retten - Anatomie Physiologie -  - E-Book

retten - Anatomie Physiologie E-Book

0,0
54,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Aufbau und Funktion des Körpers. Speziell für den Rettungsdienst.

Dieses Lehrbuch zeigt dir, aus welchen “Bausteinen“ der Mensch besteht und wie diese verschiedenen Teile zusammenspielen. Beim Lernen unterstützen dich detailgenaue Illustrationen zu Körperbau und -funktionen mit passenden Erklärungen. retten – Anatomie Physiologie enthält alles, was du wissen musst, mit vielen Bezügen zur Pathologie und zur präklinischen Notfallmedizin – v.a. im "Blitzlicht Retten".

Alle Inhalte stehen dir ohne weitere Kosten auch digital zur Verfügung (Zugangscode im Buch).

Praxisnah lernen: Fallbeispiele zeigen dir, wie im Notfall Krankheiten das Zusammenspiel unserer Körperfunktionen beeinträchtigen. Die angeschlossenen Lernaufgaben helfen dir, dein Wissen eigenständig anzuwenden. “ACHTUNG“-Hinweise machen dich auf mögliche Fehlerquellen aufmerksam. Mit den Mindmaps bekommst du schnell einen Überblick über die verschiedenen Themen. Doppelseitige Infografiken erklären dir komplexe Sachverhalte verständlich.

Leichter merken: RETTEN TO GO Kästen fassen die Lerninhalte kompakt für dich zusammen – auch mobil in der kostenlosen App RETTEN TO GO – NFS. Buch und App sind einheitlich aufgebaut. Mit den App-Funktionen “Merken“ und “Kann ich“ hältst du deine persönlichen Lernerfolge fest. Die App findest du kostenlos unter RETTEN TO GO - NFS in den Stores.

Themen in retten – Anatomie, Physiologie:

  • Grundlagen der Anatomie, Physiologie, Biologie, Chemie, Physik und Histologie
  • Anatomie und Physiologie der Organsysteme
  • mit Bezügen zu Erkrankungen und der Rettungsmedizin

Die Inhalte basieren auf dem Topseller „I care – Anatomie Physiologie“.

Tipp: Passend zu retten – Anatomie Physiologie gibt es das Lehrbuch retten – Notfallsanitäter. Beide bekommst du zusammen günstiger als Lernpaket! Die Bände sind inhaltlich aufeinander abgestimmt. Du kannst jedes Buch aber auch separat nutzen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 1625

Veröffentlichungsjahr: 2023

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



retten – Anatomie Physiologie

Herausgegeben von

Sebastian Koch, Marco Schwarz

Stephan Grissmer, Eva Küppers, Marie-Christine van Walbeek, Attila Koszik

533 Abbildungen

Vorwort

Inhaltsverzeichnis

Titelei

Vorwort

Teil I Grundlagen

1 Aufbau und Funktion des menschlichen Körpers – ein Überblick

1.1 Die Fächer Anatomie und Physiologie

1.1.1 Anatomie

1.1.2 Physiologie

1.2 Zellen, Gewebe und Organe

1.3 Richtungsbezeichnungen und Körperachsen

1.3.1 Lage- und Richtungsbezeichnungen

1.3.2 Körperachsen und Körperebenen

1.4 Terminologie und Sprache

1.4.1 Grundbegriffe und Abkürzungen

1.4.2 Organangaben

1.4.3 Vor- und Nachsilben

1.4.4 Messgrößen und ihre Einheiten

2 Chemie und Biochemie

2.1 Einleitung

2.2 Chemische Elemente

2.2.1 Atomaufbau

2.2.2 Periodensystem der Elemente

2.3 Chemische Bindungen

2.3.1 Primärbindungen

2.3.2 Sekundärbindungen

2.4 Chemische Reaktionen

2.4.1 Anabole und katabole Prozesse

2.4.2 Redoxreaktionen

2.5 Wasser, Säuren und Basen

2.5.1 Wasser

2.5.2 Säuren und Basen

2.6 Organische Verbindungen im menschlichen Körper

2.6.1 Kohlenhydrate

2.6.2 Proteine

2.6.3 Lipide

2.6.4 Nukleinsäuren

2.7 Anorganische Verbindungen im menschlichen Körper

3 Physik

3.1 Einleitung

3.2 Druck

3.2.1 Hydrostatischer Druck

3.2.2 Luftdruck und Partialdruck

3.2.3 Auftrieb im Wasser

3.3 Temperatur und Wärme

3.3.1 Temperatur

3.3.2 Wärme

3.4 Aggregatzustand

3.5 Löslichkeit von Gasen

3.6 Diffusion und Osmose

3.6.1 Diffusion

3.6.2 Osmose

3.7 Energie, Arbeit und Leistung

3.8 Kohäsion und Adhäsion

3.8.1 Kohäsion und Oberflächenspannung

3.8.2 Adhäsion und Kapillarwirkung

3.9 Strömungen von Flüssigkeiten und Gasen

3.9.1 Laminare Strömung und Viskosität

3.9.2 Turbulente Strömung

3.10 Elektrischer Strom und elektrisches Potenzial

3.10.1 Stromfluss, Spannung und Widerstand

3.10.2 Elektrisches Potenzial und Membranpotenzial

3.11 Strahlung

3.11.1 Wellenstrahlung

3.11.2 Teilchenstrahlung

3.11.3 Ionisierende Strahlung

3.12 Optik

3.12.1 Licht

3.12.2 Streuung, Reflexion und Absorption

3.12.3 Transmission und Brechung

3.13 Schallwellen

4 Biologie

4.1 Einleitung

4.2 Zellbiologie

4.2.1 Allgemeiner Aufbau der Zelle

4.2.2 Zellorganellen

4.2.3 Zell-Zell-Kontakte

4.2.4 Proteinsynthese

4.2.5 Membrantransport

4.2.6 Vesikeltransport

4.2.7 Zelltod

4.3 Genetik

4.3.1 Chromosomen

4.3.2 Mitose und Meiose

4.3.3 Gene

4.3.4 Vererbung

5 Gewebe im menschlichen Körper

5.1 Prinzipieller Aufbau eines Gewebes

5.2 Epithelgewebe

5.2.1 Aufgaben und Aufbau

5.2.2 Oberflächenepithel

5.2.3 Drüsenepithelien

5.2.4 Sinnesepithelien

5.3 Binde-, Stütz- und Fettgewebe

5.3.1 Aufgaben und Aufbau

5.3.2 Bindegewebe

5.3.3 Stützgewebe

5.3.4 Fettgewebe

5.4 Nervengewebe

5.4.1 Aufgaben und Aufbau

5.4.2 Neuron

5.4.3 Gliazellen

5.4.4 Nervenfaser

5.4.5 Erregungsleitung

5.5 Muskelgewebe

5.5.1 Aufgaben und Aufbau

5.5.2 Quergestreifte Skelettmuskulatur

5.5.3 Quergestreifte Herzmuskulatur

5.5.4 Glatte Muskulatur

5.5.5 Ablauf der Muskelkontraktion

Teil II Anatomie und Physiologie der Organsysteme

6 Herz

6.1 Aufgaben

6.2 Lage, Form und Größe

6.3 Aufbau

6.3.1 Prinzipieller Aufbau

6.3.2 Vorhöfe

6.3.3 Herzkammern

6.3.4 Herzklappen

6.3.5 Weg des Blutes durch das Herz

6.4 Feinbau

6.4.1 Herzwand

6.4.2 Herzbeutel

6.5 Gefäßversorgung und Innervation

6.5.1 Gefäßversorgung

6.5.2 Innervation

6.6 Funktionen

6.6.1 Mechanische Herzaktion

6.6.2 Erregungsbildungs- und Erregungsleitungssystem

6.6.3 Ablauf der Kontraktion

6.7 Regulation der Herzleistung

6.7.1 Einfluss des vegetativen Nervensystems

6.7.2 Beeinflussung durch den Frank-Starling-Mechanismus

7 Kreislauf- und Gefäßsystem

7.1 Blutgefäßsystem

7.1.1 Aufgaben

7.1.2 Blutgefäßarten

7.1.3 Feinbau

7.1.4 Mikrozirkulation

7.1.5 Gefäßversorgung und Innervation

7.1.6 Große Arterien des Körperkreislaufs

7.1.7 Große Venen des Körperkreislaufs

7.1.8 Kreislaufsystem

7.1.9 Regulation der Organdurchblutung

7.1.10 Regulation des Blutdrucks

7.2 Lymphgefäßsystem

7.2.1 Aufgaben

7.2.2 Lymphgefäßarten

7.2.3 Feinbau

8 Atmungssystem

8.1 Aufgaben und Aufbau des Atmungssystems

8.2 Pleurahöhlen und Mediastinum

8.2.1 Pleurahöhlen

8.2.2 Mediastinum (Mittelfellraum)

8.3 Nase, Nasen- und Nasennebenhöhlen

8.3.1 Aufgaben

8.3.2 Lage, Form und Größe

8.3.3 Aufbau

8.3.4 Feinbau

8.3.5 Gefäßversorgung und Innervation

8.3.6 Funktionen

8.4 Rachen (Pharynx)

8.4.1 Aufgaben

8.4.2 Lage, Form und Größe

8.4.3 Aufbau

8.4.4 Feinbau

8.4.5 Gefäßversorgung und Innervation

8.4.6 Funktionen

8.5 Kehlkopf (Larynx)

8.5.1 Aufgaben

8.5.2 Lage, Form und Größe

8.5.3 Aufbau

8.5.4 Feinbau

8.5.5 Gefäßversorgung und Innervation

8.5.6 Funktionen

8.6 Luftröhre (Trachea) und Bronchialbaum

8.6.1 Aufgaben

8.6.2 Lage, Form und Größe

8.6.3 Aufbau

8.6.4 Feinbau

8.6.5 Gefäßversorgung und Innervation

8.6.6 Funktionen

8.7 Lunge (Pulmo)

8.7.1 Aufgaben

8.7.2 Lage, Form und Größe

8.7.3 Aufbau

8.7.4 Feinbau

8.7.5 Gefäßversorgung und Innervation

8.8 Atemmechanik

8.8.1 Einatmung (Inspiration)

8.8.2 Ausatmung (Exspiration)

8.8.3 Atemvolumina

8.9 Gasaustausch und Transport der Atemgase

8.9.1 Gasaustausch

8.9.2 Ventilation und Perfusion

8.9.3 Atemgastransport im Blut

8.9.4 Regulation der Atmung

9 Verdauungssystem

9.1 Aufgaben und Aufbau des Verdauungssystems

9.2 Bauch- und Beckenhöhle

9.2.1 Bauchfellhöhle

9.2.2 Gekröse

9.2.3 Großes und kleines Netz

9.2.4 Retroperitonealraum

9.3 Allgemeiner Wandbau des Verdauungssystems

9.4 Mundhöhle und Speicheldrüsen

9.4.1 Übersicht

9.4.2 Speicheldrüsen

9.4.3 Zunge (Lingua)

9.4.4 Zähne (Dentes)

9.4.5 Gaumen (Palatum)

9.5 Speiseröhre (Ösophagus)

9.5.1 Aufgaben

9.5.2 Lage und Aufbau

9.5.3 Feinbau

9.5.4 Gefäßversorgung und Innervation

9.5.5 Funktionen

9.6 Magen (Gaster, Ventriculus)

9.6.1 Aufgaben

9.6.2 Lage, Form und Größe

9.6.3 Aufbau

9.6.4 Feinbau

9.6.5 Magendrüsen

9.6.6 Gefäßversorgung und Innervation

9.6.7 Funktionen

9.7 Dünndarm (Intestinum tenue)

9.7.1 Aufgaben

9.7.2 Lage, Aufbau und Feinbau

9.7.3 Gefäßversorgung und Innervation

9.7.4 Funktionen

9.8 Dickdarm (Intestinum crassum)

9.8.1 Aufgaben

9.8.2 Lage, Aufbau und Feinbau

9.8.3 Gefäßversorgung und Innervation

9.8.4 Funktionen

9.9 Bauchspeicheldrüse (Pankreas)

9.9.1 Aufgaben

9.9.2 Lage, Form, Größe und Aufbau

9.9.3 Feinbau

9.9.4 Gefäßversorgung und Innervation

9.9.5 Funktionen

9.10 Leber (Hepar)

9.10.1 Aufgaben

9.10.2 Lage, Form, Größe und Aufbau

9.10.3 Feinbau

9.10.4 Gefäßversorgung

9.10.5 Innervation

9.10.6 Funktionen

9.11 Gallenblase

9.11.1 Aufgaben

9.11.2 Lage, Form, Größe und Aufbau

9.11.3 Feinbau

9.11.4 Gefäßversorgung und Innervation

9.11.5 Funktionen

9.12 Verdauung

9.12.1 Kohlenhydratverdauung

9.12.2 Proteinverdauung

9.12.3 Fettverdauung

9.13 Ernährung

9.13.1 Bestandteile der Nahrung

9.13.2 Energiebedarf

9.13.3 Flüssigkeitsbedarf

9.13.4 Hunger und Sättigung

10 Niere und ableitende Harnwege, Wasser- und Elektrolythaushalt

10.1 Niere (Ren)

10.1.1 Aufgaben

10.1.2 Lage, Form und Größe

10.1.3 Aufbau

10.1.4 Feinbau

10.1.5 Gefäßversorgung und Innervation

10.1.6 Funktionen

10.2 Ableitende Harnwege

10.2.1 Aufgaben

10.2.2 Nierenbecken und Harnleiter (Ureter)

10.2.3 Harnblase

10.2.4 Harnröhre (Urethra)

10.2.5 Harnblasenentleerung

10.3 Wasser- und Elektrolythaushalt

10.3.1 Wasserräume und Wasserverteilung

10.3.2 Osmolalität im Extra- und Intrazellularraum

10.3.3 Wichtige Elektrolyte

10.3.4 Regulationsmechanismen

10.3.5 Wasserbilanz

10.4 Säure-Basen-Haushalt

11 Nervensystem

11.1 Aufgaben

11.2 Gliederung des Nervensystems

11.3 Zentrales Nervensystem (ZNS)

11.3.1 Aufgaben

11.3.2 Lage, Form und Größe

11.3.3 Aufbau des ZNS

11.3.4 Feinbau von Gehirn und Rückenmark

11.3.5 Gefäßversorgung und Innervation

11.3.6 Gehirnstoffwechsel

11.4 Peripheres Nervensystem (PNS)

11.4.1 Aufgaben

11.4.2 Aufbau des PNS

11.4.3 Feinbau des PNS

11.5 Autonomes Nervensystem

11.5.1 Aufgaben

11.5.2 Aufbau

11.6 Somatisches Nervensystem

11.6.1 Aufgaben

11.6.2 Aufbau

11.6.3 Reflexe

11.7 Übergeordnete Funktionen des ZNS

11.7.1 Körperkerntemperatur

11.7.2 Schmerz

11.7.3 Schlaf

11.7.4 Tag-Nacht-Rhythmus

11.7.5 Gedächtnis und Lernen

12 Sinnesorgane

12.1 Aufgaben

12.2 Sinneszellen und Rezeptoren

12.2.1 Rezeptoren

12.2.2 Primäre und sekundäre Sinneszellen

12.3 Auge

12.3.1 Aufgaben

12.3.2 Lage, Form und Größe

12.3.3 Aufbau und Feinbau

12.3.4 Gefäßversorgung und Innervation

12.3.5 Funktionen

12.4 Ohr

12.4.1 Aufgaben

12.4.2 Lage, Aufbau und Feinbau

12.4.3 Gefäßversorgung und Innervation

12.4.4 Funktionen

12.5 Geschmackssinn

12.5.1 Aufgaben

12.5.2 Lage, Aufbau und Feinbau

12.5.3 Gefäßversorgung und Innervation

12.5.4 Funktion

12.6 Geruchssinn

12.6.1 Aufgaben

12.6.2 Lage, Aufbau und Feinbau

12.6.3 Gefäßversorgung und Innervation

12.6.4 Funktion

12.7 Tast- und Berührungssinn

12.7.1 Aufgaben

12.7.2 Lage, Aufbau und Feinbau

12.7.3 Funktion

12.8 Temperatursinn

12.9 Schmerzwahrnehmung

12.10 Tiefensensibilität

13 Bewegungssystem

13.1 Aufgaben und Aufbau des Bewegungssystems

13.2 Skelettsystem

13.2.1 Knochen

13.2.2 Knorpel

13.2.3 Gelenke

13.2.4 Sehnen

13.3 Skelettmuskulatur

13.3.1 Aufgaben

13.3.2 Aufbau

13.3.3 Feinbau

13.3.4 Gefäßversorgung und Innervation

13.3.5 Funktionen

13.3.6 Muskelstoffwechsel

13.3.7 Muskeldurchblutung

13.4 Anfassen erlaubt!

13.5 Knochen, Gelenke und Muskeln des Kopfes

13.5.1 Schädel

13.5.2 Zungenbein

13.5.3 Gelenke des Kopfes

13.5.4 Muskeln des Kopfes

13.6 Knochen, Gelenke und Muskeln des Halses

13.6.1 Halswirbel und Gelenke des Halses

13.6.2 Muskulatur des Halses

13.7 Knochen, Gelenke und Muskeln des Rumpfes

13.7.1 Wirbelsäule

13.7.2 Brustkorb

13.7.3 Becken

13.7.4 Rumpfmuskulatur

13.8 Knochen, Gelenke und Muskeln der oberen Gliedmaße

13.8.1 Knochen von Arm und Schultergürtel

13.8.2 Gelenke und Bänder von Arm und Schultergürtel

13.8.3 Schulter- und Armmuskeln

13.8.4 Gefäßversorgung und Innervation der oberen Gliedmaße

13.9 Knochen, Gelenke und Muskeln der unteren Gliedmaße

13.9.1 Knochen des Beins

13.9.2 Gelenke und Bänder der Hüfte und des Beins

13.9.3 Hüft- und Beinmuskeln

13.9.4 Gefäßversorgung und Innervation der unteren Gliedmaße

14 Hormonsystem

14.1 Einteilung und Wirkungsweise der Hormone

14.1.1 Klassische Hormone

14.1.2 Hormone im weiteren Sinne

14.1.3 Chemische Eigenschaften der Hormone

14.1.4 Hormonrezeptoren

14.1.5 Wirkdauer und Abbau

14.2 Steuerung der Hormonbildung

14.2.1 Hypothalamus-Hypophysen-Achse

14.2.2 Negative Rückkopplung

14.3 Endokrine Organe und Gewebe

14.3.1 Hypothalamus

14.3.2 Hypophyse

14.3.3 Epiphyse

14.3.4 Schilddrüse (Glandula thyroidea)

14.3.5 Nebenschilddrüsen

14.3.6 Nebennieren

14.3.7 Inselorgan der Bauchspeicheldrüse

14.3.8 Eierstöcke, Hoden und Plazenta

14.3.9 Fettgewebe

15 Geschlechtsorgane

15.1 Geschlechtsmerkmale

15.2 Weibliche Geschlechtsorgane

15.2.1 Vulva

15.2.2 Vagina (Scheide)

15.2.3 Uterus (Gebärmutter)

15.2.4 Ovarien (Eierstöcke)

15.2.5 Eileiter (Salpinx)

15.2.6 Weibliche Brust

15.2.7 Menstruationszyklus

15.3 Männliche Geschlechtsorgane

15.3.1 Penis

15.3.2 Hoden und Hodensack

15.3.3 Nebenhoden

15.3.4 Samenleiter und Harnsamenröhre

15.3.5 Akzessorische Geschlechtsdrüsen

15.3.6 Ejakulation

16 Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett

16.1 Schwangerschaftsdauer

16.2 Plazenta, Nabelschnur, Eihäute und Fruchtwasser

16.2.1 Plazenta

16.2.2 Nabelschnur

16.2.3 Eihäute

16.2.4 Fruchtwasser

16.3 Geburt

16.3.1 Eröffnungsphase

16.3.2 Austrittsphase

16.3.3 Nachgeburtsphase

16.4 Wochenbett

16.5 Stillen

17 Blut und Immunsystem

17.1 Blut

17.1.1 Aufgaben

17.1.2 Blutvolumen

17.1.3 Zusammensetzung des Blutes

17.1.4 Bildung und Abbau der Blutzellen

17.1.5 Blutgerinnungssystem

17.2 Immunsystem

17.2.1 Aufgaben

17.2.2 Aufbau

17.2.3 Ablauf der Immunantwort

17.3 Lymphatische Organe

17.3.1 Knochenmark

17.3.2 Thymus

17.3.3 Lymphknoten

17.3.4 Milz (Lien, Splen)

17.3.5 MALT

17.4 Entzündung

18 Haut, Haare und Nägel

18.1 Haut

18.1.1 Aufgaben

18.1.2 Größe, Dicke und Gewicht

18.1.3 Aufbau

18.1.4 Feinbau

18.1.5 Hautfarbe

18.1.6 Gefäßversorgung und Innervation

18.1.7 Funktionen

18.2 Haare

18.2.1 Aufgaben

18.2.2 Vorkommen und Länge

18.2.3 Aufbau

18.2.4 Feinbau

18.2.5 Entwicklung und Wachstum

18.2.6 Gefäßversorgung und Innervation

18.2.7 Funktionen

18.3 Nägel

18.3.1 Aufgaben und Funktion

18.3.2 Aufbau und Wachstum

18.3.3 Gefäßversorgung und Innervation

18.4 Hautdrüsen

18.4.1 Talgdrüsen

18.4.2 Schweißdrüsen

Teil III Heranwachsen und Altern

19 Kindliche Entwicklung

19.1 Einleitung

19.2 Neugeborenenperiode und Säuglingsalter

19.3 Kleinkindalter

19.4 Kindesalter

19.5 Jugendalter

19.6 Entwicklung der Organe

19.6.1 Herz-Kreislauf-System

19.6.2 Atmungssystem

19.6.3 Verdauungssystem

19.6.4 Harnsystem und Wasserhaushalt

19.6.5 Blut und Immunsystem

19.6.6 Nervensystem

19.6.7 Sinnesorgane

19.6.8 Geschlechtsorgane

20 Physiologie des Alterns

20.1 Jung oder Alt?

20.2 Alter und Altern

20.3 Veränderungen der Organsysteme im Alter

20.3.1 Herz-Kreislauf-System

20.3.2 Atmungssystem

20.3.3 Verdauungssystem

20.3.4 Niere und Harnsystem

20.3.5 Wasserhaushalt

20.3.6 Hormonsystem

20.3.7 Blut- und Immunsystem

20.3.8 Bewegungssystem

20.3.9 Nervensystem

20.3.10 Sinnesorgane

20.3.11 Haut

20.3.12 Geschlechtsorgane

Anschriften

Sachverzeichnis

Impressum/Access Code

Teil I Grundlagen

1 Aufbau und Funktion des menschlichen Körpers – ein Überblick

2 Chemie und Biochemie

3 Physik

4 Biologie

5 Gewebe im menschlichen Körper

1 Aufbau und Funktion des menschlichen Körpers – ein Überblick

1.1 Die Fächer Anatomie und Physiologie

1.1.1 Anatomie

Das Fach Anatomie umfasst die Teildisziplinen der makroskopischen Anatomie, der mikroskopischen Anatomie und der Embryologie. Alle 3 Teildisziplinen sind gleichermaßen wichtig, um ein möglichst vollständiges Verständnis des menschlichen Körpers zu gewinnen.

Makroskopische Anatomie Sie beschäftigt sich mit allen Dingen des Körpers, die so groß sind, dass man sie mit bloßem Auge (oder mit einer Lupe) erkennen kann. Dabei betrachtet man den Körper nicht nur von außen, sondern setzt gezielte Schnitte, um auch innere Strukturen und Organe beurteilen zu können. In der makroskopischen Anatomie gibt es unterschiedliche Herangehensweisen:

In der beschreibenden Anatomie (der deskriptiven Anatomie) wird das Erscheinungsbild von Körper und Organen beschrieben (Form, Größe, Farbe usw.).

Die systematische Anatomie fasst Organe, die von ihrer Funktion her miteinander zusammenhängen, zu Organ- oder funktionalen Systemen (z.B. dem Nervensystem mit Gehirn, Rückenmark und Nerven) zusammen.

In der topografischen Anatomie spielen die Lagebeziehungen verschiedener Strukturen zueinander die wesentliche Rolle.

Die vergleichende Anatomie betrachtet dieselben anatomischen Strukturen beispielsweise an verschiedenen Tierarten und sucht Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Mikroskopische Anatomie Sie beschäftigt sich mit solchen Strukturen, für deren Betrachtung ein Mikroskop benötigt wird – also in erster Linie Gewebe und Zellen. Auch hier müssen spezielle Schnitte angefertigt oder Zellen gewonnen werden, die dann auf einem Objektträger unter dem Mikroskop betrachtet werden. Man kann zwischen der Zytologie (Lehre von den Zellen) und der Histologie (Lehre vom Gewebe) unterscheiden.

EmbryologieSie beschäftigt sich mit der Entstehung der anatomischen Strukturen während der Embryonalentwicklung. Da diese Prozesse für den Rettungsdienst nur von geringer Bedeutung sind, werden sie in diesem Buch nicht berücksichtigt.

1.1.2 Physiologie

Die Physiologie ist die Lehre von den natürlichen Lebensvorgängen. Sie untersucht die biochemischen und physikalischen Prozesse in den Zellen und Geweben von Lebewesen. Damit stellt sich die Physiologie des Menschen die Frage, wie der Körper funktioniert, wie die Stoffwechselvorgänge in unserem Körper ablaufen und wie sie miteinander zusammenhängen. Die Physiologie steht in enger Beziehung zur Anatomie, ist aber auch sehr stark mit der Biochemie verknüpft.

Merke

„Physiologisch“

Wird in der Medizin der Begriff „physiologisch“ verwendet, ist damit der „Normalzustand“ von Geweben und Organen gemeint und damit der Zustand beim Gesunden. Wird der Normalzustand nicht erreicht, z.B. bei Kranken, verwendet man den Begriff „pathologisch“.

1.2 Zellen, Gewebe und Organe

Zellen Die Zelle ist die kleinste Einheit des ▶ belebten Organismus. Je nachdem, wie die jeweilige Zelle aufgebaut ist, erfüllt sie im Körper eine bestimmte Aufgabe. So unterscheidet man u. a. Muskel-, Nerven-, Knochen- und Leberzellen. Um ihrer Aufgabe nachkommen zu können, enthalten die Zellen verschiedene „Zellorgane“ (Organellen). Diese Zellorganellen, zu denen u. a. der Zellkern, die Mitochondrien und der Golgi-Apparat zählen, dienen z. B. der Bereitstellung von Energie oder der Weiterverarbeitung aufgenommener Nährstoffe.

Gewebe und Organe Spezialisierte Zellen schließen sich mit gleichartigen Zellen zu Zellverbänden zusammen, wodurch Gewebe ▶ entstehen. Funktionell einheitliche Gewebe bilden – meist zusammen mit Stützgeweben – die Organe.

Organsysteme Organe mit verwandten Funktionen lassen sich zu Organsystemen zusammenfassen. Beispiele hierfür sind:

Herz-Kreislauf-System (Herz, Lunge, Blutgefäße)

Atmungssystem (Nase, Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien, Lunge)

Verdauungssystem (Magen, Dünn-/Dickdarm, Pankreas, Leber, Gallenblase)

Nervensystem (Gehirn und Rückenmark, periphere Nerven, autonomes Nervensystem).

1.3 Richtungsbezeichnungen und Körperachsen

Zur genauen Bezeichnung von Strukturen und ihrer Lage im Körper haben sich im medizinischen Sprachgebrauch bestimmte Bezeichnungen durchgesetzt, die überwiegend aus dem Lateinischen stammen. Diese Grundbegriffe sollte man sich unbedingt einprägen, denn sie dienen auch dazu, die Lage von Veränderungen unmissverständlich zu beschreiben. Sagt man z.B.: „Das Brustbein liegt vor dem Herzen“, stimmt dies zwar am stehenden Menschen, in Rückenlage aber nicht mehr. Dann wird aus dem „vor“ ein „über“. Ein „ventral“ (in Richtung Bauch bzw. Körpervorderseite gelegen) bleibt dagegen immer ein „ventral“, völlig unabhängig von der Körperhaltung. Es ist klar definiert.

1.3.1 Lage- und Richtungsbezeichnungen

In ▶ Tab. 1.1  sind die gängigsten Lage- und Richtungsbezeichnungen mit ihren Bedeutungen aufgelistet und in ▶ Abb. 1.1 eingezeichnet.

Ein Hinweis zu den unterschiedlichen Endungen, die die lateinischen Begriffe haben können: Wie im Deutschen gibt es auch im Lateinischen 3 grammatische Geschlechter, an die sich die Endung der Lage- und Richtungsbezeichnung anpasst:

männlich: Endet häufig auf -us, z.B. Ventriculus (Herzkammer).

sächlich: Endet häufig auf -um, z.B. Atrium (Vorhof).

weiblich: Endet häufig auf -a, z.B. Arteria (Arterie).

Am Beispiel für rechts (dexter) und links (sinister) wird das deutlich:

Ventriculus dexter (rechter Ventrikel), Ventriculus sinister (linker Ventrikel)

Atrium dextrum (rechter Vorhof), Atrium sinistrum (linker Vorhof)

Arteria coronaria dextra (rechte Herzkranzarterie), Arteria coronaria sinistra (linke Herzkranzarterie).

ACHTUNG

Die Seitenangaben „rechts“ (dexter) und „links“ (sinister) gelten immer aus Sicht des Patienten!

Lage- und Richtungsbezeichnungen.

Abb. 1.1 Fachsprachliche Richtungsangaben sind in jeder Körperlage und -haltung unmissverständlich.

(Schünke M, Schulte E, Schumacher U: Prometheus LernAtlas der Anatomie - Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem. Illustrationen von Voll M und Wesker K. 6. Auflage. Stuttgart: Thieme; 2022.)

Tab. 1.1 

Wichtige Lage- und Richtungsbezeichnungen (angegeben ist jeweils die männliche Form).

Gebiet

Bezeichnung

abgeleitet von

Bedeutung

Beispiel

„vorn“ und „hinten“

Rumpf

ventral

Venter (Bauch)

vorn, am Bauch/zur Körpervorderseite hin gelegen

Ventralflexion (Vorbeugen des Oberkörpers)

dorsal

Dorsum (Rücken)

hinten, am Rücken/zum Körperrückseite hin gelegen

Dorsalflexion (Rückbeugen des Oberkörpers)

Kopf

frontal

Os frontale (Stirnbein)

vorn, an der Stirn/zur Stirn hin gelegen

Lobus frontalis (Stirnlappen des Gehirns)

okzipital

Os occipitale (Hinterhauptsbein)

hinten, am Hinterhaupt/zum Hinterhaupt hin gelegen

Lobus occipitalis (Hinterhauptslappen des Gehirns)

Unterarm und Hand

radial

Radius (Speiche)

an der Speiche/zur Speiche hin gelegen

Musculus flexor carpi radialis (speichenseitig gelegener Handgelenkbeuger)

ulnar

Ulna (Elle)

an der Elle/zur Elle hin gelegen

Musculus flexor carpi ulnaris (ellenseitig gelegener Handgelenkbeuger)

Hand

dorsal

Dorsum manus (Handrücken)

am Handrücken/zum Handrücken hin gelegen

Dorsalextension (Abwinkeln der Hand in Richtung Handrücken)

palmar

Palma manus (Handfläche)

an der Handfläche/zur Handfläche hin gelegen

Musculus palmaris brevis (kurzer Handflächenmuskel)

Unterschenkel

tibial

Tibia (Schienbein)

am Schienbein/zum Schienbein hin gelegen

Musculus tibialis posterior (hinterer Schienbeinmuskel)

fibular

Fibula (Wadenbein)

am Wadenbein/zum Wadenbein hin gelegen

Musculus fibularis longus (langer Wadenbeinmuskel)

Fuß

dorsal

Dorsum pedis (Fußrücken)

am Fußrücken/zum Fußrücken hin gelegen

Arteria dorsalis pedis (Fußrückenarterie)

plantar

Planta pedis (Fußsohle)

an der Fußsohle/zur Fußsohle hin gelegen

Plantarflexion (Absenken der Fußspitze)

Lagebeziehung von Strukturen untereinander

anterior

vorn, vorderer

Ligamentum cruciatum anterius (vorderes Kreuzband)

posterior

hinten, hinterer

Ligamentum cruciatum posterius (hinteres Kreuzband)

„oben“ und „unten“

Rumpf

kranial

Cranium (Schädel)

nach oben, kopfwärts

Kranialfläche des Wirbelkörpers („obere“ Seite des Wirbelkörpers)

kaudal

Cauda (Schwanz)

nach unten, steiß- bzw. fußwärts

Kaudalfläche des Wirbelkörpers („untere Fläche des Wirbelkörpers)

Gliedmaßen

proximal

rumpfnah, zum Rumpf hin gelegen

Phalanx proximalis (Fingergrundglied)

distal

rumpffern, vom Rumpf weg gelegen

Phalanx distalis (Fingerendglied)

Lagebeziehung von Strukturen untereinander

inferior

unterer, untenliegend

Vena cava inferior (untere Hohlvene)

superior

oberer, obenliegend

Vena cava superior (obere Hohlvene)

„außen“, „innen“, „mittig“

Lagebeziehung von Strukturen untereinander

lateralis

seitlich, außen

Meniscus lateralis (äußerer Meniskus)

medialis

innen, zur Mitte hin

Meniscus medialis (innerer Meniskus)

medius

mittlere(r), zwischen zwei anderen

Musculus gluteus medius (mittlerer Gesäßmuskel)

median

in der Körpermitte

Sutura palatina mediana (mittlere Gaumennaht)

externus

außen, an der Oberfläche/zur Oberfläche hin gelegen

Musculus obliquus abdominis externus (äußerer schräger Bauchmuskel)

internus

innen, im Körper/zum Körperinneren hin gelegen

Musculus obliquus abdominis internus (innerer schräger Bauchmuskel)

profundus

tief

Musculus flexor digitorum profundus (tief gelegener Fingerbeuger)

superficialis

oberflächlich

Musculus flexor digitorum superficialis (oberflächlich gelegener Fingerbeuger)

Verlauf

Richtung

ascendens

aufsteigend

Aorta ascendens (aufsteigender Teil der Hauptschlagader)

descendens

absteigend

Aorta descendens (absteigender Teil der Hauptschlagader)

longitudinalis

in Längsrichtung

Fissura longitudinalis cerebri (Einschnitt zwischen den beiden Großhirnhälften)

Größe

im Vergleich

maximus

der Größte

Musculus gluteus maximus (großer Gesäßmuskel)

minimus

der Kleinste

Musculus gluteus minimus (kleiner Gesäßmuskel)

longus

lang

Musculus fibularis longus (langer Wadenbeinmuskel)

brevis

kurz

Musculus fibularis brevis (kurzer Wadenbeinmuskel)

1.3.2 Körperachsen und Körperebenen

Zusätzlich zu den Richtungsbezeichnungen spielen – besonders bei bildgebenden Verfahren wie CT oder MRT – auch die Körperebenen und -achsen ( ▶ Abb. 1.2) eine Rolle.

Man unterscheidet 3 Hauptebenen:

Frontalebene: Sie entspricht der Ebene, die entsteht, wenn man sich die flache Hand vor die Augen hält.

Transversalebene: Sie entspricht der Ebene, die entsteht, wenn man die Hand waagrecht an die Stirn legt, und wird auch als Horizontalebene bezeichnet.

Sagittalebene: Sie entspricht der Ebene, die entsteht, wenn man die senkrecht gehaltene Hand zwischen den Augen auf die Nase legt. Befindet sie sich genau in der Mitte des Körpers (trennt sie den Körper also in 2 Hälften), spricht man von der Medianebene. Die Sagittalebenen kann auch rechts oder links der Mitte durch den Körper gelegt werden.

Zusätzlich gibt es 3 Hauptachsen, die jeweils senkrecht aufeinander stehen:

Longitudinalachse (Längsachse): Sie verläuft von kranial nach kaudal und umgekehrt.

Transversalachse (Querachse): Sie verläuft von rechts nach links und umgekehrt.

Sagittalachse (Pfeilachse): Sie verläuft von ventral nach dorsal und umgekehrt.

Medizin

Ebenen in der Bildgebung

Von praktischer Relevanz sind die Ebenen insbesondere bei der medizinischen Bildgebung (Röntgen, Computertomografie, Magnetresonanztomografie). Hier werden oft noch zusätzliche Bezeichnungen verwendet, z.B.:

sagittale Aufnahme: in der Sagittalebene

axiale Aufnahme: in der Transversalebene

koronare Aufnahme: in der Frontalebene.

Körperebenen und Körperachsen.

Abb. 1.2 Die Körperebenen müssen nicht, wie hier dargestellt, die Körpermitte schneiden. Sie können auch weiter kranial oder weiter kaudal (Transversalebene), weiter ventral oder weiter dorsal (Frontalebene) oder weiter lateral (Sagittalebene) liegen.

(I care Anatomie Physiologie. Stuttgart: Thieme; 2020.)

1.4 Terminologie und Sprache

1.4.1 Grundbegriffe und Abkürzungen

Nachfolgend sind einige wichtige anatomische Grundbegriffe aufgelistet. Die Angaben in den runden Klammern geben die Mehrzahl an, häufig gebrauchte Abkürzungen finden sich in den eckigen Klammern:

Angulus (Anguli): Winkel

Apex (Apizes): Spitze

Arcus (Arcus): Bogen

Arteria [A.] (Arteriae [Aa.]): Arterie

Articulatio [Art.] (Articulationes[Artt.]): Gelenk

Bursa (Bursae): Schleimbeutel

Canalis (Canales): Kanal

Capsula (Capsulae): Kapsel

Caput (Capita): Kopf

Cartilago (Cartilagines): Knorpel

Cavitas (Cavitates): Höhle

Cavum (Cava): Höhle

Cornu (Cornua): Horn

Corpus (Corpora): Körper

Crista (Cristae): Leiste

Ductus (Ductus): Gang

Facies (Facies): Fläche

Fascia (Fasciae): Faszie

Flexura (Flexurae): Biegung

Foramen (Foramina): Loch, Öffnung

Fossa (Fossae): Grube, Vertiefung

Glandula [Gl.] (Glandulae [Gll.]): Drüse

Incisura (Incisurae): Einschnitt

Ligamentum [Lig.] (Ligamenta [Ligg.]): Band

Linea (Lineae): Linie

Lobus (Lobi): Lappen

Membrana (Membranae): Membran

Musculus [M.] (Musculi [Mm.]): Muskel

Nervus [N.] (Nervi [Nn.]): Nerv

Nodus (Nodi): Knoten

Nucleus (Nuclei): Kern

Os (Ossa): Knochen

Ostium (Ostia): Loch

Pars (Partes): Teil

Plexus (Plexus): Geflecht

Plica (Plicae): Falte

Processus [Proc.] (Processus [Procc.]): Vorsprung, Fortsatz

Radix (Radices): Wurzel

Ramus (R.) (Rami [Rr.]): Zweig

Septum (Septa): Trennwand

Sinus (Sinus): Ausbuchtung

Sulcus (Sulci): Rinne, Furche

Truncus (Trunci): Ast

Tuberculum (Tubercula): Höckerchen

Tuberositas (Tuberositates): Rauigkeit

Tunica (Tunicae): Überzug, Hülle

Vas (Vasa): Gefäß

Vena [V.] (Venae [Vv.]): Vene.

Demjenigen, der diese Liste ganz genau gelesen hat, ist vielleicht aufgefallen, dass Arcus, Ductus, Plexus, Processus und Sinus sowohl in Einzahl als auch in Mehrzahl gleich geschrieben werden – sie folgen der lateinischen U-Deklination. Gesprochen gibt es aber einen feinen Unterschied: Während das „U“ in der Endsilbe bei Einzahl nur kurz gesprochen wird, wird es bei Mehrzahl zum langen „U“. Auch bei „Articulatio“ gibt es eine Besonderheit: Obwohl das „O“ am Ende einen männlichen Artikel vermuten lässt, heißt es „die Articulatio“.

1.4.2 Organangaben

In der anatomischen Terminologie setzen sich die Namen der einzelnen Strukturen oft aus 2 oder mehr Wörtern zusammen (Beispiele s. ▶ Tab. 1.1 ). Kennt man die Bedeutung der lateinischen oder griechischen Begriffe, wird meist schon aus dem Namen ersichtlich, zu welchem Organ die Struktur gehört oder welche Funktion sie hat, z.B. „Musculus flexor digitorum profundus“:

„Musculus“ bedeutet „Muskel“,

„flexor“ stammt vom lateinischen Verb „flectere“ für „beugen“,

„digitorum“ ist der Genitiv Plural von „digitus“, was „Finger“ bedeutet,

„profundus“ bedeutet „tief“.

Dieser Muskel ist also für das Beugen der Finger zuständig und liegt tief (was nahelegt, dass es auch noch einen oberflächlichen Fingerbeuger gibt).

Ein anderes Beispiel ist der Nervus glossopharyngeus: Dieser Nerv versorgt 2 Organe, nämlich die Zunge (griech. glossa) und den Rachen (griech. pharynx).

1.4.3 Vor- und Nachsilben

Eine weitere Eigenart der anatomischen bzw. medizinischen Terminologie besteht darin, bestimmte Begriffe entweder vor (Vorsilbe) oder hinter (Nachsilbe) den Wortstamm zu stellen. Vor- und Nachsilben, die besonders häufig vorkommen, sind in ▶ Tab. 1.2  zusammengetragen.

Tab. 1.2 

Häufig vorkommende Vor- und Nachsilben.

Vor- bzw. Nachsilbe

Bedeutung

Beispiel

brady-

langsam

Bradykardie (verlangsamte Herzfrequenz)

epi-

oben, auf

Epiphyse (Knochenende)

extra-

außerhalb

extraperitoneal (außerhalb der Bauchfellhöhle gelegen)

hemi-

halb

Hemisphäre (Großhirnhälfte)

hetero-

ungleich, anders

heterogen (uneinheitlich)

homo-

gleich

homogen (einheitlich)

hyper-

über, oberhalb

Hyperaktivität (übersteigerte Aktivität)

hypo-

unter, unterhalb

Hypophyse (Hirnanhangdrüse)

intra-

innerhalb

intrathorakal (im Brustkorb gelegen)

myo-

Muskel

Myokard (Herzmuskel)

peri-

um, herum

Perikard (Herzbeutel)

poly-

viel

Polysaccharide (Mehrfachzucker)

tachy-

schnell

Tachykardie (gesteigerte Herzfrequenz)

-itis

Entzündung

Kardiomyokarditis (Herzmuskelentzündung)

-pathie

krankhafte Veränderung

Neuropathie (Nervenerkrankung)

-osis/-ose

chronisch degenerativer Prozess

Osteoporose (krankhafter Knochenabbau)

1.4.4 Messgrößen und ihre Einheiten

Im Rettungsdienst kommt man um Messgrößen und ihre Einheiten nicht herum, sei es beim Blutdruckmessen oder bei der Dosierung der Medikamente. Um verschiedene Werte untereinander besser vergleichbar zu machen, verwendet man heute in den meisten Ländern sog. SI-Einheiten (Système International d’Unités) ( ▶ Tab. 1.3 ).

Tab. 1.3 

SI-Einheiten (Beispiele).

Größe

Einheit

SI-Basisgrößen

Länge

Meter (m)

Masse

Kilogramm (kg)

Zeit

Sekunde (s)

Stromstärke

Ampere (A)

Temperatur

Kelvin (K), Grad Celsius (°C)

Stoffmenge

Mol (mol)

davon abgeleitete Größen

Fläche

Quadratmeter (m2)

Volumen (Flüssigkeitsvolumen)

Kubikmeter (m3), (Liter [l])

Druck

Pascal (Pa)

Frequenz

Hertz (Hz)

Kraft

Newton (N)

elektrischer Widerstand

Ohm (Ω)

Leistung

Watt (W)

Energie/Arbeit

Joule (J)

Geschwindigkeit

Meter pro Sekunde (m/s)

Was jedem von den Byte der digitalen Welt vertraut ist, findet seine Anwendung auch bei anderen Messgrößen: die Vorsilben „Kilo-“, „Mega-“ und „Giga-“. So wird beispielsweise die Speicherkapazität eines USB-Sticks mit 128 MB (Megabyte) angegeben, was 128000 KB (Kilobyte) entspricht. Mit solchen Vorsilben kann allerdings nicht nur ein Vielfaches der Messgröße benannt werden, sondern auch ein Bruchteil – z.B. entspricht 1 Milliliter (ml) 1 Tausendstel Liter (l). Die Verwendung solcher Faktoren dient der Übersichtlichkeit und senkt die Fehleranfälligkeit: „1 ml“ liest sich schneller und sicherer als „0,001 l“. ▶ Tab. 1.4  gibt eine Übersicht über solche Vorsilben und ihre Bedeutung. Im medizinischen Alltag begegnen einem v.a. „Kilo-“, „Dezi-“, „Milli-“ und „Mikro-“.

Tab. 1.4 

Maßeinheiten – Faktoren und Vorsilben.

Vorsilbe

in Zahlen

Faktor

Zahlwort

Peta- (P)

1000000000000000

1015

Billiarde

Tera- (T)

1000000000000

1012

Billion

Giga- (G)

1000000000

109

Milliarde

Mega- (M)

1000000

106

Million

Kilo- (k)

1000

103

Tausend

Hekto- (h)

100

102

Hundert

Deka- (da)

10

101

Zehn

1

100

Eins

Dezi- (d)

0,1

10-1

Zehntel

Zenti- (c)

0,01

10-2

Hundertstel

Milli- (m)

0,001

10-3

Tausendstel

Mikro- (µ)

0,000001

10-6

Millionstel

Nano- (n)

0,000000001

10-9

Milliardstel

Piko- (p)

0,000000000001

10-12

Billionstel

Femto- (f)

0,000000000000001

10-15

Billiardstel