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In einer Gesellschaft, die mit sechzig ihre Menschen aussortiert stellt sich Thomas McAvoy gegen den Strom und erlebt eine Überraschung. Als er dann fest stellt, das er seine große heimliche Liebe wohl nie wieder sehen wird bricht für ihn eine Welt zusammen.
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Seitenzahl: 24
Veröffentlichungsjahr: 2017
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Phase 3
Eine gesellschaftsutopische Kurzgeschichte
von
Klaus Hammer
Impressum
Texte: © Copyright by Klaus Hammer
Umschlag: © Copyright by Klaus Hammer
Verlag: Klaus Hammer
Bannizastr. 13b
45894 Gelsenkirchen
Die Idee zu dieser Kurzgeschichte entstand während eine angeregten Unterhaltung über das Thema Demenzkranke und Betreuung im Alter. Daraus folgte bei mir die Idee, dass Menschen in unterschiedlichen Altersstufen unterschiedliche Bedürfnisse an ihr Wohnumfeld haben. Nicht umsonst rühren viele Innerstädtische Konflikte von genau diesen unterschiedlichen Bedürfnissen her. Wenn also eine Gesellschaft dieses Problem löst in dem sie die Gruppen von einander trennt, was könnte daraus…
Eine Kurzgeschichte soll in meinen Augen den Leser nicht mit einem kompletten Rahmen und allen ausgearbeiteten Eventualitäten satt machen. Ich finde, am Schluss soll für den Leser genug Spielraum bleiben, um seine Gedanken streifen zu lassen und die Vorstellung arbeiten zu lassen.
In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen,
Klaus Hammer
‚Das war es also. Mein Leben ist zu Ende.‘ Thomas McAvoy sah sich in dem kleinen Büro um, in dem er die überwiegende Zeit der letzten vierzig Jahre verbracht hatte. Ein kleines, nett ausgestattetes Büro mit allem was technisch auf dem aktuellen Stand möglich war. Die Firma für die er arbeitete, ließ es ihren Mitarbeitern an nichts fehlen. Sie musste sich auch gewaltig ins Zeug legen, damit ihr die gut qualifizierten Kräfte nicht in andere Unternehmen abwanderten. Er hätte auch durchaus von zu hause arbeiten können, so wie viele seiner Kollegen das fast immer taten. Doch seit seine Partnerin Elke vor ein paar Jahren bei einem Unfall ums Leben gekommen war, war er nicht mehr gerne allein in der gemeinsamen Wohnung.
„Na? Heute ist der große Tag!“
Thomas zuckte zusammen. Er hatte nicht bemerkt, dass Paul, ein Kollege aus einem der Nebenbüros herein gekommen war. Er sah Paul nur an und nickte stumm. Was sollte er auch antworten. Es war wie der Gang zur Hinrichtung. Ja, genau so musste es sich anfühlen. Als Paul den Raum wieder verlassen hatte, schüttelte Thomas den Kopf. Nein, eine Hinrichtung würde es nicht sein. So barbarisch ging man heutzutage nicht einmal mit den übelsten Elementen in der Gesellschaft um. Trotzdem war sein Leben heute, mit seinem sechzigsten Geburtstag zu Ende. Zumindest sein bisheriges Leben.
*
Die Tür wurde wieder aufgerissen und die Kollegen aus der ganzen Abteilung standen davor. Marietta trug eine phantastische Torte mit einer großen 60
