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Dein Proteinkick aus der Schüssel!
Hoher Proteingehalt von Frühstück bis Abendessen, als Mittagssnack oder Dessert! Bowls sind einfach ideal, um gesunde Eiweißquellen schnell, clever und immer wieder neu zu köstlichen Gerichten zu kombinieren.
Proteine sind essenziell für einen aktiven Lebensstil: sie liefern reichlich Energie für deinen Alltag, unterstützen beim Muskelaufbau und ermöglichen schnelle Erfolge beim Abnehmen.
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Seitenzahl: 104
Veröffentlichungsjahr: 2025
Protein Power
Bowls
Mehr Ausdauer und nachhaltig abnehmen
50 Kraftpakete – fit, gesund & clever kombiniert
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Edition Michael Fischer GmbH
Kistlerhofstr. 70
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EIN E-BOOK DER EDITION MICHAEL FISCHER
1. Auflage 2025
© 2025 Edition Michael Fischer GmbH
Cover, layout und Satz: Meritt Hettwer Projektmanagement und lektorat: Ulrike Reihn-Hamburger
Herstellung: Julia Olech
Fotos: Vanessa Jansen, Münster Mit Ausnahme von: © Shutterstock.com: New Africa (15), Tanya Sid (23 ro.), NADKI (24 l.), Vergani Fotografia (24 r.), RcriStudio (25 o.), anmbph (25 u.), annokhotska (26 l.), Tamer A Soliman (26 r.), Akintevs (27 l.), Peter Hermes Furian (27 r.), Valentina_G (31), Alexander Rutz (33); © Unsplash.com Raspopova Marina (21), Aliona Gumeniuk (22 l.), Jsb Co (22 or.), Victoria Shes (22 u.), Raiyan Zakaria (23 ol.), Edward Howell (23 u.), Curated lifestyle (25 u., 26 u., 29 or.), Anita Austvika (28 l.), Irene Kredenets (28 o.), Mykhaylo Kopyt (28 u.), laura Adai (29 ol.), Jason leung (29 ul.), Anna Jakutajc (29 ur.)
ISBN 978-3-7459-3407-6
www.emf-verlag.de
Bühne frei für Protein
Protein Basics
Aminosäuren – kleine Bausteine mit großer Wirkung
Essenzielle Aminosäuren
Bedingt essenzielle & nicht essenzielle Aminosäuren
Proteine im Körper
Wie viel Eiweiß brauchen wir?
So wird Eiweiß für den Körper besonders gut verfügbar
Proteinmythen und was wirklich dahintersteckt
Tierische Eiweiß-Helden
Pflanzliche Eiweiß-Stars
Unterschätzte Geheimtipps: Gemüse & Pilze
Versteckte Booster
Fokus auf andere Nährstoffe
Das Prinzip Protein Power Bowls – bunt, ausgewogen und einfach gut
Basic-Bowl-Baukasten für herzhafte Salat-Bowls
Beispiel für eine Bowl aus dem Baukasten: Quinoa-Lachs-Bowl
Frühstücks-Power-Bowls
Overnight-Oats mit Apfel und Heidelbeeren
Longevity-Kefir-Bowl mit Weizenkeimen
Green-Breakfast-Bowl mit Goji-Beeren
Pancake-Bowl mit Chia-Pudding
Amaranth-Porridge mit Beeren und Ziegenfrischkäse
Dutch-Baby-Bowl mit Graved lachs
Buchweizen-Bowl mit Kräuterquark und Käse
Rührei-Süßkartoffel-Bowl mit Tomaten
Leichte Bowls & Salat-Bowls
Rote-Bete-Dinkel-Bowl mit Ziegenkäse
Linsen-Bowl mit gebackenem Blumenkohl
Apfel-Sellerie-Bowl mit Matjes
Quinoa-Bowl mit pochierten Eiern
Zoodle-Pesto-Bowl mit Kichererbsen und Tofu
Hähnchenbrust-Parmesan-Bowl mit Mango-Dip
Garnelen-Poké-Bowl mit Edamame
Thunfisch-Bohnen-Bowl mit Paprika-Dip
Thai-Larb-Bowl
Tempeh-Salat-Bowl mit Erdnuss-Dip
Warme Power Bowls
Süßkartoffelwaffel-Bowl mit Räucherforelle
Ratatouille-Bowl mit Hirse-Feta-Bällchen
Bohnen-Shakshuka-Bowl mit Spiegelei und Harissa-Joghurt
Msabbaha-Hummus-Bowl mit lammfilet
Amaranth-Polenta-Bowl mit Erbsen und Kräuterseitlingen
Chicken-Fajita-Bowl mit Avocado
Kürbis-Linsen-Dal mit labneh und Granatapfel
Möhren-Curry-Bowl mit Tofu
Bulgogi-Bowl mit Edamame und Spiegelei
Low-Carb-Bowls
Brokkoli-Taboulé-Bowl mit Hähnchen und Pilzen
Mapo-Tofu-Bowl mit Blumenkohlreis und Chinakohl
Rote-Bete-Spaghetti-Bowl mit Feta und Rosenkohl
Pulled-Mushroom-Burger-Bowl
Ofenlachs-Bowl mit Selleriepüree und Gurkensalat
Fenchel-Sardinen-Bowl mit Grapefruit und Oliven
Shirataki-Ramen-Bowl mit Ei und Garnelen
Snack-Bowls für Daheim & „On the Go“
Trauben-Kichererbsen-Bowl mit Käsewürfeln
Lachsröllchen-Bowl mit Brokkoli und Trauben
Linsen-Köfte-Bowl mit Haydari-Dip
Stick-and-Dip-Bowl mit Edamame-Hummus
Quinoa-Bowl mit gezupfter Putenbrust
Halloumi-Melonen-Bowl
Shrimp-Bowl „Caesar Style“
Hiyayakko-Tofu-Bowl mit Kimchi
Sweets & Desserts
Skyr „Greek Style“ mit Feigen und Sesamkrokant
Cheesecake-Bowl mit Kirschen
Cookie-Dough-Bowl
Schoko-Mousse-Bowl
Mango-Maracuja-Bowl mit Kokos
Apfel-Quinoa-Crumble-Bowl mit Stippmilch
Brownie-Bowl mit Frozen Yoghurt
Banana-Bread-Bowl
Schnelle Schüsseln
7-Tage-Protein-Power-Plan
Register
Über den Autor
Über die Fotografin
Protein – das klingt für viele nach Pumpen im Fitnessstudio und geschmacklosen Eiweißshakes. Doch Protein ist viel mehr: Es ist für uns alle – ob groß oder klein, jung oder alt, gesund oder krank – ein zentraler Baustein unserer Zellen. Es sättigt, unterstützt Energie- und Reparaturprozesse und hält unser System am laufen. Genau deshalb hat es die Hauptrolle in diesem Buch verdient.
Seine volle Wirkung entfaltet es jedoch nicht allein, sondern im Zusammenspiel mit anderen Nährstoffen. Und genau hier kommen Protein Power Bowls ins Spiel: Diese bringen nicht nur jede Menge Farbe, Abwechslung und Freude in die Schüssel – sondern vereinen ganz nebenbei all das, was unser Körper braucht, in einer bunten Vielfalt. Jede Bowl ist ein kleines Gesamtkunstwerk aus der optimalen Menge Eiweiß, ausreichend sättigenden Kohlenhydraten, gesunden Fetten, Ballaststoffen für die Darmgesundheit, wichtigen Mikronährstoffen und einer gehörigen Prise Kreativität. So wird gesunde Ernährung zu einer echten Passion, statt zur lästigen Pflicht.
Da kaum etwas so vielseitig ist wie unser Appetit, legen sich die Protein Power Bowls für maximale Abwechslung so richtig ins Zeug: mal herzhaft mit lachs, Hähnchen oder Räuchertofu, mal frisch und knackig mit extra viel Gemüse, mal mediterran oder mit Tex-Mex-Note, mal asiatisch inspiriert. Auch allerlei süße Varianten haben ihren Platz – ob cremig gerührt, eisgekühlt oder frisch gebacken. So bietet dieses Buch eine Sammlung von fast 60 Rezepten für jeden Anlass, die lust darauf machen, Tag für Tag Neues in die Bowl zu zaubern.
Ich bin überzeugt: Protein Power Bowls werden schnell zu deinem täglichen Begleiter! lass dich von der Vielfalt der Bowls inspirieren, entdecke deine Favoriten und spiele mit eigenen Ideen. Ob für mehr Energie im Alltag, für bewussten Genuss oder einfach für das angenehme Gefühl, dir etwas Gutes zu tun: Deine nächste Bowl wartet schon – und vielleicht ist sie deine neue lieblingsschüssel.
Eiweiß ist für unseren Körper ein Baukasten voller bunter Bausteine. Diese Bausteine heißen Aminosäuren. Aus ihnen entstehen Muskeln, Haut, Hormone, Enzyme – eigentlich alles, was uns am laufen hält. Insgesamt gibt es rund 20 Aminosäuren, die der Körper zu unzähligen Proteinen zusammensetzt. Einige davon kann er selbst basteln, andere müssen wir regelmäßig essen, sonst stockt die „Baustelle Körper“.
Aminosäure
Typische lebensmittelquellen
Funktion im Körper
Histidin
Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Vollkorn
Vorläufer von Histamin (Immunsystem, Magensäure), Gewebeheilung
Isoleucin
Eier, Fisch, Hülsenfrüchte, Nüsse
Energieversorgung der Muskeln, Muskelaufbau & -regeneration, Blutzuckerregulation
Leucin
Fleisch, Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Erdnüsse
Muskelaufbau & -regeneration, unterstützt Wundheilung
Lysin
Rotes Fleisch, Käse, Sojabohnen, linsen
Immunsystem, Kollagen- und Knochenaufbau
Methionin
Fleisch, Eier, Sesam, Paranüsse
Bestandteil von Antioxidantien (Glutathion), Entgiftung
Phenylalanin
Milchprodukte, Fleisch, Soja, Kürbiskerne
Vorläufer für Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin
Threonin
Milchprodukte, Eier, Weizenkeime, Walnüsse
Aufbau von Kollagen & Elastin, Verdauung, Schleimhautgesundheit
Tryptophan
Käse, Nüsse, Hafer, Geflügel
Vorläufer von Serotonin & Melatonin (Stimmung, Schlaf)
Valin
Fleisch, Milchprodukte, Pilze, Erdnüsse
Muskelaufbau & -regeneration, Regeneration, Energie
Essenziell:Diese Aminosäuren kann der Körper nicht selbst herstellen. Sie müssen täglich über die Ernährung zugeführt werden. Fehlt auch nur eine davon, kann der Körper bestimmte Proteine nicht zusammenbauen.
Bedingt essenziell: Diese Aminosäuren sind normalerweise selbst herstellbar, aber in Stresssituationen, bei Krankheit, Verletzungen oder im Wachstum kann der Eigenbau nicht mithalten – dann lohnt eine Extraportion über die Nahrung.
Nicht essenziell: Diese Bausteine kann der Körper in der Regel gut selbst produzieren. Trotzdem stecken sie in fast allen Eiweißquellen und werden automatisch mitgegessen.
Aminosäure
Einstufung
Typische lebensmittelquellen
Funktion im Körper
Arginin
bedingt essenziell
Nüsse, Kürbiskerne, Fleisch, Hülsenfrüchte
Gefäßgesundheit, Wundheilung, Immunsystem
Cystein
bedingt essenziell
Geflügel, Eier, Hafer, Sonnenblumenkerne
Bestandteil von Glutathion (Antioxidans), wichtig für Haare & Nägel
Glutamin
bedingt essenziell
Fleisch, Milchprodukte, Spinat, Kohl
Energiequelle für Immunzellen & Darm, Wundheilung
Tyrosin
bedingt essenziell
Käse, Fleisch, Hülsenfrüchte, Nüsse
Vorläufer von Dopamin, Adrenalin, Schilddrüsenhormonen
Alanin
nicht essenziell
Fleisch, Fisch, Vollkorn, Hülsenfrüchte
Energieversorgung der Muskeln, Blutzuckerregulation
Asparagin
nicht essenziell
Spargel, Soja, Kartoffeln, Geflügel
Energie- & Stickstoffstoffwechsel
Asparaginsäure
nicht essenziell
Fleisch, Fisch, Soja, Erdnüsse
Energiegewinnung, Neurotransmitter-Stoffwechsel
Glutaminsäure
nicht essenziell
Fleisch, Soja, Weizen, Käse
Neurotransmitter (Glutamat), Verdauung
Glycin
nicht essenziell
Gelatine, Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte
Kollagenbildung, Entgiftung, Nervensystem
Prolin
nicht essenziell
Gelatine, Fleisch, Eier, Milchprodukte
Aufbau von Kollagen, Gelenken & Haut
Serin
nicht essenziell
Fleisch, Eier, Soja, Nüsse
Bildung anderer Aminosäuren, Nervensignalweitergabe
Proteine zählen zu den Grundbausteinen des lebens. Sie liefern essenzielle Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann, und steuern unzählige Prozesse – vom Wachstum über den Stoffwechsel bis zur Immunabwehr. Nahrungseiweiß wird im Verdauungstrakt in Aminosäuren zerlegt, aus denen der Körper eigene Proteine für Muskeln, Enzyme, Hormone und Abwehrstoffe aufbaut. Kurz gesagt: Proteine sind weit mehr als bloßes „Muskelfutter“. Sechs ihrer spannendsten Jobs schauen wir uns hier an.
Eiweiß steckt in allem, was Stabilität gibt: Muskeln, Haut, Haare, Nägel, Knochen und Bindegewebe. Beim Wachsen, Heilen oder Muskelaufbau greift der Körper auf Aminosäuren als Baumaterial zurück. Ohne Nachschub bleibt die Regeneration auf der Strecke.
Ohne Enzyme ginge im Körper nichts, denn sie beschleunigen wichtige Reaktionen, die sonst viele Stunden oder Tage dauern würden, auf Sekundenbruchteile. Für ihren Aufbau benötigt der Körper Eiweiß. Auch viele Hormone basieren auf Proteinen – etwa Insulin und Glucagon für die Regulation des Blutzuckers oder Wachstumshormone für Körperentwicklung und Zellteilung. Kurz gesagt: Eiweiß bedient die Schalter und dreht die Knöpfe, die unseren Körper steuern.
Manche Proteine schnappen sich wichtige Stoffe und bringen sie – wie Kuriere – genau dorthin, wo sie gebraucht werden. Hämoglobin zum Beispiel kutschiert Sauerstoff von der lunge in jede einzelne Zelle. Transferrin erledigt den Job mit Eisen, und lipoproteine fahren Fette und Cholesterin durch den Blutkreislauf. Es gibt aber auch lageristen: Das Speicherprotein Ferritin etwa bunkert Eisen in der leber und Myoglobin hält Sauerstoff direkt im Muskel parat – quasi als kleine Notreserve. Ohne diese fleißigen Arbeiter würde unser Körper auf halber Strecke liegen bleiben.
Die Antikörper, die uns vor Viren und Bakterien schützen, bestehen aus Proteinen. Auch andere Immunzellen nutzen Eiweiße, um Eindringlinge zu erkennen und abzuwehren, etwa für Signalstoffe oder Rezeptoren auf der Zelloberfläche. Sie erkennen Eindringlinge, markieren sie und machen sie unschädlich – ziemlich clevere Türsteher also. Auch die Blutgerinnung läuft über Eiweiße: Sie bilden ein Netz, das Wunden verschließt, damit wir nicht zu viel Blut verlieren. Fehlt Eiweiß, wird das Immunsystem träge – und wir damit anfälliger für Infekte.
Eigentlich nicht als Energieträger gedacht, kann Eiweiß einspringen, wenn Kohlenhydrate und Fett fehlen. Dann baut der Körper Aminosäuren zu Glukose um (Gluconeogenese). Praktisch im Notfall, aber langfristig ungünstig, weil Muskulatur abgebaut wird. Bei so vielen Talenten sollte Eiweiß diesen Job also nur im absoluten Notfall übernehmen.
Proteine wirken als Puffer und stabilisieren den Blut-pH-Wert bei etwa 7,4. Das ist wichtig, denn unser Körper funktioniert nur in einem bestimmten pH-Bereich einwandfrei. Für eine andere Form von Gleichgewicht sorgt das Protein Albumin. Es reguliert den Flüssigkeitshaushalt zwischen Blutgefäßen und Gewebe: Dadurch bleibt die Flüssigkeit im Blutkreislauf und Ödeme werden verhindert.
Eiweiß ist wie der Handwerkertrupp unseres Körpers: Ohne genug Material kommen Baustellen wie Muskeln, Haut oder Immunabwehr ins Stocken. Meist brauchen wir etwas mehr, als wir vermuten – aber weniger, als uns so manches Proteinpulver-Regal weismachen möchte.
Der wichtigste Ausgangspunkt für die Kalkulation ist das Körpergewicht. Für gesunde Erwachsene, die sich normal bewegen, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) etwa
0,8 g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht.
Wer also 75 Kilo wiegt, kommt mit 60 Gramm am Tag gut zurecht.
Kinder und Jugendliche brauchen wegen des Gewebeaufbaus etwas mehr:
Kleinkinder ca. 1,0 g/kg
Schulkinder & Jugendliche 0,9–1,0 g/kg
In schnellen Wachstums- oder Sportphasen vorübergehend bis 1,2–1,5 g/kg.
In der Regel wird dieser Bedarf mit einer ausgewogenen Mischkost problemlos gedeckt. Wer sich jedoch vegan ernährt, sollte die Eiweißzufuhr sorgfältig planen und bei Bedarf fachlichen Rat einholen, um alle essenziellen Aminosäuren sicher abzudecken.
Mit zunehmender Aktivität oder speziellen lebenssituationen steigt der Bedarf: Sportlerinnen und Sportler brauchen mehr, weil Muskeln repariert und aufgebaut werden müssen. Auch wer abnehmen möchte, sollte mehr Protein einplanen, um Muskulatur zu erhalten und länger satt zu bleiben.
Freizeit- & Ausdauersport: 1,2–1,6 g/kg
Muskelaufbau, Diätphasen: zeitweise 1,6–2,0 g/kg
Bei 75 kg Körpergewicht sind das 90–120 g pro Tag bei Freizeit- & Ausdauersport, 120–150 g bei Muskelaufbau oder in Diätphasen.
Mit dem Alter verändert sich der Stoffwechsel: Die Muskeln reagieren träger auf Eiweiß (anabole Resistenz). Deshalb empfehlen Ernährungswissenschaftler*innen Menschen ab 60 Jahren etwas mehr Protein.
Ab ca. 60 Jahren 1,0–1,2 g/kg
bei Training 1,2–1,6 g/kg
Nach Krankheit oder Operationen kann der Bedarf vorübergehend steigen – hier lohnt eine ärztliche Beratung.
Grundsätzlich gelten die Eiweißempfehlungen für beide Geschlechter gleich, denn entscheidend ist nicht das biologische Geschlecht, sondern vor allem das Körpergewicht, die Muskelmasse und die lebenssituation bzw. der Grad der Aktivität. Männer haben im Durchschnitt etwas mehr Muskulatur und dadurch meist einen höheren absoluten Bedarf – pro Kilogramm Körpergewicht gelten aber die gleichen Richtwerte. Bei Frauen steigt der Bedarf in besonderen lebensphasen: während Schwangerschaft und in der Stillzeit sowie in und nach den Wechseljahren.
