Praxishandbuch Betriebliche Gesundheitsförderung -  - E-Book

Praxishandbuch Betriebliche Gesundheitsförderung E-Book

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Beschreibung

Wie bleiben mittelständische Unternehmen konkurrenzfähig? Wie behaupten sie sich im Wettbewerb um knapper werdende Fachkräfte? Angesichts des demografischen Wandels müssen sie in Zukunft mehr tun, um junge Mitarbeiter an sich zu binden und gesund und leistungsfähig zu halten. Die Autoren des Praxishandbuchs zeigen, dass Betriebliche Gesundheitsförderung dazu einen wichtigen Beitrag leisten kann, wenn sie systematisch entwickelt wird. Ein für kleine bis mittlere Unternehmen geeignetes, pragmatisches Vorgehen kennzeichnet die Auswahl der beschriebenen Instrumente. Erläutert werden wichtige Zusammenhänge z.B. zwischen Arbeitsbelastungen und -beanspruchungen der Mitarbeiter sowie zwischen Kosten und Nutzen. Damit der organisatorische Aufwand überschaubar bleibt, bieten sich Kooperationen mit anderen Unternehmen und Dienstleistern an: Die Autoren haben als Leiter eines Forschungsprojekts zu innovativem Gesundheitsmanagement mit Kleinunternehmen, Gesundheitsdienstleistern und Sozialversicherungsträgern erfolgreich eine modellhafte Netzwerklösung umgesetzt und erläutern das Modell in ihrem Praxishandbuch.

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Seitenzahl: 183

Veröffentlichungsjahr: 2011

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Wie bleiben mittelständische Unternehmen konkurrenzfähig? Wie behaupten sie sich im Wettbewerb um knapper werdende Fachkräfte? Angesichts des demografischen Wandels müssen sie in Zukunft mehr tun, um junge Mitarbeiter an sich zu binden und gesund und leistungsfähig zu halten. Die Autoren des Praxishandbuchs zeigen, dass Betriebliche Gesundheitsförderung dazu einen wichtigen Beitrag leisten kann, wenn sie systematisch entwickelt wird. Ein für kleine bis mittlere Unternehmen geeignetes, pragmatisches Vorgehen kennzeichnet die Auswahl der beschriebenen Instrumente. Erläutert werden wichtige Zusammenhänge z.B. zwischen Arbeitsbelastungen und -beanspruchungen der Mitarbeiter sowie zwischen Kosten und Nutzen. Damit der organisatorische Aufwand überschaubar bleibt, bieten sich Kooperationen mit anderen Unternehmen und Dienstleistern an: Die Autoren haben als Leiter eines Forschungsprojekts zu innovativem Gesundheitsmanagement mit Kleinunternehmen, Gesundheitsdienstleistern und Sozialversicherungsträgern erfolgreich eine modellhafte Netzwerklösung umgesetzt und erläutern das Modell in Ihrem Praxishandbuch.

Prof. Dr. Dieta Simon lehrt Industriegütermarketing und Innovationsmanagement an der HTW Berlin. Prof. Dr. Günther Heger (verst. 2010), Hochschullehrer für Industriegütermarketing und Strategische Unternehmensführung an der HTW Berlin. Dr. Sabine Reszies, Dipl.-Wissenschaftsorganisatorin, Konzipierung und Leitung eines Forschungsprojekts zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement an der HTW Berlin.

Dieta Simon Günther Heger Sabine Reszies (Hrsg.)

Praxishandbuch Betriebliche Gesundheitsförderung

Ein Leitfaden für kleine und mittlere Unternehmen

Verlag W. Kohlhammer

Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und für die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Die Wiedergabe von Warenbezeichnungen, Handelsnamen oder sonstigen Kennzeichen in diesem Buch berechtigt nicht zu der Annahme, dass diese von jedermann frei benutzt werden dürfen. Vielmehr kann es sich auch dann um eingetragene Warenzeichen oder sonstige geschützte Kennzeichen handeln, wenn sie nicht eigens als solche gekennzeichnet sind.

1. Auflage 2011

Alle Rechte vorbehalten © 2011 W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Gesamtherstellung: W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG, Stuttgart Printed in Germany

ISBN 978-3-17-021859-8

E-Book-Formate

pdf:

978-3-17-026563-9

epub:

978-3-17-027268-2

mobi:

978-3-17-027269-9

Widmung

Dieses Buch ist Herrn Prof. Dr. Günther Heger (†) gewidmet, der am 25. Juli 2010, kurz vor Projektende, im Alter von 53 Jahren verstarb. Gemeinsam mit Frau Prof. Dr. Dieta Simon hat er das dreijährige Forschungsprojekt „InnoGema“ geleitet. Mit seiner Fachkompetenz, seinem methodischen Wissen und als neugieriger, kritischer und immer hilfsbereiter Mensch hat er unser Forschungsvorhaben in allen seinen Entwicklungsphasen konstruktiv mitgestaltet. Wir sind ihm dafür zu großem Dank verpflichtet und er wird immer in unserer Mitte bleiben.

Das InnoGema-Team

Förderhinweis

Das Forschungsprojekt InnoGema – Netzwerkentwicklung für innovatives Gesundheits management an der Hochschule für Technik und Wirtschaft wurde zwischen 11/2007 und 04/2011 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF im Förderschwerpunkt Innovationsstrategien jenseits traditionellen Managements (Förderkennzeichen 01FM07009) und durch den Europäischen Sozialfonds ESF gefördert und vom Projektträger DLR betreut.

Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den Autoren.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Ein Hinweis zu den Wegweisern im Praxishandbuch

Kapitel 1 Potenziale und Herausforderungen kleiner Unternehmen

Potenziale kleiner Unternehmen

Herausforderung: Innovationsfähigkeit erhalten

Herausforderung: Psychische Belastungen wahrnehmen und reduzieren

Herausforderung: Fachkräftemangel ernst nehmen

Kapitel 2 Warum ist Betriebliche Gesundheitsförderung sinnvoll?

Mindestanforderung: Gefährdungsbeurteilung durchführen

Zielsetzung: Arbeitsfähigkeit erhalten

Lösungsweg: Betriebliche Gesundheitsförderung

Kapitel 3 Umsetzung der Gesundheitsförderung im Unternehmen

Phase 1– Sensibilisieren und analysieren

Phase 2 – Werten Sie die Analyse aus

Phase 3 – Planen Sie Maßnahmen und deren Umsetzung

Phase 4 – Evaluieren und bewerten Sie die Maßnahmen

Phase 5 – Verstetigen Sie die Gesundheitsförderung

Kapitel 4 Unterstützung für Kleinunternehmen

Die Gesetzliche Krankenversicherung

Berufsgenossenschaften (Unfallversicherungsträger)

Deutsche Rentenversicherung

Kammern und Verbände

Bund und Länder

Forschungs- und Beratungseinrichtungen

Kapitel 5 Gesundheitsförderung – eine Frage von Kultur und Führung

Soziale Unternehmensverantwortung beinhaltet gesunde Arbeit

Unternehmenskultur und gesundheitsfördernde Führung

Soziale Unterstützung – ein Indikator für die Unternehmenskultur

Kommunikation ist durch nichts zu ersetzen… außer durch bessere Kommunikation

Technische Unterstützung der Kommunikation

Kapitel 6 Gesundheitsförderung ganz praktisch

Tun Sie etwas für sich und seien Sie Vorbild

Schaffen Sie förderliche Rahmenbedingungen für gesundes Arbeiten

Stärken Sie die Motivation zur Teilnahme an Gesundheitsangeboten

Kapitel 7 Geeignete Partner finden

Mit gleichgesinnten Unternehmen kooperieren

Qualifizierte Gesundheitspartner finden

Das richtige Netzwerk finden

Kapitel 8 Ein Praxisbeispiel: Das InnoGema-Netzwerk

Gesundheitsförderung ist im Netzwerk effektiv gestaltbar

Wie funktioniert das Netzwerk InnoGema?

Vom Berliner InnoGema-Modell zur Umsetzung in anderen Regionen

Kapitel 9 Methoden der Gesundheitsförderung

Methoden kurz vorgestellt

Anhang

Literatur

Internetquellen

Abbildungsverzeichnis

Veröffentlichungen des Forschungsprojekts InnoGema

Die Herausgeber und Autoren

Kontaktadresse

Vorwort

Wir gehen von der Annahme aus, dass mit einer aktiven Betrieblichen Gesundheitsförderung die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens nachhaltig gestärkt werden kann. Das Praxishandbuch möchte dementsprechend Wege aufzeigen,

wie Sie Ihre persönliche Leistungsfähigkeit und die Ihrer Mitarbeiter erhalten,

wie Sie Betriebliche Gesundheitsförderung Schritt für Schritt in Ihrem Unternehmen einführen

und wie Sie Betriebliche Gesundheitsförderung nachhaltig gestalten können.

Lehrbuchhafte Abhandlungen zum Thema Betriebliche Gesundheitsförderung liegen in großer Zahl vor. Einzelne gute Beispiele und hilfreiche Onlineportale gibt es zudem im Internet für verschiedene Branchen. Viele Darstellungen wenden sich vor allem aber an mittlere und große Unternehmen. Zu kurz kommen kleine Unternehmen, deren Bedingungen und Ressourcen jedoch völlig anders gestaltet sind. Diese Lücke soll das Praxishandbuch füllen, indem es für Sie und Ihr Unternehmen aktuelle und praxistaugliche Information kompakt und übersichtlich zugänglich macht.

Suchen Sie konkrete Hinweise, Hilfsmittel und Beispiele, wie Sie in der Gesundheitsförderung vorgehen können? Dann kann Sie dieses Handbuch weiter bringen. Es knüpft an Erfahrungen an, die den geschäftlichen und beruflichen Alltag in Ihrem Unternehmen prägen. Das Praxishandbuch erhebt weder den Anspruch, alle wissenschaftlichen Erkenntnisse zu diesem Thema zusammenzufassen, noch ein Leitfaden zur Einrichtung eines Managementsystems zu sein. Es ist vielmehr – ganz pragmatisch – ein Unterstützungswerkzeug für die betriebliche Praxis all derer, die mit möglichst überschaubarem organisatorischem Aufwand Betriebliche Gesundheitsförderung systematisch betreiben wollen.

Hervorgegangen ist das Praxishandbuch aus dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF und dem Europäischen Sozialfond ESF zwischen 11/2007 und 04/2011 geförderten Modellprojekt InnoGema „Netzwerk für ein innovatives Gesundheitsmanagement“ an der Hochschule für Technik und Wirtschaft.

Wir beginnen in Kapitel 1 mit den besonderen Bedingungen und Potenzialen kleiner Unternehmen und mit den größten Herausforderungen, die dafür sprechen, frühzeitig und systematisch etwas für den Erhalt der Arbeitsfähigkeit und für die Gesundheit der Mitarbeiter zu tun.

Wir klären dann in Kapitel 2, was unter Gesundheitsförderung zu verstehen ist.

In Kapitel 3 erfahren Sie, wie Sie in einem Kleinunternehmen Gesundheitsförderung umsetzen können und welches Vorgehen dabei im Arbeitsalltag wirklich praktikabel ist.

In Kapitel 4 bringen wir Ihnen nahe, durch wen Sie bei der Umsetzung von Gesundheitsförderung Unterstützung erfahren und welche Leistungen Ihnen geboten werden.

In Kapitel 5 erklären wir, wie Sie das Thema Betriebliche Gesundheit zu einem Teil Ihrer Unternehmenskultur machen können.

In Kapitel 6 schlagen wir Ihnen vor, was Sie ganz persönlich für Ihre Gesundheit tun können, und beschreiben, welche Rahmenbedingungen Sie schaffen sollten, damit Ihre Mitarbeiter arbeitsfähig bleiben und gute Arbeitsbedingungen im Unternehmen aktiv mitgestalten können.

In Kapitel 7 geht es darum, wie Sie vor Ort geeignete Partner für die Gesundheitsförderung finden können.

In Kapitel 8 erläutern wir Ihnen am Beispiel InnoGema, wie ein Netzwerk mit dem erforderlichen organisatorischen und technischen Management dazu beitragen kann, Gesundheitsförderung für Kleinunternehmen in Kooperation mit Partnern handhabbar zu machen.

In Kapitel 9 finden Sie eine Auswahl von Methoden, die Sie einsetzen und Ihren Mitarbeitern anbieten können, um bis ins hohe Alter gesund zu bleiben.

Das Handbuch ist so gegliedert, dass die Kapitelinhalte wie Handlungsschritte aufeinander aufbauen. Um es nicht zu umfangreich und unübersichtlich werden zu lassen, haben wir uns auf die wichtigsten Praxisaspekte konzentriert. Hinweise zu weiteren Informationen finden Sie auf den Quellenseiten im Anhang.

Ein Hinweis zu den Wegweisern im Praxishandbuch

Verweise auf andere Textstellen, in denen Sie weitere Aussagen zum jeweiligen Thema finden, haben wir Ihnen in Kästen an den Rand gestellt.

Mit Ausrufezeichen sind Aussagen markiert, die einzelne Inhalte zuspitzen oder wesentliche Zusammenhänge pointieren.

Mit einer Lupe sind Aussagen gekennzeichnet, mit denen wir inhaltliche Zusammenhänge vertiefen möchten oder Ihnen markante Zitate zum Zusammenhang anbieten.

Wenn Sie diesem Hinweispfeil folgen, finden Sie weitergehende Erläuterungen zum jeweiligen Sachverhalt in anderen Kapiteln des Praxishandbuchs.

Dieses Symbol kennzeichnet Links zu Internetseiten, in denen Sie ausführlichere Informationen erhalten. Die Links sind nach Kapiteln sortiert, fortlaufend durchnummeriert. Sie können alle Links im Verzeichnis „Internetquellen“ am Ende des Bandes finden.

Ein Hinweis zur Schreibweise:

Um den Text möglichst flüssig lesbar zu gestalten, haben wir die männliche Endungsform gewählt. Sie schließt die weibliche mit ein. Lesen Sie also „Mitarbeiter“, dürfen Sie davon ausgehen, dass damit auch Frauen gemeint sind.

Kapitel 1Potenziale und Herausforderungen kleiner Unternehmen

Potenziale kleiner Unternehmen

Anders als in großen Unternehmen liegt das unternehmerische Risiko, die Führungsverantwortung und die Ausrichtung der Unternehmenskultur in einer Hand – in Ihrer. Sie schaffen den Arbeitsplatz für Ihre Mitarbeiter und sorgen sich persönlich um sie. Durch diese „Nähe“ haben Sie die Chance, individuelle Bedürfnislagen zeitnah wahrzunehmen. Sie können auf kurze und persönliche Kommunikationswege zurückgreifen und Ihre Mitarbeiter bei Bedarf direkt unterstützen. Sie kennen die Prozesse, die Zwänge und die Herausforderungen im Arbeitsprozess, häufig auch das private Umfeld.

Viele gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen, die sich große Unternehmen mühevoll erarbeiten, haben Sie dadurch bereits geschaffen. Vielleicht nicht bewusst und manchmal vielleicht intuitiv. Die im Rahmen des Forschungsprojektes InnoGema vom Projektteam befragten Unternehmer und Mitarbeiter berichten über ein angenehmes kooperatives Betriebsklima, in dem der wertschätzende Umgang miteinander und der ressourcenorientierte Einsatz von Mitarbeitern eine wichtige Rolle spielen und das Thema Gesundheit und die Vereinbarkeit von Familie und Job einen hohen Stellenwert einnehmen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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