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Der Hochschulprofessor für Techniker-Ethik und Rhetorik Dr.-Ing. Klaus-Geert Heyne schildert in seinen Gedichten eines Liebhabers die Erlebnisse, Gefühle und Einsichten eines Frosches, der gerne zum Prinzen erlöst werden möchte. Ein Buch mit klassisch gereimten Versen zum Lesen, zum Mut machen und zum Schmunzeln.
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Seitenzahl: 52
Veröffentlichungsjahr: 2019
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Allen am Entstehen dieses Buches Beteiligten sage ich herzlichen Dank.
Die kritische Distanz und der liebevolle Sachverstand von Cornelia Rinne haben wieder zum Gelingen beigetragen.
Von Herzen Dank auch meiner Gabriele für ihren Humor bei dieser Rückschau in das Vor-Leben ihres Mannes
Vorwort
Gestern
Frei
Zwei Leben
Tagtraum
Frauen
Albtraum
Werben
Suche
Du Frau
Wie alles kam
Für und Wider
Symmetrie
Der Webervogel
Nachgedacht
Ent-Täuschung
Aus voller Fahrt
Du
Ich frag‘
Brief aus Polen
Ich wüsst‘ so gern
Besinnung
Was braucht‘s
Johann und Lotte
Grübelei
Diametral
Wie ging‘ es mir
Weisheit
Ruhe
Einsichten
Unsichtbares
Die Leiche
Alt?
Theorie und Praxis
Das Wunder
Die letzte SMS
Bindungsweisheit
Heute
Über die Große Liebe
Das Prinzenpaar
Resümee
Nachwort
Ein Leben lang ein Frosch zu bleiben und niemals mehr der Prinz zu sein – darüber möchte‘ ich ungern schreiben, ich möcht‘ mich meines Lebens freu’n.
Dazu gehört, um Prinz zu werden, dem Märchen folgend, eine Frau, die liebend hier auf dieser Erden mich zu erlösen sich getrau‘ ...
… sich traut, mich an die Wand zu werfen, vom Frosch zum Liebsten mich zu wandeln, die mit Geduld und guten Nerven erreicht, dass wir gemeinsam handeln.
Das Risiko des Wurfs zur Wand ist dabei nicht zu unterschätzen, denn bleibt’s ein Frosch in ihrer Hand, dann fliegen oftmals bald die Fetzen.
Wie wird sie ihn nur wieder los, so klebrig, nass und widerlich? Denn was da sitzt auf ihrem Schoß, das hielt’ sie gern vom Leibe sich.
Und auch der Frosch hofft angsterfüllt – er kennt sie ja noch nicht genau – dass sie ihm seine Sehnsucht stillt und das sie sei die „richt‘ge Frau“:
„Die richt‘ge Frau, wie find‘ ich sie – soll ich’s dem Zufall überlassen? Ist’s Arbeit gar und harte Müh‘, gibt’s Möglichkeiten nicht in Massen?
Wie soll ich mich so recht beschreiben, wie komm‘ bei Frauen ich gut rüber? Darf ich mein Selbstlob übertreiben – hat man mich ganz bescheiden lieber?
Ich hab‘ doch allerhand zu bieten an Liebe, Sorge, Geisteskraft – muss mich vor großen Worten hüten, sag‘ lieber, was Vertrauen schafft.
Denn schließlich bin ich Prinz gewesen für eine Frau vor langer Zeit – in ihren Augen konnt‘ ich lesen, wie sehr sie sich auf mich gefreut …,
… so eine Frau sucht‘ ich erneut, zu lieben sie und da zu sein, wenn sie mich braucht, zu jeder Zeit – an ihrem Glück mich mit zu freu‘n.“
Und fand sich nun das Prinzenpaar? Hat sich gelohnt die viele Müh‘, die heiße Suche manches Jahr – der arme Frosch, ja, fand er sie?
Klaus-Geert Heyne
Es ist soweit, bin wieder frei –
und fühl’ mich stark und wohlgemut –
ich denk’ und plan’ so viel dabei,
das hält mich wach und tut mir gut.
Natürlich ist’s kein leichter Schritt,
so viel Vertrautes steh’n zu lassen –
manch’ gute Freunde trauern mit,
sie können meinen Weg nicht fassen.
Doch war es Zeit, vorauszudenken
an weitere Jahrzehnte hier
und keine Zeit mehr zu verschenken
auf meinem Weg zu Dir und mir.
Zu Dir mein Weg ist schon so lang,
dass er ruhig länger dauern kann –
darum ist mir nun nicht mehr bang’,
noch ist die Chance nicht vertan.
Zu mir der Weg führt parallel
zu andren Stätten, neuem Haus –
dass ich mehr Selbstbestimmung wähl’,
sie zahlt auf lange Sicht sich aus.
Ich hab’ gemerkt, dass ohne Liebe
ein Weg zu Zweit kaum möglich ist,
und wenn sie auf der Strecke bliebe,
der Streit zu Zweit die Seele frisst.
Ich will es nun nicht mehr riskieren,
zu leben ohne Deine Nähe –
wen auch die Götter zu mir führen,
ich Dich nur immer vor mir sehe.
Indem ich so nun auf Dich warte
– doch das heißt nicht, dass ich nichts tu’ –
setz’ alles ich auf eine Karte,
eh’ ich mich zieh’ zurück zur Ruh’.
Zu warten, heißt nicht, still zu sitzen,
die Hände in den Schoß gelegt –
nein: leben, fühlen, schippern, schwitzen –
es lebt doch nur, was sich bewegt!
Wenn doch das Schicksal uns vereint –
ist auch die Chance minimal –
kein Tattergreis, der schnieft und greint,
soll Dir dann bringen neue Qual!
Und kommt die Liebe nicht zurück
zu Dir, mich Deiner wert zu schätzen,
so finden wir nicht unser Glück –
dann bleiben wir auf unsren Plätzen.
Die Große Liebe gilt nur Dir,
ganz gleich, wohin Dein Weg uns führ’ –
brauchst Du mich nicht, so bleib’ ich hier,
doch offen steht Dir meine Tür.
Zwei Leben führ’ ich lange schon:
ein äußeres und stets synchron
ein inneres dazu, das ganz
mein Herz erfüllt mit stillem Glanz.
Wie kam’s dazu, frag’ ich mich oft –
aus heit’rem Himmel? Unverhofft?
Tut mir das gut, wollt’ ich das immer?
Geht’s denn so weiter – wird’s noch schlimmer?
Von Anfang an warst Du der Grund –
ich liebe Dich seit jener Stund’,
als sich das Jahr zum Ende neigte
und ich Dir meine Seele zeigte.
Es folgte gute, schwere Zeit,
zu Vielem waren wir bereit.
Wir lebten, liebten, fühlten, dachten,
uns vielerlei Gedanken machten.
Und trotz Entfernung hielt das Band,
ein Herz sich stets im andren fand –
bis eines Tag’s die Bombe krachte
und eine scharfe Wende brachte.
Ein Jeder ging nun seinen Weg –
doch wenn ich’s richtig überleg’ –
so wenig ich von Dir erfuhr,
sie blieb doch stets – die Nabelschnur.
So selten ich Dich wiedersah,
’s war wunderschön, und dann geschah
der Klick, den’s mir im Herzen machte
und der mir die Gewissheit brachte:
Du bist’s und wirst es immer bleiben!
Wohin auch sollt’ mein Leben treiben –
ich komm’ nicht los von diesem Traum,
auch wenn uns trennen Zeit und Raum.
Inzwischen geht mein Leben weiter,
mal mühsam und mal froh und heiter.
Ich leb’ nicht schlecht, bin ganz zufrieden,
weil Wohlstand mir und Kraft beschieden …
… zu tun, zu lassen, was ich will,
