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Die Bloodaxe Crew ist im Dorf Istré angekommen – bedrängt und mit drei fehlenden Mitgliedern. Sie sind zwar in der Unterzahl, aber Hekla – Rib Smasher – ist entschlossen, ihren Auftrag trotzdem zu erfüllen: den bösen Nebel mit einem Herzschlag zu besiegen und die Bürger von Istré zu beschützen. Was sie nicht erwartet hat, ist, dass der starrköpfige Häuptling von Istré ihr bei jedem Schritt, Steine in den Weg legt. Verzweifelt wirft Hekla alle Vorsicht über Bord und gibt sich einer einzigen leidenschaftlichen Nacht hin. Zu ihrem Entsetzen ist der geheimnisvolle Krieger in der roten Robe, dem sie ihre tiefsten Geheimnisse anvertraut hat, der neue Anführer und Verbündete der Bloodaxe Crew – Eyvind Hakonsson. Hekla muss nun lernen, nach Eyvinds Regeln zu spielen und gleichzeitig ihr Herz zu schützen. Als jedoch klar wird, dass seine Pläne mit denen des Häuptlings übereinstimmen, nimmt Hekla die Dinge selbst in die Hand.
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Seitenzahl: 244
Veröffentlichungsjahr: 2026
Demi Winters
Roots of Darkness
An Ashen Series Novella
(Band 2.5)
Übersetzt von Sandy Brandt
Roots of Darkness (An Ashen Series Novella) – Band 2.5
Roots of Darkness
Copyright © 2025 by Demi Winters
First published by the Author
Translation rights arranged by The Sandra Dijkstra Literary Agency
All Rights Reserved
First published in the United States by Dell, an imprint of Random House, a division of Penguin Random House LLC
Arranged by Agence Hoffman
Translation Copyright © 2026 by VAJONA Verlag GmbH
Druck und Verarbeitung:
FINIDR, s.r.o.
Lípová 1965
737 01 Český Těšín
Czech republic
Übersetzung: Sandy Brandt
Korrektorat: Aileen Dawe-Hennigs und Dejana Fulurija
Umschlaggestaltung: Stefanie Saw
Mapmaker: Megan S. H. Wyreweden
Satz: VAJONA Verlag GmbH, Oelsnitz
VAJONA Verlag GmbH
Carl-Wilhelm-Koch-Str. 3
08606 Oelsnitz
Teil der SCHÖCHE Verlagsgruppe GmbH
An alle Frauen, deren Meinung missachtet wurde, weil ihr ein bestimmtes Anhängsel fehlt; die ihre Leidenschaft über Bord geworfen und als »temperamentvoll« bezeichnet wurden; denen gesagt wurde, sie sollen lächeln, als müssten sie sich ändern, um anderen zu gefallen.
Ich habe meine ganze weibliche Wut für euch in dieses Buch gesteckt.
Die The Ashen–Reihe spielt in einer düsteren Fantasiewelt und ist für Lesende ab 18 Jahren gedacht.
In diesem Buch geht es um eine Überlebende häuslicher Gewalt, die mit einer Behinderung (Amputation oberhalb des Ellbogens) lebt. Es gibt eine Szene, in der Tiere sterben, und es enthält explizite Sexszenen mit offener Tür.
Eine vollständige Liste der Warnhinweise zum Inhalt findet ihr unter: https://demiwinters .com/trigger–warnings/
Bitte beachtet auch, dass sich am Ende des Buches ein Glossar und eine Aussprachehilfe befinden.
Hekla ›Rippenbrecher‹ ist ein Mitglied der Blutaxt Bande, einer Gruppe von Wikingersöldnern, die sich auf Monster spezialisiert haben. Weitere Mitglieder der Bande sind Reynir ›Axtauge‹ Bjarg sowie die Brüder Jonas ›der Wolf‹ und Ilías ›Ohnebart‹. Nach einem Treffen mit Magnus Hansson, König Ivars Oberstem Hirdmann, macht sich die Blutaxt Bande auf den Weg, um die Stadt Istré zu erreichen und sie von dem tödlichen Nebel zu befreien, der ihre Bürger terrorisiert.
Berichten zufolge klingt der Nebel wie das Geräusch eines schlagenden Herzens; er taucht aus den Wäldern auf und hinterlässt Vermisste in seinem Kielwasser. Die Klaernar – König Ivars Spezialkrieger – wurden zur Hilfe geschickt. Doch schon bald fand man die Leichen der Klaernar, die mit Ranken an den Säulen befestigt waren, und ein Symbol, das mit Blut geschrieben war, über und über.
In The Road of Bones, Band Eins der Ashen-Reihe, bricht die Blutaxt Bande nach Istré auf, entdeckt aber bald einen blinden Passagier in ihrem Wagen – Silla Nordvig, die auf der Flucht ist, nachdem die Krieger der Königin ihren Vater getötet haben. Obwohl Silla eine verschlossene Person ist, integriert sie sich in die Blutaxt Bande und schließt schnell Freundschaft mit Hekla. Da sie häusliche Gewalt überlebt hat, besteht Hekla darauf, Silla Selbstverteidigung beizubringen.
Doch nachdem die Blutaxt Bande sich bereit erklärt hat, Silla vor den Kriegern der Königin zu schützen, fällt Ilías ›Ohnebart‹ im Kampf. Sillas Geliebter Jonas – und der ältere Bruder von Ilías – fühlt sich verraten. Nachdem er Silla betäubt hat, tauscht Jonas sie gegen eine Belohnung. Reynir ›Axtauge‹ Bjarg, der Anführer der Blutaxt Bande, macht sich auf den Weg, um sie zu retten, und überlässt die Bande dem Kommando von Hekla.
Im zweiten Band Kingdom of Claw ist Rey gezwungen, sich bei Silla zu verstecken. Er schreibt Hekla, dass sein alter Freund Eyvind Hakonsson mit seinem Gefolge eintreffen wird, um bei dieser Aufgabe zu helfen. Nun befinden sich Hekla und der Rest der Mannschaft – Gunnar und Sigrún – in Istré und müssen sich mit Ilías’ Tod auseinandersetzen, während sie versuchen, ihre Aufgabe zu erfüllen.
Kapitel 1
Istré
Eine WOCHE VOR DEM ENDE VON
Band zweiKingdom of Claw
Hekla verfluchte sich im Stillen, als sie sich von dem warmen, festen Körper löste, der sich an sie schmiegte. Es war eine Kunst, sich von einem Bettgefährten zu lösen – eine Kunst, die Hekla nie hatte lernen müssen. Schließlich hatte sie Regeln für den Umgang mit ihren Liebhabern: keine Gefühle und keine Übernachtungen. Vor allem aber ließ Hekla nie zu, dass ein Mann Macht über sie besaß.
Jetzt würde sie den Preis für den Bruch ihrer Regeln zahlen. Hekla weigerte sich, darüber nachzudenken, wie dieser Mann sie überredet hatte, die Nacht hier zu verbringen, auch nicht, als sie ihren Körper verrenkte, um unter seinem schweren Arm hervorzurutschen. Ihre nackten Füße setzten auf dem Boden auf, und Heklas Brust schwoll an vor Sieg. Doch das unzusammenhängende Gemurmel, das vom Bett kam, ließ Panik in ihr aufsteigen.
Hinter ihr bewegte sich etwas, und Hekla rechnete damit, dass der Mann erwachen würde. Aber er rollte sich einfach auf den Rücken und blieb regungslos liegen.
Mit einem langen Ausatmen schlich sie sich aus dem Bett. Ihr erster Gedanke war, dass sie völlig nackt und ohne ihre Armprothese war. Ihr zweiter Gedanke war, dass Räuber in das Zimmer eingebrochen sein mussten. Mit verschwommener Sicht blinzelte sie das Chaos vor sich an. Ein Stuhl war neben dem Kamin umgekippt, Fellteppiche lagen durcheinander.
Die Pracht der Gemächer ihres Liebhabers war im Licht des Tages verblüffend. Zwischen den beiden Feuerstellen an beiden Enden des Raumes und der Größe des Bettes, in dem ihr Bettgefährte gerade schnarchte, fragte sie sich, wie viel ihn diese Unterkunft wohl gekostet hatte. Doch Hekla schüttelte sich und machte sich daran, ihre Tunika und ihre Hose mühsam aus dem Gerümpel im Zimmer zu fischen. Wo in der heiligen Asche der Götter war ihr Arm geblieben?
Hekla zog sich die Tunika über den Kopf und versuchte, die Ereignisse der letzten Nacht zu rekonstruieren. Es war die erste der Winternächte gewesen, ein Fest zu Ehren des Endes der Erntezeit, und ganz Istré hatte sich in der Methalle versammelt. Hekla war mies gelaunt gewesen. Dafür hatte sie zwei Gründe gehabt: Erstens hatte der örtliche Häuptling von Istré die Feierlichkeiten trotz des drohenden, mörderischen Nebels fortgesetzt. Und zweitens hatte der Holzkopf ihre Teilnahme an den Kampfspielen des Festes abgelehnt.
Stattdessen hatte Hekla zugesehen, wie Istrés Einheimische durch den Ring stolperten, weil sie wusste, dass sie sie alle mit verbundenen Augen schlagen konnte. Es war in der Tat ein frustrierender Abend gewesen, bis sie ein Ventil für diese Frustration gefunden hatte.
Hekla warf einen Blick über ihre Schulter auf den schlafenden Mann. Eine Reihe glänzender schwarzer Zöpfe zog sich über seine kantigen Wangenknochen und sein Kinn, seine vollen Lippen verbargen sich in einem ordentlich gestutzten Bart. Eine Erinnerung an diese Lippen, die Küsse auf ihr Brustbein drückten, blitzte in ihrem Kopf auf. Mit einem zittrigen Atemzug riss sie sich von ihm los und nahm die Suche nach ihrem fehlenden Arm wieder auf.
Es war leichtsinnig von ihr gewesen, ihn aus den Augen zu verlieren.
Ein scharfes Geräusch zerriss die Luft, und Hekla griff instinktiv nach ihrem Dolch. Es dauerte einen Moment, bis sie erkannte, dass es nur das Schnarchen des Mannes war. Er wälzte sich noch einmal, aber sie spürte, dass er bald erwachen würde.
Wo war ihr gottverdammter Arm? Sie erwog, ohne ihn zu gehen. Sie könnte an Axtauge schreiben. Er sollte die Herstellung eines neuen Arms veranlassen. Der Schmied hatte immer noch ihre Maße.
Hekla konnte ihre Arbeit einarmig fortsetzen, bis ein Ersatz gefunden war.
In diesem Moment fiel ihr ein Schimmer ins Auge – ihr Arm, der unter einem Teppich in der Nähe des Kamins vergraben war. Und damit tauchte eine weitere unangenehme Erinnerung auf. Die goldene Haut des Mannes, der auf diesem Teppich lag und ihre Hüfte umklammerte, während Hekla ihn ritt …
Sie verdrängte den Gedanken und schnappte sich ihre Prothese, bevor sie sich zur Tür bewegte. Mit der Hand am Türschloss konnte Hekla sich einen letzten Blick zum Bett nicht verkneifen. Doch als sie in seine Richtung blickte, flatterten die dunklen Wimpern ihres Begleiters.
Mit schlangenartiger Schnelligkeit raste Hekla durch die Tür. Sie wagte nicht zu atmen, bis sie ihre eigenen Gemächer erreichte.
»Mach auf, Feuerfaust!«, brüllte Hekla und hämmerte mit der linken Faust gegen Gunnars Tür. »Die Besatzung von Kopa ist hier, und wir sollen sie heute Morgen treffen!« Sie hielt inne und wartete auf ein Lebenszeichen in dem Raum dahinter. Wie erwartet hörte sie nur Stille.
Seufzend lehnte Hekla ihre Stirn an die Tür, und Kummer und Sorge mischten sich in ihr. Seit Ilías’ Tod war Gunnar nur noch ein Schatten seiner selbst und zog es vor, in seinen Räumen zu bleiben. Hekla hatte getan, was sie konnte, um ihm in seiner Trauer zu helfen – sie hatte ihm Essen gebracht, ihm Bäder eingelassen und ihn sogar gedrängt, über seinen Kummer zu sprechen. Und während sie sich bisher damit begnügt hatte, Gunnar in Ruhe trauern zu lassen, war es heute anders.
Hekla war in ihre Gemächer zurückgekehrt und hatte einen Zettel unter ihrer Tür gefunden. Es schien, dass Eyvind, der blutige Hakonsson, in Istré angekommen war, um die Arbeit mit dem Nebel zu übernehmen, und er war drei Tage zu früh. Hätte Hekla gewusst, dass sie in aller Herrgottsfrühe erwartet werden würde, hätte sie sich nicht an solchen nächtlichen Aktivitäten beteiligt.
»Komm schon, Gunnar«, flehte Hekla und lehnte ihren Kopf gegen die Tür. »Lass uns zur Tagesmahlzeit hinuntergehen. Triff Hakonsson und seine Männer. Dann kannst du in deine Gemächer zurückkehren.«
Eine Bodendiele ächzte, die Tür sprang auf und gab den Blick auf Gunnars große, breite Gestalt frei, die in eine zerknitterte Tunika gekleidet war. Seine Haut, normalerweise ein leuchtendes, tiefes Braun, war aschfahl. Neue Falten zeichneten sich unter seinen Augen und auf seiner Stirn ab. Er sah, gelinde gesagt, aus, als sei er seit Ilías’ Tod um ein Jahrzehnt gealtert.
Hekla verzog das Gesicht, um ihre Reaktion zu verbergen.
»Lass uns das durchstehen«, sagte Gunnar freundlich, schloss die Tür hinter sich und schob sich an Hekla vorbei.
Mit einem erleichterten Ausatmen lief Hekla hinter ihm her. Sie wünschte, sie könnte das Richtige zu Gunnar sagen – um die fröhliche Feuerfaust zurückzubringen, die gern Witze machte und beim Würfelspiel die Sólas aller einsteckte. Aber seit jenem Tag auf der Straße der Knochen hatte sich alles verändert. An jenem Tag hatten sie Ohnebart verloren, den Wolf und kurz darauf auch Axtauge. Niemals in hundert Jahren hätte Hekla gedacht, dass sie die Blutaxt Bande in Abwesenheit von Axtauge zusammenhalten müsste.
Zum hundertsten Mal dachte sie an den Zettel aus Birkenrinde, der an das Tor von Istré genagelt worden war – mit dem Abbild von Rey und Silla darauf. Slátrari, stand da, unter Reys Gesicht. Hekla hatte es zunächst belächelt. Aber als die Tage ohne Reys Ankunft in Istré länger geworden waren, hatte sie über die Fakten nachgedacht. Auf der Straße der Knochen hatte Rey Silla davor bewahrt, den Grund für die Suche der Klaernar nach ihr preisgeben zu müssen. Für einen Mann, der Ehrlichkeit über alles schätzte, war das damals rätselhaft gewesen. Aber jetzt, wo Hekla darüber nachdachte, würde dieses untypische Verhalten nicht Sinn ergeben, wenn Rey ebenfalls ein Galdra wäre?
Galdra vielleicht, aber der Slátrari? Der Mörder, der durch die Straße der Knochen streifte und Menschen lebendig verbrannte? Das war eine ganz andere Sache. Sie wollte ihm in die Augen sehen und Antworten verlangen. Aber der wissende Ort in Hekla sagte ihr, dass sie auf seinen Charakter vertrauen sollte. Der Rey, den sie kannte, war berechnend. Strategisch. Und obwohl er oberflächlich gesehen schroff und kalt war, wusste Hekla, dass er sich sehr um andere kümmerte. Es war nicht möglich, dass er diese Menschen aus Spaß ermordet hatte; wenn er tatsächlich der Slátrari war, würde es einen guten Grund für die Morde geben.
Sie seufzte. Die Fakten waren, wie sie waren. Hekla hatte die Rolle von Axtauge übernommen, und in den ersten Tagen hatte sie eine Art Erleichterung verspürt. Als Frau in einer Söldnertruppe hätte sie nie gedacht, dass ihr solche Türen offen stehen könnten. Obwohl die Umstände düster waren, war sie begierig darauf gewesen, die Rolle der Anführerin der Blutaxt Bande zu übernehmen.
Bis sich herausstellte, dass der Häuptling von Istré kein Interesse an einer Zusammenarbeit mit ihr hatte. Loftur der Allwissende hatte jeden ihrer Vorschläge abgeschmettert. Tatsächlich duldete der abscheuliche Mann ihre Anwesenheit kaum. Es war eine schockierende Entdeckung für Hekla gewesen, die sich an Reys Rücksichtnahme gewöhnt hatte. Er hatte immer jedem Mitglied der Blutaxt Bande erlaubt, seine Meinung zu äußern.
Jetzt würde Reys Freund aus Kopa mit seinem Gefolge eintreffen, um die Sache in die Hand zu nehmen, und Hekla spürte, wie ihr Eifer zurückkehrte. Vielleicht war dies die nötige Abwechslung, um Istrés hartgesottenen Häuptling davon zu überzeugen, was getan werden musste. Als Hekla und Gunnar die Treppe des Gasthauses hinunterstiegen, fühlte sie sich wie eine müde Kriegerin, die von einem Verbündeten gestärkt wurde, der in letzter Stunde auf das Schlachtfeld stürmte.
Sie gingen durch einen kurzen Korridor in die angrenzende Methalle. Die Hungrige Klinge war zu dieser Stunde ruhig, die Kerzen flackerten träge in den eisernen Kronleuchtern, während das Morgenlicht durch die Fensterscheiben drang. Doch die Überreste der Feierlichkeiten der vergangenen Nacht waren deutlich zu spüren, denn es lag schaler Met und Schweiß in der Luft. Der chaotische Zustand des Raumes passte zu den Gemächern, die Hekla kürzlich verlassen hatte. Sie ging an der zusammengesunkenen Gestalt des Biertrinkers Onund vorbei und zwinkerte der erschöpft wirkenden Schankmagd Halldora zu, die einen Kessel mit Róa durch den Raum schleppte.
Sigrún schien sich aus dem Nichts zu materialisieren und berührte sanft Heklas Ellenbogen. Das Licht fing das vernarbte Fleisch ein, das unter Sigrúns Kragen und an der Seite ihres Schädels hervorkam. Ihr aschblondes Haar fiel auf die andere Seite ihres Kopfes und zeigte die Verbrennungen ohne Scham.
Eine weitere Erinnerung drängte sich auf. Sigrún war in der Nacht zuvor bei ihr gewesen, wenn auch nur kurz. Eine Gruppe von Fremden hatte die Methalle betreten, und Sigrún war in den Schatten verschwunden, um für den Rest der Nacht nicht mehr gesehen zu werden. Nervös war keine ausreichende Beschreibung für Sigrúns Verhalten seit Ilías’ Tod. Die zierliche Kriegerin war so sprunghaft wie ein Eichhörnchen.
»Geht es dir gut?«, fragte Hekla und übersetzte die Worte in Gebärdensprache, während sie sie sprach.
Alles gut, erwiderte Sigrún und starrte mit hartem Blick durch den Raum.
Hekla folgte ihrer Blickrichtung und ließ ihre Augen auf einer Gruppe von Kriegern ruhen, die am anderen Ende eines langen Tisches saßen. Sie hatten die Köpfe gesenkt und unterhielten sich leise, und Hekla spürte einen Moment der Besorgnis. Aber sie schob sie beiseite und erinnerte sich daran, dass diese Männer die Verstärkung waren, die sie dringend brauchten. Mit zurückgezogenen Schultern schritt sie durch den Saal, um sie zu begrüßen.
Eine Stimme erhob sich über die anderen, und Heklas Blut flammte vor Erkennen heiß auf. Loftur, der sogenannte ›Allwissende‹, Dorfvorsteher und offizielle Nervensäge. Groß, mit grauen Strähnen in seinem blonden Bart, schätzte Hekla, dass der Mann schon fast fünfzig Winter erlebt hatte. Loftur saß in seinem hohen Stuhl wie ein König auf seinem Thron.
Heklas Lächeln wurde brüchig, als sie die um Loftur versammelten Krieger betrachtete. Die ganze Zeit hatte sie geglaubt, dass sie nicht zu dem Mann durchdringen konnte, weil sie keine Istré–Einheimische war. Aber als sie ihn beobachtete, wie er freundlich mit den Kriegern aus Kopa sprach, verstand sie plötzlich.
Nicht ein einziges Paar Titten unter ihnen.
Mit einer Gelassenheit, die sie ganz sicher nicht verspürte, schritt Hekla durch die Methalle, Gunnar und Sigrún flankierten sie.
»Ahh.« Lofturs stahlbraune Augen trafen die ihren. »Da kommt die Blutaxt Bande.«
Die Krieger um ihn herum bewegten sich und beobachteten sie schweigend.
Welcher von ihnen war Eyvind Hakonsson, ein treuer Freund von Axtauge und ein dringend benötigter Verbündeter in ihrer Notlage mit Loftur? Hekla wartete darauf, dass einer der Männer aufstand und sich vorstellte. Doch als sie sich nach einer nicht gerade herzlichen Begrüßung wieder ihrem Róa zuwandten, runzelte Hekla die Stirn.
Sie wusste nichts über diesen Eyvind, außer dass er der zweite Erbe des Hauses Hakon war. Zwar kannte jeder Jarl Hakon und seinen Erben Atli Hakonsson, aber Eyvind selbst blieb ein Rätsel. Sie verschränkte die Arme vor der Brust und versuchte, ihre aufsteigende Gereiztheit zu unterdrücken. Aber dann dachte Hekla an Reys Brief – wie er sich für Eyvind als Anführer verbürgt hatte.
Sie öffnete den Mund, um zu fragen, wer von diesen Männern Eyvind war, aber die Türen der Methalle knallten auf. Die Männer an der langen Tafel sprangen auf, und Hekla drehte sich um und sah zwei Männer in die Halle schreiten. Hekla blinzelte die Gestalten im Gegenlicht des intensiven Morgenlichts an und ihr Blick fiel zuerst auf den stämmigen Mann mit dem imposanten Vollbart. Er trug die schönste Rüstung, die Hekla je gesehen hatte, mit dem Drachensymbol des Hauses Hakon darauf. Doch als ihr Blick zu der größeren Gestalt mit dem karmesinroten Umhang hinter ihm huschte, schlug ihr Herz schneller.
Sie kannte diesen Umhang.
»Ah, ihr seid alle da!«
Sie kannte diese Stimme.
Die Gestalten näherten sich, und Hekla spürte eine seltsame Abneigung – als geschehe dies nicht vor ihren Augen.
Doch dann geschah das Unvermeidliche: Ihre Blicke trafen sich. Die haselnussbraunen Augen des Mannes weiteten sich nur ein wenig. Weiche Lippen – die sie zu vergessen versucht hatte – spalteten sich. Er strich mit einer Hand über die verschlungenen Kriegerzöpfe, die an den Seiten seines Schädels geflochten waren – Zöpfe, die Hekla in der Nacht zuvor gestreichelt hatte.
Ihr Liebhaber erholte sich, bevor sie es tat. »Sehr erfreut.« Er streckte eine große Hand aus. »Ich bin Eyvind Hakonsson.«
Kapitel 2
DIE NACHT DAVOR
Die Sonne kroch dem Horizont entgegen, der moschusartige und doch süße Duft der Ernte hing in der Luft. Der Geruch weckte tausend Erinnerungen in Hekla: die tiefe Stimme ihres Vaters, die Geschichten ihrer Großmutter, die mit ihren krummen Fingern den Spinnrocken bearbeitete. Heklas Familienhof in Midfjord lag viel weiter südlich, die Luft war weniger frisch als hier in Istré. Aber der Geruch der Ernte war genau derselbe.
Die geplagten Bauern von Istré würden diese Woche die Gerste ernten, bevor sie sich auf einen ungewissen Winter einstellten. Doch heute Abend hatten sie sich auf Wunsch ihres Häuptlings mit den anderen Bürgern auf dem Dorfplatz versammelt.
Die Arme über der Brust verschränkt, beobachtete Hekla die Feier der Winternacht. Das Podium mit den drei V–förmigen Säulen in ihrem Rücken wurde normalerweise für die Hinrichtungen der Klaernar verwendet. Doch jetzt befand sich dort eine Gruppe ergrauter Krieger, die auf ihren Trommeln einen rhythmischen Takt schlugen. Der gesamte Platz, einschließlich der Haselnussstangen, die die Grenzen des Kampfrings markierten, war mit Lichtern beleuchtet. Die Händler hatten ihre Stände aufgebaut, und der Duft von Fladenbrot und gebratenem Huhn lag in der Luft. Bierkrüge wurden herumgereicht, und die Menge war in guter Stimmung.
Heklas Kopf war bereits benebelt von dem Bier, das sie aus Frust in der Methalle der Hungrigen Klinge getrunken hatte. Diese Feier war ein Fehler, aber Loftur ›der Unweise‹ – wie sie ihn zu nennen pflegte – weigerte sich, auf ihre Warnungen zu hören. Es war schon schlimm genug, dass der Mann jeden ihrer Versuche, den tödlichen Nebel am Stadtrand von Istré zu untersuchen, blockierte. Aber diesen Leuten beim Feiern der Winternächte zuzusehen, während eine solche Gefahr in der Nähe lauerte, gefiel ihr nicht.
Heute Nacht war von dem Nebel nichts zu sehen gewesen, aber Hekla warf einen Blick auf Istrés Umfassungsmauern, und ihre Nerven lagen blank. Sie hätte einen klaren Kopf bewahren sollen, doch wochenlang hatte der Frust in ihr geschäumt. Und Halldora, die Schankmagd in der Hungrigen Klinge, war keine Hilfe gewesen.
»Du hast dir etwas Spaß verdient«, sagte sie mit einem Augenzwinkern und drückte Hekla ein Horn nach dem anderen mit Bier in die Hand. Hekla vermutete, dass das Bier ein Zeichen der Dankbarkeit von Halldora war. Bei ihrer Ankunft in Istré waren Hekla sofort die verräterischen blauen Flecken auf Halldoras Wange aufgefallen. Als es ihr endlich gelungen war, die Schankmagd unter vier Augen zu erwischen, hatte Hekla ihr einen Beutel mit Münzen gereicht.
»Vergrabe ihn an einem sicheren Ort. Und wenn die Zeit reif ist, ihn zu verlassen, hast du die Wahl.«
Halldoras dunkle Augen hatten sich bei dieser Geste mit Tränen gefüllt, und Hekla war nicht in der Lage gewesen, zu verraten, dass es das war, was sie sich einst von jemandem für sie gewünscht hatte. Es war mehr als Münzen. Es war mehr als eine Flucht. Es war eine Anerkennung. Ich sehe dich, sagte die Tasche. Ich verstehe dich. Hekla wünschte sich, sie könnte mehr tun – sie wünschte sich, sie könnte in diesem Königreich wirklich etwas verändern, um das Leben der Frauen zu verbessern.
Für den Moment musste sie sich damit begnügen, die Kämpfe auf dem Marktplatz von Istré zu beobachten, und bei allen Göttern, es war schwer, ihnen zuzusehen. Alf der Schlanke erlag dem schieren Körperumfang von Onund Biertrinker, und er dem schraubstockartigen Griff von Istrés Schmied. Ihre Kämpfe waren chaotisch und unkoordiniert, und jede Fähigkeit, die sie besaßen, wurde durch die riesigen Mengen an Bier, die sie getrunken hatten, zunichtegemacht. Es juckte Hekla in den Gliedern, in den Ring zu springen, um ihnen zu zeigen, wie ein wahrer Krieger kämpfte. Und vielleicht wollte sie aus Eigennutz Loftur von seinen vorgefassten Meinungen über Frauen im Kampfring abbringen. Aber Hekla hielt sich zurück. Wenn sie Lofturs Befehle verriet, würde sie nicht die Gunst des Mannes gewinnen. Und so griff sie nach einem weiteren Horn Ale und trank es schnell aus.
Der Schmied schlenderte aus der Manege und kippte einen Spritzer seines Getränks in die Flammen des Kohlenbeckens. Viele der Einheimischen hatten ähnliche Opfer dargebracht – Hühner– und Rindfleischstücke, grob geschnitzte Waffen und Bier. Die Erinnerung sagte Hekla, dass solche Opfergaben auf die Vorlieben des alten Gottes Sunnvald zugeschnitten waren, und so suchte sie die Menge nach tätowierten Gesichtern ab. Sollten die Königskrallen eine solch unverhohlene Hingabe an die alten Götter sehen, so vermutete Hekla, dass der monströse Nebel Istrés geringste Sorge sein würde.
Eine neue Schlägerei war im Gange, der Schmied gegen …
… einen Fremden.
Verärgerung machte sich in Hekla breit. Um an dem Turnier teilzunehmen, brauchte man Lofturs Zustimmung. Wie hatte dieser Neuling Zugang zu den Spielen erhalten, während sie, die seit Wochen versuchte, das Vertrauen des Blockwarts zu gewinnen, abgewiesen worden war?
Hekla biss die Zähne zusammen und musterte den Fremden. Das Licht der Feuerstelle beleuchtete den pompösen, roten Mantel und die markanten, olivgrünen Wangenknochen des Mannes. Manche Frauen würden bei so einem hübschen Gesicht in Ohnmacht fallen, aber Hekla mochte ein wenig Härte bei ihren Männern. Als der Fremde den Kampfring betrat, konnte sie zu ihrer Überraschung feststellen, dass jeder Schritt von Kraft durchdrungen war.
Als die Schlägerei begann, merkte Hekla sofort, dass der geheimnisvolle Krieger sich zurückhielt. Er ließ zu, dass der Schmied ihn zu Boden riss. Der Fremde steckte ein paar Schläge ein, bevor er den Schmied auf den Bauch rollte und ihm einen Arm um den Hals schlang. Der Schmied schlug auf den Boden und überließ dem Fremden den Sieg, und die Menge brüllte. Das war genau der Moment, in dem das Bier aus dem Becher ihrer Nachbarin in den Kragen von Heklas Lébrynja–Jacke schwappte.
Sie hatte offiziell genug gesehen.
Mit finsterer Miene zog sich Hekla von den Feierlichkeiten zurück, und der Jubel der Menge verfolgte sie durch die dunklen Straßen von Istré.
Die Nacht war klar und dunkel, die Sterne funkelten am Himmel, als Hekla sich am Flussufer eine Decke über den Kopf legte. Der Fluss schlängelte sich durch vergitterte Durchlässe unter Istrés Verteidigungsmauern mitten durch die Stadt. Diese besondere Flussbiegung wurde von den Einheimischen gern zum Baden genutzt, aber da alle Bürger auf dem Platz versammelt waren, hatte Hekla ihn ganz für sich allein.
Einen Moment lang saß sie einfach auf der Decke und ließ die Stille der Nacht auf sich wirken. Doch bald schlichen die Gedanken wie Wölfe aus der Dunkelheit. Warum blockierte Loftur jeden ihrer Schritte? Wie konnte sie ihn überzeugen, mit ihr zu arbeiten, anstatt gegen sie? War es nur, weil sie eine Frau war, oder steckte mehr dahinter?
Ihre Fragen schlugen in Verärgerung um, und Hekla begann in ihrem Kopf mit dem Häuptling zu streiten und versuchte, ihm die Logik in seinen Dickschädel zu zwingen. Wie konnte er erwarten, dass die Blutaxt Bande den tödlichen Nebel besiegen würde, ohne dass sie den Wald betreten durfte, und warum veranstaltete er diese höllischen Feste trotz der allgegenwärtigen Gefahr? Aber selbst in ihrem Kopf war Loftur so unbeweglich wie ein Berg; egal, was sie sagte oder tat, Hekla schien nicht zu ihm durchzudringen. Die Weigerung des Mannes, zuzuhören, war zum Verrücktwerden!
Das verschüttete Bier an ihrem Hals war plötzlich unerträglich. Hekla schoss auf die Beine und riss sich die Lébrynja-Jacke vom Leib. Nachdem sie sie ans Flussufer geworfen hatte, zog sie ihre Untertunika aus.
Ein Zweig knackte hinter ihr.
Jahrelanges Training hatte sie dazu gebracht, ihre Klinge zu ziehen, ohne auch nur einen Herzschlag lang zu zögern. Hekla blieb totenstill, die Augen suchten das schattige Gebüsch nach einem Anzeichen von Bewegung ab. Und nach einem Moment war er da.
Da war er.
Der rote Mantel des Fremden wehte hinter ihm her, als er aus dem Gebüsch auf das Flussufer zuschlenderte.
»Dieses Ufer ist besetzt«, sagte Hekla und richtete die Spitze ihres Schwertes auf ihn. »Such dir ein anderes, Krieger.«
Emotionen spielten über sein Gesicht – Schock, dann Belustigung, bevor er einen Blick der hochmütigen Empörung aufsetzte.
»Ich denke nicht«, sagte er und schlenderte völlig unbeeindruckt an ihrer Schwertspitze vorbei.
Die Missachtung von Loftur über eine Woche hinweg holte Hekla schnell ein. Es war ein Mann zu viel, der sie beiseiteschob, obwohl sie ihn wie einen Fisch ausnehmen konnte. Mit einem Knurren stürzte sich Hekla auf den Mann. Sie packte ihn an der Schulter und wirbelte ihn herum. Ihre Schwertspitze dellte nun die zarte Haut seiner Kehle.
»Ich sagte, such dir ein anderes Flussufer.«
»Und ich«, sagte der Mann, »lehnte ab.«
Sie sah sein Zeichen – das Aufflackern seiner Pupillen –, aber seine Geschwindigkeit überraschte sie. Als ihr Schwert zur Seite geschleudert wurde, wusste Hekla, dass sie recht hatte. Der Mann hatte sich im Kampfring von Istré zurückgehalten. Aber ihr Gegner wusste nicht, dass Hekla ihre eigenen Überraschungen hatte. Sie duckte sich und drückte ihre Schulter in seinen Unterleib. Sein leises »Oooh« erfüllte sie mit Genugtuung, als der Schwung die beiden zurück zu einem stacheligen Weidenbusch trug.
Irgendwie lenkte der Krieger ihren Kurs ab und brachte sie stattdessen auf das weiche Flussufer. Mit einer schwindelerregenden Bewegung drehte er sich, bis Hekla mit dem Rücken auf dem Sand aufschlug.
»Und ich dachte schon, Istré wäre langweilig«, murmelte der Krieger, während er sich auf ihre Hüfte stützte. »Die erste Nacht und schon habe ich eine Füchsin unter mir.«
»Ich bin keine Füchsin, du schreiender Arsch«, spuckte sie. »Das solltest du besser lernen.«
Hekla ließ ihren Kopf nach vorn krachen. Der Krieger taumelte rechtzeitig zurück, um eine gebrochene Nase zu vermeiden, aber seine Ablenkung reichte Hekla, um sich zur Seite zu reißen und herumzurollen, bis der Mann unter ihr feststeckte.
Das Mondlicht glitt über seine gebräunte Haut, und Hekla konnte endlich einen Blick in die Augen des Mannes werfen.
»Haselnussbraun«, murmelte sie. »Natürlich.«
Der Mann war wirklich obszön gut aussehend. Wangenknochen, die Glas schneiden konnten. Glänzendes, schwarzes Haar, das zu komplizierten Zöpfen geflochten war, dass es ihr schon beim Gedanken daran wehtat. Und diese Augen, die auf … Sie blickte nach unten und versuchte, zu begreifen, was er ansah. Ihre Untertunika hing tief, sodass er direkt in sie hineinsehen konnte.
»Wenn du mich ablenken wolltest, dann betrachte mich als abgelenkt«, sagte er und starrte unverhohlen auf ihre Brüste. Der lästige Mann lag einfach da und machte keine Anstalten, sie von seinem Körper zu entfernen.
»Nimm dich in Acht, Krieger«, knurrte sie. »Ich habe Wut zu verschenken und habe mir ein Ziel gesucht.«
Die haselnussbraunen Augen sahen sie an und verengten sich dann. »Warum hast du nicht an den Spielen teilgenommen? Du bist eine mehr als angemessene Gegnerin.« Sein Blick wanderte wieder nach unten. »Soweit ich das sehen kann.«
Verärgert stieß sich Hekla von ihm ab und riss ihre Untertunika hoch.
»Kämpfe mit mir«, sagte der Krieger und sprang auf.
Sie musterte ihn, ihre linke Hand brannte darauf, auf sein hübsches Gesicht einzuschlagen.
Aber jetzt wusste sie, dass er ein würdiger Gegner war. Hekla dachte an Axtauge – wie sehr sie ihre morgendlichen Trainingseinheiten vermisste.
Sie musterte den Krieger. Zweifellos war er einer der attraktivsten Männer, die sie je gesehen hatte, eine Tatsache, die Heklas Unbehagen weckte. Auch ihr Ehemann war gut aussehend gewesen, aber das hatte nur dazu gedient, seine Abscheulichkeit zu verbergen. Hekla zwang ihren Blick über seine Schulter.
»Was hast du davon?«
»Ich kann gegen einen echten Gegner kämpfen.«
»Hmm. Es macht nicht viel Spaß, sich gegen die Bürger von Istré zu wehren, oder?«
Die Augen des Mannes hellten sich auf. »Die Tatsache, dass du ein scharfes Auge hast, um das zu bemerken, sagt mir, dass du eine würdige Gegnerin sein wirst.« Er griff nach der Schnalle seines Kampfgürtels. Sie fiel mit einem dumpfen Schlag zu Boden, den Hekla in ihrer Magengrube spürte.
