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Sie fliegen ins Solsystem - es ist eine Rückkehr ins Chaos Sowohl die Terraner im Solsystem als auch die Menschen an der Großen Leere und im Arresum wissen Bescheid über die aktuellen Erkenntnisse zur Struktur des Universums: Das Möbiusband als neues Modell für das Universum ist ein fester Begriff. Sie kennen auch die Ayindi als uraltes Volk, das ums Überleben kämpft, und die geheimnisvolle Abruse als Gegnerin aller bekannten Lebensformen. So ist die Menschheit im Jahr 1217 Neuer Galaktischer Zeitrechnung - das entspricht dem Jahr 4804 alter Zeit - an mehreren Stellen des Kosmos in Ereignisse verwickelt, die auf den ersten Blick zwar nichts miteinander zu tun haben, in Wirklichkeit aber in enger Beziehung stehen. Im Solsystem erreicht die Todesstrahlung vom Mars von Tag zu Tag eine größere Ausdehnung; wer in ihren Bann kommt, muss sterben. Illusionen verunsichern die Menschen, und das Mondgehirn NATHAN geht merkwürdigen Tätigkeiten nach. Und mittlerweile sorgen die mysteriösen Waren der Hamamesch in den Magellanschen Wolken und in der Milchstraße für Probleme. Perry Rhodan und seine Begleiter operieren derzeit mit drei Rochenschiffen der Ayindi auf der "anderen Seite" des Universums. Im Nihhat-Nebel stießen die Galaktiker auf das Volk der Barrayd und erhielten von diesen neue Informationen. Die Folge: Auf einem Werftplaneten konnte das Enterkommando der Beausoleils einen Kommandanten der Abruse "gefangen nehmen"; seiner "Eising"-Attacke entkamen die Terraner nur mit Mühe. Perry Rhodan steuert jetzt ein neues Ziel an: Es ist die HOFFNUNG FÜR TERRA ...
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Veröffentlichungsjahr: 2013
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Nr. 1728
Hoffnung für Terra
Sie fliegen ins Solsystem – es ist eine Rückkehr ins Chaos
von Horst Hoffmann
Sowohl die Terraner im Solsystem als auch die Menschen an der Großen Leere und im Arresum wissen Bescheid über die aktuellen Erkenntnisse zur Struktur des Universums: Das Möbiusband als neues Modell für das Universum ist ein fester Begriff. Sie kennen auch die Ayindi als uraltes Volk, das ums Überleben kämpft, und die geheimnisvolle Abruse als Gegnerin aller bekannten Lebensformen. So ist die Menschheit im Jahr 1217 Neuer Galaktischer Zeitrechnung – das entspricht dem Jahr 4804 alter Zeit – an mehreren Stellen des Kosmos in Ereignisse verwickelt, die auf den ersten Blick zwar nichts miteinander zu tun haben, in Wirklichkeit aber in enger Beziehung stehen.
Im Solsystem erreicht die Todesstrahlung vom Mars von Tag zu Tag eine größere Ausdehnung; wer in ihren Bann kommt, muss sterben. Illusionen verunsichern die Menschen, und das Mondgehirn NATHAN geht merkwürdigen Tätigkeiten nach. Und mittlerweile sorgen die mysteriösen Waren der Hamamesch in den Magellanschen Wolken und in der Milchstraße für Probleme.
Moira – Die ehemalige Söldnerin hat einen ausgezeichneten Vorschlag auf Lager.
Homer G. Adams – Der älteste Terraner muss sich klar entscheiden.
Densee und Ciriac – Zwei ayindische Wissenschaftlerinnen.
Boris Siankow – Der Nexialist sieht sich um die Früchte seiner Arbeit gebracht.
Perry Rhodan
Cyrn Dow, 8. Mai 1217 NGZ
Shep Darona blickte auf, als die Bildschirme flackerten. Er rieb sich die Augen und dachte kurz, sein überfordertes Gehirn spiele ihm Streiche.
Aber das Flackern blieb. Es wurde sogar heftiger. Und dann schoss eine Stichflamme quer über eine der Monitorreihen und blendete ihn.
»Cyrn!«
Er rief nach seinem Partner, aber von dem kam keine Antwort.
Das Flackern beruhigte sich. Mehrere Bildschirme waren zerstört. Die restlichen zeigten nur zum Teil wieder klare Diagramme und Bilder von der Oberfläche.
Shep Darona schwenkte in seinem Kontursitz herum. Die Umgebung, seit drei Monaten vertraut, schälte sich erst nach einigen Minuten wieder aus dem schwarzen Fleckenmuster heraus, das über seiner Netzhaut lag.
»Cyrn!«
Cyrn Dow lag in seinem Sitz, dessen Lehne weit nach hinten gekippt war, und im ersten Augenblick glaubte Darona, dass sein Freund tot sei.
Cyrns Augen waren weit geöffnet, starr und in die Unendlichkeit gerichtet.
Darona stand auf und ging zu ihm.
Er schwankte, aber er hätte nicht sagen können, ob das an ihm lag oder ob es die Umgebung war. Der Beobachtungsbunker befand sich zwanzig Meter tief unter der Oberfläche von Misoma-II, rund zweihundert Lichtjahre von Sol entfernt.
Er rüttelte an Dows Schultern, und nach einer schier endlos erscheinenden Zeit begann der Blick des Hanse-Spezialisten wieder in die Wirklichkeit zurückzukehren.
Darona atmete auf – und bekam gleichzeitig den nächsten Schreck.
Für einen Moment sah es so aus, als würden Cyrn Dows Pupillen mit der Iris verschmelzen.
Darona machte unwillkürlich einen Schritt zurück.
Als Dow ihn dann verwirrt ansah, war alles wieder normal. Shep konnte sich auch nicht mehr konkret an das erinnern, was er gesehen – oder zu sehen geglaubt – hatte. Aber etwas war anders gewesen, nicht, wie es hätte sein sollen.
»Oh, verdammt!«, flüsterte Dow, als er sich umblickte, aufsprang und die Bescherung erblickte.
Es klang verzweifelt. Shep Darona fühlte, wie ihm eine Gänsehaut den Rücken hinablief. Er kam sich hilflos vor und stammelte:
»Es ist ja halb so wild, Cyrn. Die paar Schirme ersetzen wir leicht. Und es hat keine Explosionen gegeben, von denen die Misomer etwas gemerkt haben könnten. Wir werden ...«
Cyrn Dow fuhr zu ihm herum.
»Halb so wild?« Er schrie es mit einem irren Lachen. Seine Stimme überschlug sich. Der hagere Terraner, erst 38 Jahre alt, ließ sich wieder in seinen Sitz fallen. Darona sah, dass er schwitzte und sich den Kragen seiner Montur lockerte, als ersticke er darin. »Shep, du weißt nicht, wovon du redest.«
»Nein«, gab sein Freund zu. »Das weiß ich anscheinend wirklich nicht.«
Er ging zurück an seinen Platz und ließ sich vom Syntron eine komplette Schadensliste geben. Nach zwei Minuten war alles veranlasst, um die zerstörten Geräte ersetzen oder reparieren zu lassen.
»Es tut mir Leid, Shep«, sagte Cyrn Dow. »Ich will keinen Streit. Aber du kannst nicht behaupten, es sei nichts Schlimmes geschehen, ohne die Ursache der Explosionen zu kennen.«
»Ich habe den Syntron danach gefragt, Cyrn.«
»Und? Hat er eine Antwort parat?«
Darona drehte sich zu Dow um. Der Gefährte kam langsam auf ihn zu. Wie immer, zog er das linke Bein etwas nach. Dow war in Ordnung, fand Darona. Und das war verdammt gut so, denn mit ihm würde er auch noch die nächsten drei Monate auf diesem Planeten verbringen, bevor die Ablösung kam, die Beobachtung der Planetarier übernahm und auf die nächste Landung der Springer wartete.
Doch, beide Männer kamen gut miteinander aus. Und trotzdem hatte Shep auch nach drei Monaten manchmal immer noch das Gefühl, mit einem völlig Unbekannten zusammenzuarbeiten und zu leben. Cyrn Dow war introvertiert und scheu. Manchmal allerdings schien irgendeine Sicherung tief in ihm durchzubrennen, und er wurde cholerisch und war tagelang von einem regelrecht unheimlichen Tatendrang erfüllt, als könne jede Stunde seine letzte sein.
»Hast du eine Antwort bekommen?«, wiederholte Cyrn seine Frage.
Darona schüttelte den Kopf.
»Nein, Cyrn. Der Syntron hat keine Ahnung, was die Ursache der Explosionen war.«
Cyrn Dow nickte und holte tief Luft.
Perry Rhodan, 21. Juni 1217 NGZ
Das Treffen fand auf dem 21. Planeten des Aariam-Systems statt, auf Caarim, der auf der »Minusseite« des Universums dem Passageplaneten Noman im Parresum, der »Plusseite«, entsprach.
Sämtliche Zellaktivatorträger waren mit den beiden Rochenschiffen CADRION und TYRONA erneut ins Arresum übergewechselt. Zuletzt hatten sie zehn Tage an Bord der BASIS zugebracht, die weiterhin im Orbit um Noman stand. In diesen zehn Tagen hatten sie nicht nur Abschied von den 42 Gefallenen der »Kommandosache Werftplanet« genommen, sondern auch viel und heftig über Natur und Sinn ihres weiteren Vorgehens »hier« und »drüben« diskutiert.
Für die 42 toten Beausoleils war ein symbolisches Weltraumbegräbnis gehalten worden. Ihre Leichen konnten dem All nicht übergeben werden, sie waren im Arresum geblieben. Doch Perry Rhodan hatte es sich nicht nehmen lassen, diese tapferen Menschen würdig zu bestatten, obwohl es viele Stimmen gab, die darin einen sentimentalen Unsinn sahen.
Rhodan war es den Angehörigen und Freunden der Beausoleils schuldig. Er versuchte ihnen, soweit dies überhaupt möglich war, Trost zu spenden. Allerdings war es schwer, auf Fragen zu antworten, die den Sinn dieses ganzen Unternehmens betrafen, der Mission der Galaktiker an der Großen Leere und im Arresum.
Perry Rhodan wusste, dass vielen das Argument, die Abruse an Ort und Stelle bekämpfen zu müssen, bevor sich der kristallene Tod auch im eigenen Universum unaufhaltsam auszubreiten begann, als zu abstrakt erschien. Für sie war es immer noch so, als gäbe es »ihre« Seite des Universums und daneben die andere, in der passieren sollte, was wolle, und deren Bewohner, die Ayindi, gefälligst selbst mit der Gefahr fertig werden sollten.
Entsprechend war die Stimmung an Bord des galaktischen Trägerraumschiffes. Auch dem hatte Rhodan also Rechnung zu tragen. Er und die anderen Aktivatorträger hatten deshalb fast pausenlos zur Besatzung gesprochen und versucht, ihnen die Wichtigkeit dieser Mission noch bewusster zu machen. Sie waren trotz ihrer relativen Unsterblichkeit realistisch genug, um zu wissen, was in den Köpfen der Männer und Frauen an Bord vorging.
Sie beschworen die Gefahr und gaben Durchhalteparolen aus, obwohl ihnen dies alles andere als leicht fiel. Zu verbittert waren sie selbst über die Ayindi und die Art und Weise, wie diese die Galaktiker behandelt und ins Feuer geschickt hatten. Atlan hatte es am deutlichsten ausgedrückt, als er sagte, die Ayindi könnten ihm vorerst gestohlen bleiben oder höchstens im Mondschein begegnen.
Perry Rhodan hatte sein Rochenschiff MANAGA verloren, aber das beschäftigte ihn momentan kaum. Zweiundvierzig Menschenleben – das war ein zu hoher Preis für das gewesen, was sie im Arresum erreicht hatten.
Nur der Nakk Paunaro war mit seiner TARFALA ins Arresum zurückgeflogen, um die Kommunikation aufrechtzuerhalten und den Ayindi in der BASIS erarbeitete Datenauswertungen zu bringen.
Zweimal war Moira im Trägerschiff aufgetaucht, um die Zellaktivatorträger »zur Ordnung zu rufen«. Zunächst war die ehemalige Söldnerin, die dank ihres Symbionten Kibb zwei Millionen Jahre im Parresum überlebt hatte, dabei herrisch und befehlend aufgetreten – und hatte damit natürlich nur das Gegenteil von dem erreicht, was sie wollte. Als sie den Trotz und die Wut bei den Galaktikern wachsen sah, hatte sie dann auf die weiche Welle umgeschaltet und es mit geheucheltem Verständnis für die Trauer der »Verbündeten« um ihre Toten versucht.
»Doch das Leben und der Kampf müssen weitergehen«, hatte die Ayindi argumentiert. »Und wir brauchen euch im Kampf gegen die Abruse. Nur ihr seid immun gegen ihre Todesstrahlung und könnt ihre Basen angreifen.«
Natürlich stimmte auch dies nicht so ganz, denn inzwischen waren die Aktivatorträger auf die Barrayd gestoßen, die Nachkommen der humanoiden Bayaren im Arresum, unter denen es eine Reihe Immuner gab. Aber das hatte nun nichts zur Sache getan.
Perry Rhodan hatte Moira klar zu verstehen gegeben, dass es im Moment, nach zwei Millionen Jahren Kampf gegen die Abruse, auf ein paar Tage mehr oder weniger auch nicht mehr ankomme. Außerdem verlangte er von den Ayindi erst einmal brauchbare Informationen, die sie aus den erbeuteten Unterlagen herausarbeiten sollten. Er und seine Leute brauchten klare Anhaltspunkte und Ziele, um sinnvoll zu agieren. Und er hatte Moira recht drastisch deutlich gemacht, wie sehr das Verhältnis zwischen Galaktikern und Ayindi belastet war, indem er auf die Stimmungslage auf der BASIS und die Motivation auch der Aktivatorträger hinwies, die langsam aber sicher dem Nullpunkt entgegenstrebe.
Damit widersprach er zwar seinen eigenen Appellen an die Mannschaften, aber das brauchte Moira nicht zu wissen. Sie war grußlos aufgebrochen, nur mit der Zusage Rhodans im Gepäck, dass die Aktivatorträger dann wieder ins Arresum kommen würden, wenn sie es für richtig hielten.
Nun war dieser Zeitpunkt gekommen. Zehn Tage hatten die Ayindi Zeit gehabt, über ihr Verhalten den Galaktikern gegenüber nachzudenken; und sie mussten Kompromisse eingehen und mehr als bisher geben, wenn sie gegen die Abruse weiter bestehen wollten.
Perry Rhodan wurde der neuerliche Abschied von der BASIS dadurch erleichtert, dass Joseph Broussard jr., der »Cajun«, zu ihm gekommen war und versichert hatte, dass er weiterhin mit der vollen Unterstützung der Beausoleils rechnen könne – »und zwar jetzt erst recht«. Dabei waren keine Rachegelüste ausschlaggebend. Der Tod der Kameraden, so Broussard, habe gezeigt, wie notwendig es sei, eine so lebensfeindliche Macht wie die Abruse zu bekämpfen und auszulöschen. Joseph hatte sich überzeugt gegeben, dass er und seine Beausoleils einen wichtigen Beitrag in diesem Ringen leisten könnten.
Perry Rhodan hatte das Angebot wortlos, aber gerührt mit Handschlag angenommen.
Und nun war er wieder auf Caarim, mit allen anderen Unsterblichen – bis auf den Ennox Philip; jedoch noch ohne eine neue Kampftruppe.
Die Stimmung war von Beginn an gereizt. Niemand, obwohl alle in Wirklichkeit den gemeinsamen Gegner hatten, den Feind allen organischen Lebens im Universum, schien dem anderen mehr zu trauen oder einen Vorteil einräumen zu wollen.
Perry Rhodan jedenfalls war entschlossen, sich nicht mehr von den Ayindi ziellos ins Feuer schicken zu lassen, auf gut Glück oder Teufel komm raus.
*
Die Sprecherin der Ayindi war den Galaktikern längst keine Unbekannte mehr: Iaguul, die Koordinatorin des Passageplaneten. Neben ihr befanden sich drei weitere Koordinatorinnen, nämlich Vauyor von Epideron, Ryundy von Lacivar und Fiindy von Madagor, in der weiten Kuppelhalle; diese war mindestens zehn Meter hoch, mit einem doppelt so großen Radius. Dazu kamen einige Wissenschaftlerinnen, von denen Iaguul Densee und Ciriac bei der Vorstellung besonders hervorhob.
Auch Moira war anwesend, alles andere hätte Perry Rhodan stark verwundert. Dafür fehlte Paunaro, den er hier eigentlich erwartet hätte. Der Nakk unterstützte die Ayindi bei der Auswertung der ABKOS-Kopien, und die Wissenschaftlerin Densee war über ihn voll des Lobes. Sie machte ihm öffentlich das Kompliment, eher ein arresischer Geist denn ein parresischer zu sein.
Perry Rhodan hörte es mit gerunzelter Stirn. Densee machte nicht gerade den Eindruck, provozieren zu wollen. Natürlich konnte der äußere Schein auch hier täuschen.
Iaguul begrüßte die Galaktiker kühl und zurückhaltend. Sie hielt sich nicht mit Floskeln auf und ging mit keinem Wort auf die gefallenen Beausoleils ein. Den Verlust der MANAGA tat sie mit dem Hinweis ab, dass Perry Rhodan in den nächsten Tagen einen vollwertigen Ersatz bekommen würde.
»Na, siehst du, Perry«, flüsterte ihm Atlan voll bitterem Sarkasmus zu, »und da sag du noch einmal, die Ayindi seien nicht aus vollem Herzen um unser Wohl bemüht. Ein Ersatz für die MANAGA – wovon sonst hätten wir seit Tagen träumen können ...«
Er hatte die Formenergieschale, in der er saß, ganz nahe an den Gefährten herangesteuert. Die Sensorfelder in den gewölbten Lehnen waren nach einiger Übung so leicht zu bedienen, dass man jeden Befehl quasi nur an die Finger zu denken brauchte, und schon setzte sich die Schale auf ihren Antigravkissen in Bewegung. Alle Teilnehmer der unterkühlten Besprechung rochierten in solchen Sitzen unter dem reichlich mit dreidimensionalen Projektionen, die teilweise ineinander übergingen, gespickten Kuppeldach. Fast in jedem Moment veränderten sich die Konstellationen sowohl der Abbildungen und Datenfelder als auch der Anwesenden wie in einem Spiel, das schnell verwirrte, wenn man auch nur kurz die Konzentration verlor.
Man könnte auch sagen, es war eine gewollte Irritation der Galaktiker, die an diese Art von Besprechungen weniger gewöhnt waren als ihre Gastgeber, oder noch krasser: bereits eine Form psychologischer Kriegsführung.
Perry Rhodan winkte in Richtung des Arkoniden ab. Er wollte sich seinen klaren Kopf auf keinen Fall nehmen lassen, ganz egal, was die Ayindi veranstalteten.
Dennoch fiel es ihm schwer, ruhig zu bleiben, als Iaguul mit massiven Vorwürfen an die Adresse der Aktivatorträger begann und ihnen unterstellte, nicht umsichtig genug zu handeln, zu leichtfertig und ohne Verstand in den Kampf gegen die Abruse gezogen und schon bereit zur Kapitulation zu sein.
Atlan, Julian Tifflor und Ronald Tekener empörten sich bereits lautstark, und Rhodan kämpfte noch um seine Beherrschung, als Iaguuls Vorhaltungen und Beschimpfungen in dem heftig vorgetragenen Wunsch gipfelten, die Parresaner doch durch Ayindi ersetzen zu können – was bedeutete, dass sie alles darum geben würde, könnten Ayindi in die abrusische Todeszone eindringen, ohne sofort getötet zu werden, und dort natürlich alles viel besser machen.
