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Das Standardwerk der Urologie - sicher durch Weiterbildung und Prüfung
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Die gesamte Urologie in 2 Bänden – umfassend und aktuell:
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Seitenzahl: 3666
Veröffentlichungsjahr: 2020
Dieter Jocham, Kurt Miller, Maximilian Burger, Mark Schrader
Andreas Al Ghazal, Thomas Bschleipfer, F.E.B.U., Matthias Trottmann, Daniel Vergho, Frank vom Dorp, Florian Martin Erich Wagenlehner, Wolfgang Weidner, Manfred Wirth, Wolf-Ingo Worret, Bernd Wullich, Klemens Budde, Stefan Denzinger, Thorsten Diemer, Johannes Dlugosch, Christian Doehn, Kurt Dreikorn, Thomas Enzmann, Martin Fassnacht, Marcel Fiedler, Peter Albers, Margit Fisch, Paolo Fornara, Uwe Frank, Hans-Martin Fritsche, Michael Fröhner, Günter Gerig, Markus Giessing, Bernt Göckel-Beining, Mark Goepel, Francesco Greco, MD, Bruno Allolio †, Hans G. Schiefer †, Bernhard Grubmüller, Jürgen Erich Gschwend, Alfons Gunnemann, Peter Gutjahr, Bernhard Haid, F.E.A.P.U., F.E.B.U., Oliver Hakenberg, Dirk Hellwig, Jochen Heß, Hans Heynemann, Martha Holtfreter, Meinrad Beer, Rolf Hubmann †, Klaus Kapelari, Felix Kawan, Gusztav Kiss, Tobias Klatte, Jan-Thorsten Klein, F.E.B.U., Klaus Kleinschmidt, Sabine Kliesch, Astrid Klinger, Helmut Heinz Knispel, Ekkehardt Bismarck, Thomas Knoll, Arkadius Kocot, Jens W. Köllermann, Walter Krause †, Katharina Kuhlencord, Frank Kunath, Steffen Lebentrau, Herbert Leyh, Bernhard Liedl, Anja Lingnau, Alexander Sascha Brandt, Achim Lusch, Giuseppe Magistro, Matthias May, Nasreldin Mohammed, René Müller-Wille, Matthias Oelke, Falk Ohl, Josef Oswald, Wolfgang Otto, Walter Pauer, Kai Alexander Probst, Chris Protzel, Jens Jochen Rassweiler, Joachim Richter, Silke Riechardt, Hubertus Riedmiller, Stephan Roth, Wolfgang H. Rösch, Herbert Rübben, Iris Rübben, Peter W. Brühl †, Sebastian C. Schmid, Bernd J. Schmitz-Dräger, Marco J. Schnabel, Martin Schostak, Andreas G. Schreyer, Stefan Schumacher, J. Ullrich Schwarzer, Shahrokh F. Shariat, Armin Soave, Christoph-Hans Sparwasser, Johannes Bründl, Herbert Sperling, Raimund Stein, Carsten Stephan, Jens-Uwe Stolzenburg, Christa Strasser, Michael Straub, Christian Stroszczynski , Dogu Teber, Joachim Wilhelm Thüroff
4., vollständig überarbeitete Auflage
1340 Abbildungen
Die 4. Auflage des Lehrbuchs „Praxis der Urologie“ erscheint 2020 - ein Vierteljahrhundert nach der Erstauflage im Jahr 1993, auf die in 2003 und 2007 zwei weitere Auflagen folgten. Die „Praxis der Urologie“ ist somit bereits seit 25 Jahren der Begleiter der Urologen als deutschsprachiges Standardlehrbuch.
Die Verkürzung der Halbwertszeit medizinischen Wissens schreitet auch in der Urologie kontinuierlich fort. Vor diesem Hintergrund steht die Rolle eines klassischen Standardwerks aktuell noch stärker auf dem Prüfstand als in der Vergangenheit. Interessanterweise bejahen die wissenschaftlich-medizinische Community und die Praxis des Tagesgeschäfts die fortbestehende Wertigkeit des klassischen Lehrbuchs als Rahmen überdauernden Fachwissens, in den sich elektronisch abrufbare „Late News“ einfügen lassen. Die 4. Ausgabe unterstützt dieses Zusammenwirken durch einfachen elektronischen Zugriff auf die Inhalte einschließlich der Tabellen und Abbildungen – online in der Wissensplattform eRef und offline in der eRef-App. Die Freischaltung erfolgt über den Zugangscode im vorderen Buchdeckel.
Die Zahl der Herausgeber hat sich unter Hinzuziehung zweier jüngerer Kollegen, Maximilian Burger, Regensburg, und Mark Schrader, Berlin, verdoppelt, um den Generationenwechsel einzuleiten. Die beiden bisherigen Herausgeber begrüßen die hinzugekommenen Kollegen auf das Herzlichste und danken für die vielen zukunftsorientierten Anregungen und den enormen persönlichen Einsatz.
Nahezu alle Kapitel wurden komplett überarbeitet, überwiegend durch neue, spezialisierte Autorenteams. Dabei fanden die zahlreichen wegweisenden und z.T. kritisch-konstruktiven Anregungen aus der Leserschaft erneut breite Beachtung. Hierfür sprechen die Herausgeber allen diesbezüglich Aktiven ihren besonderen Dank aus.
Der Dank gilt auch allen Autoren – sowohl denen, die ihren Platz altersbedingt zur Verfügung gestellt und dabei doch den Übergang unterstützend begleitet haben, als auch den bisherigen und neuen Experten. Wir danken für die von ihnen geleistete Arbeit, aber auch für ihre überwiegende Termintreue.
Als Herausgeber schätzen wir sehr die hervorragende Zusammenarbeit mit dem kompetenten, engagierten, innovativen, konstruktiven und bei Bedarf auch geduldigen Team des Thieme Verlags, das ganz entscheidend zum Erfolg unseres gemeinsamen Projekts, aktuell und bei langer Verlagszugehörigkeit bereits seit vielen Jahren, beigetragen hat.
Aus dem Kreis des großen Thieme Teams gilt unser besonderer Dank der Programmplanerin, der Herstellerin und den Projektmanagerinnen, die das Werk betreut haben.
Unseren Lesern wünschen wir viel Freude und Erfolg mit der aktuellen „Praxis der Urologie“.
Lübeck, Berlin, Regensburg, im Sommer 2020
Dieter Jocham, Kurt Miller, Maximilian Burger, Mark Schrader
„Der Arzt, der einen Patienten behandelt, wird seine Therapie nach der Art seiner Ausbildung, seiner persönlichen Erfahrung, den Wünschen des Patienten und seiner eigenen Interpretation der maßgeblichen medizinischen Literatur ausrichten. Den Meinungsverschiedenheiten über den Wert einer Behandlung liegt dabei häufig die Tatsache zugrunde, dass der eigenen Erfahrung mehr vertraut wird als den Ergebnissen klinischer Studien.“
Diese Sätze aus dem Kapitel „Bewertungskriterien der Tumortherapie“ charakterisieren treffend die weitverbreitete Basis ärztlichen Handelns. Die Flut an Fachliteratur und die immer kürzere Halbwertszeit medizinischen Wissens machen einen rationalen Zugang zu den diagnostischen und therapeutischen Problemen in der täglichen Routine immer aufwendiger und schwieriger. Es ist unser Anliegen, den Kollegen in der Weiterbildung ebenso wie den Urologen in der Praxis mit diesem Lehrbuch eine Übersicht über den aktuellen Stand „urologischen Wissens“ zu vermitteln. Dabei wurde versucht, sowohl gesicherte Erkenntnisse als auch offene Fragen und kontroverse Meinungen gleichermaßen darzustellen.
Im allgemeinen Teil wurde angestrebt, die Grundlagen urologischer Diagnostik und Therapie unter besonderer Berücksichtigung der praktischen Bedürfnisse von Kollegen in der Weiterbildung zu zeigen. Ziel war es, häufige und bewährte Methoden so praxisnah zu schildern, dass sie direkt in den klinischen Alltag umgesetzt werden können. Die Kapitel „Urologische Implantate“, „Medizintechnik“, „Allgemeine onkologische Chemotherapie“, „Urologische Rehabilitation“ wurden aufgenommen, weil ihre Kenntnis für die praktische Arbeit des Urologen von Wichtigkeit ist, diese Themen jedoch in den meisten urologischen Lehrbüchern fehlt. Die Urologie hat sich in den letzten Jahren auch „operativ“ immer mehr von ihrem Mutterfach Chirurgie unabhängig gemacht. Dieser Tatsache wurde durch eine breite Darstellung allgemeiner Prinzipien der operativen Medizin Rechnung getragen, wie sie bisher oft nur in chirurgischen Lehrbüchern zu finden war.
Im speziellen Teil werden die einzelnen Krankheitsbilder unter den Gesichtspunkten Ätiogenese, Klinik, Diagnostik, Differenzialdiagnose und therapeutische Möglichkeiten diskutiert. Die operativen Verfahren werden im Zusammenhang mit der „zugehörigen“ Erkrankung dargestellt, häufige und wichtige Techniken sind anhand von Schemazeichnungen detailliert erklärt. Diese krankheitsbezogene Interpretation der Operationsverfahren soll eine rasche, synoptische Information vom Symptom bis zur Aufklärung über die Therapie erleichtern.
Historische Fakten, seltene und spezielle Verfahren wurden nur in den Grundzügen erwähnt oder so weit berücksichtigt, wie es für das Verständnis der Zusamm4nhänge erforderlich ist.
Ob die Zielsetzung des Buches den Erfordernissen der Urologen in Praxis und Klinik entspricht, wird schließlich die hoffentlich angeregte Diskussion mit den Lesern zeigen, zu der wir alle herzlich einladen möchten.
Wir bedanken uns bei den Autoren, die mit großem Aufwand ihr Wissen eingebracht haben, stets diskussionsbereit waren und damit die angestrebte praxisnahe Form des Buches ermöglicht haben.
Ganz besonders danken wir dem Thieme Verlag, an seiner Spitze Herrn Dr. h.c. Günther Hauff, für die Anregung zur Herausgabe dieses Buches und insbesondere Frau Dr. Gertrud Volkert für die gute und angenehme Zusammenarbeit sowie die großzügige Ausstattung des Buches.
Lübeck/Berlin, im Herbst 1993
Dieter Jocham, Kurt Miller
Titelei
Vorwort
Vorwort zur 1. Auflage
Teil I Allgemeine UrologieI Urologische Diagnostik
1 Klinische Untersuchung
1.1 Einleitung
1.2 Anamnese
1.2.1 Schmerz
1.2.2 Miktionsstörung
1.2.3 Urin- oder Ejakulatveränderungen
1.2.4 Schmerzlose Veränderungen oder Funktionsstörungen des Genitales
1.3 Körperliche Untersuchung
1.3.1 Nieren
1.3.2 Harnblase
1.3.3 Penis
1.3.4 Skrotum
1.3.5 Digital-rektale Untersuchung (DRU)
1.3.6 Äußeres weibliches Genitale
1.3.7 Urogenitaler Neurostatus
1.4 Weiterführende Literatur
2 Labordiagnostik
2.1 Einleitung
2.2 Präanalytik
2.2.1 Indikationsstellung/Laboranforderung
2.2.2 Probengewinnung
2.3 Urologische Laborroutine
2.3.1 Entzündungsparameter
2.3.2 Nierenwerte
2.3.3 Urinlabor
2.4 Tumormarker in der Urologie
2.4.1 Hodenkarzinom/Hodenseminom
2.4.2 Prostatakarzinom
2.5 Literatur
3 Urinzytologie
3.1 Einleitung
3.2 Warum Urinzytologie?
3.3 Literatur
4 Ultraschall
4.1 Einleitung
4.2 Vorbereitung
4.3 Untersuchungsablauf
4.4 Technische Ausstattung
4.4.1 Schallkopf
4.4.2 Schnittebenen
4.4.3 Ultraschallkontaktgel
4.5 Befunddokumentation
4.6 Niere
4.6.1 Untersuchungstechnik
4.6.2 Sonografisches Erscheinungsbild
4.6.3 Form- und Lageanomalien
4.6.4 Raumforderungen der Niere
4.6.5 Diffuse Parenchymerkrankungen der Niere
4.6.6 Nierentransplantation
4.6.7 Nierenabszesse
4.6.8 Nierentrauma
4.6.9 Harnstauung
4.6.10 Nierensteine
4.7 Ureter
4.8 Harnblase
4.8.1 Restharn
4.8.2 Intravesikale Raumforderungen
4.8.3 Blasentumoren
4.8.4 Blasentamponade
4.8.5 Blasensteine
4.8.6 Intravesikale Fremdkörper
4.8.7 Blasendivertikel
4.8.8 Ureterozele
4.9 Prostata
4.10 Skrotalinhalt und Hoden
4.10.1 Untersuchungstechnik
4.10.2 Normalbefund
4.10.3 Pathologische Befunde
4.10.4 Akutes Skrotum
4.10.5 Entzündliche Veränderungen
4.10.6 Skrotaltrauma
4.10.7 Raumforderungen des Hodens
4.11 Penis
4.12 Beckenboden, Introitussonografie
4.13 Retroperitoneum
4.13.1 Untersuchungstechnik
4.13.2 Retroperitoneale Raumforderungen
4.13.3 Abszesse
4.14 Sonografiegezielte Punktion
4.15 Neuere Entwicklungen
4.16 Literatur
5 Transrektaler Ultraschall
5.1 Einleitung
5.2 Ultraschallebenen
5.3 Schallartefakte im TRUS
5.4 Zonale Anatomie der Prostata
5.5 Prostata im TRUS (im B-Bild Modus)
5.5.1 Normalbefund einer Prostata
5.5.2 Gutartige Veränderungen der Prostata und Samenblasen
5.5.3 Bösartige Veränderungen der Prostata
5.6 Prostatabiopsie
5.7 TRUS-Derivate
5.7.1 Kontrastmittelultraschall
5.7.2 Elastografie
5.7.3 Computergestützten Ultraschalldiagnostik/artifizielle neuronale Netzwerkanalyse
5.7.4 HistoScanning
5.8 Weitere bildgebende Zusatzdiagnostik der Prostata
5.8.1 MRT und multiparametrische Magnetresonanztomografie (mpMRT)
5.8.2 MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie
5.9 Literatur
6 Doppler-/Duplexsonografie
6.1 Physikalische Grundlagen
6.2 Niere
6.2.1 Transplantatniere
6.3 Harnblase
6.4 Prostata
6.5 Skrotum
6.5.1 Varikozele
6.5.2 Akutes Skrotum
6.6 Penis
6.6.1 Priapismus
6.6.2 Erektile Dysfunktion
6.7 Kontrastmittelultraschall
6.7.1 Niere
6.7.2 Refluxdiagnostik
6.7.3 Prostatakarzinom
6.7.4 Skrotum
6.8 Literatur
7 Strahlenschutz, interventionelle radiologische Methoden
7.1 Strahlenschutz
7.1.1 Effektive Dosis
7.1.2 Gesetzliche Grundlagen des Strahlenschutzes
7.1.3 Praktische Aspekte des Strahlenschutzes für das Personal
7.2 Allgemeine Aspekte der radiologischen Intervention
7.2.1 Einleitung
7.2.2 Patientenvorbereitung
7.2.3 Materialien in der interventionellen Radiologie
7.3 Spezielle radiologische Interventionen
7.3.1 Niere
7.3.2 Varikosis der Vena spermatica
7.3.3 High-Flow-Priapismus
7.3.4 Benigne Prostatahypertrophie
7.4 Literatur
8 Urologische Röntgendiagnostik
8.1 Allgemeines
8.2 Vorbereitung des Patienten
8.3 Röntgenleeraufnahme des Abdomens
8.3.1 Definition
8.3.2 Einstelltechnik
8.3.3 Gonadenschutz
8.3.4 Qualitätskriterien
8.3.5 Befundung
8.3.6 Diagnostische Wertigkeit
8.4 Verwendung von Kontrastmittel
8.4.1 Physiologie
8.4.2 Vorbereitung
8.4.3 Kontrastmittelgabe
8.4.4 Risiken und Kontraindikationen
8.5 Ausscheidungsurografie, intravenöse Urografie, intravenöses Pyelogramm
8.5.1 Definition
8.5.2 Technik und Bildfolge
8.5.3 Bildqualität
8.5.4 Befundung
8.5.5 Diagnostische Wertigkeit
8.5.6 Anwendungshinweise
8.6 Stein-Computertomografie (Stein-CT)
8.6.1 Definition
8.6.2 Befundung
8.6.3 Diagnostische Wertigkeit
8.7 Zystogramm
8.7.1 Definition
8.7.2 Technik
8.7.3 Befundung
8.7.4 Pathologie
8.8 Refluxzystogramm
8.8.1 Definition
8.8.2 Technik
8.8.3 Befundung
8.8.4 Definition
8.8.5 Technik
8.8.6 Befundung
8.8.7 Pathologie
8.9 Retrogrades Urethrogramm, Zysturethrogramm
8.9.1 Definition
8.9.2 Technik
8.9.3 Morphologie der Harnröhre
8.9.4 Befundung
8.9.5 Pathologie
8.10 Retrograde Ureteropyelografie
8.10.1 Definition
8.10.2 Anwendungshinweise
8.10.3 Technik
8.10.4 Befundung
8.10.5 Qualitätskriterien
8.10.6 Pathologie
8.11 Nephrostomogramm
8.11.1 Definition
8.11.2 Technik
8.11.3 Befundung
8.11.4 Anwendungshinweis
8.12 Literatur
9 Computertomografie
9.1 Einleitung
9.2 Historischer Rückblick und zukünftige Entwicklungen
9.3 Strahlenexposition und Nebenwirkungen
9.4 Niere
9.4.1 Protokolle bei Nierenraumforderungen
9.4.2 Benigne Nierentumoren
9.4.3 Maligne Nierentumoren
9.4.4 Perirenale Raumforderungen
9.5 Oberer Harntrakt, Ureter
9.5.1 Benigne Veränderungen
9.5.2 Konkremente
9.5.3 Maligne Veränderungen
9.6 Harnblase
9.6.1 Bildgebung und Stellenwert der CT
9.6.2 Benigne Veränderungen
9.6.3 Maligne Veränderungen
9.7 Prostata, Samenblasen, Urethra
9.8 Nebennieren
9.8.1 Benigne Veränderungen
9.8.2 Maligne Veränderungen
9.9 Weiterführende Literatur
10 Magnetresonanztomografie
10.1 Einleitung
10.2 Technische Grundlagen
10.3 Patientenvorbereitung
10.4 Niere
10.4.1 MRT-Protokolle bei Nierenraumforderungen
10.4.2 Benigne Nierentumoren
10.4.3 Maligne Nierentumoren
10.4.4 Perirenale Raumforderungen
10.5 Oberer Harntrakt, Ureter
10.6 Harnblase
10.7 Prostata, Samenblasen, Urethra
10.7.1 Grundlagen-MR mit MR-Anatomie
10.7.2 Benigne Veränderungen
10.7.3 Maligne Veränderungen
10.8 Nebennieren
10.8.1 Benigne Veränderungen
10.8.2 Maligne Veränderungen
10.9 Weiterführende Literatur
11 Nuklearmedizin
11.1 Einleitung
11.2 Physikalische und messtechnische Grundlagen der Nuklearmedizin
11.2.1 Radioaktivität
11.2.2 Strahlenschutzaspekte
11.2.3 Statistische Effekte bei Radioaktivitätsmessungen
11.2.4 Nachweis von Radioaktivität
11.2.5 In-vitro-Messungen von Radioaktivität
11.2.6 Sondenmessungen
11.2.7 Planare Szintigrafie
11.2.8 Sequenzszintigrafie und ROI-Technik
11.2.9 SPECT-Technik
11.2.10 SPECT-CT
11.3 Nierengängige Radiopharmaka
11.3.1 Klassische nierengängige Substanzen
11.3.2 Tc-99m-DTPA für die Messung der glomerulären Filtrationsrate
11.3.3 Tc-99m-MAG3 für die Nierenfunktionsszintigrafie
11.3.4 Tc-99m-DSMA für die statische Nierenszintigrafie
11.4 Nuklearmedizinische Diagnostik der Nieren und ableitenden Harnwege
11.4.1 Messung der Nieren-Clearance
11.4.2 Nierenfunktionsszintigrafie
11.4.3 Statische Nierenszintigrafie
11.4.4 Funktionsdiagnostik bei nephrotoxischen Therapien
11.5 Nuklearmedizinische Diagnostik außerhalb des Urogenitaltraktes
11.5.1 Skelettszintigrafie
11.5.2 Schilddrüse
11.5.3 Nebennieren
11.5.4 Wächterlymphknoten (Sentinel-Diagnostik)
11.5.5 Lokalisation eines Infektfokus
11.5.6 Notfalluntersuchungen außerhalb des Urogenitaltraktes
11.6 Radionuklidtherapie
11.6.1 Therapeutische Radionuklide
11.6.2 Palliative Schmerztherapie
11.6.3 PSMA-gerichtete Radionuklidtherapie
11.7 Strahlenschutzaspekte
11.7.1 Kontraindikationen
11.7.2 Strahlenexposition durch nuklearmedizinische Untersuchungen
11.8 Literatur
12 PET und PET/CT bei urologischen Tumoren
12.1 Einleitung
12.2 Überblick über die PET/CT-Technologie
12.2.1 Messtechnik
12.2.2 Klinische Anwendung
12.3 Radiopharmaka
12.3.1 F-18-Fluorodesoxyglukose
12.3.2 F-18-Natriumfluorid
12.3.3 Acetat- und Cholinderivate
12.3.4 PSMA-Liganden
12.3.5 Strahlenschutzaspekte
12.4 PET/CT bei verschiedenen Tumorentitäten
12.4.1 Prostatakarzinom
12.4.2 Hodentumoren
12.4.3 Nierenzellkarzinom
12.4.4 Urothelkarzinom
12.4.5 Harnblasenkarzinom
12.4.6 Peniskarzinom
12.5 Sozialmedizinische Aspekte und Kostenerstattung der PET
12.6 Literatur
13 Endoskopische Diagnostik
13.1 Einleitung
13.2 Urethrozystoskopie
13.2.1 Instrumentenkunde
13.2.2 Indikationen
13.2.3 Kontraindikationen
13.2.4 Praktische Durchführung
13.2.5 Mögliche Komplikationen
13.3 Ureterorenoskopie
13.3.1 Instrumentenkunde
13.3.2 Indikationen
13.3.3 Praktische Durchführung
13.3.4 Komplikationen
13.4 Perkutane endoskopische Diagnostik
13.4.1 Instrumentenkunde
13.4.2 Indikationen für die perkutane Nephroskopie
13.4.3 Kontraindikationen
13.4.4 Technik der perkutanen Endoskopie im Nierenhohlsystem
13.4.5 Komplikationen
13.5 Bildübertragung und Videoendoskopie
13.6 Virtuelle Endoskopie
13.7 Literatur
14 Urodynamik
14.1 Anatomie, Neuroanatomie und Physiologie
14.1.1 Harnblase
14.1.2 Urethra
14.1.3 Steuerung von Harnspeicherung und Miktion
14.1.4 Physiologie von Harnspeicherung und -entleerung
14.2 Anamnese und Basisuntersuchungen
14.2.1 Anamnese
14.2.2 Laboruntersuchungen
14.2.3 Körperliche Untersuchung
14.3 Uroflowmetrie (Harnstrahlmessung, Free-Flow), Flow-EMG und Restharnbestimmung
14.3.1 Untersuchungsziel
14.3.2 Indikation
14.3.3 Untersuchungsvoraussetzungen
14.3.4 Methodik und Messtechnik
14.3.5 Messparameter
14.3.6 Norm- und Grenzwerte
14.3.7 Messgenauigkeit und Artefakte
14.3.8 Flow-EMG
14.3.9 Restharnbestimmung
14.3.10 Schlussfolgerungen
14.4 Blasendruckmessung (Zystomanometrie)
14.4.1 Untersuchungsziel
14.4.2 Indikation
14.4.3 Patientenvorbereitung
14.4.4 Voraussetzungen der Untersuchung
14.4.5 Durchführung der Zystomanometrie
14.4.6 Normwerte der Zystomanometrie
14.4.7 Beckenboden-EMG
14.4.8 Provokationstests
14.4.9 Simultane Video-Urodynamik
14.4.10 Stellenwert der Urodynamik
14.5 Urethradruckprofil
14.5.1 Untersuchungsziel und Indikation
14.5.2 Methodik und Messtechnik
14.5.3 Norm- und Grenzwerte
14.5.4 Stellenwert des Urethradruckprofils
14.6 Langzeiturodynamik (ambulante Urodynamik)
14.6.1 Untersuchungsziel und Indikation
14.6.2 Methodik und Messtechnik
14.6.3 Artefakte, Limitationen und Stellenwert der Langzeiturodynamik
14.7 Literatur
Teil II Allgemeine operative Urologie
15 Perioperatives Management
15.1 Einleitung
15.2 Stratifizierung des perioperativen Risikos
15.2.1 Operationsrisiko
15.2.2 Anästhesierisiko
15.2.3 Klinische Risikoscores
15.2.4 Kardiopulmonale Belastungstests und Biomarker zur Einschätzung des perioperativen Risikos
15.3 Perioperative Antibiotikaprophylaxe in der Urologie
15.3.1 Durchführung
15.3.2 Indikationen der Antibiotikaprophylaxe
15.3.3 Dosierung der Antibiotikaprophylaxe bei speziellen urologischen Indikationen
15.4 Perioperativer Umgang mit Antikoagulanzien und Thrombozytenaggregationshemmern in der Urologie
15.4.1 Antikoagulanzien und Thrombozytenaggregationshemmer
15.4.2 Zusammenfassende Risikobewertung thromboembolischer Ereignisse und Darstellung eines adaptierten perioperativen Managements anhand der Blutungsrisiken urologischer Eingriffe
15.5 Verschiedene Aspekte eines progressiven perioperativen Patientenmanagements
15.5.1 Perioperatives Transfusionsmanagement
15.5.2 Perioperatives Schmerzmanagement in der Urologie
15.5.3 Prinzipien der Fast-Track-Surgery in der Urologie
15.6 Literatur
16 Operative Anatomie, Operationsvorbereitung, Zugangswege und postoperative Komplikationen
16.1 Einleitung
16.2 Operative Anatomie
16.2.1 Bauchwand
16.2.2 Bauchhöhle
16.2.3 Retroperitonealraum
16.2.4 Becken
16.2.5 Harnröhre
16.2.6 Äußeres männliches Genitale
16.3 Operationsvorbereitung
16.3.1 Operationsaufklärung
16.3.2 Prophylaxe postoperativer Infektionen
16.3.3 Lagerung
16.4 Zugangswege
16.4.1 Extraperitoneale Zugangswege zu Retroperitoneum und Becken
16.4.2 Transperitoneale Zugangswege zu Bauchhöhle, Retroperitoneum und Becken
16.4.3 Transvaginaler Zugang (weibliche Harnröhre)
16.4.4 Perinealer Zugang zu Prostata und Harnröhre
16.4.5 Zugänge zum äußeren männlichen Genitale
16.4.6 Zugangswege für laparoskopische und retroperitoneoskopische Operationen
16.4.7 Perkutaner Zugang zum harnableitenden System
16.4.8 Transurethraler Zugang
16.5 Darmchirurgie in der Urologie
16.5.1 Auswahl des Darmsegmentes
16.5.2 Operationstechnische Aspekte
16.6 Gefäßchirurgie in der Urologie
16.6.1 Instrumentarium, Nahtmaterial und Grundtechniken
16.6.2 Venöse Tumorthrombose
16.7 Postoperative Komplikationen
16.7.1 Klassifikation von Komplikationen
16.7.2 Thrombembolische Komplikationen
16.7.3 Wundinfektion
16.7.4 Blutung und Hämatom
16.7.5 Urinextravasation
16.7.6 Lymphozele und Chylaszites
16.7.7 Komplikationen nach Darmeingriffen in der Urologie
16.8 Literatur
17 Laparoskopie
17.1 Einleitung
17.2 Klinische Bedeutung
17.3 Medizinische und technische Voraussetzungen
17.3.1 Vorbereitungen des Patienten
17.3.2 Anästhesie und Lagerung
17.3.3 Geräte und Instrumentarium
17.4 Laparoskopische Eingriffe in der Urologie
17.4.1 Eingriffe an Niere, Nebenniere und harnableitenden System
17.4.2 Eingriffe im kleinen Becken und am inneren Leistenring
17.5 Onkologisches Outcome
17.5.1 Eingriffe im Retroperitonealraum
17.5.2 Zystektomie
17.6 Laparoskopie und das Abrechnungssystem nach Diagnosis Related Groups (DRG-System)
17.7 Forensische Aspekte, Problematik der Aus- und Weiterbildung für laparoskopische Eingriffe
17.8 Ausblick
17.9 Literatur
18 Robotisch assistierte Chirurgie
18.1 Einleitung
18.2 Historische Entwicklung der robotischen Chirurgie
18.3 Grundsätzlicher Aufbau des Systems
18.4 Ausbildung
18.4.1 Ausbildungskomponenten
18.4.2 Ausbildungsschritte
18.5 Einsatzmöglichkeiten der robotischen Chirurgie
18.6 Klinischer Stellenwert der robotischen Chirurgie in der Urologie
18.7 Medizinische und technische Voraussetzungen
18.7.1 Vorbereitung des Patienten
18.7.2 Anästhesie
18.7.3 Geräte und Instrumentarium
18.7.4 Trokarpositionierungen und Docking
18.7.5 Absolute und relative Kontraindikationen
18.8 Häufige robotisch assistierte Eingriffe in der Urologie
18.8.1 Robotisch assistierte Nephrektomie
18.8.2 Robotisch assistierte partielle Nephrektomie
18.8.3 Minimalinvasive Pyeloplastik (robotisch assistiert)
18.8.4 Robotisch assistierte radikale Prostatektomie (RARP)
18.8.5 Radikale Zystektomie (robotisch assistiert)
18.9 Robotisch assistierte Chirurgie im DRG-Zeitalter
18.10 Ausblick
18.11 Literatur
19 Urologische Wundbehandlung und Verband
19.1 Einleitung
19.2 Wundversorgung und Wunddrainage
19.2.1 Grundzüge der Wundheilung
19.2.2 Typen der Wundheilung
19.2.3 Störfaktoren der Wundheilung
19.2.4 Postoperative Wunddrainage
19.2.5 Nahttechnik und Nahtmaterialien
19.3 Verbandstechniken
19.3.1 Aufgaben des Verbands
19.3.2 Verbandmaterialien
19.4 Literatur
20 Stomaversorgung
20.1 Einleitung
20.2 Präoperative Phase
20.2.1 Vorbereitung des Patienten
20.2.2 Stomamarkierung
20.3 Postoperative Phase
20.3.1 Stomaversorgungsmethoden
20.3.2 Stomaversorgungsmaterialien
20.3.3 Weitere Hilfsmittel
20.4 Ambulante Phase
20.5 Komplikationen
20.5.1 Hautreaktionen
20.5.2 Pseudoepitheliale Hyperplasie
20.5.3 Hernienbildung
20.6 Adressen der Ausbildungsstätten
20.7 Weiterführende Literatur
Teil III Drainagen
21 Drainage des Harntraktes
21.1 Einleitung
21.2 Pathogenese katheterassoziierter Harnwegsinfektionen
21.2.1 Keimeinschleppung bei der Katheterisierung
21.2.2 Dynamik der Keimaszension
21.2.3 Biofilme an Katheteroberflächen
21.2.4 Katheterinkrustation und -obstruktion
21.3 Drainage des unteren Harntraktes
21.3.1 Harnröhrenkatheterismus
21.3.2 Externe Harnableitungsverfahren bei Harninkontinenz
21.3.3 Intermittierender Katheterismus
21.3.4 Suprapubischer Katheter
21.4 Drainage des oberen Harntraktes
21.4.1 Innere Harnleiterschienung
21.4.2 Subkutaner pyelovesikaler Bypass
21.4.3 Permanente endoluminale Stents
21.4.4 Perkutane Nierenfistel
21.5 Literatur
Teil IV Antibiotikatherapie und Krankenhaushygiene
22 Antibiotikatherapie und Krankenhaushygiene
22.1 Einleitung
22.2 Antibiotikatherapie
22.2.1 Indikationen für eine Antibiotikatherapie
22.2.2 Erregerisolierung vor Antibiotikatherapie
22.2.3 Blutkulturen
22.2.4 Falsche Diagnose
22.2.5 Implantate
22.2.6 Gesundheitlicher Zustand des Patienten
22.2.7 Lokalantibiotika
22.2.8 Empirische versus gezielte Antibiotikatherapie
22.2.9 Kontrolle des Therapieverlaufs
22.2.10 Nebenwirkungen und Wechselwirkungen von Antibiotika
22.2.11 Perioperative Antibiotikaprophylaxe
22.2.12 Multiresistente Erreger
22.3 Krankenhaushygiene
22.3.1 Allgemeine Hygienemaßnahmen
22.3.2 Prävention katheterassoziierter Harnwegsinfektionen
22.3.3 Postoperative Wundinfektionen
22.4 Literatur
Teil V Allgemeine Chemotherapie
23 Allgemeine onkologische Chemotherapie
23.1 Einleitung
23.2 Grundlagen der Chemotherapie
23.2.1 Wie funktioniert Chemotherapie?
23.2.2 Wie entsteht Zytostatikaresistenz?
23.2.3 Anforderungen an eine wirksame systemische Tumortherapie
23.2.4 Wie funktionieren targeted Therapy und Immuntherapie?
23.3 Zytostatika und ihre Toxizitäten
23.3.1 Alkylanzien
23.3.2 Antimetabolite
23.3.3 Topoisomerase beeinflussende Substanzen
23.3.4 Platinhaltige Substanzen
23.3.5 Spindelgifte
23.3.6 Antibiotika
23.3.7 Targeted Therapy und Immuntherapie
23.4 Durchführung einer systemischen Tumortherapie
23.4.1 Medizinische Voraussetzungen
23.4.2 Organisatorische Voraussetzungen
23.4.3 Applikation einer Chemotherapie
23.4.4 Paravasate
23.4.5 Unfälle
23.4.6 Entsorgung von Zytostatika und Zytostatikaabfällen
23.4.7 Targeted Therapy und Immuntherapie
23.5 Prävention und Therapie von Frühkomplikationen einer systemischen Tumortherapie
23.5.1 Chemotherapie
23.5.2 Targeted Therapy und Immuntherapie
23.6 Literatur
Teil VI Spezielle UrologieVI Fehlbildungen des Urogenitaltrakts
24 Nierenanomalien
24.1 Einleitung
24.2 Pränatale Diagnostik und postnatales Management
24.2.1 Pränatale Diagnostik
24.2.2 Prinzipien des postnatalen Managements pränatal diagnostizierter Nierenanomalien
24.3 Nierenagenesie (unilateral, bilateral)
24.4 Hypoplastische/multizystische Nierendysplasie
24.5 Zystische Nierenerkrankungen
24.5.1 Zystennieren
24.5.2 Markschwammniere
24.5.3 Multilokuläres Zystadenom der Niere
24.6 Anzahl-, Lage- und Rotationsanomalien
24.6.1 Doppelniere
24.6.2 Tiefe Nierendystopie
24.6.3 Nephroptose (syn. Ren mobilis, Senk- oder Wanderniere)
24.6.4 Inkomplette Rotation, Hyperrotation, verkehrte Rotation
24.7 Fusionsanomalien
24.7.1 Gekreuzte Dystopie
24.7.2 Hufeisenniere und andere symmetrische Fusionsanomalien
24.7.3 Asymmetrische Fusionsanomalien
24.8 „Anomalien“ des Nierenhohlsystems
24.8.1 Kelchdivertikel
24.8.2 Megakaliose
24.9 Anomalien der Gefäße
24.9.1 Retrokavaler Ureter
24.9.2 Fraley-Syndrom (Obstruktion des oberen Kelchhalses)
24.9.3 Aberrierende Arterien
24.9.4 Intrarenale Gefäßmissbildungen
24.9.5 Fibromuskuläre Hyperplasie der A. renalis
24.10 Literatur
25 Ureteropelvine Stenosen – Nierenbeckenabgangsenge
25.1 Einleitung
25.2 Epidemiologie
25.3 Ätiologie und Pathogenese
25.3.1 Ureteropelvine Stenose in abnormalen Nieren
25.3.2 Urodynamik der ureteropelvinen Stenose
25.3.3 Auswirkung auf das Nierenparenchym
25.4 Symptome
25.5 Diagnostik
25.5.1 Sonografische Diagnostik
25.5.2 Funktionsdiagnostik – Diureseszintigrafie
25.5.3 Magnetresonanztomografie
25.5.4 Miktionszysturethrogramm
25.6 Therapie
25.6.1 Grundlagen der Therapieentscheidung
25.6.2 Operative Therapie
25.6.3 Hitch-Prozedur
25.6.4 Postoperative Harnableitung nach Nierenbeckenplastik
25.6.5 Nephrektomie
25.7 Postoperative Nachsorge
25.8 Literatur
26 Harnleiteranomalien
26.1 Einleitung
26.2 Doppelniere, Harnleiterduplikatur
26.2.1 Definition
26.2.2 Epidemiologie
26.2.3 Ätiologie und Pathogenese
26.2.4 Symptomatik
26.2.5 Diagnostik
26.2.6 Differenzialdiagnosen
26.2.7 Therapie
26.3 Megaureter
26.3.1 Definition
26.3.2 Epidemiologie
26.3.3 Ätiologie und Pathogenese
26.3.4 Symptomatik
26.3.5 Diagnostik
26.3.6 Differenzialdiagnosen
26.3.7 Therapie
26.3.8 Nachsorge
26.4 Literatur
27 Vesikoureteraler und vesikorenaler Reflux
27.1 Einleitung
27.2 Klassifikation und Terminologie
27.2.1 Einteilung
27.3 Epidemiologie
27.4 Pathogenese
27.4.1 Primärer vesikoureteraler Reflux
27.4.2 Sekundärer vesikoureteraler und vesikorenaler Reflux
27.4.3 Refluxfolgen und Refluxnephropathie
27.5 Symptomatik
27.6 Diagnostik
27.6.1 Basisdiagnostik
27.6.2 Bildgebende Verfahren
27.6.3 Spezielle Diagnostik
27.6.4 Grundlegende Aspekte zur Indikationsstellung und Strukturierung der Diagnostik
27.7 Therapie
27.7.1 Konservatives Therapiemanagement
27.7.2 Endoskopische Refluxtherapie
27.7.3 Operative Refluxkorrektur
27.8 Nachsorge
27.8.1 Nachsorge nach operativer Refluxkorrektur
27.8.2 Nachsorge bei konservativer Therapie
27.9 Literatur
28 Ureterozele
28.1 Einleitung
28.2 Definition und Terminologie
28.2.1 Klassifikation nach Ericsson
28.2.2 Einteilung nach Stephens
28.2.3 Klassifikation nach Schulman
28.3 Embryologie
28.4 Epidemiologie
28.5 Anamnese und körperliche Untersuchung
28.6 Bildgebende Diagnostik
28.6.1 Sonografie
28.6.2 Miktionszystourethrogramm
28.6.3 Ausscheidungsurogramm
28.6.4 Szintigrafie
28.6.5 Zystoskopie
28.7 Therapieverfahren
28.7.1 Intravesikale Ureterozelen
28.7.2 Ektope Ureterozelen
28.8 Schlussbemerkung
28.9 Literatur
29 Unterer Harntrakt
29.1 Einleitung
29.2 Hypospadie
29.2.1 Definition und Klassifikation
29.2.2 Inzidenz
29.2.3 Embryologie
29.2.4 Ätiologie
29.2.5 Diagnostik
29.2.6 Therapie
29.3 Epispadie-Ekstrophie-Komplex
29.3.1 Inzidenz
29.3.2 Embryologie
29.3.3 Blasenekstrophie
29.3.4 Epispadie
29.4 Seltene Harnröhrenanomalien
29.4.1 Atresie, Striktur
29.4.2 Harnröhrendivertikel
29.4.3 Megalourethra
29.4.4 Überzählige Harnröhre
29.5 Blasendivertikel
29.5.1 Ätiologie
29.5.2 Diagnostik
29.5.3 Symptomatik
29.5.4 Therapie
29.6 Literatur
30 Sexuelle Differenzierung
30.1 Einleitung
30.2 Morphologische Entwicklung des Genitales
30.2.1 Chromosomale und gonadale Geschlechtsentwicklung
30.2.2 Gemeinsame Genitalentwicklung – indifferente Geschlechtsentwicklung
30.2.3 Männliche Genitalentwicklung
30.2.4 Weibliche Genitalentwicklung
30.3 Entwicklungsstörungen der Genitalgänge und des äußeren Genitale
30.3.1 Genetisch männliche Individuen
30.3.2 Genetisch weibliche Individuen
30.4 Literatur
31 Äußeres männliches Genitale
31.1 Maldescensus testis, Hodenhochstand
31.1.1 Begriffsbestimmung
31.1.2 Epidemiologie
31.1.3 Embryologie, Ätiologie
31.1.4 Fertilität, Tumorrisiko
31.1.5 Diagnostik
31.1.6 Therapie
31.1.7 Prune-Belly-Syndrom
31.2 Phimose
31.2.1 Epidemiologie, Bedeutung
31.2.2 Embryologie und Ätiologie
31.2.3 Diagnostik
31.2.4 Therapie
31.3 Hydrozele
31.3.1 Epidemiologie und Ätiologie
31.3.2 Diagnostik
31.3.3 Therapie
31.4 Spermatozele
31.4.1 Epidemiologie
31.4.2 Definition
31.4.3 Ätiologie
31.4.4 Symptomatik
31.4.5 Diagnostik
31.4.6 Therapie
31.5 Ductus-deferens-Agenesie
31.5.1 Epidemiologie
31.5.2 Ätiologie
31.5.3 Symptomatik
31.5.4 Diagnostik
31.5.5 Therapie
31.6 Literatur
32 Äußeres weibliches Genitale
32.1 Urogynäkologische Probleme im Kindesalter
32.1.1 Labiensynechie
32.1.2 Hymen imperforatum
32.2 Blasenekstrophie-Epispadie-Komplex beim Mädchen
32.2.1 Weibliche Epispadie
32.2.2 „Klassische“ weibliche Blasenekstrophie
32.3 Disorders of Sex Development – Störungen der sexuellen Differenzierung
32.3.1 Diagnostisches und therapeutisches Management
32.3.2 46,XX DSD – adrenogenitales Syndrom
32.4 Literatur
Teil VII Entzündungen
33 Unspezifische urogenitale Entzündungen
33.1 Einleitung
33.2 Infektiologische Grundlagen
33.2.1 Pathogenese
33.2.2 Bakterien-Wirt-Wechselbeziehung
33.2.3 Bakterielle Virulenzfaktoren
33.2.4 Abwehrmechanismen des Wirts
33.2.5 Infektionsbegünstigende Faktoren (prädisponierende Faktoren, Risikofaktoren)
33.3 Grundlagen der mikrobiologischen Diagnostik und Therapie
33.3.1 Diagnostik
33.3.2 Therapie
33.4 Krankheitsbilder
33.4.1 Akute Pyelonephritis
33.4.2 Nierenabszess
33.4.3 Perinephritischer Abszess
33.4.4 Chronische Pyelonephritis (chronische interstitielle Nephritis)
33.4.5 Nekrotisierende Papillitis
33.4.6 Xanthogranulomatöse Pyelonephritis
33.4.7 Ureteritis
33.4.8 Zystitis
33.4.9 Prostatitis
33.4.10 Granulomatöse Prostatitis
33.4.11 Prostatovesikulitis
33.4.12 Epididymitis
33.4.13 Orchitis
33.4.14 Urethritis
33.4.15 Urethralsyndrom
33.4.16 Balanitis
33.4.17 Kavernitis und Morbus Fournier
33.4.18 Urosepsis und septischer Schock
33.5 Literatur
34 Harnwegsinfektionen bei Kindern
34.1 Epidemiologie von Harnwegsinfekten
34.2 Diagnostik
34.2.1 Anamnese
34.2.2 Symptome
34.2.3 Physikalischer Status
34.2.4 Harngewinnung
34.2.5 Streifentest
34.2.6 Typische Erreger einer Harnwegsinfektion
34.2.7 Erreger-Wirt-Interaktion
34.2.8 Laboruntersuchung
34.2.9 Bildgebende Diagnostik
34.3 Therapie
34.3.1 Antibiotikatherapie
34.4 Rezidivierende afebrile Harnwegsinfekte
34.4.1 Prophylaxe von rezidivierenden Harnwegsinfekten
34.5 Obstipation
34.6 Literatur
35 Sexuell übertragbare Krankheiten
35.1 Einleitung
35.2 Syphilis (Lues)
35.2.1 Inzidenz
35.2.2 Ätiologie
35.2.3 Symptomatik
35.2.4 Diagnostik
35.2.5 Therapie (S2k-Leitlinie: Diagnostik und Therapie der Syphilis; Stand 07/2014)
35.3 Gonorrhöe
35.3.1 Inzidenz
35.3.2 Ätiologie
35.3.3 Symptomatik
35.3.4 Diagnostik
35.3.5 Therapie
35.4 Ulcus molle
35.4.1 Ätiologie
35.4.2 Symptomatik
35.4.3 Diagnostik
35.4.4 Therapie
35.5 Lymphogranuloma inguinale
35.5.1 Inzidenz und Ätiologie
35.5.2 Symptomatik
35.5.3 Diagnostik
35.5.4 Therapie
35.6 Infektionen mit Chlamydia trachomatis beim Mann
35.6.1 Labordiagnostik der Chlamydien-Urethritis
35.6.2 Therapie
35.7 HIV-Infektion, Aids (Acquired Immune Deficiency Syndrome)
35.7.1 Inzidenz
35.7.2 Ätiologie
35.7.3 Definitionen
35.7.4 Krankheitsverlauf und Symptomatik
35.7.5 Diagnostik
35.7.6 Therapie
35.8 Literatur
36 Parasitäre Erkrankungen
36.1 Einleitung
36.2 Bilharziose
36.2.1 Epidemiologie und Ätiologie
36.2.2 Lebenszyklus und Biologie von Schistosoma haematobium
36.2.3 Pathologie der urogenitalen Bilharziose
36.2.4 Krankheitsbild und Symptomatik
36.2.5 Diagnostik
36.2.6 Komplikationen
36.2.7 Abklärung eines Genitalbefalls
36.2.8 Therapie
36.2.9 Prognose
36.3 Filariosen
36.3.1 Lebenszyklus und Biologie
36.3.2 Diagnostik
36.3.3 Therapie
36.4 Echinokokkose
36.4.1 Epidemiologie
36.4.2 Biologie und Lebenszyklus des Hundebandwurms
36.4.3 Symptomatik
36.4.4 Diagnostik
36.4.5 Therapie
36.4.6 Andere Wurmerkrankungen
36.5 Ektoparasitosen
36.5.1 Skabies
36.5.2 Läuse
36.5.3 Myiasis
36.5.4 Tungiasis
36.6 Literatur
37 Dermatosen des äußeren Genitale
37.1 Einleitung
37.2 Dermatosen im Inguinalbereich
37.2.1 Intertrigo
37.2.2 Erythrasma
37.2.3 Tinea inguinalis
37.2.4 Acne conglobata
37.2.5 Psoriasis vulgaris
37.2.6 Akantholytische Dermatosen
37.3 Dermatosen am Penis
37.3.1 Morbus Reiter
37.3.2 Morbus Zoon
37.3.3 Balanitis xerotica obliterans
37.3.4 Balanitis gangraenosa
37.3.5 Kranzfurchenlymphangitis
37.4 Dermatosen an Vulva und Vagina
37.4.1 Vaginitis
37.4.2 Miliaria rubra
37.4.3 Plasmazellvulvitis
37.4.4 Ulcus vulvae acutum
37.5 Bei beiden Geschlechtern auftretende Dermatosen
37.5.1 Erregerbedingte Erkrankungen
37.5.2 Dyschromien
37.5.3 Dermatologisch relevante Tumoren
37.5.4 Präkanzerosen
37.5.5 Maligne Tumoren
37.6 Literatur
Teil VIII Steinerkrankungen
38 Pathogenese und konservative Therapie
38.1 Einleitung
38.2 Allgemeine Aspekte
38.2.1 Epidemiologie
38.2.2 Klassifikation
38.2.3 Ätiologie
38.2.4 Risikofaktoren
38.2.5 Symptomatik
38.2.6 Diagnostik
38.2.7 Konservative Steintherapie
38.3 Steinartspezifische Konzepte
38.3.1 Kalziumoxalatsteine
38.3.2 Kalziumphosphatsteine
38.3.3 Stoffwechselstörungen mit assoziierter Kalziumsteinbildung
38.3.4 Infektsteine (Struvit)
38.3.5 Harnsäure- und Uratsteine
38.3.6 Zystinsteine
38.3.7 2,8-Dihydroxyadeninsteine
38.3.8 Xanthinsteine
38.3.9 Sonstige Harnsteine – Raritäten
38.4 Literatur
39 Interventionelle Steintherapie
39.1 Einleitung
39.2 Indikation zur aktiven Therapie
39.2.1 Harnleitersteine
39.2.2 Nierensteine
39.2.3 Infizierte Harnstauungsniere
39.2.4 Steinzusammensetzung
39.2.5 Steinstraße
39.3 Wahl des interventionellen Verfahrens
39.3.1 Nierensteine
39.3.2 Harnleitersteine
39.4 Präoperative Vorbereitung und spezielle Situationen
39.4.1 Diagnostik
39.4.2 Aufklärung
39.4.3 Antikoagulation
39.5 Extrakorporale Stoßwellentherapie
39.5.1 Indikationen und Kontraindikationen
39.5.2 Durchführung
39.5.3 Nachsorge
39.5.4 Komplikationen
39.6 Ureterorenoskopie
39.6.1 Indikationen und Kontraindikationen
39.6.2 Operativer Ablauf einer semirigiden Ureterorenoskopie
39.6.3 Vorgehen bei flexibler Ureterorenoskopie
39.6.4 Harnleiterschiene (Doppel-J-Katheter)
39.6.5 Nachsorge
39.6.6 Komplikationen
39.7 Perkutane Nephrolithotripsie
39.7.1 Indikationen und Kontraindikationen
39.7.2 Durchführung
39.7.3 Nachsorge
39.7.4 Komplikationen
39.8 Intrakorporale Lithotripsie
39.8.1 Pneumatische Lithotripsie
39.8.2 Ultraschallbasierte Lithotripsie
39.8.3 Holiumlaser-Lithotripsie (2100 nm)
39.9 Literatur
Teil IX Tumoren
40 Pathologie der wichtigsten Tumorarten
40.1 Nierentumoren
40.1.1 Allgemeine Vorbemerkungen
40.1.2 Histologische Tumortypisierung
40.1.3 Häufige benigne Tumoren
40.1.4 Häufigste maligne Tumoren
40.1.5 Tumorgrading
40.1.6 Seltene hereditäre und nicht hereditäre Tumore
40.2 Tumore der ableitenden Harnwege
40.2.1 Allgemeine Vorbemerkungen
40.2.2 Tumortypisierung
40.2.3 Grading
40.2.4 Staging
40.2.5 Urinzytologie
40.3 Prostatakarzinom
40.3.1 Anatomie und Histologie der normalen Prostata
40.3.2 Klassifikation des Prostatakarzinoms
40.3.3 Morphogenese des gewöhnlichen Prostatakarzinoms
40.3.4 Grading des Prostatakarzinoms
40.3.5 Staging des Prostatakarzinoms
40.3.6 Allgemeines zur Gewebeaufarbeitung
40.3.7 Histopathologische Befundung von Prostatastanzbiopsien
40.3.8 Histopathologische Befundung des Prostatatektomiepräparates
40.3.9 Aussichten
40.4 Hodentumoren
40.4.1 Seminome
40.4.2 Nichtseminomatöse Keimzelltumoren (NKZT)
40.4.3 Verschiedene sonstige seltene Hodentumoren
40.5 Peniskarzinom
40.5.1 Vorstufen
40.5.2 Karzinom
40.6 Literatur
41 Nierentumoren
41.1 Einleitung
41.2 Benigne Nierentumoren
41.2.1 Nierenzyste
41.2.2 Onkozytom
41.2.3 Angiomyolipom
41.2.4 Andere benigne Nierentumoren
41.3 Nierenzellkarzinom
41.3.1 Inzidenz
41.3.2 Ätiologie
41.3.3 Symptomatik des Nierenzellkarzinoms
41.3.4 Diagnostik des Nierenzellkarzinoms
41.3.5 Nichtmetastasierte Nierenzellkarzinome
41.3.6 Therapie des nichtmetastasierten Nierenzellkarzinoms
41.3.7 Metastasiertes Nierenzellkarzinom
41.4 Literatur
42 Nebennierentumoren
42.1 Einleitung
42.2 Inzidenz und Ätiologie
42.3 Symptomatik
42.4 Diagnostik
42.4.1 Hypercortisolismus (Cushing-Syndrom)
42.4.2 Primärer Hyperaldosteronismus
42.4.3 Phäochromozytom
42.4.4 Nebennierenrindenkarzinom
42.4.5 Bildgebung
42.5 Therapie
42.5.1 Minimalinvasive Operation
42.5.2 Konventionelle, „offene“ Operation
42.5.3 Therapiebesonderheiten
42.6 Literatur
43 Urotheltumoren des oberen Harntraktes
43.1 Epidemiologie
43.2 Risikofaktoren
43.3 Histologie, Stadieneinteilung
43.3.1 Stadieneinteilung
43.3.2 Differenzierungsgrad
43.4 Symptomatik
43.5 Diagnostik
43.5.1 Klinische Untersuchung
43.5.2 Labordiagnostik
43.5.3 Endoskopie
43.5.4 Bildgebung
43.6 Therapie
43.6.1 Organerhaltendes Vorgehen
43.6.2 Adjuvante topische Therapie nach organerhaltender Therapie
43.6.3 Organablatives Vorgehen
43.6.4 Lymphknotendissektion
43.6.5 Topische Chemotherapie
43.6.6 Fortgeschrittene Erkrankung
43.6.7 Systemische Chemotherapie
43.6.8 Radiotherapie
43.7 Prognose
43.7.1 Molekulare Marker
43.8 Nachsorge
43.9 Literatur
44 Retroperitoneale Tumoren und Morbus Ormond
44.1 Einleitung
44.2 Retroperitoneale Tumoren
44.2.1 Epidemiologie
44.2.2 Pathologie und Klassifikation
44.2.3 Symptomatik
44.2.4 Diagnostik
44.2.5 Therapie
44.2.6 Prognose
44.2.7 Nachsorge
44.3 Morbus Ormond (retroperitoneale Fibrose)
44.3.1 Epidemiologie
44.3.2 Klassifikation, Ätiologie, Pathogenese und Pathologie
44.3.3 Symptomatik
44.3.4 Diagnostik
44.3.5 Therapie
44.3.6 Prognose und Nachsorge
44.4 Literatur
45 Maligne Tumoren der Harnblase
45.1 Einleitung
45.2 Epidemiologie
45.2.1 Inzidenz
45.2.2 Neuerkrankungen
45.2.3 Erkrankungsalter
45.2.4 Überlebensrate
45.2.5 Geschlecht
45.2.6 Familiäre Häufung
45.2.7 Ethnische Zugehörigkeit
45.3 Ätiologie und Risikofaktoren
45.3.1 Industrielle Noxen
45.3.2 Harnblasentumoren bei Rauchern
45.3.3 Harnblasentumoren anderer Ätiologie
45.3.4 Molekularbiologische Hintergründe der Blasenkrebsentstehung
45.4 Klassifikation
45.4.1 Primäre Blasentumoren
45.4.2 Sekundäre Blasentumoren
45.4.3 Klinisch-pathologische Klassifikation der malignen Blasentumoren (TNM-Klassifikation)
45.4.4 Histopathologische Einteilung der Blasentumoren
45.4.5 Seltene (nicht urothelial) differenzierte Blasentumoren
45.5 Klinische Symptomatik
45.5.1 Frühsymptome
45.5.2 Spätsymptome
45.6 Diagnostik
45.6.1 Früherkennung und Screening
45.6.2 Körperliche Untersuchung
45.6.3 Laboruntersuchungen
45.6.4 Urintests beim Blasenkarzinom
45.6.5 Vorgehen bei isolierter, asymptomatischer Mikrohämaturie als Zufallsbefund
45.6.6 Bildgebende Untersuchungsverfahren
45.6.7 Zystoskopie
45.6.8 Diagnostische transurethrale Elektroresektion (TUR)
45.6.9 Photodynamische Diagnose (PDD) des Blasenkarzinoms
45.7 Therapie des Blasenkarzinoms nach Stadien und Risikogruppen
45.7.1 Risikogruppen bei nicht muskelinvasiven Blasentumoren
45.8 Therapie des nicht muskelinvasiven Blasenkarzinoms
45.8.1 Therapie und Rezidivprophylaxe mit topischer Anwendung von Zytostatika und/oder Immunmodulatoren
45.8.2 Intravesikale Chemotherapie
45.8.3 Therapeutische Effizienz der topischen Chemotherapie
45.8.4 Intravesikale Immuntherapie
45.8.5 Weitere Ansätze in der intravesikalen Therapie
45.8.6 Zusammenfassung der Therapie nicht muskelinvasiver Blasentumoren
45.9 Therapie des muskelinvasiven Blasenkarzinoms
45.9.1 Perioperative Chemotherapie
45.9.2 Radikale Zystektomie
45.9.3 Blasenteilresektion
45.9.4 Multimodale, primär organerhaltende Therapie (TURB + Radiochemotherapie ± Salvage-Zystektomie)
45.10 Therapie des metastasierten Blasenkarzinoms
45.10.1 Erstlinientherapie bei Cisplatin-geeigneten Patienten mit metastasiertem Urothelkarzinom
45.10.2 Erstlinientherapie bei Cisplatin-ungeeigneten Patienten mit metastasiertem Urothelkarzinom
45.10.3 Zweitlinientherapie des metastasierten Blasenkarzinoms
45.10.4 Neue Substanzen: Immunmodulatorische Therapeutika
45.11 Palliative Maßnahmen beim fortgeschrittenen Blasenkarzinom
45.11.1 Blutende Tumorblase
45.12 Nachsorge
45.13 Rehabilitation
45.14 Literatur
46 Urethratumoren
46.1 Einleitung
46.2 Epidemiologie
46.3 Anatomische Grundlagen
46.3.1 Männliche Harnröhre
46.3.2 Weibliche Harnröhre
46.3.3 Lymphabflussverhältnisse
46.4 Histologie und Stadieneinteilung
46.4.1 Gutartige Tumoren
46.4.2 Bösartige Tumoren
46.5 Symptomatik
46.6 Diagnostik
46.6.1 Urethrozystoskopie
46.6.2 Biopsie
46.6.3 Lymphknotendiagnostik
46.7 Therapie und Prognose
46.7.1 Gutartige Tumoren
46.7.2 Bösartige Tumoren
46.8 Literatur
47 Prostatatumoren
47.1 Prostatakarzinom
47.1.1 Epidemiologie
47.1.2 Ätiologie
47.1.3 Screening und Früherkennung
47.1.4 Diagnostik
47.1.5 Therapie des lokal begrenzten und lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinoms
47.1.6 PSA-Anstieg nach kurativer Therapie
47.1.7 Therapie des metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinoms
47.1.8 Therapie des kastrationsresistenten Prostatakarzinoms
47.1.9 Nachsorge
47.1.10 Komplikationsmanagement
47.2 Sonstige Prostatatumoren
47.2.1 Prostatasarkom
47.2.2 Transitionalzellkarzinome
47.2.3 Samenblasentumoren
47.2.4 Lymphome in der Prostata
47.2.5 Sonstige Tumoren
47.3 Literatur
48 Hodentumoren
48.1 Einleitung
48.2 Inzidenz und Epidemiologie
48.3 Ätiologie
48.4 Risikofaktoren
48.5 Molekulare Pathogenese
48.6 Symptomatik
48.7 Diagnostik
48.7.1 Klinische Diagnostik
48.7.2 Operative Diagnostik
48.8 Klassifikation
48.8.1 Pathohistologische Klassifikation
48.8.2 Metastasierung
48.8.3 Klinische Klassifikation
48.9 Prognose
48.9.1 Klinisches Stadium I
48.9.2 Fortgeschrittene Stadien
48.10 Therapie
48.10.1 Seminome
48.10.2 Nichtseminome
48.10.3 Salvage-Chemotherapie bei therapierefraktären und rezidivierenden Hodentumoren
48.10.4 Residualtumorresektion
48.11 Komplikationen
48.11.1 Radiotherapie
48.11.2 Lymphadenektomie
48.11.3 Chemotherapie
48.11.4 Rolle der Chemotherapie bei Induktion von soliden Zweitmalignomen
48.11.5 Rolle der Radiotherapie bei der Entstehung von Zweitmalignomen
48.11.6 Hämatologische Zweitneoplasien
48.12 Nachsorge
48.13 Literatur
49 Peniskarzinom
49.1 Einleitung
49.2 Inzidenz, Pathogenese und Prävention
49.2.1 Risikofaktoren
49.2.2 Pathologie
49.2.3 Einteilung
49.2.4 Genetische Alterationen und Molekularpathologie
49.3 Symptomatik
49.4 Diagnostik
49.4.1 Primärtumor
49.4.2 Lymphknotendiagnostik
49.4.3 Fernmetastasen
49.5 Prognose
49.6 Therapie
49.6.1 Stadienadaptierte Therapie
49.6.2 Lymphadenektomie
49.6.3 Chemotherapie
49.7 Nachsorge
49.8 Literatur
50 Maligne Tumoren im Kindesalter
50.1 Einleitung
50.2 Wilms-Tumoren (Nephroblastome)
50.2.1 Inzidenz
50.2.2 Klassifizierung (Pathologie und Stadieneinteilung)
50.2.3 Symptomatik und Diagnostik
50.2.4 Therapie
50.2.5 Prognose
50.3 Neuroblastome
50.3.1 Inzidenz
50.3.2 Klassifizierung (Pathologie und Stadieneinteilung)
50.3.3 Symptomatik und Diagnostik
50.3.4 Therapie
50.3.5 Prognose
50.4 Rhabdomyosarkome
50.4.1 Inzidenz
50.4.2 Klassifizierung (Pathologie und Stadieneinteilung)
50.4.3 Symptomatik und Diagnostik
50.4.4 Therapie
50.4.5 Prognose
50.5 Hodentumoren
50.5.1 Inzidenz
50.5.2 Klassifizierung (Pathologie und Stadieneinteilung)
50.5.3 Symptomatik und Diagnostik
50.5.4 Therapie
50.5.5 Prognose
50.6 Behandlungstrends
50.7 Spätfolgen
50.7.1 Nachsorge
50.8 Literatur
Teil X Blasenentleerungsstörungen im Erwachsenenalter
51 Benignes Prostatasyndrom
51.1 Definitionen und Pathophysiologie
51.1.1 Benigne Prostatahyperplasie
51.2 Epidemiologie
51.2.1 Benigne Prostatavergrößerung
51.2.2 Blasenauslassobstruktion und benigne Prostataobstruktion
51.2.3 Symptome des unteren Harntraktes
51.2.4 Benignes Prostatasyndrom
51.3 Diagnostik
51.3.1 Obligate Diagnostik
51.3.2 Fakultative Diagnostik
51.4 Therapie
51.4.1 Kontrolliertes Zuwarten (Watchful Waiting)
51.4.2 Medikamentöse Therapien
51.4.3 Operative Therapien
51.5 Literatur
52 Harnröhrenstriktur
52.1 Einleitung
52.2 Ätiologie
52.2.1 Kongenitale Striktur
52.2.2 Entzündlich bedingte Harnröhrenstriktur
52.2.3 Iatrogene Harnröhrenstrikturen
52.2.4 Posttraumatische Harnröhrenstriktur
52.3 Diagnostik
52.3.1 Retrogrades Urethrogramm und Miktionsurethrogramm
52.3.2 Uroflowmetrie (Harnflussmessung)
52.3.3 Harnröhrensonografie
52.3.4 Magnetresonanztomografie
52.3.5 Urethroskopie
52.4 Klassifikation
52.5 Therapie
52.5.1 Endoskopische Verfahren
52.5.2 Lasertherapie
52.5.3 Harnröhrenstent
52.5.4 Chirurgische Therapie
52.5.5 Operationsergebnisse
52.5.6 Therapieziele und Wahl des Therapieverfahrens
52.6 Zusammenfassung
52.7 Literatur
53 Neurogene Blasenfunktionsstörungen
53.1 Einleitung
53.2 Anatomie des unteren Harntraktes
53.3 Innervation des unteren Harntraktes
53.3.1 Periphere Innervation
53.3.2 Zentrale Innervation
53.4 Ätiologie und Klassifikation
53.4.1 Suprapontine Schädigung
53.4.2 Schädigung des Rückenmarks
53.4.3 Zentralnervöse Schädigung
53.5 Diagnostik
53.5.1 Anamnese
53.5.2 Neurourologische Untersuchung
53.5.3 Urodynamik
53.5.4 Elektrophysiologische Untersuchungen in der Neurourologie
53.6 Therapie
53.6.1 Konservative Maßnahmen
53.6.2 Operative Maßnahmen
53.7 Literatur
54 Harninkontinenz
54.1 Einleitung
54.2 Epidemiologie
54.3 Anatomie
54.3.1 Anatomie und Physiologie der Frau
54.3.2 Anatomie und Physiologie des Mannes
54.4 Ätiopathogenese
54.5 Klassifikation
54.5.1 Belastungsinkontinenz
54.5.2 Dranginkontinenz
54.5.3 Mischharninkontinenz
54.5.4 Inkontinenz bei neurogener Detrusorhyperaktivität
54.5.5 Inkontinenz bei chronischer Harnretention
54.5.6 Extraurethrale Inkontinenz
54.5.7 Enuresis
54.5.8 Weitere Formen
54.6 Diagnostik
54.6.1 Anamnese
54.6.2 Fragebögen
54.6.3 Miktionsprotokoll
54.6.4 Klinische Untersuchungen
54.6.5 Apparative Diagnostik
54.7 Therapie
54.7.1 Behandlungsalgorithmus
54.7.2 Konservative Basismaßnahmen
54.7.3 Medikamentöse Therapie
54.7.4 Operative Therapie
54.8 Literatur
55 Beckenbodendysfunktionen der Frau
55.1 Einleitung
55.2 Anatomie des Beckenbodens
55.2.1 Muskulatur
55.2.2 Bindegewebige Stützstrukturen des Beckenbodens
55.3 Funktionen des Beckenbodens
55.3.1 Belastungskontinenz
55.3.2 Miktion
55.3.3 Stabilität an der Blasenbasis und Zone der kritischen Elastizität
55.4 Dysfunktionen des Beckenbodens
55.4.1 Belastungsharninkontinenz
55.4.2 Blasenentleerungsstörungen bei vaginalem Prolaps
55.4.3 Überaktive Blase als Folge von vaginalem Prolaps
55.4.4 Nykturie als Folge von apikalem vaginalem Prolaps
55.4.5 Tethered Vagina Syndrome
55.4.6 Beckenschmerzen als Folge von apikalem Prolaps
55.4.7 Posteriores Fornixsyndrom
55.5 Diagnostischer Algorithmus und simulierte Operationen
55.6 Literatur
Teil XI Blasenentleerungsstörungen im Kindesalter
56 Obstruktive Blasenentleerungsstörungen
56.1 Einleitung
56.2 Hintere Harnröhre
56.2.1 Harnröhrenklappen
56.2.2 Harnröhrenstenosen
56.3 Vordere Harnröhre
56.3.1 Anteriore Harnröhrenklappe, Harnröhrendivertikel
56.3.2 Meatusstenose
56.3.3 Seltene Obstruktionen der Harnröhre
56.4 Literatur
57 Funktionelle Blasenentleerungsstörungen
57.1 Einleitung
57.2 Differenzialdiagnose Harninkontinenz im Kindesalter
57.3 Entwicklung der Blasenkontrolle
57.4 Terminologie
57.5 Symptomatik
57.5.1 Überaktive Blase (OAB) mit Dranginkontinenz
57.5.2 Dysfunktionelle Entleerung
57.5.3 Miktionsaufschub und die schwache, unteraktive Blase
57.5.4 Giggle- oder Lachinkontinenz
57.6 Komorbiditäten
57.7 Diagnostik
57.7.1 Anamnese und körperliche Untersuchung
57.7.2 Uroflowmetrie
57.8 Therapie
57.9 Literatur
58 Enuresis
58.1 Miktionsentwicklung
58.2 Terminologie
58.2.1 Suptypen der Enuresis
58.3 Inzidenz
58.4 Ätiologie und Pathophysiologie
58.5 Diagnostik
58.5.1 Nächtliche Polyurie
58.6 Therapie
58.6.1 Medikamentöse Therapie
58.6.2 Blasenkonditionierung durch Weckapparate – apparative Verhaltenstherapie
58.6.3 Urotherapie
58.6.4 Was tun bei Versagen der Ersttherapie?
58.7 Literatur
Teil XII Harnableitung
59 Harnableitung
59.1 Definition und Nomenklatur
59.2 Pathophysiologische Grundlagen
59.2.1 Oberer Harntrakt
59.2.2 Stoffwechselstörungen
59.2.3 Malabsorptionssyndrome
59.2.4 Karzinomrisiko
59.2.5 Lebensqualität des Patienten
59.2.6 Konstruktionsprinzipien kontinenter intestinaler Harnreservoire
59.2.7 Kontinenzmechanismen
59.3 Formen der Harnableitung
59.3.1 Zystostomie und Nephrostomie
59.3.2 Ureterokutaneostomie
59.3.3 Ileumconduit
59.3.4 Kolonconduit
59.3.5 Neoblasen
59.3.6 Harnableitung in den Dickdarm
59.3.7 Mainz-Pouch II
59.3.8 Ersatzblasen mit kontinentem Stoma
59.4 Blasenaugmentation
59.4.1 Operationstechniken
59.5 Undiversion
59.6 Harnleiterersatz
59.7 Tissue Engineering
59.8 Literatur
Teil XIII Gynäkologische Urologie
60 Gynäkologische Urologie
60.1 Einleitung
60.2 Reizblase (Overactive Bladder)
60.2.1 Ätiologie und Symptomatik
60.2.2 Diagnostik
60.2.3 Innervation
60.2.4 Pathophysiologie und Klassifikation
60.2.5 Therapie
60.2.6 Meatusstenose und distale Urethrastenose
60.2.7 Urethralkarunkel, Polypen und Prolaps
60.2.8 Urethradivertikel
60.2.9 Interstitielle Zystitis
60.3 Blasenentleerungsstörungen
60.3.1 Ätiologie
60.3.2 Symptomatik
60.3.3 Diagnostik
60.3.4 Pathophysiologie und Klassifikation
60.3.5 Therapie
60.4 Urologische Schwangerschaftskomplikationen
60.4.1 Physiologie der Harnwege in der Schwangerschaft
60.4.2 Diagnostik
60.4.3 Schwangerschaftspyelonephritis
60.4.4 Urolithiasis
60.4.5 Differenzialdiagnose der Nephropathien in der Schwangerschaft
60.4.6 Präexistente Harntraktanomalien
60.4.7 Nierentransplantation
60.5 Urologische Komplikationen gynäkologischer Erkrankungen
60.5.1 Endometriose
60.5.2 Radiozystitis
60.5.3 Iatrogene Läsionen der ableitenden Harnwege
60.5.4 Extrinsische Ureterobstruktionen
60.5.5 Vordere Exenteration bei gynäkologischen Malignomen
60.6 Literatur
Teil XIV Andrologie
61 Erektile Dysfunktion und andere penile Erkrankungen
61.1 Erektile Dysfunktion
61.1.1 Definition und Epidemiologie
61.1.2 Anatomie
61.1.3 Physiologie
61.1.4 Pathophysiologie der Erektion
61.1.5 Diagnostik
61.1.6 Therapie
61.2 Penisdeviationen
61.2.1 Kongenitale Penisdeviation
61.2.2 Erworbene Penisdeviation
61.2.3 Induratio penis plastica
61.3 Priapismus
61.3.1 Definition und Epidemiologie
61.3.2 Einteilung und Symptomatik
61.3.3 Ätiologie
61.3.4 Diagnostik
61.3.5 Therapie
61.4 Penisfraktur
61.4.1 Ätiologie und Symptomatik
61.4.2 Diagnostik
61.4.3 Therapie
61.5 Literatur
62 Infertilität des Mannes und andrologische Mikrochirurgie
62.1 Einleitung
62.2 Begriffsbestimmung und Epidemiologie
62.2.1 Definition
62.2.2 Epidemiologie
62.3 Ätiologie
62.3.1 Anatomische Faktoren
62.3.2 Endokrine Faktoren
62.3.3 Genetische Faktoren
62.3.4 Entzündungsbedingte Faktoren
62.3.5 Immunologische Faktoren
62.3.6 Reaktive Sauerstoffspezies bei männlicher Fertilität
62.3.7 Andere Umweltfaktoren
62.3.8 latrogene Faktoren
62.3.9 Noxen
62.3.10 Genitalveränderungen
62.3.11 Idiopathische Störungen
62.4 Pathogenese
62.5 Diagnostik
62.5.1 Anamnese
62.5.2 Klinische Untersuchungen
62.5.3 Labordiagnostik
62.5.4 Hodenbiopsie
62.5.5 Nichtobstruktive Azoospermie (NOA)(1)
62.6 Therapie
62.6.1 Kausale Therapie
62.6.2 Operative Therapie
62.7 Weitere Ursachen männlicher Infertilität
62.7.1 Spermatozele
62.7.2 Maldeszensus und Kryptorchismus
62.7.3 Varikozele(2)
62.8 Vasektomie
62.8.1 Definition, Epidemiologie
62.8.2 Indikationen
62.8.3 Operative Techniken
62.8.4 Prognose, Komplikationen
62.9 Moderne reproduktionsmedizinische Verfahren (ART)
62.9.1 Homologe Insemination bei männlichem Sterilitätsfaktor
62.9.2 In-vitro-Fertilisation (IVF)
62.9.3 Intrazytoplasmatische Spermatozoeninjektion (ICSI)
62.9.4 Mikrochirurgische epididymale Gewinnung von Spermatozoen (MESA)
62.10 Literatur
Teil XV Nierentransplantation
63 Nierentransplantation
63.1 Einleitung
63.2 Terminales Nierenversagen
63.2.1 Inzidenz und Ätiologie
63.2.2 Klinik, Symptomatik
63.3 Nierenersatztherapie
63.3.1 Hämodialyse
63.3.2 Peritonealdialyse
63.3.3 Nierentransplantation
63.4 Geschichte der Nierentransplantation
63.5 Gesetzesgrundlage und Organisation der NTX in Deutschland
63.6 Organmangel: Ursachen und Lösungsansätze
63.6.1 Erweiterung der Spendekriterien
63.6.2 Lebendnierenspenden steigern
63.7 Organisation der Nierentransplantation in Deutschland
63.7.1 Organisation der Nierentransplantation von Nieren verstorbener Spender
63.7.2 Organisation der Nierentransplantation von Nieren lebender Spender
63.8 Evaluation und Vorbereitung des Empfängers
63.8.1 Allgemeine Vorbereitung
63.8.2 Urologische Aspekte der Vorbereitung
63.9 Operative Techniken der Nierenentnahme zur Transplantation
63.9.1 Nierenentnahme bei verstorbenen Spendern
63.9.2 Nierenentnahme bei lebenden Spendern
63.10 Operative Techniken der Nierentransplantation
63.10.1 Präparation der Spenderniere
63.10.2 Implantation
63.10.3 Operative Besonderheiten der Transplantation
63.11 Immunsuppression bei der Nierentransplantation
63.11.1 Wirkweise der Immunsuppression
63.11.2 Nebenwirkungen der Immunsuppression
63.11.3 Wirkstoffe
63.11.4 Behandlung einer Abstoßungsreaktion (Rejektion)
63.11.5 Behandlung der chronischen Allograft-Dysfunktion
63.12 Frühe Nachsorge und Frühkomplikationen
63.12.1 Nicht operationsbedingte Frühkomplikationen
63.12.2 Operationsbedingte Frühkomplikationen
63.13 Langzeitnachsorge und Spätkomplikationen
63.13.1 Operationsbedingte Spätkomplikationen
63.13.2 Nicht operationsbedingte Spätkomplikationen
63.13.3 Langfristige Nachsorge
63.14 Langzeitergebnisse der Nierentransplantation
63.15 Ausblick und Zukunft
63.16 Literatur
Teil XVI Notfälle
64 Urologische Traumatologie
64.1 Einleitung
64.2 Allgemeines
64.2.1 Inzidenz
64.2.2 Pathomechanismus
64.3 Verletzungen des Urogenitaltraktes
64.3.1 Nierentrauma
64.3.2 Harnleiterverletzung
64.3.3 Blasenruptur
64.3.4 Harnröhrenverletzung
64.3.5 Penisverletzung
64.3.6 Hodentrauma
64.3.7 Verletzungen des Urogenitaltraktes bei sexuellem Missbrauch
64.4 Harnableitung beim polytraumatisierten Patienten
64.5 Literatur
65 Urologische Notfälle
65.1 Einleitung
65.2 Anurie
65.2.1 Postrenale Anurie
65.2.2 Renale Anurie
65.2.3 Prärenale Anurie
65.3 Harnverhalt (Ischurie)
65.3.1 Ätiologie und Pathogenese
65.3.2 Symptomatik
65.3.3 Diagnostik
65.3.4 Therapie
65.4 Harnsteinkolik
65.4.1 Ätiologie und Pathogenese
65.4.2 Symptomatik
65.4.3 Diagnostik
65.4.4 Therapie
65.5 Urosepsis
65.5.1 Ätiologie und Pathogenese
65.5.2 Symptomatik
65.5.3 Diagnostik
65.5.4 Therapie
65.6 Makrohämaturie
65.6.1 Schmerzhafte Makrohämaturie
65.6.2 Schmerzlose Makrohämaturie
65.6.3 Blasentamponade
65.7 Akutes Skrotum
65.7.1 Hodentorsion
65.7.2 Hydatidentorsion
65.7.3 Epididymitis
65.7.4 Orchitis
65.7.5 Mumpsorchitis
65.7.6 Akute Hydrozele
65.7.7 Hodentumor
65.7.8 Hodenruptur
65.7.9 Inkarzerierte Leistenhernie
65.8 Priapismus
65.8.1 Ätiologie und Pathogenese
65.8.2 Symptomatik und Diagnostik
65.8.3 Therapie
65.9 Paraphimose
65.9.1 Ätiologie und Pathogenese
65.9.2 Diagnose
65.9.3 Therapie
65.10 Literatur
Teil XVII Genderdysphorie
66 Genderdysphorie
66.1 Einleitung
66.2 Epidemiologie
66.3 Ätiologie
66.4 Begriffsklärung
66.5 Diagnose als Zugang zum medizinischen System
66.5.1 Variation oder Pathologie
66.5.2 Geschlechtsinkongruenz und Minderheitenstress
66.5.3 Geschlechtsinkongruenz und Geschlechtsdysphorie
66.6 Behandlung der Genderdysphorie
66.6.1 Psychotherapie
66.6.2 Hormonelle Therapie
66.6.3 Chirurgische Therapie
66.7 Transsexualität und Diskriminierung
66.8 Literatur
Teil XVIII Urologie im Alter
67 Urologie im Alter
67.1 Einleitung
67.1.1 Demografischer Wandel
67.1.2 Sozioökonomische Aspekte des demografischen Wandels
67.2 Altersbedingte Veränderungen
67.2.1 Krankheit im Alter
67.2.2 Funktionale Gesundheit
67.2.3 Alter, Altern und Älterwerden
67.3 Therapieplanung bei älteren und alten Menschen
67.3.1 Geriatrisches Assessment
67.3.2 Praktisches Vorgehen beim geriatrischen Assessment
67.4 Geriatrische Syndrome
67.4.1 Delirantes Syndrom
67.4.2 Multimorbidität und Polypharmazie
67.5 Praktische Tipps bei der Arzneimittelverordnung geriatrischer Patienten
67.6 Literatur
Anschriften
Sachverzeichnis
Impressum/Access Code
1 Klinische Untersuchung
2 Labordiagnostik
3 Urinzytologie
4 Ultraschall
5 Transrektaler Ultraschall
6 Doppler-/Duplexsonografie
7 Strahlenschutz, interventionelle radiologische Methoden
8 Urologische Röntgendiagnostik
9 Computertomografie
10 Magnetresonanztomografie
11 Nuklearmedizin
12 PET und PET/CT bei urologischen Tumoren
13 Endoskopische Diagnostik
14 Urodynamik
C.-H. Sparwasser
Das Fachgebiet der Urologie umfasst alle Erkrankungen des weiblichen Harntraktes sowie des männlichen Harn- und Geschlechtsapparates, wobei sich aufgrund der pathophysiologischen Zusammenhänge und auch der anatomischen Nachbarschaft zu den Organen des kleinen Beckens, des Retroperitoneums und des Abdomens eine enge Verzahnung mit den verschiedensten Fachdisziplinen, wie Abdominal-, Gefäß- und Unfallchirurgie, Gynäkologie, Pädiatrie, innere Medizin mit Onkologie, Nephrologie und Endokrinologie sowie der Neurologie, ergibt.
Etwa 15% aller in der allgemeinärztlichen Praxis anfallenden Beschwerden oder Abnormalitäten betreffen das urologische Fachgebiet. Bei onkologischen Fragestellungen nimmt die Urologie eine zentrale Rolle ein, in Deutschland sind fast 40% aller bösartigen Neubildungen beim Mann im Urogenitalbereich lokalisiert.
Anamneseerhebung und primäre körperliche Untersuchung bilden die Grundlage für einen rationellen und sinnvollen Einsatz aller weiteren diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen.
Die Anamneseerhebung wird untergliedert in:
aktuelle Beschwerden,
Vorgeschichte mit
Familienanamnese und
Sozialanamnese.
Die Krankheitsvorgeschichte beinhaltet die Erfragung relevanter Begleit- oder Vorerkrankungen, bei Frauen eine gynäkologische Anamnese, die Frage nach einer allergischen Diathese (Kontrastmittel- oder Antibiotikaallergie) sowie die Erhebung der Medikamentenanamnese (z.B. Antikoagulanzien?) und des Nikotin-, Alkohol- oder Drogenkonsums.
Zur Klärung einer familiären Disposition sollte auf die Erhebung einer Familienanamnese nicht verzichtet werden. Fragen nach Beruf und sozialem Umfeld vervollständigen die Anamneseerhebung.
Die aktuellen Beschwerden werden in der Regel vom Patienten konkret und oft detailliert geschildert und als urologisch relevante Symptome unterteilt in:
Schmerz,
Miktionsstörung,
Urin- oder Ejakulatveränderung,
schmerzlose Veränderungen oder Funktionsstörungen des Genitale,
unspezifische Allgemeinsymptome.
Akuter Schmerz entsteht meist monokausal durch mechanische, thermische oder chemische bzw. entzündliche Einwirkung, der Ursprung chronischer Schmerzen ist dagegen oft schwer zu erkennen und häufig multifaktoriell bedingt. Bei chronischen Schmerzzuständen kommt Persönlichkeitsfaktoren und sozialen Einflüssen eine ungleich größere Bedeutung zu als bei dem auf eine drohende oder bereits eingetretene Gewebeschädigung hinweisenden akuten Schmerz. Das Erscheinungsbild von Schmerzsyndromen allein erlaubt keine verlässlichen Rückschlüsse auf deren Genese. Vielmehr können ähnliche Symptome auf einer völlig unterschiedlichen Ätiopathogenese beruhen und damit zu Fehldeutungen oder Fehlbehandlungen verleiten.
Im Urogenitaltrakt wird Schmerz in der Regel als Folge einer Organüberdehnung bei Obstruktion oder einer Entzündungsreaktion empfunden. Der Schmerz kann direkt im erkrankten Organ erfahren oder auf andere Organsysteme projiziert werden. Typische Schmerzformen sind in der Übersucht zusammengestellt.
Übersicht
Typische Schmerzformen
der gleichbleibende Organschmerz
die wellenförmig verlaufende Kolik
der durch den Untersucher auslösbare Tast- und Druckschmerz
Die Volumenzunahme des Nierengewebes durch ein entzündliches Ödem, eine chronische Obstruktion oder einen expansiven Tumor bewirkt eine schmerzhafte Kapseldehnung, die als ein dumpfer Dauerschmerz in die Kostovertebralregion mit Ausstrahlung in den Oberbauch und die Nabelgegend projiziert wird. Das prärenale Peritoneum parietale kann dabei gereizt werden, woraus eine abdominelle Abwehrspannung resultiert, die eine differenzialdiagnostische Abgrenzung intraabdomineller Krankheitsbilder wie z.B. Appendizitis, Divertikulitis, Cholezystitis oder Adnexitis erfordert ( ▶ Abb. 1.1).
Der Nierenorganschmerz ist typisch für eine akute Pyelonephritis oder einen paranephritischen Abszess. Hierbei ist das Nierenlager druck- und klopfempfindlich, die Symptomatik kann durch die entzündliche Psoasreizung mit Schonbeugung der Hüfte verstärkt werden.
Abb. 1.1 Schmerzausstrahlung bei verschiedenen intra- und retroperitonealen Erkrankungen.
Abb. 1.1a Gallenkolik.
Abb. 1.1b Cholezystitis
Abb. 1.1c Appendizitis.
Abb. 1.1d Pankreatitis.
Abb. 1.1e Nierenkolik.
Merke
Abzugrenzen hiervon sind immer die von den Patienten häufig in die Nierenregion projizierten „chronischen Kreuzschmerzen“, die meist durch statische oder degenerative Wirbelsäulenprobleme mit muskulären Verspannungen bedingt sind, aber dennoch zum Ausschluss eines urologischen Krankheitsbildes zwingen.
Die Kolik ist charakterisiert durch einen anfallsweise auftretenden, sich zu einer oft unerträglichen Intensität steigernden und dann plötzlich abklingenden Schmerz. Der typische Kolikpatient ist rastlos und unruhig. Häufigste Ursachen sind Konkremente, aber auch obstruierende Blutkoagel oder Tumorpartikel sowie abgestoßene Nierenpapillen, die zu einem Spasmus des Nierenbeckenkelchsystems oder des Ureters führen können. Aufgrund der teilweise gemeinsamen sensiblen Versorgung der Urogenitalorgane ist der Schmerzcharakter von der Lokalisation der Obstruktion abhängig. Bei Nierenkelch- oder -beckensteinen bleibt der Schmerz auf die Niere begrenzt, bei hohen Uretersteinen kann die Kolik in den Samenstrang und den Hoden ausstrahlen. Lumbale Uretersteine zeigen eine Hyperästhesie des ipsilateralen Skrotums bzw. der Labia majora. Beim prävesikalen Stein wird der Schmerz mehr im Bereich der Urethra und der Glans penis bzw. Klitoris mit gleichzeitiger Pollakisurie empfunden.
Häufig finden sich bei Kolikschmerzen vegetative Begleitsymptome wie Übelkeit, Erbrechen, Darmatonie bis hin zu einem Kreislaufkollaps mit Blutdruckabfall und Pulsbeschleunigung. Ähnliche Symptome sind auch bei verschiedenen Erkrankungen des Abdomens sowie des kleinen Beckens möglich, diese müssen daher in die differenzialdiagnostischen Überlegungen einbezogen werden ( ▶ Abb. 1.1).
Blasenschmerzen entstehen aufgrund einer Harnretention bei infravesikaler Obstruktion oder sind entzündlicher Genese. Die akut überdehnte Blase (Harnverhalt) führt zu heftigsten suprapubischen Schmerzen, während Patienten mit chronischer Überdehnung der Blase, z.B. bei neurogenen Störungen, oft keine oder nur geringe Beschwerden schildern. Akute Entzündungen zeigen einen suprapubischen Spontan- und Druckschmerz, permanente Blasenschmerzen können Ausdruck einer Schrumpfblase (nach Strahlentherapie, interstitieller Zystitis, Tuberkulose) sein. Die Blasenschmerzen treten in der Regel in Kombination mit dysurischen Miktionsbeschwerden auf.
Lokale Prostatabeschwerden werden als perineales Druck- oder Spannungsgefühl geschildert. Defäkations- und Ejakulationsschmerzen in Verbindung mit dysurischen Beschwerden kennzeichnen die akute Entzündung oder den Prostataabszess. Die rektale Palpation ist dabei hochgradig schmerzhaft, der Analsphinkter oft spastisch kontrahiert.
Die Symptomatik der chronischen Prostatitis ist uncharakteristisch mit teils typischen Entzündungszeichen (Dysurie, Ausfluss, Pyo- oder Hämospermie), aber auch häufig durch unspezifische, diffuse Schmerzen im Genital- und Analbereich charakterisiert. Die beiden häufigsten Erkrankungen der Prostata, das Prostatakarzinom und die Prostatahyperplasie, sind üblicherweise nicht mit charakteristischen Prostataschmerzen verbunden.
Penile und urethrale Schmerzen weisen in der Regel direkt auf den Ort der Erkrankung hin. Erektionsabhängige Schmerzen werden häufig bei der Induratio penis plastica angegeben.
Bei tiefen Uretersteinen oder auch bei einer akuten Zystitis können die Schmerzen in die vordere Harnröhre oder die Glans penis projiziert werden.
Rasch einsetzenden Schmerzen im Skrotum liegt entweder ein Trauma, eine Hoden- oder Hydatidentorsion, eine akute Orchitis bzw. Epididymitis oder seltener eine inkarzerierte Skrotalhernie zugrunde. In allen Fällen ist der Hoden hochgradig druckempfindlich; das Hochlagern des Hodens wird bei der akuten Epididymitis – nicht aber bei einer Torsion – als schmerzlindernd empfunden (positives Prehn-Zeichen). Der Schmerz kann bei der Torsion urplötzlich („aus dem Schlaf heraus“) einsetzen, ist äußerst heftig und oft mit vasovagalen Reaktionen (Übelkeit, Erbrechen, Kollaps) verbunden. Bei der Epididymitis verläuft die Schmerzentwicklung im Allgemeinen protrahierter (innerhalb von Stunden), gleichzeitige dysurische Beschwerden sind charakteristisch.
Hydrozelen, Spermatozelen, Varikozelen und auch die Hodentumoren führen selten zu ausgeprägten lokalen Schmerzen, typischerweise berichten die Patienten über ein Schwere- oder Spannungsgefühl im Skrotum.
Merke
Unter normalen Bedingungen liegt die Blasenkapazität beim Erwachsenen zwischen 350–450 ml. Das Miktionsintervall beträgt bei einer mittleren Diurese von 70–100 ml/h tagsüber damit bei 4–6 Stunden.
Eine nächtliche Blasenentleerung ist nicht die Regel. Die gesunde Miktion erfolgt schmerz- und weitgehend restharnfrei mit einer Flussrate von 20–30 ml/s.
Praxis
Viele urologische Erkrankungen bedingen Änderungen des Miktionsverhaltens, die gezielt erfragt werden müssen und entscheidende Hinweise auf die ursächliche Störung geben können. Die Anwendung von validierten Fragebögen (z.B. International Prostate Symptom Score, IPSS) kann dabei hilfreich sein. Miktionsstörungen können in erheblichem Maße die Lebensqualität der betroffenen Patienten einschränken.
Bei der Anurie liegt eine Urinausscheidung von weniger als 100 ml/24 h, bei der Oligurie von weniger als 500 ml/24 h vor. Ursache ist ein akutes oder chronisches Nierenversagen renaler, prärenaler oder postrenaler (urologischer) Genese.
Als Differenzialdiagnosen kommen der akute Harnverhalt oder die Überlaufblase bei infravesikaler Obstruktion in Betracht.
Bei einer Urinausscheidung von über 2,8 l/24 h spricht man von Polyurie. Ursachen können sein:
vermehrte Flüssigkeitszufuhr,
Diuretika,
Diabetes mellitus,
Diabetes insipidus,
Entlastungspolyurie nach Nierenversagen.
Der Begriff der Dysurie beinhaltet alle Symptome der erschwerten und schmerzhaften Miktion.
Hiermit bezeichnet man das schmerzhafte Wasserlassen, wie es insbesondere bei Entzündungen des unteren Harntraktes, aber auch bei Fremdkörpern oder Tumoren vorkommen kann. Die terminale Algurie bei der Entleerung der letzten Urinportion ist typisch für Läsionen des Blasenhalsbereiches.
Eine erhöhte Miktionsfrequenz wird als Pollakisurie bezeichnet (tagsüber: Diurie, nachts: Nykturie). Zugrunde liegen kann eine Polyurie, die sich z.B. bei dekompensierter Herzinsuffizienz mit nächtlicher Flüssigkeitsausschwemmung als Nykturie äußert. In der urologischen Praxis wird die Pollakisurie meist durch Entzündungen oder Obstruktionen des unteren Harntraktes (benignes Prostatasyndrom) verursacht. Die Miktionsintervalle können auf Minuten verkürzt sein und die Patienten entleeren nur wenige Tropfen Urin.
Hierunter versteht man einen nicht unterdrückbaren Harndrang bei geringer Blasenfüllung. Ursächlich sind Entzündungen, Fremdkörper und Tumoren des unteren Harntraktes, aber auch neurogene Blasenentleerungsstörungen (z.B. autonome Blase), die alle letztlich auch zu einer Dranginkontinenz führen können.
Bedingt durch eine meist obstruktive infravesikale Störung kommt es zu Veränderungen des normalen Miktionsablaufes. Typische Symptome sind
verzögerter Miktionsbeginn,
Harnstrahlabschwächung,
verlängerte Miktionszeit oder
Restharngefühl.
Über Nachträufeln nach dem Urinieren wird häufig bei der Prostatahyperplasie geklagt, ursächlich kann aber auch ein Harnröhrendivertikel vorliegen. Eine stotternde Harnstrahlunterbrechung entsteht durch einen ventilartigen Verschluss des Blasenhalses unter der Miktion, z.B. bei Blasensteinen, kann aber auch Ausdruck einer neurogenen Störung (Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie) sein. Eine zweizeitige Miktion kann in der Folge eines vesikorenalen Refluxes oder eines Blasendivertikels entstehen. Die Palmurie bezeichnet eine fächerförmige Aufspreizung des Harnstrahles, bedingt durch Veränderungen der distalen Urethra oder des Meatus urethrae (z.B. Strikturen, Kondylomata).
Inkontinenz bedeutet das Unvermögen, den Urin willkürlich zurückzuhalten, wobei verschiedene Formen unterschieden werden müssen.
Hierunter wird der ständige Urinverlust verstanden, der auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen ist:
kongenital, z.B. Blasenekstrophie, ektope Uretermündung,
traumatische, iatrogene oder neurogene Läsion des Sphinkterapparates,
Fistelbildung, z.B. vesikovaginale Fistel.
Der Begriff Überlaufinkontinenz bezeichnet den Urinverlust bei chronischer Harnretention und einer Überlaufblase. Ursache ist eine infravesikale Obstruktion.
Hierbei handelt es sich um den Urinabgang bei imperativem Harndrang infolge von neurogen oder idiopathisch bedingten unwillkürlichen Detrusorkontraktionen (Detrusorhyperaktivität) oder Sensibilitätsstörungen (hypersensitive Blase), verursacht durch akute und chronische Zystitiden, chronische infravesikale Obstruktion oder neurogene Störungen.
Typisch hierbei ist der unwillkürliche Urinverlust bei intraabdomineller Druckerhöhung durch Husten, Niesen, Lachen, Heben etc. Ursachen können eine Beckenbodeninsuffizienz oder eine partielle Sphinkterschädigung sein.
Vorsicht
Die schmerzlose Makrohämaturie ist das Kardinalsymptom einer urogenitalen Neoplasie. Bei einer Makrohämaturie muss immer ein Karzinom im Urogenitaltrakt ausgeschlossen werden.
Die Makrohämaturie stellt ein für den Patienten alarmierendes Leitsymptom dar. Die initiale Form weist auf eine urethrale Blutungsquelle hin, terminale Blutbeimengungen des Urins entstehen infolge von Blutungen im Blasenhalsbereich.
Die totale Makrohämaturie zeigt eine intra- oder supravesikale Blutungsquelle an; eine schmerzhafte Makrohämaturie kann steinbedingt mit Koliken oder entzündlich (hämorrhagische Zystitis) mit dysurischen Beschwerden einhergehen. Auch bei dieser Form muss letztlich ein Malignom ausgeschlossen werden.
Eine Hämaturie kann durch eine Vielzahl von Nahrungsmitteln und Medikamenten, aber auch durch Stoffwechselerkrankungen (Porphyrie, Alkaptonurie) vorgetäuscht werden.
Eine trübe bis milchige Verfärbung des Urins bei sonst asymptomatischen Patienten ist oft harmlosen Ursprungs und die Folge der Ausfällung von Phosphaten im alkalischen Urin (Phosphaturie). Im Rahmen von Harnwegsinfekten kann es ebenfalls zur Urintrübung durch reichliche Ausscheidung von Leukozyten kommen (Leukozyturie, Pyurie).
Luft- oder Stuhlbeimengungen des Urins werden als Pneumaturie, bzw. Fäkalurie bezeichnet und sind praktisch immer Ausdruck einer vesikointestinalen Fistel.
Das Auftreten von Blut im Sperma ist in der Mehrzahl der Fälle idiopathisch bedingt (vegetatives Urogenitalsyndrom), kann aber auch als Folge einer Prostatitis, eines Traumas, einer Prostatahyperplasie und selten eines Prostatakarzinoms auftreten.
Typisch ist der rahmig-eitrige Fluor der Gonokokkenurethritis (Bonjour-Tropfen), nichtgonorrhoische Urethritiden zeigen eher ein wässrig-glasiges Sekret. Die weitere Abklärung erfordert spezielle mikroskopische und bakteriologische Untersuchungen.
Die im nachfolgenden genannten Erkrankungen des Genitales werden in späteren Abschnitten detailliert abgehandelt und daher hier nur tabellarisch aufgeführt:
kongenitale Veränderungen (Hypo-, Epispadie, Phimose),
Hauterkrankungen von Penis oder Skrotum,
Penistumoren,
Infertilität,
erektile Dysfunktion,
Hodenvergrößerung:
Hydrozele,
Spermatozele,
Varikozele,
Skrotalhernie,
Skrotalödem,
Hodentumor.
Appetitlosigkeit, Widerwillen gegen bestimmte Speisen, vermehrtes Durstgefühl, Gewichtsverlust, Schlaflosigkeit, Müdigkeit oder Fieber können neben zahlreichen anderen anamnestischen Angaben auch auf ein urologisches Grundleiden hinweisen und zu einer weiteren speziellen urologischen Diagnostik veranlassen.
Generell erfolgt auch die urologische Untersuchung nach dem allgemein gültigen Schema Inspektion, Palpation, Perkussion und Auskultation. Selbstverständlich ist die spezielle urologische Untersuchung durch eine adäquate Gesamtuntersuchung des Patienten zu ergänzen. Symptome und Befunde wie periphere Ödeme, Lymphknotenschwellungen, Gynäkomastie, Behaarungs- oder Wachstumsanomalien können auch durch ein primär urologisches Krankheitsbild erklärt sein und bedürfen meist einer weiteren Abklärung.
Die Inspektion der Flankenregion wird am günstigsten beim stehenden oder sitzenden Patienten vorgenommen. Eine Schonhaltung mit konvexer Skoliose zur gesunden Seite kann einen entzündlichen Nierenprozess mit Psoasreizung anzeigen.
Bei sehr schlanken Patienten kann eine große Raumforderung als sichtbare Vorbuckelung imponieren. Eine lokale Rötung oder ein Ödem weisen auf eine renale oder pararenale Entzündung hin.
