Praxis der Urologie -  - E-Book

Praxis der Urologie E-Book

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Beschreibung

Das Standardwerk der Urologie - sicher durch Weiterbildung und Prüfung

Profitieren Sie vom Wissen der angesehensten Experten der Urologie und gewinnen Sie Sicherheit und Kompetenz für die Weiterbildung und danach.

Die gesamte Urologie in 2 Bänden – umfassend und aktuell:

  • diagnostische Methoden – inklusive PET und PET-CT
  • einheitliche Gliederung und strukturierte Angaben zu jedem Krankheitsbild
  • evidenzbasierte Darstellung der therapeutischen Optionen in der Uro-Onkologie
  • das vollständige Wissen für die Prüfung

Neu:

  • noch übersichtlicher durch neues Layout
  • neue Kapitel zu Robotik, Beckenbodendysfunktion, Transgender, Urologie im Alter

Jederzeit zugreifen: Der Inhalt des Buches steht Ihnen ohne weitere Kosten digital in der Wissensplattform eRef zur Verfügung (Zugangscode im Buch). Mit der kostenlosen eRef App haben Sie zahlreiche Inhalte auch offline immer griffbereit.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 3666

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Praxis der Urologie

Dieter Jocham, Kurt Miller, Maximilian Burger, Mark Schrader

Andreas Al Ghazal, Thomas Bschleipfer, F.E.B.U., Matthias Trottmann, Daniel Vergho, Frank vom Dorp, Florian Martin Erich Wagenlehner, Wolfgang Weidner, Manfred Wirth, Wolf-Ingo Worret, Bernd Wullich, Klemens Budde, Stefan Denzinger, Thorsten Diemer, Johannes Dlugosch, Christian Doehn, Kurt Dreikorn, Thomas Enzmann, Martin Fassnacht, Marcel Fiedler, Peter Albers, Margit Fisch, Paolo Fornara, Uwe Frank, Hans-Martin Fritsche, Michael Fröhner, Günter Gerig, Markus Giessing, Bernt Göckel-Beining, Mark Goepel, Francesco Greco, MD, Bruno Allolio †, Hans G. Schiefer †, Bernhard Grubmüller, Jürgen Erich Gschwend, Alfons Gunnemann, Peter Gutjahr, Bernhard Haid, F.E.A.P.U., F.E.B.U., Oliver Hakenberg, Dirk Hellwig, Jochen Heß, Hans Heynemann, Martha Holtfreter, Meinrad Beer, Rolf Hubmann †, Klaus Kapelari, Felix Kawan, Gusztav Kiss, Tobias Klatte, Jan-Thorsten Klein, F.E.B.U., Klaus Kleinschmidt, Sabine Kliesch, Astrid Klinger, Helmut Heinz Knispel, Ekkehardt Bismarck, Thomas Knoll, Arkadius Kocot, Jens W. Köllermann, Walter Krause †, Katharina Kuhlencord, Frank Kunath, Steffen Lebentrau, Herbert Leyh, Bernhard Liedl, Anja Lingnau, Alexander Sascha Brandt, Achim Lusch, Giuseppe Magistro, Matthias May, Nasreldin Mohammed, René Müller-Wille, Matthias Oelke, Falk Ohl, Josef Oswald, Wolfgang Otto, Walter Pauer, Kai Alexander Probst, Chris Protzel, Jens Jochen Rassweiler, Joachim Richter, Silke Riechardt, Hubertus Riedmiller, Stephan Roth, Wolfgang H. Rösch, Herbert Rübben, Iris Rübben, Peter W. Brühl †, Sebastian C. Schmid, Bernd J. Schmitz-Dräger, Marco J. Schnabel, Martin Schostak, Andreas G. Schreyer, Stefan Schumacher, J. Ullrich Schwarzer, Shahrokh F. Shariat, Armin Soave, Christoph-Hans Sparwasser, Johannes Bründl, Herbert Sperling, Raimund Stein, Carsten Stephan, Jens-Uwe Stolzenburg, Christa Strasser, Michael Straub, Christian Stroszczynski , Dogu Teber, Joachim Wilhelm Thüroff

4., vollständig überarbeitete Auflage

1340 Abbildungen

Vorwort

Die 4. Auflage des Lehrbuchs „Praxis der Urologie“ erscheint 2020 - ein Vierteljahrhundert nach der Erstauflage im Jahr 1993, auf die in 2003 und 2007 zwei weitere Auflagen folgten. Die „Praxis der Urologie“ ist somit bereits seit 25 Jahren der Begleiter der Urologen als deutschsprachiges Standardlehrbuch.

Die Verkürzung der Halbwertszeit medizinischen Wissens schreitet auch in der Urologie kontinuierlich fort. Vor diesem Hintergrund steht die Rolle eines klassischen Standardwerks aktuell noch stärker auf dem Prüfstand als in der Vergangenheit. Interessanterweise bejahen die wissenschaftlich-medizinische Community und die Praxis des Tagesgeschäfts die fortbestehende Wertigkeit des klassischen Lehrbuchs als Rahmen überdauernden Fachwissens, in den sich elektronisch abrufbare „Late News“ einfügen lassen. Die 4. Ausgabe unterstützt dieses Zusammenwirken durch einfachen elektronischen Zugriff auf die Inhalte einschließlich der Tabellen und Abbildungen – online in der Wissensplattform eRef und offline in der eRef-App. Die Freischaltung erfolgt über den Zugangscode im vorderen Buchdeckel.

Die Zahl der Herausgeber hat sich unter Hinzuziehung zweier jüngerer Kollegen, Maximilian Burger, Regensburg, und Mark Schrader, Berlin, verdoppelt, um den Generationenwechsel einzuleiten. Die beiden bisherigen Herausgeber begrüßen die hinzugekommenen Kollegen auf das Herzlichste und danken für die vielen zukunftsorientierten Anregungen und den enormen persönlichen Einsatz.

Nahezu alle Kapitel wurden komplett überarbeitet, überwiegend durch neue, spezialisierte Autorenteams. Dabei fanden die zahlreichen wegweisenden und z.T. kritisch-konstruktiven Anregungen aus der Leserschaft erneut breite Beachtung. Hierfür sprechen die Herausgeber allen diesbezüglich Aktiven ihren besonderen Dank aus.

Der Dank gilt auch allen Autoren – sowohl denen, die ihren Platz altersbedingt zur Verfügung gestellt und dabei doch den Übergang unterstützend begleitet haben, als auch den bisherigen und neuen Experten. Wir danken für die von ihnen geleistete Arbeit, aber auch für ihre überwiegende Termintreue.

Als Herausgeber schätzen wir sehr die hervorragende Zusammenarbeit mit dem kompetenten, engagierten, innovativen, konstruktiven und bei Bedarf auch geduldigen Team des Thieme Verlags, das ganz entscheidend zum Erfolg unseres gemeinsamen Projekts, aktuell und bei langer Verlagszugehörigkeit bereits seit vielen Jahren, beigetragen hat.

Aus dem Kreis des großen Thieme Teams gilt unser besonderer Dank der Programmplanerin, der Herstellerin und den Projektmanagerinnen, die das Werk betreut haben.

Unseren Lesern wünschen wir viel Freude und Erfolg mit der aktuellen „Praxis der Urologie“.

Lübeck, Berlin, Regensburg, im Sommer 2020

Dieter Jocham, Kurt Miller, Maximilian Burger, Mark Schrader

Vorwort zur 1. Auflage

„Der Arzt, der einen Patienten behandelt, wird seine Therapie nach der Art seiner Ausbildung, seiner persönlichen Erfahrung, den Wünschen des Patienten und seiner eigenen Interpretation der maßgeblichen medizinischen Literatur ausrichten. Den Meinungsverschiedenheiten über den Wert einer Behandlung liegt dabei häufig die Tatsache zugrunde, dass der eigenen Erfahrung mehr vertraut wird als den Ergebnissen klinischer Studien.“

Diese Sätze aus dem Kapitel „Bewertungskriterien der Tumortherapie“ charakterisieren treffend die weitverbreitete Basis ärztlichen Handelns. Die Flut an Fachliteratur und die immer kürzere Halbwertszeit medizinischen Wissens machen einen rationalen Zugang zu den diagnostischen und therapeutischen Problemen in der täglichen Routine immer aufwendiger und schwieriger. Es ist unser Anliegen, den Kollegen in der Weiterbildung ebenso wie den Urologen in der Praxis mit diesem Lehrbuch eine Übersicht über den aktuellen Stand „urologischen Wissens“ zu vermitteln. Dabei wurde versucht, sowohl gesicherte Erkenntnisse als auch offene Fragen und kontroverse Meinungen gleichermaßen darzustellen.

Im allgemeinen Teil wurde angestrebt, die Grundlagen urologischer Diagnostik und Therapie unter besonderer Berücksichtigung der praktischen Bedürfnisse von Kollegen in der Weiterbildung zu zeigen. Ziel war es, häufige und bewährte Methoden so praxisnah zu schildern, dass sie direkt in den klinischen Alltag umgesetzt werden können. Die Kapitel „Urologische Implantate“, „Medizintechnik“, „Allgemeine onkologische Chemotherapie“, „Urologische Rehabilitation“ wurden aufgenommen, weil ihre Kenntnis für die praktische Arbeit des Urologen von Wichtigkeit ist, diese Themen jedoch in den meisten urologischen Lehrbüchern fehlt. Die Urologie hat sich in den letzten Jahren auch „operativ“ immer mehr von ihrem Mutterfach Chirurgie unabhängig gemacht. Dieser Tatsache wurde durch eine breite Darstellung allgemeiner Prinzipien der operativen Medizin Rechnung getragen, wie sie bisher oft nur in chirurgischen Lehrbüchern zu finden war.

Im speziellen Teil werden die einzelnen Krankheitsbilder unter den Gesichtspunkten Ätiogenese, Klinik, Diagnostik, Differenzialdiagnose und therapeutische Möglichkeiten diskutiert. Die operativen Verfahren werden im Zusammenhang mit der „zugehörigen“ Erkrankung dargestellt, häufige und wichtige Techniken sind anhand von Schemazeichnungen detailliert erklärt. Diese krankheitsbezogene Interpretation der Operationsverfahren soll eine rasche, synoptische Information vom Symptom bis zur Aufklärung über die Therapie erleichtern.

Historische Fakten, seltene und spezielle Verfahren wurden nur in den Grundzügen erwähnt oder so weit berücksichtigt, wie es für das Verständnis der Zusamm4nhänge erforderlich ist.

Ob die Zielsetzung des Buches den Erfordernissen der Urologen in Praxis und Klinik entspricht, wird schließlich die hoffentlich angeregte Diskussion mit den Lesern zeigen, zu der wir alle herzlich einladen möchten.

Wir bedanken uns bei den Autoren, die mit großem Aufwand ihr Wissen eingebracht haben, stets diskussionsbereit waren und damit die angestrebte praxisnahe Form des Buches ermöglicht haben.

Ganz besonders danken wir dem Thieme Verlag, an seiner Spitze Herrn Dr. h.c. Günther Hauff, für die Anregung zur Herausgabe dieses Buches und insbesondere Frau Dr. Gertrud Volkert für die gute und angenehme Zusammenarbeit sowie die großzügige Ausstattung des Buches.

Lübeck/Berlin, im Herbst 1993

Dieter Jocham, Kurt Miller

Inhaltsverzeichnis

Titelei

Vorwort

Vorwort zur 1. Auflage

Teil I Allgemeine UrologieI Urologische Diagnostik

1 Klinische Untersuchung

1.1 Einleitung

1.2 Anamnese

1.2.1 Schmerz

1.2.2 Miktionsstörung

1.2.3 Urin- oder Ejakulatveränderungen

1.2.4 Schmerzlose Veränderungen oder Funktionsstörungen des Genitales

1.3 Körperliche Untersuchung

1.3.1 Nieren

1.3.2 Harnblase

1.3.3 Penis

1.3.4 Skrotum

1.3.5 Digital-rektale Untersuchung (DRU)

1.3.6 Äußeres weibliches Genitale

1.3.7 Urogenitaler Neurostatus

1.4 Weiterführende Literatur

2 Labordiagnostik

2.1 Einleitung

2.2 Präanalytik

2.2.1 Indikationsstellung/Laboranforderung

2.2.2 Probengewinnung

2.3 Urologische Laborroutine

2.3.1 Entzündungsparameter

2.3.2 Nierenwerte

2.3.3 Urinlabor

2.4 Tumormarker in der Urologie

2.4.1 Hodenkarzinom/Hodenseminom

2.4.2 Prostatakarzinom

2.5 Literatur

3 Urinzytologie

3.1 Einleitung

3.2 Warum Urinzytologie?

3.3 Literatur

4 Ultraschall

4.1 Einleitung

4.2 Vorbereitung

4.3 Untersuchungsablauf

4.4 Technische Ausstattung

4.4.1 Schallkopf

4.4.2 Schnittebenen

4.4.3 Ultraschallkontaktgel

4.5 Befunddokumentation

4.6 Niere

4.6.1 Untersuchungstechnik

4.6.2 Sonografisches Erscheinungsbild

4.6.3 Form- und Lageanomalien

4.6.4 Raumforderungen der Niere

4.6.5 Diffuse Parenchymerkrankungen der Niere

4.6.6 Nierentransplantation

4.6.7 Nierenabszesse

4.6.8 Nierentrauma

4.6.9 Harnstauung

4.6.10 Nierensteine

4.7 Ureter

4.8 Harnblase

4.8.1 Restharn

4.8.2 Intravesikale Raumforderungen

4.8.3 Blasentumoren

4.8.4 Blasentamponade

4.8.5 Blasensteine

4.8.6 Intravesikale Fremdkörper

4.8.7 Blasendivertikel

4.8.8 Ureterozele

4.9 Prostata

4.10 Skrotalinhalt und Hoden

4.10.1 Untersuchungstechnik

4.10.2 Normalbefund

4.10.3 Pathologische Befunde

4.10.4 Akutes Skrotum

4.10.5 Entzündliche Veränderungen

4.10.6 Skrotaltrauma

4.10.7 Raumforderungen des Hodens

4.11 Penis

4.12 Beckenboden, Introitussonografie

4.13 Retroperitoneum

4.13.1 Untersuchungstechnik

4.13.2 Retroperitoneale Raumforderungen

4.13.3 Abszesse

4.14 Sonografiegezielte Punktion

4.15 Neuere Entwicklungen

4.16 Literatur

5 Transrektaler Ultraschall

5.1 Einleitung

5.2 Ultraschallebenen

5.3 Schallartefakte im TRUS

5.4 Zonale Anatomie der Prostata

5.5 Prostata im TRUS (im B-Bild Modus)

5.5.1 Normalbefund einer Prostata

5.5.2 Gutartige Veränderungen der Prostata und Samenblasen

5.5.3 Bösartige Veränderungen der Prostata

5.6 Prostatabiopsie

5.7 TRUS-Derivate

5.7.1 Kontrastmittelultraschall

5.7.2 Elastografie

5.7.3 Computergestützten Ultraschalldiagnostik/artifizielle neuronale Netzwerkanalyse

5.7.4 HistoScanning

5.8 Weitere bildgebende Zusatzdiagnostik der Prostata

5.8.1 MRT und multiparametrische Magnetresonanztomografie (mpMRT)

5.8.2 MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie

5.9 Literatur

6 Doppler-/Duplexsonografie

6.1 Physikalische Grundlagen

6.2 Niere

6.2.1 Transplantatniere

6.3 Harnblase

6.4 Prostata

6.5 Skrotum

6.5.1 Varikozele

6.5.2 Akutes Skrotum

6.6 Penis

6.6.1 Priapismus

6.6.2 Erektile Dysfunktion

6.7 Kontrastmittelultraschall

6.7.1 Niere

6.7.2 Refluxdiagnostik

6.7.3 Prostatakarzinom

6.7.4 Skrotum

6.8 Literatur

7 Strahlenschutz, interventionelle radiologische Methoden

7.1 Strahlenschutz

7.1.1 Effektive Dosis

7.1.2 Gesetzliche Grundlagen des Strahlenschutzes

7.1.3 Praktische Aspekte des Strahlenschutzes für das Personal

7.2 Allgemeine Aspekte der radiologischen Intervention

7.2.1 Einleitung

7.2.2 Patientenvorbereitung

7.2.3 Materialien in der interventionellen Radiologie

7.3 Spezielle radiologische Interventionen

7.3.1 Niere

7.3.2 Varikosis der Vena spermatica

7.3.3 High-Flow-Priapismus

7.3.4 Benigne Prostatahypertrophie

7.4 Literatur

8 Urologische Röntgendiagnostik

8.1 Allgemeines

8.2 Vorbereitung des Patienten

8.3 Röntgenleeraufnahme des Abdomens

8.3.1 Definition

8.3.2 Einstelltechnik

8.3.3 Gonadenschutz

8.3.4 Qualitätskriterien

8.3.5 Befundung

8.3.6 Diagnostische Wertigkeit

8.4 Verwendung von Kontrastmittel

8.4.1 Physiologie

8.4.2 Vorbereitung

8.4.3 Kontrastmittelgabe

8.4.4 Risiken und Kontraindikationen

8.5 Ausscheidungsurografie, intravenöse Urografie, intravenöses Pyelogramm

8.5.1 Definition

8.5.2 Technik und Bildfolge

8.5.3 Bildqualität

8.5.4 Befundung

8.5.5 Diagnostische Wertigkeit

8.5.6 Anwendungshinweise

8.6 Stein-Computertomografie (Stein-CT)

8.6.1 Definition

8.6.2 Befundung

8.6.3 Diagnostische Wertigkeit

8.7 Zystogramm

8.7.1 Definition

8.7.2 Technik

8.7.3 Befundung

8.7.4 Pathologie

8.8 Refluxzystogramm

8.8.1 Definition

8.8.2 Technik

8.8.3 Befundung

8.8.4 Definition

8.8.5 Technik

8.8.6 Befundung

8.8.7 Pathologie

8.9 Retrogrades Urethrogramm, Zysturethrogramm

8.9.1 Definition

8.9.2 Technik

8.9.3 Morphologie der Harnröhre

8.9.4 Befundung

8.9.5 Pathologie

8.10 Retrograde Ureteropyelografie

8.10.1 Definition

8.10.2 Anwendungshinweise

8.10.3 Technik

8.10.4 Befundung

8.10.5 Qualitätskriterien

8.10.6 Pathologie

8.11 Nephrostomogramm

8.11.1 Definition

8.11.2 Technik

8.11.3 Befundung

8.11.4 Anwendungshinweis

8.12 Literatur

9 Computertomografie

9.1 Einleitung

9.2 Historischer Rückblick und zukünftige Entwicklungen

9.3 Strahlenexposition und Nebenwirkungen

9.4 Niere

9.4.1 Protokolle bei Nierenraumforderungen

9.4.2 Benigne Nierentumoren

9.4.3 Maligne Nierentumoren

9.4.4 Perirenale Raumforderungen

9.5 Oberer Harntrakt, Ureter

9.5.1 Benigne Veränderungen

9.5.2 Konkremente

9.5.3 Maligne Veränderungen

9.6 Harnblase

9.6.1 Bildgebung und Stellenwert der CT

9.6.2 Benigne Veränderungen

9.6.3 Maligne Veränderungen

9.7 Prostata, Samenblasen, Urethra

9.8 Nebennieren

9.8.1 Benigne Veränderungen

9.8.2 Maligne Veränderungen

9.9 Weiterführende Literatur

10 Magnetresonanztomografie

10.1 Einleitung

10.2 Technische Grundlagen

10.3 Patientenvorbereitung

10.4 Niere

10.4.1 MRT-Protokolle bei Nierenraumforderungen

10.4.2 Benigne Nierentumoren

10.4.3 Maligne Nierentumoren

10.4.4 Perirenale Raumforderungen

10.5 Oberer Harntrakt, Ureter

10.6 Harnblase

10.7 Prostata, Samenblasen, Urethra

10.7.1 Grundlagen-MR mit MR-Anatomie

10.7.2 Benigne Veränderungen

10.7.3 Maligne Veränderungen

10.8 Nebennieren

10.8.1 Benigne Veränderungen

10.8.2 Maligne Veränderungen

10.9 Weiterführende Literatur

11 Nuklearmedizin

11.1 Einleitung

11.2 Physikalische und messtechnische Grundlagen der Nuklearmedizin

11.2.1 Radioaktivität

11.2.2 Strahlenschutzaspekte

11.2.3 Statistische Effekte bei Radioaktivitätsmessungen

11.2.4 Nachweis von Radioaktivität

11.2.5 In-vitro-Messungen von Radioaktivität

11.2.6 Sondenmessungen

11.2.7 Planare Szintigrafie

11.2.8 Sequenzszintigrafie und ROI-Technik

11.2.9 SPECT-Technik

11.2.10 SPECT-CT

11.3 Nierengängige Radiopharmaka

11.3.1 Klassische nierengängige Substanzen

11.3.2 Tc-99m-DTPA für die Messung der glomerulären Filtrationsrate

11.3.3 Tc-99m-MAG3 für die Nierenfunktionsszintigrafie

11.3.4 Tc-99m-DSMA für die statische Nierenszintigrafie

11.4 Nuklearmedizinische Diagnostik der Nieren und ableitenden Harnwege

11.4.1 Messung der Nieren-Clearance

11.4.2 Nierenfunktionsszintigrafie

11.4.3 Statische Nierenszintigrafie

11.4.4 Funktionsdiagnostik bei nephrotoxischen Therapien

11.5 Nuklearmedizinische Diagnostik außerhalb des Urogenitaltraktes

11.5.1 Skelettszintigrafie

11.5.2 Schilddrüse

11.5.3 Nebennieren

11.5.4 Wächterlymphknoten (Sentinel-Diagnostik)

11.5.5 Lokalisation eines Infektfokus

11.5.6 Notfalluntersuchungen außerhalb des Urogenitaltraktes

11.6 Radionuklidtherapie

11.6.1 Therapeutische Radionuklide

11.6.2 Palliative Schmerztherapie

11.6.3 PSMA-gerichtete Radionuklidtherapie

11.7 Strahlenschutzaspekte

11.7.1 Kontraindikationen

11.7.2 Strahlenexposition durch nuklearmedizinische Untersuchungen

11.8 Literatur

12 PET und PET/CT bei urologischen Tumoren

12.1 Einleitung

12.2 Überblick über die PET/CT-Technologie

12.2.1 Messtechnik

12.2.2 Klinische Anwendung

12.3 Radiopharmaka

12.3.1 F-18-Fluorodesoxyglukose

12.3.2 F-18-Natriumfluorid

12.3.3 Acetat- und Cholinderivate

12.3.4 PSMA-Liganden

12.3.5 Strahlenschutzaspekte

12.4 PET/CT bei verschiedenen Tumorentitäten

12.4.1 Prostatakarzinom

12.4.2 Hodentumoren

12.4.3 Nierenzellkarzinom

12.4.4 Urothelkarzinom

12.4.5 Harnblasenkarzinom

12.4.6 Peniskarzinom

12.5 Sozialmedizinische Aspekte und Kostenerstattung der PET

12.6 Literatur

13 Endoskopische Diagnostik

13.1 Einleitung

13.2 Urethrozystoskopie

13.2.1 Instrumentenkunde

13.2.2 Indikationen

13.2.3 Kontraindikationen

13.2.4 Praktische Durchführung

13.2.5 Mögliche Komplikationen

13.3 Ureterorenoskopie

13.3.1 Instrumentenkunde

13.3.2 Indikationen

13.3.3 Praktische Durchführung

13.3.4 Komplikationen

13.4 Perkutane endoskopische Diagnostik

13.4.1 Instrumentenkunde

13.4.2 Indikationen für die perkutane Nephroskopie

13.4.3 Kontraindikationen

13.4.4 Technik der perkutanen Endoskopie im Nierenhohlsystem

13.4.5 Komplikationen

13.5 Bildübertragung und Videoendoskopie

13.6 Virtuelle Endoskopie

13.7 Literatur

14 Urodynamik

14.1 Anatomie, Neuroanatomie und Physiologie

14.1.1 Harnblase

14.1.2 Urethra

14.1.3 Steuerung von Harnspeicherung und Miktion

14.1.4 Physiologie von Harnspeicherung und -entleerung

14.2 Anamnese und Basisuntersuchungen

14.2.1 Anamnese

14.2.2 Laboruntersuchungen

14.2.3 Körperliche Untersuchung

14.3 Uroflowmetrie (Harnstrahlmessung, Free-Flow), Flow-EMG und Restharnbestimmung

14.3.1 Untersuchungsziel

14.3.2 Indikation

14.3.3 Untersuchungsvoraussetzungen

14.3.4 Methodik und Messtechnik

14.3.5 Messparameter

14.3.6 Norm- und Grenzwerte

14.3.7 Messgenauigkeit und Artefakte

14.3.8 Flow-EMG

14.3.9 Restharnbestimmung

14.3.10 Schlussfolgerungen

14.4 Blasendruckmessung (Zystomanometrie)

14.4.1 Untersuchungsziel

14.4.2 Indikation

14.4.3 Patientenvorbereitung

14.4.4 Voraussetzungen der Untersuchung

14.4.5 Durchführung der Zystomanometrie

14.4.6 Normwerte der Zystomanometrie

14.4.7 Beckenboden-EMG

14.4.8 Provokationstests

14.4.9 Simultane Video-Urodynamik

14.4.10 Stellenwert der Urodynamik

14.5 Urethradruckprofil

14.5.1 Untersuchungsziel und Indikation

14.5.2 Methodik und Messtechnik

14.5.3 Norm- und Grenzwerte

14.5.4 Stellenwert des Urethradruckprofils

14.6 Langzeiturodynamik (ambulante Urodynamik)

14.6.1 Untersuchungsziel und Indikation

14.6.2 Methodik und Messtechnik

14.6.3 Artefakte, Limitationen und Stellenwert der Langzeiturodynamik

14.7 Literatur

Teil II Allgemeine operative Urologie

15 Perioperatives Management

15.1 Einleitung

15.2 Stratifizierung des perioperativen Risikos

15.2.1 Operationsrisiko

15.2.2 Anästhesierisiko

15.2.3 Klinische Risikoscores

15.2.4 Kardiopulmonale Belastungstests und Biomarker zur Einschätzung des perioperativen Risikos

15.3 Perioperative Antibiotikaprophylaxe in der Urologie

15.3.1 Durchführung

15.3.2 Indikationen der Antibiotikaprophylaxe

15.3.3 Dosierung der Antibiotikaprophylaxe bei speziellen urologischen Indikationen

15.4 Perioperativer Umgang mit Antikoagulanzien und Thrombozytenaggregationshemmern in der Urologie

15.4.1 Antikoagulanzien und Thrombozytenaggregationshemmer

15.4.2 Zusammenfassende Risikobewertung thromboembolischer Ereignisse und Darstellung eines adaptierten perioperativen Managements anhand der Blutungsrisiken urologischer Eingriffe

15.5 Verschiedene Aspekte eines progressiven perioperativen Patientenmanagements

15.5.1 Perioperatives Transfusionsmanagement

15.5.2 Perioperatives Schmerzmanagement in der Urologie

15.5.3 Prinzipien der Fast-Track-Surgery in der Urologie

15.6 Literatur

16 Operative Anatomie, Operationsvorbereitung, Zugangswege und postoperative Komplikationen

16.1 Einleitung

16.2 Operative Anatomie

16.2.1 Bauchwand

16.2.2 Bauchhöhle

16.2.3 Retroperitonealraum

16.2.4 Becken

16.2.5 Harnröhre

16.2.6 Äußeres männliches Genitale

16.3 Operationsvorbereitung

16.3.1 Operationsaufklärung

16.3.2 Prophylaxe postoperativer Infektionen

16.3.3 Lagerung

16.4 Zugangswege

16.4.1 Extraperitoneale Zugangswege zu Retroperitoneum und Becken

16.4.2 Transperitoneale Zugangswege zu Bauchhöhle, Retroperitoneum und Becken

16.4.3 Transvaginaler Zugang (weibliche Harnröhre)

16.4.4 Perinealer Zugang zu Prostata und Harnröhre

16.4.5 Zugänge zum äußeren männlichen Genitale

16.4.6 Zugangswege für laparoskopische und retroperitoneoskopische Operationen

16.4.7 Perkutaner Zugang zum harnableitenden System

16.4.8 Transurethraler Zugang

16.5 Darmchirurgie in der Urologie

16.5.1 Auswahl des Darmsegmentes

16.5.2 Operationstechnische Aspekte

16.6 Gefäßchirurgie in der Urologie

16.6.1 Instrumentarium, Nahtmaterial und Grundtechniken

16.6.2 Venöse Tumorthrombose

16.7 Postoperative Komplikationen

16.7.1 Klassifikation von Komplikationen

16.7.2 Thrombembolische Komplikationen

16.7.3 Wundinfektion

16.7.4 Blutung und Hämatom

16.7.5 Urinextravasation

16.7.6 Lymphozele und Chylaszites

16.7.7 Komplikationen nach Darmeingriffen in der Urologie

16.8 Literatur

17 Laparoskopie

17.1 Einleitung

17.2 Klinische Bedeutung

17.3 Medizinische und technische Voraussetzungen

17.3.1 Vorbereitungen des Patienten

17.3.2 Anästhesie und Lagerung

17.3.3 Geräte und Instrumentarium

17.4 Laparoskopische Eingriffe in der Urologie

17.4.1 Eingriffe an Niere, Nebenniere und harnableitenden System

17.4.2 Eingriffe im kleinen Becken und am inneren Leistenring

17.5 Onkologisches Outcome

17.5.1 Eingriffe im Retroperitonealraum

17.5.2 Zystektomie

17.6 Laparoskopie und das Abrechnungssystem nach Diagnosis Related Groups (DRG-System)

17.7 Forensische Aspekte, Problematik der Aus- und Weiterbildung für laparoskopische Eingriffe

17.8 Ausblick

17.9 Literatur

18 Robotisch assistierte Chirurgie

18.1 Einleitung

18.2 Historische Entwicklung der robotischen Chirurgie

18.3 Grundsätzlicher Aufbau des Systems

18.4 Ausbildung

18.4.1 Ausbildungskomponenten

18.4.2 Ausbildungsschritte

18.5 Einsatzmöglichkeiten der robotischen Chirurgie

18.6 Klinischer Stellenwert der robotischen Chirurgie in der Urologie

18.7 Medizinische und technische Voraussetzungen

18.7.1 Vorbereitung des Patienten

18.7.2 Anästhesie

18.7.3 Geräte und Instrumentarium

18.7.4 Trokarpositionierungen und Docking

18.7.5 Absolute und relative Kontraindikationen

18.8 Häufige robotisch assistierte Eingriffe in der Urologie

18.8.1 Robotisch assistierte Nephrektomie

18.8.2 Robotisch assistierte partielle Nephrektomie

18.8.3 Minimalinvasive Pyeloplastik (robotisch assistiert)

18.8.4 Robotisch assistierte radikale Prostatektomie (RARP)

18.8.5 Radikale Zystektomie (robotisch assistiert)

18.9 Robotisch assistierte Chirurgie im DRG-Zeitalter

18.10 Ausblick

18.11 Literatur

19 Urologische Wundbehandlung und Verband

19.1 Einleitung

19.2 Wundversorgung und Wunddrainage

19.2.1 Grundzüge der Wundheilung

19.2.2 Typen der Wundheilung

19.2.3 Störfaktoren der Wundheilung

19.2.4 Postoperative Wunddrainage

19.2.5 Nahttechnik und Nahtmaterialien

19.3 Verbandstechniken

19.3.1 Aufgaben des Verbands

19.3.2 Verbandmaterialien

19.4 Literatur

20 Stomaversorgung

20.1 Einleitung

20.2 Präoperative Phase

20.2.1 Vorbereitung des Patienten

20.2.2 Stomamarkierung

20.3 Postoperative Phase

20.3.1 Stomaversorgungsmethoden

20.3.2 Stomaversorgungsmaterialien

20.3.3 Weitere Hilfsmittel

20.4 Ambulante Phase

20.5 Komplikationen

20.5.1 Hautreaktionen

20.5.2 Pseudoepitheliale Hyperplasie

20.5.3 Hernienbildung

20.6 Adressen der Ausbildungsstätten

20.7 Weiterführende Literatur

Teil III Drainagen

21 Drainage des Harntraktes

21.1 Einleitung

21.2 Pathogenese katheterassoziierter Harnwegsinfektionen

21.2.1 Keimeinschleppung bei der Katheterisierung

21.2.2 Dynamik der Keimaszension

21.2.3 Biofilme an Katheteroberflächen

21.2.4 Katheterinkrustation und -obstruktion

21.3 Drainage des unteren Harntraktes

21.3.1 Harnröhrenkatheterismus

21.3.2 Externe Harnableitungsverfahren bei Harninkontinenz

21.3.3 Intermittierender Katheterismus

21.3.4 Suprapubischer Katheter

21.4 Drainage des oberen Harntraktes

21.4.1 Innere Harnleiterschienung

21.4.2 Subkutaner pyelovesikaler Bypass

21.4.3 Permanente endoluminale Stents

21.4.4 Perkutane Nierenfistel

21.5 Literatur

Teil IV Antibiotikatherapie und Krankenhaushygiene

22 Antibiotikatherapie und Krankenhaushygiene

22.1 Einleitung

22.2 Antibiotikatherapie

22.2.1 Indikationen für eine Antibiotikatherapie

22.2.2 Erregerisolierung vor Antibiotikatherapie

22.2.3 Blutkulturen

22.2.4 Falsche Diagnose

22.2.5 Implantate

22.2.6 Gesundheitlicher Zustand des Patienten

22.2.7 Lokalantibiotika

22.2.8 Empirische versus gezielte Antibiotikatherapie

22.2.9 Kontrolle des Therapieverlaufs

22.2.10 Nebenwirkungen und Wechselwirkungen von Antibiotika

22.2.11 Perioperative Antibiotikaprophylaxe

22.2.12 Multiresistente Erreger

22.3 Krankenhaushygiene

22.3.1 Allgemeine Hygienemaßnahmen

22.3.2 Prävention katheterassoziierter Harnwegsinfektionen

22.3.3 Postoperative Wundinfektionen

22.4 Literatur

Teil V Allgemeine Chemotherapie

23 Allgemeine onkologische Chemotherapie

23.1 Einleitung

23.2 Grundlagen der Chemotherapie

23.2.1 Wie funktioniert Chemotherapie?

23.2.2 Wie entsteht Zytostatikaresistenz?

23.2.3 Anforderungen an eine wirksame systemische Tumortherapie

23.2.4 Wie funktionieren targeted Therapy und Immuntherapie?

23.3 Zytostatika und ihre Toxizitäten

23.3.1 Alkylanzien

23.3.2 Antimetabolite

23.3.3 Topoisomerase beeinflussende Substanzen

23.3.4 Platinhaltige Substanzen

23.3.5 Spindelgifte

23.3.6 Antibiotika

23.3.7 Targeted Therapy und Immuntherapie

23.4 Durchführung einer systemischen Tumortherapie

23.4.1 Medizinische Voraussetzungen

23.4.2 Organisatorische Voraussetzungen

23.4.3 Applikation einer Chemotherapie

23.4.4 Paravasate

23.4.5 Unfälle

23.4.6 Entsorgung von Zytostatika und Zytostatikaabfällen

23.4.7 Targeted Therapy und Immuntherapie

23.5 Prävention und Therapie von Frühkomplikationen einer systemischen Tumortherapie

23.5.1 Chemotherapie

23.5.2 Targeted Therapy und Immuntherapie

23.6 Literatur

Teil VI Spezielle UrologieVI Fehlbildungen des Urogenitaltrakts

24 Nierenanomalien

24.1 Einleitung

24.2 Pränatale Diagnostik und postnatales Management

24.2.1 Pränatale Diagnostik

24.2.2 Prinzipien des postnatalen Managements pränatal diagnostizierter Nierenanomalien

24.3 Nierenagenesie (unilateral, bilateral)

24.4 Hypoplastische/multizystische Nierendysplasie

24.5 Zystische Nierenerkrankungen

24.5.1 Zystennieren

24.5.2 Markschwammniere

24.5.3 Multilokuläres Zystadenom der Niere

24.6 Anzahl-, Lage- und Rotationsanomalien

24.6.1 Doppelniere

24.6.2 Tiefe Nierendystopie

24.6.3 Nephroptose (syn. Ren mobilis, Senk- oder Wanderniere)

24.6.4 Inkomplette Rotation, Hyperrotation, verkehrte Rotation

24.7 Fusionsanomalien

24.7.1 Gekreuzte Dystopie

24.7.2 Hufeisenniere und andere symmetrische Fusionsanomalien

24.7.3 Asymmetrische Fusionsanomalien

24.8 „Anomalien“ des Nierenhohlsystems

24.8.1 Kelchdivertikel

24.8.2 Megakaliose

24.9 Anomalien der Gefäße

24.9.1 Retrokavaler Ureter

24.9.2 Fraley-Syndrom (Obstruktion des oberen Kelchhalses)

24.9.3 Aberrierende Arterien

24.9.4 Intrarenale Gefäßmissbildungen

24.9.5 Fibromuskuläre Hyperplasie der A. renalis

24.10 Literatur

25 Ureteropelvine Stenosen – Nierenbeckenabgangsenge

25.1 Einleitung

25.2 Epidemiologie

25.3 Ätiologie und Pathogenese

25.3.1 Ureteropelvine Stenose in abnormalen Nieren

25.3.2 Urodynamik der ureteropelvinen Stenose

25.3.3 Auswirkung auf das Nierenparenchym

25.4 Symptome

25.5 Diagnostik

25.5.1 Sonografische Diagnostik

25.5.2 Funktionsdiagnostik – Diureseszintigrafie

25.5.3 Magnetresonanztomografie

25.5.4 Miktionszysturethrogramm

25.6 Therapie

25.6.1 Grundlagen der Therapieentscheidung

25.6.2 Operative Therapie

25.6.3 Hitch-Prozedur

25.6.4 Postoperative Harnableitung nach Nierenbeckenplastik

25.6.5 Nephrektomie

25.7 Postoperative Nachsorge

25.8 Literatur

26 Harnleiteranomalien

26.1 Einleitung

26.2 Doppelniere, Harnleiterduplikatur

26.2.1 Definition

26.2.2 Epidemiologie

26.2.3 Ätiologie und Pathogenese

26.2.4 Symptomatik

26.2.5 Diagnostik

26.2.6 Differenzialdiagnosen

26.2.7 Therapie

26.3 Megaureter

26.3.1 Definition

26.3.2 Epidemiologie

26.3.3 Ätiologie und Pathogenese

26.3.4 Symptomatik

26.3.5 Diagnostik

26.3.6 Differenzialdiagnosen

26.3.7 Therapie

26.3.8 Nachsorge

26.4 Literatur

27 Vesikoureteraler und vesikorenaler Reflux

27.1 Einleitung

27.2 Klassifikation und Terminologie

27.2.1 Einteilung

27.3 Epidemiologie

27.4 Pathogenese

27.4.1 Primärer vesikoureteraler Reflux

27.4.2 Sekundärer vesikoureteraler und vesikorenaler Reflux

27.4.3 Refluxfolgen und Refluxnephropathie

27.5 Symptomatik

27.6 Diagnostik

27.6.1 Basisdiagnostik

27.6.2 Bildgebende Verfahren

27.6.3 Spezielle Diagnostik

27.6.4 Grundlegende Aspekte zur Indikationsstellung und Strukturierung der Diagnostik

27.7 Therapie

27.7.1 Konservatives Therapiemanagement

27.7.2 Endoskopische Refluxtherapie

27.7.3 Operative Refluxkorrektur

27.8 Nachsorge

27.8.1 Nachsorge nach operativer Refluxkorrektur

27.8.2 Nachsorge bei konservativer Therapie

27.9 Literatur

28 Ureterozele

28.1 Einleitung

28.2 Definition und Terminologie

28.2.1 Klassifikation nach Ericsson

28.2.2 Einteilung nach Stephens

28.2.3 Klassifikation nach Schulman

28.3 Embryologie

28.4 Epidemiologie

28.5 Anamnese und körperliche Untersuchung

28.6 Bildgebende Diagnostik

28.6.1 Sonografie

28.6.2 Miktionszystourethrogramm

28.6.3 Ausscheidungsurogramm

28.6.4 Szintigrafie

28.6.5 Zystoskopie

28.7 Therapieverfahren

28.7.1 Intravesikale Ureterozelen

28.7.2 Ektope Ureterozelen

28.8 Schlussbemerkung

28.9 Literatur

29 Unterer Harntrakt

29.1 Einleitung

29.2 Hypospadie

29.2.1 Definition und Klassifikation

29.2.2 Inzidenz

29.2.3 Embryologie

29.2.4 Ätiologie

29.2.5 Diagnostik

29.2.6 Therapie

29.3 Epispadie-Ekstrophie-Komplex

29.3.1 Inzidenz

29.3.2 Embryologie

29.3.3 Blasenekstrophie

29.3.4 Epispadie

29.4 Seltene Harnröhrenanomalien

29.4.1 Atresie, Striktur

29.4.2 Harnröhrendivertikel

29.4.3 Megalourethra

29.4.4 Überzählige Harnröhre

29.5 Blasendivertikel

29.5.1 Ätiologie

29.5.2 Diagnostik

29.5.3 Symptomatik

29.5.4 Therapie

29.6 Literatur

30 Sexuelle Differenzierung

30.1 Einleitung

30.2 Morphologische Entwicklung des Genitales

30.2.1 Chromosomale und gonadale Geschlechtsentwicklung

30.2.2 Gemeinsame Genitalentwicklung – indifferente Geschlechtsentwicklung

30.2.3 Männliche Genitalentwicklung

30.2.4 Weibliche Genitalentwicklung

30.3 Entwicklungsstörungen der Genitalgänge und des äußeren Genitale

30.3.1 Genetisch männliche Individuen

30.3.2 Genetisch weibliche Individuen

30.4 Literatur

31 Äußeres männliches Genitale

31.1 Maldescensus testis, Hodenhochstand

31.1.1 Begriffsbestimmung

31.1.2 Epidemiologie

31.1.3 Embryologie, Ätiologie

31.1.4 Fertilität, Tumorrisiko

31.1.5 Diagnostik

31.1.6 Therapie

31.1.7 Prune-Belly-Syndrom

31.2 Phimose

31.2.1 Epidemiologie, Bedeutung

31.2.2 Embryologie und Ätiologie

31.2.3 Diagnostik

31.2.4 Therapie

31.3 Hydrozele

31.3.1 Epidemiologie und Ätiologie

31.3.2 Diagnostik

31.3.3 Therapie

31.4 Spermatozele

31.4.1 Epidemiologie

31.4.2 Definition

31.4.3 Ätiologie

31.4.4 Symptomatik

31.4.5 Diagnostik

31.4.6 Therapie

31.5 Ductus-deferens-Agenesie

31.5.1 Epidemiologie

31.5.2 Ätiologie

31.5.3 Symptomatik

31.5.4 Diagnostik

31.5.5 Therapie

31.6 Literatur

32 Äußeres weibliches Genitale

32.1 Urogynäkologische Probleme im Kindesalter

32.1.1 Labiensynechie

32.1.2 Hymen imperforatum

32.2 Blasenekstrophie-Epispadie-Komplex beim Mädchen

32.2.1 Weibliche Epispadie

32.2.2 „Klassische“ weibliche Blasenekstrophie

32.3 Disorders of Sex Development – Störungen der sexuellen Differenzierung

32.3.1 Diagnostisches und therapeutisches Management

32.3.2 46,XX DSD – adrenogenitales Syndrom

32.4 Literatur

Teil VII Entzündungen

33 Unspezifische urogenitale Entzündungen

33.1 Einleitung

33.2 Infektiologische Grundlagen

33.2.1 Pathogenese

33.2.2 Bakterien-Wirt-Wechselbeziehung

33.2.3 Bakterielle Virulenzfaktoren

33.2.4 Abwehrmechanismen des Wirts

33.2.5 Infektionsbegünstigende Faktoren (prädisponierende Faktoren, Risikofaktoren)

33.3 Grundlagen der mikrobiologischen Diagnostik und Therapie

33.3.1 Diagnostik

33.3.2 Therapie

33.4 Krankheitsbilder

33.4.1 Akute Pyelonephritis

33.4.2 Nierenabszess

33.4.3 Perinephritischer Abszess

33.4.4 Chronische Pyelonephritis (chronische interstitielle Nephritis)

33.4.5 Nekrotisierende Papillitis

33.4.6 Xanthogranulomatöse Pyelonephritis

33.4.7 Ureteritis

33.4.8 Zystitis

33.4.9 Prostatitis

33.4.10 Granulomatöse Prostatitis

33.4.11 Prostatovesikulitis

33.4.12 Epididymitis

33.4.13 Orchitis

33.4.14 Urethritis

33.4.15 Urethralsyndrom

33.4.16 Balanitis

33.4.17 Kavernitis und Morbus Fournier

33.4.18 Urosepsis und septischer Schock

33.5 Literatur

34 Harnwegsinfektionen bei Kindern

34.1 Epidemiologie von Harnwegsinfekten

34.2 Diagnostik

34.2.1 Anamnese

34.2.2 Symptome

34.2.3 Physikalischer Status

34.2.4 Harngewinnung

34.2.5 Streifentest

34.2.6 Typische Erreger einer Harnwegsinfektion

34.2.7 Erreger-Wirt-Interaktion

34.2.8 Laboruntersuchung

34.2.9 Bildgebende Diagnostik

34.3 Therapie

34.3.1 Antibiotikatherapie

34.4 Rezidivierende afebrile Harnwegsinfekte

34.4.1 Prophylaxe von rezidivierenden Harnwegsinfekten

34.5 Obstipation

34.6 Literatur

35 Sexuell übertragbare Krankheiten

35.1 Einleitung

35.2 Syphilis (Lues)

35.2.1 Inzidenz

35.2.2 Ätiologie

35.2.3 Symptomatik

35.2.4 Diagnostik

35.2.5 Therapie (S2k-Leitlinie: Diagnostik und Therapie der Syphilis; Stand 07/2014)

35.3 Gonorrhöe

35.3.1 Inzidenz

35.3.2 Ätiologie

35.3.3 Symptomatik

35.3.4 Diagnostik

35.3.5 Therapie

35.4 Ulcus molle

35.4.1 Ätiologie

35.4.2 Symptomatik

35.4.3 Diagnostik

35.4.4 Therapie

35.5 Lymphogranuloma inguinale

35.5.1 Inzidenz und Ätiologie

35.5.2 Symptomatik

35.5.3 Diagnostik

35.5.4 Therapie

35.6 Infektionen mit Chlamydia trachomatis beim Mann

35.6.1 Labordiagnostik der Chlamydien-Urethritis

35.6.2 Therapie

35.7 HIV-Infektion, Aids (Acquired Immune Deficiency Syndrome)

35.7.1 Inzidenz

35.7.2 Ätiologie

35.7.3 Definitionen

35.7.4 Krankheitsverlauf und Symptomatik

35.7.5 Diagnostik

35.7.6 Therapie

35.8 Literatur

36 Parasitäre Erkrankungen

36.1 Einleitung

36.2 Bilharziose

36.2.1 Epidemiologie und Ätiologie

36.2.2 Lebenszyklus und Biologie von Schistosoma haematobium

36.2.3 Pathologie der urogenitalen Bilharziose

36.2.4 Krankheitsbild und Symptomatik

36.2.5 Diagnostik

36.2.6 Komplikationen

36.2.7 Abklärung eines Genitalbefalls

36.2.8 Therapie

36.2.9 Prognose

36.3 Filariosen

36.3.1 Lebenszyklus und Biologie

36.3.2 Diagnostik

36.3.3 Therapie

36.4 Echinokokkose

36.4.1 Epidemiologie

36.4.2 Biologie und Lebenszyklus des Hundebandwurms

36.4.3 Symptomatik

36.4.4 Diagnostik

36.4.5 Therapie

36.4.6 Andere Wurmerkrankungen

36.5 Ektoparasitosen

36.5.1 Skabies

36.5.2 Läuse

36.5.3 Myiasis

36.5.4 Tungiasis

36.6 Literatur

37 Dermatosen des äußeren Genitale

37.1 Einleitung

37.2 Dermatosen im Inguinalbereich

37.2.1 Intertrigo

37.2.2 Erythrasma

37.2.3 Tinea inguinalis

37.2.4 Acne conglobata

37.2.5 Psoriasis vulgaris

37.2.6 Akantholytische Dermatosen

37.3 Dermatosen am Penis

37.3.1 Morbus Reiter

37.3.2 Morbus Zoon

37.3.3 Balanitis xerotica obliterans

37.3.4 Balanitis gangraenosa

37.3.5 Kranzfurchenlymphangitis

37.4 Dermatosen an Vulva und Vagina

37.4.1 Vaginitis

37.4.2 Miliaria rubra

37.4.3 Plasmazellvulvitis

37.4.4 Ulcus vulvae acutum

37.5 Bei beiden Geschlechtern auftretende Dermatosen

37.5.1 Erregerbedingte Erkrankungen

37.5.2 Dyschromien

37.5.3 Dermatologisch relevante Tumoren

37.5.4 Präkanzerosen

37.5.5 Maligne Tumoren

37.6 Literatur

Teil VIII Steinerkrankungen

38 Pathogenese und konservative Therapie

38.1 Einleitung

38.2 Allgemeine Aspekte

38.2.1 Epidemiologie

38.2.2 Klassifikation

38.2.3 Ätiologie

38.2.4 Risikofaktoren

38.2.5 Symptomatik

38.2.6 Diagnostik

38.2.7 Konservative Steintherapie

38.3 Steinartspezifische Konzepte

38.3.1 Kalziumoxalatsteine

38.3.2 Kalziumphosphatsteine

38.3.3 Stoffwechselstörungen mit assoziierter Kalziumsteinbildung

38.3.4 Infektsteine (Struvit)

38.3.5 Harnsäure- und Uratsteine

38.3.6 Zystinsteine

38.3.7 2,8-Dihydroxyadeninsteine

38.3.8 Xanthinsteine

38.3.9 Sonstige Harnsteine – Raritäten

38.4 Literatur

39 Interventionelle Steintherapie

39.1 Einleitung

39.2 Indikation zur aktiven Therapie

39.2.1 Harnleitersteine

39.2.2 Nierensteine

39.2.3 Infizierte Harnstauungsniere

39.2.4 Steinzusammensetzung

39.2.5 Steinstraße

39.3 Wahl des interventionellen Verfahrens

39.3.1 Nierensteine

39.3.2 Harnleitersteine

39.4 Präoperative Vorbereitung und spezielle Situationen

39.4.1 Diagnostik

39.4.2 Aufklärung

39.4.3 Antikoagulation

39.5 Extrakorporale Stoßwellentherapie

39.5.1 Indikationen und Kontraindikationen

39.5.2 Durchführung

39.5.3 Nachsorge

39.5.4 Komplikationen

39.6 Ureterorenoskopie

39.6.1 Indikationen und Kontraindikationen

39.6.2 Operativer Ablauf einer semirigiden Ureterorenoskopie

39.6.3 Vorgehen bei flexibler Ureterorenoskopie

39.6.4 Harnleiterschiene (Doppel-J-Katheter)

39.6.5 Nachsorge

39.6.6 Komplikationen

39.7 Perkutane Nephrolithotripsie

39.7.1 Indikationen und Kontraindikationen

39.7.2 Durchführung

39.7.3 Nachsorge

39.7.4 Komplikationen

39.8 Intrakorporale Lithotripsie

39.8.1 Pneumatische Lithotripsie

39.8.2 Ultraschallbasierte Lithotripsie

39.8.3 Holiumlaser-Lithotripsie (2100 nm)

39.9 Literatur

Teil IX Tumoren

40 Pathologie der wichtigsten Tumorarten

40.1 Nierentumoren

40.1.1 Allgemeine Vorbemerkungen

40.1.2 Histologische Tumortypisierung

40.1.3 Häufige benigne Tumoren

40.1.4 Häufigste maligne Tumoren

40.1.5 Tumorgrading

40.1.6 Seltene hereditäre und nicht hereditäre Tumore

40.2 Tumore der ableitenden Harnwege

40.2.1 Allgemeine Vorbemerkungen

40.2.2 Tumortypisierung

40.2.3 Grading

40.2.4 Staging

40.2.5 Urinzytologie

40.3 Prostatakarzinom

40.3.1 Anatomie und Histologie der normalen Prostata

40.3.2 Klassifikation des Prostatakarzinoms

40.3.3 Morphogenese des gewöhnlichen Prostatakarzinoms

40.3.4 Grading des Prostatakarzinoms

40.3.5 Staging des Prostatakarzinoms

40.3.6 Allgemeines zur Gewebeaufarbeitung

40.3.7 Histopathologische Befundung von Prostatastanzbiopsien

40.3.8 Histopathologische Befundung des Prostatatektomiepräparates

40.3.9 Aussichten

40.4 Hodentumoren

40.4.1 Seminome

40.4.2 Nichtseminomatöse Keimzelltumoren (NKZT)

40.4.3 Verschiedene sonstige seltene Hodentumoren

40.5 Peniskarzinom

40.5.1 Vorstufen

40.5.2 Karzinom

40.6 Literatur

41 Nierentumoren

41.1 Einleitung

41.2 Benigne Nierentumoren

41.2.1 Nierenzyste

41.2.2 Onkozytom

41.2.3 Angiomyolipom

41.2.4 Andere benigne Nierentumoren

41.3 Nierenzellkarzinom

41.3.1 Inzidenz

41.3.2 Ätiologie

41.3.3 Symptomatik des Nierenzellkarzinoms

41.3.4 Diagnostik des Nierenzellkarzinoms

41.3.5 Nichtmetastasierte Nierenzellkarzinome

41.3.6 Therapie des nichtmetastasierten Nierenzellkarzinoms

41.3.7 Metastasiertes Nierenzellkarzinom

41.4 Literatur

42 Nebennierentumoren

42.1 Einleitung

42.2 Inzidenz und Ätiologie

42.3 Symptomatik

42.4 Diagnostik

42.4.1 Hypercortisolismus (Cushing-Syndrom)

42.4.2 Primärer Hyperaldosteronismus

42.4.3 Phäochromozytom

42.4.4 Nebennierenrindenkarzinom

42.4.5 Bildgebung

42.5 Therapie

42.5.1 Minimalinvasive Operation

42.5.2 Konventionelle, „offene“ Operation

42.5.3 Therapiebesonderheiten

42.6 Literatur

43 Urotheltumoren des oberen Harntraktes

43.1 Epidemiologie

43.2 Risikofaktoren

43.3 Histologie, Stadieneinteilung

43.3.1 Stadieneinteilung

43.3.2 Differenzierungsgrad

43.4 Symptomatik

43.5 Diagnostik

43.5.1 Klinische Untersuchung

43.5.2 Labordiagnostik

43.5.3 Endoskopie

43.5.4 Bildgebung

43.6 Therapie

43.6.1 Organerhaltendes Vorgehen

43.6.2 Adjuvante topische Therapie nach organerhaltender Therapie

43.6.3 Organablatives Vorgehen

43.6.4 Lymphknotendissektion

43.6.5 Topische Chemotherapie

43.6.6 Fortgeschrittene Erkrankung

43.6.7 Systemische Chemotherapie

43.6.8 Radiotherapie

43.7 Prognose

43.7.1 Molekulare Marker

43.8 Nachsorge

43.9 Literatur

44 Retroperitoneale Tumoren und Morbus Ormond

44.1 Einleitung

44.2 Retroperitoneale Tumoren

44.2.1 Epidemiologie

44.2.2 Pathologie und Klassifikation

44.2.3 Symptomatik

44.2.4 Diagnostik

44.2.5 Therapie

44.2.6 Prognose

44.2.7 Nachsorge

44.3 Morbus Ormond (retroperitoneale Fibrose)

44.3.1 Epidemiologie

44.3.2 Klassifikation, Ätiologie, Pathogenese und Pathologie

44.3.3 Symptomatik

44.3.4 Diagnostik

44.3.5 Therapie

44.3.6 Prognose und Nachsorge

44.4 Literatur

45 Maligne Tumoren der Harnblase

45.1 Einleitung

45.2 Epidemiologie

45.2.1 Inzidenz

45.2.2 Neuerkrankungen

45.2.3 Erkrankungsalter

45.2.4 Überlebensrate

45.2.5 Geschlecht

45.2.6 Familiäre Häufung

45.2.7 Ethnische Zugehörigkeit

45.3 Ätiologie und Risikofaktoren

45.3.1 Industrielle Noxen

45.3.2 Harnblasentumoren bei Rauchern

45.3.3 Harnblasentumoren anderer Ätiologie

45.3.4 Molekularbiologische Hintergründe der Blasenkrebsentstehung

45.4 Klassifikation

45.4.1 Primäre Blasentumoren

45.4.2 Sekundäre Blasentumoren

45.4.3 Klinisch-pathologische Klassifikation der malignen Blasentumoren (TNM-Klassifikation)

45.4.4 Histopathologische Einteilung der Blasentumoren

45.4.5 Seltene (nicht urothelial) differenzierte Blasentumoren

45.5 Klinische Symptomatik

45.5.1 Frühsymptome

45.5.2 Spätsymptome

45.6 Diagnostik

45.6.1 Früherkennung und Screening

45.6.2 Körperliche Untersuchung

45.6.3 Laboruntersuchungen

45.6.4 Urintests beim Blasenkarzinom

45.6.5 Vorgehen bei isolierter, asymptomatischer Mikrohämaturie als Zufallsbefund

45.6.6 Bildgebende Untersuchungsverfahren

45.6.7 Zystoskopie

45.6.8 Diagnostische transurethrale Elektroresektion (TUR)

45.6.9 Photodynamische Diagnose (PDD) des Blasenkarzinoms

45.7 Therapie des Blasenkarzinoms nach Stadien und Risikogruppen

45.7.1 Risikogruppen bei nicht muskelinvasiven Blasentumoren

45.8 Therapie des nicht muskelinvasiven Blasenkarzinoms

45.8.1 Therapie und Rezidivprophylaxe mit topischer Anwendung von Zytostatika und/oder Immunmodulatoren

45.8.2 Intravesikale Chemotherapie

45.8.3 Therapeutische Effizienz der topischen Chemotherapie

45.8.4 Intravesikale Immuntherapie

45.8.5 Weitere Ansätze in der intravesikalen Therapie

45.8.6 Zusammenfassung der Therapie nicht muskelinvasiver Blasentumoren

45.9 Therapie des muskelinvasiven Blasenkarzinoms

45.9.1 Perioperative Chemotherapie

45.9.2 Radikale Zystektomie

45.9.3 Blasenteilresektion

45.9.4 Multimodale, primär organerhaltende Therapie (TURB + Radiochemotherapie ± Salvage-Zystektomie)

45.10 Therapie des metastasierten Blasenkarzinoms

45.10.1 Erstlinientherapie bei Cisplatin-geeigneten Patienten mit metastasiertem Urothelkarzinom

45.10.2 Erstlinientherapie bei Cisplatin-ungeeigneten Patienten mit metastasiertem Urothelkarzinom

45.10.3 Zweitlinientherapie des metastasierten Blasenkarzinoms

45.10.4 Neue Substanzen: Immunmodulatorische Therapeutika

45.11 Palliative Maßnahmen beim fortgeschrittenen Blasenkarzinom

45.11.1 Blutende Tumorblase

45.12 Nachsorge

45.13 Rehabilitation

45.14 Literatur

46 Urethratumoren

46.1 Einleitung

46.2 Epidemiologie

46.3 Anatomische Grundlagen

46.3.1 Männliche Harnröhre

46.3.2 Weibliche Harnröhre

46.3.3 Lymphabflussverhältnisse

46.4 Histologie und Stadieneinteilung

46.4.1 Gutartige Tumoren

46.4.2 Bösartige Tumoren

46.5 Symptomatik

46.6 Diagnostik

46.6.1 Urethrozystoskopie

46.6.2 Biopsie

46.6.3 Lymphknotendiagnostik

46.7 Therapie und Prognose

46.7.1 Gutartige Tumoren

46.7.2 Bösartige Tumoren

46.8 Literatur

47 Prostatatumoren

47.1 Prostatakarzinom

47.1.1 Epidemiologie

47.1.2 Ätiologie

47.1.3 Screening und Früherkennung

47.1.4 Diagnostik

47.1.5 Therapie des lokal begrenzten und lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinoms

47.1.6 PSA-Anstieg nach kurativer Therapie

47.1.7 Therapie des metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinoms

47.1.8 Therapie des kastrationsresistenten Prostatakarzinoms

47.1.9 Nachsorge

47.1.10 Komplikationsmanagement

47.2 Sonstige Prostatatumoren

47.2.1 Prostatasarkom

47.2.2 Transitionalzellkarzinome

47.2.3 Samenblasentumoren

47.2.4 Lymphome in der Prostata

47.2.5 Sonstige Tumoren

47.3 Literatur

48 Hodentumoren

48.1 Einleitung

48.2 Inzidenz und Epidemiologie

48.3 Ätiologie

48.4 Risikofaktoren

48.5 Molekulare Pathogenese

48.6 Symptomatik

48.7 Diagnostik

48.7.1 Klinische Diagnostik

48.7.2 Operative Diagnostik

48.8 Klassifikation

48.8.1 Pathohistologische Klassifikation

48.8.2 Metastasierung

48.8.3 Klinische Klassifikation

48.9 Prognose

48.9.1 Klinisches Stadium I

48.9.2 Fortgeschrittene Stadien

48.10 Therapie

48.10.1 Seminome

48.10.2 Nichtseminome

48.10.3 Salvage-Chemotherapie bei therapierefraktären und rezidivierenden Hodentumoren

48.10.4 Residualtumorresektion

48.11 Komplikationen

48.11.1 Radiotherapie

48.11.2 Lymphadenektomie

48.11.3 Chemotherapie

48.11.4 Rolle der Chemotherapie bei Induktion von soliden Zweitmalignomen

48.11.5 Rolle der Radiotherapie bei der Entstehung von Zweitmalignomen

48.11.6 Hämatologische Zweitneoplasien

48.12 Nachsorge

48.13 Literatur

49 Peniskarzinom

49.1 Einleitung

49.2 Inzidenz, Pathogenese und Prävention

49.2.1 Risikofaktoren

49.2.2 Pathologie

49.2.3 Einteilung

49.2.4 Genetische Alterationen und Molekularpathologie

49.3 Symptomatik

49.4 Diagnostik

49.4.1 Primärtumor

49.4.2 Lymphknotendiagnostik

49.4.3 Fernmetastasen

49.5 Prognose

49.6 Therapie

49.6.1 Stadienadaptierte Therapie

49.6.2 Lymphadenektomie

49.6.3 Chemotherapie

49.7 Nachsorge

49.8 Literatur

50 Maligne Tumoren im Kindesalter

50.1 Einleitung

50.2 Wilms-Tumoren (Nephroblastome)

50.2.1 Inzidenz

50.2.2 Klassifizierung (Pathologie und Stadieneinteilung)

50.2.3 Symptomatik und Diagnostik

50.2.4 Therapie

50.2.5 Prognose

50.3 Neuroblastome

50.3.1 Inzidenz

50.3.2 Klassifizierung (Pathologie und Stadieneinteilung)

50.3.3 Symptomatik und Diagnostik

50.3.4 Therapie

50.3.5 Prognose

50.4 Rhabdomyosarkome

50.4.1 Inzidenz

50.4.2 Klassifizierung (Pathologie und Stadieneinteilung)

50.4.3 Symptomatik und Diagnostik

50.4.4 Therapie

50.4.5 Prognose

50.5 Hodentumoren

50.5.1 Inzidenz

50.5.2 Klassifizierung (Pathologie und Stadieneinteilung)

50.5.3 Symptomatik und Diagnostik

50.5.4 Therapie

50.5.5 Prognose

50.6 Behandlungstrends

50.7 Spätfolgen

50.7.1 Nachsorge

50.8 Literatur

Teil X Blasenentleerungsstörungen im Erwachsenenalter

51 Benignes Prostatasyndrom

51.1 Definitionen und Pathophysiologie

51.1.1 Benigne Prostatahyperplasie

51.2 Epidemiologie

51.2.1 Benigne Prostatavergrößerung

51.2.2 Blasenauslassobstruktion und benigne Prostataobstruktion

51.2.3 Symptome des unteren Harntraktes

51.2.4 Benignes Prostatasyndrom

51.3 Diagnostik

51.3.1 Obligate Diagnostik

51.3.2 Fakultative Diagnostik

51.4 Therapie

51.4.1 Kontrolliertes Zuwarten (Watchful Waiting)

51.4.2 Medikamentöse Therapien

51.4.3 Operative Therapien

51.5 Literatur

52 Harnröhrenstriktur

52.1 Einleitung

52.2 Ätiologie

52.2.1 Kongenitale Striktur

52.2.2 Entzündlich bedingte Harnröhrenstriktur

52.2.3 Iatrogene Harnröhrenstrikturen

52.2.4 Posttraumatische Harnröhrenstriktur

52.3 Diagnostik

52.3.1 Retrogrades Urethrogramm und Miktionsurethrogramm

52.3.2 Uroflowmetrie (Harnflussmessung)

52.3.3 Harnröhrensonografie

52.3.4 Magnetresonanztomografie

52.3.5 Urethroskopie

52.4 Klassifikation

52.5 Therapie

52.5.1 Endoskopische Verfahren

52.5.2 Lasertherapie

52.5.3 Harnröhrenstent

52.5.4 Chirurgische Therapie

52.5.5 Operationsergebnisse

52.5.6 Therapieziele und Wahl des Therapieverfahrens

52.6 Zusammenfassung

52.7 Literatur

53 Neurogene Blasenfunktionsstörungen

53.1 Einleitung

53.2 Anatomie des unteren Harntraktes

53.3 Innervation des unteren Harntraktes

53.3.1 Periphere Innervation

53.3.2 Zentrale Innervation

53.4 Ätiologie und Klassifikation

53.4.1 Suprapontine Schädigung

53.4.2 Schädigung des Rückenmarks

53.4.3 Zentralnervöse Schädigung

53.5 Diagnostik

53.5.1 Anamnese

53.5.2 Neurourologische Untersuchung

53.5.3 Urodynamik

53.5.4 Elektrophysiologische Untersuchungen in der Neurourologie

53.6 Therapie

53.6.1 Konservative Maßnahmen

53.6.2 Operative Maßnahmen

53.7 Literatur

54 Harninkontinenz

54.1 Einleitung

54.2 Epidemiologie

54.3 Anatomie

54.3.1 Anatomie und Physiologie der Frau

54.3.2 Anatomie und Physiologie des Mannes

54.4 Ätiopathogenese

54.5 Klassifikation

54.5.1 Belastungsinkontinenz

54.5.2 Dranginkontinenz

54.5.3 Mischharninkontinenz

54.5.4 Inkontinenz bei neurogener Detrusorhyperaktivität

54.5.5 Inkontinenz bei chronischer Harnretention

54.5.6 Extraurethrale Inkontinenz

54.5.7 Enuresis

54.5.8 Weitere Formen

54.6 Diagnostik

54.6.1 Anamnese

54.6.2 Fragebögen

54.6.3 Miktionsprotokoll

54.6.4 Klinische Untersuchungen

54.6.5 Apparative Diagnostik

54.7 Therapie

54.7.1 Behandlungsalgorithmus

54.7.2 Konservative Basismaßnahmen

54.7.3 Medikamentöse Therapie

54.7.4 Operative Therapie

54.8 Literatur

55 Beckenbodendysfunktionen der Frau

55.1 Einleitung

55.2 Anatomie des Beckenbodens

55.2.1 Muskulatur

55.2.2 Bindegewebige Stützstrukturen des Beckenbodens

55.3 Funktionen des Beckenbodens

55.3.1 Belastungskontinenz

55.3.2 Miktion

55.3.3 Stabilität an der Blasenbasis und Zone der kritischen Elastizität

55.4 Dysfunktionen des Beckenbodens

55.4.1 Belastungsharninkontinenz

55.4.2 Blasenentleerungsstörungen bei vaginalem Prolaps

55.4.3 Überaktive Blase als Folge von vaginalem Prolaps

55.4.4 Nykturie als Folge von apikalem vaginalem Prolaps

55.4.5 Tethered Vagina Syndrome

55.4.6 Beckenschmerzen als Folge von apikalem Prolaps

55.4.7 Posteriores Fornixsyndrom

55.5 Diagnostischer Algorithmus und simulierte Operationen

55.6 Literatur

Teil XI Blasenentleerungsstörungen im Kindesalter

56 Obstruktive Blasenentleerungsstörungen

56.1 Einleitung

56.2 Hintere Harnröhre

56.2.1 Harnröhrenklappen

56.2.2 Harnröhrenstenosen

56.3 Vordere Harnröhre

56.3.1 Anteriore Harnröhrenklappe, Harnröhrendivertikel

56.3.2 Meatusstenose

56.3.3 Seltene Obstruktionen der Harnröhre

56.4 Literatur

57 Funktionelle Blasenentleerungsstörungen

57.1 Einleitung

57.2 Differenzialdiagnose Harninkontinenz im Kindesalter

57.3 Entwicklung der Blasenkontrolle

57.4 Terminologie

57.5 Symptomatik

57.5.1 Überaktive Blase (OAB) mit Dranginkontinenz

57.5.2 Dysfunktionelle Entleerung

57.5.3 Miktionsaufschub und die schwache, unteraktive Blase

57.5.4 Giggle- oder Lachinkontinenz

57.6 Komorbiditäten

57.7 Diagnostik

57.7.1 Anamnese und körperliche Untersuchung

57.7.2 Uroflowmetrie

57.8 Therapie

57.9 Literatur

58 Enuresis

58.1 Miktionsentwicklung

58.2 Terminologie

58.2.1 Suptypen der Enuresis

58.3 Inzidenz

58.4 Ätiologie und Pathophysiologie

58.5 Diagnostik

58.5.1 Nächtliche Polyurie

58.6 Therapie

58.6.1 Medikamentöse Therapie

58.6.2 Blasenkonditionierung durch Weckapparate – apparative Verhaltenstherapie

58.6.3 Urotherapie

58.6.4 Was tun bei Versagen der Ersttherapie?

58.7 Literatur

Teil XII Harnableitung

59 Harnableitung

59.1 Definition und Nomenklatur

59.2 Pathophysiologische Grundlagen

59.2.1 Oberer Harntrakt

59.2.2 Stoffwechselstörungen

59.2.3 Malabsorptionssyndrome

59.2.4 Karzinomrisiko

59.2.5 Lebensqualität des Patienten

59.2.6 Konstruktionsprinzipien kontinenter intestinaler Harnreservoire

59.2.7 Kontinenzmechanismen

59.3 Formen der Harnableitung

59.3.1 Zystostomie und Nephrostomie

59.3.2 Ureterokutaneostomie

59.3.3 Ileumconduit

59.3.4 Kolonconduit

59.3.5 Neoblasen

59.3.6 Harnableitung in den Dickdarm

59.3.7 Mainz-Pouch II

59.3.8 Ersatzblasen mit kontinentem Stoma

59.4 Blasenaugmentation

59.4.1 Operationstechniken

59.5 Undiversion

59.6 Harnleiterersatz

59.7 Tissue Engineering

59.8 Literatur

Teil XIII Gynäkologische Urologie

60 Gynäkologische Urologie

60.1 Einleitung

60.2 Reizblase (Overactive Bladder)

60.2.1 Ätiologie und Symptomatik

60.2.2 Diagnostik

60.2.3 Innervation

60.2.4 Pathophysiologie und Klassifikation

60.2.5 Therapie

60.2.6 Meatusstenose und distale Urethrastenose

60.2.7 Urethralkarunkel, Polypen und Prolaps

60.2.8 Urethradivertikel

60.2.9 Interstitielle Zystitis

60.3 Blasenentleerungsstörungen

60.3.1 Ätiologie

60.3.2 Symptomatik

60.3.3 Diagnostik

60.3.4 Pathophysiologie und Klassifikation

60.3.5 Therapie

60.4 Urologische Schwangerschaftskomplikationen

60.4.1 Physiologie der Harnwege in der Schwangerschaft

60.4.2 Diagnostik

60.4.3 Schwangerschaftspyelonephritis

60.4.4 Urolithiasis

60.4.5 Differenzialdiagnose der Nephropathien in der Schwangerschaft

60.4.6 Präexistente Harntraktanomalien

60.4.7 Nierentransplantation

60.5 Urologische Komplikationen gynäkologischer Erkrankungen

60.5.1 Endometriose

60.5.2 Radiozystitis

60.5.3 Iatrogene Läsionen der ableitenden Harnwege

60.5.4 Extrinsische Ureterobstruktionen

60.5.5 Vordere Exenteration bei gynäkologischen Malignomen

60.6 Literatur

Teil XIV Andrologie

61 Erektile Dysfunktion und andere penile Erkrankungen

61.1 Erektile Dysfunktion

61.1.1 Definition und Epidemiologie

61.1.2 Anatomie

61.1.3 Physiologie

61.1.4 Pathophysiologie der Erektion

61.1.5 Diagnostik

61.1.6 Therapie

61.2 Penisdeviationen

61.2.1 Kongenitale Penisdeviation

61.2.2 Erworbene Penisdeviation

61.2.3 Induratio penis plastica

61.3 Priapismus

61.3.1 Definition und Epidemiologie

61.3.2 Einteilung und Symptomatik

61.3.3 Ätiologie

61.3.4 Diagnostik

61.3.5 Therapie

61.4 Penisfraktur

61.4.1 Ätiologie und Symptomatik

61.4.2 Diagnostik

61.4.3 Therapie

61.5 Literatur

62 Infertilität des Mannes und andrologische Mikrochirurgie

62.1 Einleitung

62.2 Begriffsbestimmung und Epidemiologie

62.2.1 Definition

62.2.2 Epidemiologie

62.3 Ätiologie

62.3.1 Anatomische Faktoren

62.3.2 Endokrine Faktoren

62.3.3 Genetische Faktoren

62.3.4 Entzündungsbedingte Faktoren

62.3.5 Immunologische Faktoren

62.3.6 Reaktive Sauerstoffspezies bei männlicher Fertilität

62.3.7 Andere Umweltfaktoren

62.3.8 latrogene Faktoren

62.3.9 Noxen

62.3.10 Genitalveränderungen

62.3.11 Idiopathische Störungen

62.4 Pathogenese

62.5 Diagnostik

62.5.1 Anamnese

62.5.2 Klinische Untersuchungen

62.5.3 Labordiagnostik

62.5.4 Hodenbiopsie

62.5.5 Nichtobstruktive Azoospermie (NOA)(1)

62.6 Therapie

62.6.1 Kausale Therapie

62.6.2 Operative Therapie

62.7 Weitere Ursachen männlicher Infertilität

62.7.1 Spermatozele

62.7.2 Maldeszensus und Kryptorchismus

62.7.3 Varikozele(2)

62.8 Vasektomie

62.8.1 Definition, Epidemiologie

62.8.2 Indikationen

62.8.3 Operative Techniken

62.8.4 Prognose, Komplikationen

62.9 Moderne reproduktionsmedizinische Verfahren (ART)

62.9.1 Homologe Insemination bei männlichem Sterilitätsfaktor

62.9.2 In-vitro-Fertilisation (IVF)

62.9.3 Intrazytoplasmatische Spermatozoeninjektion (ICSI)

62.9.4 Mikrochirurgische epididymale Gewinnung von Spermatozoen (MESA)

62.10 Literatur

Teil XV Nierentransplantation

63 Nierentransplantation

63.1 Einleitung

63.2 Terminales Nierenversagen

63.2.1 Inzidenz und Ätiologie

63.2.2 Klinik, Symptomatik

63.3 Nierenersatztherapie

63.3.1 Hämodialyse

63.3.2 Peritonealdialyse

63.3.3 Nierentransplantation

63.4 Geschichte der Nierentransplantation

63.5 Gesetzesgrundlage und Organisation der NTX in Deutschland

63.6 Organmangel: Ursachen und Lösungsansätze

63.6.1 Erweiterung der Spendekriterien

63.6.2 Lebendnierenspenden steigern

63.7 Organisation der Nierentransplantation in Deutschland

63.7.1 Organisation der Nierentransplantation von Nieren verstorbener Spender

63.7.2 Organisation der Nierentransplantation von Nieren lebender Spender

63.8 Evaluation und Vorbereitung des Empfängers

63.8.1 Allgemeine Vorbereitung

63.8.2 Urologische Aspekte der Vorbereitung

63.9 Operative Techniken der Nierenentnahme zur Transplantation

63.9.1 Nierenentnahme bei verstorbenen Spendern

63.9.2 Nierenentnahme bei lebenden Spendern

63.10 Operative Techniken der Nierentransplantation

63.10.1 Präparation der Spenderniere

63.10.2 Implantation

63.10.3 Operative Besonderheiten der Transplantation

63.11 Immunsuppression bei der Nierentransplantation

63.11.1 Wirkweise der Immunsuppression

63.11.2 Nebenwirkungen der Immunsuppression

63.11.3 Wirkstoffe

63.11.4 Behandlung einer Abstoßungsreaktion (Rejektion)

63.11.5 Behandlung der chronischen Allograft-Dysfunktion

63.12 Frühe Nachsorge und Frühkomplikationen

63.12.1 Nicht operationsbedingte Frühkomplikationen

63.12.2 Operationsbedingte Frühkomplikationen

63.13 Langzeitnachsorge und Spätkomplikationen

63.13.1 Operationsbedingte Spätkomplikationen

63.13.2 Nicht operationsbedingte Spätkomplikationen

63.13.3 Langfristige Nachsorge

63.14 Langzeitergebnisse der Nierentransplantation

63.15 Ausblick und Zukunft

63.16 Literatur

Teil XVI Notfälle

64 Urologische Traumatologie

64.1 Einleitung

64.2 Allgemeines

64.2.1 Inzidenz

64.2.2 Pathomechanismus

64.3 Verletzungen des Urogenitaltraktes

64.3.1 Nierentrauma

64.3.2 Harnleiterverletzung

64.3.3 Blasenruptur

64.3.4 Harnröhrenverletzung

64.3.5 Penisverletzung

64.3.6 Hodentrauma

64.3.7 Verletzungen des Urogenitaltraktes bei sexuellem Missbrauch

64.4 Harnableitung beim polytraumatisierten Patienten

64.5 Literatur

65 Urologische Notfälle

65.1 Einleitung

65.2 Anurie

65.2.1 Postrenale Anurie

65.2.2 Renale Anurie

65.2.3 Prärenale Anurie

65.3 Harnverhalt (Ischurie)

65.3.1 Ätiologie und Pathogenese

65.3.2 Symptomatik

65.3.3 Diagnostik

65.3.4 Therapie

65.4 Harnsteinkolik

65.4.1 Ätiologie und Pathogenese

65.4.2 Symptomatik

65.4.3 Diagnostik

65.4.4 Therapie

65.5 Urosepsis

65.5.1 Ätiologie und Pathogenese

65.5.2 Symptomatik

65.5.3 Diagnostik

65.5.4 Therapie

65.6 Makrohämaturie

65.6.1 Schmerzhafte Makrohämaturie

65.6.2 Schmerzlose Makrohämaturie

65.6.3 Blasentamponade

65.7 Akutes Skrotum

65.7.1 Hodentorsion

65.7.2 Hydatidentorsion

65.7.3 Epididymitis

65.7.4 Orchitis

65.7.5 Mumpsorchitis

65.7.6 Akute Hydrozele

65.7.7 Hodentumor

65.7.8 Hodenruptur

65.7.9 Inkarzerierte Leistenhernie

65.8 Priapismus

65.8.1 Ätiologie und Pathogenese

65.8.2 Symptomatik und Diagnostik

65.8.3 Therapie

65.9 Paraphimose

65.9.1 Ätiologie und Pathogenese

65.9.2 Diagnose

65.9.3 Therapie

65.10 Literatur

Teil XVII Genderdysphorie

66 Genderdysphorie

66.1 Einleitung

66.2 Epidemiologie

66.3 Ätiologie

66.4 Begriffsklärung

66.5 Diagnose als Zugang zum medizinischen System

66.5.1 Variation oder Pathologie

66.5.2 Geschlechtsinkongruenz und Minderheitenstress

66.5.3 Geschlechtsinkongruenz und Geschlechtsdysphorie

66.6 Behandlung der Genderdysphorie

66.6.1 Psychotherapie

66.6.2 Hormonelle Therapie

66.6.3 Chirurgische Therapie

66.7 Transsexualität und Diskriminierung

66.8 Literatur

Teil XVIII Urologie im Alter

67 Urologie im Alter

67.1 Einleitung

67.1.1 Demografischer Wandel

67.1.2 Sozioökonomische Aspekte des demografischen Wandels

67.2 Altersbedingte Veränderungen

67.2.1 Krankheit im Alter

67.2.2 Funktionale Gesundheit

67.2.3 Alter, Altern und Älterwerden

67.3 Therapieplanung bei älteren und alten Menschen

67.3.1 Geriatrisches Assessment

67.3.2 Praktisches Vorgehen beim geriatrischen Assessment

67.4 Geriatrische Syndrome

67.4.1 Delirantes Syndrom

67.4.2 Multimorbidität und Polypharmazie

67.5 Praktische Tipps bei der Arzneimittelverordnung geriatrischer Patienten

67.6 Literatur

Anschriften

Sachverzeichnis

Impressum/Access Code

Teil I Allgemeine UrologieI Urologische Diagnostik

1 Klinische Untersuchung

2 Labordiagnostik

3 Urinzytologie

4 Ultraschall

5 Transrektaler Ultraschall

6 Doppler-/Duplexsonografie

7 Strahlenschutz, interventionelle radiologische Methoden

8 Urologische Röntgendiagnostik

9 Computertomografie

10 Magnetresonanztomografie

11 Nuklearmedizin

12 PET und PET/CT bei urologischen Tumoren

13 Endoskopische Diagnostik

14 Urodynamik

1 Klinische Untersuchung

C.-H. Sparwasser

1.1 Einleitung

Das Fachgebiet der Urologie umfasst alle Erkrankungen des weiblichen Harntraktes sowie des männlichen Harn- und Geschlechtsapparates, wobei sich aufgrund der pathophysiologischen Zusammenhänge und auch der anatomischen Nachbarschaft zu den Organen des kleinen Beckens, des Retroperitoneums und des Abdomens eine enge Verzahnung mit den verschiedensten Fachdisziplinen, wie Abdominal-, Gefäß- und Unfallchirurgie, Gynäkologie, Pädiatrie, innere Medizin mit Onkologie, Nephrologie und Endokrinologie sowie der Neurologie, ergibt.

Etwa 15% aller in der allgemeinärztlichen Praxis anfallenden Beschwerden oder Abnormalitäten betreffen das urologische Fachgebiet. Bei onkologischen Fragestellungen nimmt die Urologie eine zentrale Rolle ein, in Deutschland sind fast 40% aller bösartigen Neubildungen beim Mann im Urogenitalbereich lokalisiert.

1.2 Anamnese

Anamneseerhebung und primäre körperliche Untersuchung bilden die Grundlage für einen rationellen und sinnvollen Einsatz aller weiteren diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen.

Die Anamneseerhebung wird untergliedert in:

aktuelle Beschwerden,

Vorgeschichte mit

Familienanamnese und

Sozialanamnese.

Die Krankheitsvorgeschichte beinhaltet die Erfragung relevanter Begleit- oder Vorerkrankungen, bei Frauen eine gynäkologische Anamnese, die Frage nach einer allergischen Diathese (Kontrastmittel- oder Antibiotikaallergie) sowie die Erhebung der Medikamentenanamnese (z.B. Antikoagulanzien?) und des Nikotin-, Alkohol- oder Drogenkonsums.

Zur Klärung einer familiären Disposition sollte auf die Erhebung einer Familienanamnese nicht verzichtet werden. Fragen nach Beruf und sozialem Umfeld vervollständigen die Anamneseerhebung.

Die aktuellen Beschwerden werden in der Regel vom Patienten konkret und oft detailliert geschildert und als urologisch relevante Symptome unterteilt in:

Schmerz,

Miktionsstörung,

Urin- oder Ejakulatveränderung,

schmerzlose Veränderungen oder Funktionsstörungen des Genitale,

unspezifische Allgemeinsymptome.

1.2.1 Schmerz

Akuter Schmerz entsteht meist monokausal durch mechanische, thermische oder chemische bzw. entzündliche Einwirkung, der Ursprung chronischer Schmerzen ist dagegen oft schwer zu erkennen und häufig multifaktoriell bedingt. Bei chronischen Schmerzzuständen kommt Persönlichkeitsfaktoren und sozialen Einflüssen eine ungleich größere Bedeutung zu als bei dem auf eine drohende oder bereits eingetretene Gewebeschädigung hinweisenden akuten Schmerz. Das Erscheinungsbild von Schmerzsyndromen allein erlaubt keine verlässlichen Rückschlüsse auf deren Genese. Vielmehr können ähnliche Symptome auf einer völlig unterschiedlichen Ätiopathogenese beruhen und damit zu Fehldeutungen oder Fehlbehandlungen verleiten.

Im Urogenitaltrakt wird Schmerz in der Regel als Folge einer Organüberdehnung bei Obstruktion oder einer Entzündungsreaktion empfunden. Der Schmerz kann direkt im erkrankten Organ erfahren oder auf andere Organsysteme projiziert werden. Typische Schmerzformen sind in der Übersucht zusammengestellt.

Übersicht

Typische Schmerzformen

der gleichbleibende Organschmerz

die wellenförmig verlaufende Kolik

der durch den Untersucher auslösbare Tast- und Druckschmerz

1.2.1.1 Nierenschmerzen

Nierenorganschmerz

Die Volumenzunahme des Nierengewebes durch ein entzündliches Ödem, eine chronische Obstruktion oder einen expansiven Tumor bewirkt eine schmerzhafte Kapseldehnung, die als ein dumpfer Dauerschmerz in die Kostovertebralregion mit Ausstrahlung in den Oberbauch und die Nabelgegend projiziert wird. Das prärenale Peritoneum parietale kann dabei gereizt werden, woraus eine abdominelle Abwehrspannung resultiert, die eine differenzialdiagnostische Abgrenzung intraabdomineller Krankheitsbilder wie z.B. Appendizitis, Divertikulitis, Cholezystitis oder Adnexitis erfordert ( ▶ Abb. 1.1).

Der Nierenorganschmerz ist typisch für eine akute Pyelonephritis oder einen paranephritischen Abszess. Hierbei ist das Nierenlager druck- und klopfempfindlich, die Symptomatik kann durch die entzündliche Psoasreizung mit Schonbeugung der Hüfte verstärkt werden.

Abb. 1.1 Schmerzausstrahlung bei verschiedenen intra- und retroperitonealen Erkrankungen.

Abb. 1.1a Gallenkolik.

Abb. 1.1b Cholezystitis

Abb. 1.1c Appendizitis.

Abb. 1.1d Pankreatitis.

Abb. 1.1e Nierenkolik.

Merke

Abzugrenzen hiervon sind immer die von den Patienten häufig in die Nierenregion projizierten „chronischen Kreuzschmerzen“, die meist durch statische oder degenerative Wirbelsäulenprobleme mit muskulären Verspannungen bedingt sind, aber dennoch zum Ausschluss eines urologischen Krankheitsbildes zwingen.

Nieren- und Harnleiterkolik

Die Kolik ist charakterisiert durch einen anfallsweise auftretenden, sich zu einer oft unerträglichen Intensität steigernden und dann plötzlich abklingenden Schmerz. Der typische Kolikpatient ist rastlos und unruhig. Häufigste Ursachen sind Konkremente, aber auch obstruierende Blutkoagel oder Tumorpartikel sowie abgestoßene Nierenpapillen, die zu einem Spasmus des Nierenbeckenkelchsystems oder des Ureters führen können. Aufgrund der teilweise gemeinsamen sensiblen Versorgung der Urogenitalorgane ist der Schmerzcharakter von der Lokalisation der Obstruktion abhängig. Bei Nierenkelch- oder -beckensteinen bleibt der Schmerz auf die Niere begrenzt, bei hohen Uretersteinen kann die Kolik in den Samenstrang und den Hoden ausstrahlen. Lumbale Uretersteine zeigen eine Hyperästhesie des ipsilateralen Skrotums bzw. der Labia majora. Beim prävesikalen Stein wird der Schmerz mehr im Bereich der Urethra und der Glans penis bzw. Klitoris mit gleichzeitiger Pollakisurie empfunden.

Häufig finden sich bei Kolikschmerzen vegetative Begleitsymptome wie Übelkeit, Erbrechen, Darmatonie bis hin zu einem Kreislaufkollaps mit Blutdruckabfall und Pulsbeschleunigung. Ähnliche Symptome sind auch bei verschiedenen Erkrankungen des Abdomens sowie des kleinen Beckens möglich, diese müssen daher in die differenzialdiagnostischen Überlegungen einbezogen werden ( ▶ Abb. 1.1).

1.2.1.2 Harnblasenschmerz

Blasenschmerzen entstehen aufgrund einer Harnretention bei infravesikaler Obstruktion oder sind entzündlicher Genese. Die akut überdehnte Blase (Harnverhalt) führt zu heftigsten suprapubischen Schmerzen, während Patienten mit chronischer Überdehnung der Blase, z.B. bei neurogenen Störungen, oft keine oder nur geringe Beschwerden schildern. Akute Entzündungen zeigen einen suprapubischen Spontan- und Druckschmerz, permanente Blasenschmerzen können Ausdruck einer Schrumpfblase (nach Strahlentherapie, interstitieller Zystitis, Tuberkulose) sein. Die Blasenschmerzen treten in der Regel in Kombination mit dysurischen Miktionsbeschwerden auf.

1.2.1.3 Prostataschmerz

Lokale Prostatabeschwerden werden als perineales Druck- oder Spannungsgefühl geschildert. Defäkations- und Ejakulationsschmerzen in Verbindung mit dysurischen Beschwerden kennzeichnen die akute Entzündung oder den Prostataabszess. Die rektale Palpation ist dabei hochgradig schmerzhaft, der Analsphinkter oft spastisch kontrahiert.

Die Symptomatik der chronischen Prostatitis ist uncharakteristisch mit teils typischen Entzündungszeichen (Dysurie, Ausfluss, Pyo- oder Hämospermie), aber auch häufig durch unspezifische, diffuse Schmerzen im Genital- und Analbereich charakterisiert. Die beiden häufigsten Erkrankungen der Prostata, das Prostatakarzinom und die Prostatahyperplasie, sind üblicherweise nicht mit charakteristischen Prostataschmerzen verbunden.

1.2.1.4 Peniler Schmerz

Penile und urethrale Schmerzen weisen in der Regel direkt auf den Ort der Erkrankung hin. Erektionsabhängige Schmerzen werden häufig bei der Induratio penis plastica angegeben.

Bei tiefen Uretersteinen oder auch bei einer akuten Zystitis können die Schmerzen in die vordere Harnröhre oder die Glans penis projiziert werden.

1.2.1.5 Skrotalschmerz

Rasch einsetzenden Schmerzen im Skrotum liegt entweder ein Trauma, eine Hoden- oder Hydatidentorsion, eine akute Orchitis bzw. Epididymitis oder seltener eine inkarzerierte Skrotalhernie zugrunde. In allen Fällen ist der Hoden hochgradig druckempfindlich; das Hochlagern des Hodens wird bei der akuten Epididymitis – nicht aber bei einer Torsion – als schmerzlindernd empfunden (positives Prehn-Zeichen). Der Schmerz kann bei der Torsion urplötzlich („aus dem Schlaf heraus“) einsetzen, ist äußerst heftig und oft mit vasovagalen Reaktionen (Übelkeit, Erbrechen, Kollaps) verbunden. Bei der Epididymitis verläuft die Schmerzentwicklung im Allgemeinen protrahierter (innerhalb von Stunden), gleichzeitige dysurische Beschwerden sind charakteristisch.

Hydrozelen, Spermatozelen, Varikozelen und auch die Hodentumoren führen selten zu ausgeprägten lokalen Schmerzen, typischerweise berichten die Patienten über ein Schwere- oder Spannungsgefühl im Skrotum.

1.2.2 Miktionsstörung

Merke

Unter normalen Bedingungen liegt die Blasenkapazität beim Erwachsenen zwischen 350–450 ml. Das Miktionsintervall beträgt bei einer mittleren Diurese von 70–100 ml/h tagsüber damit bei 4–6 Stunden.

Eine nächtliche Blasenentleerung ist nicht die Regel. Die gesunde Miktion erfolgt schmerz- und weitgehend restharnfrei mit einer Flussrate von 20–30 ml/s.

Praxis

Viele urologische Erkrankungen bedingen Änderungen des Miktionsverhaltens, die gezielt erfragt werden müssen und entscheidende Hinweise auf die ursächliche Störung geben können. Die Anwendung von validierten Fragebögen (z.B. International Prostate Symptom Score, IPSS) kann dabei hilfreich sein. Miktionsstörungen können in erheblichem Maße die Lebensqualität der betroffenen Patienten einschränken.

1.2.2.1 Anurie und Oligurie

Bei der Anurie liegt eine Urinausscheidung von weniger als 100 ml/24 h, bei der Oligurie von weniger als 500 ml/24 h vor. Ursache ist ein akutes oder chronisches Nierenversagen renaler, prärenaler oder postrenaler (urologischer) Genese.

Als Differenzialdiagnosen kommen der akute Harnverhalt oder die Überlaufblase bei infravesikaler Obstruktion in Betracht.

1.2.2.2 Polyurie

Bei einer Urinausscheidung von über 2,8 l/24 h spricht man von Polyurie. Ursachen können sein:

vermehrte Flüssigkeitszufuhr,

Diuretika,

Diabetes mellitus,

Diabetes insipidus,

Entlastungspolyurie nach Nierenversagen.

1.2.2.3 Dysurie

Der Begriff der Dysurie beinhaltet alle Symptome der erschwerten und schmerzhaften Miktion.

Algurie

Hiermit bezeichnet man das schmerzhafte Wasserlassen, wie es insbesondere bei Entzündungen des unteren Harntraktes, aber auch bei Fremdkörpern oder Tumoren vorkommen kann. Die terminale Algurie bei der Entleerung der letzten Urinportion ist typisch für Läsionen des Blasenhalsbereiches.

Pollakisurie

Eine erhöhte Miktionsfrequenz wird als Pollakisurie bezeichnet (tagsüber: Diurie, nachts: Nykturie). Zugrunde liegen kann eine Polyurie, die sich z.B. bei dekompensierter Herzinsuffizienz mit nächtlicher Flüssigkeitsausschwemmung als Nykturie äußert. In der urologischen Praxis wird die Pollakisurie meist durch Entzündungen oder Obstruktionen des unteren Harntraktes (benignes Prostatasyndrom) verursacht. Die Miktionsintervalle können auf Minuten verkürzt sein und die Patienten entleeren nur wenige Tropfen Urin.

Imperativer Harndrang

Hierunter versteht man einen nicht unterdrückbaren Harndrang bei geringer Blasenfüllung. Ursächlich sind Entzündungen, Fremdkörper und Tumoren des unteren Harntraktes, aber auch neurogene Blasenentleerungsstörungen (z.B. autonome Blase), die alle letztlich auch zu einer Dranginkontinenz führen können.

1.2.2.4 Harnstrahlveränderungen

Bedingt durch eine meist obstruktive infravesikale Störung kommt es zu Veränderungen des normalen Miktionsablaufes. Typische Symptome sind

verzögerter Miktionsbeginn,

Harnstrahlabschwächung,

verlängerte Miktionszeit oder

Restharngefühl.

Über Nachträufeln nach dem Urinieren wird häufig bei der Prostatahyperplasie geklagt, ursächlich kann aber auch ein Harnröhrendivertikel vorliegen. Eine stotternde Harnstrahlunterbrechung entsteht durch einen ventilartigen Verschluss des Blasenhalses unter der Miktion, z.B. bei Blasensteinen, kann aber auch Ausdruck einer neurogenen Störung (Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie) sein. Eine zweizeitige Miktion kann in der Folge eines vesikorenalen Refluxes oder eines Blasendivertikels entstehen. Die Palmurie bezeichnet eine fächerförmige Aufspreizung des Harnstrahles, bedingt durch Veränderungen der distalen Urethra oder des Meatus urethrae (z.B. Strikturen, Kondylomata).

1.2.2.5 Harninkontinenz

Inkontinenz bedeutet das Unvermögen, den Urin willkürlich zurückzuhalten, wobei verschiedene Formen unterschieden werden müssen.

Totale Inkontinenz

Hierunter wird der ständige Urinverlust verstanden, der auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen ist:

kongenital, z.B. Blasenekstrophie, ektope Uretermündung,

traumatische, iatrogene oder neurogene Läsion des Sphinkterapparates,

Fistelbildung, z.B. vesikovaginale Fistel.

Überlaufinkontinenz

Der Begriff Überlaufinkontinenz bezeichnet den Urinverlust bei chronischer Harnretention und einer Überlaufblase. Ursache ist eine infravesikale Obstruktion.

Drang-/Urgeinkontinenz

Hierbei handelt es sich um den Urinabgang bei imperativem Harndrang infolge von neurogen oder idiopathisch bedingten unwillkürlichen Detrusorkontraktionen (Detrusorhyperaktivität) oder Sensibilitätsstörungen (hypersensitive Blase), verursacht durch akute und chronische Zystitiden, chronische infravesikale Obstruktion oder neurogene Störungen.

Belastungsinkontinenz

Typisch hierbei ist der unwillkürliche Urinverlust bei intraabdomineller Druckerhöhung durch Husten, Niesen, Lachen, Heben etc. Ursachen können eine Beckenbodeninsuffizienz oder eine partielle Sphinkterschädigung sein.

1.2.3 Urin- oder Ejakulatveränderungen

1.2.3.1 Makrohämaturie

Vorsicht

Die schmerzlose Makrohämaturie ist das Kardinalsymptom einer urogenitalen Neoplasie. Bei einer Makrohämaturie muss immer ein Karzinom im Urogenitaltrakt ausgeschlossen werden.

Die Makrohämaturie stellt ein für den Patienten alarmierendes Leitsymptom dar. Die initiale Form weist auf eine urethrale Blutungsquelle hin, terminale Blutbeimengungen des Urins entstehen infolge von Blutungen im Blasenhalsbereich.

Die totale Makrohämaturie zeigt eine intra- oder supravesikale Blutungsquelle an; eine schmerzhafte Makrohämaturie kann steinbedingt mit Koliken oder entzündlich (hämorrhagische Zystitis) mit dysurischen Beschwerden einhergehen. Auch bei dieser Form muss letztlich ein Malignom ausgeschlossen werden.

1.2.3.2 Pseudohämaturie

Eine Hämaturie kann durch eine Vielzahl von Nahrungsmitteln und Medikamenten, aber auch durch Stoffwechselerkrankungen (Porphyrie, Alkaptonurie) vorgetäuscht werden.

1.2.3.3 Urintrübung

Eine trübe bis milchige Verfärbung des Urins bei sonst asymptomatischen Patienten ist oft harmlosen Ursprungs und die Folge der Ausfällung von Phosphaten im alkalischen Urin (Phosphaturie). Im Rahmen von Harnwegsinfekten kann es ebenfalls zur Urintrübung durch reichliche Ausscheidung von Leukozyten kommen (Leukozyturie, Pyurie).

1.2.3.4 Pneumaturie und Fäkalurie

Luft- oder Stuhlbeimengungen des Urins werden als Pneumaturie, bzw. Fäkalurie bezeichnet und sind praktisch immer Ausdruck einer vesikointestinalen Fistel.

1.2.3.5 Hämospermie

Das Auftreten von Blut im Sperma ist in der Mehrzahl der Fälle idiopathisch bedingt (vegetatives Urogenitalsyndrom), kann aber auch als Folge einer Prostatitis, eines Traumas, einer Prostatahyperplasie und selten eines Prostatakarzinoms auftreten.

1.2.3.6 Urethraler Ausfluss

Typisch ist der rahmig-eitrige Fluor der Gonokokkenurethritis (Bonjour-Tropfen), nichtgonorrhoische Urethritiden zeigen eher ein wässrig-glasiges Sekret. Die weitere Abklärung erfordert spezielle mikroskopische und bakteriologische Untersuchungen.

1.2.4 Schmerzlose Veränderungen oder Funktionsstörungen des Genitales

Die im nachfolgenden genannten Erkrankungen des Genitales werden in späteren Abschnitten detailliert abgehandelt und daher hier nur tabellarisch aufgeführt:

kongenitale Veränderungen (Hypo-, Epispadie, Phimose),

Hauterkrankungen von Penis oder Skrotum,

Penistumoren,

Infertilität,

erektile Dysfunktion,

Hodenvergrößerung:

Hydrozele,

Spermatozele,

Varikozele,

Skrotalhernie,

Skrotalödem,

Hodentumor.

1.2.4.1 Unspezifische Allgemeinsymptome

Appetitlosigkeit, Widerwillen gegen bestimmte Speisen, vermehrtes Durstgefühl, Gewichtsverlust, Schlaflosigkeit, Müdigkeit oder Fieber können neben zahlreichen anderen anamnestischen Angaben auch auf ein urologisches Grundleiden hinweisen und zu einer weiteren speziellen urologischen Diagnostik veranlassen.

1.3 Körperliche Untersuchung

Generell erfolgt auch die urologische Untersuchung nach dem allgemein gültigen Schema Inspektion, Palpation, Perkussion und Auskultation. Selbstverständlich ist die spezielle urologische Untersuchung durch eine adäquate Gesamtuntersuchung des Patienten zu ergänzen. Symptome und Befunde wie periphere Ödeme, Lymphknotenschwellungen, Gynäkomastie, Behaarungs- oder Wachstumsanomalien können auch durch ein primär urologisches Krankheitsbild erklärt sein und bedürfen meist einer weiteren Abklärung.

1.3.1 Nieren

Die Inspektion der Flankenregion wird am günstigsten beim stehenden oder sitzenden Patienten vorgenommen. Eine Schonhaltung mit konvexer Skoliose zur gesunden Seite kann einen entzündlichen Nierenprozess mit Psoasreizung anzeigen.

Bei sehr schlanken Patienten kann eine große Raumforderung als sichtbare Vorbuckelung imponieren. Eine lokale Rötung oder ein Ödem weisen auf eine renale oder pararenale Entzündung hin.