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Beschreibung

EINLEITUNG Willkommen auf dem Dodekanes Der Inselbogen des Dodekanes spannt sich von Kárpathos im Südosten der Ägäis bis Pátmos im Norden hinauf. Auf Kárpathos nimmt er die Lyraklänge Kretas auf, auf Rhodos begegnet er dem Orient, mit Pátmos leitet er architektonisch zur Inselwelt der Kykladen über. Jede der 19 bewohnten Inseln des Archipels trägt unverwechselbare Charakterzüge. Kárpathos gilt als besonders traditionsverbunden. Rhodos ist kosmopolitisch. Hier wird jeder Rundgang in der mauerumgürteten Altstadt zu einer Zeitreise durch mehr als 2300 Jahre Geschichte und ihre vielen Kulturen. Auf Kos lehrte mit Hippokrates der erste große Arzt, dessen Eid jeder Mediziner auch heute noch ablegt. Ob Spa oder Naturtherme – auf dieser lieblichen Insel kann man viel für sein Wohlbefinden tun. Zumal Kos die besten Radwege ganz Griechenlands besitzt. Auf Pátmos, durch Gesetz zur »heiligen Insel« erklärt, wirken ganz andere Kräfte. Hier empfing Johannes die Vision der Apokalypse, des letzten Buchs im Neuen Testament. Die Spiritualität der Insel mit ihrer rund 1000 Jahre alten Klosterfestung lockt Urlauber und Künstler gleichermaßen an. Wer das unverfälschte griechische Leben der Gegenwart sucht, ist auf Kálymnos gut aufgehoben. Viele Menschen leben hier vom Schwert- und Thunfischfang. Überall auf der Insel sind Erinnerungen an die Schwammtaucherei und -verarbeitung lebendig, die Kálymnos bis in die Nachkriegszeit hinein großen Wohlstand bescherten. Dank des Tourismus zeigt sich auch das kleine Symi wieder fein herausgeputzt. Die stattlichen Häuser, die sich einst Bootsbauer, Schwammhändler und Kapitäne erbauten, bilden heute die Kulisse für einen der fotogensten Häfen der Ägäis. Rhodos und Kos zählen zu den strandreichsten Inseln Griechenlands. Auch Kárpathos, Kálymnos und Pátmos haben lange Sand- und Kiesstrände zu bieten. Schiffsausflüge führen auf die Nachbarinseln, Kos und Rhodos sind ideale Ausgangspunkte für Tagesausflüge in die Türkei. Und überall scheint den ganzen Sommer über die Sonne – schließlich galt Rhodos im Altertum als persönlicher Besitz des Sonnengottes Helios.

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Seitenzahl: 139

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Rhodos
Kos · Kárpathos · Symi · Kálymnos · Pátmos
© Oliver Bolch, Maria Enzersdorf
DER AUTOR
Klaus Bötig bereist Griechenland seit 1973 jährlich vier bis sechs Monate lang und zu jeder Jahreszeit, kennt alle Inseln und alle Festlandregionen. Der Bremer Reisejournalist hat mittlerweile über 100 Bücher verfasst, die meisten davon über Griechenland, viele weitere über Zypern und Malta. Er schreibt regelmäßig für die in Athen erscheinende, deutschsprachige Griechenland Zeitung und für deren jährlich herausgegebenes Griechenland Journal. Im Laufe der letzten 50 Jahre lieferte er Griechenland-Reportagen für Zeitschriften wie Merian, Geo Saison, Globo, Stern und für die Bordzeitschriften verschiedener Airlines.

Rhodos – Kos · Kárpathos · Symi · Kálymnos · Pátmos

Top 10 & Willkommen

Top 10: Das müssen Sie gesehen haben

Willkommen auf dem Dodekanes

Chronik

Stadttouren Rhodos

Ein Rundgang durch 2400 Jahre lebendige Geschichte

Rhodos außerhalb der Stadtmauern

Service-Informationen Rhodos-Stadt

Ausflugsziele:

Vista Points - Sehenswertes

Reiseregionen, Orte und Sehenswürdigkeiten

Rhodos

Afándou

Apollakiá

Archángelos

Archípolis

Charáki

Émbonas

Faliráki

Ausflugsziele:

Filérimos/Iálissos

Kámiros

Ausflugsziele:

Kiotári

Ausflugsziele:

Kolímbia

Lachaniá

Laérma

Ausflugsziel:

Lárdos

Líndos

Mesanagrós

Monólithos

Petaloúdes

Prassoníssi

Profítis Ilías

Siánna

Tsambíka

Kos

Andimáchia

Asklepieíon

Embrós Thérme

Kardámena

Kéfalos

Ausflugsziele:

Kos-Stadt

Ausflugsziele:

Marmári

Mastichári

Pylí

Tigáki

Ziá

Kárpathos

Amoopí

Arkássa

Ausflugsziel:

Kyrá Panagía

Léfkos

Ausflugsziel:

Mesochóri

Ólympos

Ausflugsziel:

Pigádia

Symi

Kloster Panormítis

Symi

Ausflugsziele:

Kálymnos

Emborió

Póthia (Kálymnos-Stadt)

Ausflugsziele:

Myrtiés

Ausflugsziel:

Vathí

Vlichádia

Pátmos

Chóra

Gríkou

Kámbos

Skála

Ausflugsziele:

Service von A bis Z

Anreise, Einreise

Auskunft

Automiete, Autofahren

Diplomatische Vertretungen

Einkaufen

Eintrittspreise

Essen und Trinken

Feiertage, Feste

Geld, Kreditkarten

Hinweise für Menschen mit Handicap

Internet

Klima, Kleidung, Reisezeit

Medizinische Versorgung

Mit Kindern auf dem Dodekanes

Nachtleben

Notfälle, wichtige Rufnummern

Öffnungszeiten

Post, Briefmarken

Presse, TV

Rauchen

Sicherheit

Sport und Erholung

Sprachhilfen

Strom

Telefonieren

Trinkgeld

Türkei-Ausflüge

Unterkunft

Verkehrsmittel

Zeitzone

Zoll

Zusatzinformationen

Bildnachweis und Impressum

Top 10 & Willkommen
Top 10: Das müssen Sie gesehen haben
A Altstadt von Rhodos Ca/Cb1–3
Hier wird jeder Stadtbummel zur vergnüglichen Zeitenreise durch drei Jahrtausende.
B Kallithéa-Thermen auf Rhodos Ab7
Palmen säumen eine felsige Bucht, orientalisch verspielte Bauten zieren die Ufer.
C Líndos auf Rhodos Ag5, Gb/Gc3/4
Die mächtige Burg über den weißen Häusern des schönsten Inseldorfes wird von den Säulen eines antiken Tempels überragt.
© clubfoto/iStockphoto
Prassoníssi, der südlichste Punkt von Rhodos ist Treffpunkt der Surfer
D Prassoníssi Beach auf Rhodos Ak2
Der Strand im äußersten Süden der Insel gleicht einer Sahara en miniature und wird besonders von Windsurfern geschätzt.
EAsklepieíon auf Kos Db7
Die ganz in Grün gehüllte archäologische Stätte mit Meerblick war einer der bedeutendsten Kurorte des Altertums.
© Maciej Czekajewski/shutterstock
Hier wurden die Ärzte der Antike ausgebildet: das Asklepieíon von Kos
F Kos-Stadt Ea–Ec1–4
In der Inselhauptstadt von Kos sind die Monumente aus der Antike oft parkähnlich ins heutige Stadtbild eingestreut.
G Ólympos auf Kárpathos Ff3/
Griechenlands einziges Inseldorf, in dem die Bewohner auch heute noch im Alltag häufig ihre Trachten tragen.
H Symi-Stadt Kb2
Die Stadt auf der gleichnamigen Insel Symi, die von Rhodos leicht per Bootsausflug zu erreichen ist, lässt das 19. Jahrhundert lebendig werden.
I Póthia auf Kálymnos Hc/Hd3
Die ganzjährig geschäftige Inselhauptstadt von Kálymnos steht bis heute ganz im Zeichen der Fischerei und des Schwammhandels.
© Anna Jedynak/iStockphoto
Pastellfarben schimmern die Häuser von Póthia auf Kálymnos
J Chóra auf Pátmos  Jc2
Ein stattliches Kaufmannsdorf aus vergangenen Zeiten wird von einem der bedeutendsten Klöster des Landes gekrönt.
Willkommen auf dem Dodekanes
Der Inselbogen des Dodekanes spannt sich von Kárpathos im Südosten der Ägäis bis Pátmos im Norden hinauf. Auf Kárpathos nimmt er die Lyraklänge Kretas auf, auf Rhodos begegnet er dem Orient, mit Pátmos leitet er architektonisch zur Inselwelt der Kykladen über. Jede der 19 bewohnten Inseln des Archipels trägt unverwechselbare Charakterzüge. Kárpathos gilt als besonders traditionsverbunden. Rhodos ist kosmopolitisch. Hier wird jeder Rundgang in der mauerumgürteten Altstadt zu einer Zeitreise durch mehr als 2300 Jahre Geschichte und ihre vielen Kulturen.
Auf Kos lehrte mit Hippokrates der erste große Arzt, dessen Eid jeder Mediziner auch heute noch ablegt. Ob Spa oder Naturtherme – auf dieser lieblichen Insel kann man viel für sein Wohlbefinden tun. Zumal Kos die besten Radwege ganz Griechenlands besitzt. Auf Pátmos, durch Gesetz zur »heiligen Insel« erklärt, wirken ganz andere Kräfte. Hier empfing Johannes die Vision der Apokalypse, des letzten Buchs im Neuen Testament. Die Spiritualität der Insel mit ihrer rund 1000 Jahre alten Klosterfestung lockt Urlauber und Künstler gleichermaßen an.
Wer das unverfälschte griechische Leben der Gegenwart sucht, ist auf Kálymnos gut aufgehoben. Viele Menschen leben hier vom Schwert- und Thunfischfang. Überall auf der Insel sind Erinnerungen an die Schwammtaucherei und -verarbeitung lebendig, die Kálymnos bis in die Nachkriegszeit hinein großen Wohlstand bescherten. Dank des Tourismus zeigt sich auch das kleine Symi wieder fein herausgeputzt. Die stattlichen Häuser, die sich einst Bootsbauer, Schwammhändler und Kapitäne erbauten, bilden heute die Kulisse für einen der fotogensten Häfen der Ägäis.
Rhodos und Kos zählen zu den strandreichsten Inseln Griechenlands. Auch Kárpathos, Kálymnos und Pátmos haben lange Sand- und Kiesstrände zu bieten. Schiffsausflüge führen auf die Nachbarinseln, Kos und Rhodos sind ideale Ausgangspunkte für Tagesausflüge in die Türkei. Und überall scheint den ganzen Sommer über die Sonne – schließlich galt Rhodos im Altertum als persönlicher Besitz des Sonnengottes Helios.
© Arved v.d. Ropp, Vachendorf/Traunstein
Das Johanneskloster auf Pátmos mit Blick auf das Ägäische Meer
Chronik
Daten zur Geschichte
5500 v. Chr. Erste nachweisbare menschliche Besiedlung des Dodekanes.
1500 v. Chr. Das minoische Kreta gründet an den Küsten von Rhodos und anderer Inseln des Dodekanes kleine Handelsniederlassungen.
Um 1200v. Chr. Zum Kampf der vom Peloponnes stammenden Achäer um Troja entsenden die auf dem Dodekanes lebenden Achäer insgesamt 39 Schiffe.
1050–750 v. Chr. Einwanderung griechischer Siedler vom Stamm der Dorer auf die Inseln des Dodekanes. Entstehung dreier Stadtstaaten auf Rhodos.
800–600 v. Chr. Zeitalter der griechischen Kolonisation. Rhodos beteiligt sich an der Gründung von Gela auf Sizilien, von Apollonia am Schwarzen Meer und von Regium an der Straße von Messina.
750–490 v. Chr. Archaische Zeit: Erste Entfaltung der griechischen Kunst. Die rhodische Stadt Líndos entwickelt sich zu einem bedeutenden Handels- und Seefahrerzentrum, dessen Schiffe bis nach Ägypten und in den Vorderen Orient fahren.
490 v. Chr. Unterwerfung durch die Perser.
480/ 479 v. Chr. Griechischer Sieg über die Perser bei Marathon und Salamis in der Nähe Athens. In der Seeschlacht von Salamis kämpfen auch 30 rhodische Schiffe mit – notgedrungen auf persischer Seite.
479–336 v. Chr. Klassische Zeit: Die griechische Kunst steht in voller Blüte. Athen wird zur vorherrschenden Macht und zwingt die Inseln des Dodekanes in den von ihm dominierten Delischen Bund. Mit den von den Inseln zu leistenden Tributen wird u. a. der Bau der neuen Tempel auf der Athener Akropolis finanziert.
460 v. Chr. Auf Kos wird der berühmte Arzt Hippokrates geboren.
408 v. Chr. Die Athener verwüsten die drei Stadtstaaten auf Rhodos. Diese beschließen daraufhin die Gründung einer gemeinsamen neuen Stadt an der Nordspitze der Insel.
366 v. Chr. Auf Kos wird ebenfalls eine neue Stadt ganz im Osten der Insel gegründet.
336–82 v. Chr.
© VISTA POINT Verlag (Archiv), Rheinbreitbach
Alexander der Große (356 v. Chr.–323 v. Chr.)
Hellenistische Zeit: Der makedonische König Philipp II. vereint ganz Griechenland unter seiner Herrschaft, sein Sohn Alexander der Große erobert weite Teile Asiens und dringt bis nach Indien vor. Nach Alexanders Tod zerfällt das Reich, der Dodekanes wird vom Ptolemäischen Ägypten aus regiert.
293 v. Chr.
© ZU09/iStockphoto
So könnte der über 30 Meter hohe Koloss von Rhodos ausgesehen haben
Zum Gedenken an die erfolgreiche Verteidigung der Stadt gegen den makedonischen Prinzen Demetrios I. Poliorketes errichten die Rhodier den in zwölfjähriger Arbeit geschaffenen, über 30 Meter hohen Koloss von Rhodos. Wo genau er stand, weiß niemand, denn die gewaltige Bronzestatue stürzt 227 v. Chr. ein. Die Trümmer werden 653 n. Chr. von Seeräubern nach Tyrus in Vorderasien transportiert und dort eingeschmolzen.
164 v. Chr. Rhodos wird römisch, auch die übrigen Inseln des Dodekanes werden in der Folgezeit Teil des Römischen Reichs.
42 v. Chr. Der Cäsarmörder Cassius plündert die Stadt Rhodos, tötet einen Großteil ihrer Bewohner oder verschleppt sie in die Sklaverei.
59 n. Chr. Der Apostel Paulus besucht auf einer seiner Reisen die Insel Rhodos.
95 Ein gewisser Johannes wird auf die Insel Pátmos verbannt und empfängt dort die Vision der Apokalypse, des letzten Buches im Neuen Testament.
395 Das Römische Reich wird geteilt. Griechenland und seine Inseln fallen an Ostrom, das von Konstantinopel (heute Istanbul) aus regiert wird. Aus dem Oströmischen entwickelt sich später das Byzantinische Reich.
503/515
© VISTA POINT Verlag (Archiv), Rheinbreitbach
Ansicht von Rhodos-Stadt auf einem Kupferstich von Georg Braun und Frans Hogenberg (Köln, um 1575)
Schwere Erdbeben zerstören weite Teile der antiken Stadt Rhodos.
554 Die antike Stadt Kos wird bei einem Erdbeben schwer beschädigt.
1054 Morgenländisches Schisma, die Trennung zwischen den östlich-orthodoxen Kirchen und der römisch-katholischen Kirche.
1204 Römisch-katholische Kreuzritter erobern auf Wunsch Venedigs die byzantinische Reichshauptstadt Konstantinopel und gründen in Griechenland fränkische (französische) Herzogtümer und Königreiche. Auch Venedig und Genua sichern sich Territorien. Konstantinopel gelangt 1254 wieder an Byzanz, viele griechische Inseln bleiben jedoch unter fremder Herrschaft.
1307–1523 Nach kurzer genuesischer Herrschaft gelangt der Dodekanes in den Besitz des Kreuzritterordens der Johanniter, die Rhodos zu ihrem Hauptsitz machen und auf allen Inseln des Dodekanes Burgen errichten.
1453
© VISTA POINT Verlag (Archiv), Rheinbreitbach
Belagerung von Rhodos durch osmanische Truppen 1481
Die Türken erobern Konstantinopel, bis auf Kreta und die Ionischen Inseln wird ganz Griechenland Teil des Osmanischen Reichs.
1523
© VISTA POINT Verlag (Archiv), Rheinbreitbach
Unter Süleyman dem Prächtigen erobern die Türken Rhodos
Unter der Herrschaft Sultan Süleymans des Prächtigen nehmen die Türken die Inseln des Dodekanes ein. Die Johanniterritter erhalten freien Abzug und gründen nach kurzer Wanderschaft ein neues Ordensritterreich auf der Insel Malta. Seitdem werden sie auch Malteserritter genannt.
1821–29 Auf dem griechischen Festland erheben sich die Griechen gegen die Türken, was zur Gründung eines neugriechischen Staates führt. Die Inseln des Dodekanes verbleiben im Osmanischen Reich.
1912 Die Italiener besiegen die Truppen des militärisch und politisch stark geschwächten Osmanischen Reichs bei Psínthos auf Rhodos und besetzen in der Folgezeit alle Inseln des Dodekanes.
1940 Griechenland tritt auf Seiten der Alliierten in den Zweiten Weltkrieg ein.
1943 Nach dem Sturz des italienischen Diktators Benito Mussolini besetzen deutsch-österreichische Truppen die Inseln des Dodekanes. Die etwa 2000 jüdischen Bürger auf Rhodos werden in deutsche Konzentrationslager deportiert und ermordet. Die Insel Léros wird vorübergehend von britischen Truppen besetzt und daraufhin durch deutsche Luftwaffenangriffe bombardiert.
1945 Briten befreien die Inseln des Dodekanes.
1947 Friedensvertrag von Paris, die Inseln des Dodekanes dürfen sich endlich dem griechischen Mutterland anschließen. Das aber befindet sich noch im Bürgerkrieg, der mit dem Sieg der bürgerlich-konservativen, von Briten und US-Amerikanern unterstützten Kräfte erst 1949 endet.
1949–67 Durch Aufnahme in die NATO (1953) und Assoziierungsvertrag mit der EWG (1962) wird das innenpolitisch zerrüttete und wirtschaftlich schwache Griechenland ins westliche Wirtschafts- und Verteidigungssystem eingebunden.
1967–74 Am 21. April 1967 übernehmen Obristen mit Billigung der USA die Macht. Politisch Andersdenkende werden verfolgt, kapitalkräftige Förderer der Junta wirtschaftlich unterstützt. So kommt es auch zu ersten Anlagen von Großhotels auf Rhodos und Kos und der besseren verkehrsmäßigen Erschließung vor allem von Rhodos.
1974 Nach einem missglückten, von der griechischen Junta initiierten Putsch auf Zypern bricht die Militärherrschaft zusammen. Die Demokratie wird wieder hergestellt, die Monarchie abgeschafft. Es entwickelt sich ein demokratisches System westlicher Prägung, das von zwei Parteien dominiert wird: der sozialdemokratischen PASOK und der konservativen Néa Dimokratía. Als Folge des verschlechterten politischen Klimas zwischen Griechenland und der Türkei verlassen viele der auf Rhodos und Kos lebenden türkischstämmigen Moslems die Inseln.
1981 Griechenland wird Vollmitglied in der EG.
1999 Griechenland stimmt auf einem EU-Gipfel zu, der Türkei den offiziellen Status eines EU-Beitrittskandidaten zu gewähren. Seitdem verbessern sich die Beziehungen zum Nachbarland, getrübt nur durch die andauernde Anwesenheit türkischer Truppen auf Zypern.
2004 Griechenland wird Fußballeuropameister.
2010–2018 Internationales Spekulantentum, griechische Misswirtschaft, Korruption und Vetternwirtschaft bescheren Griechenland eine Finanzkrise, die nur durch Kredite und Garantien der EU und des Internationalen Weltwährungsfonds zumindest gestoppt werden kann. Griechenland leitet drastische Sparmaßnahmen ein: Die Renten und die Gehälter der viel zu vielen Staatsbediensteten werden gekürzt, das Renteneintrittsalter wird angehoben, Mehrwert-, Tabak-, Benzin- und Alkoholsteuer werden erhöht. Es gelingt, auf den internationalen Finanzmärkten wieder kreditwürdig zu werden.
2020–2025 Die Finanzkrise ist kaum überwunden, bricht die Covid-Pandemie aus. Trotzdem erholt sich dank vieler EU-Fördermaßnahmen die Wirtschaft. Eine treibende Kraft ist seit 2023 der internationale Tourismus. 2024 zählte Griechenland über 35 Millionen ausländische Besucher, 2025 strebt man die 40-Millionen-Marke an. Rhodos und Kos gehören zu den Zielen mit den meisten Touristen landesweit. Weitere Pfeiler der Wirtschaft sind Handelsschifffahrt und Landwirtschaft.
Stadttouren Rhodos
Ein Rundgang durch 2400 Jahre lebendige Geschichte
Vormittag
Néa Agorá – Mandráki-Hafen – Platía Symis – Art Gallery – Platía Argyrókastrou – Platía Moussíou – Archäologisches Museum – Ritterstraße – Platía Kleovoúlou – Großmeisterpalast – Odós Orféos.
Mittag
In der Odós Orféos, etwa im Restaurant Mama Sofía.
Nachmittag
Odós Sokratoús – Ágios Fanoúrios – Platía Doriéos – Odós Pythágora – Platía Ippokrátous – Platía Mártyron Evréon – Panagía tou Bourgoú – St. Katharinen-Hospiz – Akándia-Tor – Wallgraben.
Die größte Stadt des Dodekanes (50 600 Einwohner) liegt, auf drei Seiten vom Meer umgeben, an der Nordspitze der Insel vor der Kulisse des kleinasiatischen Taurusgebirges. Ihre unter dem Schutz der UNESCO stehende AAltstadt gehört zu den schönsten mittelalterlichen Bau- ensembles der Welt. Umgeben von mächtigen Mauern spielt sich in ihren Gassen noch immer ein buntes Treiben ab – zwischen byzantinischen Kirchen und osmanischen Moscheen, Ausgrabungen antiker Tempel und Häuser sowie zahllosen Erinnerungen an die Zeit der Kreuzritter. Man sollte die Altstadt mindestens zweimal besuchen: einmal am Tag und einmal einen langen Abend lang.
Idealer Ausgangspunkt für einen ausgiebigen Stadtrundgang, der durchaus den ganzen Tag in Anspruch nehmen kann, ist die Néa Agorá Bb2 am
© Oliver Bolch, Maria Enzersdorf
Blick vom Mandráki-Hafen auf den Großmeisterpalast in Rhodos-Stadt
Mandráki-Hafen. Hier kommen die Busse aus den Hotelvororten und allen Inseldörfern an. Der »Neue Markt« besteht aus einem von Arkaden gesäumten Karree von Läden und Cafés um einen weiten Innenhof, dessen Brennpunkt der kleine, überkuppelte Fischmarkt zwischen zahlreichen Grilltavernen bildet. Zum historischen Mandráki-Hafen Ba/b2 reihen sich unter kühlen Arkaden elegante Konditoreien und Eiscafés aneinander mit Blick auf zahlreiche Ausflugsboote und Yachten.
Eine schattige Promenade führt von hier in die Altstadt hinein. An der Platía Symis Ca2 empfängt einen der historische Stadtkern mit den spärlichen Ruinen eines antiken Aphroditetempels aus dem dritten vorchristlichen Jahrhundert. Rechts führen Stufen hinauf in die Art Gallery Bb2, Teil des dreigliedrigen Museums für moderne griechische Kunst.
Nur ein paar Schritte weiter öffnet sich die Straße zur kleinen Platía Argyrókastrou Ca2. Rechts steht das zweigeschossige, teils von Bougainvilleen überrankte Alte Ordenshospital, das die Johanniter 1350 errichten ließen. Ein Teil des Gebäudes beherbergt das Museum für dekorative Kunst mit alten rhodischen Möbeln, Trachten und Hausrat sowie einer umfangreichen Sammlung typisch rhodischer Keramik- und Emailleteller.
Den hübschen Brunnen auf dem Platz setzten die Italiener aus dem Taufbecken und der Säule einer frühchristlichen Basilika zusammen. Die Südseite des Platzes säumt die Auberge d’Àuvergne. Alle sieben Landsmannschaften des Johanniterordens besaßen einen eigenen kleinen Stadtpalast. Dieser hier gehörte den Rittern der Auvergne.
Wieder nur wenige Meter weiter stehen Sie auf der Platía Moussíou Ca2, dem Museumsplatz. Hier beginnt die berühmte Ritterstraße, die zum Großmeisterpalast hinaufführt. Zunächst aber gilt alle Aufmerksamkeit dem 1440 bis1489 erbauten Neuen Ordenshospital, das heute das Archäologische Museum beherbergt. Die Räume des Erdgeschosses wurden ursprünglich als Ställe, Läden und Lagerräume genutzt. Darüber erstreckt sich über die volle Länge des Gebäudes der 51 Meter lange, mehr als zwölf Meter breite und bis zu siebeneinhalb Meter hohe Krankensaal.
Durch das Torgewölbe betritt man einen fast quadratischen Innenhof, der von einer zweigeschossigen Loggia umgeben ist. Hinter einem frühchristlichen Bodenmosaik aus einer Basilika auf Kárpathos ist auf der Rückseite des Hofes die späthellenistische Skulptur eines Löwen aufgestellt, der einen Stierkopf zwischen den Pranken hält. In der Nordwestecke des Hofes sind marmorne Kugeln aus der Antike, die mit Katapulten abgeschossen wurden, zu einer Pyramide aufgeschichtet. Die Kugeln aus Granit in der Südwestecke stammen aus der Ritterzeit.
In den Krankensaal