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Ein Reiseführer, geschrieben für Männer & Frauen, da das "Land der Frau" für viele noch voller Geheimnisse und auch ein Land der unendlichen Möglichkeiten ist. Es zu besuchen und zu erkunden, um den "wahren Schatz" darin zu finden, gleicht oft einem Abenteuer. Diese Reise braucht Freude am Erforschen, Neugier, Lust am Reisen, Freude am Entdecken von Neuem, Wissbegier, aber auch Mut und Stärke. Der Reiseführer kann dabei ein hilfreicher Wegweiser sein, und führt hin zur Zauberformel: "Sesam öffne dich." Die Autorin wurde beim Schreiben durch Texte von weiteren Frauen & Männern unterstützt und Hans-Jürgen John, bringt die weiblichen Worte auf seine Weise "auf den Punkt". Rezension: "Endlich einen Reiseführer für das Abenteuerland FRAU! Hat Mann darauf gewartet? Hoffentlich!! Denn "Frau" hat darauf gewartet - auch auf MEHR Männer, die sich NICHT rücksichtslos, wie Ballermanntouristen auf Malle benehmen, die NICHT, nichts in Worte fassen, sondern tollpatschig auf das deuten, was sie haben wollen ..."
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Seitenzahl: 218
Veröffentlichungsjahr: 2019
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Worte Mitwirkender zum Buch
Vorwort - Warum dieser Reiseführer? + Kurzfassung
Patriarchat - Lilith + Kurzfassung
Auskotzen - Kehle befreien + Kurzfassung
Abenteuerland Frau + Kurzfassung
Liebe machen contra sexeln + Kurzfassung
Bewegung #metoo + Kurzfassung
Männer richtet euch auf + Kurzfassung
Der schwarze Wolf + Kurzfassung
Flirten + Kurzfassung
Vulva - Diva - Muschi - Katze
Geschichten anderer Menschen zur Vulvina + Kurzf.
Diva
Muschi
Katze
Verschnupfte Katze
Katzenfrau + Kurzfassung
Raubkatze + Kurzfassung
Vermännlichte Welt
Vermännlichte Welt - Frauen
Vermännlichte Welt - Männer
Schlussworte & Info der Autorin
Weitere Bücher der Autorin
Eigentlich war das, was nun folgt, als Schlusskapitel geplant, aber ich möchte es gerne an den Anfang setzen :-). So hier die Gedanken der Mitwirkenden über den Reiseführer:
Hans-Jürgens Worte als Coautor: „Also Männer, wenn Ihr bereit seid, zu leben, zu lieben, zu fühlen und zu wachsen, dann lest … und schaut in Euch selbst, betrachtet Euch und lasst Euch auf Euch ein. Ihr werdet Wege zu Euch und zu Eurer Partnerin finden, welche ein gemeinsames Miteinander als Ziel haben. Richtet euch auf und geht auf die Reise …!“
Eine Mitwirkende zum Reiseführer: „Sabine, immer wieder, während wir schrieben und lasen, fragten wir uns ob Männer den Reiseführer wirklich lesen und wenn sie ihn lesen würden, ob sie Geschriebenes verstehen. Weißt du was? Ich stelle mir jetzt Männer vor, die alles wirklich bis zum Schluss lesen werden und die von deiner Art zu schreiben (ein)gefangen werden.
Wenn sie fertig sind, sitzen sie da und denken: „Ende? Wie jetzt? Wirklich Ende? Das ging aber schnell.“ Denen würde ich jetzt gerne sagen: „Ja, Ende, aber für dich erst einmal sicher genug Information. Nun kannst du ein bisschen üben, bevor der zweite Band erscheint. Ja, du hast es geschafft bis zum Ende zu lesen, aber hast du auch verstanden? Falls dir jetzt als Erstes ein NEIN in deinem Kopf erscheint, dann sag ich dir: „Lies den Reiseführer noch einmal. Aber so, dass du ihn auch verstehst.“
Angelika Lehnert (Esme): „Es ist nicht leicht Schlussworte zu finden, denn es wird niemals Schluss sein. „Du sammeln, ich jagen.“ Ein bekannter Künstler hat es in seinem Stück „Caveman“ passend ausgedrückt: „Männer und Frauen werden sich nie verstehen, da sie unterschiedliche Sprachen sprechen.“ Ob Mann zu Frau, oder Frau zu Mann reist, der Urlaub könnte verdorben werden, wenn man nicht die Landessprache beherrscht, und wenn es nur ein wenig ist. Wenn man sich nicht schon vorab in Reiseführern von verschiedenen Regionen ein gewisses Bild gemacht hat. Nicht wahr? Zuerst war ich skeptisch wegen des Titels. Reiseführer. Doch dann, beim Lesen dachte ich; Ja, es passt. Ein Reiseführer ist immer nur ein Hinweis mit Vorschlägen, macht einen neugierig auch mal Neues zu entdecken. Mal ab von der alten Route zu gehen. Neues Land gewinnen. Daher ist es auch sinnvoll, Reiseführer dünn zu halten. Dünn und dennoch voll gepackt. So kann man in seinem Urlaub auch noch viele ungeplante Überraschungen erleben. Ein bisschen spannend sollte ja die schönste Zeit, die schönsten Zeiten, des Jahres schon sein. Oder nicht? Da freut Mann oder Frau sich schon auf die nächste Reise.“
Eine weitere Mitwirkende: „Endlich einen Reiseführer für das Abenteuerland FRAU! Hat Mann darauf gewartet? Hoffentlich!! Denn „Frau“ hat darauf gewartet - auch auf MEHR Männer, die sich NICHT rücksichtslos, wie Ballermanntouristen auf Malle benehmen, die NICHT, nichts in Worte fassen, sondern tollpatschig auf das deuten, was sie haben wollen - wenn sie ins „Abenteuerland Frau“ reisen. Sei es in ein Fremdes oder Wohlbekanntes.
Viele Frauen wünschen sich einen Mann, der um „ihre“ kulturellen Besonderheiten weiß, wenn er ihr Abenteuerland besucht. Der die Unterschiede zu bisher Vertrautem, als bereichernd empfindet und zuhören und verstehen kann. Der, falls er auf Anhieb Situationen, die entstehen können, nicht versteht, diese akzeptiert und respektiert. Der die Sprache des Landes versteht oder eben bereit ist, sie zu lernen.
Dieser Reiseführer kann „Mann“ dahin bringen, neugierig darauf zu werden, wie es sich anfühlt, sich mit allen Sinnen und vollem Herzen auf das „Abenteuerland Frau“ einzulassen. Er kann dabei helfen, dass Mann „kundiger“ wird, so dass er Pfade durch Urwald, Sumpf und Untiefen, besser bewältigen & meistern kann. So wie das Gelesene ihm dabei helfen kann, nicht abzustürzen, wenn er an Abgründen steht. Ja, DANN kann er viel leichter, die Schönheiten des Abenteuerlandes FRAU entdecken und mit ihr gemeinsam verzaubernde Landschaften erforschen, rauschende Wasserfälle bewundern, sowie in faszinierenden Unterwasserrevieren tauchen, geheimnisvolle Höhlen erforschen, auf hohe Gipfel klettern und atemberaubende Aussichten genießen.“
„Abenteuerland - Ausgangspunkt Herz!“
Ein Vorwort wird ja gerne vom Lesen her „übersprungen“. Dieses hier zu lesen, wäre sinnvoll , da es schon ein erstes Kapitel darstellt.
So viele Jahre nun schon, schreibe ich Romane, in welchen es um das Miteinander von Mann & Frau geht. So unendlich viele Gespräche habe ich seither mit Frauen & Männern geführt, was das allgemeine Miteinander und die Sexualität betrifft. Dann eines Tages, war es da, das Bedürfnis ein sogenanntes „Handbuch“ zu schreiben. Diese unendlich vielen, sich vom Inhalt her stets wiederholenden Gespräche mit Frauen - auch jene, die ich neu kennenlernte - über das Verhalten von „Mann“, brachten da in mir schlichtweg ein Fass zum Überlaufen. Ja, ich traf eben auf jene Frauen, die es genauso erleb(t)en wie ich. Das hatte wohl seinen Grund und es brachte mich dahin, Nägel mit Köpfen zu machen und darüber auf neue Weise zu schreiben. Für einen kurzen Augenblick, dachte ich sogar darüber nach, ob es eine „Gebrauchsanleitung“ geben soll, doch das klang mir dann doch zu makaber ;-). Wobei einige Frauen dann doch meinten, dass eine „Gebrauchsanleitung“ sicherlich besser verstanden werden würde - von so manchen Männern. Solch eine „Gebrauchsanleitung“ würde ja in kurzer klarer Sprache ausgedrückt werden. Mein Gegenargument war, dass ich nicht vorhabe, den Marker auf „gebrauchen“ zu setzen. So schrieb ich im ersten Kapitel ungefiltert alles auf, was mir in den Kopf kam, erst einmal davon ausgehend, es wird wohl nicht so stehen bleiben. Das hat richtig gutgetan. Erst viel später wurde mir bewusst, wie „gefiltert“ ich in diesem scheinbar ungefilterten Schreiben noch war. Eine weitere Idee flog mir zu. Ja, diese Idee gefiel mir. Frauen könnten sich zu Wort melden. Daher bekamen dann verschiedene Frauen meine Kapitel zu lesen und einige schrieben sozusagen mit. Die erste Rückmeldung brachte mich zum Schmunzeln: Liebe Sabine, ich liebe die Art, wie du schreibst. Für mich ist dieses „Handbuch“ sehr schön und stimmig. Ob „Mann“ es jedoch so liest, und versteht, wie es gemeint ist, mag ich nicht zu beurteilen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass alles, was „Mann“ zu lange dauert, oft ignoriert oder übergangen wird und nicht selten „Augenrollen“ verursacht. Daher würde ich vorschlagen am Ende jedes Kapitels, kurze knappe Informationen in Stichworten, beizufügen. Eine weitere Idee war geboren und ich ging auf die Suche nach einem Mann, welcher Kurzfassungen für die einzelnen Kapitel schreibt und dieser Mann fand sich. Hans-Jürgen John. Mein Seelenfreund. Unsere Bitte an Ihn war, diese Kurzfassungen richtig „überzogen“ zu formulieren. Er hätte da vollkommen freie Hand. Ich grinste breit, und war dermaßen gespannt, wie er das umsetzen würde. Hach je und dann war ich nur noch am Lachen. Es war tatsächlich so, dass kaum, dass ich zu schreiben begann und Frauen schon lesen durften, alles zu fließen anfing. So bekam ich eine weitere E-Mail von einer Frau: „Sabine, dein bisher Geschriebenes, das finde ich richtig gut. Es ist locker und verständlich. Bis auf die Überlegung den Titel „Gebrauchsanweisung“ zu verwenden. Männer lesen keine Gebrauchsanweisungen und würden auch selten nach einer Wegbeschreibung fragen. Männer schauen gerne Bildchen an *breitgrins*. Deshalb auch Bildchen bitte, als Pause für Mann einfügen ;-) ... Werkzeugkasten mit Sexspielzeug vielleicht?“
Ich war nur noch am Lachen. Wie konnte ich das aber auch vergessen. Verzeiht mir liebe Männer, aber lasst uns Weibsers, zwischendurch in diesem Reiseführer, einfach mal pööööse sein *gigger*, weil das mal rischtisch guttut. Fazit war: „Das Buch wollte EINDEUTIG zur Welt kommen.“
Ganz im Schreibfieber war ich - oh jaaaaa, SCHREIBFIEEEEBER und WUMM, war nach weiteren Seiten, der Buchtitel präsent: „Reiseführer - Abenteuerland Frau.“ Das gefiel nicht nur mir, denn in einem „Reiseführer“, da steht ja ALLES drin, was an Information wichtig ist. Da bekam ich dann ein Dauergrinsen. Hier war ich wieder mal dankbar, für die wundervollen Menschen in meinem Leben, welche stets mit Rat und Tat zur Verfügung stehen. Des Weiteren beschloss ich zu diesem Zeitpunkt, das zuerst Niedergeschriebene doch stehen zu lassen und dem ersten Kapitel einen dementsprechenden Namen zu geben. „Auskotzen - Kehle befreien“. Warum? Ganz einfach und ich höre es immer wieder, das es nicht nur mir so geht … in all der Liebe, die ich zum männlichen Geschlecht empfinde … bei all dem Verständnis, das ich für sie habe … ist da auch manchmal dieses Unverständnis, dieses Nichtbegreifen … und diese Wut, vermischt mit tiefer Traurigkeit, dass „Mann“ zu oft sein Fühlen im Umgang mit „Frau“ verliert. Oftmals bemerkt er das gar nicht. Das scheint wie ein Automatismus zu sein, welcher ihm nicht wirklich bewusst ist. Außerdem wird oft auch viel zu wenig körperliche und emotionale Nähe gelebt. Auch im Alltag, welcher doch letztendlich ein Teil eines „Vorspiels“ ist. Ja, da ist Traurigkeit darüber, dass man nicht konstant liebevoll und fühlend miteinander sein kann. Das es so oft an Wertschätzung, Achtung und Respekt füreinander fehlt. Es schlichtweg vergessen wird, im alltäglichen Stress oder der Gewohnheit. Das man sich als Frau irgendwie, irgendwann auch als selbstverständlich betrachtet fühlt - für Mann. Traurigkeit, das man nicht gemeinsam daran arbeitet, das es anders wird. Das es irgendwie an Kommunikation mangelt oder keine gemeinsame Sprache gefunden wird. Ganz speziell auch im Bereich der Sexualität. Das zu viele Männer gar nicht merken, welche Sprüche sie manchmal loslassen und wie verletzend das sein kann. Wo ist das Feingefühl, die Empathie? Sicher gibt es dies auch im umgekehrten Falle. Da ich aber nun mal für jene Frauen schreibe, welche es so erleben wie ich es erfuhr, gehe ich darauf jetzt nicht ein. Vielleicht mag ja ein Mann einmal einen „Reiseführer - Abenteuerland Mann“ schreiben :-).
Nun zurück. Ein tiefes fühlendes Miteinander, als auch Kommunikation, welche einen gemeinsam, eine wunderbare erfüllte Sexualität erfahren lässt - ist möglich und lebbar. Das Potenzial ist da, bei so vielen. Ich persönlich, bin unendlich dankbar, dass ich es schon erfahren durfte und dennoch weiß selbst ich, es würde noch mehr gehen. Ja, da ist noch mehr drin!! Was mich in all den Jahren des Austauschs mit Menschen so sehr geschockt hat, ist, dass es so viele Frauen gibt, welche das eben noch nicht erfahren haben … und viele Männer auch nicht. Ich freue mich für jede Frau, für jeden Mann, welche dies schon erleben konnten oder es gar nicht anders kennen. Doch wenn ich an die Gespräche denke, welche ich schon geführt habe, ist dies die Minderheit. So wie ich erfahren habe, dass so viele Frauen denken, schon erfüllte Sexualität zu leben, und nicht mal ahnen, was noch möglich ist. Daher kotzte ich mich im ersten Kapitel erst einmal aus - sozusagen *grins*. Das, was hier im Buch zu lesen sein wird, setzt sich zusammen aus diesen unendlich vielen Gesprächen, welche geführt wurden und natürlich auch aus den Erfahrungen, welche ich mit meinen bisherigen 53 Lenzen gemacht habe.
Zu Aller erst: „Ich schere nicht alle Männer und Frauen über einen Kamm.“ Es gibt sicherlich auch ein intimes Miteinander zwischen Mann & Frau, welches wundervoll ist. Menschen, die es im WIR geschafft haben, das alles stimmig war und auch blieb. Ja, die gibt es sicher … ABER … „persönlich“, meint „live“, habe ich solche Menschen noch nicht kennengelernt. Leider - was nicht heißt, das ich nicht daran glaube, dass es möglich ist. Ich gehöre zu jenen, bei denen die Hoffnung als Letztes stirbt, daher lebe ich in einer Partnerschaft, an welcher stets wieder gearbeitet wird, wenn sich alte Muster einschleichen wollen.
Nicht alle Männer, sind gleich typisch Mann und nicht alle Frauen, sind gleich typisch Frau. Es gibt so unendlich viele Facetten bei Männern & Frauen und auch im Miteinander. Auch geht es meiner Wahrnehmung nach darum, dass wir gemeinsam aufgefordert sind, Dinge die nicht mehr stimmig sind, zu verändern. Gemeinsam wachsen eben! Dazu bedarf es aber Bereitschaft und nicht das Motto, welches ich von Männern leider schon zu oft hören musste: „So war es, so ist es und so wird es bleiben. Weil Männer sind Männer und Frauen sind Frauen.“ Auch von Frauen hörte ich diese Sätze schon und da schwang stets eine Hoffnungslosigkeit mit. Ja, Frauen und Männer sind unterschiedlichen Geschlechts, dennoch sind WIR ALLE „Menschen“. Jeder Einzelne trägt einen weiblich fühlenden und einen männlich aktiven Anteil in sich. Beide wollen genährt und gefördert werden. Beide Anteile sind wichtig. Somit ist es auch sinnvoll, wenn JEDER bei sich selbst hinschaut, was zu ändern notWEND(E)ig ist. Frau wie Mann. Es geht nicht darum, Schuldzuweisungen zu verteilen. Auch hier im Reiseführer nicht. Mir geht es hier schlichtweg darum, aufzuzeigen, wo noch ein Mangel herrscht und was Verhalten von „Mann“ mit „Frau“ machen kann usw.! Es geht hier auch nicht nur um feste Beziehungen, nein, es geht ebenso um das allgemeine Miteinander. Also Beziehungen in welcher Form auch immer.
Ich selbst kann hier primär nur aus meiner Erfahrung und aus der Sicht jener Frauen schreiben, die sich mir mit teil(t)en und für welche ich nun auch Stimme sein möchte.
Sehr schnell, ward dieser Reiseführer geschrieben und ich war voll Freude dabei. Doch als ich das Buch zu überarbeiten begann, war plötzlich alle Euphorie wie weggeblasen. Anders - da kam plötzlich so ein Hurrikan und wirbelte mein Inneres durcheinander und ich suchte das Zentrum, sein Auge, damit ich in Ruhe betrachten konnte, was hier gerade mit mir geschah. So sprach ich mit meinem Mann, erzählte ihm, was ich schon alles geschrieben hatte und da rutschte mir tatsächlich der Satz raus: „Vor zwanzig Jahren hätte man mich für dieses Buch verbrannt.“ Verdutzt schaute er mich an und meinte: „Verbrannt?“ Ich erwiderte, selbst erstaunt über diese, meine Aussage: „Nun, MÄNNER hätten sich DAS nicht gefallen lassen. Ich bemerke, dass tief in mir doch noch so mancher Mann, eine Bedrohung für mich darstellte. Dann, wenn er sich selbst nicht fühlt und damit Frau nicht fühlt und sie dementsprechend behandelt. Weißt du, ich höre in meinem Kopf schon so viele, für mich furchtbare bewertende und verurteilende Sätze, wenn das Buch dann mal draußen ist. Tja und eine Frau, welche das Auskotzkapitel gelesen hat, fand es toll, meinte aber, dass die Männer ab da, sicher nicht weiterlesen würden.“ Nachdenklich schaute er drein und meinte: „Du hast schon so viel geschafft, das schaffst du auch noch UND was andere sagen, sollte dir endlich egal sein. Das Auskotzkapitel habe ich ja schon gelesen und es ist gut geschrieben. Bleib dran.“ Es dauerte noch, bis ich im Auge des Hurrikans landete und wie es das Leben so wollte, sah ich mir zu jenem Zeitpunkt in Facebook ein Video an, welches Veit Lindau/Realizer, am 21.4.2018, der Welt schenkte (Quelle: you tube - Warum - Die Frage, die alles verändert). Einige Sätze sprangen mir entgegen. Er sagte: „Kennst du DEIN WARUM? Weißt DU, WARUM du Dinge tust? Wir Menschen brauchen das WARUM.“ Ich fragte mich: „Warum? Warum Sabine, schreibst du diesen Reiseführer?“ Ich hörte weiter zu: „Menschen kommen zu DIR, weil sie irgendwo auf ihrem Weg ihr WARUM verloren haben. Aber du wirst ihnen nicht helfen können, es zu finden, wenn du selbst kein WARUM hast. Wenn du nicht brennst. Nur wenn du dein WARUM kennst, wirst du fühlen, jetzt wird es Zeit den Arsch zusammenzukneifen und deine ganze Empfindsamkeit sein zu lassen, um diese extra Meile für deinen Traum zu gehen.“ Oh, hier spürte ich mein Feuer und alle Angst verbrannte darin. Ja, ich werde den Arsch zusammenkneifen, und schreiben, was geschrieben werden möchte. Ich hörte weiter zu: „Dein WARUM als MANN ist entscheidend dafür, in welche Frau, du deinen Schwanz reinsteckst und wo du dir nen Knoten machst. Dein WARUM als Frau, ist entscheidend dafür, ob du dann denkst: „Na dann krieg ich das halt nicht.“ ODER!! ... ob du STEHEN BLEIBST und im Leben dieses Typen, die Schwelle bist, an der er einfach nicht mehr vorbeikommt und ihm einfach klar ist, vor mir steht eine Frau, die in diesem „heiligen WARUM“ so brennt, das ich mich entweder total schnell vom Acker mache, oder so schnell wie möglich mein WARUM finde, ansonsten frisst die mich auf.“ WOW, gingen mir diese Worte durch und durch. Hier war mir ENDLICH wieder klar, was MEIN “warum“ ist. Warum schreibe ich diesen Reiseführer und warum, habe ich all meine Romane geschrieben? Nun, ich brenne … ich brenne für das Thema „Liebe & Frieden“, zwischen „Mann & Frau.“ Ja, ich wünsche mir, dass jede Frau, ihr inneres Feuer findet und für das brennt, was ihr wichtig und heilig ist. Ich wünsche mir, dass sie ihr Feuer lebt, anstatt es in ihrem Körper zu behalten, wo es Krankheit mit sich bringt. Daher wünsche ich mir, dass FRAU, statt SICH selbst zu VERBRENNEN, für sich selbst „brennt“ - für ihr Herz (die Liebe, die sie ist) und ihren Körper UND für „Mann“ jene Schwelle wird, an der er NICHT MEHR vorbeikommt!! Ich wünsche mir, dass „Männer“, welche diesen Reiseführer lesen, auch ihren Arsch zusammenkneifen und „diese“ Schwelle „hier“ übertreten. Das sie eintauchen, in die Worte dieses Reiseführers. Dass sie selbst, wenn es ihnen stinkt oder etwas sie erschüttert, dran bleiben.
In der Zeit des Schreibens, sprach ich auch mit unterschiedlichen Männern über das Buch und stellte mal wieder fest, wie heilsam doch Sätze waren, wie: „Sabine, was du schreibst, ist schon sehr stimmig. Der Titel „Gebrauchsanleitung“ wäre so manches Mal schon passend, so übel das auch ist. Sabine, ja, wir können manchmal einfach Arschlöcher sein.“ Ein Freund meinte, als er alles gelesen hatte: „Es fiel mir leicht, das Buch zu lesen. Du hast alles passend und richtig gut geschrieben. Es ist so, ohne Frage. Wenn du manches auch seeeeehr überzogen hast.“ Hier musste ich grinsen und sagte: „Meinst du wirklich?“ Da musste er auch grinsen und meinte: „Okay. Manches muss erst verdaut werden.“
Diese ZUSAGE - dieses ZUGEBEN - das ist ein erster Schritt zur Bereitschaft, verändern zu wollen. Dafür war ich sehr dankbar. Als mich noch einmal kurz Zweifel einholten, da ja nicht alle Männer gleich sind und es auch Frauen gibt, die sehr verletzend sein können, erinnerte ich mich daran, dass jede 3. Frau und jeder 7. Mann, sexuellen Missbrauch erlebt hat. Diese Zahlen zeigen eindeutig, auf welcher Geschlechterseite mehr Gewalt und Übergriffigkeit herrscht.
Ja, mein Feuer brannte, aber noch nicht in dieser Kraft, welche notWENDig war. So schubste mich das Leben abermals und sprach mit mir: Ich saß im Zahnarztwartezimmer … hihi, damit ich wieder richtig zubeißen konnte … ich liebe es, wenn Frau Schabernack sich auf meine Schulter setzt und mir Dinge ins Ohr flüstert. Ich gebe es zu - wo ich noch schnell etwas einfließen lassen möchte, bevor ich zur eigentlichen Geschichte komme. Ich stellte in dieser Anfangszeit auch fest, dass ich selbst im Auskotzen, noch viel zu liebenswert war. DIES wurde mir von einer mitschreibenden Frau mitgeteilt und ich war zutiefst schockiert, als mir klar wurde: „Sie hat recht.“ Fest nahm ich mir hier vor, das zu ändern. Nun aber zu der Geschichte im Wartezimmer: Da saß ich also und eine Dame Mitte siebzig kam herein, schaute mich an, strahlte und meinte: „Sie schauen so apart aus und so wundervoll bunt ist ihre Kleidung und lebensfroh sind Sie angezogen. Da muss man etwas dazu sagen, sieht man das nicht all zu oft.“ Dann griff sie in ihre Tasche, holte etwas raus und gab es mir: „DAS ist für SIE.“ Ich schaute und es war ein KUGELSCHREIBER!!!! Vollkommen irritiert war ich im ersten Moment bis es klickedicklick machte: „Der Reiseführer will geschrieben werden.“ Ja, deutlicher konnte die Botschaft nicht sein, vor allem, weil sie von einer Frau in diesem Alter kam. Eine Generation, welche mit Sicherheit auf das Thema bezogen noch viel mehr Probleme hatte. Ja, das Leben sprach mit mir und nutzte die Dame dafür. Nun loderte das Feuer und die Entscheidung ward getroffen. Es wird sich hier in diesem Buch, ein uralter Konflikt der Geschlechter zeigen. Ich denke, das Buch kann daher interessant sein, für all jene, die sich auch Liebe & Frieden wünschen und für all jene eben, welche noch nicht erkannt haben, wie sehr wir doch noch in alten gewohnten Verhaltensweisen drinhängen und wie diese das Miteinander prägen. Und natürlich für jene Paare, bei denen eine Partnerschaft, oder ein Miteinander, in welcher Form auch immer, schon lange besteht, man sich lange kennt, und die Sexualität einen neuen, weniger wichtigen Stellenwert erhalten hat. Nachdem das Buch geschrieben war, bemerkte ich, wie befreiend es für mich persönlich war. Endlich konnte all das raus aus mir, was nie gewagt wurde auszusprechen und das schwer auf dem Herzen lag. Nicht gewagt, weil mein Harmoniebedürfnis und mein Verständnis stets größer waren als Schmerz und Wut. Es flossen während dem Schreiben wahrlich Tränen uralten Schmerzes und auch uralter Wut. Dadurch wurde mein Herz aber auch heiler und weiter. Dann kam das Gefühl von Frieden zu mir und der große Wunsch, dass man sich die Hände reicht, um im neuen Miteinander, heilsame Erfahrungen machen zu können. Anstatt sich stets wieder in offene oder verheilte Wunden gegenseitig Messer hinein zu rammen und dann noch in der Wunde zu drehen und zu drehen. Damit ist doch niemandem geholfen. Für mich ist es stets wichtig, in meinem Gegenüber schon das Potenzial zu sehen, welches vielleicht noch nicht gelebt wird. Ich habe mittlerweile gelernt, dass es wichtig ist, genau DAS dem anderen zu zeigen und auch Dankbarkeit für heilsames, achtsames Handeln zu äußern. Aber ich darf ebenfalls, die manchmal notwendige klare Sprache nutzen und darüber sprechen, was so ganz und gar nicht wohltuend ist. Selbst wenn das provokativ scheinen mag, wütend macht oder aufrüttelt. Offenheit - wenn wir uns offen zeigen, mit allem, was ist, werden wir natürlich scheinbar verletzbarer. Denn man zeigt dann nicht nur seine Stärken, sondern auch die scheinbaren Schwächen. So wie man seine verheilten oder nicht verheilten Wunden offenherzig zeigt und verletzbarer wird. Man ist sozusagen „nackt“ und ohne Mauern um sich herum. Genau das ist es aber, so fühle ich es, was wir im Miteinander brauchen. Das Erkennen, das viele einfach verletzte Wesen sind. Es nur zu „wissen“, ist etwas anderes, als es durch ein Gegenüber gezeigt oder gesagt zu bekommen. Und wir sollten uns einfach bewusst machen, dass wenn wir Mauern um uns aufgebaut haben, wir nicht wirklich „frei“ sind. Hier erinnere ich mich an meinen letzten Satz auf meiner zweiten Kundgebungsrede gegen sexuellen Missbrauch und ja, er will niedergeschrieben werden: „Aus der Tiefe meines Herzens, wünsche ich UNS ALLEN, heilende Gärten der Achtung und des Respekts für frei und unschuldig fließende Liebe.“ (Info: Falls die Fotos beim Druck an Qualität verloren haben - verzeiht es mir .)
Nun folgen die ersten Worte von Hans-Jürgen John. Wir besprachen ja, jene „Kurzfassungen“ im EXTREM und PROVOKATIV zu schreiben. Als ich hier auch kurz ins Zweifeln kam, schenkte mir das Leben erneut das, was ich brauchte, um dran zu bleiben. Ein männliches Wesen, ähm, ein Mann, welcher das Reiseführercover sah, meinte zu mir: „Aufs Cover gehören aber große Titten.“ Zuerst war ich sprachlos … aber dann lachte ich … oh JAHAAAA … die Kurzfassungen werden geschrieben, wie geplant. Doch manchmal kommt es anders als man denkt. Wir entschieden uns doch um. Aber seht selbst.
KURZFASSUNG von Hans-Jürgen: (Ich war nur Sekretärin ;-), die aufschrieb, was diktiert wurde.)
Hans-Jürgen: „Also ein Reiseführer für die Frau … .“
Sabine: „Ja FÜR die Frau … ;-) .“
Hans-Jürgen: „Ääähm … über … ÜBER die Frau - natürlich!“
Wir: „DAS fängt ja schon gut an *hahahaha*.“
Aber nun ernsthaft: Also ein Reiseführer über die Frau …
Frauen sagen uns jetzt, wo es lang gehen könnte. Wir lassen uns überraschen … und das mit den Titten, so wie sie auf dem Cover zu sehen sind, das geht in Ordnung ;-) … so wie „Mann“ es mag *grins*.
Jetzt möchte ich noch einmal auf diesen uralten Konflikt der Geschlechter eingehen. In meiner Wahrnehmung ist es so, dass viele Frauen nicht wirklich wissen, was Weiblichkeit meint und Männer nicht wirklich wissen, was Männlichkeit bedeutet. Ich wage zu behaupten, dass wir nicht mal wissen, was „Liebe“ wirklich ist, da sie ja eher ein Überbegriff ist, für ein wahres Facettenreichtum an Gefühlen. Dies alles intensiver zu erforschen, wäre doch sicher eine Reise wert - oder? Diese Reise wird aber zu allererst ins eigene Innere gehen und das wird sich nicht vermeiden lassen. Dieser uralte Konflikt der Geschlechter, zu dem letztendlich mehr oder weniger, beide Seiten etwas beigetragen haben, kann nur verändert werden, wenn Frauen und Männer sich auf diese Reise nach Innen begeben. Dennoch lande ich zu allererst beim Patriarchat und zitiere aus Wikipedia:„Patriarchat - Männerdominanz: „'Patriarchat’ bedeutet wörtlich die Herrschaft von Vätern. Aber heute geht männliche Dominanz über die 'Herrschaft der Väter' hinaus und schließt die Herrschaft von Ehemännern, von männlichen Vorgesetzten, von leitenden Männern in den meisten gesellschaftlichen Institutionen in Politik und Wirtschaft mit ein […]. Das Konzept 'Patriarchat’ wurde durch die neue feministische Bewegung als ein Kampfbegriff wiederentdeckt, weil die Bewegung einen Begriff brauchte, durch den die Gesamtheit von bedrückenden und ausbeuterischen Beziehungen, die Frauen betreffen, sowie ihr systematischer Charakter ausgedrückt werden konnte. Maria Mies, 1988.“
Nun, ich lese den Begriff „feministische Bewegung“, sowie das Wort „Kampf“ und sofort spukt mir das Wort
