbildung verstanden, die auf die Öffnung der Wege zum und im Studium zielt. Die sechs veröffentlichten Beiträge bieten auf unterschiedlichen Ebenen Anknüpfungspunkte für die Forschung und Praxis.

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Seitenzahl: 139

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Inhalt

Vorwort

Editorial: Open Education im Kontext der Digitalisierung

Olaf Zawacki-Richter, Marco Kalz

Exploring OER Awareness and Engagement of Academics from a Global South Perspective – a Case Study from Ghana

Frank Senyo Loglo, Olaf Zawacki-Richter

Open Education Austria – ein Modell für die Integration von OERs in die österreichischen Hochschulen

Sylvia Lingo, Paolo Budroni, Raman Ganguly, Charlotte Zwiauer

Innovation through distance: The foundation of a satellite campus and its implication on teaching activities in a STEM subject

Thomas Baumgartner

Digitale Transformation in Hochschulen: auf dem Weg zu offenen Ökosystemen

Sabine Seufert, Josef Guggemos, Luca Moser

Openness als Prinzip von Organisationsentwicklung. Werkbericht zu partizipationsorientierten Dialogformaten im Projekt OERlabs

Christian Helbig, Bence Lukács

Flip the Seminar – Digitale Vorbereitung auf Praxisphasen im Lehramt

Fabian Schumacher, Claudia Mertens, Melanie Basten

Vorwort

Als wissenschaftliches Publikationsorgan des Vereins Forum Neue Medien in der Lehre Austria kommt der Zeitschrift für Hochschulentwicklung besondere Bedeutung zu. Zum einen, weil sie aktuelle Themen der Hochschulentwicklung in den Bereichen Studien und Lehre aufgreift und somit als deutschsprachige, vor allem aber auch österreichische Plattform zum Austausch für Wissenschafter/innen, Praktiker/innen, Hochschulentwickler/innen und Hochschuldidaktiker/innen dient. Zum anderen, weil die ZFHE als Open-Access-Zeitschrift konzipiert und daher für alle Interessierten als elektronische Publikation frei und kostenlos verfügbar ist.

Es werden ca. 8.700 Artikel pro Monat geladen. Das zeigt die hohe Beliebtheit und Qualität der Zeitschrift sowie auch die große Reichweite im deutschsprachigen Raum. Gleichzeitig hat sich die Zeitschrift mittlerweile einen fixen Platz unter den hundert besten deutschsprachigen Wissenschaftspublikationen laut Google Scholar Metrics gesichert.

Dieser Erfolg ist einerseits dem international besetzten Editorial Board sowie den wechselnden Herausgeberinnen und Herausgebern zu verdanken, die mit viel Engagement dafür sorgen, dass jährlich mindestens vier Ausgaben erscheinen. Andererseits gewährleistet das österreichische Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft durch seine kontinuierliche Förderung das langfristige Bestehen der Zeitschrift. Im Wissen, dass es die Zeitschrift ohne diese finanzielle Unterstützung nicht gäbe, möchten wir uns dafür besonders herzlich bedanken.

Das vorliegende Themenheft „Open Education im Kontext der Digitalisierung“ will insbesondere die Verbindung zwischen Open Education und Digitalisierung herstellen. Dabei wird Open Education nicht auf Open Educational Resources oder das Lernen und Lehren mit digitalen Medien in einem engeren Sinne reduziert, sondern als Praxis und Initiativen in der Hochschulbildung verstanden, die auf die Öffnung der Wege zum und im Studium zielt. Die sechs veröffentlichten Beiträge bieten auf unterschiedlichen Ebenen Anknüpfungspunkte für die Forschung und Praxis.

Seit der Ausgabe 9/3 ist die ZFHE auch in gedruckter Form erhältlich und beispielsweise über Amazon beziehbar. Als Verein Forum Neue Medien in der Lehre Austria freuen wir uns, das Thema „Hochschulentwicklung“ durch diese gelungene Ergänzung zur elektronischen Publikation noch breiter in der wissenschaftlichen Community verankern zu können.

In diesem Sinn wünschen wir Ihnen viel Freude bei der Lektüre der vorliegenden Ausgabe!

Martin Ebner und Hans-Peter Steinbacher

Präsidenten des Vereins Forum Neue Medien in der Lehre Austria

Olaf ZAWACKI-RICHTER1(Oldenburg) & Marco KALZ (Heidelberg)

Editorial: Open Education im Kontext der Digitalisierung

Mit der enormen Verbreitung digitaler Medien, Tools und Endgeräte hat auch die Open Education (OE) Bewegung in der letzten Dekade an Fahrt aufgenommen (DEIMANN, 2019). Massive Open Online Courses (MOOCs) und Open Educational Resources (OER) sind aktuelle und im Rampenlicht stehende Erscheinungsformen dieser Entwicklung, die jedoch weit zurückreicht zur Idee des „Open Learning“ (vgl. PETER & DEIMANN, 2012). Zugang zu höherer Bildung für nichttraditionelle Zielgruppen zu eröffnen, ist die raison d’être der Open Universities, die schon immer Medien eingesetzt haben, um raum-zeitlich flexible Bildungsangebote zu schaffen (TAIT, 2008; XIAO, 2018).

Das Lernen und Lehren mit digitalen Medien ist nun (nicht nur) an Hochschulen durch die aktuell intensiv geführte Diskussion um die Digitalisierung noch weiter in den Mittelpunkt gerückt. Heute setzen mehr oder weniger alle Hochschulen digitale Medien in der Lehre ein. Einige Hochschulen haben digitale Lehre auch als strategisch relevantes Feld erkannt (GETTO & KERRES, 2017), um ihr Profil mit innovativer Lehre im grundständigen Bereich, als „offene Hochschule“ (z. B. mit Blended-Learning-Angeboten für berufstätige Studierende) oder mit internationalen Online-Studiengängen zu schärfen.

Vor dem Hintergrund dieser dynamischen Entwicklung haben wir uns entschlossen, dieses Heft in der ZFHE zum Thema „Open Education im Kontext der Digitalisierung“ herauszugeben, um insbesondere die Verbindung zwischen OE und Digitalisierung herzustellen. Dabei wird OE nicht auf OER oder das Lernen und Lehren mit digitalen Medien in einem engeren Sinne reduziert, sondern OE ist weiter gefasst. Unter OE verstehen wir eine Praxis und Initiativen in der Hochschulbildung, die auf die Öffnung der Wege zum und im Studium zielt. Der Zugang zum Studium wird durchlässiger über Möglichkeiten des Zugangs auch ohne Abitur und die Anrechnung von hochschulisch und auch außerhochschulisch (formell und informell) erworbenen Kompetenzen und Qualifikationen (vgl. CONRAD, 2011). Digitale Medien werden genutzt, um raum-zeitlich flexible Angebote für Studierende weltweit zu schaffen. Dabei werden frei verfügbare und veränderbare Lernmaterialien, Tools und Systeme genutzt.

Zur Strukturierung der verschiedenen Fragestellungen und Aspekte von OE im Kontext der Digitalisierung ziehen wir ein weit rezipiertes Modell heran, das für das Feld von Open and Distance Learning von ZAWACKI-RICHTER (2009) und ZAWACKI-RICHTER & ANDERSON (2014) entwickelt wurde und drei große Forschungslinien beschreibt:

Die Makro-Ebene oder globale Systemebene, auf der Aspekte ganzer Bildungssysteme, der Internationalisierung und des gleichberechtigten und durchlässigen Zugangs zur Hochschulbildung behandelt werden,

die Meso-Ebene oder institutionelle Ebene des Bildungsmanagements, auf der Fragen der Organisations- und Personalentwicklung, der Angebotsentwicklung, des Innovations- und Qualitätsmanagements und der institutionellen Supportsysteme und Infrastruktur bearbeitet werden und

die Mikro-Ebene des Lernens und Lehrens mit digitalen Medien, die Aspekte des didaktischen Designs, der Adressatenforschung und individueller Lern- und Lehrprozesse betrifft.

Sechs Beiträge konnten für dieses Themenheft ausgewählt werden, die sich wie folgt den drei oben genannten Ebenen zuordnen lassen:

Auf der Makro-Ebene geben Frank Senyo Loglo und Olaf Zawacki-Richter einen Einblick in das Hochschulsystem von Ghana, in dem der Zugang und die Nutzung frei verfügbarer Lern- und Lehrressourcen (OER) eine weitaus größere Bedeutung hat als in Ländern des globalen Nordens. Auf der Grundlage einer Fallstudie an einer großen TU mit mehreren Zweigstellen im ganzen Land werden die Einstellung der Lehrenden zu und deren Nutzung von OER untersucht. Eine wichtige Rolle spielt hier die wahrgenommene Qualität der Lernmaterialien und die Reputation der Institutionen, die die Materialien zur Verfügung stellen.

Der Werkstattbericht von Sylvia Lingo, Paolo Budroni, Raman Ganguly und Charlotte Zwiauer beschreibt das Projekt „Open Education Austria“ (OEA), in dem es ebenfalls um OER geht – hier um die Erstellung, Bereitstellung und Verbreitung von OER in einem Portal für die Hochschulen in Österreich. Die Ergebnisse und Erfahrungen sind wertvoll auch für andere Systeme (etwa in Deutschland), die vor ganz ähnlichen Aufgaben zur Förderung von OER stehen.

Im Beitrag von Thomas Baumgartner, der sich auf der Meso-Ebene befindet, wird die räumliche Erweiterung und Öffnung des akademischen Angebotes einer Hochschule über einen sogenannten „Sattelite Campus“ beschrieben. Diese Innovation stellt die Lehrenden und Mitarbeiter/innen vor Herausforderungen, die über die gezielte Nutzung von digitalen Medien und einen systematischen Innovationsprozess adressiert werden. Der Autor weist darauf hin, dass bei technologiegestützten Bildungsinnovationen in Hochschulen eine Integration von Top-down- und Bottom-up-Prozessen notwendig ist.

Auf der institutionellen Meso-Ebene beschäftigen sich Sabine Seufert, Josef Guggemos und Luca Moser mit der digitalen Transformation der Hochschulen und bringen hier den Ansatz „offener Lernökosysteme“ für eine Organisations- und Hochschulentwicklung im digitalen Wandel ein. Das Ökosystem-Konzept bietet eine ganzheitliche Sichtweise auf die Beteiligung und Selbstorganisation der Akteurinnen und Akteure an Hochschulen, um das „Lernökosystem“ gemeinsam weiter zu entwickeln. Besonders wird hier die Offenheit für eine Verbindung von formalem, non-formalem und informellem Lernen hervorgehoben.

Im Werkstattbericht von Christian Helbig und Bence Lukács werden OERLabs als offenes und dialogorientiertes Format vorgestellt, in dem durch das Ineinandergreifen von offener Kommunikation, Kollaboration und Einsatz von digitalen Medien offene Bildungspraktiken in Hochschulen realisiert werden können. Die Autoren konkludieren, dass Offenheit in der Bildung nicht nur als bildungsphilosophisches Projekt zu verstehen ist, sondern dass darin Prinzipien eingelagert sind, die für die Hochschul- bzw. Organisationsentwicklung eine wichtige Bedeutung haben.

Der Beitrag von Fabian Schumacher, Claudia Mertens und Melanie Basten diskutiert auf der Mikro-Ebene die Öffnung eines konkreten Lehrangebotes über ein Inverted-Classroom-Konzept. Das didaktische Design der Maßnahme und die Nutzung von Prinzipien der Offenheit im Sinne von Open Educational Resources und Open Educational Practices werden vorgestellt. Im Rahmen eines Seminars zum forschungsbasierten Lernen in den Praxisphasen der Lehramtsausbildung werden über ein Experimentaldesign die motivationalen Effekte der Maßnahme untersucht. Die Teilnehmenden der Intervention nehmen dabei eine bessere soziale Eingebundenheit wahr, während andere motivationale Dimensionen keine Unterschiede aufzeigen.

Als Gastherausgeber dieses Themenheftes wünschen wir Ihnen auch im Namen aller beteiligten Autorinnen und Autoren, dass die hier veröffentlichten Arbeiten Anknüpfungspunkte für Ihre Forschung und Praxis bieten und dass sie einen Beitrag zu einer verbindenden Sichtweise von OE und Digitalisierung leisten.

Olaf Zawacki-Richter und Marco Kalz

Oldenburg und Heidelberg, 5. August 2019

4 Literaturverzeichnis

Conrad, D. (2011). The landscape of prior learning assessment: A sampling from a diverse field. International Review of Research in Open and Distance Learning, 12(1), 1-4.

Getto, B. & Kerres, M. (2017). Akteurinnen/Akteure der Digitalisierung im Hochschulsystem: Modernisierung oder Profilierung? Zeitschrift für Hochschulentwicklung, 12(1), 123-142.

Peter, S. & Deimann, M. (2013). On the role of openness in education: A historical reconstruction. Open Praxis, 5(1). https://doi.org/10.5944/openpraxis.5.1.23

Tait, A. (2008). What are open universities for? Open Learning, 23(2), 85-93. https://doi.org/10.1080/02680510802051871

Xiao, J. (2018). On the margins or at the center? Distance education in higher education. Distance Education, 1-16. https://doi.org/10.1080/01587919.2018.1429213

Zawacki-Richter, O. (2009). Research areas in distance education – a Delphi study. International Review of Research in Open and Distance Learning, 10(3), 1-17.

Zawacki-Richter, O. & Anderson, T. (Hrsg.) (2014). Online distance education – towards a research agenda. http://www.aupress.ca/index.php/books/120233

Herausgeber

Prof. Dr. Olaf ZAWACKI-RICHTER || Universität Oldenburg, Centre for Open Education Research (COER) & Centre for Lifelong Learning (C3L) || D-26129 Oldenburg

https://uol.de/coer/

[email protected]

Prof. Dr. Marco KALZ || Pädagogische Hochschule Heidelberg, Institut für Kunst, Musik und Medien || Im Neuenheimer Feld 561, D-69120 Heidelberg

www.marcokalz.de

[email protected]

1 E-Mail: [email protected]

Frank Senyo LOGLO2 & Olaf ZAWACKI-RICHTER (Oldenburg)

Exploring OER Awareness and Engagement of Academics from a Global South Perspective – a Case Study from Ghana

Abstract

This study explored how academics in a Ghanaian university conceptualized and engaged with OER through a qualitative approach (in-depth interviews). “Access” emerged as the most dominant theme in how OER was conceptualized. Academics regarded OER positively; emphasizing its role in reducing the knowledge imbalances between the Global North and Global South and enhancing academic practices. Whilst some quality concerns about OERs were expressed, the reputation of sharing-institutions turned out as a significant factor in determining quality of the materials. Overall, the study revealed a deep-seated culture and practice of (re)use, revise, remix and redistribution of e-resources – akin to open practices, only that, this occurred locally among faculty, and at highly informal levels without the application of relevant open licences due to low awareness. In effect, the existing practices among faculty signal open-readiness.

Keywords

Open Educational Resources, OER awareness, OER engagement, Higher Education, Global South

1 Introduction

Open Educational Resources (OER) have been suggested as a means of delivering access to higher education through the creation and sharing of learning resources (ATKINS, BROWN & HAMMOND, 2007; BEETHAM, FALCONER, MCGILL & LITTLEJOHN, 2012), and also seen as an attempt to correct the imbalances of quality education between the Global North and the Global South (UNESCO, 2015). Unfortunately, however, evidence of the promise of openness, and in particular, OERs to democratize and make education equitable and accessible to all learners around the world is inconclusive (ROLFE, 2017; WELLER, 2014).

Despite the implementation of a number of locally and externally driven OER initiatives within the Global South, BOZKURT, KOSEOGLU & SINGH (2019), KANWAR, BALSUBRAMANIAN, & UMAR (2010), KING, PEGRUM & FORSEY (2018) found the Global South and particularly Sub-Saharan Africa (SSA) to be consumers rather than producers regarding OER scholarship, open educational practice (OEP) and the creation and sharing of learning resources. This generally mirrors the trend in educational technology research (BOND, ZAWACKI-RICHTER & NICOLS, 2019). The underlying issue of inadequate technology infrastructure and low internet bandwidth, which have been longstanding barriers to OER adoption in the Global South, continue to linger (MTEBE & RAISAMO, 2014). This made BUTCHER (2015) advocate for a high percentage of learning resources to be shared as printable resources.

Despite the global and regional efforts towards mainstreaming OER in HEIs, its level of engagement, particularly among faculty members were found to be relatively low in previous studies (REED, 2012; ROLFE, 2012; SAMZUGI & MWINYIMBEGU, 2013). However, in light of recent digitization in HE delivery which has spurred an increase in access to global information, understanding the awareness of, and engagement with OER by faculty becomes essential. Even more so, a clearer picture of OER awareness and engagement among faculty in institutional contexts that are yet to implement any formal OER initiative provides a basis for a nuanced description and a barometer for the extent to which the OER movement permeates H.E in the Global South. Researching into the lived experiences of faculty who are users of digital learning resources -which may possibly include OER- could generate insights into the complex intersection of access, perception and engagement in a context with major structural constraints.

Thus, the study explored the level of OER awareness and the OER engagement levels among faculty members in a Ghanaian University.

In this regard, the following questions emerged and led the investigation of this topic:

What is the shared understanding of the concept of OER among the academic fraternity at Ghana TU?

What are faculty members’ perceptions regarding OER in relation to academic practice?

What are the major OER engagement levels among academics of Ghana TU?

2 Theoretical Considerations

2.1 Open educational resources (OER) and their adoption

A universal construction of the concept of “openness” remains a subject of debate (WILEY, BLISS & McEWEN, 2014; WELLER, JORDAN, DE VRIES & ROLFE, 2018), resulting in varied interpretations in terms of scope (BAKER, 2017) and span of adoption (WELLER, 2014). In ROLFE’s (2017) view, a constant calibration of the definition of “openness” is critical as the activities of the open movement advances and diversifies.

The term “OER” first emerged from a UNESCO forum in 2002 as “the open provision of educational resources, enabled by information and communication technologies for consultation, use and adaptation by a community of users for noncommercial purposes”. Since then, different authors (e.g. ATKINS et al., 2007; GURELL & WILEY, 2008) have offered varying definitions, albeit agreeing largely on key underlying concepts such as licensing and the cost-free nature of the resource to the user.

According to the Hewlett Foundation3, open educational resources include full courses, course materials, modules, textbooks, streaming videos, tests, software, and any other tools, materials, or techniques used to support access to knowledge. In light of the widening scope and evolution of the OER concept, open platforms, systems, and architectures (KOSEOGLU & BOZKURT, 2018) as well as MOOCs (BOGA & MCGREAL, 2014) are regarded as a progressive step in the evolution of OER.

Perhaps, the most widely accepted definition of OER is the one updated in 2015 by UNESCO:

Open Educational Resources (OERs) are any type of educational materials that are in the public domain or introduced with an open license. The nature of these open materials means that anyone can legally and freely copy, use, adapt and re-share them. OERs range from textbooks to curricula, syllabi, lecture notes, assignments, tests, projects, audio, video and animation.4

Despite the growing importance of OER, navigating around its wide-ranging practices remains a challenge (WILEY et al., 2014). WILEY’s (2014) 5Rs of openness – retain, re (use), revise, remix and redistribute – provides the guiding framework around which the use and development of OER revolves. Therefore, a basic knowledge of copyright and licensing permission such as the Creative Commons is fundamental to understanding OER.

Barriers to OER adoption manifest in different and varying contexts. Its importance is emphasized by a recent study (BOZKURT, KOSEOGLU & SINGH, 2019) which found “barriers in OER” emerging as the most prominent theme from a lexical analysis of OER research paper titles and abstracts. According to WILEY et al. (2013), the following themes summarize the barriers to OER use and adoption:

The discovery problem (making OER easier to find)

The sustainability problem (financially self-sustaining),

The quality problem (the pervasive notion that free represents low quality)

The localization problem (improving knowledge to adapt OER to different contexts)

The remix problem (the lack of exercise of revise and remix permissions)

These findings are consistent with PERCY & VAN BELLE (2012) and more recently by SEAMAN & SEAMAN (2018), who cited a lack of awareness and a perceived lack of offering as the cause for the slow but steady growth in the uptake and adoption process of OER.

2.2 OER and higher education