Reinkarnation - Harry Eilenstein - E-Book

Reinkarnation E-Book

Harry Eilenstein

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Beschreibung

Aus der Sicht eines rein physikalisch geprägten Weltbildes ist Reinkarnation nicht möglich, da es zwischen den Körpern, in denen sich jemand reinkarniert, keine physische Verbindung besteht, die die Kontinuität der Persönlichkeit in diesen Körpern herstellen könnte. Daher besteht der erste Schritt bei der Erforschung der Reinkarnation darin, alle Dinge zu sammeln, bei denen nicht-physikalische Zusammenhänge sicher nachweisbar sind wie Telepathie, Telekinese, Familienaufstellungen, Astrologie, Feuerläufe, Homöopathie usw. Der zweite Schritt ist dann die präzise Beschreibung und der Vergleich dessen, was bei diesen Phänomenen geschieht. Die dabei gefundenen Ergebnisse kann man dann als Fundament bei der Betrachtung der Reinkarnation verwenden. Der dritte Schritt ist der Vergleich der Berichte über Erinnerungen an frühere Leben, über Nahtod-Erlebnisse, an Erinnerungen an die Zeit vor der eigenen Zeugung, sowie über Erlebnisse in der Meditation. Die allen diesen Erfahrungen gemeinsamen Grundstrukturen sind die verlässlichste Struktur, die sich für die Beschreibung der Vorgänge bei der Reinkarnation finden lässt. Auf diese Weise lässt sich die Reinkarnation ausreichend sicher nachweisen. Der vierte Schritt besteht darin, die Vorgänge bei der Reinkarnation mit den Vorgängen bei der Telepathie, der Telekinese usw. zu einer einheitlichen Beschreibung zusammenzufassen. Dabei zeigt sich, dass die Reinkarnation letztlich ein Element innerhalb eines die gesamte Welt umfassenden, organisch strukturierten "kollektiven Bewusstseins" ist. Der fünfte Schritt ist der Entwurf eines Weltbildes, in dem das naturwissenschaftliche Wissen mit den Erkenntnissen über die Reinkarnation, die Astrologie, die Homöopathie usw. mit einem einheitlichen Modell beschreiben wird. Schließlich sollte noch betrachtet werden, welche Folgen diese Erkenntnisse für den konkreten Alltag haben.

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König Athelstan (104 S.)

Inhaltsverzeichnis

Die Reinkarnation

I Allgemeine Betrachtungen zur Reinkarnation

Beschreibung der Reinkarnation

Das bekannteste Modell der Reinkarnation

Ergebnisse

Die Grundlagen der Reinkarnations-Theorie

II Notwendige Voraussetzungen der Reinkarnation

Telepathie

Telekinese

Astrologie

Orakel

Homöopathie

Feuerläufe

Das physikalisch-kausale Weltbild und das magisch-analoge Weltbild

Ergebnisse

III Die Seele

Astralreise

Seele

Tulkus

Bewußtsein

Ergebnisse

IV Die Zeit

Familienaufstellungen

Seele und Horoskop

Das Vorhersehen der Zukunft

Die Zeit in der Physik

Ergebnisse

V Die Seele in Religion und Magie

Der Seelenvogel

Schamanismus: Astralreise und Kundalini

Schamanismus: Astralreise und Familienaufstellungen

Der Korngott und die Reinkarnation

Ergebnisse

VI Kausalität und Analogie

Reinkarnation und Analogie

Karma

Ergebnisse

VII Varianten der Reinkarnation

Reinkarnations-Modelle

Karma

Ergebnisse

Zusammenfassung der Grundlagen der Reinkarnations-Theorie

VIII Die Ergebnisse der bisherigen Betrachtungen

Lebenskraft und Analogie

nicht an den Körper gebundene Erinnerungen

nicht an den Körper gebundenes Bewußtsein

Schlaf und Tod

Zeit

symmetrische Entfaltung

Strukturen der Seele

Die Entstehung der Reinkarnations-Vorstellungen

bisherige Ergebnisse

IX kollektive Phänomene

Telepathie und Telekinese

Familienaufstellungen

Astralreisen

Magie

Astrologie

Homöopathie

Chakren und Kundalini

Kornkreise

kollektives Unterbewußtsein

symmetrische Entfaltung

Zeit-Kontinuum

Physik

Mystik

Biographie und Geschichte

Ergebnisse

Strukturen und Dynamik der Reinkarnation

X Strukturen, in denen die Reinkarnation stattfindet

Erinnerungen an frühere Leben

Die „Seelen-Gruppe“

Eine Traumreise nach Chesed

Die Neu-Inszenierung des Karmas

Reinkarnations-Therapie

Ergebnisse

XI Weitere Strukturen

Die drei Verbündeten

Die beiden Begleiter der Seele

Das Beziehungs-Mandala

Ergebnisse

XII Dynamiken beim Tod und bei der Wiedergeburt

Der Jenseitsweg

Lust und Freude

Das EEG

Ergebnisse

XIII übergeordnete Strukturen, in denen die Reinkarnation stattfindet

Das „Große Buch des Lebens“

Die Erschaffung der Seele

Ergebnisse

XIV Die Dynamik der Reinkarnation

Das Jenseitsgericht

Die Absicht der Seele

Ergebnisse

XV Das Verhältnis zwischen Seele und Psyche

Seele und Psyche

Ergebnisse

XVI Determiniertheit und Freiheit

Seele und Freiheit

Ergebnisse

Konsequenzen aus dem Nachweis der Reinkarnation

XVII Zusammenfassung

Der „rote Faden“

Ergebnisse

XVIII Die Nutzung der Strukturen und Dynamiken

Jenseitsweg und Meditation

Heilung

Entwicklung

Erkenntnisse

Die Hymne an sich selber

Ergebnisse

XIX Schlußfolgerungen

Das Hier und Jetzt

Und nun …

A Die Reinkarnation

I Allgemeine Betrachtungen zur Reinkarnation

Die Reinkarnation ist eine weitverbreitete Vorstellungen darüber, was nach dem Tod eines Menschen mit diesem Menschen geschieht. Die Reinkarnation ist ein fester Bestandteil mehrerer Religionen.

Da die Vorstellungen über das, was nach dem Tod mit einem Menschen geschieht, auch große Auswirkungen auf das Verhalten der Menschen während ihres Lebens und auch auf das allgemeine Lebensgefühl der Menschen haben, ist die Frage „Was geschieht nach meinem Tod?“ eine der Fragen, die es sich genauer zu untersuchen lohnt.

Um zu einer möglichst großen Sicherheit bei der Beantwortung dieser Frage zu gelangen, ist es sinnvoll, nicht nur einfach die Vorstellungen, die in einer bestimmten Religion vertreten werden, zu glauben, sondern dieses Thema so genau wie möglich zu betrachten und zu prüfen, welche Dinge sich sicher erkennen lassen.

Das Wort „Reinkarnation“ bedeutet „wieder (zurück) in einen Körper gelangen“.

I 1. Beschreibung der Reinkarnation

Der Kern der Reinkarnations-Lehre läßt sich einfach beschreiben: Man lebt nicht nur einmal. Alles weitere ist jedoch nicht mehr so leicht darzustellen.

Die Verbindung zwischen mehreren Leben in dieser Lehre ist die Seele – die einzelnen Leben sind sozusagen Perlen an dem roten Faden der Seele.

Aus dieser Vorstellung ergibt sich die Frage, was genau denn diese Seele ist, die den Zusammenhalt zwischen mehreren Leben bildet.

Wenn ein Leben auf das andere folgt und es zwischen diesen Leben die Seele als Verbindung gibt, wäre es auch interessant zu wissen, nach welchen Prinzipien sich ein Leben aus dem ihm vorausgehenden Leben ergibt.

Weiterhin wäre es ebenso interessant zu wissen, welche Rolle die Seele bei der Gestaltung des nächsten Lebens spielt, da die Seele offenbar das verbindende Element dieser Folge von Leben ist.

Ein wichtiger Aspekt der Reinkarnation ist es, daß sie einen nicht-materiellen Zusammenhang zwischen zwei Leben voraussetzt: Es wird keine DNS oder ähnliches von dem verstorbenen Menschen auf seine Wiedergeburt übertragen.

Da dieser nicht-materielle Zusammenhang aber offenbar die Identität des betreffenden Menschen von dem toten Leib seiner geendeten Inkarnation auf ihn als wiedergeborenen Säugling in seiner neuen Inkarantion überträgt, liegt in diesem nichtmateriellen Etwas offenbar die Essenz des betreffenden Menschen.

Da diese Essenz vermutlich nicht nur zwischen dem Tod der letzten Inkarnation und der Geburt der neuen Inkarnation existiert, ist dieses nichtmaterielle Etwas sehr wahrscheinlich auch während eines Lebens der Träger der Identität eines Menschen.

Schon um diese eigene Identität besser erfassen zu können, lohnt es sich zu prüfen, ob sich die Reinkarnation nachweisen läßt und welche konkrete Gestalt das hat, was sich durch diese Prüfung dann hat nachweisen lassen.

I 2. Das bekannteste Modell der Reinkarnation

Die Vorstellung über die Folge von Wiedergeburten ist hauptsächlich durch die indische und die aus ihr entstandene tibetische Religion geprägt worden.

In diesen beiden Religion wird beschrieben, daß sich die Seele immer wieder neu inkarniert und daß die Art einer jeden Inkarnation von den Taten in dem vorangehenden Leben abhängt.

Die Essenz der vorhergehenden Leben, die das nächste Leben prägt, wird „Karma“ genannt.

Das Grundprinzip, das bestimmt, was zu diesem Karma gehört und wie es sich entwickelt, trägt den Namen „Dharma“. Man könnte das Dharma als „Weltordnung“, „Richtigkeit“ oder auch als „Schönheit“ oder „spirituellen Erhaltungssatz“ bezeichnen. Das Dharma ist sozusagen die Regel, nach der das Karma entsteht – wenn das gesamte Modell tatsächlich die Realität zutreffend beschreibt, wäre es ausgesprochen wünschenswert, dieses Dharma möglichst genau zu kennen.

I 3. Ergebnisse

Die Antwort auf die Frage, ob es Reinkarnation gibt oder nicht, hat weitreichende Auswirkungen auf das Selbstverständnis der Menschen.

B Die Grundlagen der Reinkarnations-Theorie

II Notwendige Voraussetzungen der Reinkarnation

Die Reinkarnation ist ein Weltbild, das nicht-materielle Elemente enthält. Es ist folglich zunächst einmal sinnvoll zu prüfen, ob derartige Elemente in unserer Welt nachgewiesen werden können.

Die Reinkarnation kann nur existieren, wenn es einen nicht-materiellen Zusammenhang zwischen zwei nicht gleichzeitig lebenden Menschen gibt, der diese beiden Leben in einer Weise miteinander verbindet, daß sich der später lebende der beiden Menschen als eine Fortführung des vorher lebenden Menschens erkennen kann.

II 1. Telepathie

Wenn man selber schon des öfteren Telepathie erlebt hat, ist es offenkundig, daß es in unserer Welt auch nicht-materielle Zusammenhänge gibt.

Damit, daß man sagt, „Ich habe schon oft Telepathie erlebt und ich weiß auch, wie ich sie anwenden kann.“ kann man jedoch niemand anderem beweisen, daß Telepathie eine Realität ist – es macht einen großen Unterschied, ob man von etwas nur erzählt bekommt oder ob man etwas erlebt. Und das eigene Weltbild sollte auf den eigenen Erfahrungen aufgebaut werden, da es sonst nicht wirklich sicher ist.

Es werden also Versuche benötigt, die leicht durchführbar sind und durch die man erleben kann, daß es Telepathie gibt.

Eine praktische Methode, einer Gruppe von Menschen Telepathie nachzuweisen, ist der „Postkarten-Versuch“. Stecken Sie 20 möglichst verschiedene Postkarten in 20 (undurchsichtige) Briefumschläge. Lassen Sie jeweils 4-5 Personen sich zusammensetzten und jede dieser 4-5 Personen ca. 5 Minuten in den verschlossenen Umschlag, der in der Mitte von ihnen auf dem Tisch liegt, „hineinspüren“. Dann schreibt jeder seine Wahrnehmungen auf.

Als nächstes vergleichen alle ihre Wahrnehmungen und schreiben auf einen weiteren Zettel all die Wahrnehmungen, die mindestens zweimal vorgekommen sind. Auf diese Weise werden die allermeisten „Fehl-Wahrnehmungen“, die nur auf eigenen Assoziationen u.ä. beruht haben, ausgesondert.

Dann werden die Mehrfach-Wahrnehmungen zu einer Beschreibung zusammengefaßt, wobei die Wahrnehmungen, die am häufigsten vorkommen, das „Gerüst“ für die übrigen Wahrnehmungen bilden.

Diese Methode ist sehr zuverlässig.

Eine Alltags-Form der Telepathie kennt fast jeder: das mulmige Gefühl, das einen überkommt, wenn man von jemandem, der hinter einem steht, angestarrt wird.

Für dieses Gefühl ist die Evolution verantwortlich: Es war für die Menschen in der Steinzeit überlebensnotwendig, daß sie rechtzeitig gespürt haben, wenn sich von hinten her der hungrige Tiger an sie angeschlichen hat …

Diese Möglichkeit der telepathischen Wahrnehmung läßt sich auch üben, mit anderen Methoden verbinden und im Alltag verankern.

So bin ich z.B. einmal mit dem Rad zu Freunden gefahren, die gerade umgezogen waren. Dabei hat sich eine Schraube an meinem Hinterrad gelockert, die ich für die Rückfahrt wieder festschrauben mußte.

Aufgrund des Umzuges wußte allerdings niemand, wo man nach einem solchen Schraubenschlüssel suchen könnte. Da meldete sich in mir mein Krafttier und lenkte meinen Blick auf eine bestimmte Schublade des Wohnzimmerschrankes. Als ich dann gefragt habe, ob ich mal in diese Schublade schauen dürfe, habe ich dort den benötigten Schraubenschlüssel gefunden.

Telepathie ist also eine ausgesprochen alltagstaugliche und lebenserleichternde Fähigkeit.

Es sind auch anspruchsvollere Anwendungen möglich wie z.B. das „in einen anderen Menschen hineinspüren“, das soweit ausgebaut werden kann, daß man das eigene Bewußtsein in den anderen hineinversetzen und ihn dann von innen her betrachten kann.

Diese Möglichkeit ist bei Heilungen und in der Therapie ein sehr praktisches Hilfsmittel.

II 2. Telekinese

Telepathie läßt sich mit Symmetrien, Analogien, Gleichzeitigkeiten und ähnlichem erklären, da es bei der Telepathie nur um Informationen geht – allerdings müßten das sehr komplexe Gleichzeitigkeiten sein. Ein Modell, bei dem eine „Bewußtseins-Substanz“ ausgesendet wird, wäre ebenfalls denkbar – eine solche Substanz wird meistens „Lebenskraft“ genannt.

Es stellt sich die Frage, was genau eigentlich bei der Telepathie geschieht: Handelt es sich bei ihr um eine Analogie? Wird bei ihr eine Substanz („Lebenskraft“) übertragen? Wirken dabei die Engel mit? Oder vielleicht die Krafttiere? … Es lassen sich viele Modelle entwerfen, mit deren Hilfe man die Telepathie beschreiben könnte.

In der Forschung hat es sich bewährt, stets das einfachste und eleganteste Modell, das am wenigsten zusätzliche Annahmen erfordert, als Arbeitshypothese zu benutzen.

Um dieses Modell formulieren zu können, ist es sinnvoll, möglichst viele Phänomene zur Verfügung zu haben, die durch dieses Modell erklärt werden müssen.

Daher liegt es nahe, zunächst die Telekinese zu der Telepathie hinzuzunehmen.

Es gibt einen einfachen Versuch, den man jederzeit durchführen und daher auch vorführen kann. Im Internet können Sie mehrere Videos dieses Versuchs finden, wenn Sie nach „youtube Telekinese“ suchen.

Der Versuch besteht darin, daß man ein gefaltetes Stückchen Papier so auf eine Nadelspitze hängt, daß das Papier nicht herunterfällt und sich fast reibungsfrei drehen kann. Dann hält man seine rechte Hand rechts neben das Papier, woraufhin sich das Papier nach einer Weile gegen den Uhrzeigersinn zu drehen beginnt. Hält man seine linke Hand links neben das Papier, dreht sich das Papier im Uhrzeigersinn. Das Papierrädchen dreht sich also von der Handwurzel zu den Fingerspitzen hin vor der Hand entlang.

Wie man im Shiatsu und allgemein in der traditionellen chinesischen Medizin lernen kann, fließt das Chi, also die Lebenskraft, am Innenarm über die Handfläche zu den Fingern hin und von dort aus über den Handrücken und den Außenarm wieder zum Körper zurück. Da nun alle Dinge (nicht nur der chinesischen Medizin zufolge) mehr oder weniger viel Lebenskraft enthalten, berührt dieser Lebenskraftfluß in der Hand und um die Hand herum („Aura“) auch die Lebenskraft des Papiers und dreht sie mit.

Allerdings geht es auch ohne die Nähe der Hand zu dem Papierkarussell: Als mein Sohn diesen Versuch einmal seinem Physiklehrer vorführte und der dann ein wenig hilflos anfing, etwas von durch die Hände erzeugten Wärmeströmungen in der Luft zu erzählen, hat sich mein Sohn zurückgelehnt, die Arme verschränkt und das Papierrädchen nur durch seinen Konzentration auf das Rädchen bewegt. Die Erklärung der Bewegung des Paierrädchens durch die Lebenskraft ist also nur eine erste Annäherung an eine zutreffende Beschreibung dieses Vorganges.

Hier ist die genaue Beschreibung der Versuchsanordnung:

Nehmen Sie ein kleines Stückchen Pappe als Fundament und stecken Sie eine Nadel hindurch, sodaß die Spitze nach oben ragt.

Schneiden Sie ein quadratisches Stückchen Papier mit einer Seitenlänge von 5-6cm Länge aus einer Papierart mit harter Oberfläche aus – die harte Oberfläche erkennen Sie daran, daß auf der Packung „oberflächengeleimt“ steht oder daran, daß das Papier glänzt; manchmal ist auch die eine Seite eines Papier glänzend und die andere matt. Die glatte, harte, glänzende Oberfläche des Papiers verringert noch weiter die ohnehin schon geringe Reibung.

Falten Sie nun viermal das Papier derart, daß Sie vier Falten erhalten – zwei Diagonalen und die beiden dazwischenliegenden „Seitenmittenverbindenden“. Strei-chen Sie das Papier danach jeweils wieder fast glatt. Dadurch ergibt sich ein acht-strahliger Stern. Falten Sie dabei für die Diagonalen das Papier nach unten und für die „Seitenmittenverbindenden“ das Papier nach oben. Nun können Sie das Papier durch ein wenig Knicken zu einem flachen Stern falten, der an den Diagonalen einen Grat nach oben hat und an den „Seitenmittenverbindenden“ ein Tal nach unten.

Legen sie nun das Papier mit seiner Mitte auf die Nadelspitze und prüfen Sie durch leichtes Anstoßen, ob es stockt oder ob es sich mühelos dreht.

Halten sie dann eine Hand neben das Rädchen und stellen Sie sich vor, wie sich das Rädchen dreht.

Telekinese-Papierrädchen

Telekinese-Papierrädchen

Aus diesem Versuch ergibt sich, daß das Bewußtsein nicht nur ein anderes Bewußtsein (den hungrigen Tiger hinter einem) oder Gegenstände (den benötigten Schraubenschlüssel) wahrnehmen kann, sondern daß das Bewußtsein auch Gegenstände bewegen kann.

Daraus folgt, daß es einen Zusammenhang zwischen Bewußtsein und Materie geben muß – was ja eine Alltagserfahrung ist, da man bewußt beschließen kann, den eigenen Arm zu heben. Der Zusammenhang zwischen dem Bewußtsein und der Materie besteht bei dem Telekinese-Versuch allerdings zwischen dem Bewußtsein eines Menschen und einem Gegenstand, der nicht Teil seines Körpers ist.

Man könnte daher auch sagen, daß das Bewußtsein den zu ihm gehörenden Körper um den von ihm bewegten Gegenstand erweitern kann. Diese Beschreibung der Telekinese ist zugegebenermaßen etwas gewöhnungsbedürftig …

Der Zusammenhang zwischen dem „Telekinetiker“ und dem von ihm bewegten Gegenstand könnte die Lebenskraft sein, die das Bewußtsein aussenden kann und mit der es Gegenstände bewegen kann.

Die Möglichkeit, das Papierrädchen auch nur durch eine Aufforderung zu drehen, zeigt, daß man die eigene Lebenskraft auch eine weitere Strecke aussenden kann.

Zu dem Lebenskraft-Modell paßt es auch, daß der Versuch deutlich schwieriger wird, wenn man das Papierrädchen unter ein Glas stellt – Glas scheint den Fluß der Lebenskraft zu behindern.

Wenn dieses Lebenskraft-Modell zutreffen sollte, wäre es sehr interessant zu wissen, wo sich die Lebenskraft in dem eigenen Körper befindet, ob sie überall in der Welt ist, wie sie insbesondere im eigenen Körper, aber auch ansonsten in der Welt organisiert ist usw.

Das differenzierteste Modell zu der Organisation der Lebenskraft im eigenen Körper findet sich in der indischen Yoga-Lehre, in der die Chakren beschrieben werden, die sozusagen die Organe des Lebenskraftkörpers sind. Dieser Lebenskraftkörper ist die Gesamtheit der Lebenskraft, die zu einem physischen Leib gehört.

II 3. Astrologie

Eine mögliche nächste Fragestellung ist, ob sich das Modell der Symmetrien und Analogien, mit dem man die Telepathie beschreiben kann, allgemeiner nachweisen läßt.

Das geeignete Mittel zur Beantwortung dieser Frage ist die Astrologie. Auch hier ist die eigene Erfahrung nötig – nur zu hören, daß Horoskope funktionieren, ist keine tragfähige Grundlage für die Untersuchung der Reinkarnation.

Es ist folglich empfehlenswert, sich wenigsten drei verschiedene Horoskope deuten zu lassen, um erfassen zu können, welch präzise und differenzierte Aussagen mithilfe eines Horoskopes möglich sind.

Wenn man die Astrologie ausreichend gut kennengelernt hat, wird es offensichtlich, daß es einen sehr präzisen Zusammenhang zwischen dem Planetenstand zum Zeitpunkt der Geburt eines Menschen („Horoskop“) und dem Lebensstil dieses Menschen gibt. Denselben Zusammenhang gibt es z.B. auch zwischen dem Planetenstand zum Zeitpunkt der Gründung eines Unternehmens und dem Charakter dieses Unternehmens.

Weiterhin gibt es auch einen Zusammenhang zwischen dem aktuellen Planetenstand und den derzeitigen Ereignissen und der aktuellen Verfassung eines Menschen.

Schließlich kann man durch den Vergleich zweier Menschen auch noch das Verhältnis zwischen ihnen beschreiben.

Das Prinzip der Analogien besteht also zwischen allen Dingen in unserer Welt. Telepathie und Astrologie sind zwar nicht identisch miteinander, aber sie lassen sich beide durch einen allgemeinen Analogie-Zusammenhang zwischen Menschen, Dingen und Ereignissen beschreiben.

So wie sich bei der Telepathie die Frage gestellt hat, ob sie durch eine ausgesandte Substanz (Lebenskraft) oder durch eine Analogie-Struktur ermöglicht wird, kann man auch bei der Astrologie fragen, ob das Deuten von Horoskopen deshalb möglich ist, weil die Planeten durch das Aussenden von Lebenskraft alle Dinge auf der Erde strukturieren oder ob den Horoskopen eine allgemeine Analogie-Ordnung zugrundeliegt.

Telepathie und Astrologie können durch Analogien oder durch eine Lebenskraft beschrieben werden. Der Vorgang der Telekinese läßt sich jedoch nur durch die Lebenskraft beschreiben. Andererseits ist bei der Astrologie das Vorhandensein der Analogien offensichtlich. Es wird daher ein kombiniertes Lebenskraft/Analogie-Modell gebraucht.

Die Telepathie- und Telekinese-Versuche zeigen, daß sich das Bewußtsein wahrnehmend und handelnd über den eigenen Körper hinaus ausdehnen kann.

Die Telepathie und die Astrologie zeigen, daß alle Dinge in unserer Welt in eine Analogie-Ordnung einbezogen sind.

Da für die Beschreibung aller drei Phänomene (Telepathie, Telekinese, Astrologie) ein kombiniertes Analogie/Lebenskraft-Modell nötig ist, sollte man aus der alles umfassenden Analogie-Ordnung schließen können, daß auch alles von Lebenskraft erfüllt ist.

Da 1. die Lebenskraft an das Bewußtsein gebunden ist, 2. das Bewußtsein von den Analogien (Astrologie) geprägt wird, und 3. das Bewußtsein sich wahrnehmend und handelnd ausdehnen kann (Telepathie und Telekinese), sieht es sehr wahrscheinlich aus, daß auch in allen Dingen Bewußtsein enthalten ist.

Die Ergebnisse der bisherigen Betrachtungen kann man wie folgt zusammenfassen:

In allen Dingen ist Bewußtsein und in allen Dingen ist Lebenskraft enthalten und alle Dinge werden durch umfassende Analogien geprägt.

Das Bewußtsein kann sich zusammen mit der Lebenskraft wahrnehmend und handelnd über den Körper eines Menschen hinaus ausdehnen.

Daraus ergibt sich wiederum, daß es notwendig ist, die „normalen“ Vorstellungen über das, was Bewußtsein eigentlich ist, gründlich zu überdenken.

II 4. Orakel

Es gibt außer der Astrologie noch viele weitere Systeme, die auf einer Analogie-Ordnung der Welt beruhen.

So basiert z.B. jedes Orakel von den Tarotkarten über das I Ging bis zum Kaffeesatz-Lesen auf der unausgesprochenen Grundannahme, daß die Elemente des Orakels (in den genannten Beispielen also die Tarotkarten, die Hexagramme des I Gings und der Kaffeesatz) eine vollständige Abbildung der Elemente der Welt sind und daher mit ihr in Analogie stehen und sie somit abbilden.

Die Frage an das Orakel bestimmt dann den Teil der Welt, der betrachtet wird, sodaß der Teil der Orakel-Elemente, die zur Beantwortung der Frage ausgewählt werden, den Teil der Welt widerspiegeln, auf den sich die Frage bezieht – und somit die gestellte Frage beantworten.

Diese Orakel funktionieren letztlich alle wie die Astrologie – nur daß die Astrologie durch die Beständigkeit der Bewegungen der Planeten einen anderen Eindruck erweckt als das Kaffeesatz-Lesen.

Das Befragen des Tarots und des Gings sowie das Kaffeesatz-Lesen zeigt jedoch, daß das Modell, in dem die Planeten durch das Ausstrahlen von Lebenskraft „die Geschicke der Menschen lenken“ nicht auf alle Orakel übertragbar ist – der Kaffeesatz kann unmöglich durch das „Ausstrahlen von Lebenskraft“ das Schicksal der Menschen bestimmen, sondern kann es höchstens als Bild darstellen.

Das in dem Kapitel über die Astrologie beschriebene Modell läßt sich daher präzisieren, indem man bei den Orakeln einschließlich der Astrologie die Lebenskraft als mögliches Erklärungsmodell fortläßt.

II 5. Homöopathie

Es gibt außer der Astrologie und den verschiedenen anderen Orakeln noch viele weitere Systeme, die auf einer Analogie-Ordnung der Welt beruhen.

Eines der bekannteren dieser Systeme ist die Homöopathie. Diese Heilmethode beruht auf dem Grundsatz „Gleiches heilt Gleiches“. Dabei werden die Heilmittel jedoch derart stark verdünnt, das in den Heilmitteln schließlich nichts mehr von der Substanz, aus der sie hergestellt worden sind, enthalten ist. Das bedeutet, daß in der Homöopathie nicht bestimmte physisch vorhandene Substanzen wirken, sondern eher die „Erinnerung“ des Heilmittels an die Substanz, aus der sie mittels extremer Verdünnung hergestellt worden ist.

Ein homöopathisches Heilmittel ähnelt daher der Telepathie, bei der ebenfalls Informationen ohne physische Grundlage übertragen werden.

Die durch die homöopathischen „Kügelchen“ übertragenen Informationen sind die Krankheitssymptome, die die Ausgangssubstanz hervorrufen würde, wenn man sie selber statt dem aus ihr hergestellten Heilmittel einnehmen würde. Diese durch das Kügelchen übermittelte Krankheitssymptom-Information ermöglicht es dem Körper offenbar, das eigene Krankheitssymptom zu heilen.

Zur Beschreibung dieser Wirkung der homöopathischen Heilmittel reicht wie bei der Astrologie ein Analogie-Modell aus – wobei die Astrologie nur die vorhandenen Analogien beschreibt, während die Homöopathie durch die Einnahme der Heilmittel Analogien erschafft bzw. Analogien benutzt, um eine erwünschte Wirkung hervorzurufen.

Die Homöopathie ist eine Form der Analogie-Magie.

Diese Behauptung läßt durch die folgende Anekdote noch anschaulicher illustrieren:

Ein Homoöpathie-Schüler ist in Peru in Urlaub gewesen und dort schwer erkrankt. Daraufhin rief er seinen Homöopathie-Lehrer an und frug ihn, welches Mittel er gegen seine Krankheit nehmen solle. Sein Lehrer sagte ihm das betreffende Mittel, aber der Schüler konnte es sich in Peru nicht beschaffen. Auf einen nochmaligen Anruf bei seinem Lehrer riet ihm dieser, den Namen des Mittels auf ein Blatt Papier zu schreiben, dann Wasser über das Papier in ein Glas zu gießen und dann dieses Wasser zu trinken. Kurz darauf war der Schüler geheilt.

Dieses Verfahren ist deshalb möglich, weil die Einnahme des Kügelchens ein symbolischer Akt ist – die Einnahme des Kügelchens ist ein „Kooperationsvertrag“ mit dem „Geist“ der Substanz, aus dem dieses Kügelchen hergestellt worden ist. Man könnte statt „Kooperationsvertrag“ auch „magisch bindender Pakt“ sagen, wenn das nicht zu gruselig klingen würde …

Dieses „Vertrags-Prinzip“ habe ich selber schon mehrfach erlebt. Wenn mein Freund Jörg, der Homöopath ist, für mich ein Mittel herausgesucht und es mir dann zugschickt hat, konnte ich ihm fast jedesmal den Tag und die Uhrzeit sagen, zu der er sich entschieden hat, welches Mittel er mir geben will, denn zu diesem Zeitpunkt hat das Mittel bei mir sehr deutlich zu wirken begonnen.

Diese Wirkung konnte ich an durch die markanten Veränderungen in meinem Verhalten, meiner Stimmung und meinem Körpergefühl feststellen.

Das Modell läßt sich nun um die Homöopathie erweitern:

Man kann durch die genauere Betrachtung der homöopathischen Heilmittel noch zu weiteren interessanten Ergebnissen kommen.

Dazu möchte ich ein Erlebnis erzählen, das ich zusammen mit meinem Freund Jörg auf einer Traumreise hatte. Jörg ist Homöopath, weshalb die möglichst klare Kenntnis seiner „Kügelchen“ und „Tröpfchen“ eine der Grundlagen seiner Heilerdtätigkeit ist. Daher kam er auf die Idee, gemeinsam mit mir Traumreisen in einige seiner Kügelchen zu unternehmen, damit wir uns diese Mittel einmal „von innen her ansehen“ konnten.

Dazu haben wir die Kügelchen vor uns auf einen Tisch gelegt und sie dann als „Tor“ für unsere Traumreisen genommen. Bisweilen haben wir auch verschiedene Potenzen desselben Mittels auf diese Art miteinander verglichen – die Traumreisen hatten dann dieselben Themen, aber die Bilder und Landschaften hatten ganz unterschiedliche Proportionen: mit steigender Potenz wurden die Maßstäbe und Abstände größer, sodaß die Berge höher, die Ebenen weiter, aus Pfützen Seen wurden usw.

Eines Tages haben wir dann eine Traumreise in „Lycopodium C200“ unternommen, also in den Bärlapp, der eine kleine Pflanze ist, die am Waldrand wächst.

Wir trafen uns in unserer Vision auf einer eher kargen, öden Landschaft und frugen uns, wo wir hier wohl hingehen sollten. Da kam ein sehr großer, urtümlicher Vogel zu uns geflogen und bat uns, uns auf seinen Rücken zu setzen, denn er solle uns zu dem König der Wälder bringen. Einigermaßen überrascht stiegen wir beide auf seinen Rücken. Der Vogel erhob sich und erreichte nach kurzer Zeit die Küste.