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Die Expedition nach Trantar - Perry Rhodan begegnet den Tranach Im Jahr 1206 NGZ, was dem Jahr 4793 alter Zeitrechnung entspricht, haben die Galaktiker, die mit der BASIS am Rand der Großen Leere operieren, bereits erste Erkenntnisse gewonnen. Worin aber das "Große Kosmische Rätsel" besteht, das sie in diesem über 100 Millionen Lichtjahre durchmessenden Leerraum zu vermuten haben, ist ihnen immer noch nicht bekannt. Die Terraner und ihre Verbündeten stießen - rund 225 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt - auf fremde Völker und fanden den ersten "unglaublichen" Planeten. Und mittlerweile entwickelte sich auch eine phantastische Verbindung zwischen der Großen Leere und der näheren Umgebung der Milchstraße: Eine ertrusische Kampfgruppe, die auf dem Sampler-Planeten Noman verschwunden war, kam auf dem Ennox-Planeten Mystery heraus und verunsicherte mit ihren Aktivitäten die Verantwortlichen in der Lokalen Gruppe. Perry Rhodan und die 12.000 Besatzungsmitglieder der BASIS bleiben davon noch unberührt. Sie forschen weiter in den bislang unbekannten kosmischen Regionen - und werden von dem Ennox Philip auf die Spur der "unglaublichen" Planeten gelenkt. Mehrere Expeditionen schwärmen aus. Reginald Bull und Michael Rhodan, Alaska Saedelaere und Gucky erforschen verschiedene Sampler-Welten, und auch Perry Rhodan ist nicht untätig: Er erreicht den Planeten Trantar - und dort träumt ein Eingeborener BOCCUS TRAUM ...
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Seitenzahl: 133
Veröffentlichungsjahr: 2013
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Nr. 1665
Boccus Traum
Die Expedition nach Trantar – Perry Rhodan begegnet den Tranach
von Horst Hoffmann
Im Jahr 1206 NGZ, was dem Jahr 4793 alter Zeitrechnung entspricht, haben die Galaktiker, die mit der BASIS am Rand der Großen Leere operieren, bereits erste Erkenntnisse gewonnen. Worin aber das »Große Kosmische Rätsel« besteht, das sie in diesem über 100 Millionen Lichtjahre durchmessenden Leerraum zu vermuten haben, ist ihnen immer noch nicht bekannt.
Die Terraner und ihre Verbündeten stießen – rund 225 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt – auf fremde Völker und fanden den ersten »unglaublichen« Planeten. Und mittlerweile entwickelte sich auch eine phantastische Verbindung zwischen der Großen Leere und der näheren Umgebung der Milchstraße: Eine ertrusische Kampfgruppe, die auf dem Sampler-Planeten Noman verschwunden war, kam auf dem Ennox-Planeten Mystery heraus und verunsicherte mit ihren Aktivitäten die Verantwortlichen in der Lokalen Gruppe.
Perry Rhodan – Der Terraner auf der Welt des kurzen Horizonts.
Boccu – Ein Nasran, der aus der Norm fällt.
Icho Tolot – Der Haluter entdeckt ein Molluskenschiff.
Mila und Nadja Vandemar – Die Zwillinge wagen ein Experiment.
Voltago
Boccu
Dass Boccu das Schicksal herausforderte, das wusste er. Dass sich die Schicksalsgötter dafür furchtbar an ihm rächen würden, das wusste er nicht. Vielleicht hätte er sich sonst nicht ganz so weit vorgewagt.
Er war ein Dritter und damit anders als die meisten seiner Art. Er war aber auch anders als die meisten Dritten. Das hatte nichts damit zu tun, dass er noch relativ jung war. Er war einfach anders, ein Eigenbrötler, ein Einzelgänger mit gefährlichen Phantasien.
Seine Art, das war erst einmal sein Stamm. So gesehen war Boccu ein Nasran. Boccu hatte allerdings schon gehört, dass es noch viel mehr Stämme gab als diesen einen. Und sie alle nannten sich anders. Ihre Angehörigen sahen auch anders aus als die Nasran.
Die meisten, fand Boccu, waren sicher hässlich. Genau wusste er das nicht, er musste sich auf das verlassen, was ihn sein Geistvogel schauen ließ. Er glaubte natürlich an das, was Attan ihm zeigte. Aber mit seinen eigenen Augen hatte er davon bisher nichts gesehen.
Weder die anderen Stämme noch das, was hinter seinem Land lag.
In dieser Nacht wollte er den Geistvogel wieder rufen. Boccu hatte es sich in seiner kleinen, warmen Höhle gemütlich gemacht. Eine Mooskerze sorgte für angenehmes Licht, und die magischen Utensilien lagen ausgebreitet um den kleinen, runden Teppich aus Flechtwerk herum, auf dem der Nasran hockte.
Für einen menschlichen Betrachter hätte es allerdings eher so ausgesehen, als ob da im schummrigen Halbdunkel der Höhle ein plumper Sack oder ein mit Wasser gefüllter Plastikbeutel läge.
Boccu war rund achtzig Zentimeter hoch und ziemlich genauso breit. Sein Körperquerschnitt war fast so rund wie eine Kugel, von unten nach oben sah er aus wie eine dicke, saftige Birne mit je zwei Ärmchen und Beinen, die an fette Würste erinnerten. Diese endeten jeweils in fünf Fingern und fünf Zehen wie lange Noppen. Und ganz oben auf der Birne saß ein etwa eiförmiger Kopf, dessen Nase das spitze Ende des Eis bildete. Am stumpfen Ende gab es zwei lange, spitze, nach hinten gebogene Ohren, und an den Seiten blickten träge zwei Augen. Der Mund befand sich unterhalb der Nase.
Dieser Kopf sah, soweit Boccu wusste, bei allen Stämmen etwa gleich aus. Der Rest des Körpers unterschied sich von Stamm zu Stamm allerdings erheblich. Attan hatte ihm Wesen gezeigt, die spindeldürr waren. Immer wenn Boccu daran denken musste, überkam ihn großes Mitleid mit jenen Armseligen, die in und mit diesen Körpern leben mussten. Manchmal fragte er sich, welches grausame Schicksal, welch ungnädiger Gott es diesen armen Kreaturen zum Fluch gemacht hatte, so zu sein.
Sie nannten sich auch anders, hatte Attan berichtet. Boccu hatte sich nur wenige der Namen gemerkt, die sich die anderen Stämme gegeben hatten. Die Tuilir fielen ihm ein, die Barabos, die Sifis, die spindeldürren Popaluu und die Tranach mit ihrer sonderbaren Musik.
Und sie besaßen alle ihre eigene Sprache, einen Dialekt, der kaum Gemeinsamkeiten mit den anderen Dialekten aufwies. Die wenigen Wörter, die sich fast überall wiederfanden, konnte man fast an den Fingern abzählen. Boccu fragte sich manchmal, ob diese Wörter eine besondere Bedeutung für die Stämme besaßen. Vielleicht hatten sie sogar etwas mit den Großen Geheimnissen zu tun.
Boccu stellte sich überhaupt eine Menge Fragen – nach der Meinung seiner Stammesgefährten selbst für einen Dritten viel zu viele.
Aber deren Meinung störte ihn nicht im Geringsten. Wichtiger war ihm, was Attan ihm sagte, und deshalb begann er jetzt damit, den Geistvogel zu beschwören. Zu dieser Stunde schliefen die anderen. Das war immer so, es gab keine Ausnahme. Er konnte sicher sein, dass keiner unverhofft auftauchte und ihn störte.
Der junge Nasran schien noch mehr in sich zusammenzusinken und fing an, dunkle, unmelodische Töne zu summen. Die Kerze flackerte unruhig und warf unheimliche Lichter und Schatten an die kahlen Wände der Wohnhöhle. Sie hatte keine Flamme, sondern brannte auf andere Weise. Die zwei Tage in einem besonderen Saft getränkten verschiedenen Moose sonderten, wenn sie miteinander vermengt wurden, gewisse Stoffe ab, mit denen sie sich gegenseitig zersetzten. Das dauerte Stunden, und dabei wurde nicht nur Helligkeit erzeugt, sondern auch Wärme. Boccu hasste kalte Höhlen. Es war ihm unmöglich, sich in einer unbehaglichen Umgebung in die nötige Trance zu versetzen, um seinen Geistvogel zu rufen.
Mit langen, dünnen Stöcken berührte der Nasran jetzt die magischen Gegenstände rings um seine Matte. Er klopfte leicht darauf, rieb darüber, verschob sie oder drehte sie um. Das geschah in keiner Reihenfolge, die einem uneingeweihten Beobachter auch nur halbwegs sinnvoll erschienen wäre. Die Stöcke, in jeder Hand einer, wanderten und klopften, und Boccu summte dazu immer eindringlicher. Seine Augen blieben geschlossen. Die Ohrspitzen hingen schlaff nach unten, und die Zehen bewegten sich im hektischen Rhythmus des Summens. Ab und zu verstummte der Dritte, seine Ohren richteten sich auf, die Zehen und Stöcke rührten sich nicht mehr, und Boccu murmelte magische Worte. Danach begann alles wieder von vorn, und das Ganze wiederholte sich ein halbes Dutzend Male.
Bis Boccu endgültig verstummte und sich nicht mehr rührte. Seine Augen öffneten sich weit. Ihr Blick ging ins Leere, und Boccus Gesicht verzog sich zu einem matten, entspannten Lächeln.
»Du bist gekommen, Attan«, flüsterte er. »Heute zeigst du mir etwas vom Weiten Land. Du hast es mir versprochen ...«
*
Der Geistvogel war nicht wirklich sichtbar. Boccu sah ihn nicht mit den Augen, er spürte ihn als ein mächtiges, spirituelles Etwas. Eine gewaltige Ballung aus geistiger Energie, so kompakt, dass sie auf eine unfassbare Art und Weise doch wieder »sichtbar« wurde.
Während die anderen Nasran in panischer Angst und grenzenloser Dummheit in ihrer räumlichen und geistigen Beschränktheit gefangen waren, träumte Boccu davon, sich wie sein Geistvogel über die Grenzen zu erheben und weiter und weiter zu fliegen – vielleicht wirklich bis ins Weite Land, von dem die Legenden berichteten.
»Komm, Attan«, flüsterte der junge Nasran. »Komm her zu mir in die Wärme. Trink sie. Nimm meine Gedanken auf, und gib mir dafür einen winzigen Krümel aus dem Schatz deiner Weisheit.«
Der mächtige Geist kam und erfüllte die Höhle. Seine Schwingen senkten sich über den Nasran und hüllten ihn ein. Seine Klauen drückten sich in die Körperoberseite Boccus, ohne dass es wehtat. Dann saß er still.
Boccu erschrak. Fast wäre er aus der Trance erwacht. So gewaltig wie jetzt war ihm der Vogel nie zuvor erschienen. Etwas schien an ihm zu haften, was den Nasran zu ersticken versuchte.
Schwärze. Etwas ganz aus Schwarz. Aus schwarzem Nichts, das dennoch da war und ihn mit sich in einen tiefen Wirbel ziehen wollte. Etwas, das nicht von dieser Welt war und alles zerstörte, was hierher gehörte ...
Dann war es vorbei. Boccu zitterte. Es war vorüber, aber irgendwie hatte er das Gefühl, es könnte ein Anfang gewesen sein. Ein Omen. Eine Warnung vielleicht – aber wovor?
Du hast Angst?, vernahm Boccu die Stimme von Attan. Wie immer entstand sie mitten in seinem Kopf und breitete sich von dort bis in die entlegensten Zellen seines Körpers aus. Wie kann ein so unerschrockener, wagemutiger Nasran wie du Angst haben?
»Ha... habe ich gar nicht«, murmelte Boccu. »Die anderen, die haben Angst.«
Wovor, Boccu?
Das Zittern hörte allmählich auf. Boccu spürte die beruhigenden Ströme, die von seinem Geistvogel auf ihn überflossen. Da war jetzt nichts mehr von diesem schwarzen Etwas, das an ihm zog.
»Wovor? Na, das weißt du doch selbst. Vor dem, was hinter ihrer Welt ist, vor der Anderswelt, wie sie sie nennen. Sie glauben, dass jeder, der hinter die Grenze geht, für immer verloren ist.«
Ich weiß es, sagte der Geistvogel. Boccu kam seine Stimme, obwohl völlig lautlos, vor wie das Brausen eines heftigen Windes über den Tälern und Hügeln, die er gesehen, aber noch nie betreten hatte. Und er sah in seiner Einbildung, wie sich Attans Schwingen entfalteten und ihn über diese Länder trugen, immer weiter hinaus in die Welt ...
»Berichte mir vom Weiten Land«, sagte der Nasran. »Du hast es versprochen. Man kann dort in die Ewigkeit sehen, stimmt das? Und es ist nicht weit von hier. Nur die Stämme in seiner Umgebung wissen von ihm und auch nur aus den Legenden. Niemand von uns war jemals dort. Und falls doch, dann ist keiner je wieder zu seinem Stamm zurückgekehrt.«
Das Weite Land ... Du möchtest es wirklich sehen, Boccu?
»Ich will dorthin!«, ereiferte sich der Nasran. Er schrie es fast, ohne daran zu denken, dass er seine Stammesgenossen aufwecken könnte. »Und ich werde eines Tages dort sein.«
Dann musst du zuerst durch die anderen Länder, die hinter der Grenze liegen.
»Ja, und? Das werde ich! Ich habe schon alles vorbereitet. Ich kann ... morgen aufbrechen, Attan. Du, Geistvogel, ich meine das ernst.«
Ich weiß, antwortete Attan. Ich weiß es schon lange. Es hat keinen Sinn, dich aufhalten zu wollen?
»Ganz bestimmt nicht. Wieso fragst du das eigentlich? Du sollst doch mein Führer sein. Alles, was ich von der Welt draußen weiß, weiß ich von dir. Du bist weise und dir darüber im Klaren, dass ich hier herausmuss!« Boccu erschrak vor der Heftigkeit, mit der er sich seinem Geistvogel mitteilte, aber er konnte sich jetzt nicht mehr bremsen. »Du hast mir die anderen Länder und Stämme gezeigt. Du hast die Sehnsucht gekannt, die in mir brannte, und du hast sie geschürt. Nun weigere dich bitte nicht, mich zu führen, wenn ich das mache, was ich einfach ... einfach tun muss!«
Eine Weile lang schwiegen beide, der Nasran und sein Geistvogel.
Dann sprach Attan:
Es geschieht Merkwürdiges in diesen Tagen, Boccu. Und große Veränderungen werfen ihre Schatten voraus. Es ist nicht ungefährlich.
»Nichts ist so gefährlich wie eine Sehnsucht, die unerfüllt bleibt, Attan«, erwiderte Boccu trotzig. »Lass mich nicht hier, nimm mich mit. Oder ich werde verdorren wie eine Pflanze ohne Wasser. Das weißt du.«
Ich weiß es, ja, antwortete der Geistvogel. Und ich sehe dich bereits aufbrechen. Lass dich aber warnen, Boccu. Du spielst mit deiner Zukunft, du forderst das Schicksal heraus.
»Zeige mir das Weite Land!«, verlangte der junge Nasran. »Die Welten hinter dem Himmel und das, was noch dahinter liegt. Ich will das alles sehen! Zeige es mir, oder verlasse mich jetzt!«
Ich zeige es dir, antwortete der Geistvogel, aber es schwang keine Freude in seiner lautlosen Stimme. Es war eher, als ergebe sich Attan in ein Schicksal, das selbst er, der mächtige Geist, nicht mehr beherrschen konnte.
Er schickte Boccu die Bilder, die dieser so gierig erwartete, und diese Bilder zerbrachen die letzte Barriere in dem jungen Dritten, die ihn bisher immer davon abgehalten hatte, sich tatsächlich auf den Weg zu machen.
Dann kam das wesenlose Schwarz zurück und verschlang den Geistvogel. Es dauerte nur wenige Augenblicke, dann war Boccu mit seinem Entsetzen allein. Das Schwarz gab sich nicht mit dem Geistvogel zufrieden. Es sprang auf den Nasran über und fraß sich langsam in ihn hinein.
Boccu rannte laut schreiend aus seiner Höhle und auf den Dorfplatz hinaus. Die so kraftlos wirkenden Beine trugen den sackförmigen Körper wie zwei Hydraulikstützen, die sich in schnellem Wechsel und im genau richtigen Winkel schnell und kraftvoll bewegten. Er sah sich um, warf sich zu Boden und versuchte, das schwarze Nichts abzuschütteln, das ihn Stück für Stück zersetzte. Er schaffte es nicht, sah am Ende nur noch einen Ausweg.
Boccu stürzte sich in den Dorfbrunnen, als sich schon überall die Eingänge der Wohnhöhlen öffneten und die anderen Nasran im fahlen Mondlicht erschienen, den Schlaf noch in ihren Augen. Er schob sich über den Brunnenrand und fiel kopfüber in den dunklen Schacht, tauchte in das kalte Wasser ein und kam mit einem Mal wieder zu sich. Das schwarze Nichts war verschwunden. Er war allein, zwanzig Körperlängen unter dem Dorf, und sank trotz aller verzweifelten Versuche, sich mit instinktiven Schwimmbewegungen an der Oberfläche zu halten.
Geistvogel!, schrie es in ihm. Lass mich nicht im Stich! Rette mich, Attan!
Perry Rhodan
3. Oktober 1206 NGZ
Es war der zweite Zwischenstopp der acht Schiffe auf dem langen Weg zu dem Planeten Trantar, 45 Millionen Lichtjahre vom Standort der BASIS an der Großen Leere entfernt. Es sollte nach dem Willen der Expeditionsleitung auch der letzte sein. Die ODIN, die drei Kreuzer JUPITER, SATURN und NEPTUN aus der Beibootflottille der BASIS und die vier schwarzen Raumschiffe der Haluter Icho Tolot, Tarc Bottam, Muron Preyll und Koul Laffal hatten rund 35 Millionen Lichtjahre zurückgelegt. Sie waren in der Randzone einer unbekannten Kleingalaxis in den Normalraum zurückgetaucht. Perry Rhodan hatte die Absicht, den Wissenschaftlern Zeit und Gelegenheit zu geben, die Sterneninsel zu vermessen. Die vier Haluter waren, in Absprache mit dem Terraner, zu einem kurzen Erkundungsflug aufgebrochen – mit der festen Zusage, termingemäß zum Weiterflug wieder zurück zu sein.
Trantar zählte zu den so genannten Sampler-Planeten, deren Koordinaten Philip nach der Rückkehr Rhodans zur BASIS preisgegeben hatte. Das war am ersten April 1206 NGZ gewesen, und nach ihren heftigen Protesten wegen der Verwüstungen, die die fünfzehn »verloren gegangenen« Ertruser auf ihrer angeblichen Heimatwelt Mystery anrichteten, hatten sich die Ennox endlich auch zu weiteren Erklärungen bereit gefunden.
Die fünfzehn Ertruser, so hatte Philip ausgesagt, sollten von einem Schiff der Kosmischen Hanse eingefangen und abgeholt werden. Perry Rhodan war auf Noman dabei gewesen, der Schwerkraftwelt mit dem »unmöglichen« Gravowürfel, in dem die Ertruser einfach verschwunden waren. Dass sie anschließend auf Mystery wieder aufgetaucht waren, immerhin weit über 200 Millionen Lichtjahre entfernt, war mindestens so sensationell wie die Entdeckung der stabilen Wasserstoff-5-Atome auf Noman.
Was Philip dann verkündete, elektrisierte die Teilnehmer der Lagebesprechung kaum weniger.
Die Sampler-Planeten, von den Ennox manchmal auch als »unglaubliche Welten« bezeichnet, waren insgesamt 21 Planeten, auf denen sich die Ennox wiederfanden, wenn sie versuchten, mit dem Kurzen Weg in die Große Leere zu gelangen. Sie konnten es nicht. Etwas sorgte dafür, dass jeder Ennox, der das versuchte, auf einer der 21 Welten landete, schlicht nach einer Art Zufallsgenerator.
Philip hatte in der Folge erklärt, dass er den Pulsar Borgia aus gutem Grund als Treffpunkt mit der BASIS-Expedition an der Großen Leere gewählt hatte. Danach befanden sich sechs der 21 Sampler-Planeten in relativer Nähe, maximal 50 Millionen Lichtjahre von Borgia entfernt. Von keinem anderen Ort aus, so Philip, könnten so viele Sampler-Welten so relativ leicht erreicht werden.
