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Beschreibung

EINLEITUNG Willkommen in Paris Haute Couture und Sterne-Küche, Luxus und Lebensart, Kunst und Kultur im Überfluss – es gibt viele gute Gründe, nach Paris zu reisen. Paris ist die Stadt der Belle Époque und der modernen Architektur, Metropole des Savoir-vivre und der Mode, Stadt der Revolution und der Aufklärung, blau-weiß-rot beflaggte Machtzentrale der Grande Nation. Paris ist die Stadt der gediegenen Großbourgeoisie und der Künstlerbohème, der Flaneure und Fashion Victims, der Gourmets und Genießer, der Liebe und der Verliebten. Paris ist eine Stadt, die Traditionen bewahrt, ohne nostalgisch zu sein, die für die Zukunft plant und dabei menschlich bleibt. Paris ist romantisch, geistreich, faszinierend, poetisch und spektakulär, aber auch widersprüchlich, fordernd, überheblich, snobistisch. Die Stadt ist ein Mythos, eine Legende – und ein Moloch. Es gibt viele gute Gründe, nicht in Paris leben zu wollen: Der Alltag ist hektisch, die astronomischen Preise machen sprachlos, die Rushhour in der Métro kann man nur stoisch ertragen, der Sonnenplatz im Lieblingscafé ist meist schon besetzt, das bisschen Grün eingezäunt. Für den Besucher, gleich, ob er zum ersten Mal in der Seine-Metropole eintrifft oder zum x-ten Mal wiederkehrt, überwiegt allemal der Zauber. Jeder empfindet den »Klimawechsel«: Das hat nichts mit dem Wetter oder der Lage von Paris zu tun – es ist die Atmosphäre, die einen umfängt und die aus Geschichte und Kultur der Stadt, dem Lebensgefühl und der Lebensart der Pariser entsteht. Notre-Dame, Eiffelturm und Louvre gehören zweifellos zum klassischen Sightseeing-Programm, doch den Charme der Stadt erlebt der Besucher auch ganz »nebenbei«. Gehen Sie auf Entdeckungstour durch ruhige Stadtviertel und stille Straßen, besuchen Sie bunte Märkte, schicke Szenecafés und modische Designer-Boutiquen, rattern Sie mit der Métro über die Hochbahn und gleiten Sie mit dem Schiff über die Seine, blicken Sie auf das berühmte Grau der Dächer, stöbern Sie auf den Flohmärkten, genießen Sie das Menü im Bistro an der Ecke – Paris ist überall »pariserisch«.

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Seitenzahl: 117

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Paris
© Elena Elisseeva/Fotolia
DIE AUTORIN
Friederike Schneidewind lebt als freie Autorin in Köln und in der Bretagne und hat als Frankreichkennerin bereits mehrere Reiseführer geschrieben. Seit ihrem Romanistikstudium verbringt sie regelmäßig mehrere Wochen im Jahr in Paris.

Paris

Top 10 & Mein Paris

Willkommen in Paris

Top 10: Das müssen Sie gesehen haben

Mein Paris

Stadttouren

Ein Rundgang durch Paris

Île de la Cité und Louvre

Champs-Élysées, Arc de Triomphe, Eiffelturm und Sacré-Cœur

Streifzüge

Île Saint-Louis

Quartier Latin

Saint-Germain-des-Prés

Marais und Les Halles

Montmartre

Montparnasse

Bastille-Viertel

La Défense

Versailles

Vista Points

Museen, Architektur und andere Sehenswürdigkeiten, Friedhöfe

Museen

Architektur und andere Sehenswürdigkeiten

Friedhöfe

Erleben & Genießen

Übernachten – Hotels, Apartments

Hotels

Apartments

Essen und Trinken – Restaurants, Cafés, Salons de thé

Restaurants

Untere Preislage:

Mittlere Preislage:

Höhere Preislage:

Sterneküche/Oberste Preislage:

Cafés und Salons de thé

Nightlife – Bars, Szenelokale, Jazzclubs, Discos, Clubs

Bars und Szenelokale

Jazzclubs

Discos und Clubs

Kultur und Unterhaltung – Tickets, Theater, Konzert, Oper, Ballett, Revue, Kino

Tickets

Theater

Konzert

Oper, Ballett

Revue

Kino

Shopping – Kaufhäuser, Kulinarisches, Mode, Parfüm, Souvenirs, Antiquitäten, Flohmärkte

Kaufhäuser

Kulinarisches

Mode und Accessoires

Parfüm und Kosmetik

Souvenirs und Geschenke

Antiquitäten und Flohmärkte

Mit Kindern in der Stadt

Erholung und Sport – Parks, Radfahren, Inliner, Bäder, Wellness, Wandern

Parks

Radfahren

Inliner

Bäder

Wellness

Wandern

Chronik

Daten zur Stadtgeschichte

Service von A bis Z

Paris in Zahlen und Fakten

Anreise

Auskunft

Tourismusbüros:

Diplomatische Vertretungen

Feiertage, Feste, Veranstaltungen

Geld, Kreditkarten

Hinweise für Menschen mit Handicap

Internet

Klima, Reisezeit

Medizinische Versorgung

Notfälle, wichtige Rufnummern

Post, Briefmarken

Presse

Rauchen

Sicherheit

Sightseeing, Touren

Stadtrundfahrten:

Schiffstouren:

Telefonieren

Trinkgeld

Verkehrsmittel

Sprachführer

Bildnachweiss und Impressum

Top 10 & Mein Paris
Willkommen in Paris
Haute Couture und Sterne-Küche, Luxus und Lebensart, Kunst und Kultur im Überfluss – es gibt viele gute Gründe, nach Paris zu reisen. Paris ist die Stadt der Belle Époque und der modernen Architektur, Metropole des Savoir-vivre und der Mode, Stadt der Revolution und der Aufklärung, blau-weiß-rot beflaggte Machtzentrale der Grande Nation. Paris ist die Stadt der gediegenen Großbourgeoisie und der Künstlerbohème, der Flaneure und Fashion Victims, der Gourmets und Genießer, der Liebe und der Verliebten. Paris ist eine Stadt, die Traditionen bewahrt, ohne nostalgisch zu sein, die für die Zukunft plant und dabei menschlich bleibt. Paris ist romantisch, geistreich, faszinierend, poetisch und spektakulär, aber auch widersprüchlich, fordernd, überheblich, snobistisch.
Die Stadt ist ein Mythos, eine Legende – und ein Moloch. Es gibt viele gute Gründe, nicht in Paris leben zu wollen: Der Alltag ist hektisch, die astronomischen Preise machen sprachlos, die Rushhour in der Métro kann man nur stoisch ertragen, der Sonnenplatz im Lieblingscafé ist meist schon besetzt, das bisschen Grün eingezäunt.
Für den Besucher, gleich, ob er zum ersten Mal in der Seine-Metropole eintrifft oder zum x-ten Mal wiederkehrt, überwiegt allemal der Zauber. Jeder empfindet den »Klimawechsel«: Das hat nichts mit dem Wetter oder der Lage von Paris zu tun – es ist die Atmosphäre, die einen umfängt und die aus Geschichte und Kultur der Stadt, dem Lebensgefühl und der Lebensart der Pariser entsteht. Notre-Dame, Eiffelturm und Louvre gehören zweifellos zum klassischen Sightseeing-Programm, doch den Charme der Stadt erlebt der Besucher auch ganz »nebenbei«. Gehen Sie auf Entdeckungstour durch ruhige Stadtviertel und stille Straßen, besuchen Sie bunte Märkte, schicke Szenecafés und modische Designer-Boutiquen, rattern Sie mit der Métro über die Hochbahn und gleiten Sie mit dem Schiff über die Seine, blicken Sie auf das berühmte Grau der Dächer, stöbern Sie auf den Flohmärkten, genießen Sie das Menü im Bistro an der Ecke – Paris ist überall »pariserisch«.
© S. Greg Panosian/iStockphoto
Blick auf die Champs-Élysées Richtung Arc de Triomphe
Top 10: Das müssen Sie gesehen haben
A Notre-Dame
M/N14
Gotische Baukunst in höchster Vollendung auf der Ile de la Cité: die Kathedrale auf der Seine-Insel ist einer Hauptstadt würdig.
© Alain Téoulé/Fotolia
B Musée du Louvre
K/L12
Dieses so große wie großartige Museum im einstigen Königsschloss lockt mit Kunstschätzen aus vielen Epochen und Ländern.
C Arc de Triomphe und Champs-Élysées
G4/5, G5–J9
Paris ist die Stadt der Flaneure – und wo könnte man besser bummeln als auf der prächtigsten Avenue der Metropole?
D Eiffelturm
L4
Das weltbekannte Wahrzeichen bietet von drei Aussichtsterrassen ein grandioses Paris-Panorama.
© majeczka/shutterstock
E Montmartre und Sacré-Cœur
C/D11–14, C13
Steile Treppen und abschüssige Gassen, idyllische Winkel, Bistros und Cafés wie aus Amélies Welt – und über allem thront das zweite Pariser Wahrzeichen, Sacré-Cœur.
F Saint-Germain-des-Prés
L–N 9–12
Mit zahllosen Buchhandlungen, Antiquitätenläden und Kunstgalerien, Jazzclubs und Literatencafés ist Saint-Germain das schönste Viertel zum Bummeln und Stöbern.
G Centre Georges Pompidou
K/L15
Moderne Kunst und Architektur aufs Beste vereint, und dazu ein fantastischer Blick auf das berühmte Grau der Pariser Dächer.
© Thomas Ebert/laif, Köln
H Invalidendom
M7/8
Weithin sichtbar ist die goldene Kuppel des Invalidendoms, in dem Napoleon zur ewigen Ruhe gebettet wurde.
© ralfgosch/iStockphoto
I Cimetière du Père Lachaise
aD4
Auf dem großen, parkartigen Friedhof zieht es Fans nicht nur zu den Gräbern von Jim Morrison und Edith Piaf, sondern zu unzähligen weiteren Prominenten von Molière bis Oscar Wilde.
J Jardin du Luxembourg
O/P11–13
Nicht nur bei den Studenten der nahen Sorbonne beliebt – die grüne Lunge des Quartier Latin.
© JFBRUNEAU/Fotolia
Mein Paris
Lieblingsplätze der Autorin
Liebe Leserinnen und Leser,
dies sind einige besondere Orte in der Seine-Metropole, an die ich immer wieder gern zurückkehre. Eine schöne Zeit in Paris wünscht Ihnen
Friederike Schneidewind
~ Tuilerien
J/K9–11
Ein grüner Metallstuhl, die Füße am Rand des Wasserbassins, mit Blick auf den Park – kann eine Mittagspause schöner sein?
~ Institut du Monde Arabe
 O15/16
Nicht nur das moderne Glasgebäude ist sehenswert, auch der Blick von der Dachterrasse lohnt den Abstecher.
~ Marais
 K–M14–17
Das historische Stadtviertel mit eleganten Stadtpalais und verwinkelten Straßen, schicken Boutiquen und Szenebars, jüdischem Quartier und lohnenden Museen lädt zum ziellosen Schlendern ein.
~ Pariser Passagen
 G12/13, K13, J14, J12/13
Ganz nostalgisch sind die glasüberdachten Ladenstraßen, von denen Paris noch mehrere besitzt. Eine der schönsten ist die Galerie Vivienne.
~ Bar du Marché
 M12
Die Café-Terrasse bietet Logenplätze für den Blick auf die belebte Rue de Buci im schönsten Teil von Saint-Germain.
Stadttouren
Ein Rundgang durch Paris
Vormittag
© VISTA POINT Verlag (Archiv), Rheinbreitbach
Île de la Cité – Conciergerie – Sainte-Chapelle –
Notre-Dame – Saint-Germain – Louvre. Tour vgl. Karte unten.
Mittag
Place du Marché Saint-Honoré – gleich mehrere Lokale rund um die gläserne Halle auf dem Platz bieten mittags kleine Snacks oder ganze Menüs.
Nachmittag
Tuilerien – Place de la Concorde – Champs-Élysées – Arc de Triomphe – Eiffelturm – Sacré-Cœur. Tour vgl. Karte dort.
Île de la Cité und Louvre
Es liegt nahe, dort zu beginnen, wo die Stadt ihren Anfang nahm: auf der Île de la Cité L–N12–15. Schon vor mehr als 2000 Jahren siedelten Kelten vom Stamm der Parisii auf der Seine-Insel, und noch heute misst man von hier, von dem Platz vor der Kathedrale Notre-Dame aus, alle Entfernungen im Land. Die Insel wird nicht nur als historischer Ursprung der Stadt Paris betrachtet, sondern auch als der – wenn auch nicht geografische – Mittelpunkt Frankreichs.
© Has Asatryan/shutterstock
Einst Wartesaal für die Guillotine: die mittelalterliche Conciergerie auf der Île de la Cité, im Vordergrund die Seine-Brücke Pont au Change
Square du Vert-GalantL12/13, Platz des Grünen Galan, heißt die kleine Grünanlage an der Westspitze der Insel – womit Heinrich IV. gemeint ist, auf dessen zahllose Liebesabenteuer damit angespielt wird. Sein Reiterstandbild steht gleich oberhalb dieses idyllischen Winkels, auf der Brücke Pont NeufL/M13. Trotz ihres Namens »Neue Brücke« ist diese Anfang des 17. Jahrhunderts eingeweihte Seine-Brücke die älteste der Stadt. Zu ihrer Zeit stellte sie eine absolute Novität dar: Sie war als erste Brücke nicht mit Häusern bebaut.
© VISTA POINT Verlag (Archiv), Rheinbreitbach
Ermordet von Charlotte Corday: der Revolutionsführer Marat (Gemälde von Jacques-Louis David, 1793)
Wir bummeln weiter über die etwas versteckte Place Dauphine und entlang dem Quai de l’Horloge zur Conciergerie M13. Dieser älteste Teil des einstigen Königspalasts diente über Jahrhunderte als Staatsgefängnis und wurde noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts als solches genutzt. Inhaftiert waren hier illustre, berühmte und berüchtigte Personen der französischen Geschichte: Ravaillac, der im Jahr 1610 König Heinrich IV. ermordete, der Räuber Cartouche und Charlotte Corday, die Mörderin des Revolutionsführers Marat. Nur wenig später warteten hier dessen Mitstreiter Danton und Robespierre auf die Vollstreckung ihres Todesurteils unter der Guillotine, die auf der Place de la Concorde errichtet worden war. Zur Zeit der Terreur, ihrer »Schreckensherrschaft« während der Französischen Revolution, hatten mehr als 2800 Männer und Frauen dieses Schicksal geteilt – als berühmteste Opfer mussten König Ludwig XVI. und seine Frau Marie Antoinette ihren Kopf lassen. Auch die Königin verbrachte ihre Kerkerhaft in einer Zelle der Conciergerie – diese ist heute zu besichtigen, daneben auch Wachsäle und weitere Räume des Gefängnisses.
© sanddebeautheil/iStockphoto
Notre-Dame de Paris nach dem Brand im April 2019
Ebenfalls an der Stelle des alten Königspalasts befindet sich das im 19. Jahrhundert errichtete große Gebäude des Palais de Justice. Inmitten der Mauern des Gerichtshofs liegt wohl verborgen ein Kleinod französischer Gotik, die Sainte-Chapelle M13, deren einzigartige farbige Glasfenster aus dem Mittelalter bis heute erhalten sind. Mitte des 13. Jahrhunderts ließ Ludwig IX. der Heilige den Sakralbau im Innenhof seines Palasts errichten. Der obere, durch die Fenster in mystisches Licht getauchte Raum war allein dem König vorbehalten, für die Mitglieder seines Hofs war die Kapelle im Geschoss darunter vorgesehen.
© Fulcanelli/shutterstock
Hochgotisch: Tympanum des Jüngsten Gerichts
Unser Spaziergang führt weiter zum zweiten Highlight der Insel, zur AKathedrale Notre-Dame M/N14. Mit der Planung des Kirchenbaus wurde im 12. Jahrhundert begonnen, vollendet wurde er Mitte des 14. Jahrhunderts. Die frühgotische Kathedrale gehört zu den bedeutendsten Sakralbauten Frankreichs: Unbedingt sehenswert ist die horizontal gegliederte Westfassade mit den drei Portalen, der großen Fensterrosette mit fast zehn Metern Durchmesser und den beiden Türmen. Der originale Figurenschmuck, die sogenannte Königsgalerie, fiel der Französischen Revolution zum Opfer – obwohl es sich bei den Skulpturen um biblische Könige handelte, wurden auch ihnen die Köpfe abgeschlagen. Erst in den 1970er Jahren wurden sie wiederaufgefunden und sind heute im Mittelaltermuseum, dem Musée du Moyen Age et Thermes de Cluny, zu besichtigen.
Direkt nach dem verheerenden Brand in der Kathedrale im April 2019, bei dem das Dach zerstört wurde und der Vierungsturm einstürzte, begannen die aufwendigen, unter Hochdruck betriebenen und inzwischen abgeschlossenen Rekonstruktionsarbeiten.
Das Innere der fünfschiffigen Kathedrale ist auch historisch interessant. An diesem Ort fanden bedeutende Ereignisse statt: Hier wurde im 15. Jahrhundert Henri VI. von England zum französischen König gekrönt, im 16. Jahrhundert Maria Stuart mit dem Dauphin François vermählt. Während der Französischen Revolution wurde Notre-Dame zum »Tempel der Vernunft« erklärt, 1804 nahm hier Napoleon Papst Pius VII. die Krone aus der Hand und krönte sich selbst zum Kaiser, 1944 dankte Charles de Gaulle für die Befreiung von Paris nach der deutschen Besatzung.
Wer einmal um die Île de la Cité herumspaziert, findet an der Spitze der Insel das Mémorial de la Déportation N15, wo in schlichter, aber ergreifender Weise der unter der deutschen Besatzung Deportierten gedacht wird.
Weiter geht’s ans linke Seine-Ufer, wo am Quai de Montebello einige Bootslokale vor Anker liegen und der Batobus an einer Haltestelle Fahrgäste am Ufer absetzt und aufnimmt. Vor ihren Buchkisten aus grün lackiertem Metall warten die Bouquinisten N14auf Kundschaft. Antiquarische Schnäppchen und rare Erstausgaben findet man hier nicht, aber das Stöbern macht auch in alten Postkarten und Landkarten, Büchern und Bildern Spaß.
Über die Rue de la Huchette und die Place Saint-Michel mit dem gleichnamigen Brunnen biegen wir in die Rue Saint-André-des-Arts ein und gelangen damit nach Saint-Germain-des-Prés. Die belebte Straße ist nur eine von vielen im Viertel, die mit zahllosen Modeboutiquen und Buchhandlungen, Antiquitätenläden und Kunstgalerien, Jazzclubs und Kinos zum Bummeln und Stöbern verführen. Hier kommen wir wieder her, jetzt allerdings muss ein Blick in die kopfsteingepflasterte Passage Cour de Rohan N12/13genügen, bevor wir der Rue Mazarine bis zum Seine-Ufer folgen.
Unser Ziel ist der Louvre, auf dessen lang gezogenes, monumentales Gebäude die Fußgängerbrücke Pont des Arts L12den ersten Blick gewährt. Linker Hand schaut man über weitere Brücken bis zum Glasdach des Grand Palais, rechter Hand auf die Île de la Cité – »pariserischer« kann es nicht mehr werden! Durch die Cour Carrée, den Innenhof, gelangt man zur Glaspyramide, unter der das große Foyer den Zugang zum BMusée du LouvreK/L12gewährt – sowie auch zur unterirdischen Ladenpassage Carrousel du Louvre. Dort sind Kunstdrucke und Reproduktionen von Kunstwerken erhältlich, Ausstellungskataloge und Postkarten mit Motiven berühmter Gemälde.
Der Louvre ist ein Museum der Superlative, der weiten Wege und der überwältigenden Fülle – mit unzähligen Kunstschätzen in den Abteilungen Malerei, Skulptur, Kunsthandwerk, Grafik, ägyptische, griechisch-etruskisch-römische und mittelöstliche Kunst –, das mit rund 60 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche und über zehn Millionen Besuchern jährlich zu den drei größten Museen der Welt zählt. Jedenfalls wollen wir in dem weitläufigen Kunstmuseum gar nicht erst versuchen alles zu sehen, sondern uns lieber eine Abteilung intensiv vornehmen oder nur ausgewählte Kunstwerke wie die Venus von Milo, die Mona Lisa von Leonardo da Vinci oder die Sklaven von Michelangelo.
Bleibt noch Zeit für ein Glas Champagner mit Blick auf die Glaspyramide des Architekten Ieoh Ming Pei? Das Café Marly unter den Arkaden des Louvre bietet dafür echte Logenplätze. Für einen richtigen Mittagsimbiss eignen sich aber auch die Lokale an der Place du Marché Saint-Honoré oder das urige Weinbistro Le RubisJ11kurz davor (in der gleichnamigen Straße).
Champs-Élysées, Arc de Triomphe, Eiffelturm und Sacré-Cœur
Nach der Mittagspause geht’s in den Jardin des Tuileries. Wie die anderen schönen Pariser Parks, die alle ihren eigenen Reiz haben, ist auch der ~Tuilerien-GartenJ/K 9–11