Radio Nights - Tom Liehr - E-Book

Radio Nights E-Book

Tom Liehr

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Beschreibung

Radio Rock'n'Roll. Donald Kunze hat ein loses Mundwerk, eine Stimme, die unter die Haut geht, und einen Traum: Radiomoderator. Er riskiert alles, geht on Air, wird der Star eines Berliner Senders - bis er an die falschen Leute gerät und sogar Liddy, seine große Liebe, verliert. Erst jetzt kapiert er: Ganz unten sein und dann den Traum von vorn beginnen, das ist Rock'n'Roll! "Ein Autor, den man in einem Atemzug mit Nick Hornby nennen kann." Radio M 94,5. "Rasant und witzig." Radio Eins.

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Seitenzahl: 346

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Tom Liehr

Radio Nights

Roman

Aufbau-Verlag

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Impressum

Dies ist eine erweiterte Neuausgabe des erstmals 2003 erschienenen Titels.

ISBN 978-3-8412-0237-6

Aufbau Digital,veröffentlicht im Aufbau Verlag, Berlin, 2010© Aufbau Verlag GmbH & Co. KG, BerlinBei Aufbau Taschenbuch erstmals 2008 erschienen; Aufbau Taschenbuch ist eine Marke der Aufbau Verlag GmbH & Co. KGCopyright © 2003 by Tom Liehr

Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Jegliche Vervielfältigung und Verwertung ist nur mit Zustimmung des Verlages zulässig. Das gilt insbesondere für Übersetzungen, die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen sowie für das öffentliche Zugänglichmachen z.B. über das Internet.

Umschlaggestaltung Mediabureau Di Stefano, Berlinunter Verwendung mehrerer Motiv von iStockphoto: javarman3, jcwait, PixelEmbargo

Konvertierung Koch, Neff & Volckmar GmbH,KN digital – die digitale Verlagsauslieferung, Stuttgart

www.aufbau-verlag.de

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Innentitel

Inhaltsübersicht

Informationen zum Buch

Informationen zum Autor

Impressum

Inhaltsübersicht

Intro

Re-Current (Erster Teil)

1. Rats In The Cellar 1969 –1972

2. Red Skies Over Paradise 1994

3. Last Night A DJ Saved My Life 1969 –1972

4. Morning Has Broken 1972– 1981

5. Tea In The Sahara 1981

6. Tuff Enuff 1992

7. I Don’t Like Mondays 1983

8. Sisters Are Doing It For Themselves 1985

9. Learning To Fly 1985

10. Enjoy The Silence 1984

11. R.O.C.K. In The USA 1986

12. Hungry Heart 1992

13. We Built This City 1989

14. (I Just) Died In Your Arms 1984

15. Hello (Turn Your Radio On) 1990

16. Radio Ga Ga 1990

17. What’s The Frequency, Kenneth? 1994

18. Running On Empty 1995

Current (Zweiter Teil) 1995

1. Time To Wonder Weihnachten 1995

2. All Cried Out Dezember 1995

3. Sympathy For The Devil Januar 1996

4. Coming Around Again Frühjahr 1996

5. One Bourbon, One Scotch, One Beer

6. Money For Nothing Sommer 1996

7. Straight From The Heart Frühjahr/Sommer 1997

Outro

Remix 2017

Bonus

Wahr und unwahr

Credits

Playlist

Radiochinesisch

[Menü]

|4|Gewidmet meinem Freund Hans Lohff

(1966–2001)

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|5|»Get yo’self nekkid«

Robert »Wolfman Jack« Smith,

amerikanischer Radioheld

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|6|Intro

»Hi, Donald«, sagte Liddy. »Ich warte schon seit Stunden auf dich.«

[Menü]

|7|Re-Current

(Erster Teil)

|9|1. Rats In The Cellar

1969 –1972

Ich schlug das Buch zu und hob gleichzeitig den Blick zum Publikum. Ein paar Sekunden lang passierte nichts, es hatte wohl noch keiner begriffen, daß ich fertig war, und dann kam der Applaus. Lange, begeistert, stehend in einigen Fällen. Ich lächelte, deutete eine Verbeugung an – wie es mir meine Lehrerin empfohlen hatte –, nahm das dicke, schwere Märchenbuch unter den Arm und ging zurück auf meinen Platz in der ersten Reihe, neben den sieben Konkurrenten, die schon gelesen hatten und in deren Gesichtern die Erkenntnis der eigenen Chancenlosigkeit geschrieben stand, vermischt mit der natürlichen panischen Angst, vor so vielen Leuten aufzutreten, aufgetreten zu sein, daneben die beiden armen Schweine, die meine Leistung jetzt zu toppen hätten. Aussichtslos, nach meinem Dafürhalten, oder wohl auch objektiv betrachtet. Bevor ich mich setzte, sah ich zu meiner Lehrerin hinüber, die drei Reihen weiter saß und verzückt lächelte, beide Hände innig vor der Brust gefaltet, und ebenfalls ein Nicken andeutete. Und das, obwohl wir uns gegenseitig ums Verrecken nicht ausstehen konnten.

Natürlich gewann ich.

»Du hast eine wunderschöne Stimme«, erklärte die fette, grauhaarige Politikerin, die die Schirmherrschaft über den Wettbewerb hatte, als sie mir den häßlichen Pokal überreichte. »Und du liest wahnsinnig schnell, dabei doch so deutlich und fesselnd«, sagte der Typ mit dem zottligen Bart und der Riesennarbe auf der Wange, der auch irgendwie wichtig war. Dabei nickte er beeindruckt mit dem Kopf und starrte mich an, als wäre ich ein Weltwunder. Ich hatte tatsächlich sehr schnell gelesen, das – weitgehend unbekannte – estnische Märchen, das ich vorgetragen hatte, handelte von |10|einem Kampf und einer Verfolgungsjagd durch das Labyrinth in den Gewölben eines Schlosses: Rasanter Vortrag paßte da gut.

Als ich zurückkam, wieder in die Schule, am nächsten Tag, waren alle meine Mitschüler total superstolz auf mich. Der kleine Zwist, den es einen Monat vorher bei dem Schulendscheid gegeben hatte, weil sie eigentlich einen anderen nominieren wollten – einen, der zwar schlechter las, aber mehr Sympathien auf seiner Seite hatte –, der war vergessen, jedenfalls, was sie betraf. Ich feixte mir einen. Diese charakterlosen Nullen. Zwei Tage später war das Schuljahr vorbei, und damit meine Zeit an der Grundschule. Ich machte die symbolischen drei Kreuze; diese Arschlöcher wollte ich nie mehr wiedersehen, und ich sah sie auch nie mehr wieder. Je jünger man ist, um so härter zieht man soziale Grenzen, um so deutlicher ist man in seiner Be- oder Mißachtung anderer, um so brutaler sind die Strukturen und die Mechanismen der Zuneigung, die sich andere erkämpfen, oder der Abneigung, gegen welche die anderen ankämpfen müssen. Das war eine meiner Lehren aus der Grundschulzeit.

Niemand mochte mich so richtig, und mir ging es mit den anderen ganz ähnlich. Als ich acht Jahre alt war, zu Beginn des dritten Schuljahres, ungefähr zu dem Zeitpunkt, an dem meine bewußte Persönlichkeitsbildung begann, zogen wir aus einer kleinen Wohnung in einer noblen, gutbürgerlichen Gegend in ein größeres Haus in einer weniger noblen, wenn auch etwas hübscheren Gegend: nach Britz, in den grüneren südlichen Teil des gefällereichen Berliner Bezirks Neukölln. Meine schulischen Leistungen waren zuvor eher durchschnittlich gewesen, wenn auch gehobener Durchschnitt, was zu einem gut Teil daran lag, daß mich die Schule eher überhaupt nicht interessierte – es wäre mir leichtgefallen, besser zu sein. In der neuen Penne gehörte ich sofort zur Elite, oder vielmehr: Ich stellte sie dar, sie bestand aus mir. |11|Der Rückstand meiner neuen Klassenkameraden auf den Stoff, den ich, praktisch von einer Elite-Grundschule kommend, schon hinter mir hatte, war enorm, und gleichzeitig machte es die diffusere soziale Struktur den wenigen guten irrsinnig schwer, sich von den schlechten abzusetzen – von mir selbst abgesehen. Was besonders fatale Auswirkungen auf das Leistungsniveau der Klasse hatte, war meine Fähigkeit, aus dem Stegreif über alles und jeden wohlklingende Reden zu halten. Meine Schlagfertigkeit und Eloquenz, insbesondere aber meine Stimme – die angeboren war und bis dahin keine Ausbildung erfahren hatte – wurden rasch zur lokalen Legende. Man nannte mich bald nicht mehr »Professor« – wie zu Anfang, als ich innerhalb weniger Wochen den Durchschnitt der Klasse um fast eine ganze Note anhob –, sondern »die Stimme«. Und ich hatte etwas zu sagen, zu allem und zu jedem. Was auch immer die Fragestellung war, ich meldete mich, und wenn auch nur, um die Frage in anderer Formulierung zu wiederholen – ein klasse Trick, der zwar nicht immer funktionierte, aber meine Präsenz in den Köpfen der Lehrer verdichtete –, welches Thema auch zu referieren war, ich meldete mich, allerdings nicht, ohne einen Mitreferenten zu erstreiten, den ich dann die Recherche- und Basisarbeit tun ließ, um wohlklingend die akustischen Lorbeeren einzuheimsen. Zu meiner Ehrenrettung muß zweierlei gesagt werden: Erstens hätte ich es auch alleine gekonnt, aber ich war zu faul, außerdem war es nicht wirklich nötig. Zweitens verhalf ich damit vielen Klassenkameraden zu unerwarteten Erfolgen, denn Leute, die sich sonst niemals freiwillig ins Rampenlicht vor der grünen Tafel gestellt hätten, bekamen plötzlich gute Noten für meinen Vortrag, wie ich umgekehrt für ihre Vorarbeit. Diese Konstellation reichte allerdings kaum aus, meine soziale Position in der Klasse zu verbessern, aber daran hatte ich auch überhaupt kein Interesse. Die Schule war nur deshalb wichtig, weil meine despotische Mutter und mein bescheuerter Vater wie die Habichte darüber wachten, insbesondere meine Mutter. Meine Klassenkameraden |12|interessierten mich nicht, das waren alles Holzköpfe, Schläger, Schreihälse, Gummistiefelträger; ich wurde zweimal Schulsprecher, um mich selbst zu vertreten (und weil ich so gerne vor Publikum redete), nicht sie, diese Weicheier, die mich wählten, weil meine Rede beeindruckte, und es fünf Minuten später schon wieder bereuten.

Meine Klassenkameradinnen interessierten mich noch nicht, ich war ja erst zehn, elf, elfeinhalb, mit fünfeinhalb Jahren eingeschult, meine sexuelle Bewußtwerdung lag in der Zukunft, jedenfalls größtenteils.

Dafür war mir etwas anderes bewußt.

Meine Schwester, das vierte Familienmitglied, sieben Jahre älter als ich, kraushaarig, krausköpfig, despotisch wie meine Mutter, stur, halsstarrig – aber mir gegenüber zärtlich und schützend, jedenfalls gelegentlich, wenn es nicht um das verhaßte Geschirrspülen oder die Verteilung der Sitzplätze vor dem Fernseher ging –, sollte ein eigenes Zimmer bekommen. Bis zu diesem Zeitpunkt, und da war sie immerhin knapp sechzehn, hatten wir einen Raum und ein Doppelstockbett geteilt (eine nicht immer uninteressante Erfahrung für mich, vor allem, wenn ich mich schlafend stellte, um sie beim An- oder Ausziehen beobachten zu können, oder wenn sie im Bett unter mir masturbierte, was ich erst später begriff, mich aber schon beim anfangs ängstlichen Zusehen durch die Spalte zwischen Bettgestell und Lattenrost faszinierte), weil das Haus zwar ausreichend Platz bot, dieser aber für ein Eßzimmer, ein Arbeitszimmer und eine sogenannte Werkstatt genutzt wurde – werden mußte. Letzteres war eigentlich eine Art Ein-Mann-Pinte: Zwischen weitestgehend nutzlosem Werkzeug, Massen von Schrauben, Muttern und diesem Krempel in allen Größen und Formen, keine Ahnung, wo das alles herkam, hockte mein hutzliger, kleiner, adlernasiger, fast kahlköpfiger, insgesamt sehr unansehnlicher Vater und atmete einen Schnaps nach dem anderen ein, wochentags ab |13|fünf, wenn er von seinem namen- und bedeutungslosen Verwaltungsjob heimkam, und am Samstag ab morgens; sonntags war immer Ausflug, da wurde unterwegs gesoffen, sozusagen ambulant. Er saß da, stundenlang, sortierte und polierte Schrauben, die nie ein Mensch benötigen würde, am wenigsten er selbst mit seinen beiden linken Händen, klapperte ewig mit einer komischen Maschine, aus der beschriftete Plastikstreifen kamen, und beklebte Kisten und Kistchen, kleine Schränke – Sperrmüll. Und alle paar Plastikstreifen, alle paar Schrauben goß er sich einen Korn ins Gesicht, oder ein Bier, zwischendrin rauchte er Unmengen Zigaretten, Ernte 23, während meine Mutter irgendwo durchs Haus wuselte und alles so richtete, daß es den bestmöglichen Eindruck auf die Besucher machen würde, die selten zu uns kamen; Besucher waren grundsätzlich nicht sehr gerne gesehen, wenn aber, mußte alles picobello sein, wie sie zu sagen pflegte. Die Tatsache, daß es einen Haufen nutzloser Räume gab – niemand arbeitete je im Arbeitszimmer –, aber nur ein einziges Kinderzimmer, das sollte Wohlstand ausdrücken, irgendwie verschwenderisch wirken, keine Ahnung: Jedenfalls zeigte es deutlich die Prioritäten meiner Eltern, die auf meine schulischen Leistungen stolz waren (und damit wenig subtil hausieren gingen: »Wie viele Einsen hat denn Ihrer? Ach, keine? Na, bei unserem sind’s diesmal auch nur fünf Stück«), aber sich ansonsten kaum für uns interessierten. Daß meine Schwester schließlich ihr Zimmer bekommen sollte, war der Tatsache zu verdanken, daß sie androhte, ansonsten mit sechzehn auszuziehen, koste es, was es wolle. Das konnte meine Mutter unmöglich dulden; das Bild der heilen Familie wäre beschädigt worden, es kam nicht in Frage, daß einer von uns auszog, bevor er volljährig war, und so gaben sie dem Drängen nach. Erst später erfuhr ich, daß die Drohung in einer handfesten Erpressung bestanden hatte.

Da Eß- und Arbeitszimmer keinesfalls aufgegeben werden durften, mußte auf andere Art Platz geschaffen werden. Die |14|»Werkstatt« meines Vaters lag im Souterrain, wie das bei uns genannt wurde; die Kellerräume ragten weit genug aus dem Boden, um Platz für fast normale Fenster zu bieten, die dann mit dem Erdboden abschlossen. Ein weiterer Raum im Souterrain war bis dahin als Abstellraum benutzt worden. Meine Eltern beschlossen, diesen kleinen, dunklen und etwas feuchten Raum zu renovieren, um ihn zu meinem Zimmer umzufunktionieren. Ich fand die Idee nicht so klasse, und ich sagte das auch:

»Ich will aber nicht im Keller schlafen.«

»Das ist kein Keller, das ist ein Souterrain.«

»Es ist aber unter der Erde.«

»Nur zur Hälfte.«

»Ich will nicht unter der Erde schlafen.«

»Dein Vater hat hier seine Werkstatt, also kannst du hier auch dein Zimmer haben.«

»Was baut Papa in seiner Werkstatt?«

Ich bekam eine gefeuert, ohne zu wissen oder auch nur zu ahnen, wofür, und beide Diskussionen waren beendet. Ich würde in das Souterrain ziehen, das eigentlich ein Keller war, damit meine Schwester nicht zu den Behörden lief und sich über heftigen Mißbrauch durch massiv alkoholabhängige Eltern beklagte. Eigentlich fand ich es gar nicht so schlimm; der Raum hatte ein Fenster, ein recht großes sogar, was es mir erleichtern würde, heimlich in den Garten zu entwischen oder nachts das Haus zu verlassen, denn die Gitter vor dem Souterrainfenster waren innen und nur mit einem einfachen Riegel gesichert, den man von außen nicht sehen konnte.

Also »renovierten« meine Eltern das Kämmerchen, das heißt, sie klebten ein bißchen Muster- und Rauhfasertapete an die Wände, nachdem sie den Raum ein paar Tage gelüftet hatten, legten einen blaugelben Teppich mit Bananenmuster auf den Fußboden und räumten meine Spielsachen, meine Bücher, einen kleinen Sperrholzschreibtisch und das Etagenbett hinein. Da die Grundstimmung im Haus dies zuzulassen schien, nötigte ich meinen Eltern ein Wiedergutmachungsgeschenk |15|für diesen Umzug in die unterstmögliche Etage des Hauses ab. Sie willigten ein. Bei »Tchibo« oder »Eduscho«, ich weiß nicht mehr genau, gab es – für damalige Verhältnisse, Anfang der Siebziger – winzig kleine Transistorradios, etwa so groß wie heute eine Big-Box-Schachtel Zigaretten, aus Plastik, gelb, in Form kleiner Koffer, mit einer kleinen Trageschlaufe aus Kunstleder, mono, versteht sich, mit seitlich eingebautem Lautsprecher, zwei Mignonzellen erforderlich. Sie kosteten fünfzehnneunzig oder neunzehnneunzig, eine absolut wahnsinnige Summe für mich, aber eine Sensation damals, soweit ich mich erinnere: Seit ich diese kleinen Radios im Fenster von »Tchibo« oder »Eduscho« und bei einigen meiner Klassenkameraden gesehen hatte, wollte ich um jeden Preis selbst so eins haben. Und ich bekam es. Meine Ersparnisse oder mein Taschengeld hätten bis an mein Lebensende nicht gereicht, aber irgendwie war es so, daß sich meine Eltern schuldig fühlten, schuldig wegen der Tatsache, daß es ein helles, gut belüftetes und nie benutztes Arbeitszimmer im Erdgeschoß unseres Hauses gab und daß der Filius in einem dunklen, muffigen und etwas feuchten Kellerraum unter der Erde wohnen mußte.

|16|2. Red Skies Over Paradise

1994

»Ich würde dich gerne behalten, Donny«, sagte Vögler. Sein Gesicht blieb dabei völlig ausdruckslos, aber mit seinem Mund geschah etwas, das doch irgendwie in Richtung grinsen ging.

Heilige Scheiße. Der Konjunktiv fuhr mir tief ins Gemächt. Würde. Hieß das …?

Ich hatte das Büro von Vögler betreten, ohne vorher zu klopfen, das war Usus in der Station. »Rock on«, sagte ich zur Begrüßung, aber leise, denn er telefonierte gerade – seine Hauptbeschäftigung. Ich fläzte mich in den Chromledersessel, er nickte mir kurz zu, sah mich aber nicht an, drehte sich auf seinem Stuhl zur Seite und sprach weiter, ohne auf mich zu achten. Die Redaktionssitzung war vorbei, die Sendung erst in ein paar Stunden – ich hatte Zeit.

Vöglers Schreibtisch quoll so sehr über vor Krempel, daß man nicht mehr erkennen konnte, was das für ein Fabrikat war oder woraus er bestand – Marmor oder Preßspan; zweiteres, meinte ich zu erinnern. In einer fragilen, undurchschaubaren Schichtung reichten die Papiere von der Tischplatte fast bis zum Boden, hielten aber aus irgendeinem Grund zusammen. Man mußte meinen, daß der Mann entweder ein Genie war oder ein Vollchaot.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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