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Beschreibung

"Prag läßt nicht los. Dieses Mütterchen hat Krallen. Da muß man sich fügen oder –." Franz Kafka Prag verzaubert. Golems im Taschenformat, verzauberte Schwäne, die nächtliche Altstadt. Die Gassen Prags, das Flüstern der Stadt, die Moldau. Und Franz Kafka höchstpersönlich. Neunzehn Geschichten in diesem Buch erzählen von persönlichen Erlebnissen ebenso wie vom Wundersamen in einer goldenen Stadt, die gefangen nimmt. Und den, der sich auf sie eingelassen hat, nicht mehr loslässt: "An zwei Seiten müßten wir es anzünden, am Vysehrad und am Hradschin, dann wäre es möglich, daß wir loskommen." Franz Kafka

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Seitenzahl: 162

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Sina Geerling & Teresa Ginsberg (Hrsg.)

PragMagisch

Geschichten aus der Goldenen Stadt

Außer der Reihe 6

Sina Geerling & Teresa Ginsberg (Hrsg.)

PragMagisch

Geschichten aus der Goldenen Stadt

Außer der Reihe 6

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

© dieser Ausgabe: April 2016

p.machinery Michael Haitel

Titelabbildung: Sarah Richter

Layout & Umschlaggestaltung: global:epropaganda, Xlendi

Lektorat: Simone Edelberg, Michael Haitel

Herstellung: global:epropaganda, Xlendi

Verlag: p.machinery Michael Haitel

Ammergauer Str. 11, 82418 Murnau am Staffelsee

www.pmachinery.de

ISBN der Printausgabe: 978 3 942533 60 7

Sina Geerling & Teresa Ginsberg (Hrsg.)

PragMagisch

Geschichten aus der Goldenen Stadt

Für die wahre Stadt der Liebe

Sina Geerling: Brief an Prag

Ach, meine Schöne,

du fehlst mir. Wir sehen uns viel zu selten. Wie gern würde ich häufiger deiner Einladung zum Spaziergang folgen, durch deine Gassen schlendern, doch leider geht es im Leben nicht immer so, wie man es sich wünscht. Das weißt du selbst am besten, bei all dem, was du schon erlebt und gesehen hast. Doch auch wenn ich nicht bei dir sein kann, denke ich an dich, betrachte Fotos von dir und erinnere mich an unsere gemeinsamen Stunden.

Mir ist, als sei es gestern gewesen, dass ich dich zum ersten Mal sah. Damals, an diesem regengrauen Julitag vor fünfzehn Jahren, als der Reisebus über schlaglochzerfressene Straßen holperte und mich inmitten trostloser Plattenbauten ausspuckte, hätte ich nie gedacht, dass ich dich so sehr in mein Herz schließen würde. Nein, ich wünschte mich sogar weg von dir, zu abweisend war dein Anblick. Ich wartete auf den gütig lächelnden Pan Tau, der mich mit einem einfachen Strich über seine Melone wieder nach Hause schicken sollte. Zu meinem Glück blieb dieser Wunsch unerhört, denn schon am nächsten Tag, als ich über das Kopfsteinpflaster deiner verwinkelten Gässchen lief, erkannte ich, dass ein zweiter Blick sich lohnen würde – und riskierte ihn. Inzwischen sind aus dem zweiten Blick viele Blicke geworden – heute kenne ich dich gut und doch schaffst du es immer wieder, mich zu überraschen.

Still und heimlich hast du seinerzeit deine Krallen gewetzt, um mich einzufangen. Gespürt habe ich deine Umklammerung allerdings erst nach der Rückkehr in meine Heimat und begriff, dass du mich nie mehr loslassen wirst.

To je láska. Es ist Liebe. So einfach und so wahr. Anfangs verstand ich sie nicht, die Sprache in deinen Gassen, auf deinen Plätzen und Brücken. Doch ich bemühe mich. Und du weißt, die Zeit, die wir gemeinsam verbracht haben, hat viel zu meinem wachsenden Verständnis beigetragen.

Es stört mich nicht, dass du alt bist. Im Gegenteil! Ich lausche mit Freuden den Geschichten, die du erzählst und mit denen du nicht nur die Zeit überbrückst. Nun möchte ich mich bei dir bedanken und schenke dir Geschichten, die du vielleicht noch nicht kennst.

Wir werden uns bald wieder begegnen. Und wieder. Und wieder. Ich freue mich auf dich!

Deine Sina

Christoph Mauerer: Tiefpragerische Gedankentunnel

Ukončete prosím výstup a nástup, dveře se zavírají. Příští stanice: Hlavní nádraží – Mensch, dem fällt aber auch nichts Neues mehr ein, seit Jahr und Tag der gleiche Spruch, Tag für Tag, Station um Station, beenden Sie bitte Ein- und Ausstieg, die Türen schließen sich, nächste Station Hauptbahnhof, Tausende Male habe ich das jetzt schon gehört, wobei das aber auch nicht schlecht ist, eigentlich war das ja der erste tschechische Satz, den ich hier gelernt habe, okay, Jedno pivo, prosím kannte ich schon vorher, aber das gilt wohl nicht als ganzer Satz – Ukončete prosím výstup a nástup, dveře se zavírají. Příští stanice: Florenc – das ist doch wie dieses, wie heißt es gleich wieder, genau, ›Mind the gap‹ in London, da gibt's doch sogar T-Shirts damit, das wäre doch mal was, Ukončete prosím výstup a nástup, dveře se zavírají-T-Shirts, das wäre doch ein schönes Andenken an Prag, was könnte man sich Einprägsameres aus dieser Stadt mitnehmen, um 0:30 Uhr nachts, wenn die Metro an den sechs Enden der drei Linien gerade ihre Krallen eingefahren hat, könnte man mich mit diesem Satz aus den schlimmsten Albträumen herausretten und wie ein Pavlovscher Hund würde ich das Zuklappen der Türen und ein ansteigendes Summen hören, das mich von Neuem in die Dunkelheit, in das Temno, hineinnimmt, doch dieses Mal in geheimnisvolle Schächte, dole v dole, an deren Ende funkelnde Schätze warten, funkelnd wie die Edelsteine der Sankt-Wenzels-Krone, oder ich käme gar an die Station des Hundemeisters, I. P. Pavlova, oder einfach nur der IPÁK für die Prager, Ukončete prosím výstup a nástup, dveře se zavírají, doch welche T-Shirts haben diese Touristen an, wenn sie hier in der Metro wieder zum Hauptbahnhof fahren, ›My sister was in Prague and the only thing she brought me was this T-Shirt‹, bestenfalls noch ›Prague – Czech me out‹ mit einem kleinen Wortspiel, im Alfons-Mucha-Museum kann man sich im Jugendstil des Meisters kleiden – Ukončete prosím výstup a nástup, dveře se zavírají. Příští stanice: Vltavská – doch dessen wichtigstes Werk fehlt in dieser Kollektion, das Glasfenster der Heiligen Kyrill und Methodius, der Glaubensbringer, deren Großmährisches Reich, das sie damals ein paar Hundert Kilometer weiter östlich missionierten, im neunten Jahrhundert schon wieder zusammenbrach, als man hier die Festung errichtete, innerhalb derer sie heute verehrt werden, Pražský hrad, Ausgangspunkt der Stadt, Prager Burg, heiliger Boden der tschechischen Nation, wo schon Fürst Wenzel eine romanische Rotunde erbauen ließ, erst Karl IV. ließ Steine sprechen, doch die Vollendung der Heilsgeschichte dauerte Generationen, Karl IV. schuf in Prag Himmel und Erde, die Karlsbrücke, die Neustadt mit dem Karlsplatz, die Karlsuniversität und eben die Kathedrale, ehe nach langen Jahrhunderten, nach Hungersnöten und Hussitenkriegen, nach dem Weißen Berg und der Dunkelheit kaiserlicher Knechtschaft, gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und gebt Gott, was Gott gehört, František Palacký auftreten und seinen Landsleuten die Frohe Botschaft der Geschichte des tschechischen Volkes in Böhmen und Mähren verkünden sollte, bis schließlich Feuerzungen vom Himmel herabfielen und das alte Europa zerfraßen und Tomáš Garrigue Masaryk aus den Flammen heraus die Tschechoslowakische Republik verkündete, Karl IV., František Palacký und TGM, Väter der tschechischen Nation, deren größtes Gotteshaus erst unter dem Letzten der drei fertiggestellt wurde, 1929 zum Sankt-Wenzels-Millennium, tausend Jahre nach dem Märtyrertod des Heiligen Wenzel – Ukončete prosím výstup a nástup, dveře se zavírají. Příští stanice: Nádraží Holešovice – und ich bin neben ihm gestanden, neben seinem Sarg, der Wahnsinn, 10. April, glaube ich, war’s, Amtseinführung des neuen Erzbischofs Dominik Duka, gut, dass ich da mit unseren Ministranten mitgegangen bin, da hatte der Luboš schon recht, da kriegt man sonst unmöglich einen Platz in der Kathedrale, da sind vor dem Eingang noch so viele gestanden, die konnten das Ganze auf so Großbildleinwänden anschauen, eigentlich ministriere ich ja gar nicht bei uns in der Pfarrei, und auf der linken Seite, nach diesem Quergang, war da eben ein Riesenbereich für die vielen Ministranten, und dann kommt da einer von den Organisatoren daher, noch vor der Messe, und sucht sich alle größeren heraus, darunter den Luboš, den Kuba, und noch irgendeinen, die kümmern sich ja immer um die Minigruppe, und dann drückt der mir auch so einen Zettel in die Hand, ich kenne mich überhaupt nicht aus, was jetzt los ist, auf dem Zettel ist ein Plan des Doms, auf dem ein Punkt eingezeichnet ist, auf der rechten Seite, in der Nähe der Goldenen Pforte, der Kuba wollte mir noch erklären, was ich da dann machen soll, irgendwann hat er’s dann aufgegeben, ›siehst du dann schon‹, naja, aber dann dieses blöde Ministrantengewand, ich hätte es doch vorher noch anprobieren sollen, so klein, aber mei, in ein paar Minuten geht unsere tramvaj, also einfach irgendwas ungefähr in der richtigen Größe genommen und ab, und dann so was von eng, eine Ausdauerprüfung war das, und das bei so einem langen feierlichen Gottesdienst, der Klaus war auch da, als Staatspräsident, obwohl er ja eigentlich selbst nicht katholisch ist, und auch sonst ein Haufen Politiker, natürlich auch viele Bischöfe, auch irgendeiner aus Deutschland, und interessante Predigt vom Duka, auch wenn der Dom innerhalb der Prager Burg liegt, auf Grund und Boden des tschechischen Staates, so war er doch stets eine eigene Macht, vor der die Machthaber Respekt hatten, taky vě, auch in der Totalität, nie wehte eine Hakenkreuzfahne auf dem Chrám svatého Víta, nie die rote Fahne des Kommunismus, Nechte vlajky vlát, tschechoslowakische, im November 1989, lasst die Fahnen wehen, bis das dunkle Licht des komunismus verweht ist, doch was dann, neue Gesellschaftsordnung, was mit den Ungerechtigkeiten der totalita, auch die Kirche ist enteignet worden, jedes Gotteshaus in jedem Ort des Landes und auch der St.-Veits-Dom, wem gehört er denn nun, dem Staat, der Kirche, der tschechischen Nation, gleich eine schwere Aufgabe für den neuen Erzbischof, verhandeln, Kompromisse finden, Kirche und Staat in Tschechien, Freundschaft sieht anders aus, kein Konkordat und nichts, den normalen Leuten kann solche große Politik eigentlich egal sein, aber seit einiger Zeit muss man Eintritt zahlen für den Dom, irgendwie kann ich's ja schon auch verstehen, bei den Touristenmassen, richtig Massenabfertigung war das, und so oft keinerlei Respekt vor der Würde des Ortes, Hauptsache ein paar Hundert Fotos machen, aber zwei Ausnahmen gibt es ja, für věřící, für Gläubige, und wenn man die Gräber der böhmischen Fürsten und Könige aufsuchen möchte, aber so nahe kommt man normalerweise nie an das Grab des svatý Václav, des heiligen Wenzel, direkt daneben, vor der Kommunion sagt mir der Kuba, dass ich mitgehen soll, und mit all den anderen älteren Ministranten durch den Quergang durch und auf der anderen Seite in die Sankt-Wenzels-Kapelle, in die man normalerweise niemals nie hineindarf, nur hineinschauen kann man von außen durch die Türen, aber keinen Fußbreit hineinsetzen, und wir waren drin, in diesem Raum von solch unwirklicher, golden leuchtender Schönheit, und wir direkt neben diesem über und über mit Edelsteinen geschmückten Sarkophag mit den Reliquien, mit den Reliquien des ewigen Herrschers und Schutzpatrons der Böhmischen Länder, bis zum Hals und darüber hinaus hat mir da das Herz geschlagen, ein Wahnsinn, und auf dem Sarg die geweihten Hostien, und wir dann jeweils mit einem Priester wieder hinaus, und dem dann den Weg durch die Menge geebnet, und dann auch noch zum Abschluss der Messe der Sankt-Wenzels-Choral, Svatý Václave, vévodo české země, kníže náš, pros za nás Boha, svatého Ducha, Kriste eleison, so unglaublich geil, die Wände und Grundmauern der ganzen Kathedrale waren am Erbeben, dem Einstürzen nahe, so ein unfassbares Erlebnis – Ukončete prosím výstup a nástup, dveře se zavírají. Příští stanice: Kobylisy – mei, wenn ich da so zurückdenke, was ich mir da vorher alles habe anhören dürfen, ›Geh doch in irgendein geiles Land, Amerika oder Australien oder so, aber doch nicht in die Tschechei‹, takový blbec, so ein Depp, sich nicht auskennen, aber blöd daherreden, aber irgendwie kennt sich ja niemand aus, wenn ich daheim anrufe oder skype, mit Familie, Freunden, Bekannten, und ich was erzähle, neuer Prager Erzbischof, ›weiß ich nicht‹, oder tschechische Parlamentswahlen, ›auch nix gehört‹, das gibt's doch nicht, das passiert nur ein paar Hundert Kilometer von denen entfernt und die haben keine Ahnung von dem Land, ja gut, von Prag vielleicht schon, wenn ich sage, dass es mir hier immer noch super gefällt, da hört man dann immer die gleichen Sachen, ›Prag ist ja soooo eine schöne Stadt‹, und ich kann's mir so richtig vorstellen, wie sie vor ihrem inneren Auge diese scheiß Postkartenmotive sehen, so Wenzelsplatz, Altstädter Ring und, der totale Klassiker, Karlsbrücke mit Prager Burg, die sie sich bei irgendeinem blöden Vereinsausflug gekauft haben, doprčic, ich wohne doch nicht in Prag, ja gut, eigentlich ja schon, aber doch nicht in dem Prag, das die da meinen, Prag-Kobylisy, Kobylisy verdammt noch mal, auf Tschechisch könnte ich gut und gern auch in Břevnovinčice oder sonst wo wohnen, aber nein, einfach nur Kobylisy, ohne jeden háček oder čárka, und wenn ich dann erzähle, dass ich in meinem Stadtteil Kobylisy mit dem Tomáš, dem Lád'a und dem Mára auf ein paar Bierchen im ›U Motýla‹ war, oder mit welchen Leuten ich jede Woche Fußball spiele, dann haben die natürlich null Ahnung, von wem oder was ich rede, ›diese tschechischen Namen kann ich mir einfach nicht merken‹, aber das ist ja auch egal, Hauptsache, sie wissen, dass ich in Prag bin, und überhaupt, die denken wohl, ich mache hier schön Urlaub, verdammt noch mal, ich habe echt was zu tun, halte du mal vier Stunden ununterbrochenes Geschrei aus, diese Kinder können manchmal doch ein wenig nervig sein, und dann die Tonnen von Papier, die ich hier schon eingescannt und kopiert habe, naja, warum rufe ich da überhaupt noch an in diesem Deutschland, da, wo man nur im Zwei-Jahres-Takt gut drauf sein darf, wenn alle in den WM/EM-Modus umschalten, der Klose seine Tore macht und es was zu feiern gibt, und nachher wieder andauernd vor sich hinnörgeln, in einer Tour, während man in Tschechien auch dann nicht seine pohoda verliert, wenn man daheim in Prag im Letná-Stadion gegen die Slowakei verliert und gar nicht hinkommt zum světový šampionát in Südafrika, ja, der Tscheche an sich ist einfach v pohodě, die haben schon mehr mitgemacht, Prag hat schon mehr mitgemacht, kein Wunder, dass man da im Wörterbuch nichts Ordentliches findet, außer Wohlgefühl, Behagen oder so komische Wörter, pohoda, das gibt's einfach nur in Tschechien, und in der reinsten Form in Kobylisy, in Prag-Kobylisy, jetzt müssten wir eh gleich da sein, gut, zwischen Nádraží Holešovice und Kobylisy, das ist halt doch so ziemlich die längste Entfernung überhaupt, einmal ganz unter der Vltava, unter der Moldau hindurch, so, jetzt wird er langsamer, Zeit wird’s, endlich wieder daheim – Ukončete prosím výstup a nástup, dveře se zavírají.

Christoph Mauerer: Myšlenkove tunely hluboko pod Prahou

Ukončete prosím výstup a nástup, dveře se zavírají. Příští stanice: Hlavní nádraží – Člověče, toho ale fakt už nenapadá nic nového, pořád ta samá věta, den co den, stanice co stanice, už jsem to slyšel tisíckrát, i když to není tak špatné, vlastně to byla první česká věta, kterou jsem se tady naučil, no dobře, Jedno pivo, prosím jsem uměl už dřív, ale to se asi nedá brát jako celá věta – Ukončete prosím výstup a nástup, dveře se zavírají. Příští stanice: Florenc – to je přece jako to, jak to zase bylo, jo, ›Mind the gap‹ v Londýně, s tím dokonce existujou trička, to by bylo něco, trička sápisem Ukončete prosím výstup a nástup, dveře se zavírají, to by byla hezká vzpomínka na Prahu, co by si člověk mohl vzít zapamatovatelnějšího změsta, vůl jedné v, když metro právě zaťalo své drápy do šesti konců svých tří linek, pak by mě tahle věta mohla zachránit znejstrašnějších nočních můr a jako Pavlovův pes bych uslyšel zavírání dveří a sílící hučení, které mě znovu odveze do temnoty, do Temna, tentokrát však do záhadných šacht, dole v, na jejichž koncích čekají třpytivé poklady, třpytivé jako drahokamy svatováclavské koruny, anebo bych dokonce vjel do stanice mistra psů, I. P. Pavlova, nebo prostě IPÁK pro Pražáky, Ukončete prosím výstup a nástup, dveře se zavírají, jenže jaká trička mají na sobě tyhle turisti tady v metru, když jedou zpátky na hlavák, ›My sister was in Prague and the only thing she brought me was this T-Shirt‹, vším případě ješte ›Prague – Czech me out‹ sslovní hříčkou, vAlfonse Muchy se člověk může celý obléct ve stylu mistra secese – Ukončete prosím výstup a nástup, dveře se zavírají. Příští stanice: Vltavská – jeho nejdůležitější dílo však v této kolekci chybí, vitráž svatého Cyrila a Metoděje, věrozvěstů, jejichž Velkomoravská říše, kterou tehdy o pár set kilometrů dál na východě obrátili na víru, se v devátém století zase zhroutila, když se zde stavěla pevnost, veé jsou dnes uctíváni, Pražský hrad, počátek města, svatá půda českého národa, kde nechal již kníže Václav postavit románskou rotundu, až Karel IV. nechal mluvit kameny, ale dovršení dějin spásy trvalo generace, Karel IV. stvořil vnebe i zemi, Karlův most, Nové město sým náměstím, Karlovu univerzitu a také katedrálu, než měl po dlouhých stoletích, po hladomorech a husitských válkách, po Bílé hoře a temnu císařské poroby, odevzdejte, co je císařovo, císaři, a co je Boží, Bohu, vystoupit František Palacký a hlásat svým krajanům radostnou zvěst Dějin národu českého vČechách a v Moravě, až nakonec zspadly ohnivé jazyky a rozežraly starou Evropu a Tomáš Garrigue Masaryk vyhlásil zů Československou republiku, Karel IV., František Palacký a TGM, otcové českého národa, jehož největší svatostánek byl dokončen až za posledního ztěch tří, ke svatováclavskému miléniu v1929, 1000 let po mučednické smrti svatého Václava – Ukončete prosím výstup a nástup, dveře se zavírají. Příští stanice: Nádraží Holešovice – a já jsem stál vedle něho, vedle jeho rakve, neuvěřitelné, bylo to, myslím, 10. dubna, inaugurace nového arcibiskupa Dominika Duky, jen dobře, že jsem tam šel sšima ministrantama, to měl Luboš pravdu, člověk se jinak dovnitř skoro ani nevejde, před vchodem stálo ještě tolik lidí, ti se na to všechno mohli dívat na velkých obrazovkách, u nás ve farnosti vlastně ani neministruju, a na levé straně, za tou příčnou chodbou, byl prostě takový obrovský prostor pro všechny ty ministranty, a pak přijde jeden zátorů, ješte přede mší, a vybírá si ty větší, mezi nimi Luboše, Kubu a ještě někoho, ti se vždycky starají o ministranskou skupinu, a pak i mně dává do ruky takový lístek, já nevím, co se ted´ děje, na tom lístku je plán chrámu, na kterém je nakreslený jeden bod, na pravé straně, blízko Zlaté brány, Kuba mi chtěl ještě vysvětlit, co tam mám pak dělat, nakonec to ale vzdal, ›to už pak uvidíš‹, no jo, ale pak tohle blbé ministrantské oblečení, měl jsem si ho předtím ještě vyzkoušet, je tak malé, ale co, za pár minut nám jede tramvaj, tak prostě vezmu cokoliv v jakž takž správné velikosti a pryč, a pak něco tak těsného, byla to zkouška vytrvalosti, a to u tak dlouhé slavnostní bohuslužby, Klaus tam byl taky, jako prezident státu, i když on sám vlastně není katolík, a ješte hodně dalších politiků, samozřejmě i mnoho biskupů, i nějaký zěmecka, a zajímavé kázání od Duky, i když leží katedrála uvnitř Pražského hradu, na půdě českého státu, tak byla vždy svrchovanou mocí, před kterou měli vládci respekt, taky za totality, na chrámu svatého Víta nikdy nevlála vlajka sákovým křížem, ani rudá vlajka komunismu, Nechte vlajky vlát, československé, vlistopadu 1989, nechte vlajky vlát, dokud tmavé světlo komunismu nezhasne, ale co dál, nový společenský řád, co sím totality, i církev byla vyvlastněna, každý chrám boží vkaždé obci a také chrám sv. Víta, tak komu teda patří, státu, církvi, čes-kému národu, složitý úkol pro nového arcibiskupa, jednat, najít kompromis, církev a stát vČesku, přátelství vypadá jinak, žádný konkordát a nic, normálním lidem může být taková velká politika vlastně ukradená, ale už nějakou dobu se musí do katedrály platit vstup, no já to chápu, sými davy turistů, bylo to přímo masové odbavování davů, a tak často bez nejmenšího respektu k důstojnosti tohoto místa, hlavně udělat pár set fotek, dvě výjimky však existují, pro věřící, anebo když chce jít člověk k hrobkám českých knížat a králů úctit jejich památku, ale tak blízko se člověk k hrobu svatého Václava běžně nedostane, přímo vedle něj, před přijímáním mi Kuba říká, že mám jít sím, i se všemi ostatními staršími ministranty přes příčnou chodbu do svatováclavské kaple na druhé straně, do které se normálně vůbec nesmí, lze tam jen nahlédnout dveřmi, a my jsme byli vevnitř, vprostoru neskutečné, zlatavě zářící krásy, a stáli jsme přímo vedle toho sarkofágu sozdobeného nesčetnými drahokamy, svěčného panovníka a ochránce českých zemí, prostě takový okamžik, že My heart skips a beat, neuvěřitelné, a na rakvi proměněné hostie, a pak jsme šli sím knězem zase ven, a prorazili jsme mu cestu skrze dav, a pak na závěr mše zazněl ještě svatováclavský chorál, Svatý Václave, vévodo české země, kníže náš, pros za nás Boha, svatého Ducha, Kriste eleison, naprosto úžasné, až se zdi celého chrámu otřásaly, blízko zřícení, takový neskutečný zážitek – Ukončete prosím výstup a nástup, dveře se zavírají. Příští stanice: Kobylisy – no jo, když na to takhle vzpomínám, co jsem si předtím musel všechno vyslechnout, ›Jdi radši do nějaký hustý země, do Ameriky, Austrálie nebo tak, ale ne do Tschechei‹, so ein Depp