POLYGLOTT on tour Reiseführer Oman & Vereinigte Arabische Emirate - Henning Neuschäffer - E-Book

POLYGLOTT on tour Reiseführer Oman & Vereinigte Arabische Emirate E-Book

Henning Neuschäffer

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8,99 €

Beschreibung

Die sonnenverwöhnten Golfstaaten begeistern mit endlosen Sandstränden, extravaganten Sportangeboten, Wüsten- und Tauchexpeditionen sowie erstklassigen Hotels. Im Oman zeugen historische Festungen, prächtige Moscheen und alte Souks von der glanzvollen Geschichte; die Emirate dagegen überwältigen mit glitzernden Metropolen, gigantischen Shoppingsmalls und architektonischen Superlativen. 

Mit dem POLYGLOTT on tour Oman & Vereinigte Arabische Emirate lässt sich der Herzschlag der Golfstaaten erspüren. Der Autor Henning Neuschäffer führt in 16 ausgeklügelten Touren durch die Vielseitigkeit der Regionen und lässt Sie Typisches, Besonderes und Eigenheiten entdecken. Lernen Sie die Nah-Ost-Staaten hautnah kennen. Besuchen Sie die Oasen von Liwa, reisen Sie mit dem Auto durch den Nordoman zu Muscats Moscheen oder shoppen Sie in Deira. Üben Sie sich im Canyoning und trekken Sie auf Kamelen durch die Wüste. Sicher können Sie sich dem Flair der Länder bald nicht mehr entziehen. Dank individueller Tipps können Sie ausprobieren und eintauchen, mitten hinein ins Leben in den Emiraten und im Oman.

Auf einen Blick:

TYPISCH-Kapitel mit „Eine Reise wert“, „50 Dinge“ und „Was steckt dahinter“
Faltkarte für die perfekte Orientierung vor Ort
E-Book mit Verlinkungen zu Standorten der Adressen
POLYGLOTT im Web unter www.polyglott.de oder bei Facebook

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 232

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Impressum

© eBook: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2019

© Printausgabe: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2019

Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung und öffentliche Zugänglichmachung, auch auszugsweise, sowie die Verbreitung durch Film und Funk, Fernsehen und Internet, durch fotomechanische Wiedergabe, Tonträger und Datenverarbeitungssysteme jeder Art nur mit schriftlicher Zustimmung des Verlags.

Redaktionsleitung: Grit Müller

Verlagsredaktion: Anne Kathrin Scheiter

Autor: Henning Neuschäffer

Redaktion: Renate Nöldeke

Bildredaktion: Tamara Hansinger

Layoutkonzept/Titeldesign: fpm factor product münchen

Kartografie: Theiss Heidolph und Kunth Verlag GmbH & Co. KG

eBook-Herstellung: Anna Bäumner, Martina Koralewska

ISBN 978-3-8464-0668-7

1. Auflage 2019

GuU 0668 05_2019_02

Bildnachweis

Coverabbildung: laif/Le Figaro Magazine/Martin, Eric

Fotos: Alamy/Burgess, Michele: >; Bildagentur Huber/Schmid, R.: >; Getty Images/Anna Shtraus Photography: >; Getty Images/Carillet, Joel: >; Getty Images/Masterton, Iain: >; Getty Images/Pavan, Aldo: >; GlowImages/imagebroker/Probst, Norbert: >; Gruber, Heidi: >; Huber Images/Bernhart, Udo: >; Huber Images/Carassale, Matteo: >; Huber Images/Dadfar, Kav: >; Huber Images/Schmid, Reinhard: >, >; Huber Images/Huber, Johanna: >; Jumeirah International Image Library: >, >, >; laif//Le Figaro Magazine/Compoint: >; laif//Le Figaro Magazine/Martin: >; laif/Heeb: >, >; laif/hemis.fr/Guiziou, Franck: >; laif/hemis.fr/Moirenc, Camille: >; laif/Jaekel, Lutz: >; laif/Linkel, Thomas: >; laif/REA/Perri, Francois: >; laif/robertharding/Barbier, Bruno: >; laif/Sasse, Martin: >, >, >, >; Mauritius Images/age: >; Mauritius Images/Alamy: >; Mauritius Images/Alamy/Live News/Morgan, Tom: >; Mauritius Images/Alamy/Rooney, Grant: >; Mauritius Images/Alamy/Bildagentur-online: >; Mauritius Images/Mattes, Rene: >; Neuschäffer, Henning: >, >, >, >; Shutterstock/Basar: >; Shutterstock/Byelikova, Oksana: >; Shutterstock/DSLucas: >; Shutterstock/James, Sophie: >; Shutterstock/JPRichard: >, >; Shutterstock/JurateBuiviene: >, >; Shutterstock/KamilloK: >; Shutterstock/katjen: >; Shutterstock/lkpro: >; Shutterstock/lornet: >; Shutterstock/Lyubov, Timofeyeva: >; Shutterstock/MakDill: >; Shutterstock/MicheleB: >; Shutterstock/Parente, Sabino: >; Shutterstock/Samuelson, Katherine: >; Shutterstock/S-F: >; Shutterstock/Simon.wakim.A.: >; Shutterstock/solkafa: >; Shutterstock/Stiop, Alexey: >; Shutterstock/TasfotoNL: >; Shutterstock/THATREE THITIVONGVAROON: >; Shutterstock/Thompson, Leah-Anne: >; Shutterstock/trabantos: >; Shutterstock/Transport: >; Shutterstock/Tubthong, Nucharee: >, >; Shutterstock/UlyssePixel: >; Shutterstock/Wojtkowski, Cezary: >; stock.adobe.com/gdefilip: >; stock.adobe.com/weixx: >.

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Die Polyglott-Homepage finden Sie im Internet unterwww.polyglott.de

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SYMBOLE ALLGEMEIN

L

Erstklassig: Besondere Tipps der Autoren

C

Seitenblick: Spannende Anekdoten zum Reiseziel

1

Top-Highlights und

0

Highlights der Destination

TOUR-SYMBOLE

1

Die POLYGLOTT-Touren

6

Stationen einer Tour

1

Hinweis auf 50 Dinge

PREIS-SYMBOLE

Hotel DZ

Restaurant

bis 50 EUR

bis 5 EUR

€€

50 bis 80 EUR

5 bis 10 EUR

€€€

über 80 EUR

über 10 EUR

Zeichenerklärung der Karten

Autobahn Schnellstraßebeschriebene Region (Seite=Kapitelanfang)Hauptstraße sonstige Straßen FußgängerzoneSehenswürdigkeitenEisenbahn StaatsgrenzeTourenvorschlagLandesgrenze Nationalparkgrenze

TOP-12-HIGHLIGHTS

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

1 GROSSE MOSCHEE, MUSCAT >

Die größte Moschee des Sultanats Oman vereint Stile verschiedener Kulturen.

2 FESTUNG AL-HAZM, OMAN >

Die Festung des 18. Jhs. überzeugt mit ausgefeilten Verteidigungsfunktionen.

3 FESTUNG VON JABRIN, OMAN >

Die Innenausstattung der Burg besticht durch ihre einzigartigen Verzierungen.

4 JEBEL AKHDAR, OMAN >

Die klare Bergluft ist – genügend Zeit vorausgesetzt– pure Erholung.

5 WADI BANI KHALID, OMAN >

Mit seinen natürlichen Wasserbecken gehört der Wadi zu den schönsten im Lande.

6 WADI SHAB, OMAN >. >

Ein Spaziergang durch die Terrassenfelder zählt zu den Höhepunkten in Oman.

7 MUGHSAIL, DHOFAR >

Bei rauer See schießen spektakuläre Fontänen aus den Blowholes.

8 HASHMAAN, DHOFAR >

Die Oasenstadt leigt inmitten der grandiosen Dünenlandschaft des Leeren Viertels.

9 SCHEICH-ZAYED-MOSCHEE, ABU DHABI >

Das grandiose Bauwerk prunkt mit Superlativen.

! SCHEICH-ZAYED-PALASTMUSEUM, AL-AIN >

Der ehemalige Palast des charismatischen Landesvaters begeistert als Museum.

@ DUBAI MUSEUM >

Die alte Stadtfestung überrascht mit Hightech – Ton-, Duft- und Lichteffekten.

# SHARJAH HERITAGE AREA >

Hier wurden alte Häuser mit originalgetreuen Baumaterialien wieder aufgebaut.

ALLE TOUREN AUF EINEN BLICK

mehr entdecken, schöner reisen

Perfekte Planung > Parallel > aufschlagen

TOUREN

REGION

DAUER

TOUR1

Stadtrundfahrt durch Muscat

Muscat

4–8 Std.

TOUR2

Muscats Moscheen

Muscat

4–5 Std.

TOUR3

In die Batinah

Nordoman

1 Tag

TOUR4

Ins Landesinnere

Nordoman

2 Tage

TOUR5

Wasser und Wüste

Nordoman

2 Tage

TOUR6

Im Pkw durch Nordoman

Nordoman

10 Tage

TOUR7

Dhofar-Impressionen

Dhofar – Der Süden

3 Tage

TOUR8

Auf die Insel Sir Bani Yas

Abu Dhabi

2 Tage

TOUR9

Zu den Oasen von Liwa

Abu Dhabi

2 Tage

TOUR0

In die Gartenstadt Al-Ain

Abu Dhabi

2 Tage

TOUR!

Spaziergang durch Bur Dubai

Dubai

1 Tag

[email protected]

Shoppingbummel in Deira

Dubai

1 Tag

TOUR#

Von Sharjah an die Ostküste

Sharjah & seine Nachbaremirate

1 Tag

TOUR$

Höhepunkte Omans

Extra-Tour

2 Wochen

TOUR%

Durch die Metropolen der VAE

Extra-Tour

10 Tage

TOUR^

Entdeckerreise durch Oman und die VAE

Extra-Tour

3 Wochen

© Mauritius Images/Alamy/Rooney, Grant

Feste Mauern schützen den Suq von Nizwa vor Hitze und Sonne

TYPISCH

OMAN UND DIE VAE SIND EINE REISE WERT!

Oman blickt auf eine glanzvolle Seefahrergeschichte zurück, die viele Spuren in eindrucksvollen Landschaften hinterlassen hat. Die VAE dagegen stiegen aus den Weiten der Wüste empor und beeindrucken mit glänzenden Metropolen und architektonischen Superlativen.

© Neuschäffer, Henning

HENNING NEUSCHÄFFER

studierte Arabisch in Damaskus und lebte mehrere Jahre am Arabischen Golf. Dubai lernte er noch vor dem Bauboom kennen und in Oman durfte er die Anfänge des Tourismus erleben. Durch regelmäßige Aufenthalte ist er auf dem Laufenden. Seine Vorliebe gilt dem Naturraum Arabiens, den lang gezogenen Küsten, den imposanten Bergen, vor allem der Wüste.

Beinahe jeden Morgen schwimmen die Delfine Richtung Westen, am Nachmittag kommen sie zurück. Manchmal springt einer von ihnen in fröhlichem Übermut aus dem Wasser, während ich beim Frühstück am Strand von Salalah sitze, auf den weiten Indischen Ozean blicke und die Sonne in den Wellen glitzert. Die frischen Mangos, Papayas sowie die kleinen süßen Bananen, für die Salalah auch bekannt ist, sind erfrischend und köstlich. Sie wachsen in einem grünen Gürtel rund um die Stadt. Dieser Dschungel aus Kokospalmen, Bananenstauden und Mangobäumen ist Teil einer unglaublich vielfältigen Natur, die man in Oman und den Vereinigten Arabischen Emiraten zunächst gar nicht vermutet, werden doch beide Länder in europäischen Medien meist als »Wüstenstaaten« bezeichnet.

Natürlich gibt es hier wie dort herrliche Wüstengebiete, die zum größten Sandkasten der Erde, dem Leeren Viertel, gehören. Für viele Omaner und Emirater spielt dieser archaische Lebensraum auch heute eine wichtige Rolle. Nicht selten trifft man hier noch auf Kamelherden, obwohl diese Tiere längst ihre ursprüngliche Bedeutung als Lastträger eingebüßt haben. Aber für die kulturelle Identität sind sie bis heute unabdingbar, und so gönnt sich der ein oder andere eben seine Herde in der Wüste.

Für mich gibt es fast nichts Schöneres als den Rückzug in diese grandiose Landschaft aus majestätischen Sandbergen, um ein paar Tage in absolute Stille einzutauchen, am Nachmittag mit nackten Füßen durch den warmen Sand zu laufen und am Abend dieses warme weiche Licht auf der Haut zu spüren, während die Sonne hinter den 200 m hohen Dünen versinkt. Aber das ist längst nicht alles.

© laif/hemis.fr/Guiziou, Franck

Bei Ausflügen in der Wahiba-Wüste sind Begleitung und Wasserproviant überlebenswichtig

Die lange Strecke vom Süden Omans durch das Landesinnere hinauf in den bergigen Norden war früher eher langweilig, aber seit es die asphaltierte Küstenstraße gibt, freue ich mich immer auf diese Fahrt und nehme gern ein paar zusätzliche Kilometer in Kauf. Denn auch hier zeigt Oman eine wunderschöne landschaftliche Vielfalt. Da finden sich Gletscherschleifspuren auf den Felsen, kilometerlange weiße Sandstrände wie in Shuwaimiyah oder felsige Buchten mit rauer Brandung und Steilklippen wie in Ras Madrakah. Weiter nördlich folgen die flachen Küstengebiete entlang der Wahiba-Wüste mit ihren von Wind und Wetter bizarr geformten, teils versteinerten Sanddünen, die bei Ebbe auch von der Meerseite zu bewundern sind. Denn dann kann man den breiten Sandstrand befahren und wird von großen Möwenschwärmen begleitet, die neben dem Auto in der frischen Meeresbrise dahingleiten.

In den kleinen Fischerdörfern kann es durchaus mal passieren, dass man einen eben gefangenen Hai oder Sardinen geschenkt bekommt. Frischer geht’s nicht, und entweder brutzelt man sie sich beim Zelten am Strand selbst über einem kleinen Feuer oder man lässt sie in einem Restaurant zubereiten. Das ist kein Problem, im Gegenteil: In beiden Ländern genießt Hilfsbereitschaft hohe Priorität. Dafür steht das kleine Zauberwort taffadal, das bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten verwendet werden kann, aber immer so viel heißt wie »Herzlich willkommen!«.

© Huber Images/Carassale, Matteo

Fischer am Arabischen Meer

Als mich ein Omaner vor Jahren in einem kleinen Ort zum Essen zu sich nach Hause einlud und ich ihm erklärte, mit einer Reisegruppe unterwegs zu sein, lautete die Antwort schlicht: »taffadal«. Das bedeutete nicht weniger, als dass 15 Personen mal eben zum Essen eingeladen worden waren – an einem religiösen Feiertag, der unserem Weihnachtsfest entspricht.

Die unvoreingenommene Freundlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen dieser Länder kann sich in spontanen großen Gesten wie der oben beschriebenen Einladung ausdrücken oder auch in kleinen Aufmerksamkeiten wie etwa ein paar Datteln, die mir in der Oase Bahla geschenkt wurden. Einfach so.

Apropos Bahla – ein Aufenthalt dort ist für mich jedes Mal wie eine faszinierende Zeitreise. Denn in dieser Stadt mit ihren fruchtbaren Palmenhainen findet, ähnlich wie in Nizwa, Sanaw oder Ibra, nach wie vor ein großer Wochenmarkt inklusive lautstarker Tierauktionen statt. In einem der indischen Restaurants besorge ich mir dann einen Becher karak, jenen fein gewürzten indischen Tee, und schaue einfach zu, wie die Menschen gestikulieren, feilschen, lachen und mit ihrer ersteigerten Ziege oder einem kleinen Lamm unter dem Arm von dannen ziehen. Warum Zeitreise? Weil diese traditionellen Suqs einen herrlichen Kontrast bilden zu den von den modernsten Entwicklungen geprägten Metropolen wie Dubai, Muscat oder Abu Dhabi mit ihrer verspielten Glasfassadenarchitektur, luxuriösen Hotels, interessanten Museen und aufwendigen Moscheebauten.

WAS STECKT DAHINTER?

Die kleinen Geheimnisse sind oftmals die spannendsten. Hier werden die Geschichten hinter den Kulissen erzählt.

WARUM HEISST EINE BELIEBTE NACHSPEISE »ALIS MUTTER«?

Man erzählt sich, dass Ali – ähnlich dem europäischen Till Eulenspiegel – die Menschen mit seinem Schalk und Schabernack zum Lachen brachte oder sehr verärgerte. Auch den Kalifen von Bagdad verschonte er nicht, dieser zeigte jedoch wenig Humor und ließ Ali in den Kerker werfen. Als Bedingung für seine Freilassung stellte der Kalif Alis um Gnade bittender Mutter die Aufgabe, ihm eine Speise zuzubereiten, die er noch nie gekostet habe und die ihm vortrefflich schmecken solle. Die arme Frau nahm die wenigen Zutaten, die sie in ihrer Speisekammer fand – Brot, Zucker, Milch, Rosinen – und versuchte ihr Glück mit dem süßen Brotauflauf umm Ali. Mit Erfolg. Ob sich ihr Sohn hernach allerdings gebessert hat, ist nicht überliefert.

WIE KOMMT EINE BAYERISCHE TURMUHR INS MINARETT DER ZAWAWI-MOSCHEE IN MUSCAT?

Das südliche Bayern hat es dem Sultan von Oman wegen seiner Berge und Wälder sehr angetan, weshalb er sich immer wieder gern dort aufhält. Bei seinen Reisen wird Seine Majestät oft von Mitgliedern einflussreicher omanischer Familien begleitet – wie beispielsweise in den 1980er-Jahren von Seiner Exzellenz Qais bin Abdul Munim al Zawawi. Der war nicht nur Vizewirtschaftsminister, seine Baufirma realisierte später auch die Große Sultan Qaboos Moschee. Dass er schöne Moscheen zu bauen versteht, bewies er bereits 1986 mit dem Entwurf der Asmah-Moschee. Und weil ihm bei seinen Reisen mit dem Sultan die bayrischen Kirchturmuhren gefallen hatten, ließ er in das Minarett dieser Moschee ebenfalls eine solche Turmuhr einbauen >.

WARUM IST IN EINIGEN ALTEN MOSCHEEN OMANS CHINESISCHES PORZELLAN EINGEMAUERT?

Mit einer einzigen erfolgreichen Handelsreise nach China konnte ein omanischer Kaufmann vor allem im 9. und 10. Jh. so viel verdienen, dass er für den Rest seines Lebens nahezu ausgesorgt hatte. Solch eine Reise dauerte in der Regel mehrere Jahre und war trotz hervorragender navigatorischer Kenntnisse wegen Stürmen und Untiefen sehr gefährlich; viele Schiffe gingen unterwegs verloren. Wer es jedoch schaffte, reich beladen in die Heimat zurückzukehren, stiftete oft aus Dankbarkeit eine Moschee und fügte als Zeichen der Demut Stücke wertvollen Porzellans in die Lehmmauern ein. In Manah > nahe Nizwa wird eine solche Moschee derzeit restauriert.

50 DINGE, DIE SIE …

Hier wird entdeckt, probiert, gestaunt, Urlaubserinnerungen werden gesammelt und Fettnäpfe clever umgangen. Diese Tipps machen Lust auf mehr und lassen Sie die ganz typischen Seiten erleben. Viel Spaß dabei!

… ERLEBEN SOLLTEN

1Wasserwagnis Die schmale gewundene Schlangenschlucht ist geradezu prädestiniert fürs Canyoning. Aber bitte nur unter fachkundiger Führung wie den Jungs von Oman World Tourism (www.omanworldtourism.com, 175 € inkl. Transfer und Mittagessen).

2Reise in die Vergangenheit Wie lebte es sich wohl innerhalb der historischen Festungen, die über den weiten Palmenhainen Nordomans thronen? Die Tagesreise »Voyage into the past« von Orient Tours führt nach Al-Hazm als besonderem Höhepunkt (www.orient-tours-uae.com, ca. 120 € p.P.).

3Wüstennacht am Lagerfeuer Wenn die Abendbrise aus den Dünen der Wahiba > ins Camp weht, ist es Zeit, sich nach einem ausgiebigen Essen am prasselnden Feuer niederzulassen und den Klängen der oud zu lauschen (www.nomadicdesertcamp.com, 70 € p.P. inkl. Abendessen und Frühstück).

4Omans Grand Canyon Die meisten begnügen sich mit einem Blick von oben in das Wadi Nakhr >. Aber wie kommt man zu den gerade noch sichtbaren Terrassenfeldern? Über den gar nicht so schwierigen, gut markierten Wanderweg W 6, den man am besten nachmittags begeht, denn dann liegt er weitestgehend im Schatten! Dauer: 3 Std. ab/bis Startpunkt bei dem kleinen Dorf Khatayam.

5Wüstenwanderung Die Hektik des Alltags vergessen, die Morgendämmerung über den Dünen genießen und dabei nur das leise Knirschen der eigenen Schritte im Sand hören: Wüstenerlebnis für Sinne und Seele im Leeren Viertel >(ca. 2700 €/14 Tage).

6Kopf hoch Bei einer Mountainbiketour gehören die Augen ja auf die Strecke – besonders auf so steilen und steinigen Wegen wie im Wadi Bani Awf >. Daher: Immer mal wieder anhalten und genießen! Passende Leihräder gibt’s in Muscat im Oman Bicycle Shop Online-Karte(www.omanbicycle.com, 35 €/Tag).

7Sportliche Stille Normalerweise vibriert der 5,5 km lange Formel-1-Parcours in Abu Dhabi > unter dem Lärm der Motoren. Dienstags jedoch gehört die Strecke den Joggern und Radfahrern. Rennräder gibt es kostenlos zu leihen (www.yasmarinacircuit.com).

© Mauritius Images/Alamy

Badeanzug für die Pools im Wadi Bani Khalid nicht vergessen!

8Erfrischende Natur Versteckt zwischen den steil aufragenden Felswänden des Wadi Bani Khalid > liegen tiefe, von kühlem Bergwasser gespeiste Pools. Wer früh am Morgen da ist, hat die wunderschöne Bergwelt fast für sich allein.

9Auf zum Friseur! Stirn, Nacken, Schultern und Arme nur zehn Minuten durchkneten lassen – und Sie springen wie eine Gazelle aus dem Stuhl. Ja, beim Friseur! Einfach nach massage fragen (ca. 4 €).

© Shutterstock/Stiop, Alexey

Traditionell zubereitetes, frisches Halwa

… PROBIEREN SOLLTEN

0Halwa Der Traum in Süß erhält mit Mandeln, Safran, Kardamom oder Rosenwasser die unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen. Zu probieren und kaufen u.a. im Amwaj Dhofar Halwa Shop in der Sultan Qaboos Street in Salalah.

!Aromen Indische Masala-Gewürze gehören zur omanischen Küche wie das Öhr zur Nadel. Zu probieren im Ahmar Restaurant am Ortseingang von Al-Hamra.

@Kamelfleisch Nur zu besonderen Anlässen gönnen sich Omanis diese Delikatesse. Dezent gewürzt, mit frischen Zwiebeln und Tomaten serviert sie z.B. das Green Country Restaurant in Salalah >.

#Meerohren Gourmets können die wenige Tage dauernde Abalonensaison, meist in November/Dezember, kaum erwarten. Die auch als Irismuschel bezeichnete Schnecke gilt als Delikatesse (160 €/kg). Sehr gut im Mina Seafood Restaurant > im Hafen von Mirbat.

© Shutterstock/Parente, Sabino

Dank ihres hohen Zuckeranteils sind Datteln gut und lange haltbar

$Himmelsgeschenk »Wer eine Dattel isst, isst einen Teil des Himmels«, sagt man in Oman. Am himmlischsten schmeckt die Dattelsorte khalas, denn sie wird als letzte geerntet. Zu probieren und zu kaufen u.a. auf dem Obst- und Gemüsemarkt in Nizwa >.

%Der kleine Schwarze Kaffee, arabisch qahwa, genießt man authentisch aus der traditionellen Schnabelkanne. Das Café Bateel am Dubai Marina Walk > serviert ihn heiß und kräftig.

^Vanille oder Schokolade? Kamelmilch ist nahrhaft und besonders bekömmlich. Auch als Eiscreme. Probieren? In The Majlis in der Dubai Mall >.

&Naturelektrolyt Das Wasser einer frisch aufgeschlagenen Kokosnuss ist ein idealer Durstlöscher. Hat man ausgetrunken, schlägt einem der freundliche Händler die Nuss auf, um auch das Kokosfleisch zu genießen, z.B. in der Sultan Qaboos Street in Muscat.

*Hai in Currysauce Haifleisch lässt sich prima braten oder grillen und hat einen kräftigen Eigengeschmack, der durch die leichte Currysauce im Bin Ateeq Restaurant nicht verdeckt wird (Al Khuwair Street, Muscat Al Khuwair).

(AlltagstauglichHarees Laham aus Weizen und zarten Lammstücken ist ein kräftiges Alltagsgericht. Sieht nicht toll aus, schmeckt aber vorzüglich, v.a. dann, wenn es mit Zimt oder Kardamom verfeinert wird. Zu probieren im Al Angham Restaurant neben der Oper in Muscat >.

)FamilienrezepteMishkak sind marinierte und am Spieß gegrillte Lammfleischstücke. Sie werden auf den Wochenmärkten z.B. jeden Mittwoch in Ibra > angeboten und sind ein idealer kleiner Mittagssnack.

qIn aller Munde Die belebende Mischung aus frisch gepresstem Limettensaft und fein gehackten Minzeblättern erfreut sich in beiden Ländern großer Beliebtheit und ist in fast jedem Saftladen erhältlich. Fragen Sie nach lime mint juice.

… BESTAUNEN SOLLTEN

wNeue Perspektive In die grandiose Bucht von Muscat > einfahren, die salzige Gischt im Gesicht und den Wind in den Haaren, das erfrischende Erlebnis bietet eine Dhau-Cruise von Nomad Tours Online-Karte(www.nomadtours.com, ca. 30 € p.P.).

eBullenkämpfe Ein ganz und gar unblutiges Spektakel mit langer Tradition, denn es geht schlicht ums Kräftemessen zwischen zwei gleich großen Tieren. Die wollen aber meist – zum Amüsement der vielen Zuschauer – nicht so wie ihre Besitzer. Ein kurzweiliges Vergnügen am Strand von Fujairah >, in der Regel freitags um 16 Uhr.

rMuscat bei Nacht Von der Passhöhe zwischen Mutrah und Muscat auf der alten Riyam-Straße > hat man einen herrlichen Blick auf die Hafenbucht mit den historischen Festungen und dem Sultanspalast. Besonders schön ist es nach Einbruch der Dunkelheit, wenn die Gebäude beleuchtet sind.

tDeutscher Weltrekord In der Scheich-Zayed-Moschee > in Abu Dhabi hängt der größte Kronleuchter der Welt. Er wiegt 12 t, hat 12.000 LEDs und wurde in einem Dorf bei München gefertigt!

yKamelrennen Die Spannung ist immens, und es entbehrt nicht einer gewissen Komik, wenn die stolzen Tiere mit wippender Unterlippe um die Wette rennen. Saison ist von Oktober bis März, dann finden auf dem Al-Marmoum-Track bei Dubai wöchentlich Rennen statt (an der E 66, rund 50 km außerhalb der Stadt, Tel. 048 32 65 26, Eintritt frei).

uFestung Bahla Ohne Restaurierung verschwände die Festung, mit der Restaurierung verschwindet das historische Flair. Daher sind die Räume des bait al hadith> besonders sehenswert, die so gut erhalten waren, dass sie im originalen Zustand belassen werden konnten.

iUnterwasserwunder In dem 10-Millionen-Liter-Becken des Dubai Aquariums Online-Karte> tummeln sich über 30.000 Meeresbewohner. Die größte Attraktion sind die majestätisch anmutenden Rochen und die elegant dahingleitenden Sandhaie (www.thedubaiaquarium.com).

oFür Frühaufsteher Wenn die Sonne über dem Meer aufgeht, kehren die Fischer von ihrer nächtlichen Fahrt nach Sur > zurück und verkaufen im Fischerhafen ihren frischen Fang, darunter Thunfische, Haie oder Schwertfische.

© laif/Heeb

Ein Jagdfalke ist bis zu 100.000 Euro wert

pTeures Gefieder In der Falkenklinik > von Abu Dhabi werden wunde Füße ebenso behandelt wie Parasiten oder abgeknickte Federn, die die Flugeigenschaften beeinträchtigen. Hier lernt man viel über die eleganten, teuren Vögel.

QNacht über Palmenwipfeln Bei klarer Luft scheinen die Sterne zum Greifen nah über den Palmenwipfeln der Bergoase Misfah, denn hier stört keine andere Lichtquelle den Blick in den nächtlichen Himmel. Ein schöner Aussichtspunkt ist die Dachterrasse der Pension Misfah Old House > mitten im Palmenhain der Oase.

WFulminante Akustik Das Royal Opera House > in Muscat ist aufgrund seiner opulenten Architektur eine Augenweide. Hingucker und besonderer Hörgenuss ist die in Bonn gebaute Klais-Orgel, an der auch schon Seine Majestät, der Sultan, heimlich gespielt hat.

EHeimatmuseum in der Oase Frauen demonstrieren das alltägliche Leben zu Füßen der rauen Hajar-Berge sowie die Herstellung von Salben und Cremes aus Bäumen und Pflanzen der Umgebung in einem mehrstöckigen Lehmgebäude der Palmenoase Al-Hamra >.

… MIT NACH HAUSE NEHMEN SOLLTEN

RWeihrauch & Co. Den Duft des Orients in den eigenen vier Wänden zu verbreiten muss nicht teuer sein. Auf dem Suq Luban in Salalah > gibt es guten Weihrauch, feines Sandelholz oder die Räuchermischung bukhur(ab 6 €).

TFeine Stoffe Die farbenfrohen Kopftücher (massaar) der omanischen Männer mit ihren feinen Stickereien lassen sich auch wunderbar als Schal oder Schultertuch tragen. Eine gute Auswahl gibt es auf dem Suq von Matrah > im Mohammed Redha Store (ab 15 €).

YOmans Würze Ingwer, Zimt, Kreuzkümmel und Kardamom sind nur einige Zutaten der omanischen Würzmischung bizar, die besonders für Fisch- und viele Fleischgerichte verwendet wird. Erhältlich im Ostsuq von Nizwa > und in vielen Supermärkten (ab 2 €).

UPralinen ganz ohne Schokolade Datteln glasiert oder mit Mandeln, Pistazien, gerösteten oder karamellisierten Nüssen gefüllt, mit kandiertem Ingwer, Zitrone oder bitterer Orange – im Bateel in der Dubai Mall > gibt es die herrlichsten Variationen (ab 5 €).

ILicht aus Ton Stellt man ein Teelicht in die getöpferte kleine Moscheekuppel, wirft das Licht orientalische Muster an die Wand und lässt vom letzten Urlaub träumen. Die Familientöpferei von Abdullah Al Adawi in der Oase Bahla > verkauft schöne Exemplare (ab 4 €).

OFeine Fäden Die Nähe zum Iran und der persischen Küche hat in Oman deutliche Spuren hinterlassen, und so gehört der original iranische Safran in jedes gute Händlersortiment, z.B. im Suq von Matrah > bei Fatimah bint Abdan (1 g ab 6 €).

PSilberschmuck aus Nizwa Die rechteckigen Schatullen, hirz genannt, werden um den Hals getragen und sind bei omanischen Frauen sehr beliebt. Im Suq Nizwa > findet man eine schöne Auswahl, die sich auch wunderbar als dekorativer Wandschmuck eignet (ab 15 €).

© laif/REA/Perri, Francois

Hennafarben werden aus den Blättern des Hennastrauchs gewonnen

aAufgemalter Hautschmuck Ein Hingucker sind Hennaverzierungen an Händen und Füßen, und mit den vorgefertigten Schablonen lassen sie sich auch zu Hause leicht auftragen. In jedem Suq erhältlich (4 €).

sMaßanfertigung Sie möchten von Ihrer Lieblingsbluse oder -hemd ein Duplikat? In Oman fertigen indische Schneider fast jedes gewünscht Kleidungsstück – z.B. New Eagle Garment im Al Wadi Commercial Center Online-Karte(Al Qurum Muscat, 651 Way, ca. 40 €).

dWüstensand Puristen sammeln ihren Sand eigenhändig in der Wahiba-Wüste oder dem Leeren Viertel ein und füllen ihn zu Hause in dekorative Glasfläschchen.

… BLEIBEN LASSEN SOLLTEN

fAllein in die Wüste fahren Ein kleiner Defekt – und das Auto bleibt stehen. Kurz nicht aufgepasst – und man steckt im Sand fest. Und wo ist der Weg zurück? Ein zweiter Wagen mit Guide macht eine Wüstenfahrt sicherer und entspannter.

gIm Wadi zelten Ein kurzer Regenschauer genügt, um ein trockenes Tal binnen Minuten in einen reißenden Fluss zu verwandeln, der sogar schwere Geländewagen wegspülen kann.

hHitze unterschätzen Die Kraft der Sonne wird sehr schnell unterschätzt, wenn eine leichte Brise die Haut angenehm kühlt. Eine leichte Mütze und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor sollten immer griffbereit sein.

jMit der linken Hand essen Beim Essen ohne Besteck ist stets die rechte Hand zu gebrauchen, denn die linke gilt als unrein. Linkshänder können im Zweifelsfall einfach nach Besteck fragen.

kGroße Scheine Kleines Wechselgeld ist oft Mangelware, sei es in Geschäften, Tankstellen oder Restaurants. Lassen Sie sich deshalb bereits beim Geldwechsel möglichst kleine Scheine geben, denn das Bezahlen mit einem 20- oder 50-Rial-Schein kann langwierig werden.

© Shutterstock/MakDill

Der Dubaier Straßenverkehr sieht stressfreier aus, als er ist

lDubai mit dem Mietwagen Das Straßennetz ist für den Neuling verwirrend, verpasst man die gewünschte Abfahrt, muss man mit weiten Umwegen rechnen, manche Straßen wie die Sheikh Zayed Road sind gebührenpflichtig und in den historischen Stadtteilen wie Deira oder Bastakia sind Parkplätze Mangelware. Deshalb lieber entspannt mit öffentlichen Verkehrsmitteln die Stadt erkunden.

AUngefragt fotografieren Höflichkeit, Landessitte und Respekt vor den Einheimischen gebieten trotz aller modernen Veränderungen, dass man die Menschen des Landes nicht ungefragt fotografiert.

© Huber Images/Huber, Johanna

Eine Symbiose aus Stein, Wasser und Licht prägt die Küstenlandschaft nahe Bandar Jissah bei Muscat

REISEPLANUNG & ADRESSEN

DIE REISEREGION IM ÜBERBLICK

OMAN

Das Sultanat Oman gewinnt Besucher durch seine landschaftliche Vielfalt und die ruhige Art seiner Bewohner sehr schnell für sich. Das Land besitzt 1700 km Küstenlinie mit leeren Stränden sowie hoch aufragende Gipfel mit steilen Pisten, die zu grünen Bergoasen oder in die größte Sandwüste unseres Planeten, das Leere Viertel, führen. Im Vergleich zu anderen Metropolen ist die Hauptstadt Muscat gemütlich. Touristen erwartet eine übersichtliche, saubere und vor allem grüne Stadt, die in einigen Vierteln etwas von ihrem historischen Charme bewahrt hat. Es gibt herrliche Badebuchten mit Sandstrand und das kulturelle Angebot hält manche Überraschung bereit.

Der Nordoman ist ein sehr abwechslungsreiches Gebiet. Dominiert wird die Region von der Wahiba-Wüste und dem Hajar-Gebirge, die sich auf abenteuerlichen Wegen erkunden lassen. Aufwendig restaurierte Festungen vermitteln ein lebendiges Bild von der Vergangenheit. Und in den Oasen werden heute noch traditionelle Märkte abgehalten.

Derzeit reisen vergleichsweise wenige Besucher in den über 1000 km von der Hauptstadt entfernten Süden Omans, das Weihrauchland Dhofar. Dabei liegen hier einige der schönsten Badestrände: kilometerlang und stellenweise von Kokospalmen gesäumt. Auf Tagesausflügen besucht man Ruinen vergangener Königreiche oder erlebt die Naturwunder der umliegenden Dhofar-Berge. In den Wadis wird Weihrauch geerntet. Und während im Sommer die Bevölkerung der Arabischen Halbinsel bei Temperaturen bis zu 50 °C schmachtet, sind es im Süden Omans angenehme 30 °C. Der Monsun sorgt von Mai bis September nicht nur für niedrigere Temperaturen, sondern auch für ausreichend hohe Feuchtigkeit. Deshalb gedeihen hier seltene Pflanzen, die Hänge sind von sattem Grün überzogen. Hinter den Bergen erstrecken sich so weit das Auge reicht die Sandberge des Leeren Viertels, in denen man die Stille der Wüste genießen kann.

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Einsame Strände gibt es in Oman und den Vereinigten Arabischen Emiraten kaum noch

VEREINIGTE ARABISCHE EMIRATE (VAE)

In den Vereinigten Arabischen Emiraten konzentriert sich der Tourismus auf die an der Küste liegenden Städte der sieben Scheichtümer. Doch damit wird man der herrlichen Landschaft ringsherum nicht gerecht. Durch einige Täler fließt ganzjährig klares Wasser in natürliche Badepools. Am Nachmittag werfen Dünen bizarre Schatten in die Wüstenlandschaft, und wenn die Sonne über dem Arabischen Golf versinkt, erholt man sich an den weißen Stränden von der Hitze des Tages.

Das Emirat Abu Dhabi bietet landschaftliche Vielfalt und zwei große Städte mit Märkten, Parkanlagen, Einkaufszentren und breitem Sportangebot. In der Küstenstadt Abu Dhabi finden Urlauber ein wachsendes Angebot luxuriöser Badehotels, in den Wolkenkratzerschluchten versteckt sich manch historisches Kleinod. Sein kulturelles Angebot erweiterte Abu Dhabi durch den Ankauf international hochrangiger Kunst, die seit 2017 in einem ersten hochklassigen Museum zu sehen ist.