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Revolution der Lust - Zwischen Protest und Begierde
Ein erotischer Roman über Gemeinschaft, freie Liebe – und einen Zeitgeist, der ein Jahrzehnt verändern.
Wien, 1968 - Summer of Love
In einer Zeit, in der die Welt nach neuen Antworten sucht, beginnt in einem versteckten Atelier in Simmering eine Revolution, die leiser, aber gefährlicher ist als jede Demonstration:
Die Befreiung der Lust.
Eva, Hanna, Monika, Peter und Joachim leben, studieren und lieben zusammen – wild, zärtlich, suchend. Ihre Nächte gehören dem Experiment, ihre Tage dem Versuch, ein anderes Leben zu führen: eines, in dem Nähe kein Besitz ist, Lust kein Tabu und Zärtlichkeit ein politischer Akt.
Zwischen flirrenden Sommertagen an der Donau, dem Duft von Öl und Kohle im Atelier und heimlichen Berührungen in engen Küchen wächst eine Gemeinschaft, die Grenzen auflöst und Begehren feiert. Doch je tiefer sie sich einander öffnen, desto deutlicher wird, dass Freiheit auch Mut verlangt – den Mut, sich selbst zu begegnen.
„Revolution der Lust“ ist ein sinnlicher, intensiver Roman für Erwachsene – ein vibrierendes Stück Erotik und Zeitgeist, das die Hitze der 68er ebenso spürbar macht wie das Prickeln auf nackter Haut.
Eine Geschichte über Liebe ohne Besitz, Lust ohne Scham – und jene Momente, in denen ein Atemzug, eine Berührung, ein Blick alles verändern kann.
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Veröffentlichungsjahr: 2026
Am folgenden Tag saßen sie im Schneidersitz in Evas enger Studentenbude auf dem Boden. Schon zum hundertsten Mal aufgeschlagen, die Seiten voll kleiner Bleistiftmarkierungen lag der Anatomieatlas vor ihnen.
Hanna war bereits seit zwei Stunden bei ihr. Hanna, deren stille natürliche Schönheit den kleinen Raum heller wirken ließ, als er war. Ihr Gesicht hatte etwas Warmes, Weiches, das man zuerst an ihren großen, braunen Augen bemerkte; jenen Augen, die immer zugleich lachten und nachdachten. Ihr brünettes Haar fiel ihr wie ein weicher Vorhang in langen, glänzenden Wellen über die Schultern – heute etwas ungebändigt, nur locker von einem dünnen Lederband im Hippiestil gehalten.
Sie hatte einen Körper, der wirkte, als sei er für die Liebe gemacht: schlank, geschmeidig, in sich ruhend. Unter dem Stoff ihres Batik-Shirts zeichneten sich zarte Brüste ab. Sie waren nicht fest, sondern besaßen jene schwere, samtene Weichheit, die jede Hannas Bewegungen begleitete. Und der Po, der in ihrer Jeans steckte, schien wie das Werk eines Bildhauers, der genau begriffen hatte, wie Lust und Leichtigkeit sich die Waage halten.
Langsam war die Luft heraus, und beiden rauchte der Kopf. Mit einem Ruck klappte Hanna den Anatomie-Atlas zu.
„Also gut, ich versuche es noch einmal“, sagte sie schließlich, atmete tief durch und fuhr sich mit einer müden, leicht verzweifelten Geste durch ihr langes Haar. Die Wellen glitten durch ihre Finger, bevor sie sich wieder über ihre Schultern ergossen.
Dann schloss sie die Augen, als wolle sie die Anatomie des weiblichen Beckens nicht auswendig lernen, sondern fühlen, um sie endlich zu begreifen.
„Die äußeren Geschlechtsorgane der Frau werden Vulva genannt. Sie besteht aus den großen und kleinen Schamlippen, den Labia majoris und Labia minoris. Sie sind bei jeder Frau anatomisch individuell geformt. Manche sind wullstig oder zart, manche symmetrisch, andere eher ungleich. Das, was wir im Atlas sehen, ist nur ein Modell. In Wirklichkeit gibt es viele Variationen.“
Eva nickte aufmerksam, während Hanna weiterredete:
„Ebenfalls zur Vulva gehörend ist die Klitoris das wichtigste Organ für sexuelle Lust. Was man außen sieht, ist nur die Spitze. Unter der Haut verzweigt sich ein ganzes Netzwerk aus Schwellkörpern, welche unter der Haut zwischen den Labia majoris und minoris nach posterior laufen. Bei sexueller Erregung wird sie stärker durchblutet und schwillt an. Sensibel wird sie, genauso wie der Rest der Vulva und Teile der Vagina, durch den Nervus pudendus versorgt.“
Hannas Stimme wurde leicht wärmer, als sie fortfuhr:
„Die Vagina selbst ist elastisch, dehnbar, und mit Schleimhaut ausgekleidet. Ihre Hauptaufgabe ist zunächst funktional. Sie dient dazu, das männliche Glied beim Geschlechtsverkehr aufzunehmen, und als Geburtskanal. Aber sie ist auch ein Sinnesorgan. Es gibt sexuell erregbare Zonen, die empfindlicher sind, und andere, die eher wenig fühlen. Bei sexueller Erregung wird Scheidenschleim produziert, der die Vereinigung von Mann und Frau unterstützt. Von Geburt an ist die Scheide durch das Hymen verschlossen. Dieses ist aber keine komplett verschlossene Membran, sondern besitzt ein Öffnungen zur Ausführung des Menstruationsblutes.“
Hanna blätterte im Atlas, und zeigte eine schematische Zeichnung.
„Hier sieht man es wie in einem Bauplan. Aber das reale Aussehen kann stark abweichen. Keine Vulva gleicht der anderen.“
Einen Moment lang herrschte Stille. Hanna sah Eva an, ihre Lippen waren halb geöffnet, als wolle sie noch etwas fragen.
Schließlich sagte sie leise: „Weißt du… Ich würde das gern mal sehen. Nicht nur im Buch. Sondern… bei dir.“
Eva hielt den Atem an. Ihre Finger blieben auf der Buchseite liegen, aber sie sah nicht mehr auf die Zeichnung, sondern direkt in Hannas Augen. Es war, als ob der Raum kleiner wurde, als ob sich die Luft zwischen ihnen verdichtete.
„Meinst du das ernst?“, fragte sie, beinahe flüsternd.
Hanna nickte langsam und Eva spürte, wie sich Wärme in ihrem Körper ausbreitete. Zu ihrer eigenen Überraschung bemerkte sie ein kribbelndes Ziehen zwischen den Schenkeln. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass ihr Körper so unmittelbar auf Hannas Worte reagierte. Doch da war es, ein unerwartetes, drängendes Gefühl von Erregung.
Ihre Blicke verhakten sich, keiner von beiden wich aus. Eva schluckte, und spürte ihren pochenden Puls. Sie schlug den Atlas zu, als wäre das Kapitel beendet – aber das Lernen war noch nicht vorbei.
Während Hanna sie frech angrinste, fing ihr Herz regelrecht an zu hämmer.
„Du weißt schon“, begann Eva stockend, „dass die Realität… kein Vergleich zu den Anatomiebildern ist. Jeder Körper sieht anders aus.“
„Genau deshalb… “, flüsterte Hanna, „ … möchte ich Dich sehen.“
Langsam, fast zögerlich, schob Eva ihren Rock ein Stück nach oben, bis ihr geblümtes Höschen sichtbar wurde.
„Nur so weit, wie Du willst“, flüsterte Hanna. Eva nickte und zog sich mit einer beherzten Bewegung das Kleid über den Kopf. Bis auf ihren Slip war sie nun komplett nackt. Als sie sich zurücklehnte, veränderte sich die Form ihres Busens kaum – sie blieben fest und aufgereckt. Ihre Brüste waren kaum mehr als eine Handvoll, aber von aufreizender Festigkeit.
Ein Lächeln huschte über Hannas Lippen.
„Du bist schön… Du hast schöne Titten … Darf ich?“ Ohne eine Antwort abzuwarten, nahm sie mit beiden Händen Evas Brüste und begann, ihre Brüste sanft zu kneten.
Eva schloss die Augen, biss sich auf die Unterlippe, und ließ sich auf den Rücken gleiten. Fast automatisch rutschten Hannas Hände dabei nach unten und kamen auf ihrem Unterbauch zum Liegen.
Dann hob Eva ihre Becken. Hanna streifte mit einem kurzen Atemzug den Slip herunter.
Zärtlich spreizte sie ihre Beine und kniete sich dazwischen.
„Wow… Sie ist so… sie ist so schön. Ganz anders, als in den Zeichnungen des Anatomiebuches.“
Hanna beugte sich näher, und betrachtete die feuchte Spalte, die sich ihr geöffnet hatte.
„Du hast entzückende kleine Schamlippen, wie Blütenblätter einer Orchidee“, flüsterte Hanna und streichelte sanft über die feuchte Frucht, die sich nun regelrecht zu öffnen schien.
„Deine Labien sind zart, an den Rändern leicht gezackt… Wirklich süß, die linke ist ein klein bisschen größer als die rechte“, hauchte Hanna lächelnd und ließ einen Finger leicht nach oben gleiten.
Ein Kribbeln schoss zwischen Evas Beine und sie stöhnte leise auf.
„Dein Kitzler …“ Ihre Finger zögerten kurz, bevor sie mit einer sanften Bewegung über den empfindlichen Punkt strichen. „ … er hat ist klein, aber ich spüre, wie er unter meinem Finger wächst.“,
Eva wurde heiß und kalt zugleich. Das angenehme Ziehen in ihrem Schoß verstärkte sich und sie stieß zischend die Luft aus. Unwillkürlich begann sich ihr Becken zu bewegen.
„Oh mein Gott“, säuselte sie, „das fühlt sich sooo gut an.“
„Du bist ja schon geil“, stellte Hanna süffisant fest. „Deine Ritze ist ganz glitschig feucht.“
Eva rang nach Fassung, suchte nach Worten, doch ihr Lippen bebten nur. Sie hätte nie gedacht, dass die Berührungen einer Frau sie so erregen würden. Eva legte den Kopf zurück, und Hanna spreizte ihre Schamlippen. Vorsichtig schob sie einen Finger in ihre Spalte.
„Oh mein Gott, was ist denn das?“, rief Hanna überrascht.
„Du bist einfach noch Jungfrau – wie süß, das muss ich mir mal genauer ansehen.“ Aufgeregt spreizte sie ihre Scheide noch etwas weiter auseinander. Wieder wollte Eva etwas erwidern und wieder mochten ihr keine Worte über die Lippen kommen. Sie spürte, wie Hannas Blicke auf ihrer ruhten.
„Das ist einfach genial“, flüsterte Hanna, „ich kann sogar die kleine Öffnung in Deinem Hymen sehen.“ Ohne dass Eva recht wusste, wie ihr geschah, spürte sie plötzlich Hannas Lippen auf ihrem Kitzler.
„Bitte nicht, das geht doch nicht“, protestierte Eva. Sie wollte ihre Beine schließen, aber Hanna hielt ihre Schenkel mit beiden Händen auseinander.
„Ist schon in Ordnung, lass es zu. Ich mache das nicht zum ersten Mal“, säuselte sie und leckte erneut über Evas Klitoris.
Eva hatte immer den Verdacht gehabt, dass sich ihre beste Freundin nicht nur zu Männern hingezogen fühlte. Aber das, was gerade passierte, hätte sie nie erwartet. Schmatzend saugte sie ihre Schamlippen in den Mund und erkundete mit ihrer Zunge das Geheimnis ihrer Weiblichkeit. Evas Gegenwehr erlosch nun vollkommen und ihr Körper wölbte sich der Berührung entgegen und ein Kribbeln ging durch ihren Unterleib, als Hanna langsam und genießerisch an ihrer Klitoris leckte. Eva konnte kaum sprechen, nur noch stöhnen.
„Ja… oh Gott, …hör nicht auf!“ Ihre Hüften bewegten sich indessen ganz von allein, suchten den Druck, die Reibung, als hätte ihr Körper plötzlich ein Eigenleben.
„Hanna… ich… ich komme gleich …“, hauchte sie, unfähig, es noch lange zurückzuhalten. Sie spürte, wie ihr Kitzler tief in Hannas Mund gezogen wurde, wie Hannas Lippen ihn umschlossen, während ihre Zunge sanft auf der empfindlichen Spitze tanzte. Gleichzeitig glitt Hannas Hand nach oben, knetete wollüstig ihre Brüste und kniff in ihre steifen Nippel.
Dann brach es über Eva herein. Ein tiefer, wogender Orgasmus erfasste sie, ließ sie zittern, laut aufstöhnen und Hannas Kopf mit den Oberschenkeln umschließen. Ihr ganzer Körper zuckte, bis sie schließlich erschöpft zusammensank.
Als Eva ihre Augen wieder öffnete, waren sie vor Glück verklärt und schielten leicht.
„Das ist süß … seit wann hast Du denn einen Silberblick“, fragte Hanna überrascht. „Der ist mir bei Dir ja noch nie aufgefallen.“
Eva schloss beschämt die Augen und schüttelte mit dem Kopf.
„Ach das … das ist nichts Schlimmes. Wenn ich nervös oder gestresst bin habe ich manchmal meine Augen nicht ganz unter Kontrolle.“
Hanna lachte und umarmte sie. „Das passiert Dir scheinbar nicht nur bei Stress, … sondern auch beim Orgasmus.“ Dann legte sie sich neben Eva auf den Boden und schmiegte sich an ihren erhitzten Körper.
„Du warst meine erste Jungfrau“, flüsterte Hanna lächelnd, und zündete sich eine Zigarette an.
„Und offen gesagt, hast Du mich schon länger gereizt.“
Eva sah ihr verlegen in die Augen.
„Sag mal …“, begann sie zögernd, „Du bist also … mit Frauen und mit Männern intim?“
Hanna brach in ein helles Lachen aus, warf den Kopf zurück, sodass ihre dunklen Haare tanzten. „Aber natürlich. Manchmal habe ich einfach Bock, auch mal mit einer Frau zu vögeln.“, antwortete sie mit einem Glitzern in den Augen. „Warum sollte ich mich einschränken? Ich nehme mir, was mir gefällt. Ob Mann, oder Frau – das spielt doch keine Rolle. Hauptsache, es macht Spaß.“
Sie zog genüsslich an der Zigarette und blies den Rauch langsam zur Decke. „Wir leben doch jetzt in einer neuen Zeit, Eva. Freie Liebe – ohne Scham, ohne Grenzen. Alles gehört uns, wenn wir nur den Mut haben, es uns zu nehmen.“
Eva spürte, wie ihr Herz schneller schlug. In Hannas Stimme lag etwas Befreiendes, etwas, das sie zugleich erschreckte und faszinierte. Sie wusste nicht, ob sie so weit gehen konnte wie Hanna, doch die Worte hallten in ihr nach, als hätten sie eine Tür geöffnet, die sich nicht wieder schließen würde.
Hanna legte die Zigarette in den Aschenbecher, beugte sich ein Stück näher und musterte Eva mit einem listigen Lächeln. „Weißt Du, was das Beste an der freien Liebe ist?“ flüsterte sie. „Es gibt keine Regeln. Kein ‚Dürfen‘ und ‚Nichtdürfen‘. Erlaubt ist, was uns gefällt.“
Ihre Finger griffen nach Evas Hand, spielten mit den feinen Linien ihrer Haut.
„Du musst Dich nicht entscheiden. Du darfst alles haben. Männer, Frauen … oder einfach beides auf einmal.“
Eva schluckte und spürte, wie sich eine Gänsehaut über ihren Armen ausbreitete. „Aber … ist das nicht …“ – sie suchte nach Worten – „… unnormal?“
Hanna lachte leise, fast neckisch. „Unnormal, das gibt es nicht. Verstehst Du? Das ist doch genau das Problem der alten Moral – alles ist verboten, alles wird klein gemacht. Dabei kann Liebe groß sein. Unendlich. Und Lust auch.“
Dann schob sie ihre Hand unter Evas Kinn, hob ihr Gesicht sanft an und küsste sie flüchtig auf die Lippen.
