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Beschreibung

Die Reformation – eine offene Lerngeschichte

Als Ereignis von weltgeschichtlicher Bedeutung hat die Reformation nicht allein Kirche und Theologie, sondern das gesamte private und öffentliche Leben verändert und bis in die Gegenwart (mit) geprägt. Sie wirkte u.a. als Bildungsimpuls, trug zur Ausbildung der modernen Grundrechte von Religions- und Gewissensfreiheit bei, veränderte das Verhältnis von Kirche und Staat, hatte Anteil an der Entstehung des neuzeitlichen Freiheitsbegriffs und des modernen Demokratieverständnisses. Die Fragen, die die Reformatoren in Briefen, Predigten und Traktaten stellten, griffen auf, was die Menschen damals unmittelbar bewegte.

Bei einem Reformationsjubiläum am Anfang des einundzwanzigsten Jahrhunderts muss deutlich gemacht werden, inwiefern die religiösen Einsichten der Reformation auch eine Antwort auf Fragen heutiger Menschen darstellen. Als offene Lerngeschichte ist die Reformation für jede Generation Gestaltungsaufgabe. Heute geht es um die Bedeutung der reformatorischen Rechtfertigungslehre und Freiheitserfahrung in einer Zeit verstärkter gesellschaftlicher Umbrüche.

  • Das zentrale Thema der Reformation damals und heute
  • Kernpunkte reformatorischer Theologie: theologische Grundgedanken und gegenwärtige Herausforderungen

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Seitenzahl: 108

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Rechtfertigung

und Freiheit

500 Jahre Reformation 2017

Ein Grundlagentext

des Rates der Evangelischen Kirche

in Deutschland (EKD)

Gütersloher Verlagshaus

Im Auftrag des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland

herausgegeben vom Kirchenamt der EKD

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://portal.dnb.de abrufbar.

Copyright © 2014 by Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh,

in der Verlagsgruppe Random House GmbH, München

Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Titelabbildung: Lucas Cranach der Jüngere (1515 – 1586), Epitaph für den Bürgermeister Michael Meyenburg (1558), Nordhausen, St. Blasii (Kopie des 1945 verschollenen Originals aus dem Jahre 1927, im Vordergrund Meyenburg mit Familie, dahinter rechts die Auferweckung des Lazarus sowie links Personen der Reformation: in der ersten Reihe Luther und Melanchthon, dann Justus Jonas, Johann Bugenhagen, Georg Spalatin, Johann Spangenberg und andere).

Bildnachweis

Abb. 1: Thesenanschlag. © akg-images, Berlin. Abb. 2: Die göttliche Mühle. © akg-images, Berlin. Abb. 3: Das Lutherdenkmal in Worms. © akg-images, Berlin. Abb. 4: Fresko des Jüngsten Gerichts im Chorbogen (Marienkirche in Büdingen). © Sven Teschke, Büdingen. Abb. 6: Lucas Cranach d.Ä., Reformationsaltar der Stadtpfarrkirche St. Marien in Wittenberg. © akg-images, Berlin.

Umsetzung eBook: Greiner & Reichel, Köln

ISBN 978-3-641-14770-9

www.gtvh.de

Inhalt

Geleitwort zur vierten Auflage

Geleitwort zur ersten Auflage

1. Einleitung: Reformation damals und heute

1.1 Das zentrale Thema der Reformation damals und heute: Rechtfertigung

1.2 Die Reformation – eine offene Lerngeschichte

2. Kernpunkte reformatorischer Theologie

2.1 Zum Begriff der Rechtfertigung – Schlüssel der Reformation

2.2 Solus Christus – allein Christus

2.2.1 Theologischer Grundgedanke – von Gott nicht mehr getrennt

2.2.2 Wo ist Gott eindeutig zu finden? – in Christus allein

2.2.3 An wen soll der Mensch glauben? – an Christus allein

2.2.4 Gegenwärtige Herausforderungen

2.2.4.1 Innerkirchliche Herausforderungen – Christus verkündigen

2.2.4.2 Gesellschaftliche Herausforderungen – sich ehrlich begegnen

2.3 Sola gratia – allein aus Gnade

2.3.1 Theologischer Grundgedanke – Gott neigt sich den Menschen zu

2.3.2 Gnade als Kennzeichen des göttlichen Handelns insgesamt

2.3.3 Nicht aus menschlichen Werken

2.3.4 Gegenwärtige Herausforderungen

2.3.4.1 Innerkirchliche Herausforderungen – grundsätzlich Sünder

2.3.4.2 Gesellschaftliche Herausforderungen – Kritik allzu menschlicher Wertvorstellungen

2.4 Solo verbo – allein im Wort

2.4.1 Theologischer Grundgedanke – das verkündigte Wort Gottes

2.4.2 Rechtfertigung als von Gott gesprochenes Urteil

2.4.3 Rechtfertigung muss dem Menschen gesagt werden

2.4.4 Gegenwärtige Herausforderungen

2.4.4.1 Innerkirchliche Herausforderungen – Predigen mit Herz und Verstand

2.4.4.2 Gesellschaftliche Herausforderungen – Reden hat seine Zeit

2.5 Sola scriptura – allein aufgrund der Schrift

2.5.1 Theologischer Grundgedanke

2.5.2 Wort Gottes, nicht Tradition

2.5.3 Leben mit der Schrift

2.5.4 Gegenwärtige Herausforderungen

2.5.4.1 Innerkirchliche Herausforderungen – Wahrheit zum Leben

2.5.4.2 Gesellschaftliche Herausforderungen – Umgang mit heiligen Texten

2.6 Sola fide – allein durch den Glauben

2.6.1 Theologischer Grundgedanke – kein himmlisches Marionettentheater

2.6.2 Glaube ist kein menschliches Werk, sondern von Gott gewirkt

2.6.3 Priestertum aller Glaubenden

2.6.4 Gegenwärtige Herausforderungen

2.6.4.1 Innerkirchliche Herausforderungen – alle Christen verkündigen das Evangelium

2.6.4.2 Gesellschaftliche Herausforderungen – nicht untätig bleiben

3. Wie kann gefeiert werden?

3.1 Jubiläen und Erinnerungskulturen

3.2 Die Reformation und die Freiheitsgeschichte – ein Beispiel

3.3 Die verschiedenen Dimensionen des Feierns – vom Auszug zum Aufbruch

4. Schluss

5. Einführende Literatur

6. Links

Mitglieder der ad-hoc-Kommission

1. Einleitung: Reformation damals und heute

Fünfhundert Jahre Reformation – es gibt viele gute Gründe, dieses Datum zu feiern und daran zu erinnern. Denn die Reformation »ist ein Ereignis von weltgeschichtlicher Bedeutung«1. Sie hatte weitreichende kulturelle, gesellschaftliche und politische Auswirkungen: nicht nur an ihren Ursprungsorten in Mitteldeutschland und der Schweiz, sondern sehr bald weit über diese und die Grenzen Europas hinaus.

ENDE DER LESEPROBE