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Selten und dabei vielschichtig: Orbitaerkrankungen gilt es interdisziplinär zu managen. Erstmals finden Sie alle Themen rund um die Orbita in einem Buch vereint: topografische Anatomie und pathophysiologische Aspekte, Untersuchungstechniken und Bildgebung, Traumatologie, Tumoren, entzündliche Erkrankungen, Fehlbildungen, Zugangswege, rekonstruktive Chirurgie und Komplikationsmanagement.
Verlassen Sie sich auf exzellentes Spezialwissen aus den Fachgebieten HNO, Augenheilkunde, MKG-Chirurgie, Strahlentherapie und Onkologie. Das Autorenteam bringt langjährige Erfahrung als Kursleiter der Hannoverschen Orbitakurse ein.
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Seitenzahl: 1029
Veröffentlichungsjahr: 2016
Orbita
Interdisziplinäres Management der Orbitaerkrankungen
Herausgegeben von
Hans-Jürgen Welkoborsky, Burkhard Wiechens, Michael L. Hinni
Mit Beiträgen von
Stephan Behrendt, Manuel Bernal-Sprekelsen, Hans Christiansen, Karel A. De Leeuw, Cordula Deichmüller, Harald Essig, Nils-Claudius Gellrich, Sylvia Graß, Robert Michael Hermann, Jan-Peter Jantzen, George J. Kahaly, Theresia Kraft, Devyani Lal, Edgar Mauricio López Chacón, Andreas Neumann, Athina Pangalu, Majeed Rana, Martin Rücker, Ibrahim Erol Sandalcioglu, Andreas Schmiedl, Paul Schumann, Bernd Schwefler, Ulrich Sure, Antonios Valavanis, Meghana Anika Varde, Ludwig Wilkens
667 Abbildungen
Die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Orbita ist eine interdisziplinäre Aufgabe, an der zahlreiche medizinische Fachdisziplinen beteiligt sind. Neben HNO- und Augenärzten sind dies Internisten, Onkologen, Kinderärzte, Strahlentherapeuten, Neurochirurgen, Anästhesisten, Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgen und Radiologen. Das vorliegende Buch versucht, diese Interdisziplinarität darzustellen und einen Überblick über die Diagnostik sowie die konservative und operative Therapie orbitaler Erkrankungen zu geben.
Eingeleitet wird dies mit der Darstellung der topografischen Anatomie sowie der Pathophysiologie. Die Autoren sind sich hierbei darüber im Klaren, dass nur übersichtsartig z.B. auf ophthalmologische oder rhinologische Erkrankungen eingegangen werden kann und auch nur auf diejenigen, die Auswirkungen auf die Orbita haben. Dieses Buch kann die fachspezifische Spezialliteratur nicht ersetzen, an einigen Stellen im Buch wird daher auch darauf verwiesen. Gleiches gilt für die Beschreibung von operativen Zugängen. Hier muss sich das Buch auf die Darstellung der Standardzugänge beschränken.
In das Buch sind zahlreiche Erfahrungen eingeflossen, die die Herausgeber im Rahmen der von ihnen seit vielen Jahren durchgeführten interdisziplinären Hannoverschen Orbitakurse gewonnen haben. Einzelne besonders wichtig erscheinende Aussagen werden im Text in Form von Merksätzen hervorgehoben. Abgerundet wird das Buch durch Videos, die online von den Lesern angesehen werden können.
Ein solches Werk ist ohne die Unterstützung von zahlreichen Helfern nicht möglich. Es ist den Herausgebern ein wichtiges Anliegen, einigen Mitarbeitern besonders zu danken: Frau C. Kirchhoff, Herrn A. Buchhorn und Frau M. Peter vom Institut für Angewandte und Topographische Anatomie der Medizinischen Hochschule Hannover für die Anfertigung der anatomischen Präparate, die Fotodokumentation und die anatomischen Schemazeichnungen, Herrn Dr. Murali Krishnan Varadharajan, Klinik für Augenheilkunde des Klinikums Hannover, für die Anfertigung der Schemazeichnungen in den Kapiteln 7.4.4., 15.1. und 16, Frau Dr. Held-Wiechens für die kritische Durchsicht des Manuskripts der ophthalmologischen Kapitel, Frau Dr. S. Graß, HNO-Klinik des Klinikums Nordstadt für die Übernahme der Projektkoordination sowie den Mitarbeitern der Klinik für Augenheilkunde und der HNO-Klinik im Klinikum Nordstadt für deren Unterstützung. Des Weiteren danken wir der Universitäts-Augenklinik Kiel für die Überlassung einzelner klinischer Aufnahmen.
Darüber hinaus danken die Herausgeber sehr herzlich Herrn Dr. Christian Urbanowicz und Frau Susanne Huiss M. A. vom Thieme Verlag für ihre immerwährende Unterstützung. Unser Dank gilt auch Frau Manuela Tanner von der Firma L42 in Berlin für die Herstellung des Buchs. Ohne die Mithilfe der Genannten wäre das Erscheinen dieses Werks nicht möglich gewesen.
Hannover und Scottsdale, im Frühjahr 2016Hans-Jürgen WelkoborskyBurkhard WiechensMichael L. Hinni
Vorwort
1 Topografische Anatomie der Orbita
1.1 Einführung
1.2 Form, Begrenzung, Öffnungen und topografische Beziehungen
1.2.1 Wände der Orbita
1.2.2 Foramina der Orbita
1.2.3 Topografische Beziehungen der Orbita
1.3 Schutzapparat des Auges
1.3.1 Septum orbitale
1.3.2 Augenlider
1.4 Inhalt der Orbita
1.4.1 Gliederung
1.4.2 Bindegewebige Strukturen
1.4.3 Pars bulbosa mit Bulbus oculi
1.4.4 Lage und Funktion der äußeren Augenmuskeln
1.5 Topografie der postseptal verlaufenden Leitungsbahnen
1.5.1 Beziehung zum Anulus tendineus communis
1.5.2 Extrakonal verlaufende Leitungsbahnen in der oberen Etage (oberes Kompartiment)
1.5.3 Intrakonal verlaufende Leitungsbahnen (mittlere Etage)
1.5.4 Extrakonal verlaufende Leitungsbahnen (untere Etage)
1.5.5 Sekretorische, parasympathische Innervation der Tränendrüse
1.6 Literatur
2 Pathophysiologische Aspekte der Orbita
2.1 Einführung
2.2 Orbita als geschlossenes knöchernes Kompartiment
2.3 Intraorbitale Entzündungen
2.4 Intraorbitale Druckerhöhungen
2.5 Pathophysiologie der Orbitatraumen
2.5.1 Direkte und indirekte Orbitatraumen
2.5.2 Abscherverletzungen des Nervus opticus
2.6 Literatur
3 Klinische Untersuchung von Patienten mit Orbitaerkrankungen
3.1 Ophthalmologische Untersuchungsmethoden
3.1.1 Einführung
3.1.2 Anamneseerhebung
3.1.3 Inspektion
3.1.4 Palpation
3.1.5 Visusprüfung
3.1.6 Biomikroskopie der vorderen Augenabschnitte mittels Spaltlampe
3.1.7 Auskultation
3.1.8 Exophthalmometrie
3.1.9 Tonometrie
3.1.10 Motilitätsprüfung
3.1.11 Ophthalmoskopie
3.1.12 Perimetrie
3.1.13 Pupillendiagnostik
3.1.14 Bulbus- und Orbitasonografie
3.1.15 ICG-Angiografie und SD-OCT
3.1.16 Visuell evozierte Potenziale (VEP)
3.1.17 Biopsie
3.2 HNO-Untersuchungen
3.2.1 Embryologie der Orbita und des Auges sowie seiner Anhangsgebilde
3.2.2 Anamneseerhebung
3.2.3 Klinische Untersuchung
3.2.4 Apparative Diagnostik
3.3 Literatur
4 Bildgebende Untersuchungen der Orbita
4.1 Einführung
4.2 Konventionelle Röntgenaufnahmen
4.3 Computertomografie (CT)
4.3.1 Röntgenologische Anatomie
4.3.2 Trauma
4.3.3 Tumoren
4.4 Magnetresonanztomografie (MRT)
4.4.1 Anatomie
4.4.2 Inflammatorische Erkrankungen
4.4.3 Tumoren
4.5 Positronenemissionstomografie (PET)
4.6 Interventionelle Neuroradiologie bei Erkrankungen der Orbita
4.7 Ultraschalluntersuchung der Orbita
4.7.1 Untersuchungsbedingungen
4.7.2 Ultraschallanatomie
4.7.3 Ultraschalluntersuchungen bei Erkrankungen der Orbita
4.8 Literatur
5 Erkrankungen der Augenlider und des Bulbus
5.1 Erkrankungen der Lider
5.1.1 Entzündliche Erkrankungen der Lider
5.1.2 Maligne Tumoren der Lider
5.2 Erkrankungen des Bulbus
5.2.1 Glaukom
5.2.2 Erkrankungen der Kornea
5.3 Verschluss intraokularer und intraorbitaler Gefäße
5.3.1 Gefäßverschlüsse der Netzhaut und des Nervus opticus
5.3.2 Arterielle Gefäßverschlüsse der Netz-/Aderhaut
5.3.3 Venöse retinale Gefäßverschlüsse
5.3.4 Vordere ischämische Optikusneuropathie (nicht arteriitisch/arteriitisch)
5.3.5 Okklusion orbitaler Gefäße
5.4 Literatur
6 Orbitale Komplikationen
6.1 Einführung
6.2 Intraorbitale Blutungen
6.2.1 Iatrogene Einblutungen
6.2.2 Einblutung in die Orbita
6.3 Akute Sinusitis
6.3.1 Pathogenese
6.3.2 Phaseneinteilung der orbitalen Komplikationen
6.3.3 Therapiemaßnahmen
6.4 Andere Ursachen
6.4.1 Orbitaemphysem
6.4.2 Dysthyreote Optikusneuropathie (DON)
6.4.3 Dentogene Abszesse
6.4.4 Infektion der Wangenhaut
6.4.5 Dakryoadenitis
6.4.6 Insektenstiche
6.4.7 Allergische Erkrankungen
6.4.8 Konjunktivitis
6.4.9 Außergewöhnliche Ursache
6.5 Zusammenfassung
6.6 Besonderheiten orbitaler Komplikationen bei Kindern
6.7 Literatur
7 Endokrine Orbitopathie
7.1 Ätiologie und Pathogenese
7.1.1 Ätiologie
7.1.2 Pathogenese
7.2 Klinische und laborchemische Untersuchungen
7.2.1 Klinische Untersuchungen
7.2.2 Laborchemische und bildgebende Untersuchungen
7.2.3 Klinische Empfehlungen für die Praxis
7.3 Ophthalmologische Befunde und Komplikationen
7.3.1 Einteilung von Befunden und Zeichen
7.3.2 Sicca-Symptomatik
7.3.3 Lidretraktion
7.3.4 Zeichen der klinischen Aktivität
7.3.5 Exophthalmus
7.3.6 Lagophthalmus
7.3.7 Ptosis
7.3.8 Expositionskeratopathie
7.3.9 Strabismus
7.3.10 Kompressive Optikusneuropathie
7.3.11 Glaukom
7.4 Therapie
7.4.1 Immunsuppressive Therapie
7.4.2 Radiotherapie
7.4.3 Orbitadekompression
7.4.4 Lidchirurgie
7.5 Literatur
8 Traumatologie und traumatische Optikusneuropathie (TON)
8.1 Einführung
8.2 Anamnese
8.3 Klinische Untersuchung
8.4 Apparative Diagnostik
8.5 Symptome
8.6 Weichteilverletzungen der Orbita
8.6.1 Riss-Quetsch-Wunden
8.6.2 Orbitale Fremdkörper
8.7 Orbitawandfrakturen
8.7.1 Mediale Orbitawandfraktur
8.7.2 Laterale Orbitawandfraktur und Jochbeinfraktur (laterale Mittelgesichtsfraktur)
8.8 Isolierte Orbitabodenfrakturen
8.8.1 Blow-out-Fraktur
8.8.2 Blow-in-Fraktur
8.9 Orbitadach
8.9.1 Orbitadachfrakturen
8.10 Kombinierte Frakturen
8.10.1 Kombinierte Frakturen des Mittelgesichts, der knöchernen Orbita und der Schädelbasis
8.11 Verletzungsfolgen
8.11.1 Traumatische Optikusneuropathie (TON)
8.12 Orbitaverletzungen bei Kindern
8.12.1 Orbitafrakturen
8.13 Literatur
9 Pathologie der Orbita
9.1 Einführung
9.1.1 Allgemeines
9.1.2 Anmerkungen zur Klassifikation
9.2 Entzündungen
9.2.1 Akute Entzündungen
9.2.2 Chronische Entzündungen
9.3 Systemische Erkrankungen mit Beteiligung der Orbita
9.3.1 Morbus Basedow
9.3.2 Weitere Erkrankungen
9.4 Neoplasien
9.4.1 Tumoren des Nervus opticus
9.4.2 Tumoren von Konjunktiva und Karunkel
9.4.3 Tumoren der Augenlider
9.4.4 Tumoren der Tränendrüsen
9.4.5 Tumoren des Tränengangsystems
9.4.6 Tumoren des Weichgewebes der Orbita
9.4.7 Tumoren des Augapfels
9.5 Weiterführende Literatur
10 Orbitale Fehlbildungen
10.1 Angeborene orbitale Fehlbildungen
10.1.1 Hypertelorismus
10.1.2 Hypotelorismus
10.1.3 Zyklopie und Synophthalmie
10.1.4 Anophthalmie und Mikrophthalmie
10.1.5 Gesichtsspalten
10.1.6 Kraniosynostosen
10.1.7 Syndrome des 1. und 2. Kiemenbogens
10.2 Erworbene orbitale Fehlbildungen
10.2.1 Traumatisch bedingte orbitale Fehlbildungen
10.2.2 Tumorbedingte orbitale Deformitäten
10.3 Literatur
11 Tumoren der Orbita und des Bulbus
11.1 Maligne Tumoren des Bulbus
11.1.1 Bulbustumoren mit potenzieller Beteiligung der Orbita
11.1.2 Intraokulare Metastasen
11.2 Tumoren der Tränendrüsen und ableitenden Tränenwege
11.2.1 Tumoren der Tränendrüsen
11.2.2 Tumoren der ableitenden Tränenwege
11.3 Tumoren der Nasennebenhöhlen mit Übergreifen auf die Orbita
11.3.1 Symptome
11.3.2 Pseudotumoren
11.3.3 Benigne Tumoren der Nasennebenhöhlen mit Orbitabeteiligung
11.3.4 Maligne Tumoren der Nasennebenhöhlen mit Orbitabeteiligung
11.3.5 Infiltration der Orbita
11.3.6 Therapie der malignen Tumoren
11.3.7 Prognose
11.4 Literatur
12 Tumoren der frontoorbitalen Schädelbasis, der Nervi optici und der intrakraniellen Sehbahn
12.1 Einführung
12.2 Meningeome der Frontobasis und der Orbita
12.3 Maligne Neoplasien der Frontobasis und der Orbita
12.4 Gliome der Nervi optici und der intrakraniellen Sehbahn
12.5 Gefäßmalformationen
12.6 Andere Läsionen
12.7 Literatur
13 Intrakonale Orbitatumoren
13.1 Einführung
13.2 Anatomie
13.3 Diagnostik
13.4 Klassifizierung von Tumoren
13.5 Orbitatumoren
13.5.1 Benigne Tumoren
13.5.2 Primäre maligne Tumoren
13.6 Sekundäre Orbitatumoren
13.6.1 Ästhesioneuroblastom
13.6.2 Nasopharynxkarzinom
13.6.3 Metastasierende Tumoren
13.7 Chirurgische Ansätze im Bereich der intrakonalen Orbita
13.8 Fazit
13.9 Literatur
14 Strahlentherapie orbitaler Erkrankungen
14.1 Einführung
14.2 Technik
14.2.1 Perkutane Strahlentherapie (EBRT)
14.3 Strahlentherapie maligner Neoplasien der Orbita
14.3.1 Metastasen im Bereich der Orbita
14.3.2 Orbitalymphome
14.3.3 Aderhautmelanome
14.3.4 Retinoblastom
14.4 Strahlentherapie benigner Erkrankungen der Orbita
14.4.1 Optikusscheidenmeningeom
14.4.2 Idiopathische Entzündung der Orbita
14.4.3 Choroidale Hämangiome
14.4.4 Pterygium
14.4.5 Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)
14.5 Radiogene Nebenwirkungen und Toxizitäten im Orbitabereich
14.5.1 Augenlid
14.5.2 Tränendrüsen
14.5.3 Konjunktiva
14.5.4 Kornea
14.5.5 Iris
14.5.6 Linse
14.5.7 Retina
14.5.8 Nervus opticus
14.5.9 Radiogene Tumorinduktion
14.6 Literatur
15 Tränenwegchirurgie
15.1 Allgemeine Tränenwegchirurgie
15.1.1 Anatomische Grundlagen
15.1.2 Untersuchung der Tränenwege
15.1.3 Kongenitale Tränenwegstenosen
15.1.4 Erworbene Tränenwegstenosen
15.2 Dakryozystorhinostomie (DCR)
15.2.1 Einleitung
15.2.2 Ätiologie von Tränenabflussstörungen
15.2.3 Präoperative Diagnostik
15.2.4 Operative Technik der Dakryozystorhinostomie
15.2.5 Alternative Verfahren
15.2.6 Nachsorge
15.2.7 Tränenwegstents
15.2.8 Komplikationen
15.2.9 Ergebnisse
15.3 Literatur
16 Lidchirurgie im Rahmen orbitaler Erkrankungen
16.1 Anatomie
16.2 Traumatologie
16.2.1 Anamnese
16.2.2 Untersuchung
16.2.3 Diagnostische Maßnahmen
16.2.4 Operative Versorgung von Lidverletzungen
16.3 Rekonstruktion von Liddefekten
16.3.1 Defekte der anterioren Lamelle der Periorbitalregion
16.3.2 Durchgreifende Defekte des Unterlids
16.3.3 Oberlid
16.3.4 Lateraler Lidwinkel
16.3.5 Medialer Lidwinkel
16.4 Fazialisparese
16.4.1 Nicht permanente Fazialisparese
16.4.2 Persistierende Fazialisparese oder -paralyse
16.5 Narbenektropium, Narbenentropium, narbenbedingter Lagophthalmus
16.6 Literatur
17 Anästhesiologische Aspekte der Orbitachirurgie
17.1 Einführung
17.2 Klinische Anatomie
17.3 Klinische Physiologie
17.3.1 Hämodynamik
17.3.2 Intrakranieller Druck (ICP)
17.3.3 Intraokularer Druck (IOP)
17.4 Klinische Pharmakologie
17.4.1 Sedativa
17.4.2 Hypnotika
17.4.3 Inhalationsanästhetika
17.4.4 Analgetika
17.4.5 Muskelrelaxanzien
17.5 Klinische Anästhesiologie
17.5.1 Präoperative Vorbereitung
17.5.2 PONV
17.5.3 Sicherung der Atemwege
17.5.4 Lagerung
17.5.5 Beatmung
17.5.6 Kreislaufmanagement
17.5.7 Temperaturmanagement
17.5.8 Monitoring
17.5.9 Ausleitung und postoperative Phase
17.5.10 Neuroprotektion
17.6 Literatur
18 Chirurgische Zugangswege zur Orbita
18.1 Einführung
18.2 Endonasaler transethmoidaler Zugangsweg
18.2.1 Indikationen
18.2.2 Durchführung
18.2.3 Komplikationen
18.3 Transantraler Zugangsweg
18.3.1 Indikationen
18.3.2 Durchführung
18.3.3 Komplikationen
18.4 Laterale Orbitotomie
18.4.1 Indikationen
18.4.2 Durchführung
18.4.3 Komplikationen
18.5 Anteriore Orbitotomie
18.5.1 Transpalpebraler Zugangsweg
18.5.2 Transkonjunktivaler Zugangsweg
18.5.3 Vergleich des transkonjunktivalen vs. transpalpebralen Zugangswegs
18.6 Transkranielle extra- und intradurale Zugänge
18.6.1 Einführung
18.6.2 Frontolaterale Kraniotomie
18.6.3 Frontale unilaterale Kraniotomie
18.6.4 Supraorbitaler Schlüssellochzugang
18.6.5 Bifrontale Kraniotomie
18.7 Exenteratio orbitae
18.7.1 Enukleation
18.7.2 Exenteratio orbitae
18.8 Literatur
19 Rekonstruktive Orbitachirurgie
19.1 Einführung
19.2 Grundsätzliches zur Orbitarekonstruktion
19.3 Entwicklung der rekonstruktiven Orbitachirurgie
19.4 Form- und Volumenwiederherstellung der Orbita
19.5 Digitale 3D-Analyse und virtuelle Modelle
19.6 Individualisierung von Implantatmaterialien für die Orbitarekonstruktion
19.7 Korrektur des medianen Telekanthus in der Hammer-Technik
19.8 Literatur
Anschriften
Sachverzeichnis
Impressum
A. Schmiedl
Die Orbita (Augenhöhle) ist die knöcherne Grundlage für die Halterung und Lagerung des Augapfels (Bulbus oculi) und seiner Hilfsorgane. In der Orbita finden sich alle Weichteile des Sehapparats. Sie ist charakterisiert durch viel Inhalt in einem kleinen knöchern begrenzten Raum und durch teils dünne Wände zu den Nasennebenhöhlen (NNH). Sie ist Durchgangsstraße für Leitungsbahnen für die bzw. aus der Gesichtsregion. Aufgrund der zahlreichen Gefäße (ca. 10 Äste der A. ophthalmica, 2 große Venen mit zahlreichen Zuflüssen) kann es bei Eingriffen zu nicht unerheblichen Blutungen kommen. Außerdem befinden sich 5 Hirnnerven mit ihren Ästen sowie vegetative Nervenfasern in der Orbita, die bei Eingriffen gefährdet sind.
Merke
Eingriffe an der Orbita sind immer riskant, da durch sie zahlreiche Gefäße und Nerven führen und es zu nicht unerheblichen Blutungen kommen kann.
Die Orbita liegt unterhalb der vorderen Schädelgrube (Fossa cranii anterior, ▶ Abb. 1.1) und hat die Form einer vierseitigen Pyramide, deren Basis sich zum Gesicht hin öffnet (Eingang der Orbita, Aditus orbitalis, ▶ Abb. 1.2). Die Achse verläuft von der Pyramidenbasis (vorn außen) nach hinten medial zum Canalis opticus an der Wurzel des kleinen Keilbeinflügels (Pyramidenspitze). Da somit die Spitzen der beiden Augenhöhlen medial liegen, sind die Längsachsen beider Orbitae nach außen gerichtet und die laterale und mediale Wand bilden miteinander einen Winkel von ca. 45° ( ▶ Abb. 1.1, ▶ Abb. 1.2). Die durchschnittlichen Maße der Orbita ( ▶ Tab. 1.1) verdeutlichen, dass hier nicht viel Platz ist. Am weitesten ist sie 1 cm hinter dem vorderen Orbitarand. Der Abstand zwischen Bulbusrückseite und Öffnung des Canalis opticus beträgt 18 mm ▶ [1].
Schädelbasis mit Orbita.
Abb. 1.1Einseitig eröffnet; links: Pars orbitalis ossis frontalis, Periorbita und Fettkörper entfernt.
1 N. opticus
2 A. ophthalmica
3 N. abducens
4 N. oculomotorius
5 N. trigeminus
Knöcherne Orbita, rechts.
Abb. 1.2Ansicht von schräg vorne.
1a Os frontale, Pars orbitalis
1b Os frontale, Proc. zygomaticus
2a Os sphenoidale, Ala minor
2b Os sphenoidale, Ala major
3 Os zygomaticum
4a Maxilla, Facies orbitalis
4b Maxilla, Proc. frontalis
5 Os palatinum, Proc. orbitalis
6 Os lacrimale
7 Os ethmoidale, Lamina orbitalis
8 Canalis opticus
9 Fissura supraorbitalis
10 Fissura infraorbitalis
11 Sulcus/Canalis infraorbitalis
12 Foramen zygomaticofaciale
13 Foramen supraorbitale
14 Incisura frontalis
15 Foramen ethmoidale posterius
16 Foramen ethmoidale anterius
17 Foramen infraorbitale
Tab. 1.1
Maße der Orbita
▶ [3]
.
Detail
Größe
Durchmesser vertikal
35 mm
Durchmesser horizontal
40 mm
mediale Wand
45–50 mm (Rand des Os lacrimale bis Fissura orbitalis superior)
laterale Wand
40 mm (Orbitarand bis Fissura orbitalis superior)
Tiefe
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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