PETA Tierrechtskonferenz 2016 -  - E-Book

PETA Tierrechtskonferenz 2016 E-Book

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Beschreibung

Es handelt sich um den Tagungsband der 1. PETA-Tierrechtskonferenz 2016 zur Thematik: Legalisierte Tierquälerei und Auswege. 6 hochqualifizierte Juristen beleuchten das Thema mit Fachvorträgen. Die PowerPoint-Folien selbst sind online abrufbar.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 38

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Inhalt

PETA Tierrechtsreport 2016

Recherchen, Tierquälereien und rechtliche Entwicklungen in Deutschland

Wer schützt wen?

Verdeckte Interessenpolitik im deutschen Tierschutzrecht

Dr. Philipp von Gall, Universität Stuttgart-Hohenheim

Verbot der Wildtierhaltung in Zirkusunternehmen

Dr. Davina Bruhn, Rechtsanwältin, Hamburg

Die verfassungswidrige Verschlechterung des Tierschutzgesetzes — reale Lage und Konsequenzen

Dr. Christoph Maisack , Kommentator des TierSchG, stellv. Tierschutzbeauftragter BW

Die Tierschutzverbandsklage — Zukunftsorientierte Pionierarbeit für die Tierrechtsbewegung

Dr. Tobias Schneider, Rechtsanwalt, Berlin

Vegan im Recht

Ralf Müller-Amenitsch, Rechtsanwalt, Berlin

Die tierliche Person – Rechte für Tiere

Dr. Carolin Raspé, Rechtsanwältin, Berlin

Referenten

PETA Tierrechtsreport 2016

Recherchen, Tierquälereien und rechtliche Entwicklungen in Deutschland

PETAs Tierrechtsreport 2016 verschafft einen Überblick über die verschiedenen Aktivitäten der deutschen Tierrechtsbewegung. Es liegt in der Natur der Sache, dass PETA Deutschland e.V. als Schwesterorganisation der weltweit größten Tierrechtsorganisation PETA den Großteil der effektiven Tierrechtsarbeit in Deutschland leistet, vielfach von anderen Tierrechtsorganisationen nachgeahmt.

Der Report ist in folgende Säulen unterteilt: Bekleidung, Ernährung, Tierversuche, Unterhaltung, Tierische Mitbewohner, Allgemeines und Recht.

Im Bereich Bekleidung werden die beiden umfangreichen, international vernetzten Undercover-Ermittlungen von PETA in der Leder- und Wollproduktion mit der dort stattfindenden, kaum fassbaren Tierquälerei an Rindern, Hunden, Schafen oder Angorakaninchen dargestellt. Die Ermittlungen zu Hundeleder und Angorawolle schafften es 2015 sogar bis ins Europaparlament; PETA durfte der EU-China-Delegation diese Ermittlungen unter Vermittlung von MdEP Stefan Eck und dem Leiter der Delegation, Jo Leinen, referieren.

Im Komplex Ernährung wurden die Aktivitäten im Bereich der Angelei sowie der Milch-, Eier-, Schweine- und Geflügelproduktion referiert. Der Schwerpunkt wurde hierbei auf die Geflügelproduktion gelegt, da die fast eine Dekade umfassende Undercover-Tätigkeit von PETA im Bereich der Elterntierfarmen bei Hähnchen und Puten und in den Mastbetrieben bei Hähnchen, Puten und Enten im Jahr 2015 ein Volumen von 80 Prozent des Geflügelmarktes abdeckte. Im gleichen Jahr konnte – nach sechs Jahren Auseinandersetzungen mit der Justiz – auch der Wiesenhof-Skandal-Komplex Nr. 1 aus dem Jahr 2009/2010 mit vier rechtskräftigen Strafbefehlen beendet werden.

Hinzu kam ein Kapitel über „Wirbellose“, da die Ernährungsbranche immer mehr auf wirbellose Tiere ausweicht, um tierisches Eiweiß zu produzieren. 2015 wirkte PETA hier bewusstseinsfördernd, indem betont wurde, dass auch Wirbellose leiden und Schmerzen empfinden können und kein vernünftiger Grund besteht, die Tierquälereien für den menschlichen Gaumengenuss von den Wirbeltieren auf die Wirbellosen auszuweiten.

Im Themenbereich Tierversuche wurde PETAs international gegründetes Wissenschaftskonsortium vorgestellt, in dem Wissenschaftler systematisch an der Eindämmung von Tierversuchen arbeiten. Verhandlungen werden u. a. mit der OECD, der EU und anderen Behörden auf internationaler Ebene geführt.

Im Kapitel Unterhaltung konnte nicht nur von Erfolgen bei der Verbannung von Ponykarussells von Jahrmärkten berichtet werden, sondern auch von Einschränkungen in Landesjagdgesetzen zum Vorteil der Wildtiere, von immer mehr Städten, die keine Zirkusunternehmen mit Wildtieren mehr zulassen, und vom Delfinarium in Nürnberg, dessen Verantwortliche auf einer Pressekonferenz zugeben mussten, dass PETAs Vorwürfe in Bezug auf die Umweltverseuchung durch Leckagen und die negativen Einwirkungen auf die Tiere berechtigt waren.

Im Bereich Tierische Mitbewohner lag der Fokus neben einem Überblick über die vielen Whistleblower-Tierquälereifälle, die PETA täglich erreichen, und über die Erfolge der großen Heimtier-Recherche von PETA vor allem auf einem in Deutschland weithin unbekannten Terrain abartigster tierquälerischer Vorgänge: Animal Crushing. Der PETA-Rechtsabteilung gelang es, 2015 knapp zehn solcher Strafurteile – teilweise gegen den Widerstand der Justiz – zu ermitteln und auszuwerten.

Im Komplex Recht wurde der Tierschutzbericht 2015 der Bundesregierung schonungslos „zerpflückt“, gleichzeitig jedoch auch eine Übersicht über die Informationsfreiheitsgesetze, das Verbraucherinformationsschutzgesetz sowie über die zarten Ansätze der Tierschutzverbandsklage geschaffen.

Im allgemeinen Teil wurden PETA als Marke mit wirtschaftlichem Einflusspotenzial beleuchtet und der übergreifende Auftritt der Tierrechtsorganisation im Internet dargestellt. Neu entwickelt wurde 2015 die PETA-Website „Religion und Tierrechte“, die bereits kurz nach dem Start Anlass zu heftigen öffentlichen Debatten gab.

Abschließend kommt im Epilog der Stuttgarter Bestsellerautor Wolfgang Schorlau zu Wort, der mit seinem von PETA fachlich begleiteten und verfilmten Buch Der zwölfte Tag seine Sicht der Dinge kundtat:

„Die Fleischindustrie kennt keinen Respekt vor den Tieren und keinen Respekt vor den Beschäftigten. Schließlich etabliert die Fleischindustrie mafiöse Strukturen und fördert die organisierte Kriminalität.“

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Wer schützt wen? Verdeckte Interessenpolitik im deutschen Tierschutzrecht

Dr. Philipp von Gall