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Beschreibung

Selten und dabei vielschichtig: Orbitaerkrankungen gilt es interdisziplinär zu managen. Erstmals finden Sie alle Themen rund um die Orbita in einem Buch vereint: topografische Anatomie und pathophysiologische Aspekte, Untersuchungstechniken und Bildgebung, Traumatologie, Tumoren, entzündliche Erkrankungen, Fehlbildungen, Zugangswege, rekonstruktive Chirurgie und Komplikationsmanagement.

Verlassen Sie sich auf exzellentes Spezialwissen aus den Fachgebieten HNO, Augenheilkunde, MKG-Chirurgie, Strahlentherapie und Onkologie. Das Autorenteam bringt langjährige Erfahrung als Kursleiter der Hannoverschen Orbitakurse ein.

Jederzeit zugreifen: Der Inhalt des Buches steht Ihnen ohne weitere Kosten digital in der Wissensplattform eRef zur Verfügung (Zugangscode im Buch). Mit der kostenlosen eRef App haben Sie zahlreiche Inhalte auch offline immer griffbereit.

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EPUB

Seitenzahl: 1029

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Orbita

Interdisziplinäres Management der Orbitaerkrankungen

Herausgegeben von

Hans-Jürgen Welkoborsky, Burkhard Wiechens, Michael L. Hinni

Mit Beiträgen von

Stephan Behrendt, Manuel Bernal-Sprekelsen, Hans Christiansen, Karel A. De Leeuw, Cordula Deichmüller, Harald Essig, Nils-Claudius Gellrich, Sylvia Graß, Robert Michael Hermann, Jan-Peter Jantzen, George J. Kahaly, Theresia Kraft, Devyani Lal, Edgar Mauricio López Chacón, Andreas Neumann, Athina Pangalu, Majeed Rana, Martin Rücker, Ibrahim Erol Sandalcioglu, Andreas Schmiedl, Paul Schumann, Bernd Schwefler, Ulrich Sure, Antonios Valavanis, Meghana Anika Varde, Ludwig Wilkens

667 Abbildungen

Vorwort

Die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Orbita ist eine interdisziplinäre Aufgabe, an der zahlreiche medizinische Fachdisziplinen beteiligt sind. Neben HNO- und Augenärzten sind dies Internisten, Onkologen, Kinderärzte, Strahlentherapeuten, Neurochirurgen, Anästhesisten, Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgen und Radiologen. Das vorliegende Buch versucht, diese Interdisziplinarität darzustellen und einen Überblick über die Diagnostik sowie die konservative und operative Therapie orbitaler Erkrankungen zu geben.

Eingeleitet wird dies mit der Darstellung der topografischen Anatomie sowie der Pathophysiologie. Die Autoren sind sich hierbei darüber im Klaren, dass nur übersichtsartig z.B. auf ophthalmologische oder rhinologische Erkrankungen eingegangen werden kann und auch nur auf diejenigen, die Auswirkungen auf die Orbita haben. Dieses Buch kann die fachspezifische Spezialliteratur nicht ersetzen, an einigen Stellen im Buch wird daher auch darauf verwiesen. Gleiches gilt für die Beschreibung von operativen Zugängen. Hier muss sich das Buch auf die Darstellung der Standardzugänge beschränken.

In das Buch sind zahlreiche Erfahrungen eingeflossen, die die Herausgeber im Rahmen der von ihnen seit vielen Jahren durchgeführten interdisziplinären Hannoverschen Orbitakurse gewonnen haben. Einzelne besonders wichtig erscheinende Aussagen werden im Text in Form von Merksätzen hervorgehoben. Abgerundet wird das Buch durch Videos, die online von den Lesern angesehen werden können.

Ein solches Werk ist ohne die Unterstützung von zahlreichen Helfern nicht möglich. Es ist den Herausgebern ein wichtiges Anliegen, einigen Mitarbeitern besonders zu danken: Frau C. Kirchhoff, Herrn A. Buchhorn und Frau M. Peter vom Institut für Angewandte und Topographische Anatomie der Medizinischen Hochschule Hannover für die Anfertigung der anatomischen Präparate, die Fotodokumentation und die anatomischen Schemazeichnungen, Herrn Dr. Murali Krishnan Varadharajan, Klinik für Augenheilkunde des Klinikums Hannover, für die Anfertigung der Schemazeichnungen in den Kapiteln 7.4.4., 15.1. und 16, Frau Dr. Held-Wiechens für die kritische Durchsicht des Manuskripts der ophthalmologischen Kapitel, Frau Dr. S. Graß, HNO-Klinik des Klinikums Nordstadt für die Übernahme der Projektkoordination sowie den Mitarbeitern der Klinik für Augenheilkunde und der HNO-Klinik im Klinikum Nordstadt für deren Unterstützung. Des Weiteren danken wir der Universitäts-Augenklinik Kiel für die Überlassung einzelner klinischer Aufnahmen.

Darüber hinaus danken die Herausgeber sehr herzlich Herrn Dr. Christian Urbanowicz und Frau Susanne Huiss M. A. vom Thieme Verlag für ihre immerwährende Unterstützung. Unser Dank gilt auch Frau Manuela Tanner von der Firma L42 in Berlin für die Herstellung des Buchs. Ohne die Mithilfe der Genannten wäre das Erscheinen dieses Werks nicht möglich gewesen.

Hannover und Scottsdale, im Frühjahr 2016Hans-Jürgen WelkoborskyBurkhard WiechensMichael L. Hinni

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1 Topografische Anatomie der Orbita

1.1 Einführung

1.2 Form, Begrenzung, Öffnungen und topografische Beziehungen

1.2.1 Wände der Orbita

1.2.2 Foramina der Orbita

1.2.3 Topografische Beziehungen der Orbita

1.3 Schutzapparat des Auges

1.3.1 Septum orbitale

1.3.2 Augenlider

1.4 Inhalt der Orbita

1.4.1 Gliederung

1.4.2 Bindegewebige Strukturen

1.4.3 Pars bulbosa mit Bulbus oculi

1.4.4 Lage und Funktion der äußeren Augenmuskeln

1.5 Topografie der postseptal verlaufenden Leitungsbahnen

1.5.1 Beziehung zum Anulus tendineus communis

1.5.2 Extrakonal verlaufende Leitungsbahnen in der oberen Etage (oberes Kompartiment)

1.5.3 Intrakonal verlaufende Leitungsbahnen (mittlere Etage)

1.5.4 Extrakonal verlaufende Leitungsbahnen (untere Etage)

1.5.5 Sekretorische, parasympathische Innervation der Tränendrüse

1.6 Literatur

2 Pathophysiologische Aspekte der Orbita

2.1 Einführung

2.2 Orbita als geschlossenes knöchernes Kompartiment

2.3 Intraorbitale Entzündungen

2.4 Intraorbitale Druckerhöhungen

2.5 Pathophysiologie der Orbitatraumen

2.5.1 Direkte und indirekte Orbitatraumen

2.5.2 Abscherverletzungen des Nervus opticus

2.6 Literatur

3 Klinische Untersuchung von Patienten mit Orbitaerkrankungen

3.1 Ophthalmologische Untersuchungsmethoden

3.1.1 Einführung

3.1.2 Anamneseerhebung

3.1.3 Inspektion

3.1.4 Palpation

3.1.5 Visusprüfung

3.1.6 Biomikroskopie der vorderen Augenabschnitte mittels Spaltlampe

3.1.7 Auskultation

3.1.8 Exophthalmometrie

3.1.9 Tonometrie

3.1.10 Motilitätsprüfung

3.1.11 Ophthalmoskopie

3.1.12 Perimetrie

3.1.13 Pupillendiagnostik

3.1.14 Bulbus- und Orbitasonografie

3.1.15 ICG-Angiografie und SD-OCT

3.1.16 Visuell evozierte Potenziale (VEP)

3.1.17 Biopsie

3.2 HNO-Untersuchungen

3.2.1 Embryologie der Orbita und des Auges sowie seiner Anhangsgebilde

3.2.2 Anamneseerhebung

3.2.3 Klinische Untersuchung

3.2.4 Apparative Diagnostik

3.3 Literatur

4 Bildgebende Untersuchungen der Orbita

4.1 Einführung

4.2 Konventionelle Röntgenaufnahmen

4.3 Computertomografie (CT)

4.3.1 Röntgenologische Anatomie

4.3.2 Trauma

4.3.3 Tumoren

4.4 Magnetresonanztomografie (MRT)

4.4.1 Anatomie

4.4.2 Inflammatorische Erkrankungen

4.4.3 Tumoren

4.5 Positronenemissionstomografie (PET)

4.6 Interventionelle Neuroradiologie bei Erkrankungen der Orbita

4.7 Ultraschalluntersuchung der Orbita

4.7.1 Untersuchungsbedingungen

4.7.2 Ultraschallanatomie

4.7.3 Ultraschalluntersuchungen bei Erkrankungen der Orbita

4.8 Literatur

5 Erkrankungen der Augenlider und des Bulbus

5.1 Erkrankungen der Lider

5.1.1 Entzündliche Erkrankungen der Lider

5.1.2 Maligne Tumoren der Lider

5.2 Erkrankungen des Bulbus

5.2.1 Glaukom

5.2.2 Erkrankungen der Kornea

5.3 Verschluss intraokularer und intraorbitaler Gefäße

5.3.1 Gefäßverschlüsse der Netzhaut und des Nervus opticus

5.3.2 Arterielle Gefäßverschlüsse der Netz-/Aderhaut

5.3.3 Venöse retinale Gefäßverschlüsse

5.3.4 Vordere ischämische Optikusneuropathie (nicht arteriitisch/arteriitisch)

5.3.5 Okklusion orbitaler Gefäße

5.4 Literatur

6 Orbitale Komplikationen

6.1 Einführung

6.2 Intraorbitale Blutungen

6.2.1 Iatrogene Einblutungen

6.2.2 Einblutung in die Orbita

6.3 Akute Sinusitis

6.3.1 Pathogenese

6.3.2 Phaseneinteilung der orbitalen Komplikationen

6.3.3 Therapiemaßnahmen

6.4 Andere Ursachen

6.4.1 Orbitaemphysem

6.4.2 Dysthyreote Optikusneuropathie (DON)

6.4.3 Dentogene Abszesse

6.4.4 Infektion der Wangenhaut

6.4.5 Dakryoadenitis

6.4.6 Insektenstiche

6.4.7 Allergische Erkrankungen

6.4.8 Konjunktivitis

6.4.9 Außergewöhnliche Ursache

6.5 Zusammenfassung

6.6 Besonderheiten orbitaler Komplikationen bei Kindern

6.7 Literatur

7 Endokrine Orbitopathie

7.1 Ätiologie und Pathogenese

7.1.1 Ätiologie

7.1.2 Pathogenese

7.2 Klinische und laborchemische Untersuchungen

7.2.1 Klinische Untersuchungen

7.2.2 Laborchemische und bildgebende Untersuchungen

7.2.3 Klinische Empfehlungen für die Praxis

7.3 Ophthalmologische Befunde und Komplikationen

7.3.1 Einteilung von Befunden und Zeichen

7.3.2 Sicca-Symptomatik

7.3.3 Lidretraktion

7.3.4 Zeichen der klinischen Aktivität

7.3.5 Exophthalmus

7.3.6 Lagophthalmus

7.3.7 Ptosis

7.3.8 Expositionskeratopathie

7.3.9 Strabismus

7.3.10 Kompressive Optikusneuropathie

7.3.11 Glaukom

7.4 Therapie

7.4.1 Immunsuppressive Therapie

7.4.2 Radiotherapie

7.4.3 Orbitadekompression

7.4.4 Lidchirurgie

7.5 Literatur

8 Traumatologie und traumatische Optikusneuropathie (TON)

8.1 Einführung

8.2 Anamnese

8.3 Klinische Untersuchung

8.4 Apparative Diagnostik

8.5 Symptome

8.6 Weichteilverletzungen der Orbita

8.6.1 Riss-Quetsch-Wunden

8.6.2 Orbitale Fremdkörper

8.7 Orbitawandfrakturen

8.7.1 Mediale Orbitawandfraktur

8.7.2 Laterale Orbitawandfraktur und Jochbeinfraktur (laterale Mittelgesichtsfraktur)

8.8 Isolierte Orbitabodenfrakturen

8.8.1 Blow-out-Fraktur

8.8.2 Blow-in-Fraktur

8.9 Orbitadach

8.9.1 Orbitadachfrakturen

8.10 Kombinierte Frakturen

8.10.1 Kombinierte Frakturen des Mittelgesichts, der knöchernen Orbita und der Schädelbasis

8.11 Verletzungsfolgen

8.11.1 Traumatische Optikusneuropathie (TON)

8.12 Orbitaverletzungen bei Kindern

8.12.1 Orbitafrakturen

8.13 Literatur

9 Pathologie der Orbita

9.1 Einführung

9.1.1 Allgemeines

9.1.2 Anmerkungen zur Klassifikation

9.2 Entzündungen

9.2.1 Akute Entzündungen

9.2.2 Chronische Entzündungen

9.3 Systemische Erkrankungen mit Beteiligung der Orbita

9.3.1 Morbus Basedow

9.3.2 Weitere Erkrankungen

9.4 Neoplasien

9.4.1 Tumoren des Nervus opticus

9.4.2 Tumoren von Konjunktiva und Karunkel

9.4.3 Tumoren der Augenlider

9.4.4 Tumoren der Tränendrüsen

9.4.5 Tumoren des Tränengangsystems

9.4.6 Tumoren des Weichgewebes der Orbita

9.4.7 Tumoren des Augapfels

9.5 Weiterführende Literatur

10 Orbitale Fehlbildungen

10.1 Angeborene orbitale Fehlbildungen

10.1.1 Hypertelorismus

10.1.2 Hypotelorismus

10.1.3 Zyklopie und Synophthalmie

10.1.4 Anophthalmie und Mikrophthalmie

10.1.5 Gesichtsspalten

10.1.6 Kraniosynostosen

10.1.7 Syndrome des 1. und 2. Kiemenbogens

10.2 Erworbene orbitale Fehlbildungen

10.2.1 Traumatisch bedingte orbitale Fehlbildungen

10.2.2 Tumorbedingte orbitale Deformitäten

10.3 Literatur

11 Tumoren der Orbita und des Bulbus

11.1 Maligne Tumoren des Bulbus

11.1.1 Bulbustumoren mit potenzieller Beteiligung der Orbita

11.1.2 Intraokulare Metastasen

11.2 Tumoren der Tränendrüsen und ableitenden Tränenwege

11.2.1 Tumoren der Tränendrüsen

11.2.2 Tumoren der ableitenden Tränenwege

11.3 Tumoren der Nasennebenhöhlen mit Übergreifen auf die Orbita

11.3.1 Symptome

11.3.2 Pseudotumoren

11.3.3 Benigne Tumoren der Nasennebenhöhlen mit Orbitabeteiligung

11.3.4 Maligne Tumoren der Nasennebenhöhlen mit Orbitabeteiligung

11.3.5 Infiltration der Orbita

11.3.6 Therapie der malignen Tumoren

11.3.7 Prognose

11.4 Literatur

12 Tumoren der frontoorbitalen Schädelbasis, der Nervi optici und der intrakraniellen Sehbahn

12.1 Einführung

12.2 Meningeome der Frontobasis und der Orbita

12.3 Maligne Neoplasien der Frontobasis und der Orbita

12.4 Gliome der Nervi optici und der intrakraniellen Sehbahn

12.5 Gefäßmalformationen

12.6 Andere Läsionen

12.7 Literatur

13 Intrakonale Orbitatumoren

13.1 Einführung

13.2 Anatomie

13.3 Diagnostik

13.4 Klassifizierung von Tumoren

13.5 Orbitatumoren

13.5.1 Benigne Tumoren

13.5.2 Primäre maligne Tumoren

13.6 Sekundäre Orbitatumoren

13.6.1 Ästhesioneuroblastom

13.6.2 Nasopharynxkarzinom

13.6.3 Metastasierende Tumoren

13.7 Chirurgische Ansätze im Bereich der intrakonalen Orbita

13.8 Fazit

13.9 Literatur

14 Strahlentherapie orbitaler Erkrankungen

14.1 Einführung

14.2 Technik

14.2.1 Perkutane Strahlentherapie (EBRT)

14.3 Strahlentherapie maligner Neoplasien der Orbita

14.3.1 Metastasen im Bereich der Orbita

14.3.2 Orbitalymphome

14.3.3 Aderhautmelanome

14.3.4 Retinoblastom

14.4 Strahlentherapie benigner Erkrankungen der Orbita

14.4.1 Optikusscheidenmeningeom

14.4.2 Idiopathische Entzündung der Orbita

14.4.3 Choroidale Hämangiome

14.4.4 Pterygium

14.4.5 Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

14.5 Radiogene Nebenwirkungen und Toxizitäten im Orbitabereich

14.5.1 Augenlid

14.5.2 Tränendrüsen

14.5.3 Konjunktiva

14.5.4 Kornea

14.5.5 Iris

14.5.6 Linse

14.5.7 Retina

14.5.8 Nervus opticus

14.5.9 Radiogene Tumorinduktion

14.6 Literatur

15 Tränenwegchirurgie

15.1 Allgemeine Tränenwegchirurgie

15.1.1 Anatomische Grundlagen

15.1.2 Untersuchung der Tränenwege

15.1.3 Kongenitale Tränenwegstenosen

15.1.4 Erworbene Tränenwegstenosen

15.2 Dakryozystorhinostomie (DCR)

15.2.1 Einleitung

15.2.2 Ätiologie von Tränenabflussstörungen

15.2.3 Präoperative Diagnostik

15.2.4 Operative Technik der Dakryozystorhinostomie

15.2.5 Alternative Verfahren

15.2.6 Nachsorge

15.2.7 Tränenwegstents

15.2.8 Komplikationen

15.2.9 Ergebnisse

15.3 Literatur

16 Lidchirurgie im Rahmen orbitaler Erkrankungen

16.1 Anatomie

16.2 Traumatologie

16.2.1 Anamnese

16.2.2 Untersuchung

16.2.3 Diagnostische Maßnahmen

16.2.4 Operative Versorgung von Lidverletzungen

16.3 Rekonstruktion von Liddefekten

16.3.1 Defekte der anterioren Lamelle der Periorbitalregion

16.3.2 Durchgreifende Defekte des Unterlids

16.3.3 Oberlid

16.3.4 Lateraler Lidwinkel

16.3.5 Medialer Lidwinkel

16.4 Fazialisparese

16.4.1 Nicht permanente Fazialisparese

16.4.2 Persistierende Fazialisparese oder -paralyse

16.5 Narbenektropium, Narbenentropium, narbenbedingter Lagophthalmus

16.6 Literatur

17 Anästhesiologische Aspekte der Orbitachirurgie

17.1 Einführung

17.2 Klinische Anatomie

17.3 Klinische Physiologie

17.3.1 Hämodynamik

17.3.2 Intrakranieller Druck (ICP)

17.3.3 Intraokularer Druck (IOP)

17.4 Klinische Pharmakologie

17.4.1 Sedativa

17.4.2 Hypnotika

17.4.3 Inhalationsanästhetika

17.4.4 Analgetika

17.4.5 Muskelrelaxanzien

17.5 Klinische Anästhesiologie

17.5.1 Präoperative Vorbereitung

17.5.2 PONV

17.5.3 Sicherung der Atemwege

17.5.4 Lagerung

17.5.5 Beatmung

17.5.6 Kreislaufmanagement

17.5.7 Temperaturmanagement

17.5.8 Monitoring

17.5.9 Ausleitung und postoperative Phase

17.5.10 Neuroprotektion

17.6 Literatur

18 Chirurgische Zugangswege zur Orbita

18.1 Einführung

18.2 Endonasaler transethmoidaler Zugangsweg

18.2.1 Indikationen

18.2.2 Durchführung

18.2.3 Komplikationen

18.3 Transantraler Zugangsweg

18.3.1 Indikationen

18.3.2 Durchführung

18.3.3 Komplikationen

18.4 Laterale Orbitotomie

18.4.1 Indikationen

18.4.2 Durchführung

18.4.3 Komplikationen

18.5 Anteriore Orbitotomie

18.5.1 Transpalpebraler Zugangsweg

18.5.2 Transkonjunktivaler Zugangsweg

18.5.3 Vergleich des transkonjunktivalen vs. transpalpebralen Zugangswegs

18.6 Transkranielle extra- und intradurale Zugänge

18.6.1 Einführung

18.6.2 Frontolaterale Kraniotomie

18.6.3 Frontale unilaterale Kraniotomie

18.6.4 Supraorbitaler Schlüssellochzugang

18.6.5 Bifrontale Kraniotomie

18.7 Exenteratio orbitae

18.7.1 Enukleation

18.7.2 Exenteratio orbitae

18.8 Literatur

19 Rekonstruktive Orbitachirurgie

19.1 Einführung

19.2 Grundsätzliches zur Orbitarekonstruktion

19.3 Entwicklung der rekonstruktiven Orbitachirurgie

19.4 Form- und Volumenwiederherstellung der Orbita

19.5 Digitale 3D-Analyse und virtuelle Modelle

19.6 Individualisierung von Implantatmaterialien für die Orbitarekonstruktion

19.7 Korrektur des medianen Telekanthus in der Hammer-Technik

19.8 Literatur

Anschriften

Sachverzeichnis

Impressum

1 Topografische Anatomie der Orbita

A. Schmiedl

1.1 Einführung

Die Orbita (Augenhöhle) ist die knöcherne Grundlage für die Halterung und Lagerung des Augapfels (Bulbus oculi) und seiner Hilfsorgane. In der Orbita finden sich alle Weichteile des Sehapparats. Sie ist charakterisiert durch viel Inhalt in einem kleinen knöchern begrenzten Raum und durch teils dünne Wände zu den Nasennebenhöhlen (NNH). Sie ist Durchgangsstraße für Leitungsbahnen für die bzw. aus der Gesichtsregion. Aufgrund der zahlreichen Gefäße (ca. 10 Äste der A. ophthalmica, 2 große Venen mit zahlreichen Zuflüssen) kann es bei Eingriffen zu nicht unerheblichen Blutungen kommen. Außerdem befinden sich 5 Hirnnerven mit ihren Ästen sowie vegetative Nervenfasern in der Orbita, die bei Eingriffen gefährdet sind.

Merke

Eingriffe an der Orbita sind immer riskant, da durch sie zahlreiche Gefäße und Nerven führen und es zu nicht unerheblichen Blutungen kommen kann.

1.2 Form, Begrenzung, Öffnungen und topografische Beziehungen

Die Orbita liegt unterhalb der vorderen Schädelgrube (Fossa cranii anterior, ▶ Abb. 1.1) und hat die Form einer vierseitigen Pyramide, deren Basis sich zum Gesicht hin öffnet (Eingang der Orbita, Aditus orbitalis, ▶ Abb. 1.2). Die Achse verläuft von der Pyramidenbasis (vorn außen) nach hinten medial zum Canalis opticus an der Wurzel des kleinen Keilbeinflügels (Pyramidenspitze). Da somit die Spitzen der beiden Augenhöhlen medial liegen, sind die Längsachsen beider Orbitae nach außen gerichtet und die laterale und mediale Wand bilden miteinander einen Winkel von ca. 45° ( ▶ Abb. 1.1, ▶ Abb. 1.2). Die durchschnittlichen Maße der Orbita ( ▶ Tab. 1.1) verdeutlichen, dass hier nicht viel Platz ist. Am weitesten ist sie 1 cm hinter dem vorderen Orbitarand. Der Abstand zwischen Bulbusrückseite und Öffnung des Canalis opticus beträgt 18 mm ▶ [1].

Schädelbasis mit Orbita.

Abb. 1.1Einseitig eröffnet; links: Pars orbitalis ossis frontalis, Periorbita und Fettkörper entfernt.

1 N. opticus

2 A. ophthalmica

3 N. abducens

4 N. oculomotorius

5 N. trigeminus

Knöcherne Orbita, rechts.

Abb. 1.2Ansicht von schräg vorne.

1a Os frontale, Pars orbitalis

1b Os frontale, Proc. zygomaticus

2a Os sphenoidale, Ala minor

2b Os sphenoidale, Ala major

3 Os zygomaticum

4a Maxilla, Facies orbitalis

4b Maxilla, Proc. frontalis

5 Os palatinum, Proc. orbitalis

6 Os lacrimale

7 Os ethmoidale, Lamina orbitalis

8 Canalis opticus

9 Fissura supraorbitalis

10 Fissura infraorbitalis

11 Sulcus/Canalis infraorbitalis

12 Foramen zygomaticofaciale

13 Foramen supraorbitale

14 Incisura frontalis

15 Foramen ethmoidale posterius

16 Foramen ethmoidale anterius

17 Foramen infraorbitale

Tab. 1.1

 Maße der Orbita

▶ [3]

.

Detail

Größe

Durchmesser vertikal

35 mm

Durchmesser horizontal

40 mm

mediale Wand

45–50 mm (Rand des Os lacrimale bis Fissura orbitalis superior)

laterale Wand

40 mm (Orbitarand bis Fissura orbitalis superior)

Tiefe

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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