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Die Regeln der Jagd: Die Beute bekommt zehn Minuten Vorsprung.
Nach dem Signal betritt der Jäger den Wald. Die Jagd hat begonnen.
Wird die Beute nicht vor Mitternacht gefangen, erhält sie 10.000 Dollar.
Schafft sie es bis zum Morgengrauen, bekommt sie 100.000 Dollar.
Aber wenn der Jäger sie erwischt, gehört sie für die Nacht ihm.
Es gibt eine letzte, geheime Regel, die nur der Jäger kennt: Was der Jäger fängt, behält er. Seine Beute wird zu seiner Elita, seiner Auserwählten. Sie wird ihm gehören. Für immer.
Möge die Jagd beginnen ...
Motive: Mafiabruderschaft, Geheimbund, Primal Play, Dark Romance, Rotkäppchen und der böse Wolf
Inhaltswarnung:
Primal Play, Unfreiwilligkeit/Widerwillen, BDSM, Sexarbeit, Entführung/Verführung, Gewalt und Mord (detailliert beschrieben), (ehemalige) Drogenabhängigkeit, erotische Szenen.
Hier findest du die Playlist zu Perfekte Beute: https://geni.us/HisPreyplaylist
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Veröffentlichungsjahr: 2026
Kostenlose Geschichte
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Epilog
Kostenlose Geschichte
Ebenfalls von Lee Savino
Die Autorin
Urheberrecht
An alle Leserinnen, die sich nach einer animalischen Nummer mit einem maskierten Psycho sehnen: Fangt an zu rennen.
Die Regeln der Jagd: Die Beute bekommt zehn Minuten Vorsprung.
Nach dem Signal betritt der Jäger den Wald. Die Jagd hat begonnen.
Wird die Beute nicht vor Mitternacht gefangen, erhält sie 10.000 Dollar.
Schafft sie es bis zum Morgengrauen, bekommt sie 100.000 Dollar.
Aber wenn der Jäger sie erwischt, gehört sie für die Nacht ihm.
Es gibt eine letzte, geheime Regel, die nur der Jäger kennt: Was der Jäger fängt, behält er. Seine Beute wird zu seiner Elita, seiner Auserwählten. Sie wird ihm gehören. Für immer.
Möge die Jagd beginnen ...
Motive: Mafiabruderschaft, Geheimbund, Primal Play, Dark Romance, Rotkäppchen und der böse Wolf
Inhaltswarnung:
Primal Play, Unfreiwilligkeit/Widerwillen, BDSM, Sexarbeit, Entführung/Verführung, Gewalt und Mord (detailliert beschrieben), (ehemalige) Drogenabhängigkeit, erotische Szenen.
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Hol dir hier eine Mafia-Weihnachtsgeschichte: https://geni.us/HisPreyFreebieGER
Jaeger
Billionaire Island ist eine Oase außerhalb der Stadt. Die Reichsten der Reichen besitzen hier Feriendomizile. Und sie beherbergt die Lodge, einen Privatklub mit zig Hektar Wald. Die Elite kommt hierher, um zu feiern, an privaten Spieltischen zu zocken und sich im BDSM-Verlies in den unteren Geschossen feuchtfröhlichen Vergnügungen hinzugeben.
Ich stand mit einem Drink in der Hand an der Bar und betrachtete die bernsteinfarbene Flüssigkeit. Mit einer Größe von 1,90 Metern und über hundert Kilo reiner Muskulatur passe ich nicht in die schillernde, luxuriöse Kulisse. Im Gegensatz zu den Treuhandfondsverwaltern und Geschäftsleuten mit ihren weichen Händen wurde ich nicht in Privilegien hineingeboren. Ich wurde auf der Straße geboren. Von klein auf habe ich mich in einem brandgefährlichen Umfeld behauptet. In diesem verweichlichten Leben bin ich fehl am Platz. Ich bin in der Lodge, um klaren Kopf zu bekommen. Aber nicht mal das Brennen des sündteuren Whiskeys genügt, um das rastlose Monster in mir zu besänftigen.
Die Bestie will gefüttert werden.
Ich brauche eine Pussy. Es ist viel zu lange her, und die Lodge strotzt vor schönen Frauen. Die Kellnerinnen tragen kurze Röcke, die Subs des Klubs kaum vorhandene Bodys. Ganz zu schweigen von den Prominenten und Erbinnen in Designerkleidern auf der Suche nach einer pikanten Kostprobe eines wilderen Lebens. Ich kann fühlen, wie sie mich ansehen. Mit einem Fingerzeig könnte ich jede davon bekommen. Aber das interessiert mich nicht im Geringsten.
Ich bevorzuge eine brutale Hetzjagd. Um die Bestie zu befriedigen, brauche ich den Nervenkitzel.
Ich sehe mich nach der hübschen Rothaarigen um, die ich vor ein paar Tagen im Inferno gesehen habe, der Bar, die unsere Bruderschaft in der Stadt betreibt. Manchmal haben die Frauen, die dort arbeiten, auch Dienst in der Lodge.
Sie geht mir nicht mehr aus dem Kopf – lockiges rotes Haar, straffe Kurven, Sommersprossen, die sich sogar durch ihr Make-up abzeichnen. Genau mein Typ. Meine zum Leben erwachte Idealfrau. Als ich sie zum ersten Mal gesehen habe, war ich überzeugt davon, ich müsste träumen. Sie ist derart atemberaubend, dass ich damals dachte, die Götter müssten sie nach meinen Fantasien erschaffen haben.
Aber sie ist nicht hier.
Ich trinke den Whiskey aus und klopfe auf die Theke, um anzuzeigen, dass ich noch einen möchte.
»Alles Gute zum Geburtstag, Jaeger.« Sebastian St. James tritt aus den Schatten hervor. Da er mich hierher eingeladen hat, hätte ich mit ihm rechnen sollen. Nur durch jahrelanges Training kann ich verschleiern, dass es ihm gelungen ist, sich an mich anzuschleichen.
»St. James.« Ich drehe mich ihm zu. Er trägt seinen üblichen grauen Anzug. Von der Seidenkrawatte bis hin zu den silbernen Manschettenknöpfen weist jeder maßgeschneiderte Quadratzentimeter auf einen erfolgreichen, wohlerzogenen Geschäftsmann hin. Nur diejenigen von uns, die ihn gut kennen, wissen um seine Gefährlichkeit. »Woher weißt du, dass ich heute Geburtstag habe?«
St. James antwortet nicht. Er nippt an seinem Drink und bleibt unter meinem intensiven Blick vollkommen ruhig. Obwohl er mein Blutsbruder ist, bin ich in seiner Gegenwart auf der Hut.
Wenn man so am Rande der Gesellschaft lebt wie ich, katalogisiert man Bedrohungen. Von Kindesbeinen an bin ich von gefährlichen Männern umgeben gewesen. Und ich habe dafür gesorgt, dass ich selbst bedrohlicher als die meisten geworden bin. Aber meine Instinkte wittern, dass St. James in einer anderen Liga spielt. Er ist unscheinbar wie eine Schlange in hohem Gras und genauso tödlich. Die Männer, die er schon vernichtet hat, haben es nie kommen sehen.
»Verstehe. Du weißt einfach alles.« Mein Zwillingsbruder und ich sind nicht wirklich an diesem Tag geboren. Wir haben ihn uns ausgesucht. An diesem Tag sind wir aus der Hölle befreit und wiedergeboren worden.
Aber wahrscheinlich weiß St. James auch das.
»Ich hab ein Geschenk für dich«, sagt er.
Ich schnaube. »Glaubst du, ich bin gerade sieben geworden? Geburtstagsgeschenke sind für Kinder.« Obwohl ich nicht aus Erfahrung spreche. In meinen jungen Jahren hat es keine kindlichen Feiern gegeben.
»Ich denke, es wird dir gefallen.« Er schnippt mit den Fingern, und eine süße Blondine, herausgeputzt als Zigarrenmädchen, stakst zu uns herüber. St. James wählt zwei Zigarren von ihrem Tablett aus und geht damit hinaus auf die weitläufige Holzterrasse mit Blick auf den dichten Wald. Ich folge ihm. Er leitet Fraternitas als Stellvertreter des Mannes, den man den Teufel nennt. Ich folge ihm, weil ich darauf einen Eid abgelegt habe.
Aber ich bin auch neugierig.
St. James nimmt unsere Zigarren zum gegenüberliegenden Geländer der Terrasse mit. Ich lehne mich darauf und betrachte die etlichen Hektar Wildnis. Man käme nie auf die Idee, dass nur wenige Kilometer entfernt eine Stadt mit neun Millionen Einwohnern liegt. Die einzigen Geräusche sind raschelnde Blätter, das Summen von Insekten, die Laute nachtaktiver Tiere. Friedlich und wild.
Der Gesamteindruck besänftigt die Bestie.
Ein Streichholz flammt auf, und St. James reicht mir meine Zigarre.
Der Mistkerl weiß, dass er meine Neugier geweckt hat, und wird mich betteln lassen. »Was ist es also? Mein Geschenk?«
»Ich hab mit Damien gesprochen.« Er meint den Teufel. Das Oberhaupt von Fraternitas. »Er und ich sind uns einig, dass du eine Belohnung für die Opfer verdienst, die du gebracht hast.«
Damit meint er die vergangenen sechs Monate, in denen ich mich einer Mission für Fraternitas gewidmet habe. Dabei habe ich die Hände mit so viel Blut befleckt, dass ich sie nie wieder völlig sauber schrubben kann. »Mein gesamtes Handeln gilt der Bruderschaft. Ich halte mich an mein Gelübde.«
»Das wissen wir. Du hast deine Loyalität vielfach bewiesen. Und deshalb verdienst du eine Belohnung.« Er schnippt Asche über die Seite des Geländers.
Irgendwo unter uns ertönt ein Alarm. Instinktiv versteife ich mich, als unter der Terrasse eine Tür aufschwingt und gegen die Wand knallt.
Eine Gestalt rennt auf den Rasen. Eine Frau mit nackten Beinen. Sie trägt ein weißes Kleid, das im Mondlicht schimmert.
Mein gesamter Körper ist in höchster Alarmbereitschaft, meine Muskeln spannen sich an, bereit, die Verfolgung aufzunehmen.
Mein Zwillingsbruder und ich besitzen eine ausgezeichnete Nachtsicht. Das ist einer der Gründe, warum wir in der Dunkelheit so tödlich sind. Meine Gabe ermöglicht es mir, Details der Flüchtenden auszumachen. Eine Mähne lockiger Haare ergießt sich über ihren Rücken. Ihre blassen Beine blitzen auf, während sie von der Lodge weg über den Rasen rennt.
Mein Blick folgt ihr, bis sie zwischen den Bäumen verschwindet. Jeder Instinkt in mir verlangt von mir, sie zu verfolgen.
St. James pafft seine Zigarre und beobachtet mich belustigt. Ich umklammere das Geländer so krampfhaft, dass ich spüre, wie sich Splitter in meine Haut bohren.
»Wer ist sie?«, frage ich mit knurrendem Unterton.
»Eine Kellnerin. Normalerweise arbeitet sie im Inferno, aber heute Abend habe ich sie für andere Aufgaben eingeteilt.« Der verdammte St. James. Er hat bemerkt, wie ich die Rothaarige beobachtet habe, und uns beide hergelockt. Er hat etwas geplant.
»Was für Aufgaben?«
»Sie gehört für die Nacht dir. Wenn es dir gelingt, sie dir zu schnappen.« Seine grauen Augen funkeln im Mondlicht. St. James steht auf Grenzspiele. Deshalb besitzt er mehrere BDSM-Klubs, darunter die Lodge.
Und wenn er alles weiß, dann auch, dass mir kaum etwas mehr Vergnügen bereitet als eine wilde, animalische Jagd.
»Sie hat einen Vertrag unterschrieben und wird stattlich dafür bezahlt, im Wald vor dir zu flüchten. Wenn es ihr gelingt, bis nach Mitternacht nicht erwischt zu werden, bekommt sie eine Prämie. Noch mehr, wenn sie bis zum Morgengrauen durchhält.« Er bedenkt mich mit einem zufriedenen Blick. Näher kommt er einem Lächeln nie. »Ich bezweifle, dass du so lange brauchen wirst, um sie zu schnappen.«
»Du meinst ...« Die Bestie in mir brüllt. Mein Brustkorb bläht sich, meine Lunge bereitet sich darauf vor, wie ein Blasebalg zu pumpen, während ich hinter ihr her renne. Meiner Beute.
»Willkommen zur Jagd. Bis zum Morgengrauen hast du auf dem Gelände völlig freie Hand. Und wenn du sie fängst, gehört sie ganz dir.« Er holt eine schwarze Maske mit Augenlöchern und einem aufgedruckten weißen Totenkopf hervor. Ich trage sie für rituelle Hinrichtungen. Er reicht sie mir und deutet mit dem Kopf zu der Treppe links, die hinunter zum Rasen verläuft. »Ich hab ihr gesagt, du gibst ihr zehn Minuten Vorsprung.«
* * *
Elodie
Ich rase zwischen den Bäumen hin und her, drücke mit ausgestreckten Armen die Äste weg. Dennoch zerkratzt mir Gestrüpp die nackten Gliedmaßen und das Gesicht.
Am Himmel scheint hell der Vollmond und hilft mir dabei, mir einen Weg durch das Dickicht zu bahnen. Allerdings ist mir bewusst, dass er auch mein Kleid erhellt. Weiß ist das Gegenteil einer Tarnfarbe. Genauso könnte ich im Rampenlicht auf einer Bühne stehen.
Der Arsch, von dem ich engagiert worden bin, hat mich gezwungen, dieses Kleid zu tragen. Zum Glück ist es Spätsommer, und die Nächte sind nicht so kalt. Aber ich bin auch barfuß. Offensichtlich soll ich eine bestimmte Fantasie erfüllen. Es ist eine Jagd, und ich bin die arme, hilflose Beute. Halb nackt, gekleidet wie eine Jungfrau, bereit für ein Opfer.
Egal. Solange ich bezahlt werde.
Kellnern reicht nicht, um meine Schwester und mich aus dem Schlamassel zu holen, den ihr Ex angerichtet hat. Ich brauche die Tausender, die Mr. St. James mir für diesen Auftritt angeboten hat. Außerdem hat er mich mit einer Prämie geködert, wenn es mir gelingt, bis Mitternacht nicht erwischt zu werden. Ein Ansporn, damit ich dem Gast eine gute Jagd liefere.
Wenn ich es bis Mitternacht schaffe, bekomme ich zehntausend Dollar. Aber wenn ich sogar bis zum Morgen durchhalte, gibt er mir hunderttausend in unmarkierten Scheinen.
Das ist das Ziel. Tausend Dollar würden gegen unsere Probleme helfen. Zehntausend würden sie beseitigen.
Hunderttausend würden unser Leben verändern. Also darf ich mich nicht schnappen lassen.
Während ich renne, schäle ich mich aus dem weißen Kleid. Ich reiße es in Stücke und hänge einen Streifen an einen niedrigen Ast, an dem er wie ein in der Luft schwebender Geist flattert.
Während ich mich zwischen den hoch aufragenden Eichen hindurchschlängle, verteile ich weitere Fetzen des Kleids an Ästen der kleineren Ulmen und Stechpalmen. Falsche Köder, um den Jäger von meiner Fährte abzubringen.
Nur bin ich jetzt nackt. Und meine blasse Haut zeichnet sich in der Nacht wie ein Leuchtfeuer ab.
Als der Wald endet, rase ich durch das lange Gras der Wiese. Meine Füße rutschen über Schlamm, und ich rudere mit den Armen, um nicht zu fallen. Das schwarze Schimmern vor mir muss ein kleiner Teich sein.
Hinter mir aus der Richtung der Lodge ertönt ein Hornstoß. Der lang gezogene, tiefe Ton jagt eine Gänsehaut über meine Arme. Das muss das Signal sein, das St. James angekündigt hat. Er hat mir versprochen, dass ich es merken würde, wann sich der Jäger auf meine Fersen heftet.
Mir läuft die Zeit davon.
Die Jagd hat begonnen.
* * *
Jaeger
Ich laufe die Treppe runter und visiere den Wald an. Von St. James sehe ich lediglich noch das Glimmen der Spitze seiner Zigarre. Mir ist völlig egal, dass er zusieht. Mein gesamtes Augenmerk gilt dem süßen Duft im Wind – dem Geruch meiner Beute.
Als ich das Hemd abstreife, kribbelt meine Haut in der kühlen Luft. Es ist zwar noch Sommer, trotzdem werden die Nächte bereits kälter.
Ich bin wild geboren worden. Vom ersten Tag an haben mein Zwillingsbruder und ich ums Überleben gekämpft wie Unkraut, das durch eine Ritze im Bürgersteig wächst. Erst mit dem Ablegen des Gelübdes und meinem Beitritt zu Fraternitas habe ich die Welt jenseits des Betondschungels kennengelernt. Als ich das erste Mal hier gewesen bin, den Chor der Grillen gehört und die frische Luft geatmet habe, war ich zu Hause.
So jung St. James und der Teufel sein mögen, die beiden sind Visionäre. Noch bevor wir alt genug waren, um überhaupt Land zu besitzen, haben sie einen Weg gefunden, die Bagatelldelikte einer Bande von Gossenkindern in ein profitables Glücksspiel- und Schmuggelunternehmen zu verwandeln und damit in den Immobilienbereich zu expandieren. Mittlerweile besitzt Fraternitas fast ganz Billionaire Island, unter anderem das riesige Grundstück mit der Lodge. Unser Land ist von einem Sichtschutzzaun umgeben, allerdings müsste ich kilometerweit laufen, um ihn zu erreichen.
Reichlich Wildnis für meine Jagd.
Ich stülpe die Vollstreckermaske über. Dadurch sehe ich genau wie das aus, was ich bin – ein Killer. Eine Bestie, dafür geboren, lauernd durch die Wildnis in den Randbereichen der Gesellschaft zu streifen. Zu meinem Glück besteht bei Fraternitas ein Bedarf an meinen brutalen Trieben, sonst wäre ich längst eingeschläfert worden wie ein Hund.
Deshalb habe ich mir keine Frau genommen. Niemand sollte unter dem grausamen Schicksal leiden, mein Besitz zu sein.
Jetzt jedoch ist mir ein Opfer auf dem Silbertablett serviert worden, und ich will verdammt sein, wenn ich es mir nicht hole.
»Lauf, Rotkäppchen, lauf«, brumme ich bei mir und beschleunige die Schritte, bis ich zwischen die Bäume renne. »Der große böse Wolf ist hinter dir her.«
* * *
Elodie
Der Jäger ist nah, pirscht sich bereits durch den Wald. Er trägt schwere Stiefel. Zweige knacken lautstark darunter. Offenbar gibt er sich keine große Mühe, nicht bemerkt zu werden. Er summt sogar leise vor sich hin. Es bereitet ihm sichtlich Vergnügen, einen Menschen zu hetzen.
Je näher er kommt, desto mehr Geräusche verursacht er, doch das Pochen meines Herzens übertönt sie. Durch die Arbeit als Kellnerin besitze ich zwar starke Beine, aber ich bin keine Läuferin. Deshalb habe ich beschlossen, mich zu verstecken.
Ich presse mich an einen dicken Baumstamm. Vorhin habe ich mir die Zeit genommen, meine Haut mit Schlamm zu beschmieren, damit sie sich in der Dunkelheit nicht so deutlich abzeichnet. Es war widerlich, aber ich musste mich tarnen. An den Beinen habe ich außerdem Blätter auf den Schlamm geklebt. Hoffentlich hält das die Insekten von mir fern.
Ich bemühe mich, meine Atmung zu beruhigen und eins mit der Baumrinde zu werden. Allerdings kann ich dem Versuch nicht widerstehen, einen flüchtigen Blick auf den Jäger zu erhaschen.
Das ist mein erster Fehler. Als er ins Mondlicht gerät, bleibt mir die Luft weg. Er ist gewaltig. Tätowierungen überziehen seine dicken Arme. Eine mit einem Totenkopf bedruckte Skimaske verhüllt sein Gesicht. Ein Anblick wie aus einem Albtraum.
Langsam dreht sich mir der Magen um. Der Mann ist wesentlich größer, als ich gedacht habe. Das ist kein gewöhnlicher Kunde, nicht bloß ein Gast des Klubs, der reich genug ist, um für seine Fantasien zu bezahlen.
Er muss einer von ihnen sein. Einer der Fraternitas. Der größten, übelsten Gang der Stadt. Diese Leute beherrschen die Unterwelt. Niemand weiß genau, was nötig ist, um ihnen beizutreten, aber es kursieren Gerüchte. Über Blutrituale, Hinrichtungen. Über Kämpfe auf Leben und Tod, um die Schwachen auszusortieren. Nur die Stärksten werden in die Bruderschaft aufgenommen.
Hätte ich gewusst, dass mein Jäger ein kriminelles Monster sein würde, ich hätte den Vertrag nie unterschrieben. Nicht auszudenken, was für verruchte Dinge er mit mir anstellen könnte, wenn er mich erwischt.
Aber jetzt ist es zu spät. Ich werde gejagt, und mein Bauchgefühl sagt mir, dass ich nicht einfach rausgehen und eine weiße Fahne schwenken kann. Das hier wird erst vorbei sein, wenn ich entweder geschnappt werde oder gewinne.
Und ich muss gewinnen.
Kaum habe ich die Bedrohung gesehen, kann ich den Blick nicht mehr davon lösen. Aufmerksam mustere ich den Mann, suche nach Hinweisen. Trotz seiner Größe umrundet er den Teich leichtfüßig, die Bewegungen fließend wie die eines Panthers. Obwohl sich meine Eingeweide vor Angst zusammenkrampfen, entfacht Hitze tief in meinem Inneren. Seine Muskeln bieten im Mondlicht einen herrlichen Anblick.
Ich gebe mein Bestes, um mich nicht zu rühren, nicht mal zu atmen, dennoch erregt irgendetwas seine Aufmerksamkeit. Er bleibt stehen und hebt den Kopf, ein Raubtier, das seine Beute wittert.
Dann schwenkt er zu dem Teil des Walds herum, in dem ich mich verstecke. So unmöglich es ist, ich habe das seltsame Gefühl, dass er mich direkt ansieht.
* * *
Jaeger
Die Nacht ist wunderschön. Der Mond am Himmel könnte genauso gut ein auf die Wiese gerichtetes Flutlicht sein. Als ich den Teich umrunde, bemerke ich Schlammspuren im Gras. Meine Beute ist hier vorbeigekommen.
Ich kann fühlen, dass sie mich beobachtet.
Obwohl ich in der Stadt geboren und aufgewachsen bin, habe ich Fertigkeiten als Jäger kultiviert. Ich weiß, dass die kleine Rothaarige nackt ist. Sie hat ihr Kleid ausgezogen, in Stücke gerissen und die Fetzen im Wald verteilt wie winzige, in der Brise zitternde weiße Fahnen der Kapitulation.
Einen davon halte ich in der Faust. Ich spüre daran noch ihre Wärme, rieche ihren Duft. Weit kann sie nicht sein. Sie hat sich dafür entschieden, sich zu verstecken statt zu flüchten.
Ich lasse mir Zeit, schlendere gemächlich zur nächsten Baumgruppe. Sobald ich sie erreiche, gebärde ich mich so laut wie möglich. Ich stapfe durchs Unterholz, achte nicht darauf, wohin ich trete, schlage Blätter und Zweige aus dem Weg.
Wenn sie nicht wegläuft, ängstige ich sie, bis ihre Urinstinkte die Kontrolle übernehmen und sie einen Fehler begeht.
»Ich weiß, dass du hier bist, Rotkäppchen«, rufe ich laut. »Ich kann dich riechen. Du bist nicht die erste Beute, die ich jage.«
Dann bleibe ich stehen und lausche aufmerksam. Obwohl ich mir nicht sicher sein kann, vermeine ich zu spüren, dass in der Nähe jemand atmet. »Weißt du, wie meine Feinde mich nennen?« Langsam drehe ich mich im Kreis und lasse den Blick über die Bäume wandern. »Sie haben keinen Namen für mich. Weil sie nicht wissen, wer ich bin. Nicht mal, nachdem ich ihnen die Kehle aufgeschlitzt habe.« In der Nähe der Wipfel mache ich eine dunkle Form aus, allerdings sieht sie mehr nach einem Eichhörnchennest aus. Die Eichen besitzen nicht genug niedrige Äste, damit meine Beute an ihnen hochklettern könnte. »Aber meine Brüder nennen mich den Wolf.« Ich bleibe in Bewegung, bahne mir einen Weg zwischen den Bäumen hindurch. Als ich eine Anhäufung von Blättern bemerke, die groß genug sein könnte, um eine Person zu verbergen, gehe ich hin und trete dagegen, doch es sind wirklich nur Blätter.
Aus dem Augenwinkel nehme ich eine leichte Bewegung wahr. Statt mich in die Richtung zu drehen, setze ich den Weg fort.
Die Nacht ist noch jung. Ich will mir Zeit lassen. Diese Jagd soll länger andauern.
* * *
Elodie
Ich knirsche so krampfhaft mit den Zähnen, dass sie schmerzen. Der Jäger geht unmittelbar an mir vorbei und führt dabei ein einseitiges Gespräch. Er ist ein noch größerer Arsch als St. James. Prompt setze ich ihn auf meine gedankliche Liste der Leute, die ich am liebsten umbringen würde. Dabei bemühe ich mich, nicht darauf zu achten, wie sinnlich seine tiefe Stimme klingt.
Ich muss wohl ein Freak sein, denn mein Körper fasst meine Angst als Erregung auf. Bei jedem Pochen meines Herzens pulsiert es in meiner Scham. Nässe läuft mir am Bein hinab.
Dieser Kerl will mich auf dem kalten, harten Boden rammeln wie ein Tier, und ich bin geil? Ich verstehe mich selbst nicht.
Seine Stimme entfernt sich. Ich halte den Atem an, bis ich ihn nicht mehr durch das Unterholz poltern höre. Die Geräusche werden schwächer, bis mich wieder die Stille des Walds umgibt. Allerdings ist es nicht wirklich still. Um mich herum knarzt und knackt und raschelt es eigenartig. Welche nachtaktiven Kreaturen sich in diesen Wäldern herumtreiben könnten, will ich mir gar nicht ausmalen. Ich kann nur hoffen, dass sie mich in Ruhe lassen.
Als es in der Nähe meines Ohrs summt, zucke ich zusammen. Die Stechmücken haben mich entdeckt. Und die Temperatur sinkt. Es wäre warm genug, wenn ich angezogen wäre, so jedoch zittere ich.
Als es abermals summt, klatsche ich mir dort auf den Arm, wo das Insekt landet. Der mittlerweile getrocknete Schlamm bröckelt ab. Ich presse die Lippen zusammen, um ein hysterisches Kichern zu unterdrücken. Wenn er mich aufspürt, könnte er mich zu widerlich finden, um mich anzufassen.
Gefühlt lange Augenblicke warte ich. Inzwischen muss es kurz vor Mitternacht sein, oder? Mein übliches Zeitfenster zum Schlafengehen ist verstrichen. Ich fühle mich noch hellwach und aufgekratzt.
Und hungrig. Und ich friere.
Vielleicht kann ich zurück zur Lodge, mich reinschleichen und irgendwo verstecken, wo es warm ist. Es wäre zwar ein Regelverstoß, aber wenn ich mich im Morgengrauen voller Schlamm und Blätter präsentiere, werden alle glauben, ich hätte meinen Teil der Abmachung erfüllt.
Langsam, vorsichtig richte ich mich auf. Die Schatten des riesigen Baums verhüllen mich. Niemand ist in der Nähe.
Er ist weg.
Ich husche von Schatten zu Schatten, werde keine Abkürzung über die Wiese nehmen, sondern im Wald bleiben.
Nach kaum zehn Schritten ertönt hinter mir eine tiefe, grollende Stimme. »Da bist du ja.«
Elodie
Mit dem Jäger dicht auf den Fersen rase ich über die Wiese.
Mist, Mist, verdammter Mist!
Ich bin ausgetrickst worden. Er hat es geräuschvoll so klingen lassen, als hätte er sich von meinem Versteck entfernt. Danach ist er entweder zurückgeschlichen und hat sich auf die Lauer gelegt, oder er ist nie wirklich weggegangen.
Ich schaue nicht zurück. So schnell mich die Beine tragen, renne ich zurück in Richtung der Lodge.
Ich war dumm. Mein gesamter Plan war bescheuert. Was habe ich mir dabei gedacht, einen erfahrenen Jäger überlisten zu wollen? Er ist ein Spitzenprädator, ich hingegen stehe am untersten Ende der Nahrungskette.
Jetzt bin ich nackt und stürme um den Teich herum über eine Wiese. Meine Brüste wippen wie verrückt. Ganz zu schweigen von meinem Hintern, meinem Bauch und meinen Oberschenkeln. Es hat schon seinen Grund, warum ich sonst nicht laufe. Zu viel Wippen.
Im Gegensatz dazu besitzt mein Verfolger den Körperbau eines Kriegers, der stundenlang rennen und kämpfen kann. Nach einem Sprint über hundert Meter brüllt meine Lunge nach Luft.
Wenn er mich erwischt, könnte er alles mit mir anstellen. Der Vertrag sichert ihm uneingeschränkten Zugriff auf meinen Körper zu. Und für die Chance auf eine Summe, die mein Leben verändern könnte, habe ich ihn unterschrieben. In der Wärme und Sicherheit der Lodge ist mir das noch völlig logisch vorgekommen. Inzwischen jedoch, tief in den dunklen Wäldern, frage ich mich, auf was um alles in der Welt ich mich wirklich eingelassen habe. Hier draußen ist ein Vertrag nur ein Stück Papier. Bedeutungslos. Hier gibt es keine Logik, nur Adrenalin. Die Dinge könnten leicht außer Kontrolle geraten.
Er könnte mich verletzen, mich sogar umbringen. Mich würgen und Grauenhaftes mit meinem bewusstlosen Körper anstellen, bezeugt allein von den Bäumen.
Hier draußen gibt es keine Hilfe für mich. Niemand würde mich schreien hören.
Deshalb fliehe ich nicht mehr nur, um bezahlt zu werden. Ich renne um mein Leben.
Angst verleiht mir förmlich Flügel, während ich zwischen den Bäumen hindurchrase.
Ich muss weiter, muss mich verstecken. Als ich die Schritte gerade verlangsamen will, taucht er zu meiner Rechten auf, ein Phantom mit einem Totenschädel als Gesicht.
»Buh.«
Ich schwenke nach links. Das ist nicht fair. Er spielt mit mir. Verhöhnt mich. Seine Beine sind so lang, dass er gemächlich joggen und trotzdem mit mir Schritt halten kann.
»Lauf, Rotkäppchen, lauf.«
Es ist so weit. Mein Herz wird jeden Moment zerspringen. Sein Spott lässt meine Angst in Wut umschlagen.
Genug gerannt wie ein Kaninchen. Mein Leben lang bin ich von Größeren und Skrupelloseren ausgebeutet und weggeworfen worden. In dieser Nacht bekomme ich endgültig die Nase voll davon.
Ich muss mich endlich zur Wehr setzen. Wenn ich dabei sterbe, dann sterbe ich eben. Dann zumindest mit dem Wissen, dass ich meine Frau gestanden habe.
Auf einer kleinen Lichtung bremse ich ab und wirble herum. Er ist mit Schatten verschmolzen. Ich kann ihn nicht sehen, fühle aber, dass er mich beobachtet.
»Na schön, komm her!«, rufe ich und hebe herausfordernd die Arme. »Komm und hol mich.«
Als er auftaucht, springe ich unwillkürlich zurück. Mit seiner Vollstreckermaske sieht er so tödlich aus. Durch die wechselnden Schatten scheinen sich seine Tätowierungen wie Schlangen auf der Brust zu winden.
Ich keuche und zittere, er hingegen ist kaum außer Atem.
»Du gibst auf?« Seine düstere, samtige Stimme fährt mir zwischen die Beine.
»Fick dich«, schieße ich zurück. Ist das für ihn ein Vergnügen, ein Spiel? Dann werde ich ihm den Spaß daran verderben.
Auch wenn er dadurch für den Rest der Nacht mit meinem Körper machen kann, was er will, weil es im Vertrag steht.
Auch wenn er mich umbringt. Mein Mund stellt Schecks aus, die mein Hintern nicht einlösen kann, doch ich bin gerade zu wütend, um klar zu denken.
Er kommt auf mich zu. Ich spanne die Beine an, um nicht instinktiv zurückzuschrecken. Mittlerweile ist er so nah, dass ich erkenne, um wie viel er mich überragt. Er könnte mich mühelos zerbrechen.
Warum erregt mich der Gedanke? Mein Mund fühlt sich trocken an, zwischen meinen Beinen hingegen ist es feucht.
Demonstrativ sieht er auf die Armbanduhr. »Du hast noch zehn Minuten bis Mitternacht.«
Mitternacht. Dadurch würde sich meine Bezahlung verzehnfachen.
Er deutet auf den Wald, in die entgegengesetzte Richtung der Lodge und etwaiger Sicherheit, die ich dort finden könnte.
»Du flüchtest. Ich jage dich. Gib alles.«
Dieser Arsch. Ich hasse ihn, obwohl mein Körper darauf reagiert, dass er angezogen ist, während ich nackt und hilflos gegen jemanden bin, der so groß und kraftvoll ist wie er.
Er beugt sich vor und reißt mich aus meiner Schockstarre. »Los.«
* * *
Jaeger
Sie wieselt von mir weg. Ihr wunderschöner Hintern wackelt, während sie rennt. Sie besteht überall aus Kurven und herrlichen Grübchen. Mein Ständer beult bereits die Hose aus. Das Rennen wird zur Folter werden, wenn er noch härter wird.
Dennoch setze ich mich in Bewegung, begrüße die Schmerzen. Ich lasse ihr den Vorsprung, damit ich ihren nackten Körper bewundern kann, wann immer sie das Mondlicht durchquert.
»Fünf Minuten!«, rufe ich. Sie weicht einem Baum aus. Ich laufe nach links und achte darauf, dass sie mich bemerkt, bevor ich nach rechts schwenke. So treibe ich sie tiefer in den Wald, wo niemand ihre Schreie hören wird.
»Eine Minute.« Vor uns ertönt ein Krachen. Abrupt bremse ich ab und lausche. Sie hat etwas geworfen, um mich abzulenken, aber sie schleicht in die Büsche. Ich packe sie und schüttle sie. Prompt entfährt ihr ein spitzer Laut, und sie huscht davon.
»Zehn. Neun.« Sie rennt wieder, schlängelt sich zwischen den Bäumen hindurch. »Acht. Sieben.«
Sie wird mir nicht entkommen.
»Fünf, vier ...« Ich steigere die Geschwindigkeit und renne, bis ich zu ihr aufgeschlossen habe.
»Drei.« Ich laufe neben ihr, habe sie in Reichweite. Sie täuscht in eine Richtung an, schwenkt jedoch in die nächste, aber ich sehe es voraus und folge ihr.
»Zwei.« Ich bin so dicht hinter ihr, dass ich ihr ins Genick atme.
»Eins.«
Ich packe sie und reiße sie mit zu Boden. Im Fallen schlinge ich einen Arm um sie und bremse den Sturz mit der freien Hand für uns beide ab. »Hab dich.«
* * *
Elodie
Schreiend strample ich, aber er ist auf mir. Da er sich abstützt und mich nicht mit seinem vollen Gewicht niederdrückt, habe ich Platz, um nach ihm zu treten. Gleichzeitig winde ich mich, verschaffe mir Freiraum, um auszuholen, und ziele auf seinen Schritt.
Er zuckt zurück, und ich rolle mich weg. Freiheit! Taumelnd rapple ich mich auf die Beine und renne ein paar Meter, stolpere allerdings über einen Stein. Tief in meinem Fußgelenk knackt etwas. Ich achte nicht darauf, humple drei Schritte weiter, bevor ich wieder niedergerissen werde. Diesmal wirft er mehr Gewicht dahinter. Als ich auf dem Boden lande, wird mir die Luft aus der Lunge gepresst.
Jetzt hat er mich. Endgültig.
Er ist so schwer, dass ich mich zerquetscht fühle. Als ich aufschreie, stemmt er sich weit genug von mir hoch, dass ich wieder atmen kann.
»Mmmm, braves Häschen.«
»Runter von mir!« Wie besessen wehre ich mich, mit den Ellbogen, mit den Füßen, mit allem, was mir zur Verfügung steht. Genauso gut könnte ich auf eine Mauer eindreschen. Er besteht überall aus harten Muskeln, und sein Duft umhüllt mich, ein maskulines Moschusaroma, das ich tatsächlich als angenehm empfinde.
Er gibt sich damit zufrieden, auf mir zu liegen, mich mit seinem Gewicht niederzudrücken. Ich spüre etwas wie einen Knüppel im Rücken und habe den schrecklichen Verdacht, dass es sich um sein Glied handelt. Er reibt es an mir, während er das Gesicht in meinem Haar vergräbt.
Ja, es ist sein Ständer. Und er ist riesig.
Wie um alles in der Welt soll ich ihn aufnehmen und überleben können?
Er hebt einen Teil seines Gewichts von mir, und seine Hände betasten mich überall. »Du bist so weich.«
»Leck mich.«
