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Tinka ist eine Singlelady voller Leichtigkeit und Daseinsfreude, welche das Leben und die Liebe liebt und dieses mit ihren Lieb-Habern genießt. Auf Teneriffa begegnet sie Maire, Mutter zweier Kinder, welche Tinka im Anschluss in ihren Briefen erzählt, wie ihr Ehe und Liebesleben, Jahre zuvor auf den Kopf gestellt wurde und sie innere Ketten sprengte, nachdem sie "ihrem" Krieger begegnete. Beim Schreiben fließen ihre Erfahrungen mit der spirituellen Welt mit ein, was für Tinka neu und faszinierend ist. Obwohl die beiden Frauen so unterschiedlich sind, können sie sich füreinander öffnen, weil ihre Weise zu lieben sich sehr ähnelt. So tauchen sie gemeinsam ein in Liebe, Sexualität & Spirit, erforschen die Essenz der "Macht der Weiblichkeit" und die Leopardin begleite sie. So kommt dann eine überraschende Wende in Tinkas Leben ...
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Seitenzahl: 619
Veröffentlichungsjahr: 2019
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Tinka stellt sich vor
Máire oder Maria
Marias Krieger
Die Flügel des Sternendrachens
Zwei Seelen in des Kriegers Brust
„Ich liebE dich“
Liebe ist konstant
Katzenenergie
Die Leopardin
Steinzeit
Maskenlos
Angst und Mut
Wie kann ich Liebe sein, wenn ich nicht …
Sexual healing
Lucien hat Entzugserscheinungen
Killing me softly
Der tröstende Krieger
Des Kriegers Gefühle
Abschied
Schamanische Reisen
Marias Vater und Großvater
Innere Kriegerin
Feuerwesen
Lebenszeichen vom Krieger
Die wilde, offene, überflutende Stute Maria
Der schwarze Wolf
Nichtfühlende Männer
Die Explosion
Des Kriegers Kuss
Liebevolle Klarheit
Schocktherapie
Der Wasserfall
Wertschätzung
Lebenszeichen von Thomas
Verständnis für sich selbst
Die Hütte und die Alte
Die Rune Othala
Es sind Segel, keine Wolken
Manchmal kommt es anders als man denkt
Luciens Überraschung in Italien
Über die Autorin
Weitere Bücher Sabine C. Pahlke
Da sitze ich, nach über einem Jahr, welches so wundervoll war, wie ich es mir hätte nicht träumen lassen. Ja, ich Katharina, Tinka, Kathatinka … welche vor all dem Erlebten, nicht einmal ahnte, wie wunderbar so ein Singledasein und die Liebe sein kann, wenn man nicht mehr krallt oder festhält, wenn man geschehen lässt und wenn man dabei auch für sich selbst sorgt. Ja, wenn man statt sich unsterblich zu verlieben, einfach nur im Hier & Jetzt liebt, darin vertrauend, das alles fließen wird. Wenn Frau ihre sowohl wilden als auch romantischen Abenteuer voller Liebe, so ganz und gar genießt. Ich habe sie gefunden, jene Herzensmänner, welche die Liebe in dieser Freiheit mit mir leben können.
Die letzte, so tief gehende Begegnung - das war Martin. Ein Mann so voller Tiefe, Zärtlichkeit und Leidenschaft, welcher mich so verwöhnte, wie nie ein Mann zuvor und der gerade deswegen eine Herausforderung für mich war. Er ist verheiratet und lebt in einer offenen Ehe. Das Wochenende mit ihm, werde ich niemals vergessen. Gestern telefonierten wir. Nach meinem anstehenden Urlaub, werden wir uns wieder treffen und darauf freue ich mich so sehr.
Lucien - so viele Jahre kennen wir uns nun schon. Mein erster unbeständiger beständiger Herzensmann. Wir führten nie eine Partnerschaft, aber hatten eine innige Beziehung miteinander. Die Chemie passte von Anfang an und es ist noch immer so, obwohl wir frei leben und lieben. Leider lebt er beruflich nun schon ein paar Monate in Paris und ich weiß nicht, wann er wieder zurückkommen wird. Somit sehen wir uns viel zu selten.
Milan - so innig und voller Liebe die Zeit mit ihm war, haben wir es nicht mehr geschafft uns zu treffen. Dennoch sind wir weiter im Kontakt miteinander und dabei wird es mir immer ganz warm ums Herz. Er fehlt mir und die Zeit wird zeigen, ob unsere Wege wieder einmal zusammenführen.
Dieter - mein Briefeschreiber. Bei ihm hat es sich ganz plötzlich ergeben, dass er eine Frau kennenlernte und mit ihr will er nun seinen Alltag leben, anders eben als bisher. Wir sprachen darüber und ich lernte sie auch kennen. Die beiden passen so gut zueinander und ich freue mich unsagbar für ihn. Den Kontakt werden wir aufrechterhalten, da bin ich mir sicher.
Somit ist es jetzt auch ein wenig ruhiger geworden in meinem Liebesleben, aber das ist in Ordnung so. Ich habe nun eh erst einmal Urlaub geplant, bin offen für neue Begegnungen und bereit, bestehende zu vertiefen. Ja, ich freue mich auf die Geschenke des Lebens, weil ich mir sicher bin, sie werden kommen. Aber vor allem freue ich mich nun auf Martin, nach meinem Urlaub, weil ich spüre, da ist noch so viel mehr möglich. Natürlich kann ich es auch kaum abwarten wieder einmal in Luciens Armen zu liegen. Da könnte ich jetzt doch glatt mal eine Runde seufzen. So und nun Ende damit. Meine Koffer sind gepackt. Es geht nach Teneriffa.
Liebe Lilly, liebste Freundin und Wegbegleiterin, total erholt bin ich zurück von meiner Urlaubswoche auf Teneriffa. Ja und manchmal kommt es anders, als Frau denkt. Das heißt in meinem Falle, der Urlaub war Männer freie Zeit und das war auch superschön so, weil ich einer Frau begegnet bin. Nein, nicht so wie du eventuell denkst *grins*. Es war auf andere Weise intensiv … ich meine erzählenswert.
Ich hatte Glück, dass ich außerhalb der Saison auf Teneriffa war und ich hatte noch mal Glück gen Ende, da ich einen Geheimtipp für einen Strand bekam, zu dem ich dann auch hinfuhr. Es hieß dieser sei nicht sehr besucht. Ja und dann bin ich also dort gelandet und es war niemand groß da. Genaugenommen war nur eine Frau zu sehen, welche aber durch ihre Ausstrahlung, unglaublich viel Raum einnahm. Ehrlich gesagt, als ich sie so da sitzen sah, habe ich überlegt, ob ich nicht doch woanders hinfahren soll. Hihi, das war alles sehr mysteriös und mystisch, sag ich dir. Also absolut fremd für mich. Aber meine Neugier hat gesiegt und ich hab mir ein Plätzchen für mich gesucht. Viel hatte ich nicht dabei, bin da ja eher spartanisch, weil ich zu faul bin alles rumzuschleppen. Hach je Lilly, ich konnte den Blick nicht von diesem Wesen lassen. Ja, sie erschien mir wie ein Wesen von woanders her. Wie soll ich das beschreiben?
Da saß sie, ganz bei sich und mit sich, nichts um sich herum wahrnehmend, so schien es mir, auf farbigen Decken, umringt von genau so bunten Kissen, in erdigen und auch weiteren warmen Farben. Also ich hätte das nicht alles schleppen wollen, was sie da um sich herumliegen hatte. In ihren Händen hielt sie eine wundervolle Trommel, mit seltsamen, mir unbekannten Symbolen bemalt. Nun ja, ich kenne ja eh kaum Symbole. Ich hörte ihr zu und es schien mir, als ob sie ein Lied für ihre Seele spielt. Also es hat mich echt total berührt und ich bekam Gänsehaut. Vor allem, da ich sie ja auch beobachten konnte, wie sie da saß, nur mit einem Tuch um die Hüften gewickelt, mit nacktem Oberkörper trommelnd. WOW, kann ich da nur sagen. Ich vergaß total die Zeit und ich vergaß auch, dass ich sie betrachtete - nein anstarrte. Ich war einfach nur fasziniert von ihr. Plötzlich schaute sie mich an und der Blick ging mir durch und durch, also im positiven Sinne. Wow, hatte diese Frau Augen. Ihr Gesicht, umrahmt von langem wallenden roten Haar, welches in der Sonne wie Feuer leuchtete … das war so schön … SIE war schön, aber nicht im gesellschaftlichen Sinne, sondern sie strahlte so viel Liebe, Sanftheit und Frieden aus und dabei solch eine Kraft, welche tief aus ihrem Inneren zu kommen schien, dass ich nur noch sprachlos da saß. Ich glaube, mir ist sogar die Kinnlade runter gefallen *gigger*, zumindest wurde ihr Blick ganz lebendig und ein lautes erfrischendes Lachen folgte. Tja, in dieses stimmte ich dann mit ein und schon winkte sie mich zu sich rüber. Dann saß ich bei ihr und nach einer kurzen Stille, habe ich sie einfach ausgefragt, was sie hier gemacht hat und sie erklärte es mir. Fasziniert war ich, muss ich wirklich zugeben. Es war eine Freude ihr zuzuhören. Sie erzählte mir auch von ihrem spirituellen Weg ein paar Geschichten. Sie fing als ganz junge Frau schon an, sich für all das zu interessieren, was für mich nur ein großes Fragezeichen entstehen lässt. Ihre Weise, über all das zu sprechen, zog mich in den Bann. Es war, als ob ich in eine Märchenwelt hinein gebeamt wurde, welche sich unglaublich wahr, also real anfühlte. So könnte ich das bezeichnen. Leider musste sie irgendwann gehen, aber wir verabredeten uns für den Abend. Was ich von ihr zu diesem Zeitpunkt schon wusste, außer dem Spirituellen, war, dass sie in meinem Alter war und vor einigen Jahren schon nach Teneriffa ausgewandert ist. Ich war sehr gespannt auf den gemeinsamen Abend. Das, was ich dann noch von ihr erfuhr … ich kann nur WOW sagen.
Aber jetzt Lilly, werde ich erst mal wieder hier zu Hause ankommen. Freue mich von dir zu lesen.
Lieber Drücker,
Tinka
Liebe Tinka,
das sind ja nette Neuigkeiten … wie machst du das nur, dass du immer über solche Außenseiter stolperst? Das hört sich alles sehr spannend an und wenn es nicht der böse Blick war, den sie gegen dich angewandt hat ;-), wirst du sicher noch einige WOW-Erlebnisse gehabt haben. Bin schon sehr gespannt, wie es weiter ging, aber komm erst mal wieder an.
Bis bald und lieben Drücker zurück.
Lilly
Hi Lilly,
ich dachte mir schon, dass du gespannt sein wirst. Ich habe die Nacht tief und fest geschlafen und bevor ich morgen wieder arbeiten gehe, möchte ich dir noch schnell schreiben.
Diese wundervolle Frau, sie ist in Irland geboren. Ihr Name ist Máire, doch als sie als Kind nach Deutschland kam, wurde daraus schnell Maria. Sie ist schon etwas ganz Besonderes und ich finde es schade, dass sie auf Teneriffa lebt. Dennoch bin ich dankbar, ihr begegnet zu sein. Als wir uns am Abend trafen, das war einfach nur schön. Stunden saßen wir zusammen und haben so viel erzählt. Lilly, Maria liebt so, wie ich liebe!! Das ist doch der Hammer - oder? So viel hatten wir uns zu berichten, trifft man doch nicht alle Tage eine Gleichgesinnte. Wir trafen uns dann noch einmal, mehr war nicht möglich, weil mein Urlaub vorbei war. Beim zweiten Treffen hat sie mir dann noch viel von sich erzählt und mir versprochen, dass sie mir die Geschichte schreiben würde, welche sozusagen Veränderung in ihr Liebesleben brachte. Ich bin schon so neugierig darauf. Maria, sie hat mit 17 Jahren ihr erstes Kind bekommen und war alleinerziehende Mutter. Es war wohl eine schwere Zeit für sie und mit 20 verliebte sie sich. Leider stellte sich schnell heraus, dass dieser Mann sehr dominant war und ihr ihre Freiheit nehmen wollte, was sie aber nicht zuließ. Sie trennte sich schnell wieder von ihm. Viele Jahre war sie dann Single und ihr und ihrer Tochter ging es sehr gut dabei. Natürlich hatte sie den Wunsch nach einer Partnerschaft, aber sie meinte, es kam dann anders als gedacht. Sie traf auf unterschiedliche Männer und Lilly, auch auf Frauen und fühlte sie alle im Herzen. Erst war sie irritiert darüber. Da sie aber schon lange auf ihrem spirituellen Weg war, verstand sie die Hintergründe recht schnell. Dennoch konnte sie es erst richtig genießen, als sie aufhörte sich selbst zu bewerten und zu verurteilen. Sie war achtsam, damit ihre Tochter unbedarft aufwachsen konnte und nach einigen Jahren dann, traf sie den Mann, mit dem sie ihren Alltag leben wollte. Ich glaube sie war 25 und sie verspürte den Wunsch nach einer richtigen Familie. Die Beiden haben dann auch schnell geheiratet und der Nachwuchs ließ auch nicht auf sich warten. Dieses Mal war es ein Junge. Sie war glücklich und genoss ihr Familienleben und dann meinte sie so … „bis“ … ja, bis sie 36 Jahre alt wurde. Dann hatte sie das starke Bedürfnis, sich eine Auszeit zu gönnen und mal alleine in Urlaub zu fahren. Ihre Tochter war damals glaube ich schon 19, der Sohn bald 10 Jahre alt und so hatte sie das Gefühl, sich mal Zeit für sich erlauben zu dürfen. In diesem Urlaub traf sie einen Mann, 10 Jahre älter. Es machte *bäng* und sie fühlte wieder diese Liebe, so wie einst, als sie Single war. Oh das konnte ich sooooo nachvollziehen. Also mir täte das ja auch sehr fehlen, könnte ich es nicht mehr leben. So wurde sie also von der Erinnerung an ihr Singleliebesdasein überrollt, doch mehr wollte sie mir hier nicht erzählen. Ach nein, sie berichtete mir noch, dass dieser Mann Polizist ist, und einige Jahre zuvor im Auslandeinsatz im Kosovo war. In Mitrovicia. Er hätte dort grausame Dinge erlebt und erfahren und auch Dinge tun müssen, die er einfach nicht verarbeiten konnte. Ja und dann hat sie mich mit den Worten verabschiedet, ob ich im Ansatz ahnen könnte, was sie mit diesem Mann erlebt hat. Also was es bedeuten würde, wenn die Liebe auf einen Krieger trifft?
Lilly, ich bin so gespannt auf ihre Geschichte, das glaubst du gar nicht. Das war mein Kurzbericht.
Knutscher.
Tinka
Hallo Tinka,
Máire aus Irland ... du siehst mich innerlich reisen, weißt du doch, wie sehr ich diese Landschaften dort liebe. So wie du Maria beschriebst, fühlte ich sie dort am Strand sitzen und es war eine unglaubliche Energie zu spüren. Klar, dass du dich angezogen fühltest und welch ein "Zufall" aber auch - diese Parallelen. Ihre Vergangenheit hat sie wohl sehr geprägt und so hatte sie schon früh die Kraft und Stärke unbeirrt ihren Weg zu gehen. Ja wir werden oft nur bewertet und verurteilt. Doch wie sehr wünschen sich Menschen einfach nur angenommen zu sein. Daher müssen wir bei uns anfangen. Wir müssen lernen, uns in unserem sein so anzunehmen und uns nicht mehr bewerten zu lassen. Dann wird es uns nicht mehr tangieren und die Menschen werden sich weniger das Maul zerreißen, weil wir keine Fläche mehr bieten werden. Sorry, diese Gedanken flossen gerade einfach so.
Dieser Mann, den sie traf, der muss sie arg „erwischt“ haben, wenn sie manche Dinge nicht aussprechen wollte und du sehen konntest, wie berührt sie war. Wenn du nun erzählst, was er von Beruf ist, dann kann ich mir denken, dass es kein leichter Mann war und sie sicherlich auch ambivalent gefühlt haben dürfte. Nun bin ich aber neugierig, was da noch kommen wird. Ich muss mich nun leider auf den Weg zur Arbeit machen.
Es drückt dich, deine Lilly.
Hi Lilly,
schön, dass du dich in mein Erzähltes rein versetzen konntest. Ja, ich bin auch sehr neugierig auf Marias Geschichte. Wünsch dir einen angenehmen Arbeitstag. Drücker zurück.
Tinka
Tage vergehen mit Stille und Arbeit. Dann die ersehnte E-Mail von Maria. Bin so neugierig, was sie mir geschrieben hat.
Liebe Tinka,
Entschuldigung, dass es nun doch länger gedauert hat, bis ich mich bei dir gemeldet habe. Aber als ich anfing, die Geschichte für dich aufzuschreiben, da bin ich noch einmal ganz in die Erinnerung eingetaucht. Weißt du, irgendwie war plötzlich so vieles, wichtig für mich. Ich hoffe du liest so gerne, wie du erzählst *zwinker*, weil es wirklich eine Menge Stoff geworden ist.
Du weißt bereits, dass ich 36 Jahre alt war, als ich diesem Mann, diesem Krieger begegnet bin. Hm, du weißt auch, dass ich meinen spirituellen Weg schon sehr lange gehe und so wunderte es mich natürlich im Nachhinein nicht, dass der Krieger mir schon vor unserer realen Begegnung, in meinen Träumen begegnet war. Du kennst meine Welt noch nicht, daher versuche ich, es so aufzuschreiben, dass du es hoffentlich verstehen kannst.
So mag ich dir als Einleitung diesen einen wichtigen alten Traum erzählen. In diesem Traum, war ich alleine in Urlaub und saß in einem Biergarten. Die Sonne schien. Neben mir saß ein mir fremder Mann und ich fühlte, es hängt etwas in der Luft. Ich spürte auch, dass ich genau DAS nicht wollte und verschanzte mich hinter einer gläsernen Wand. Er und ich, unterhielten uns über tiefe Themen und plötzlich sagte er zu mir: „Fang an das Leben wieder zu genießen.“ Dann stand er auf und ging. Am Abend trafen wir uns erneut und er meinte: „Ich will mit dir Liebe machen.“ Mir rutschte ein „Ja“ heraus. Aber sofort verbot ich es mir, da ich doch verheiratet war und auch glücklich mit meinem Mann. Aber die spürbare Sehnsucht, ließ mich im Traum denken: „Ich will lieben und leben, so wie ich es schon einmal getan habe und mit diesem Mann möchte ich mich ganz und gar als Frau fühlen.“ So ließ ich mich in „meiner Welt“ auf ihn ein und die Nacht war wundervoll. Im Traum wurde mir sogar ein Datum präsentiert - und es war so passend für die kommende Realität. Ich weiß noch, wie ich einst aufwachte und innerlich nur „Nein, nein, nein.“ zu mir sagte.
In besagtem Urlaub wurde ich an diesen Traum erinnert. Als ich ankam, an diesem wundervollen Ort, an welchem ich meine Zeit mit mir genießen wollte, schien die Sonne und ich wollte sie nach der langen Fahrt genießen. Ich fand ein Lokal, setzte mich in den Biergarten, trank meinen Kaffee und dann kam er!! Es ergab sich, dass er sich zu mir setzte. Ich nahm erst nur seine Augen wahr, welche solch eine Wärme ausstrahlten. Doch da war noch mehr in seinem Blick. Ein Schmunzeln, aber auch ein ganz bei sich sein. Es war so seltsam. Ich fühlte ihn offen und gleichzeitig distanziert. Irritiert war ich, da ich mich sofort an jenen Traum erinnerte und ich fragte mich, ob er sich nun gerade manifestiert. Da ich dies aber nicht wollte, ging ich prompt hinter meine Schutzglaswand, welche mir im Traum ja auch gezeigt wurde. Nur, dass ich DAS gar nicht bemerkte. Weil … ich wollte ja nicht, dass sich der Traum realisiert und somit bin ich auch nicht weiter in die Traumerinnerung gegangen. Ich erlebte ihn als sehr offenen Menschen, der ausspricht, was er denkt, was ich ja sehr mag. Die Zeit verflog und es war einfach nur angenehm mit ihm. Es war deutlich zu erkennen, wie er immer mehr entspannte und das Gespräch mit mir sichtlich genoss. Wir sprachen über Frauen und Männer, über Emanzipation und dass Frauen zu sehr ihren Mann stehen wollen, statt Frau zu sein. Wir diskutierten über Moslems und die Unterdrückung der Frau. Es war alles so interessant. Er war klug und hatte solch eine warme Ausstrahlung. Dennoch lernte ich auch schnell, seine andere Seite kennen. Sehr autoritär und auch bewertend, konnte er sein. Fast schon erschreckte er mich, als er recht negativ über Homosexualität sprach. Ich weiß noch, wie ich damals schluckte und es kaum wagte, dagegen zu sprechen. Aber ich nahm sozusagen „mutigen Anlauf“ und fand Worte für ihn, auf das Thema bezogen, welche ihn nachdenklich dreinschauen ließen. Man sah förmlich, wie es klickediklick bei ihm machte und so durfte ich erfahren, dass er auch offen dafür ist, Dinge anders, also neu zu betrachten. Schnell bemerkte ich auch, dass er ein Mensch ist, der einen ermutigen kann. Wir sprachen über Angst und er meinte: „Die Angst verschwindet durch den Mut und es gilt nur den ersten Schritt zu wagen.“ So landeten wir über die schon genannten tiefen Themen, bei sexuellem Missbrauch. Keine Ahnung warum und es erstaunte mich auch sehr. Ich erinnere mich noch daran, wie geschockt er dreinschaute, als ich ihm mitteilte, wie viele Frauen sexuellen Missbrauch erleben. Tja Tinka, was du noch nicht weißt, ist, dass ich auch dazugehöre. Aber wenn man bedenkt, wie viele Frauen das erfahren, ist die Trefferquote eh hoch. Hier erzählte er mir dann, dass er Polizist ist und dass er im Auslandeinsatz in Kosovo war. Plötzlich veränderte sich alles und ich grinse noch immer. Er begann tatsächlich subtil mit mir zu flirten, um mich dann zu fragen, ob ich das Lokal vor Ort (weiß den Namen nicht mehr) kennen würde. Er warf den Satz hin: „Dort bin ich um 20 Uhr.“ Ich grinste nur in mich hinein, weil so läuft das bei mir nicht. Hihi. Ein Jäger macht das nämlich anders. Erneut veränderte sich die Energie. Das lag wohl daran, dass ich nicht so reagierte, wie er es sich gewünscht hat. Vermute ich. So rief er nach der Rechnung und ich gleich mit. Nachdem wir gezahlt hatten, standen wir auf und liefen zu unseren Autos. Ich noch immer irgendwie irritiert, fragte mich, wie es nun weitergehen würde. Dann hat es mich gepackt … ja, ich blieb stehen und stellte mich direkt vor ihn … eigentlich überschritt ich dadurch den Distanzabstand von einer Armlänge. Im Nachhinein erinnerte ich mich an Worte eines Freundes, auch Polizist. Er erklärte mir einmal, dass ihm kein Mensch, den er nicht kennt, näher als eine Armlänge rücken dürfte. Jeder, der diese Grenze nicht wahrt, müsse mit einer nicht unbedingt angenehmen Reaktion von ihm rechnen. Das sei ein Schutzmechanismus, welcher in seinem Job überlebenswichtig sei. Als ich mich an die Worte meines Freundes erinnerte, verstand ich auch die Energie, welche zwischen mir und dem Krieger in diesem Moment entstand. Das alles war mir in der Situation natürlich nicht bewusst, obwohl ich sehr wohl spürte, wie ich ihn provozieren wollte und das auch erreichte. Als ich also „zu dicht“ vor ihm stand, erstarrte er kurz, um dann für einen Bruchteil einer Sekunde den Anschein zu geben, nach hinten ausweichen zu wollen, damit der richtige Abstand wieder gegeben ist. Genauso schnell entschied er sich um und blieb stehen. Seine Energie war hier dann so provokativ wie die meine und dennoch spürte ich auch sein großes Fragezeichen. Und da war noch was … wie soll ich das beschreiben? Für einen Moment war da eine, für mich unbekannte explosive Energie zwischen uns, welche mein Herzilein ängstlich flattern ließ. Ja, in diesen wenigen Sekunden, sah ich seinen inneren Kampf, aber ich blieb mutig stehen. Sein innerer Konflikt endete sehr schnell, wohl weil er seinen Abwehrmechanismus oder auch antrainierten Schutzmechanismus gehen ließ, weil ich ja keine „Gefahr“ darstellte. Tja, hier erfuhr ich das erste Mal den „Krieger“, welcher dann wartend vor mir stand, neugierig, was geschehen würde.
Tinka, ich weiß wirklich nicht, was mich damals geritten hat. Als ich mich beim Aufschreiben, noch mal in diese Situation hineinbeamte, spürte ich, dass da ein Teil in mir genau wusste, dass ich diesem Krieger zu Nahe trete und dennoch wollte ich genau DAS tun. Ich denke, ich wollte mutig sein und ihm zeigen, dass ich ihm auf Augenhöhe begegne… keine Angst habe… und ich wollte nicht mehr denken, sondern handeln. Er trug mittlerweile eine Sonnenbrille und ich hatte so eine Sehnsucht danach, in seine Augen zu schauen und darin zu lesen. Er unterbrach meine Gedankenwelt und teilte mir noch einmal mit: „Ich bin um 20 Uhr in besagtem Lokal.“ Ich wiederum forderte ihn klar auf: „Setz deine Sonnenbrille ab. Ich will deine Augen sehen.“ All meine Anspannung verflog dann … oh ja Tinka, ich stand unter Hochspannung, als mir bewusst wurde, dass ich DIESEM Mann eine klare Ansage gemacht habe. Mein Tonfall dabei … ich weiß nicht, was mich da geritten hat. Also meine Anspannung ging, mit seinem lauten kraftvollen Lachen, während er meiner Anweisung folgte und die Sonnenbrille nach oben schob. In dieses männliche Lachen, habe ich mich sofort verliebt. Während ich ihm tief in seine Augen blickte, schlüpften mir Worte aus dem Mund: „Du sagtest vorhin, Männer sollen Männer sein und Frauen sollen Frauen sein. Stimmt das?“ Erstaunt erwiderte er: „Ja.“ Ich sprach weiter: „Nun, ICH bin die Frau und DU der Mann. Also sag zu mir: „Es wäre schön, wenn du heute Abend um 20 Uhr in das Lokal kommst.“ Er giggelte vor sich hin und meinte: „Du bist eine kluge Frau. Du weißt, wie es gemeint war.“ Oh es hing so viel Provokation in der Luft. Diese Nähe … diese Augen … ich sah mehr als zuvor … fühlte mehr … dieses Lächeln … diese Energie … all das brachte mich dahin, diesen Mann nun wirklich zu spüren … im Herz und im Unterleib … doch er unterbrach diese Szene, ließ mich stehen und lief zu seinem Auto. Er öffnete die Tür, schaute noch mal zu mir und teilte emotionslos mit: „Komm um 20 Uhr - oder nicht.“ Dann fuhr er davon. Da stand ich, erst etwas verwirrt und dann musste ich lachen. Verhält sich so ein Jäger? Okay, es war für mich in Ordnung - für den Moment - aber später, ja später wollte ich den Jäger treffen. Erneut musste ich lachen, weil ich erkannte, er hatte sein Ziel erreicht. Meine Entscheidung war gefallen. Ich werde das Lokal aufsuchen. Er hatte nämlich die Jägerin in mir geweckt, die lange nicht mehr präsent war. Er hatte auch die Katze in mir geweckt, die nach langem Schlaf, nun sehr hungrig war.
Tinka, so war unsere erste Begegnung und ich möchte dir gerade mal DANKE sagen, dass du mich dahin gebracht hast, noch mal in die Erinnerung einzutauchen.
So fuhr ich in meine Ferienwohnung, packte aus und setzte mich dabei mit mir selbst auseinander. DAS war eine Menge Stoff. Ich wusste, dass wenn ich ihn treffen würde, dann würde es kein Zurück mehr geben. Sofort bekam ich Schiss. Welche Konsequenzen würde es mit sich bringen? Plötzlich erinnerte ich mich an die Worte, welche in jenem Vorfeld-Traum, von dem mir NOCH unbekannten Mann gesprochen wurden: „Genieße dein Leben wieder.“ Ich hörte noch einmal, wie der reale Mann im Lokal sagte: „Die Angst geht, wenn man mutig ist.“ Tja, das war leicht gesagt. Ich war verheiratet und ich liebte meinen Mann. Darf ich mir diesen Krieger erlauben? Darf ich mir dieser Erfahrung erlauben? Es gibt keine Zufälle. Das war gewollt. Aber …! Hier erinnerte ich mich glücklicherweise an Worte meines Mannes, nachdem wir schon ein paar Jahre glücklich verheiratet waren. Es ergab sich einst, in einem Gespräch über die Liebe, dass er zu mir sagte: „Ich weiß wie du vor mir geliebt hast Maria. Du hast es für mich aufgegeben. Falls du das irgendwann wieder so leben möchtest, wirklich leben möchtest, dann tu es. Aber bitte sag es mir nicht, denn ich weiß nicht, ob ich mit dem Wissen darüber, leben könnte. Ich kann und mag das nicht so, wie du. Aber ich mag auch nicht, dass du Schuldgefühle hast, das würde nur das zerstören, was zwischen uns ist. Ich weiß ja wie du lieben kannst, also liebe mich dann einfach weiter. Das ist doch das Wichtigste. Das wir beide glücklich sind.“ Es tat gut sich daran zu erinnern. Es war ihm sicher nicht leicht gefallen, mir das zu sagen und wahrscheinlich hat er es auch schon wieder vergessen. Für mich aber, war es in diesem Augenblick so wichtig.
So war mein Entschluss gefasst. Ich marschierte zu diesem Lokal und beeilte mich plötzlich. Mein Bauchgefühl sagte mir, dass ich pünktlich sein musste. Zügig betrat ich die Kneipe, fand ihn, stellte mich vor ihn und begrüßte ihn. Nun ja, ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie ich mich einst fühlte. Hatte ich mich doch erneut hinter meine Glaswand begeben, weil ich Muffensausen hatte. Ich war also unnahbar und hatte Angst vor Neuland und überhaupt. Angst vor der eigenen Courage sozusagen. Da stand ich innerlich stockesteif vor ihm und was tat er? Er stand auf, kam zu mir und schon spürte ich seine Lippen auf meinen Lippen. Es war ein Begrüßungskuss und doch war es soooo viel mehr! Überrumpelt hatte er mich damit. Ich fühlte seinen Kuss, der so direkt war, so resolut und mitteilend und doch so sanft und wow - ich spürte soooo viel. Dieser Kuss zeigte mir klar und deutlich welche Sorte Mann hier vor mir stand. Ich spürte meinen inneren Kampf, welcher so schnell ging, wie er kam. Jene Frau in mir gewann sehr schnell, welche ich viel zu lange nicht mehr gefühlt hatte. Sie schoss meine Gedanken ins Universum und küsste ihn zurück. Sie fragte mich nicht! Sie tat einfach! Dieser Kuss wollte beantwortet werden … die Energie floss … durch meinen Körper hindurch … und ich wollte mehr, ja ich wollte mehr … weil sein Kuss so wunderbar schmeckte. Als wir uns voneinander gelöst hatten, wagte ich es nicht ihn anzuschauen, setzte mich und bestellte mir ein Glas Wein. Hier meinte er mit einem Lächeln und Achselzucken: „20 Uhr sagte ich. Ich habe mir vorgenommen für ein Glas Bier zu warten, dann wäre ich gegangen.“ Ich hatte es also richtig gefühlt und musste grinsen. Er ist wie sein Achselzucken. Entweder kommt sie oder nicht. Entweder will sie oder nicht. Seltsamerweise beruhigte mich das, denn es bedeutete … er ist, hm, wie soll ich das sagen? Nun, er zog sein Ding durch, was mich fühlen ließ, dass er für mich und meine Ehe nicht gefährlich war. Hier war ich mir dann auch sicher, er war der Mann aus meinen Träumen. Wir unterhielten uns. Erneut landeten wir bei den Themen Männer, Frauen, Moslems. Plötzlich fragte er mich: „Glaubst du an Spirit?” Mit einem Lächeln erwiderte ich: „Ich lebe es.“ Nachdenklich schaute er drein, während er weitersprach: „Was hier mit uns gerade geschieht, ist Spirit. Wir sollten uns treffen.“ Ich antwortete: „Ich weiß.“ Doch ich dachte: „Wenn er wüsste, was ich weiß …!” Er meinte: „Glaubst du an die Kirche?“ Ich erwiderte: „Nein, ich glaub an das Universum.” Er lächelte und sagte: „Deswegen bist du ja jetzt auch hier.“ Er beugte sich zu mir rüber und sanft berührten seine Lippen erneut die Meinen. So schön fühlte es sich an. Er löste sich und erklärte: „Das ist Sex. Die meisten Menschen wissen das gar nicht. Es ist so wichtig - das Küssen.” Ich war irritiert. Wer ist dieser Mann? Wir erzählten weiter und küssten uns, erzählten und küssten uns. Redeten über das Thema Machtkampf, den ich nicht mag. Als er sich dann dazu mitteilte, kam es mir vor, als spräche er mit mir und mit sich selbst: „Beim Sex gibt es keinen Machtkampf. Und … heute ist da eine Energie, die ist sehr groß. Maria, es gilt im Fluss zu sein, in der Gegenwart zu sein … ich bin ein Polizist und ich musste Menschen töten. Ich habe viele schlimme Dinge gesehen.“ Das war ein Moment, da ich mich erneut fragte, was ich hier tue. Wer ist dieser Mann? Er ist ein Polizist, der Schlimmes erlebte und dennoch war er so empathisch. Ja, ich spürte sein warmes Herz. Ich fühlte ihn so nah bei mir und nahm auch seine Kraft wahr. Es war mir nicht wichtig, was er war oder wo er herkam. Ich fühlte IHN und was ich spürte, fühlte sich gut an. Aber da war noch mehr. Ich vertraute ins Universum, in meine Träume, in mich und somit konnte ich auch ihm vertrauen. So hörte ich ihm weiter zu: „Maria, Sex wird oft falsch gelebt, weil Frauen wie Männer sein wollen. Aber es gibt beim Sex keinen Gewinner oder Verlierer. Es geht nicht um Machtkampf.“ Er küsste mich erneut, schaute mir in die Augen, löste sich und redete weiter: „Maria, es ist Zeit, dass wir gehen. Zu mir? Zu dir? So wie du es magst und wenn du gar nicht willst, ist das für mich auch in Ordnung.“
Tinka, ich weiß noch genau, was diese Worte in mir auslösten. Ich fühlte mich wie ein Teenager, der von nichts eine Ahnung hatte. Wie eine Frau, welche noch nie frei geliebt und gelebt hat. Alles war mir so fremd geworden. Ich war eindeutig aus der Übung und hatte ja auch nicht mal im Ansatz geahnt, dass ich dieses Spielfeld jemals wieder betreten würde. Ich staunte über meine innere Zerrissenheit. Ein Teil in mir wollte das jetzt leben und ein anderer Teil kämpfte dagegen an. Aber seine Wortwahl… also … er ließ mir die Entscheidung und das fühlte sich so frei an. Es tat mir natürlich immens gut, dass er so klar und direkt war. Er wollte mich und sagte es mir. „Jaaaaa.“ wollte ich rufen, doch die Zweiflerin in mir war laut, was mich erneut erstaunte und sie teilte mir mit: „Maria, das kannst du nicht tun!! Du bist verheiratet und liebst deinen Mann!!“ Was mir dann aber einst als Antwort an ihn raus rutschte, amüsiert mich heute noch: „Ja, ich will, aber … ich mag danach keine Probleme kriegen.“ Mir wurde erst viel später bewusst, wie tiefgründig diese Ansage an ihn, wirklich war. Er quittierte mir meine Worte, mit diesem wundervollen, herausbrechenden Lachen, in welches ich mich sofort verliebt hatte. Dann meinte er: „Wo ist dein Problem? Ich habe deine Telefonnummer nicht und du hast meine nicht. Wir verbringen eine Nacht miteinander und das war es dann. Es wird kein Problem danach geben.“ Als ich ihn das sagen hörte, musste ich schon in mich hinein schmunzeln. Erinnerungen aus meiner Singlezeit, gut versteckt in mir all die Jahre, tauchten nämlich wieder auf. Ach je - so unbedarft war er gerade, nicht wissend, auf was er sich gerade einlassen wollte. Nämlich auf MICH! So erwiderte ich: „Nun, ich kenne dich nicht, dennoch weiß ich mittlerweile, dass du in der Lage bist zu fühlen. Aber ich spüre auch tiefen Schmerz bei dir und somit weiß ich nicht, wie du DANACH sein wirst. Außerdem wird es jetzt Zeit, dir zu sagen, dass ich verheiratet bin und Kinder habe. Daher mag ich später keine Probleme kriegen.“ Ich hatte ihn gut beobachtet, während ich mit ihm sprach und bemerkte, dass in ihm zu lesen war, wie in einem offenen Buch. Das passte so gar nicht zu einem Krieger, also musste ich ihn mit meinen Worten wirklich überrascht oder gar überrumpelt haben. Seine Mimik zeigte mir seine Gefühlsschwankungen, bevor er auflachte, um dann erstaunt dreinzuschauen - fast schon grimmig, um im Anschluss zu antworten: „Maria, ich bin kein Problem. Aber ich frage mich, warum du eigentlich hier bei mir sitzt, wenn du verheiratet bist. Wie soll man da noch an die Liebe glauben können?“ Ich war sehr überrascht über diese Antwort, obwohl sie ja irgendwie schon stimmig war und so erklärte ich: „Ich liebe meinen Mann und alles ist gut, wie es ist. Die Begegnung mit dir, hat mich aber daran erinnert, wie ich lebte und liebte, bevor ich ihm begegnete. Ich liebe eben anders, als es die viele Frauen tun … .“ Er unterbrach mich mit einem warmen Lächeln und sanfter Stimme: „Ja, ich fühle, dass du dich selbst liebst und Selbstliebe ist so wichtig.“ Abrupt wechselte er das Thema und fragte: „Warum missbrauchen Männer, Frauen? Ich kann das nicht verstehen. Ich könnte so etwas nie tun.“
Tinka, ich weiß nicht, wie ich das alles beschreiben soll. Erneut landeten wir also beim Thema Missbrauch. So oft sprach ich schon mit Männern darüber, doch auch das, war schon Ewigkeiten her. Ich kam plötzlich so in einen spirituellen Flow, das glaubst du gar nicht und hörte mir sozusagen selbst erstaunt zu, als ich ihm erklärte: „Ich gehöre zu den vielen Missbrauchsbetroffenen. Und ja, der TÄTER ist ein Täter … ABER … oft sind Täter selbst mal Opfer gewesen … und ich für mich habe beschlossen, immer beide Seiten zu betrachten. Meine und die meines Gegenübers. Das bedeutet, ich habe meine Wut gelebt und meinen Schmerz gefühlt und dennoch konnte ich verzeihen. Das war möglich, weil ich in die Geschichte meines Gegenübers hinein fühlte. Davon abgesehen, erleben wir ja auch oft genug emotionalen Missbrauch im Alltag und werden verletzt oder wie ich es gerne sage, lassen uns verletzen. Aber auch hier lernte ich, es so zu halten, dass ich mir immer bewusst machte, dass jeder der mich verletzt, selbst ein verletzter Mensch ist. Damit wurden jene Menschen zu meinen besten Lehrern und beschenkten mich letztendlich, weil ich immer mehr über mich selbst erfahren konnte. Fast jeder von ihnen, brachte mich dahin, einen noch viel tiefer liegenden alten bis uralten Schmerz zu fühlen und heilen zu lassen. Jenen Schmerz, den ich nicht fühlen wollte, der aber Heilung finden wollte. Daher kann ich auch nicht aufhören zu lieben, nur weil ich verletzt werde.“ So viel hätte ich dazu noch sagen können, doch ich hörte auf zu sprechen. Erstaunt schaute er mich an und meinte: „So zu denken - da gehört schon viel dazu und es ist gut, es so leben zu können. Respekt. Aber nun lass uns gehen.“ Erneut fühlte ich, wie Zweifel mich zu überrollen drohten und sagte: „Da ist noch etwas. Ich weiß nicht, wie ich sein werde, wenn wir beide alleine sind. Das alles hier mit dir, das war nicht geplant. Es kam so plötzlich und ich fühle mich gerade noch überrollt. Seit elf Jahren gab es nur meinen Mann für mich. So mag ich dich fragen … kannst du mich annehmen, egal wie ich sein werde? Auch dann, wenn ich anders bin, als du es dir wünschst oder vorstellst? Nun kannst du entscheiden, ob du dich auf mich einlassen möchtest, oder nicht.“ Es tat so gut, das alles auszusprechen. Vor allem weil sich ja Ängste zeigten, die mir bisher so unbekannt waren und die ich gar nicht verstehen konnte. Und was tat er? Als Antwort erhielt ich einen Kuss, der abermals so wundervoll war. Eine Mischung aus Sanftheit und Wildheit und in mir war nur noch ein: „Ich will ihn.“ Nachdem sich seine Lippen von meinen gelöst hatten, lächelte er mich an und meinte: „Zu dir?“ „Ja.“ war meine Antwort. Dann hakte er noch einmal nach und fragte: „Ist es wirklich in Ordnung für dich?“ Die selbe Frage hatte ich mir auch gerade gestellt und schon hörte ich ihn mit sanfter Stimme weitersprechen: „Maria, eine Frage noch. Kannst du Sexualität genießen? Ich frage das, weil du mir erzählt hast, dass du eine Betroffene bist.“
Tinka, das war ein Moment, in dem sich in mir unglaublich viel abspielte, aber dessen wurde ich mir erst lange Zeit später bewusst. Ich mag jetzt noch nicht näher darauf eingehen, aber diese Frage, hat in mir einen Schalter umgelegt, ohne dass mir der Grund dafür klar war und ich erwiderte: „Ja, ich kann es genießen.“ Er nickte, lächelte und ganz sanft meinte er dann nur: „Wir gehen.“
Ich mache mir jetzt einen Kaffee Tinka und dann schreibe ich weiter. Hihi, ist ja eigentlich nicht wichtig, aber egal.
Bis bald, Maria
So weiter geht’s mit der ersten Begegnung Tinka. Wir liefen los, Arm in Arm, als ob es das Selbstverständlichste der Welt sei und wir uns schon seit Äonen kennen. Zwischendurch stoppte er, küsste mich, dann liefen wir weiter. Nach ein paar Wiederholungen, zog er mich unter eine Straßenlaterne und während er mich küsste, tastete er meinen Körper ab. Die Entdeckungsreise begann. Was hatte ich solche Szenen vermisst. Das wurde mir in diesem Augenblick erst bewusst. Ich genoss unsere ersten Annäherungsversuche unter den am Himmel leuchtenden Sternen, mitten unter dieser Straßenlaterne. Endlich ließ ich meine Lust zu und bekam Hunger auf mehr. Weiter ging es und kurz vor meinem Feriendomizil blieb er stehen, schaute in den Himmel, deutete mit seinem Finger gen Sterne und meinte: „Schau, der Kleine Wagen.“ Ich lächelte und sagte zu ihm: „Ja, der Kleine Wagen. Die Flügel des Sternendrachens.“ In diesem Augenblick dachte ich mir so: „Wird dieser Krieger, die Drachenreiterin in mir wieder erwecken? Ich bin mir sicher, er wird und will nun den Drachen reiten. Sanft und wild.“ … zu diesem Zeitpunkt konnte ich nicht ahnen, dass er mein Sternendrache sein würde, in dessen Flügel ich mich geborgen fühlend, fallen lassen konnte. Wir betraten die Wohnung und er lief direkt zum Sofa, während ich noch schnell das Bad aufsuchte. Kurz holten mich Ängste ein und ich sprach mir selbst zu. Als ich dann zu ihm kam, seufz, sah ich den nackten Krieger, mit seiner stehenden Lanze auf dem Sofa liegen. Im ersten Augenblick dachte ich: „Da liegt gerade ein Geschenk des Himmels.“ Von jetzt auf nachher aber, fühlte ich mich wieder wie ein unwissender Teenager. Lag es daran, das ich nun schon so lange verheiratet war oder warum ging so die Post in mir ab? Fazit war, ich fühlte mich total verunsichert. Ich hatte zwar schon viel erlebt in meiner Singlezeit, aber hier schien sich Anderes und Neues aufzutun. So zog ich mich aus, ging zu ihm und noch immer fühlte ich mich gezweiteilt. Da war die Frau, welche sich unendlich freute, auf das, was nun kommen würde und welche ihr Feuer spürte. Doch da war auch die Verunsicherte, der alles gerade viel zu schnell ging und die mehr Anlaufzeit gebraucht hätte. Kein schöner Zustand. Das Sofa war schmal, so blieb mir nichts anderes übrig, als mich auf ihn zu setzen. Da spürte ich sie - die Leidenschaftliche. Ich beugte mich zu ihm hinunter, um ihn zu küssen und jählings, sagte die Unsichere „Hallo“ zu mir.
Tinka, heute lache ich darüber, damals aber war es der reinste Horror für mich, das so erleben zu müssen. Der Kerl gab mir dann aber keine Zeit, weiter darüber nachzudenken was mit mir ist, denn er übernahm die Führung, womit er mein Feuer weiter schürte. Ha, ha … so schnell konnte ich gar nicht denken, wie er am Handeln war. Kraftvoll zog er mich mit seinen Armen zu sich hoch. Das heißt, er packte meinen Hintern und brachte mich in die Position, dass er meine Süße lecken konnte … und verdammt … er konnte es, wie es nur wenige Männer können. Meine Überraschung über sein schnelles Handeln, wurde durch seine gekonntes Zungenspiel in Entzücken verwandelt. Damit hat er mich echt gekriegt. Es war perfekt. Ich hörte schon kleine Glöckchen in meinem Hirn läuten und freudige Laute entwichen meinem Mund. Die anfänglich sanften und liebevollen Liebkosungen meiner Süßen, hach seufz, er konnte es wirklich … wurden leidenschaftlicher und wilder … unendlich wohltuend … er ging mit meiner Süßen um, als wäre er ihr schon tausende Male begegnet, wissend, was sie mag … wissend, was sie zum Entzücken bringt … ich wollte nicht das er aufhört. Er beamte mich für einen Augenblick in eine andere Welt. Mein Körper wurde plötzlich sanft und weich unter seiner Berührung. Ich öffnete mich für ihn und fühlte plötzlich so viel Sehnsucht nach mehr. „Ja, nun war ich bereit, für das Spiel der Liebe.“, dachte ich. Seine Hände aber zeigten mir, dass er schon viel weiter war, als ich. Kraftvoll brachte er mich in die Ursprungsposition zurück, wo meine Süße seine Erregung zu spüren bekam. Die Unsichere in mir, war genauso schnell präsent und drückte die Leidenschaftlich beiseite. Erneut fand ein innerer Kampf statt. Fazit war dann, dass er seinen Weg in meine Höhle fand und es sich für die Leidenschaftliche toll und wunderbar anfühlte, aber der Unsicheren ging alles einfach zu schnell.
Hast du solch eine innere Zerrissenheit schon mal erlebt Tinka? Ich fand das echt furchtbar und kannte das so von mir gar nicht. Er machte mich glücklich, mein Körper genoss ihn … fast jede Faser meines Körpers erfreute sich an seinem Tun, aber die Unsichere, der alles zu schnell ging, die sorgte dafür, dass meine Süße nicht den Feuchtigkeitsgrad bekam, den sich die Leidenschaftliche gewünscht hätte, weil diese es ja genoss. Nun ja, die erste Runde war dann vorbei, grins, und ich brauchte etwas zum Trinken. So holte ich uns Rotwein und setzte mich zu ihm. Wir plauderten und ich fragte mich insgeheim und recht enttäuscht, ob es das nun gewesen sei. Ich kannte ihn letztendlich ja nicht. Doch dann überraschte er mich, als er abermals das Spiel der Liebe startete. Mein Körper reagierte sofort und wir ließen uns von unserer Leidenschaft führen, welche uns sehr schnell gen Boden brachte. Erneut führte er und hach je, ich weiß noch, wie ich es genoss, dass er dies tat und wie ich mich ihm lustvoll überließ. Mein Körper schrie nach mehr und mehr und nach weiterer Erfüllung. Mein Herz sehnte sich nach tiefer Nähe. Obwohl wir sehr Lust gesteuert waren, fühlte ich diesen Mann in meinem Herzen. So lange hatte ich das nicht mehr in dieser Weise erlebt. War er mir doch fremd … wobei … so etwas kannte ich ja schon, von meiner Singlezeit. Da lagen wir auf dem Boden und seine Hände verwöhnten mich. Kraftvolle Hände, welche mich dahin brachten, nicht mehr zu denken. Ich war nur noch Gefühl und da war so viel Freude. Sein Begehren zu spüren, heizte mich an. Sein Feuer zu fühlen, schürte mein Feuer. Doch trotz all dem, gab es noch immer diese Unsichere, welche mich dahin brachte, mich nicht ganz hingeben zu können. Es war wie verhext. Nachdem ich dann seine wundervollen Lippen noch einmal auf meinen spüren konnte … ich liebe es zu küssen … löste er sich plötzlich und brachte mich in Position. Zupackend tat er dies und gerade beim Schreiben, muss ich schon wieder lächeln. Viel zu lange hatte ich es so nicht mehr erlebt. Er nahm mich von hinten. Ich liebe diese Stellung, da ich „ihn“ hier so intensiv spüren kann. Nichts musste ich tun, außer mich ihm mehr und mehr hingeben. Ein Stöhnen nach dem anderen entwich meinem Mund. Mit jedem Stoß sozusagen, drückte ich meine Lust aus. Wollte ihn noch tiefer spüren und ließ meinen Oberkörper gen Boden sinken. Streckte ihm meinen Hintern noch weiter entgegen und er beglückte mich, während seine Hände fest mein Hinterteil packten. Unser Rhythmus wurde schneller, kraftvoller und dann kam er, der ersehnte Höhepunkt … und dann war da Stille. Wir ließen uns auf den Boden gleiten und dort lagen wir für einen Moment.
Weißt du Tinka, wie du siehst schreibe ich gerne über solche Dinge *grins*, dennoch … klar, das Erlebte liegt nun bald 10 Jahre zurück … und obwohl ich eigentlich eine gute Speicherkapazität habe … weiß ich nicht mehr wirklich, was wir alles taten. Ich war trotz der Lust und der Freude, noch immer beschäftigt mit meinen zwei Weibern, die mir das Leben im Innen schwer machten.
Weiter geht’s. Wir zogen uns an, gingen nach draußen und machten es uns auf den Liegestühlen bequem. Die Nacht war noch von der Wärme des Tages angehaucht. Es war total schön. Still genossen wir unseren Wein. Dann plauderten wir über Gott und die Welt. Die Sterne leuchteten so wundervoll am Himmel, als ob sie mir zeigen wollten: „Alles ist gut, genieße es und strahle. Lass es zu.“ Plötzlich durchbrach er die Stille, während er noch immer gen Himmel schaute. Ich hörte Worte, welche kraftvoll durch seinen Tonfall unterstrichen wurden: „Morgen werde ich wieder hier sein Maria.“ Da ging mein Herz noch ein Stückchen mehr auf. Wie war das vorhin im Lokal? Von wegen nur eine Nacht und keiner hat die Telefonnummer vom anderen? Hahaha und dann machte es plötzlich bummmmmsratterdieratsch und ich sah ihn auf dem Boden sitzen. Der Liegestuhl war unter ihm zusammengebrochen. Ich werde nie vergessen, wie ich schallend lachen musste. Es war so ein herrlicher Anblick, diesen kraftvollen Krieger auf dem Boden sitzen zu sehen, überschüttet mit Rotwein, das leere Glas immer noch in der Hand und so dermaßen verdutzt dreinschauend. Gleichzeitig sah man ihm deutlich an, wie sehr er sich über diesen Moment ärgerte. Es war wundervoll und ich konnte nicht aufhören zu lachen. Ein wenig wunderte ich mich schon über mich, dass ich das überhaupt wagte. Hihi, aber ich konnte einfach nicht anders.
Was in meinem Kopf vorging Tinka, konnte ich ihm schlecht erzählen. Aber für mich gibt es im Leben keine Zufälle. Alles was wir erleben, erzählt uns etwas über uns und dass der Stuhl ausgerechnet in dem Moment krachte, als er mit sanfter und zugleich kraftvoller Stimme mitteilte, dass er mich wieder sehen wird, das sagte mir dann schon genug. Hihi, da hat ihn doch glatt etwas vom Stuhl gehauen. Bin immer noch am Giggeln. Ob er wohl am nächsten Tag wiedergekommen wäre, hätte er gewusst, was noch mit uns geschehen wird? Ich bin mir da nicht sicher.
Resolut stand er auf und meinte: „Wir gehen ins Bett.“ Hihi, ich gebe zu, ähm, hier blieb ich dann doch lieber still und und schaute ihm zu, wie er sich auszog. Folgte ihm dann ganz artig ins Schlafzimmer. Wir legten uns ins Bett und kuschelten uns aneinander. Ich lag in seinem Arm und es fühlte sich so innig an. Er war ein Kuschelbär, was mir gefiel. Doch wir lagen nicht lange da, denn schnell schon verwöhnte er meinen Körper mit Streicheleinheiten, die ich einsog. Er zeigte mir sein Begehren. So kraftvolle Hände. Er verwöhnte meine Brüste, meine Knospen … wurde leidenschaftlicher … wurde fordernder … zupackender … und das putschte mich. Meine Knospen streckten sich hart seinen Händen entgegen. Mein ganzer Körper bebte durch die vielen kleinen Höhepunkte, zu denen er mich hinführte. Dann war der tiefe Wunsch da, ihm gutzutun. War ich bisher doch die Passive. Prompt fühlte ich mich wieder als unwissendes Mädchen. Unglaublich. Wo war mein Selbstbewusstsein geblieben? So beschloss ich, mich einfach weiter von ihm verwöhnen zu lassen und da er das so gut konnte, floss ich weiter auf meiner Welle kleiner Highlights. So ging die Nacht weiter. Plaudern, Kuscheln, Sex. Seine Umarmungen, die liebte ich über alles. In seinen Armen fühlte ich mich ihm unendlich nah, beschützt und gehalten. Aus meiner Erfahrung heraus, kann ich sagen, dass es nur wenige Männer schaffen, einem dieses Gefühl zu schenken. So viel Frieden fühlte ich, wenn er mich hielt. Hihi, so „furchtlos“ hielt. Er war frei von der Angst, Nähe auf jeder Ebene zuzulassen, wenn du verstehst, was ich meine Tinka. Als ich dann wieder einmal in seinem Arm lag, legte ich intuitiv meine Hand auf sein Herz. Er reagierte sofort und legte seine Hand auf mein Herz. Das war ein unglaublich, nicht zu beschreibender, märchenhafter Moment. So etwas hatte ich noch nicht erlebt und es berührte mich zutiefst. So nah waren wir uns mit dieser Geste. Zwei Seelen erfuhren sich - so fühlte es sich für mich an. Nach einer Weile musste ich die Situation lösen, es war zu intensiv für mich. So schenkte ich uns Wein ein. Außerdem wollte ich raus, frische Luft schnappen. Das Erlebte wollte sacken. Er begleitete mich nach draußen und wir genossen die Stille. Wir saßen nun auf einem Gartenbänkchen und er ließ seinen Kopf sanft auf meine Schulter sinken. WOW! Niemals werde ich vergessen, welch ein Anblick das war, als der kraftvolle Krieger, mir voll Vertrauen, diese Geste schenkte. Hier gab es für mich keine Zweifel mehr, dass wir uns begegnen sollten. Leise sagte er: „Wir haben uns heute erst getroffen und trotzdem vertraust du mir.“ Ich erwiderte: „Ja, ich vertraue dir.“ Er hob seinen Kopf und sein Blick der mich traf, war unendlich warm. Plötzlich fing er an zu singen. Ein Lied über die Nacht, über die Liebe und die Gegenwart. Auch damit berührte er mein Herz. Da es uns dann kalt wurde, gingen wir rein, natürlich direkt ins Schlafzimmer. Wir kuschelten uns erneut aneinander und dann hörte ich ihn mit ernster Stimme fragen: „Magst du es eigentlich, wenn ich in dir bin? Wenn ich in dich gehe, spüre ich, dass deine Muschi nicht bereit ist.“ Seine Worte schockten mich. Shit. Damit hatte ich nicht gerechnet. Nun, sie war nicht feucht, daher wunderte mich seine Frage nicht wirklich. Dennoch war ich erstaunt, wie offen er darüber sprach. Mein denken wurde durch sein weitersprechen unterbrochen: „Du hast alles, was ich gemacht habe genossen, aber ich hatte das Gefühl, du hast meinen Schwanz nicht genießen können.“ Er ließ nicht locker und ich saß da und hatte nicht wirklich eine Antwort für ihn. Wie sollte ich erklären, dass ich voll Lust war. Lust auf ihn. Lust auf seinen Schwanz. Lust darauf noch mehr mit ihm zu erleben. Ich genoss es doch. Ich blieb ihm die Antwort schuldig, da ich sie für mich selbst nicht fand. Er forderte keine Erklärung von mir ein, zog mich aber sofort auf sich drauf. Da saß ich, schaute ihm in die Augen und wartete ab, was nun geschehen würde. Er schob mich in Position, so dass meine Süße auf seinem harten Freund saß. Ich empfand dies als Aufforderung weiter zu machen und wurde aktiv. Doch seine starken Hände hielten mich fest, so dass ich mich nicht bewegen konnte. Mit leiser Stimme meinte er: „Fühl ihn.“
Tinka, das geht mir heute nach bald 10 Jahren noch durch und durch. Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Er wiederholte: „SIE soll IHN fühlen.“ Schreien wollte ich … einfach nur schreien und ich wusste nicht warum. Ich floh vor seinen Worten, begann mich zu bewegen, obwohl mir das unter seinen Händen kaum möglich war. Kraftvoller packte er zu, so dass ich gezwungen war, in die Bewegungslosigkeit zu gehen. Erneut sagte er: „Beweg dich nicht und fühl ihn.“ Gezwungenermaßen ließ ich meine Süße nun fühlen und schloss dabei meine Augen. Da kam es dann, wie eine Flutwelle … dieses Gefühl, dass ich nicht spüren wollte. Erneut wollte ich der Situation entfliehen, doch sanft und kraftvoll hielt er mich fest. Ich konnte mich seiner Anordnung nicht widersetzen. Und dann kam sie, die Antwort. Nun wusste ich, warum meine Süße nicht „bereit war“. Ich hatte sie und die Unsichere ignoriert, als wir das Spiel der Liebe begannen. Es ging ihr zu schnell. Sie wollte mehr Vorspiel, aber ich sorgte nicht für sie. Da dies seit nun 11 Jahren, die erste Begegnung mit fremden Mann war … und ich Sie ignorierte … hat sie sich „erinnert“. Hat sich erinnert, an den Missbrauch. Hat sich erinnert, an all die folgenden Begegnungen mit Mann, die es leider auch gab … Begegnungen, da Mann, Frau nicht fühlen und nicht hören konnte … da Mann ihre Körpersprache nicht wahrnahm, ihr Zurücknehmen nicht mitbekam, die Tränen nicht sah und die Wut nicht spürte. „Mann“, der weiter machte, benutzte und Frau, die das zuließ. ICH ließ es zu. Nun einst in meiner Singlezeit hatte ich das schon erkannt und verändert. Aber da lagen eben nun Jahre dazwischen. Ich war aus der Übung und ich wusste nicht, dass dieser Schmerz tief in mir noch da war. Dieser Mann … er hatte mich in ein Thema gebracht, wo ich nicht mal wusste, das es da ist und er hatte recht. Meine Süße hat ihn zwar genossen, aber sie war nicht wirklich bereit und offen für ihn. All das überrollte mich beinahe und um das dies nicht geschah, ließ ich mein Süße noch mal seinen besten Freund spüren. Da hat sich dann mein Herz ganz weit geöffnet und ich fühlte den ganzen Mann, der da unter mir lag. Mein Herz teilte mir mit: „Er ist ein guter Mann. Er fühlt dich. Du kannst ihm vertrauen. Er möchte dich beschenken und dir guttun. Er ist anders. Er will dich nicht benutzen. Öffne dich. Alles ist gut.” Ich spürte die fetten Tränen in meinen Augen. Ja, er hatte mich gefühlt und zwang mich, mich und ihn zu fühlen. Er sprach mit mir. Er sprach es aus. Das war ein Geschenk. Ich fiel von ihm runter aufs Bett. Ich wollte nicht, dass er meine Tränen sah. Doch er fragte: „Was ist mit dir?“ Ich antwortete: „Alles ist gut.“ Er zog mich in seinen Arm und sagte: „Weine.“ Das war für mich wie ein Startschuss und ich weinte leise vor mich hin. Ich durfte es. Ich weiß noch, wie unglaublich das alles für mich war. Ja - unglaublich. Nach einer Weile küsste er mich liebevoll. In mir hatte sich ein Schalter umgelegt. Er hatte mir gezeigt, dass er sehr empathisch ist und ich fühlte auch intensiver als zuvor. Ja, ich war nun wirklich bereit und das Spiel der Liebe ging weiter. Nun konnte ich es total genießen. Seine Hände, die mich zupackend liebkosten, brachten meinen Körper dazu, sich ihm entgegenzustrecken … mehr einzufordern … seine Berührungen wurden stärker und ich genoss diesen Wohlschmerz … konnte ihn genießen, weil ich ihm nun vollständig vertraute. Noch intensiver konnte ich seine entschlossene Führung genießen und ich gab mich dem hin. Genoss es. So viel Begehren und Leidenschaft …meine Muskeln reagierten mit Hochspannung … ich war nur noch am Stöhnen … kein Denken mehr … Gänsehaut … hart stehende schmerzvolle Knospen, die nach seiner Berührung schrien … Brüste die sich ihm entgegenstreckten … und dann zeigte ich ihm, dass ich ihn spüren will. In mir. Tief in mir. Ging in den Vierfüßlerstand, streckte ihm meinen Hintern entgegen, der mit einem handfesten Schlag begrüßt wurde … was Schauer durch meinen Körper laufen ließ … ja, so sollte es jetzt sein … jetzt, nachdem er sich mir so fühlend gezeigt hatte … sein Harter sagte „Hallo“ zu meiner Süßen, die nun überfloss vor Freude und wahrlich bereit für ihn war. Ich fühlte seine Spitze sanft und ein wenig nur eintauchen und dann hörte ich seine liebevolle Stimme sagen: „Ja, nun ist es gut.“ Kraftvoll tauchte er dann ein, in das freudvolle Nass, das ihn erwartete … und es war einfach nur geil ihn zu fühlen … und mit ihm dem Höhepunkt entgegenzureiten. Glücklich lagen wir danach beieinander. Ich erneut in seinem Arm, der mich fest umschloss und hielt. Dann lächelten wir uns an, kuschelten uns in Löffelstellung aneinander, so dass er nun in meinen Armen liegen konnte. Ich legte meine Hand auf seinen nun schlafenden, mich so beglückenden Freund. Ich wollte ihn einhüllen. Er sollte sich wohlfühlen. Er hatte mir so viel geschenkt.
So Tinka, nun das war jetzt so viel und es war nur die erste Nacht. Es folgten noch drei Weitere. Einst, nachdem sich sein und mein Weg trennten, wir davon ausgingen, dass wir uns nie wieder sehen werden und er mich so berührt hatte, setzte ich mich hin und schrieb unsere Geschichte auf. Ich schickte sie ihm. So las ich sie jetzt noch einmal durch, war erneut berührt und freute mich so, sie dir zukommen lassen zu können. Wenn du immer noch magst, kann ich dir weiter aufschreiben, was ich mit ihm erlebt habe. Ich weiß ja nicht, ob es für dich zu viel wird oder ob es dich wirklich interessiert. Sag mir Bescheid Tinka. Für heute aber höre ich auf. Stop, das mag ich dir noch mitschicken. Seine Antwort auf meine erste Geschichte:
Maria,
ich freue mich, dass wir diese „Momente“ hatten, weil sie für immer ein Teil der guten Momente im Leben sein werden. Und wenn dann schlechte Zeiten kommen, werde ich mich an unsere Begegnung erinnern. Du hast jedes Detail unseres Treffens wundervoll beschrieben. So wie es wirklich geschehen ist. Zumindest in unserer Realität. Und das ist, was zählt. Ich danke dir.
Das war´s dann du Liebe. Freu mich von dir zu hören. Maria
Liebe Maria,
ich sitze hier, weine und habe Gänsehaut. Mittendrin war ich in deiner Geschichte. Mittendrin, sag ich dir! Mir fehlen gerade die Worte und ich kann dir nur tausend Mal DANKE dafür sagen. Das mit deinem Traum, das ist ja auch mega. Ich kenn das so nicht. Jaaaaa ich willlll mehr hören. Ich will alles lesen, bis zum Ende. Egal wie lange es wird. Das ist schöner zu lesen, als jeder Roman und ich bin so neugierig. Ach ja - schreib auch ruhig über das spirituelle Zeug … hihi … sorry, aber das ist mir noch so fremd. Nun lasse ich deine Geschichte mal sacken und freue mich riesig, wenn ich wieder etwas von dir zum Lesen bekomme.
Liebe Umarmung Tinka.
Da sitze ich und bin so glücklich Maria begegnet zu sein. Erneut vergehen ein paar Tage, in denen ich fleißig mit Lucien schreibe. Natürlich musste er erfahren, was ich im Urlaub erlebt hatte. Auch Martin hat sich gemeldet. Unser Date fällt aus, da er kurzfristig auf Geschäftsreise muss. Das ist sehr schade, da wir eh nur einen kurzen Spielraum hatten, weil er bald in den Jahresurlaub mit seiner Frau fährt. Aber es ist, wie es ist. Ich genieße diese ruhige Phase, die sich gerade zeigt. Umso mehr freue ich mich, als ich eine weitere E-Mail von Maria im Postfach sehe.
Liebe Tinka,
gerne folge ich deinem Wunsch und berichte wie es weiter ging. Natürlich freue ich mich sehr, dass dich meine Geschichte berührt. Hihi und ich habe es weiter genossen in die Vergangenheit einzutauchen.
Der erste Morgen begann natürlich mit Kuscheln und endete mit einem sehr befriedigenden Quickie. So kann ein Tag beginnen :-). Da er zu Fuß zum Lokal gekommen war, fuhr ich ihn nach Hause. Eine seltsame Stille herrschte zwischen uns, welche ich nicht wagte, zu durchbrechen. So genoss ich die Energie der Nacht noch ein wenig nach. Dann wurde ich überrascht. Ich hatte vergessen, dass so viele Menschen ein Nähe-Distanz-Thema haben, und wurde von ihm daran erinnert, als er sagte: „Vielleicht trifft man sich wieder im Biergarten, vielleicht auch nicht. Wir werden sehen. Du bist ja hier, um dich zu erholen und aufzutanken.” Hm, hinweg war die Freude über seinen Satz am Abend zuvor. Hatte er doch deutlich mitgeteilt, dass er wieder kommen würde. Ja, ich ärgerte mich auch ein wenig, aber das ließ ich schnell wieder ziehen. Alles wird sich zeigen. Auch meine gute Stimmung ließ ich mir dadurch nicht nehmen. So genoss ich meinen Tag. Am Nachmittag wollte ich die Sonne genießen, mein Magen knurrte und so beschloss ich zum Lokal zu marschieren. Als ich mich gerade auf den Weg machen wollte, klingelte mein
