Perry Rhodan-Paket 60: Genesis (Teil 2) -  - E-Book

Perry Rhodan-Paket 60: Genesis (Teil 2) E-Book

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Beschreibung

Gut dreitausend Jahre in der Zukunft: Perry Rhodans Vision, die Milchstraße in eine Sterneninsel ohne Kriege zu verwandeln, schreitet voran. Viele Völker arbeiten eng zusammen: Tausende von Welten haben sich der Liga Freier Galaktiker angeschlossen, in der auch Wesen mitwirken, die man in früheren Jahren als "nichtmenschlich" bezeichnet hätte. Besucher aus anderen Galaxien suchen Kontakt zu den Menschen und ihren Verbündeten. Derzeit machen vor allem die Thoogondu aus der Galaxis Sevcooris von sich reden, einst ein von ES erwähltes und dann vertriebenes Volk. Dazu gesellen sich die Gemeni, die angeblich den Frieden in der Lokalen Gruppe im Auftrag einer Superintelligenz namens GESHOD wahren wollen. Und in einer fernen Galaxis, zu der es bislang – so denkt man – keinerlei Kontakte zur Menschheit gegeben hat, tritt eine mythische Gestalt ins Licht. Sie scheint aus einer Zeit jenseits aller Zeiten zu kommen, aus einem Raum jenseits aller Räume. Man nennt diesen Fremden den Sternenwanderer, und sein Auftreten verändert die Geschichte eines Planeten ...

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EPUB

Seitenzahl: 8143

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Cover

Nr. 2950 – Der Sternenwanderer

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog: Ein Erwachen

1. Etwas Merkwürdiges

2. Eine Begegnung

3. Etwas Übles

4. Eine Gefangennahme

5. Etwas Tod

6. Eine Schlacht

7. Etwas Erstaunliches

8. Eine Flucht

9. Etwas Interessantes

10. Ein Zusammentreffen

11. Etwas Glück, etwas Pech, oder etwas dazwischen?

Epilog: Zwei Reisen

Stellaris 62

Vorwort

»Die peinlichste Stunde des Konsul Gruner« von Thomas Frick

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 2951 – Die Dynastie der Verlorenen

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Sternenwanderer

2. Kapuzenwald

3. Ahnin

4. Urahnin

5. Rettung

6. Weiße Halle

7. Cucullaten

8. Widerstand

9. Besuch

10. Niemandssohn

Leserkontaktseite

Glossar

Risszeichnung Robotraumer der VALET-Klasse

Nr. 2952 – Wald der Nodhkaris

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Gäste

2. Besuch

3. Fallen

4. Gruben

5. Legenden

6. Moschran

7. Entdeckungen

8. Vhor

9. Fundstücke

Report

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 2953 – Der Mann von den Sternen

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

9.

10.

11.

12.

13.

14.

15.

16.

17.

18.

19.

20.

21.

22.

23.

24.

25.

26.

Epilog

Leserkontaktseite

Glossar

Clubnachrichten

Nr. 2954 – Das Kleid des Jägers

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog: Die Sturzflut

1. Atlan: Die Flucht

2. Atlan: Der Strohhalm

3. Atlan: Das Opfer

4. Atlan: Die Fragen

5. Atlan: Die Wahrheit

6. Atlan: Der Kommunikator

7. Atlan: Die Insel

8. Atlan: Die Forscher

9. Atlan: Die Gemeinsamkeiten

10. Atlan: Der Kontakt

11. Atlan: Die Erweckung

12. Atlan: Die Versuchung

Epilog: Der Entschluss

Leseprobe PR NEO 171 – Arno Endler – Brennpunkt Eastside

Vorwort

1. Schiffbruch

Gespannt darauf, wie es weitergeht?

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 2955 – Der Shod-Spiegel

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog: Vergiss dich nicht!

1. Zeige Mut und Zuversicht!

2. Überwinde deine Ängste!

3. Setze dich durch gegen Widerstände!

4. Bleibe unverdrossen auf Kurs!

5. Halte an deinen Zielen fest!

6. Pflege deine Bündnisse!

7. Schone deine Verbündeten!

8. Greife gute Vorschläge auf!

9. Sei wahrhaft, was es auch koste!

10. Nimm dankbar, was du kriegst!

11. Tu manchmal auch einfach gar nichts!

12. Sei gnädig zu deinen Widersachern!

Epilog: Zieh dich ab und zu mal um!

Leserkontaktseite

Glossar

Risszeichnung LFT-Box der QUASAR-Klasse

Nr. 2956 – Das Hooris-Phänomen

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. RAS TSCHUBAI

2. 31. März 1552 NGZ

3. 31. März 1552 NGZ

4. 1. April 1552 NGZ

5. Quinto-Center

6. RAS TSCHUBAI

7. Quinto-Center

8. 2. April 1552 NGZ

9. IWAN IWANOWITSCH GORATSCHIN

10. Quinto-Center, Sektion OM

11. IWAN IWANOWITSCH GORATSCHIN

12. Quinto-Center, Sektion OM

13. Quinto-Center

14. Quinto-Center, Sektion OM

15. Quinto-Center, Sektion OM

16. RAS TSCHUBAI

17. RAS TSCHUBAI

18. IWAN IWANOWITSCH GORATSCHIN

Report

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 2957 – Die Hooris-Prozessoren

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Amber Dessalin

2. Fhyorsharg

3. Amber Dessalin

4. Fhyorsharg

5. Amber Dessalin

6. Fhyorsharg

7. Amber Dessalin

8. Fhyorsharg

9. Maorim D'Abo

10. Amber Dessalin

11. Fhyorsharg

12. Amber Dessalin

13. Fhyorsharg

14. Amber Dessalin

15. Maorim D'Abo

16. Fhyorsharg

17. Amber Dessalin

Glossar

Clubnachrichten

Nr. 2958 – Jede Zeit hat ihre Drachen

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog: Abwärts, immer abwärts

1. Belastungsstörungen

2. Das System im Zentrum der Galaxis

3. Das Schiff im Eis

4. Nach der Schlacht

5. Ein vielschichtiger Auftrag

6. Kontakt

7. Das Phantom

8. Der Genetische Krieg

9. Was niemand weiß

Epilog: Der Auslöser

Stellaris 63

Vorwort

»Zirome« von Michael G. Rosenberg

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 2959 – Der Flügelschlag des Schmetterlings

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Der Flügelschlag des Schmetterlings

Leserkontaktseite

Risszeichnung LFT-BOX der QUASAR-Klasse

Nr. 2960 – Hetzjagd auf Bull

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog

1.

2.

3.

4.

5. Rückblick

6. Unaufhaltsam voran

7.

8.

Epilog

Report

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 2961 – Der Kepler-Komplex

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog: Ein nicht ideal verlaufendes Rendezvous

1. Gold- und Silberregen

2. Krankhafte Veränderungen

Zwischenspiel

3. Bedient euch!

Zwischenspiel

4. Der Anflug

5. Das Gipfeltreffen

Zwischenspiel

6. Bostich vor den Toren Terras

7. Frisbees unter Feuern

Zwischenspiel

8. Verheißungen

9. Endspiel (mit Damenopfer)

Epilog (I): Der Ausblick

Epilog (II): Die Ankunft

Leserkontaktseite

Glossar

Clubnachrichten

Nr. 2962 – Sextadim-Treibgut

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Fitzgerald Klem

2. Atlan

3. Fitzgerald Klem

4. Fitzgerald Klem

5. Atlan

6. Fitzgerald Klem

7. Atlan

8. Atlan

9. Fitzgerald Klem

10. Atlan

11. Fitzgerald Klem

12. Atlan

Journal

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 2963 – Der Münchhausen-Roboter

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

9.

10.

11.

Epilog

Leserkontaktseite

Risszeichnung Flottentender der SHELTER-Klasse

Nr. 2964 – Späher im Dakkarraum

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog: Die Zeitliche Eskorte

1. Atlan

2. Wie auf einem Basar

3. Zum Shod-Teleskop!

4. Im Shod-Teleskop

5. Im Raum der Späher

6. Ein kurzer Blick auf Cetus

Zwischenspiel: Die entsetzliche Phase Shod

7. Die Verwüstung des Teleskops

8. GESHODS Geheimnisse

9. Der Ghatu und der Bhal

10. Das Duell

Epilog: Die herrliche Phase Shod

Report

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 2965 – Der Sternenring

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Hasch und Ärger in der Luft

2. Willkommen!

3. Im Taumeltanz

4. Satag

5. Das letzte Paradies

6. Fremdenführer

7. Rache

8. Triangulation

9. Das Verbotene

Leserkontaktseite

Glossar

Clubnachrichten

Nr. 2966 – Sektor X

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog: Abgedankte

1. Sperrgebiet

2. Origami

3. Todesboten

4. Eitiden

5. Silo

6. Der Hüter

7. Nachtrhododendron

Epilog: Abgedankte

Stellaris 64

Vorwort

»Fremde Welt« von Dieter Bohn

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 2967 – Das zweite Terra

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Die Inseln vor dem Wind

2. Die PIÈ BONMARCHAL

3. Tauchphase

4. Die viel zu große Station

5. Eine Nicht-Unterhaltung

6. Die Nachricht

7. Thyellos Untiefen

8. Der Beginn vom Ende

9. Die Vorbereitungen

10. Gäste auf Trowno

11. Täuschungsmanöver

12. Der Kampf der BABA JAGA

13. Kampf um die PIÈ BONMARCHAL

14. Die Sirene

15. Letzte Vorbereitungen

16. Das letzte Gefecht

17. Neue Erkenntnisse

18. Vater und Sohn

19. Der Ritt auf der Sirene

20. Im Untergrund

21. Die Retter

Nachruf auf Andreas Findig

Leserkontaktseite

Glossar

Risszeichnung Die VOHRATA

Nr. 2968 – Die Schweigsamen Werften

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Tag 1

2. Tag 2

3. Tag 3

4. Die Administratorin

5. Tag 4

6. Tag 5

7. Perry Rhodan

8. Immer noch Tag 5

9. Tag 6

Report

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 2969 – Tag des Grimms

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Hooris-Stern

2. Der Vermittler

3. Die Hut

4. Hinein

5. Panik

6. Ein Abriss der Geschichte

7. Der Hohe Hüter

8. Zu viele Fragen

9. Kein leichter Weg

10. Antworten, die man braucht, aber nicht will

11. Noch ein Raum

12. Ein Streit unter Freunden

13. Zurück

Leserkontaktseite

Glossar

Clubnachrichten

Nr. 2970 – Der Gondu und die Neue Gilde

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog

1. Besuch von außerhalb

2. Ein Ruf, dem man sich nicht widersetzt

3. Eine Bitte und ein Angebot

4. Die Sorgen eines Gondus

5. Behauptungen und Tatsachen – oder umgekehrt

6. Zweifel, Erinnerungen und die Folgen

Epilog

Journal

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 2971 – Das Gondische Privileg

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Eine neue alte Herausforderung

2. Tage der Trauer, Tage der Wut

3. Ein verwirrendes Gespräch und seine Folgen

4. Ein Begleiter zu viel

5. Eine Thronbesteigung der anderen Art

6. Ein allzu schnelles Wiedersehen

Leserkontaktseite

Glossar

Risszeichnung Robotraumer der Schweigsamen Werft

Nr. 2972 – Invasion der Geister

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Faden – Anfang

1. Eine unerwartete Begegnung

2. An der Mauer

3. Pedospionage

4. Ein lang erwartetes Wiedersehen

5. Fadenjagd

6. Ein herzliches Willkommen

7. In die Tiefe

Report

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 2973 – Zirkus der Zerstörung

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog: Der Aufstieg

1. Merkur

2. XANDERA

3. Terrania, Solare Residenz

4. Terrania

5. VINCENT DE GOURNAY

6. Terrania

7. GOS'TUSSAN II

8. Terrania

Epilog: Das Aggregat Etain

Leserkontaktseite

Glossar

Clubnachrichten

Nr. 2974 – Anschlag auf Wanderer

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Draußen: Herein!

2. Drinnen: Klopf, klopf ... wer ist da?

3. FLORENCE LAMAR: Willkommen!

4. FLORENCE LAMAR: In der Zentrale

5. THARSOON: Viel zu versprechen

6. GOS'TUSSAN II: Atlan an Bord

7. GOS'TUSSAN II: Finstere Pläne

8. GOS'TUSSAN II: Vogel aus dem Mythos

9. FLORENCE LAMAR: Ein Gespräch

10. FLORENCE LAMAR: Fort mit dem Alten

11. Die Jagd ist eröffnet

12. GOS'TUSSAN II: Der Schuss zum Schluss

Leseprobe PR NEO 181 – Kai Hirdt – Der Mond ist nur der Anfang

Vorwort

Prolog

1.

2.

3.

Gespannt darauf, wie es weitergeht?

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 2975 – Der Herr der Zukunft

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Die Zukunft I

1.

2.

Die Zukunft II

3.

4.

5.

6.

7.

Die Zukunft III

8.

9.

10.

11.

Die Zukunft IV

12.

13.

Die Zukunft V

14.

Leserkontaktseite

Glossar

Risszeichnung Hooris-Prozessor der Thoogondu (HaLem-Statue)

Nr. 2976 – Hyperlicht

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Der Profi

2. Die Kämpferin

3. Theorie und Praxis

4. Existenzängste

5. Das Finale

6. Erste Anzeichen

7. Siegesparaden

8. Das Angebot

9. Alles ändert sich

10. Die Empfindlichkeit der Jerreten

11. Ein Freund, ein guter Freund

12. Das Haus

13. Oberflächengespräche

14. Die Ansprache

Report

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 2977 – Die Kokon-Direktive

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Offener Funkspruch 1328

1. Im Sol-Kokon: GOUBAR NANDESE

2. Gespensterstunde

3. Lichtspiele

4. Im Feuer

5. Kartentricks

6. Intuition

7. Plan B

Leserkontaktseite

Glossar

Clubnachrichten

Nr. 2978 – Der Spiegelteleporter

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog: Sterne

1. Phänomene

2. Hyperimpuls

3. Sonnenzapfer

4. Experimente

5. Logo-Oase

6. Überraschung

7. Roboter

8. Entscheidungen

Epilog: TERRANOVA-Schirm

Journal

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 2979 – Das Despina-Mysterium

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Sondierungen

2. Das Wrack

3. Der Datensatz

4. Der Überlebende

5. Zwei Haluter

6. Informationen

7. Eine schrecklich schöne Familie

8. Der verlorene Mond

9. YLA

10. Genesis und Exitus

Leserkontaktseite

Glossar

Risszeichnung Forschungsstation »Sunset City«

Nr. 2980 – Die Eisigen Gefilde

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Brennende Neuigkeiten

2. Zielsicherheit

3. Ein Kaffee und eine künstliche Welt

4. Kaschemme

5. Opferstätte

6. Sippenschlitten

7. Opfer und Antwort

8. Drei Aufträge

Report

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 2981 – Im Bann der Erkenntnis

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Keynote

1. Ansatz

2. Summen und Differenzen

3. Asymptoten

4. Topologische Betrachtung

5. Rigorosum

6. Disputation

7. Hypothesen und Theoreme

8. Der Nutzen von Matrizen

Leserkontaktseite

Clubnachrichten

Nr. 2982 – Die Vernichtungsvariable

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Fitzgerald Klem

2. Sunnrod, der Wohldefinierte

3. Fitzgerald Klem

4. Sunnrod, der Wohldefinierte

5. Fitzgerald Klem

6. Sunnrod, der Wohldefinierte

7. Fitzgerald Klem

8. Sunnrod, der Wohldefinierte

9. Fitzgerald Klem

10. Sunnrod, der Wohldefinierte

11. Fitzgerald Klem

12. Sunnrod, der Wohldefinierte

13. Fitzgerald Klem

14. Fitzgerald Klem

Stellaris 65

Vorwort

»Der Datent von Richese« von Ulf Fildebrandt

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 2983 – Kants letztes Kunstwerk

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Geld ist nicht das Problem

2. Zielperson

3. 13,7 Sekunden

4. Vom Kunst- zum Meisterwerk

5. Spuk

6. Gatasergift

7. Hinter der Kulisse

8. Gejagt

9. Der doppelte Kant

10. Offenbarungen

11. Hinter den Kulissen

12. Die Stadt der Käferpiraten

13. Die Geschichte der Lady

Leserkontaktseite

Glossar

Risszeichnung HARL DEPHIN

Nr. 2984 – Projekt Exodus

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Elidan

2. GALBRAITH DEIGHTON VII

3. BOX-11211

4. BELLÖRCY, derselbe Tag

5. Galakto City, derselbe Tag

6. Galaktikum: der Vorabend

7. Die Konferenz

8. Verschwunden

9. Angeklagt

10. BELLÖRCY

11. Hallo im Halo

Report

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 2985 – Die Kupferfarbene Kreatur

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. BELLÖRCY

2. GALBRAITH DEIGHTON VII

3. BELLÖRCY

4. GALBRAITH DEIGHTON VII

5. GALBRAITH DEIGHTON VII

6.

7.

8. GAL-P 14

9. Im fremden Schiff

10. Im fremden Schiff

11. Im fremden Schiff

12. Im fremden Schiff

13. PARRASTURD

14. GALBRAITH DEIGHTON VII

Leserkontaktseite

Glossar

Clubnachrichten

Nr. 2986 – Sonnenmord

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog: Der letzte Ausweg

1. Der Zwischenstopp

2. Der Anwärter

3. Eine rein zufällige Begegnung

4. Die Wahl

5. Die Mission

6. Drinnen und draußen

7. Ein feines Mahl

8. Zwielicht

9. Um die Ecke sehen

10. Die Mordvorbereitungen

11. Der erste Mord

12. Trügerische Sicherheit

13. Die wandernden Toten

14. Feuer frei!

15. Zwillinge

Epilog: Unverhoffte Hilfe

Journal

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 2987 – Schlacht ums Gondunat

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Aufeinandertreffen

2. Verhandlungen

3. Nach der Katastrophe

4. Auf dem Weg durchs Wrack

5. Die Kunst des Überlebens und der Suche

6. Vorwärts, immer vorwärts!

7. Zu Boden gedrückt

8. Zusammentreffen

9. Weiter, durchs Schiff!

10. Vorentscheidung

11. Erinnerungen an früher

12. Der rettende Engel

13. Am Ziel

Leserkontaktseite

Glossar

Risszeichnung Doppelrumpf-Space-Jet des ZSI – PIONIER-Klasse

Nr. 2988 – Die HARUURID-Mission

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog: Gedankensplitter

1. Leerraumgerüchte

2. Rakkurgeflüster

3. Zellengespräche

4. Jülziish-Retter

5. Schiffskommandant

6. Gäonensoldaten

7. Einzelkämpfer

8. Wahrheitssuche

9. Todesfalle

10. Hooris-Kostüm

11. Thronerbin

Epilog: Gedankensplitter

Report

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 2989 – Das Kortin-Komplott

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog: Hoffnungen

1. Ängste

2. Risiken

3. Kontrollen

4. Gespräche

5. Enthüllungen

6. Fragen

7. Auseinandersetzungen

8. Erkenntnisse

9. Entscheidungen

10. Das weiße Licht

Epilog: Der helle Turm

Leserkontaktseite

Glossar

Clubnachrichten

Nr. 2990 – Die beiden Rhodans

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Terrania City

2. Hallo, Nachbar!

3. Austherapiert

4. Irgendwo im Nirgendwo

5. La Paz

6. Wichtige Nachrichten

7. Mannschaft und Schiff gesucht

8. Startvorbereitungen

9. Klopf, klopf!

10. Interplanetare Interferenzen

11. Begegnung

Stellaris 66

Vorwort

»Das Friedenslicht« von Roman Schleifer

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 2991 – Die Eismönche von Triton

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog: Es braut sich etwas zusammen

1. Zwei vom gleichen Schlag

2. Sind Hopfen und Malz verloren?

3. Hormonelle Schwankungen

4. Eine außerordentliche Beförderung

5. Doppelte Hilfe

6. Nicht mein Bier

7. Ein Parapsi-Gefecht

8. Ein Geist, aber nicht aus der Flasche

9. Der Raub einer Prinzessin, aus ihrem Serail

10. Diskurs über die Menschheit und die Menschlichkeit

11. Der Knalleffekt

12. Nachwehen

Epilog Ein überraschender Fund

Leserkontaktseite

Glossar

Risszeichnung Ein-Mann-Raumjäger des ZSI – INFILTRATOR-Klasse

Nr. 2992 – Vergessenes Selbst

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Dunkle Ahnungen: Aurelia, RAS TSCHUBAI

2. Ängste: Reginald Bull, Terrania City

3. Zivilisierte Ilts: Gucky, RAS TSCHUBAI

4. Selbstbeherrschung: Reginald Bull, Terrania City

5. Transmitterstottern: Gucky, RAS TSCHUBAI

6. Begrüßungskomitee: Gucky, VOIGT GOSLING

7. Obhüter: Gucky, YETO

8. Vergessen: Aurelia, RAS TSCHUBAI

9. Schneekönigin: Aurelia, RAS TSCHUBAI

10. Entscheidungen: Aurelia, RAS TSCHUBAI

Report

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 2993 – Das bittere Aroma der Gestirne

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. In Memmunyet

2. Schlechte Nachrichten

3. RAS TSCHUBAI

4. Memmunyet

5. Sie leben

6. HYPATIA

7. RAS TSCHUBAI

8. Ein Angebot und eine Einladung

9. Die Saat ist ausgebracht

10. Wir wählen anders

11. Wir helfen euch

12. Die Fakturgrube

13. Ich fliege

14. OCCNATTAR: Das Sein der Gemeni

15. Schwestern

16. Der Schock der Wahrheit

17. HYPATIA

Nachruf auf Achim Mehnert

Leserkontaktseite

Glossar

Clubnachrichten

Nr. 2994 – Engel und Maschinen

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog: Auf der Straße nach Aures

1. Landung auf Sanhaba

2. »Wo sind die Menschen?«

3. Lightfoot

4. Im Wald

5. Im Stadtarchiv

6. Ein Regentag

7. Verwundbar

8. Kinderspiele

Epilog: Auf der Straße

Leseprobe PR NEO 191 – Oliver Plaschka – Pilgerzug der Posbis

Vorwort

Prolog

1.

2.

Gespannt darauf, wie es weitergeht?

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 2995 – Die uneinnehmbare Festung

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. 8. August 1552 NGZ

2. 8. August 1552 NGZ

3. Atlan: 8. August 1552 NGZ

4. 9. August 1552 NGZ

5. Vermutlich 9. August 1552 NGZ

6. Vermutlich 10. August 1552 NGZ

7. 10. August 1552 NGZ

8. 10. August 1552 NGZ

Leserkontaktseite

Glossar

Risszeichnung Terranischer Luxusliner FLIGHTSCAPE

Nr. 2996 – Phase Shod

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog: Welle

1. Splitter und Schätze

2. Zeitwaage

3. Ängste und Holos

4. Skaisd

5. Vardariva

6. Störenfriede und Notwendigkeiten

7. Paradoxon

8. Hohlform

9. Bhale

10. Leere und Versuchung

Epilog: Gerettet

Report

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 2997 – Die Dakkar-Havarie

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1. Vermutlich: 11. August 1552 NGZ – Unversöhnliche Jäger ...

2. 11. August 1552 NGZ – ... und brüchige Verbündete

3. 11. August 1552 NGZ – Der Appellator ...

4. 11. August 1552 NGZ – ... und das Gewölbe

5. 11. August 1552 NGZ – Vom Regen ...

6. 21. August 1552 NGZ – ... in die Traufe

7. 21. August 1552 NGZ – Taten ...

8. 22. August 1552 NGZ – ... und Worte

Leserkontaktseite

Glossar

Clubnachrichten

Nr. 2998 – Drei Tage zum Weltuntergang

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

Prolog: Ein Witz

1. Hinter dem Spiegel

2. Schmucke Fracht

3. Umarmung unter Freunden

4. Der Instinkt großer Kommandanten

5. Akuter Bedarf an Wundern

6. Blutkuss

7. Letzte Sekunde

8. Nebenwirkungen

9. Pläne in Plänen in Plänen

10. Kunst

11. Wahl der Waffen

12. Am Abgrund

Stellaris 67

Vorwort

»Das Buddelschiff« von Dieter Bohn

Leserkontaktseite

Glossar

Nr. 2999 – Genesis

Vorspann

Die Hauptpersonen des Romans

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

9.

10.

11.

12.

Epilog I: Zu den Sternen

Epilog II: Zu den Sternen

Leserkontaktseite

Glossar

Risszeichnung Spross der Gemeni

Impressum

PERRY RHODAN – die Serie

Nr. 2950

Der Sternenwanderer

Es ist ein letztes Geschenk – ein Mann erreicht eine ferne Galaxis

Uwe Anton / Christian Montillon

Gut dreitausend Jahre in der Zukunft: Perry Rhodans Vision, die Milchstraße in eine Sterneninsel ohne Kriege zu verwandeln, lebt nach wie vor. Der Mann von der Erde, der einst die Menschen zu den Sternen führte, möchte endlich Frieden in der Galaxis haben.

Unterschwellig herrschen immer noch Konflikte zwischen den großen Sternenreichen, aber man arbeitet zusammen. Das gilt nicht nur für die von Menschen bewohnten Planeten und Monde. Tausende von Welten haben sich zur Liga Freier Galaktiker zusammengeschlossen, in der auch Wesen mitwirken, die man in früheren Jahren als »nichtmenschlich« bezeichnet hätte.

Besucher aus anderen Galaxien suchen Kontakt zu den Menschen und ihren Verbündeten. Derzeit machen vor allem die Thoogondu aus der Galaxis Sevcooris von sich reden, einst ein von ES erwähltes und dann vertriebenes Volk. Dazu gesellen sich die Gemeni, die angeblich den Frieden in der Lokalen Gruppe im Auftrag einer Superintelligenz namens GESHOD wahren wollen.

Aus einer Zeit jenseits aller Zeiten und einem Raum jenseits aller Räume tritt nun eine mythische Gestalt ins Licht, die von einer langen Reise zu einer neuen langen Reise aufbricht – und der ihr eigenes Ziel vollkommen unbekannt ist. Es heißt, sie sei DER STERNENWANDERER ...

Die Hauptpersonen des Romans

Atlan – Der Arkonide kehrt aus den Jenzeitigen Landen zurück.

Julian Tifflor – Der Atopische Richter kehrt in die Jenzeitigen Lande zurück.

Oliver Mäuser – Der Metallurg begegnet Fremdweltlern.

Fitz Klem

Beim Schlafengehen sollten wir uns sagen:

Ich habe gelebt und den mir vom Schicksal bestimmten Weg zurückgelegt.

Lucius Annaeus Seneca

(4 v. Chr. – 65 n. Chr.)

Prolog

Ein Erwachen

Wo bin ich?

Der Gedanke war unvermittelt da, ganz klar und deutlich, und aus irgendeinem Grund wunderte mich das.

Es beunruhigte mich. Ich hätte verstanden, wenn die drei Wörter langsam und verschwommen aus dunklen Tiefen aufgetaucht wären, oder aus fernen Regionen, von denen ich nicht einmal genau wusste, ob sie überhaupt existierten. Aber dass sie mit einem Mal einfach vorhanden waren und ...

Nein! Ich empfand Besorgnis, dass es nichts außer diesem Gedanken gab.

Aber nicht lange. Ein zweiter Gedanke stellte sich ein, vielleicht noch wichtiger und seltsamer als der erste.

Wer bin ich?

Aus der Beunruhigung wurde Besorgnis. Wo ich war, konnte ich mit Sicherheit irgendwie herausfinden. Aber wenn ich mich fragen musste, wer ich war, steckte ich in gewaltigen Schwierigkeiten.

Ich versuchte, die Augen zu öffnen, doch es gelang mir nicht.

Hatte ich überhaupt Augen? War ich körperlich? Oder nur ... ein Geist, ein Etwas, das ich selbst nicht verstand? Ich war solchen Wesenheiten schon begegnet. Daran erinnerte ich mich seltsamerweise ganz genau.

War ich ebenfalls zu einem Geisteswesen geworden?

Ich hatte einmal einen Körper!, dachte ich. Und ich hatte mich sehr wohl darin gefühlt. Wenn ich ihn aus irgendwelchen Gründen verloren hatte, wollte ich ihn zurückbekommen.

Als die Besorgnis sich zur Panik zu steigern drohte, erinnerte ich mich wieder an etwas. Nur an einen Begriff, der genauso überraschend auftauchte wie mein erster Gedanke und allein dastand, ohne jeden Bezug oder Zusammenhang.

Dagor.

Dann kamen neue Assoziationen.

Der All-Kampf.

Das Erreichen der Harmonie zwischen Körper und Geist.

Der Körper ist nichts, der Geist ist alles. Er hat die völlige Herrschaft über das Fleisch.

Also gab es doch noch etwas anderes.

Und plötzlich fluteten weitere Begriffe über mich hinweg.

Dagorcai.

Die verschiedenen Atem- und Meditationstechniken. Wie viele Stufen gab es gleich von ihnen? Die Bewegungs- und Konzentrationstechniken, die dazu beitrugen, dass sich Körper- und Geisteskräfte auf dem optimalen Niveau einpendelten, ermöglichten die effektivste Anwendung der eigentlichen Kampftechniken.

Instinktiv entspannte ich mich, überließ meinem Körper die Arbeit.

Instinktiv? Nein. Schon wieder falsch. Der Vorgang hatte nichts mit meinen Instinkten zu tun. Ich beherrschte die Dagortechniken seit vielen Jahren.

Seit Jahrhunderten.

Jahrtausenden?

Ich hatte sie noch vor Kurzem angewendet.

Also hatte ich einen Körper.

Es musste so sein, denn nun spürte ich, dass ich atmete. Sauerstoff strömte in meine Lungen, wurde vom Blut an den Körper weitergeleitet, zuerst unzulänglich, dann in zumindest ausreichenden Mengen. Die Dagortechniken halfen mir, einen minimalen Einfluss auf den Prozess zu nehmen.

Meine Besorgnis ließ etwas nach. Wenn ich einen Körper habe, habe ich auch Augen, und wenn ich Augen habe, kann ich sie öffnen. Ich muss pragmatisch vorgehen. Ein Schritt nach dem anderen ...

Pragmatisch.

Kaltschnäuzig, konsequent und kompromisslos.

Ja, das fühlte sich vertraut an.

Mein nun tiefer, gleichmäßiger Atem setzte einen Herzschlag lang aus, als ich plötzlich wieder meinen Körper spürte. Ein Prickeln breitete sich in mir aus, ein starkes, fast schmerzhaftes Kribbeln.

Aber Schmerz war besser als gar nichts. Nichts machte mir Angst. Nichts war gleichbedeutend mit Existenzlosigkeit.

Ich hatte Augen, und ich öffnete sie.

Und sah eine Welt in Rot.

*

Das Rot war überall.

Es schimmerte hell, durchdrang mit seinem Licht die gesamte Umgebung. Es strömte aus einer alles überwuchernden, unregelmäßig dicken Schicht, die sämtliche Flächen um mich bedeckte, aus einer glatten euklidischen Geometrie etwas völlig anderes machte, etwas ... Organisches, das gleichzeitig alles andere als organisch war.

Patronit, dachte ich, ohne mit diesem Begriff etwas anfangen zu können. Und: Technogeflecht.

In welche Art Welt hatte es mich verschlagen?

War dies vielleicht gar nicht die Wirklichkeit? Oder träumte ich?

Der Anflug einer anderen Erinnerung durchdrang mich, kaum fassbar, verschwommen, eher der Hauch einer Wirklichkeit, die sich aufgelöst hatte, die längst vergangen war.

Ja, es war möglich, dass ich träumte. Ich entsann mich, dass ich mich am Ende einer langen Reise zum Schlaf gebettet hatte, zu einem Schlaf voller Hoffnung, der sowohl Abschluss als auch Neubeginn war.

Und wer konnte sagen, welche Träume in solch einem Schlaf kommen mochten?

Einen Moment glaubte ich, unvermittelt durch das rote Schimmern zu stürzen. Die Welt stülpte sich um, und ich glitt durch das Leuchten, das Struktur annahm, sich verdichtete und ausdünnte, zu etwas anderem wurde, einem ...

... einem Schiff? Einem Raumschiff?

Ich glitt hindurch, schwebte durch Lagerräume und Mannschaftsquartiere, durch eine Funkzentrale und einen Hangar, überwand Schotten und Deckböden, als wären sie gar nicht vorhanden.

Schließlich konnte ich mir ein erstes Bild des Raumers machen.

Er war nicht besonders groß, hatte eine Länge von einhundert Metern, vielleicht einhundertfünfzig, höchstens. Außerdem hatte er nicht die Form einer Kugel, wie ich es aus irgendeinem Grund fast erwartet hatte, sondern die einer lang gezogenen Walze.

Ein Walzenraumer? War ich an Bord eines Springerschiffs gefangen?

GAUPELLAR GUZDRIN, dachte ich, konnte aber mit diesem Begriff nichts weiter anfangen.

Unsinn!, meldete sich unvermittelt eine andere Stimme. Kein eigener Gedanke, tatsächlich eine Stimme, mitten in meinem Kopf. Eine fremde, aber gleichzeitig so vertraute, dass ich glaubte, sie so gut zu kennen wie mich selbst.

Abrupt kehrte meine Denkfähigkeit zurück. Keine Erinnerungen an mein Leben, die blieben verschüttet, aber meine Fähigkeit, aufeinander aufbauende Muster zu erkennen und darauf zu reagieren.

Wer ... bist du?, dachte ich.

Hast du denn alles vergessen?, antwortete die Stimme. Sogar mich, du Narr?

*

Sämtliche Dämme brachen. Ein einziges Wort riss sie nieder.

Narr.

Plötzlich war alles wieder da: die Jenzeitigen Lande; die Atopische Sonde, die mich aus dieser Region am zeitlichen Ende des Universums zurückbringen sollte ...

Moment!, dachte ich. Da stimmt etwas nicht.

Sicher, die Sonde, mit der seinerzeit Julian Tifflor zu den Jenzeitigen Landen vorgestoßen war, war nach dem Vorbild des alten Walzenraumers GAUPELLAR GUZDRIN aus Technogeflecht erschaffen worden und hatte im typischen Patronitrot geschimmert. So weit entsprach sie dem, was ich gerade gesehen hatte.

Sie war von einem Autopiloten gesteuert worden, den Jabarim geprägt hatte, da Julian in der Synchronie nicht hätte fliegen können. Doch sie war im Neuland zurückgeblieben, mitten auf dem Rückweg nach Hause.

Daher konnte ich mich nicht in Julians Atopischer Sonde befinden.

Nicht unbedingt ein Widerspruch, sagte die Stimme. Es gibt Erklärungen dafür. Dieses Schiff kann nach dem Vorbild der Sonde geformt worden sein, oder Tifflor hat die ursprüngliche Sonde geborgen. Über solche trivialen Fragen solltest du dir nicht den Kopf zerbrechen. Es gibt Wichtigeres.

Die Stimme – mein Extrasinn – hatte natürlich recht. Meine Gedanken waren noch vom Schlaf beeinträchtigt, verharrten in jenem seltsamen Zustand zwischen soeben erfolgtem Erwachen und vollständigem Wachsein, in dem ein Herzschlag zur Ewigkeit wurde, sich Raum und Zeit dehnten und zusammenzogen oder die Gedanken lediglich kreisten, ohne voranzukommen.

Wie lange hatte ich geschlafen?

Jahrhunderte, Jahrtausende?

Die Frage berührte mich seltsamerweise nicht. Ganz gleich, wie viel Zeit vergangen war, es würde sich alles finden.

Ganz der Pragmatiker, spöttelte der Extrasinn. Aber ich sehe, allein wirst du die Beharrungskräfte deines kleinen Nickerchens nicht überwinden können. Du brauchst Hilfe.

Hilfe? Von dir?

Ja. Was macht dein Zellaktivator?

Ich schnappte nach Luft, setzte mich auf und griff an mein Schlüsselbein.

Nichts.

Die Haut dort wirkte unverletzt.

Als ich sie berührte, fiel mir alles wieder ein.

Den Zellaktivatorchip, den ich von ES erhalten hatte, trug ich nicht mehr. Ich hatte ihn zurückgegeben. Fast gegen meinen Willen hatte Julian Tifflor mir einen neuen Zellaktivator ausgehändigt, ein nur einen Zentimeter großes Ei aus einem feinen Gewebe mit einem Tropfen Vitalliquor darin. Als ich es an meine Schulterwunde gehalten hatte, war es darin versunken.

Ich stöhnte leise auf.

Wie ich sehe, bist du wieder wach, Kristallprinz, stellte der Logiksektor zufrieden fest.

*

Der Extrasinn war nicht der Einzige, der es bemerkte. Es wurde langsam heller um mich, und ich nahm zum ersten Mal meine Umgebung einigermaßen deutlich wahr. Die Sonde reagierte darauf, dass ich wieder Lebenszeichen zeigte.

Das Technogeflecht war verschwunden, das Schimmern des Patronits hingegen geblieben. Aber die Geometrie war für meine Begriffe wieder normal. Die Wände des kleinen Raums, in dem ich auf einer bequemen Pritsche lag, die sich den Ausprägungen meines Körpers perfekt anpasste, senkten sich in einem rechten Winkel von der Decke. Die Kammer bildete ein lang gezogenes Viereck mit der Liege als einzigem Einrichtungsgegenstand. Eine Tür oder Ähnliches konnte ich nicht entdecken.

Ein leiser Summton erklang, und mitten im Raum, einen halben Meter neben dem Bett, öffnete sich ...

Ich kniff die Augen zusammen.

... öffnete sich ein Portal, hatte ich soeben denken wollen, aber es war etwas anderes. Die Struktur von Raum und Zeit blieb unberührt; aus dem Nichts tauchte eine Gestalt auf, drehte kurz den Kopf nach rechts und links, sah mich und lächelte.

Ein Holo von einer Person, die ich sehr gut kannte.

»Wie geht es dir, Atlan?«, fragte Julian Tifflor.

Es war nicht der, den ich über lange Jahrtausende gekannt hatte, sondern einer, der mir völlig fremd geworden war. Den früheren Tifflor hatte man oft mit Perry Rhodan verglichen. Er hatte ihm sehr ähnlich gesehen, aber jünger gewirkt, da sein Alterungsprozess mit 35 Jahren angehalten worden war. Jener Tifflor hatte nichts mehr mit dem über einsachtzig großen, schlanken jungen Mann mit den braunen Augen und dem braunen Haar gemeinsam, der gerade das Wort an mich gerichtet hatte. Zu diesem höheren Wesen – zu dieser Wesenheit – fand ich keinen echten Bezug mehr.

Er war etwas fülliger als damals und deutlich gealtert, und in seinem Blick schwang eine gewisse Weisheit mit.

Was hatten die Jahrmillionenwanderung, seine Zeit auf ARCHETIMS Welt und danach – und seitdem – der Aufenthalt in den Jenzeitigen Landen sonst mit ihm angestellt?

Und was hat er mit dir angestellt?, meldete sich der Logiksektor. Hast du dich ebenfalls verändert? Du solltest das überprüfen!

Ich sah mich nach einer spiegelnden Oberfläche um, fand keine und richtete meine Aufmerksamkeit wieder auf Tifflor.

Auf sein Gesicht. Es hatte sich vielleicht am stärksten gewandelt. Während seiner unglaublich langen Reise durch den Zeitspeer hatte sich überall Kristallstaub festgesetzt, der eine dünne zweite Haut bildete. Sie hüllte Tifflor komplett ein und hatte bisher nicht entfernt werden können. Aber nicht das machte den Unterschied aus, der mich völlig von ihm absonderte.

Mit der Reise durch den Zeitspeer war Tifflors Wandlung nicht zu Ende gewesen. Er war auf den Spuren der Superintelligenz ARCHETIM gewandelt und in einem dritten Schritt schließlich zu einem Richter des Atopischen Tribunals geworden. Damit hatte er sich endgültig in eine Entität verwandelt, die selbst ein rund 24.200 Jahre alter Arkonide nicht mehr verstehen konnte.

Falls mein Alter noch aktuell ist ...

Ich betrachtete das Holo aus zusammengekniffenen Augen. Zeigte es Julian Tifflor, wie er in diesem Augenblick irgendwo stand, weit entfernt von mir, an einem Ort, den ich nie wieder würde erreichen können?

Ich schwieg, und das Holo schwieg ebenfalls.

»Ich bin wach«, sagte ich schließlich lapidar.

Nun reagierte auch Tifflor. »Deine Reise nähert sich dem Ende.«

Es ist eine Aufzeichnung, stellte der Extrasinn fest. Ein Holo, allerdings so fortgeschritten, dass es mit dir interagieren kann.

Ich verstand. Ein Programm, dazu geschrieben, mir wichtige Informationen zu übermitteln. Tifflor war ganz woanders, irgendwo, irgendwann, wo ich ihn nicht mehr greifen konnte.

»Wie lange habe ich geschlafen?«, fragte ich. »Wieder Jahrhunderte, wie bei meiner Hinreise zu den Jenzeitigen Landen?« Ging ich von derselben Reisezeit aus, wären seit meinem Aufbruch aus der Milchstraße anderthalb Jahrtausende vergangen. Nichts mehr wäre so wie damals, vielleicht keiner meiner Freunde mehr am Leben.

Möglicherweise nicht einmal mehr Perry Rhodan.

Tifflor schüttelte den Kopf. »Nein. Nur wenige Jahre. Es ist mir gelungen, für deine Reise die eine oder andere Abkürzung zu nutzen.«

Abkürzung, dachte ich. Abkürzungen sind nur selten gut. Auch auf dem Weg zu einer Superintelligenz. Meistens erweist es sich im Nachhinein als besser, den langen Weg zu nehmen.

»Und wohin führt mich die Reise?«

»Ich will dir damit ein letztes Geschenk machen«, antwortete Tifflor ausweichend, »bevor ich mich endgültig auf Thez' Seite der Scherung zurückziehe.«

Ich brauchte einen Augenblick, um die Bedeutung dieser Aussage zu verdauen. »Dieses Universum«, setzte ich dann nach, »mein Universum ... an seinem Ende steht also nicht mehr Thez?«

»Nein. Es ist ein offenes Universum, offen im Guten wie im Bösen, offen für alles. Vielleicht zu offen. Thez hat sich abgewendet.« Trauer klang in diesen Worten mit.

Ich ahnte verschwommen, was Tifflor damit meinte. »Was genau hat das zu bedeuten?«

»Da kann ich dir auch nicht weiterhelfen. In diesem Universum bin ich nur so etwas wie eine Idee. Ich kann mich hier nicht halten. Und auch die Sonde wird sich nicht halten können. Mach von ihr Gebrauch, solange es möglich ist.«

»Ist die Sonde das Geschenk?«

»Nein. Das Geschenk ist, an deinem Ziel anzukommen. Am rechten Ort und zur rechten Zeit, gerade rechtzeitig.«

»Wo werde ich ankommen?«

Nun lächelte Tifflor. »Dort, wo du stets am liebsten warst, alter Freund. Mitten im Getümmel. Aber wundere dich nicht – und lass dich vor allem nicht täuschen.«

»Worüber soll ich mich nicht wundern?«

1.

Etwas Merkwürdiges

»Mäuser!«

Eine kurze Pause folgte, dann, lauter: »Mäuser!«

Oliver Mäuser seufzte. Er war ein gutmütiger Typ und stets bereit zu helfen ... aber er mochte es nicht, gestört zu werden, wenn er sich wirklich konzentrieren musste. Doch darum scherte sich sein neuer Kollege nicht, der übereifrig ans Werk ging, seit er vor über einem Monat in der metallurgischen Abteilung des Bergwerks angefangen hatte.

»Sird Oliver, hörst du mich?«

Weil er sich ohnehin nicht mehr auf seine Arbeit konzentrieren konnte – er untersuchte die merkwürdigen Werte des Metalls in der Bodenprobe –, rief er: »Bist ja nicht zu überhören, Fitzgerald.«

Der Kollege lugte um die Ecke der Trennwand aus flexiblem Kunststoff, die Oliver nutzte, um seinen Arbeitsbereich abzugrenzen und um darauf ein Foto seiner Familie zu projizieren – seine Frau, sein Sohn und sein Ungeborenes. Vor allem Letzteres gefiel ihm; eine perfekte Hochrechnung der Holoanalyse. So würde das Kind nach der Geburt aussehen.

Im grellen Kunstlicht der Werkshalle sah Fitzgerald Klem blasser aus als sonst, aber sein Grinsen schien wie immer auf seinem Gesicht festgemeißelt. Die hellbraunen, fingerlangen Haare hingen unordentlich; er sah müde aus. Nein – übermüdet.

»Hab ich dir das nicht bereits hundertmal gesagt? Nenn mich Fitz, wie alle meine Freunde.«

»Sind wir das?«

»Freunde?«

Mäuser nickte, während er wehmütig die Gesteinsprobe mit der Metallader beäugte. Das Spektrometer zeigte höchst interessante Werte.

Merkwürdige Werte.

Er wandte sich endgültig seinem Besucher zu. Das projizierte Schutzfeld vor seinem Arbeitsplatz erlosch automatisch.

»Klar sind wir Freunde!« Klem kam näher und beugte sich über die Mulde im Arbeitstisch. »Schön, übrigens.«

»Die Probe?«

»Unsinn! Die Fotowand deiner Familie.«

»Danke.«

»Wann kommt das Kind?«

Oliver hatte keine Lust auf eine Plauderei, doch sein Kollege redete ohnehin weiter, war offensichtlich nicht ernsthaft an einer Antwort interessiert.

»Ich wünschte, ich hätte auch ... oh.« Klem unterbrach sein beiläufiges Gemurmel, als er die Tabelle mit den Analysewerten musterte. »Hast du falsch gefluxt? Die Magnetpulverprüfung ist ...«

»Soll das ein Witz sein?«, begehrte Mäuser auf. »Selbstverständlich nicht. Die Werte sind korrekt.«

»Hm«, machte Fitz Klem. »Ein erstaunlich reines Metall. Eine Sichtprüfung unter UV-Licht ...«

»Habe ich längst erledigt.«

»Kohlenstoff, Mangan, Molibdän, Chrom?«

»Hör zu, Fitz – lass mich meine Arbeit tun. Ich weiß, welche Fragen sich hier stellen.«

»Aber dieses Metall ist ...«

»... nicht natürlich, ja. Sehe ich genauso. Es ist bearbeitet, und zwar auf sehr fortschrittliche Weise. Fragt sich, wie es in unberührte Erde tief unter der Oberfläche kommt. Wenn wir morgen den neuen Stollen abteufen, um dorthin vorzustoßen, sollten wir uns auf eine Überraschung gefasst machen.«

»Glaubst du, dass es von früheren Bewohnern stammt? Eine Art ... Hinterlassenschaft? Schließlich wohnen wir erst seit ein paar Jahrtausenden auf Cessair.«

»Ich bin weder Prophet noch Archäologe, sondern Metallurg. Ich interessiere mich nicht für unsere Vergangenheit. Die eine Legende sagt, die frühen Menes kamen von hier, die andere Geschichte erzählt, sie kamen von dort. Wen interessiert's? Ändert es etwas an meinem Leben?«

»Aber du hast eine Meinung.«

»Habe ich.«

»Und?« Fitz sah ihn auffordernd an

Oliver schwieg und sprach nicht aus, was er dachte: Und ich wüsste nicht, warum ich sie dir verraten sollte. Vielmehr frage ich mich, weshalb du so neugierig bist. Deshalb gab er sich auch so uninteressiert. »Sagen wir so, es beunruhigt mich«, wich er aus.

»Verständlich.« Klem gab sich offenbar Mühe, immer noch gut gelaunt auszusehen, doch die Heiterkeit erreichte seine Augen nicht.

Er ist kein guter Schauspieler, dachte Mäuser, und das war eine der vielen Merkwürdigkeiten, die ihm in letzter Zeit auffielen. Und das nicht etwa nur in den Bodenproben des geplanten Bergwerkstollens – vor allem im Verhalten seines Kollegen.

Mit dem ach so jovialen Fitzgerald »Fitz« Klem stimmte etwas nicht. Oliver fürchtete, dass er gar kein Menes war, sondern nur vorgab, einer zu sein. Dass er gar nicht von Cessair stammte. Dass er ein Fremdwesen war, ein Spion der Gauchen ... von einem fremden Planeten gekommen, um eine Invasion vorzubereiten ...

Aber ausgerechnet auf Britonia sollte ein Gauche aktiv sein? Im Labor des Bergwerks? Auf den ersten Blick wirkte diese Vorstellung lächerlich, doch je länger Oliver darüber nachdachte, umso logischer erschien es ihm.

In ihrer Anlage bauten sie wertvolle Metalle ab, die sich beim Raumschiffbau als unverzichtbar erwiesen. Und mit ihren Raumschiffen stießen die Menes ins All vor – bislang sehr zaghaft, aber der Heimatplanet der Gauchen lag in erreichbarer Entfernung. Angeblich beherrschten die Gauchen das überlichtschnelle Reisen viel besser.

Würden die Fremden also nicht versuchen, die Raumfahrt zu sabotieren? Und ausgerechnet das wichtigste Bergwerk, das essenzielle Rohstoffe lieferte, bot einen guten Ansatzpunkt für diverse terroristische Anschläge ...

Fitzgerald Klem wäre es dank seiner Position außerdem ein Leichtes, die Bodenprobe zu manipulieren oder auszutauschen. Nur – zu welchem Zweck? Darüber hatte sich Oliver schon lange den Kopf zerbrochen, ohne eine Antwort zu finden. Er wusste nur, dass ein derart reines Metall nicht in der Natur vorkam.

Die Vorstellung, er könnte in diesem Augenblick vor einem Angehörigen eines fremden Volkes stehen, erschütterte ihn bis ins Mark und ängstigte ihn, aber er wollte dieser Furcht nicht nachgeben.

Er hatte überlegt, wie er sich Klem unbemerkt nähern könnte, und nun war dieser zu ihm gekommen. Ein Wink des Schicksals? Bloßer Zufall? Wie auch immer, er würde herausfinden, ob Klem ein Spion der Fremden war!

Es gab eine einfache Möglichkeit, das zu testen. Gauchen unterschieden sich grundlegend von Menes, obwohl sie sich perfekt zu maskieren wussten. Oder weitaus mehr als das, denn keine Maske, die sich Oliver vorzustellen vermochte, könnte ein Echsenwesen in einen Menes verwandeln.

Illustration: Swen Papenbrock

Nicht dass Mäuser jemals einen echten Gauchen gesehen hatte. Aber es kursierten Bilder, und die zeigten eindeutig echsenhafte, aufrecht gehende Wesen, nur weniger zierlich als der durchschnittliche Menes und dummerweise ohne Schwanz – sonst wäre die Maskerade weitaus schwieriger. Außerdem überzog Schuppenhaut den ganzen Körper, die sie perfekt verbargen. Angeblich gab es ein chirurgisches Verfahren, das ihnen weiche Haut aufpflanzte, die tatsächlich lebendig aussah. Je nach Quelle hörte man auch von anderen Methoden.

Oliver schüttelte die Gedanken ab. Er hatte Angst, aber er wusste, dass er handeln musste. Wer nicht gegen das Böse kämpfte, machte gemeinsame Sache mit ihm und war nicht besser als der, der einen tödlichen Schuss abgab.

Wie auch immer – er wusste, wie er Klem enttarnen konnte, sollte er ein Fremder sein.

Er würde ihn bluten lassen.

*

»Sieh es dir ruhig etwas genauer an!«, forderte er seinen Kollegen auf.

»Danke.«

Oliver fragte sich, ob er sich das beinahe unmerkliche Zögern nur einbildete. Wie dem auch sein mochte, Fitz Klem vertiefte sich in die Analysedaten und beugte sich über die Mulde im Untersuchungstisch.

Mäuser wollte zum Angriff übergehen. Es musste wie ein Unfall aussehen. Sein Herz raste. Sollte er seine Beweisführung verschieben? Vielleicht gab es später eine bessere Gelegenheit ...

Nein.

Wann, wenn nicht sofort?

Es blieb nicht mehr viel Zeit bis zur Abteufung des neuen Schachts, und dann konnte es zu spät sein! Ob Zufall oder Schicksal ... er musste handeln!

Als Klem nach dem Faserverlauf fragte, kam Mäuser die rettende Idee. »Ich zeige dir das Holo meiner Untersuchungsergebnisse«, sagte er unschuldig, ging zum Eingabeterminal und aktivierte stattdessen einen elektrischen Lichtbogen.

Es summte, aus dem Projektor zischte eine Entladung, die sich – ganz wie erwartet – auf der Metallprobe brach und verästelte. Automatisch baute sich ein Schutzfeld auf, doch Mäuser schrie angemessen erschrocken auf und riss seinen Kollegen zur Seite.

Beide stürzten, Klem stieß sich den Kopf an der Kante des Untersuchungstischs, Oliver landete auf Klem, und sie krachten unsanft auf den Boden. Oliver versuchte den Fall so zu drehen, dass er auf dem linken, bionischen Bein aufschlug, das zwar wunderbar funktionierte, aber keinerlei Schmerz empfinden konnte.

Klem fühlt sich sehr menschlich an, dachte er, während er mit zitternden Knien aufstand. Wäre das bei einem maskierten Gauchen auch der Fall?

»En... entschuldige«, stotterte er, hektisch und hoffentlich betrübt genug, um das Schauspiel echt wirken zu lassen. »Ich ... ich habe ... hast du dich verletzt?«

Klems Hand wanderte zum Kopf, tastete darüber. Sah Mäuser Erschrecken in seinem Blick? Oder Schmerz? Und würde Oliver die Emotionen eines Fremdwesens erkennen können? Hatten diese Biester überhaupt Gefühle?

Mit einem Mal kam er sich idiotisch vor. Sein ganzer Verdacht war doch lächerlich!

Fitz Klem zog die Hand zurück. »Geht schon«, sagte er, während er auf die Finger schaute. Ein wenig Blut glitzerte darauf. Blut, das genauso aussah wie bei einem Menes.

»Ich ... ich habe eine falsche Einstellung vorgenommen und ...«

»Alles in Ordnung«, unterbrach Klem. »Fehler kommen vor.«

»Vielleicht gehst du besser zur Krankenstation. Nicht dass du eine Gehirnerschütterung ...«

Wieder ließ sein Kollege ihn nicht ausreden. »Mach dir keine Sorgen. Ich leg mich einfach kurz hin.«

»Noch mal, entschuldige bitte, Fitz!«

Klem grinste schief. »Na also.«

»Was?«

»Du hast zum ersten Mal den richtigen Namen benutzt.« Klem verließ den Arbeitsbereich.

Oliver blickte ihm nur kurz nach, ehe er seine Aufmerksamkeit der Kante des Untersuchungstischs zuwandte.

Ein wenig Blut war darauf zurückgeblieben.

Bestens.

Es mochte aussehen wie das eines Menes, aber erst eine genaue Analyse würde zeigen, ob es das tatsächlich war. Die Einrichtung seines Labors diente eigentlich dazu, Metalle zu untersuchen, aber sie taugte mit einiger Kreativität auch, um biologische Proben ...

»Ach, Sird Oliver.«

Mäuser zuckte zusammen. Klem war zurückgekommen und trat nun wieder um die Ecke der Trennwand, blieb genau vor der Abbildung seines Ungeborenen stehen.

»W... was ist, Fitz?«, stotterte er, diesmal ohne dabei zu schauspielern.

»Gute Falle«, sagte Klem, »aber nicht gut genug.«

2.

Eine Begegnung

Bevor ich weitere Fragen stellen konnte, schien das Holo wieder einen Schritt zu tun und verschwand, ohne dass Julian ein weiteres Wort sprach. Das Portal, das sich dabei für meine Augen öffnete, war nichts weiter als eine optische Täuschung, eine technische Spielerei.

Das überzeugte mich vollends, es mit einem ausgeklügelten Programm zu tun zu haben, das lediglich der Informationsübermittlung diente und mit bestimmten Personen Scheindialoge nach gewissen Vorgaben führen konnte.

Bevor ich mich auf Thez' Seite der Scherung zurückziehe, hatte Tifflor gesagt. Diese Absichtserklärung war wohl gültig gewesen, als Julian das Holo aufgenommen hatte. Wahrscheinlich befand er sich längst auf jener anderen Seite und war damit für mich unerreichbar. Ich musste mich mit dem begnügen, was er mir mitgeteilt hatte, und das war wenig genug.

Ich blickte an mir hinab. Ich trug eine eng anliegende graue Montur. Irgendwelche Schaltflächen zum Aufruf weiterer Funktionen suchte ich vergeblich; offensichtlich diente das Kleidungsstück lediglich dazu, mich nicht nackt dastehen zu lassen.

Vorsichtig schwang ich die Beine von der Liege und ging zwei, drei Schritte. Rein physisch hatte ich den jahrelangen Schlaf offenbar gut verkraftet. Wahrscheinlich hatte die Atopische Sonde dafür Sorge getragen, dass ich nicht unter Muskelschwund oder Ähnlichem litt.

Als ich einen weiteren Schritt nach vorn trat, zeichneten sich unvermittelt Türumrisse in der Wand vor mir ab. Noch ein Schritt, und die Tür glitt geräuschlos in die Wand.

Ich stand in einem langen, hell erleuchteten Gang, sah mich nach rechts und links um, entdeckte aber keine Wegweiser oder Hinweistafeln. Zögernd wandte ich mich nach links.

Hier stimmt etwas nicht, meldete sich der Extrasinn.

Die Warnung war überflüssig, ich hatte es selbst bemerkt. Mit jedem Schritt dehnte sich der Gang für meine Augen aus, sodass ich ihn immer in gleicher Länge vor mir sah. Ich blieb stehen, trat einen Schritt zurück, dann noch einen, und der Gang verkürzte sich.

Was soll das?, fragte der Extrasinn. Warum stellt dir Freund Tifflor eine Sonde zur Verfügung, die bald vergehen wird?

Weil seine Möglichkeiten hier endgültig schwinden. Ich weiß nicht, wie lange meine Reise schon dauert, aber Tifflor hat wohl zum letzten Mal Zugriff auf unsere Seite genommen, als er mich auf den Weg schickte. Weitere Übergriffe sind nicht mehr möglich. Die Abspaltung ist mehr oder weniger abgeschlossen.

War das eine gute oder schlechte Nachricht? Für mich eine ausgezeichnete. Kein Einfluss mehr durch das Atopische Tribunal und durch das unfassbare Wesen Thez am Ende aller Zeit!

Das klang ... zufriedenstellend. Ich war erleichtert, dass diese Phase meines Lebens endgültig vorüber war.

Tifflors letztes Geschenk bringt dir vielleicht doch noch den Tod.

Ich sah, was der Logiksektor meinte. Vor mir löste der Gang sich auf, wurde transparent, schien sich im Nichts zu verlieren. Die Wände verflüchtigten sich. Übrig blieben nur rote, mit hellem Schein pulsierende Quader, die den einzigen Halt in dem sich immer schneller auflösenden Wabern boten.

Instinktiv hielt ich die Luft an, obwohl ich keine Atemnot verspürte. Einen Moment konnte ich durch die gesamte Sonde schauen, die sich tatsächlich als alter Walzenraumer entpuppte. Um die Patronit-Blöcke zog es sich zusammen, verdichtete sich die Materie, die dabei gleichzeitig schrumpfte und sich neu gruppierte. Aus 135 Metern wurden vielleicht dreißig, und die Walze breitete sich aus und verflachte sich gleichzeitig zu einem schmalen Diskus.

Verwandelte die Sonde sich in eine Space-Jet? Wie war das möglich?

Ich lachte leise auf. Für ein Raumschiff wie dieses stellte das nicht das geringste Problem dar.

Hoffentlich kann es dich dann auch am Leben halten, du alter Narr! Außerdem solltest du genauer hinschauen!

Ich hatte mich getäuscht. Eine Space-Jet war es nicht, aber etwas, das solch einem Modell jedenfalls ziemlich nahekam. Vielleicht einfach ein generisches Modell nach einem uralten Vorbild, an dem sich auch eine Space-Jet orientierte. Ein Schnittmuster sozusagen, ein Stanzbogen, nach dem man solch ein Kleinstraumschiff fertigen konnte.

Die Sonde verwandelte sich immer schneller. Die Patronitklumpen rückten enger zusammen, verdichteten sich wieder, streckten halb durchsichtige Fühler aus, die sich miteinander verbanden und Substanz annahmen. Vor meinen Augen entstand eine Art rot leuchtendes Gitter, ein Gerüst, das die andere sich verdichtende Materie anzuziehen schien. Sie setzte sich daran fest und füllte die Lücken aus, während sie gleichzeitig schrumpfte.

Hätte ich vielleicht besser in meiner Kammer, auf der Liege, bleiben sollen?

So unwirklich es mir vorkam, ich sank wie in einem Traum, aus dem ich nicht gänzlich erwacht war, inmitten des eigentlichen Gittergerüsts tiefer, während ich weiterhin ganz normal atmete und mein Körper sich völlig unbeeindruckt von der Umgebung zeigte.

Das rote Schimmern wurde immer schwächer und verlor sich schließlich ganz in einem diffusen Halbdunkel, in dem ich kurzzeitig keine Einzelheiten mehr erkennen konnte. Dann leuchtete irgendwo eine Lichtquelle auf, trüb und verschwommen. Sie erinnerte mich an die Notbeleuchtung in der Zentrale eines Raumschiffs, dessen Systeme gerade ausgefallen waren.

»Davon gehe ich nicht aus«, antwortete ich endlich dem Extrasinn. Ganz im Gegenteil: Die Sonde verwandelte sich zwar, setzte aber alles daran, mich am Leben zu halten.

Grelles Licht flammte auf, sodass mir die Tränen in die Augen schossen. Oder lag das an der Aufregung, die ich verspürte?

Die Helligkeit enthüllte, dass ich mich in der Kanzel eines Raumschiffs befand. Es war eindeutig keine Space-Jet, wie ich sie kannte, wobei einiges mich stark an dieses terranische Beiboot erinnerte. Von der Größe her käme es hin. Die Einrichtung war allerdings rudimentär und wurde von drei Sesseln vor einer Steuerkonsole gebildet. Die Armaturen darauf wirkten auffällig elementar, kaum geeignet, um höhere Funktionen in die Wege zu leiten. Ein Teil der Wände wurde von Instrumenten bedeckt, die jedoch allesamt funktionsunfähig zu sein schienen. Die Displays lagen erloschen und tot da und wurden offensichtlich nicht mit Energie gespeist.

Ich schaute nach oben. Eine transparente Kuppel aus einem mir unbekannten Material bot einen Blick auf einen fremden Sternenhimmel, in dem mir keine einzige Konstellation, kein einziges Bild vertraut vorkam.

Ich ging zu einem der Sessel und ließ mich darin nieder.

Was ist hier gerade geschehen?, fragte ich mich.

*

Der Extrasinn hatte, wie meistens, eine Antwort darauf. Jede hinreichend fortgeschrittene Technologie ist von Magie nicht mehr zu unterscheiden.

Ich nickte zögernd. Wenn eine Technologie hinreichend fortgeschritten war, dann die der Jenzeitigen Lande. Julian Tifflor hatte wirklich alles daran gesetzt, mich auf den Weg und ans Ziel zu bringen.

Sein letztes Geschenk, konstatierte der Logiksektor. Auch die ... Alltagstechnik der Jenzeitigen Lande kann sich in den Gefilden diesseits der Scherung nicht halten und löst sich auf.

Alltagstechnik?, fragte ich zurück.

Dein Zellaktivator wird bestehen.

Na, hoffen wir's, meinte ich lapidar.

Ganz sicher. Sonst hätte Julian dich nicht einfach weggelassen. Oder sich die Mühe dieses letzten Geschenks gemacht, wenn du ohnehin sterben würdest.

Trotzdem brachte es mich in eine prekäre Lage. Ich steckte in einem Kleinstraumschiff fest, das wahrscheinlich keine lange Lebensdauer mehr hatte. Was würde aus mir werden, wenn es rund um mich zerfiel?

Blöde Frage, du Narr!

Ruhe bewahren, hieß die Devise. Tifflor hatte mich nicht an Bord dieser Sonde gesetzt, um mich irgendwo unter fremdem Sternenhimmel elend verrecken zu lassen. Es musste einen Ausweg geben. Ich musste ihn nur finden.

Ich betrachtete den Sessel und die Konsole genauer. Ihr Design war fremdartig, aber meinen arkonidischen Körpermaßen durchaus angepasst.

»Bordrechner?«, sagte ich aufs Geratewohl.

»Eingeschränkt funktionsfähig«, antwortete zu meiner Verblüffung eine sonore männliche Stimme.

»Worauf kannst du zugreifen?«

»Funk und Ortung, Triebwerke, Lebenserhaltung. Ich prognostiziere einen Ausfall aller Systeme innerhalb von zwölf bis fünfzehn Stunden.«

Zwölf bis fünfzehn Stunden also ... das war somit meine Galgenfrist. Im Augenblick war es müßig, mir Gedanken darüber zu machen, was danach geschehen würde.

»Ruf ein Ortungsholo auf!« Ich musste mir zuerst einen Überblick verschaffen.

»Holofunktion steht nicht zur Verfügung. Nur Nahortung verfügbar.« Bei den Displays an den Wänden schien es sich nicht ausschließlich um unnütze Nachbildungen zu handeln. Einer der Bildschirme erhellte sich.

Das zweidimensionale Bild zeigte die schematische Darstellung eines Sonnensystems. Es gab acht Planeten, von denen der dritte und vierte offenbar in der Lebenszone lagen. Einer war besonders hervorgehoben, der äußerste.

»Wo bin ich?«, fragte ich. »Funktioniert die Vergrößerungsfunktion?«

Die Abbildung eines kahlen Gesteinsbrockens, dessen Oberfläche mit Stickstoff- und Wassereis bedeckt war, ersetzte die schematische Darstellung. Der Planet erinnerte mich an den solaren Pluto, der vor langer Zeit zerstört worden war.

»Hast du Messdaten?«

Zahlen wurden eingeblendet. Offensichtlich befand die Sonde sich im Orbit dieses Steinplaneten, der ziemlich weit von seiner gelben Sonne entfernt war: den Angaben zufolge etwa 3,3 Milliarden Kilometern oder 183 Lichtminuten.

Diese drei Lichtstunden entsprachen etwas mehr als der Distanz zwischen der Sonne und dem Uranus, wenn ich bei den Vergleichswerten des Solsystems bleiben wollte.

»Ist einer der Planeten bewohnt?«

»Negativ«, antwortete der Bordrechner.

Natürlich nicht. Das wäre auch zu viel des Glücks gewesen.

Ich hatte bereits einmal 10.000 Jahre auf einem rückständigen Planeten verbracht und versucht, die Bevölkerung ins Zeitalter der Raumfahrt zu führen, und ich hatte nicht vor, das noch einmal zu wiederholen.

Ich musste mich mit den Instrumenten vertraut machen und herausfinden, inwieweit sie noch funktionierten.

Stirnrunzelnd beugte ich mich vor, betrachtete die Displays, Schaltflächen und Hebel und suchte eine nachvollziehbare Logik in ihrem Aufbau. Ich hatte schon vor langer Zeit herausgefunden, dass solche Anordnungen häufig nachvollziehbaren Mustern folgten. Hatte man eines begriffen, konnte man auch andere, unbekannte mit geringen Schwierigkeiten nachvollziehen.

Zumindest galt das für Humanoide mit zwei Händen.

»Ich empfange einen Funkspruch aus unbekannter Quelle«, meldete sich der Bordrechner.

»Auf den Bildschirm!«, sagte ich.

»Bildfunktion steht nicht zur Verfügung, aber die Tonqualität ist einwandfrei.«

Immerhin etwas, teilte der Logiksektor ironisch mit.

Ich nickte. Als nichts geschah, wurde mir klar, dass der Bordrechner mich nicht sehen konnte, sondern allein auf meine akustischen Anweisungen reagierte. »Wir nehmen den Funkspruch entgegen.«

»Wadarye luginforhir?«, erklang eine barsche Stimme. Die Wörter klangen vage vertraut, aber ich konnte mir keinen Reim auf ihre Bedeutung machen.

Sie basieren auf einem altirdischen Idiom, stellte der Logiksektor fest.

Es fiel mir wie Schuppen von den Augen. Sprach da jemand eine Abart von Englisch? Erkundigte er sich danach, was ich hier zu suchen hätte?

Oder machte der Translator der Sonde ein fast unverständliches Kauderwelsch daraus?

»Status der Translatorfunktion?«, fragte ich den Bordrechner.

»Translatorfunktion steht nicht zur Verfügung.«

*

Ich musste mich davon abhalten, wie ein überraschter Halbwüchsiger nach Luft zu schnappen. Der Bordrechner verfügte über keinen Translator?

Aber das bedeutete ...

Wenn ich mich nicht völlig irrte, hatte ich gerade eine menschliche Stimme gehört, die eine verfremdete Form des Englischen sprach. Aber es war keine archaische Form dieser Sprache; die hätte ich während meiner Zeit auf der Erde persönlich gesprochen.

Sprachen neigten dazu, sich permanent abzuschleifen und zu vereinfachen. Die Form des Englischen, die ich gerade gehört hatte, erinnerte mich einerseits an die »Neusprache« des Pidgin-English. Damit verfügten die fremdsprachigen Bevölkerungen der vom Empire unterworfenen Länder über eine in der grammatischen Struktur vereinfachte Behelfssprache, mit der sie sich verständlich machen konnten.

Andererseits beschränkte sich diese Gemeinsamkeit lediglich auf den Klang. Die grammatische Struktur war erhalten geblieben, nur die Wörter hatten sich abgeschliffen.

Ich hatte keine Ahnung, wo ich mich befand, in der Milchstraße jedenfalls nicht; so viel sagten mir die Sterne. Wie kamen dann Menschen an diesen Ort, die ein Idiom sprachen, dass laut Extrasinn auf dem Englischen basierte?

Das konnte kein Zufall sein. Tifflor hatte immerhin auf meine Frage nach meinem Ziel geantwortet: Dort, wo du immer am liebsten warst, alter Freund. Mitten im Getümmel. Aber wundere dich nicht und lass dich vor allem nicht täuschen.

Mitten im Getümmel ... Tifflors Plan schien ausgefeilter zu sein, als ich angenommen hatte.

Und sein letztes Geschenk ist viel größer, als du angenommen hast, stellte der Extrasinn klar.

Ich konzentrierte mich wieder auf den Funkverkehr, den der Logiksektor die ganze Zeit über verfolgt hatte. Der unbekannte Anrufer sprach weiter, herrisch und befehlsgewohnt. Mit ihm schien nicht gut Kirschen essen zu sein.

Der Extrasinn konnte mir seine nächsten Worte endlich zusammenreimen. Da er keine Antwort bekommen hatte, wiederholte der Unbekannte seine Frage, was ich hier zu suchen hätte, und erkundigte sich nach meiner Dienstnummer und Identität.

Da stimmt etwas nicht, stellte der Logiksektor überflüssigerweise fest. Das war mir auch schon aufgefallen. Wieso hielt der Sprecher mich für einen seiner Leute?

Dann bot er mir an, mich an Bord seines Schiffes zu holen. Offensichtlich hatten die Ortungsinstrumente festgestellt, dass meine Sonde kaum noch funktionsfähig war.

Kannst du feststellen, wie sich sein Englisch entwickelt hat?

Nur annähernd.

Dann ist es vernünftiger, den gemeinsamen Ausgangspunkt zu nutzen und darauf zu hoffen, dass die Gegenseite über Translatoren verfügt oder mich zumindest versteht.

Ich wandte mich an den Bordrechner. »Antwort: We need help. Thanks.«

Das Bordgehirn führte meine Anweisung aus.

Diesmal dauerte es etwas länger, bis die Antwort kam. Mein Gesprächspartner schien tatsächlich über einen Translator zu verfügen – oder über einen Rechner, der erkannt hatte, dass ich eine alte Form seiner Sprache verwendete, und diese Form nun benutzt. »You are no menes?«

Menes? Diese Bezeichnung erinnerte mich unwillkürlich an Menes, den Pharao, mit dem ich im archaischen Ägypten zu tun gehabt hatte. Mir war klar, dass das ein Zufall sein musste, doch die Erinnerung ging mir nicht aus dem Kopf.

Du denkst um zu viele Ecken, mahnte mich der Logiksektor an. Es gibt eine viel einfachere Erklärung dafür, und die einfachen Erklärungen sind meist die zutreffenden.

Damit brachte er mich auf den richtigen Weg. Die Fremden nannten sich Menes, und wenn ihre Sprache wirklich eine Weiterentwicklung des Englischen war, war die Wurzel dieses Begriffs das Wort men ... Menschen.

Dein Ziel ist nicht die Milchstraße, hatte Tifflor mir verraten. Es ist sehr weit davon entfernt.

Ich befand mich also in einer von der Milchstraße weit entfernten Galaxis. Die Frage war nur ...

Wie kommen Menschen hierher?, fasste der Extrasinn zusammen.

Und seit wann waren sie an diesem Ort? Ich hatte die Sprache trotz meines fotografischen Gedächtnisses, das sich auch auf akustische Details erstreckte, nicht sofort erkannt, weil sie sich weiterentwickelt hatte. Es schien also nicht nur eine beträchtliche räumliche Entfernung vorzuliegen, sondern auch eine zeitliche.

»Antworte dem barschen Fragesteller auf Englisch, dass die Funkverbindung sehr schlecht ist und wir ihn kaum verstehen«, wandte ich mich an den Bordrechner. Bei einer nur rudimentären Verständigung musste ich keine weiteren Informationen preisgeben. Das wollte ich mir für später vorbehalten.

Eine Weile geschah gar nichts. Dann, nach einer gefühlten halben Ewigkeit, meldete sich der Bordrechner endlich. »Die Nahortung erfasst ein anfliegendes Raumschiff.«

»Kannst du es ... optisch darstellen?«, fragte ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen mit den Systemen der Sonde so unverbindlich wie möglich.

Ein weiterer Bildschirm erhellte sich. Ich kniff ungeduldig die Augen zusammen, während der Bordrechner noch die Schärfe der Darstellung justierte, und konnte endlich ein Raumschiff darauf erkennen.

Ein Kugelraumer. Mir fiel ein gewaltiger, in meinen Augen überproportionaler Ringwulst auf, der offensichtlich Antriebsgerätschaften enthielt. Beide Pole des Schiffes schienen Geschütze zu tragen, ich sah jeweils vier Kanonenrohre.

Daten wurden eingeblendet: Durchmesser 350 Meter.

Die Hülle des Schiffes schimmerte schwarzblau. Darauf war ein heller gehaltener Schriftzug zu sehen, wahrscheinlich der Name des Schiffes.

»Kannst du den Schriftzug vergrößern?«

Meine Geduld wurde wieder auf eine harte Probe gestellt, doch schließlich erhellte sich ein dritter Bildschirm, auf dem die schwarzblaue Schiffshülle zu sehen war.

Und der Name des Schiffes.

Er war mit leicht verfremdeten lateinischen Buchstaben geschrieben.

3.

Etwas Übles

Oliver Mäuser wusste, dass es keinen Ausweg gab.

Wie war er überhaupt auf die Idee gekommen, plötzlich Geheimagent spielen zu wollen? Warum hatte er seine Bedenken nicht einfach weitergemeldet?

Weil es versandet wäre!, dachte er trotzig.

Wahrscheinlich hätte man ihn im Geheimdienst für verrückt gehalten und seine Anfrage irgendwo abgelegt, wo kaum jemals jemand etwas suchte.

Aber die Waffe, auf die Oliver nun blickte, bewies, dass sein Verdacht der Wahrheit entsprach! Fitzgerald Klem, der ach so nette Kumpel Fitz, war in Wirklichkeit ein Gauche, und er zeigte sich über seine Enttarnung sichtlich wütend ...

Oliver versuchte, das Zittern seiner Knie zu unterdrücken. »Und jetzt?« Er gab sich Mühe, seiner Stimme mehr Selbstsicherheit zu verleihen, als er empfand. »Willst du mich erschießen? Hier? Die Sicherheitssysteme des ...«

»Nicht, wenn es sich vermeiden lässt«, unterbrach Klem.

Das Atmen fiel Oliver schwer. Die Lunge, ebenso künstlich wie sein linkes Bein, schien ihm den Dienst versagen zu wollen. Er kannte es von Situationen, die ihn besonders aufregten – und nichts hatte ihn jemals mehr geängstigt als die Mündung der Strahlerwaffe, die auf seinen Kopf zielte.

Seinem Gegenüber entging das offenbar nicht. »Bleib ruhig, Sird Oliver. Hol Luft.«

»Schön, dass du dir ... solche Gedanken machst ... allerdings ...«

»Keine Angst!«

»Dann nimm die Waffe runter!«

Klem schien verblüffenderweise wirklich darüber nachzudenken, nein, mehr noch, er senkte den Strahler tatsächlich ein wenig. »Ehe du mir hier kollabierst. Aber mich wundern deine Atembeschwerden. Hast du nicht eine bionische ...«

»... Lunge, ja. Woher weißt du das?« Es kam keine Antwort, also fuhr Oliver fort: »Die Ärzte haben mir schon hundertmal erklärt, ich würde mir nur einbilden, dass sie manchmal nicht funktioniert.«

»Und?«

»Mir egal, was sie sagen.« Mäuser dachte fieberhaft nach. Was geschah gerade? Er plauderte mit dem Mann, den er als Gauchen enttarnt hatte und der ihn mit einer Waffe bedrohte, über seine künstliche Lunge. Das war doch verrückt!

»Du glaubst«, sagte Klem, »ich wäre ein Fremdwesen, und du greifst mich ebenso beherzt wie heimlich an. Ich mag dich, Sird Oliver.«

Das verschlug ihm endgültig die Sprache.

»Ich beobachte dich schon länger. Dir sind einige Merkwürdigkeiten aufgefallen, und du tust sie nicht einfach ab.« Die Waffe wies nun auf den Boden. »Du kämpfst dich gerne durch, gibst nicht auf. Andere hätten mit deiner angeborenen Beinverkürzung aufgegeben, aber du gewinnst Medaillen im Langstreckenlauf, und das, bevor du das Bein ersetzen lassen musstest. Als du ...«

»Was soll das, Fitz? Und woher weißt du das alles über mich?«

Klem steckte die Waffe weg. »Ich bin kein Gauche. Du kannst es gerne überprüfen.« Er deutete auf die kleine Blutlache an der Tischkante. »Ich empfehle dir allerdings, die Zeit sinnvoller zu nutzen und dir anzuhören, warum dir bei meinem Verhalten einige Merkwürdigkeiten aufgefallen sind.«

Oliver Mäuser spürte, dass er wieder leichter durchatmen konnte. Auch das Zittern der Knie hörte auf. »Also gut. Ich bin neugierig.«

Klem lehnte sich, scheinbar völlig entspannt, gegen die Trennwand. Er verdeckte das Bild des Ungeborenen. »Ich bin Agent der GIBA.«

»Du bist ... was?«

»Ganz recht. Du hast dich nicht verhört.«

Die GIBA – die Gesellschaft für Informationsbeschaffung und -auswertung. Der Geheimdienst der Menes. Um Oliver drehte sich alles. Aber wie wahrscheinlich war es, dass ein GIBA-Agent einfach so seine Identität verriet?

»Du fragst dich jetzt«, vermutete Klem, »aus welchem Grund ich dir dieses Geheimnis anvertrauen sollte.«

»Liest du meine Gedanken?«

Fitz winkte ab. »Lassen wir das. Ich muss keine Zauberkräfte anwenden, um zu wissen, was dir durch den Kopf geht. Und das ist gut so, denn ...«

»Ja?«

»Es gibt keine Zauberkräfte. Aber was es sehr wohl gibt, sind Gauchen, die unsere Gesellschaft unterwandern. Und um deine unausgesprochene Frage zu beantworten: Ich verrate dir meine Identität, weil du mich beeindruckst, Sird Oliver. Du bist mir auf die Schliche gekommen, und das, obwohl ich mich für einen guten Agenten halte. Klar, du hast falsche Schlussfolgerungen gezogen, doch ich hätte dir überhaupt nicht auffallen dürfen.«