Prinz oder Frosch - Klaus-Geert Heyne - E-Book

Prinz oder Frosch E-Book

Klaus-Geert Heyne

0,0

Beschreibung

Der Hochschulprofessor für Techniker-Ethik und Rhetorik Dr.-Ing. Klaus-Geert Heyne schildert in seinen Gedichten eines Liebhabers die Erlebnisse, Gefühle und Einsichten eines Frosches, der gerne zum Prinzen erlöst werden möchte. Ein Buch mit klassisch gereimten Versen zum Lesen, zum Mut machen und zum Schmunzeln.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl: 52

Veröffentlichungsjahr: 2019

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Dank

Allen am Entstehen dieses Buches Beteiligten sage ich herzlichen Dank.

Die kritische Distanz und der liebevolle Sachverstand von Cornelia Rinne haben wieder zum Gelingen beigetragen.

Von Herzen Dank auch meiner Gabriele für ihren Humor bei dieser Rückschau in das Vor-Leben ihres Mannes

Inhalt

Vorwort

Gestern

Frei

Zwei Leben

Tagtraum

Frauen

Albtraum

Werben

Suche

Du Frau

Wie alles kam

Für und Wider

Symmetrie

Der Webervogel

Nachgedacht

Ent-Täuschung

Aus voller Fahrt

Du

Ich frag‘

Brief aus Polen

Ich wüsst‘ so gern

Besinnung

Was braucht‘s

Johann und Lotte

Grübelei

Diametral

Wie ging‘ es mir

Weisheit

Ruhe

Einsichten

Unsichtbares

Die Leiche

Alt?

Theorie und Praxis

Das Wunder

Die letzte SMS

Bindungsweisheit

Heute

Über die Große Liebe

Das Prinzenpaar

Resümee

Nachwort

Vorwort

Ein Leben lang ein Frosch zu bleiben und niemals mehr der Prinz zu sein – darüber möchte‘ ich ungern schreiben, ich möcht‘ mich meines Lebens freu’n.

Dazu gehört, um Prinz zu werden, dem Märchen folgend, eine Frau, die liebend hier auf dieser Erden mich zu erlösen sich getrau‘ ...

… sich traut, mich an die Wand zu werfen, vom Frosch zum Liebsten mich zu wandeln, die mit Geduld und guten Nerven erreicht, dass wir gemeinsam handeln.

Das Risiko des Wurfs zur Wand ist dabei nicht zu unterschätzen, denn bleibt’s ein Frosch in ihrer Hand, dann fliegen oftmals bald die Fetzen.

Wie wird sie ihn nur wieder los, so klebrig, nass und widerlich? Denn was da sitzt auf ihrem Schoß, das hielt’ sie gern vom Leibe sich.

Und auch der Frosch hofft angsterfüllt – er kennt sie ja noch nicht genau – dass sie ihm seine Sehnsucht stillt und das sie sei die „richt‘ge Frau“:

„Die richt‘ge Frau, wie find‘ ich sie – soll ich’s dem Zufall überlassen? Ist’s Arbeit gar und harte Müh‘, gibt’s Möglichkeiten nicht in Massen?

Wie soll ich mich so recht beschreiben, wie komm‘ bei Frauen ich gut rüber? Darf ich mein Selbstlob übertreiben – hat man mich ganz bescheiden lieber?

Ich hab‘ doch allerhand zu bieten an Liebe, Sorge, Geisteskraft – muss mich vor großen Worten hüten, sag‘ lieber, was Vertrauen schafft.

Denn schließlich bin ich Prinz gewesen für eine Frau vor langer Zeit – in ihren Augen konnt‘ ich lesen, wie sehr sie sich auf mich gefreut …,

… so eine Frau sucht‘ ich erneut, zu lieben sie und da zu sein, wenn sie mich braucht, zu jeder Zeit – an ihrem Glück mich mit zu freu‘n.“

Und fand sich nun das Prinzenpaar? Hat sich gelohnt die viele Müh‘, die heiße Suche manches Jahr – der arme Frosch, ja, fand er sie?

Klaus-Geert Heyne

Gestern
Frei

Es ist soweit, bin wieder frei –

und fühl’ mich stark und wohlgemut –

ich denk’ und plan’ so viel dabei,

das hält mich wach und tut mir gut.

Natürlich ist’s kein leichter Schritt,

so viel Vertrautes steh’n zu lassen –

manch’ gute Freunde trauern mit,

sie können meinen Weg nicht fassen.

Doch war es Zeit, vorauszudenken

an weitere Jahrzehnte hier

und keine Zeit mehr zu verschenken

auf meinem Weg zu Dir und mir.

Zu Dir mein Weg ist schon so lang,

dass er ruhig länger dauern kann –

darum ist mir nun nicht mehr bang’,

noch ist die Chance nicht vertan.

Zu mir der Weg führt parallel

zu andren Stätten, neuem Haus –

dass ich mehr Selbstbestimmung wähl’,

sie zahlt auf lange Sicht sich aus.

Ich hab’ gemerkt, dass ohne Liebe

ein Weg zu Zweit kaum möglich ist,

und wenn sie auf der Strecke bliebe,

der Streit zu Zweit die Seele frisst.

Ich will es nun nicht mehr riskieren,

zu leben ohne Deine Nähe –

wen auch die Götter zu mir führen,

ich Dich nur immer vor mir sehe.

Indem ich so nun auf Dich warte

– doch das heißt nicht, dass ich nichts tu’ –

setz’ alles ich auf eine Karte,

eh’ ich mich zieh’ zurück zur Ruh’.

Zu warten, heißt nicht, still zu sitzen,

die Hände in den Schoß gelegt –

nein: leben, fühlen, schippern, schwitzen –

es lebt doch nur, was sich bewegt!

Wenn doch das Schicksal uns vereint –

ist auch die Chance minimal –

kein Tattergreis, der schnieft und greint,

soll Dir dann bringen neue Qual!

Und kommt die Liebe nicht zurück

zu Dir, mich Deiner wert zu schätzen,

so finden wir nicht unser Glück –

dann bleiben wir auf unsren Plätzen.

Die Große Liebe gilt nur Dir,

ganz gleich, wohin Dein Weg uns führ’ –

brauchst Du mich nicht, so bleib’ ich hier,

doch offen steht Dir meine Tür.

Zwei Leben

Zwei Leben führ’ ich lange schon:

ein äußeres und stets synchron

ein inneres dazu, das ganz

mein Herz erfüllt mit stillem Glanz.

Wie kam’s dazu, frag’ ich mich oft –

aus heit’rem Himmel? Unverhofft?

Tut mir das gut, wollt’ ich das immer?

Geht’s denn so weiter – wird’s noch schlimmer?

Von Anfang an warst Du der Grund –

ich liebe Dich seit jener Stund’,

als sich das Jahr zum Ende neigte

und ich Dir meine Seele zeigte.

Es folgte gute, schwere Zeit,

zu Vielem waren wir bereit.

Wir lebten, liebten, fühlten, dachten,

uns vielerlei Gedanken machten.

Und trotz Entfernung hielt das Band,

ein Herz sich stets im andren fand –

bis eines Tag’s die Bombe krachte

und eine scharfe Wende brachte.

Ein Jeder ging nun seinen Weg –

doch wenn ich’s richtig überleg’ –

so wenig ich von Dir erfuhr,

sie blieb doch stets – die Nabelschnur.

So selten ich Dich wiedersah,

’s war wunderschön, und dann geschah

der Klick, den’s mir im Herzen machte

und der mir die Gewissheit brachte:

Du bist’s und wirst es immer bleiben!

Wohin auch sollt’ mein Leben treiben –

ich komm’ nicht los von diesem Traum,

auch wenn uns trennen Zeit und Raum.

Inzwischen geht mein Leben weiter,

mal mühsam und mal froh und heiter.

Ich leb’ nicht schlecht, bin ganz zufrieden,

weil Wohlstand mir und Kraft beschieden …

… zu tun, zu lassen, was ich will,