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Das Lese- und Bildbuch zur Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024 in 60 Beiträgen von Anarchie bis Ziehharmonika
Mit seiner natürlichen Kompaktheit, geprägt von Bergen, Seen und Flüssen, die gleichzeitig trennen und verbinden, steht das Salzkammergut exemplarisch für viele andere Weltregionen und dafür, wie wir den zunehmenden politischen, kulturellen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen Europas und der Welt begegnen können.
In 60 Kurzessays, literarischen Texten, Comics und künstlerischen Positionen erzählen renommierte Stimmen aus Literatur, Wissenschaft und Kunst über die Region, ihre Natur, Kultur, Geschichte und ihre Menschen. Informativ, aufklärerisch, schwärmerisch, kritisch oder humorvoll geben sie einen tiefen Einblick in das Salzkammergut.
Mit Beiträgen von Bettina Balàka, Markus Binder, Isolde Charim, Conchita Wurst, Mareike Fallwickl, René Freund, Barbara Frischmuth, Hubert von Goisern, Andrea Grill, Rudolf Habringer, Gerhard Haderer, Angelika Hager, Bodo Hell, Johannes Jetschgo, Franz Kain, Günter Kaindlstorfer, Edith Kneifl, Julia Kospach, Sarah Kuratle, Nicolas Mahler, Stephen M. Mautner, Eva Menasse, Nick Oberthaler, Walter Pilar, Helga Rabl-Stadler, Hans Reschreiter, Andrea Roedig, Franz Schuh, Elfie Semotan, Magdalena Stammler, Liv Strömquist, Anton Thuswaldner, Bernadette Wegenstein u. a.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Veröffentlichungsjahr: 2024
Einleitung
ANARCHISCHER GEIST
ATTERSEE
DER BERG SPRICHT
BERNHARD, THOMAS
Impressum
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Title
Table of Contents
Einleitung
ANARCHISCHER GEIST
René Freund
ATTERSEE
Gerhard Haderer
DER BERG SPRICHT
Hans Reschreiter und Kerstin Kowarik
BERNHARD, THOMAS
Rudolf Habringer
BRAUCHTUM
CUM GRANO SALIS
Julia Kospach
DACHSTEIN
Bodo Hell
DIRNDL
Julia Kospach
DREIUNDZWANZIG FÜR VIERUNDZWANZIG
Elfie Semotan
DIE EHRENWERTEN
Albert Lichtblau und Michael John
ENGE
Walter Pilar
DER ENTHUSIAST
Günter Kaindlstorfer
ES WAR EINMAL UND SOLLTE WIEDER SEIN
Johannes Jetschgo
EX LIBRIS
FEMINISTISCHE GSTANZLN
Markus Binder
FEST IM SATTEL
Mareike Fallwickl
FILMWELTEN
Bernadette Wegenstein
FRAUENALLTAG IM SALZGEBIRG
Andrea Grill
GEHEIMSACHE
Julia Kospach / Michael Kurz
GENIALES VERSTECK
Anton Thuswaldner
GLAMOUR
Tom Neuwirth
HABSBURG FOREVER
Eva Menasse
HANDWERK
Barbara Kern
HIMMEL UND HÖLLE
Otmar Lahodynsky
JA, BITTE
Julia Kospach
JODELN
Hubert von Goisern
DES KAISERS GELD
Michael Kurz
KERAMIK
Alfred Weidinger
KITSCH & KLISCHEE
Angelika Hager
KOEXISTENZEN
Andrea Grill
KREISLAUFWIRTSCHAFT
Wolfgang Schlag
EINE LEDERHOSE IST EINE LEDERHOSE
Isolde Charim
LEERSTAND & VERSIEGELUNG
Johannes Wesemann
MA, IST DAS SCHÖN!
Einsichten von Julia Kospach
NARZISSE
Barbara Frischmuth
NEIN, DANKE
Magdalena Stammler
NEXT GENERATION YOU
Florian Reischauer
OVERTOURISM
Tex Rubinowitz
PARALLELWELTEN
Anton Thuswaldner
QUEER
Andrea Roedig
DIE RÜCKKEHR
Stephen M. Mautner
SALZBURG-CONNECTION
Helga Rabl-Stadler
SCHNEE
Sarah Kuratle
SCHNÜRLREGEN, ADÉ
Edith Kneifl
SEE
Sarah Kuratle
SEHNSUCHT
Ulrike Anton
SISI 1 ROMYFIZIERUNG EINER KAISERIN
Franz Schuh
SISI 2 IM SPIEGELSAAL
Liv Strömquist
TRADITION
TRAUNSEHER
Walter Pilar
ÜBERLEBEN
Günter Kaindlstorfer
VEREINSKULTUR
VERGESSENER SALON
Marie-Theres Arnbom
EINE VOGELGESCHICHTE
Franz Kain
VON EINEM, DER AUSZOG, UM WIEDERZUKEHREN
Hubert von Goisern
WALD
Bodo Hell
WARTEN AUF FRAU WOLF
René Freund
WIDERSTAND
Bettina Balàka
ZAUNER
Nicolas Mahler
ZIEHHARMONIKA
Nick Oberthaler
Appendix
Glossar
Register
Vitae
Das Salzkammergut – so schön, so widersprüchlich, so eigensinnig. Und nun Kulturhauptstadt Europas. Zum ersten Mal findet damit 2024 eine Kulturhauptstadt Europas im alpin-ländlichen Raum statt; in einem Zusammenschluss von 23 Gemeinden des österreichischen Salzkammerguts, die sich programmatisch ihrer Geschichte stellen, das Heute abschreiten und das Morgen andenken.
Historisch gesehen hat Salz, das „weiße Gold“, lange den Natur- und Wirtschaftsraum, die Gesellschaft, die Kultur und die Menschen des Salzkammerguts geprägt. Der Salzhandel hat die Region ernährt, bereichert und mit der Welt vernetzt. Er hat auch Vermögende und Mächtige ins Land gezogen, die ihre Spuren hinterlassen haben. Durch den Wiener Hof und sein Gefolge avancierte das Salzkammergut zum Synonym für Sommerfrische. Mit dem Einzug der Städter*innen und ihrer Kultur wurde es zum begehrten Sehnsuchtsort.
Mit seiner natürlichen Kompaktheit, abgeschirmt durch Berge, Seen und Flüsse, die gleichzeitig trennen und verbinden, steht das Salzkammergut auch exemplarisch für viele andere Weltregionen. Das global zu beobachtende Gefälle von industrialisiertem Norden zu touristisch wie agrarwirtschaftlich genutztem Süden ist hier auf kleinem Raum verdichtet und dient gleichermaßen als Paradebeispiel wie auch als Labor, um die zunehmenden politischen, kulturellen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen Europas und der Welt zu reflektieren.
Eine so geschichtsträchtige Region mit ihrer Natur, ihrer Kulturgeschichte und ihren Menschen in ihrer ganzen Vielschichtigkeit abzubilden, ist ein Unterfangen, das nie Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann. Dieses Lese- und Bildbuch hat es sich daher vielmehr zum Ziel gesetzt, in Essays und Fotografien, Gedichten und Zeichnungen, Comics und Malereien, literarischen Erzählungen und Lebensberichten, Gesprächen und Bildwerken, Fundstücken und Entdeckungen, Zukunftsweisendem und Geschichtlichem das Salzkammergut aufs Neue zu vermessen – informativ, aufklärerisch, schwärmerisch, kritisch, überraschend, humorvoll. In der Zusammenschau entsteht eine große kaleidoskopische Erzählung über das Salzkammergut, die der Seele dieses lebendigen, ruralen Raums nachforscht. Beleuchtet werden dabei sowohl die strahlende Pracht der Gegend wie auch ihre dunklen Winkel. Die Beiträge dieses Buchs gehen für sich jeweils ins Detail, in der Gesamtschau aber lesen sie sich wie eine pointillistische Malerei: Im Idealfall eröffnet sich so ein Blick auf das Salzkammergut, der – befreit von Postkartenidyllen und hartnäckigen Klischees, die ihn so häufig überfrachten – überraschend frisch und anders ist. Es wird erkennbar, wie das Kleine, nämlich 23 sehr unterschiedliche Kulturhauptstadtgemeinden, auf das Große wirkt, und zwar auf die am Salzkammergut teilhabenden drei Bundesländer Oberösterreich, Steiermark und Salzburg, wie auch auf Österreich und über seine Grenzen hinaus.
Die Kapitelthemen dieses Lese- und Bildbuchs sind wie lexikalische Einträge alphabetisch von A bis Z geordnet. Sie dienen als Stichworte zum Salzkammergut, die Alltägliches reflektieren, Historisches beleuchten und Hintergründiges vordergründig machen möchten – von Anarchie bis Enge, von Dirndl bis Lederhose, von See bis Schnee, von Habsburg bis Overtourism und von queerem Fasching bis zur Ziehharmonika. Sie spüren dem Atem des Salzkammerguts nach und erlauben, es aus der Nähe zu belauschen, um es dann wieder distanziert aus der Vogelperspektive zu betrachten. Die Beiträge dieses Buchs stammen von Menschen, die ein Naheverhältnis zur Region haben, von ihr geprägt wurden oder hier aufgewachsen sind. Aber auch von solchen, die von außen auf sie blicken und sie mit anderem vergleichen. Und schließlich sind da auch jene, die überhaupt erst durch die Kulturhauptstadt in einen Austausch mit dem Salzkammergut kamen oder sich in ihren künstlerischen Arbeiten mit Werkstoffen und Themen befassen, die auch für diese Gegend eine Rolle spielen. Die Bilder, mit denen wir die Textbeiträge kombiniert haben, sind dabei nur selten direkte Illustration des Erzählten. Stattdessen stehen sie als eigenständige handwerklich-künstlerische Positionen für sich, wobei sie die Texte mal ergänzen, mal ironisieren, mal kontrastieren, mal erweitern, mal einfach nur lose mit ihnen assoziiert sind. Sie erzählen ihre eigenen Bilder-Geschichten über das Salzkammergut und die weit gefächerten, nationalen und internationalen Künstlerwelten, die im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres hier zusammenfinden.
Himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt, ist dieses Buch zum Schmunzeln, zum Staunen, zum Schämen, zum Schwärmen, zum Lachen, zum Weinen – eine kritisch differenzierte Liebeserklärung an das Salzkammergut, seine Bewohner* innen und seine Gäste.■
Julia Kospach Elisabeth Schweeger
René Freund
Betrachtungen über die wilden Blüten, die Eigensinn, Widerstandslust und Brauchtum im Salzkammergut treiben
In allen Orten des Salzkammerguts werden am 30. April die Maibäume aufgestellt. Einem alten Brauchtum zufolge müssen die Bäume bis zum Morgen des ersten Mai bewacht werden. Nicht nur die Hexen der Walpurgisnacht könnten ihnen Schaden zufügen, auch schneidige Burschen aus einem anderen Dorf könnten den Baum entwenden, was natürlich als große Schmach für die Bestohlenen gilt.
Das Maibaumstehlen findet außerhalb des gesetzlichen Rahmens statt, ist also per se schon anarchisch. Tollkühn wurde diese Anarchie, als ein eingeschworener Trupp aus einem kleinen Ort im Salzkammergut auf die Idee kam, den Linzer Maibaum zu stehlen. Die jungen Männer setzten sich in einen Sattelschlepper, fuhren mit großer Selbstverständlichkeit zum Linzer Hauptplatz, kappten den unbewachten Baum, verluden ihn und nahmen ihn mit. Der Legende nach soll der Linzer Bürgermeister anderntags getobt haben. Ein paar Kisten Bier zum Auslösen des Baums musste er dennoch zahlen.
Protestplakat zur Verteidigung des lokal tief verwurzelten Vogelfangs, Bad Goisern 2005
Wir wechseln die Jahreszeit, wir bleiben beim anarchischen Geist. Es geschah im Advent. Die Bewohnerinnen und Bewohner eines Ortes am Traunsee staunten ganz ordentlich, als sie eines Morgens Weihnachtsmänner vorfanden, die an Straßenlaternen baumelten. Es handelte sich um diese fassadenerklimmenden, beleuchteten Weihnachtsmänner, die man im Baumarkt erwerben kann und mit denen geschmacksbefreite Menschen in der Adventzeit ihre Häuser dekorieren. Aus Protest gegen die Hässlichkeit, vielleicht auch gegen den Imperialismus des US-Weihnachtsmanns, hatten lokale Geschmacksexperten die Figuren entführt und im öffentlichen Raum hingerichtet. Hohoho, das war kein schöner Anblick! Die Weihnachtsmänner an den Hausfassaden sind es allerdings auch nicht.
Natürlich gilt es zwischen politischem Anarchismus und persönlicher Anarchie zu unterscheiden. Der anarchische Geist des Salzkammerguts gehört ganz klar zur zweiten Kategorie, stellt gern den privaten Protest in den Mittelpunkt und tut das häufig auf originelle Art und Weise. Allerdings muss man sich auch immer ein bisschen in Acht nehmen, denn die Grenzen zwischen anarchischer Intervention und Selbstjustiz sind hier ziemlich fließend.
Es geht dabei auch nicht immer ganz gewaltfrei zu. Ich kenne die Geschichte eines Bauern, der ein Stück Grund an eine Supermarktkette verkaufen wollte. Als sich das herumsprach, fanden sich Leute zusammen, die dem Bauern kurzerhand einen Sack überstülpten und ihn so lange traktierten, bis er von seinem Vorhaben abließ. Ein Forstmeister wiederum, der die Einhaltung der geltenden Jagdregeln einforderte, fand seinen Gartenzaun eines Morgens dekoriert vor: Man hatte ihm abgetrennte Hirschköpfe auf die Latten gespießt.
Diese – euphemistisch ausgedrückt – vorherrschende Direktheit bei der Kommunikation im Salzkammergut war für mich in den ersten Jahren ein wenig irritierend. Mittlerweile habe ich ihren großen Vorteil zu schätzen gelernt: Ich kann nämlich selbst auch direkt sein. Ich musste mich erst daran gewöhnen, nicht wienerisch herumzulavieren, genauso, wie ich mich erst an die schockierende Unverblümtheit gewöhnen musste, mit der mich etwa ein hiesiger Veranstalter nach einer meiner Lesungen wissen ließ, dass die Performance diesmal „ein Schas“ gewesen sei. Beleidigt ist nicht so schnell jemand in diesem Landstrich, im Gegenteil, es gehört durchaus zum guten Ton, ein wenig dissonant zu sein.
Die gewisse genussvoll-trotzig praktizierte Gesetzlosigkeit gehört im Salzkammergut zur Normalität. Ich habe oft den Eindruck, dass alle tun, was sie wollen. Auch das ist eine Form von Anarchie: Rasenmähen am Sonntag, das macht man einfach, wenn einem gerade danach ist. Auch rattert und schreit im Salzkammergut immer irgendwo eine Motorsäge, egal, zu welcher Tages- und Nachtzeit, egal, ob Feiertag oder Wochenende. Auch der Mopedfahrer, der es mir jeden Tag erspart, den Wecker zu stellen, weil er um 6:30 Uhr mit seinem selbst getunten Gerät tosend an meinem Haus vorbeirast, wäre in Wien binnen zehn Minuten aus dem Verkehr gezogen. Eine engagierte Nachbarin, die bei einer Bürgermeister- Diskussion einst Tempo 30 im Grünauer Ortskern gefordert hatte, wäre fast geendet wie die Weihnachtsmänner am Beginn dieser Geschichte. Tempo 30, das geht in Paris, aber sicher nicht bei uns! In Bad Ischl wiederum geht das schon! Der Geist des lokalen Eigensinns ist eben unergründlich.
Im gesetzlichen Graubereich befinden sich auch Brauchtumsveranstaltungen wie der Krampustag. Da werden Kinder noch geschlagen, was ja eigentlich – wie sich mittlerweile partiell herumgesprochen hat – verboten ist. Der Krampus, zwischen mythologischer Anarchie und schwarzer Pädagogik beheimatet, übte auf meine Kinder jahrelang eine große Faszination aus. Einerseits fürchteten sie sich vor den unheimlichen Gesellen, die mit ihren Ruten durchaus herzhaft zuschlagen konnten. Andererseits suchten sie die Mutprobe, am 5. Dezember in den Ort zu gehen, die „Kramperln“ aus der Ferne mit Spottversen zu bedenken – und dann sehr schnell wegzurennen.
Ihren Höhepunkt findet die institutionalisierte Anarchie, logischerweise eine contradictio in adjecto, im Fasching: Vor allem Männer im mittleren Alter bekommen schon vor Weihnachten glasige Augen vor lustvoller Vorfreude, wenn sie an den kommenden Fasching denken. Da dürfen sie für drei Tage so sein, wie zu sein sie es üblicherweise unschicklich finden: laut und unerzogen. Da dürfen sie für drei Tage das sein, was zu sein sie sonst am Stammtisch kritisieren: ein Prinz aus Arabien, einer aus dem fahrenden Volk oder am Ende gar eine Transgender-Person.
Im Fasching sieht man hochseriöse Männer, die plötzlich mit langen blonden Perücken in Frauenkleidern herumwanken, in der rechten Hand eine Zigarette, in der linken eine Flasche Bier, oder im normalen Leben als „anständig“ zu bezeichnende Frauen, die alle Formen ansonsten männlich konnotierter Promiskuität ausleben. Das anarchisch Bedrohliche des Ebenseer Fetzenmontags wusste auch die US-Army nicht einzuschätzen, weshalb man dem bedrohlich wirkenden Treiben im Fasching 1946 eine schwer bewaffnete Einheit gegenüberstellte.
Meist findet der Fasching jedoch auf der bier- und schnapsseligen Seite jener nicht immer ganz klar umrissenen Linie statt, die zwischen Emotion und Sentimentalität verläuft: trüber Gefühlsdusel statt Klarheit des Herzens. Alkohol statt Anarchie.
Manchmal gibt man sich im Salzkammergut aber auch sehr regelbewusst. Ein Schild an einer Straßenabzweigung im hinteren Almtal amüsiert mich immer wieder. Ab hier gibt es nichts mehr als Tiere, Berge, Seen, Wälder und Bäche. Das Schild gemahnt, durchaus höflich, aber in großen Buchstaben: „Wir bitten um Ruhe und Ordnung!“ Anarchie, ja – aber keinesfalls in unserer schönen Natur! ■
► Brauchtum 26
Queer 182
Vereinskultur 234
Elne Vogelgeschichte 240
Gerhard Haderer
Zeichnerischer Spott über einen Prachtsee, der sich seiner Nähe zu Klimt, Mahler & Co rühmt und zu dessen Ufern es kaum mehr öffentliche Zugänge gibt. ■
Die Susi isst die Suppe nicht.
Die Suppe ist ihr zu süß.
Dann soll die Susi die Soße essen.
Die Soße ist ihr zu sauer.
Oder zu kalt.
Was ist der Susi zu kalt?
Die Soße.
Dann soll sie sie in die Sonne stellen.
Oberösterreicher.
Genau.
► Brauchtum 26
Salzburg-Connection 192
Vereinskultur 234
Hans Reschreiter und Kerstin Kowarik
Was die Geschichte des Hallstätter Salzbergbaus über 7000 Jahre Menschheitsgeschichte erzählt und wie Handel und Migration seit jeher Motor der Zivilisation sind.
Der Hallstätter Salzberg spricht – und erzählt seine einzigartigen Geschichten. Er spricht über seine Entstehung aus dem Meer vor über 250 Millionen Jahren, und er spricht über die letzten Jahrtausende. Es ist recht einfach, dem Salzberg zuzuhören, denn es gibt nichts, was einen stören würde. Hundert Meter unter der Oberfläche herrscht fast absolute Stille. Nur an manchen Stellen surren große Ventilatoren, um Frischluft durch den Berg zu leiten. Sonst ist es still, ungewohnt still. Neben der Stille fördern auch das Fehlen von Mobilfunk- und Internetempfang die Konzentration auf den Berg und seine Erzählungen.
Und dann ist da noch die allumfassende Dunkelheit. Nur dort, wo der Lichtkegel der Stirnlampe hingelenkt wird, ist es hell. Auch im Augenwinkel gibt es keinerlei Ablenkungen. Der Fokus liegt im Zentrum des eigenen Lichtkegels. Unter diesen ganz besonderen Bedingungen kann man dem Berg ganz genau zuhören und lauschen, was er zu erzählen weiß über die Bergleute, die hier in den letzten Jahrtausenden gearbeitet haben.
Seit über 60 Jahren gehen Archäologinnen und Archäologen vom Naturhistorischen Museum in Wien gemeinsam mit Bergleuten der Salinen Austria AG ins Hallstätter Salzbergwerk. Sie horchen nicht in einen gewöhnlichen Berg hinein. Sie erforschen den ältesten Salzbergbau der Welt. Seit 7000 Jahren wird hier Salz abgebaut – bis heute. Der Hallstätter Salzberg mit seiner einzigartigen Salzproduktion stellt das Zentrum der ältesten Industrie- und Kulturlandschaft der Welt dar, in der immer noch produziert wird – dem Salzkammergut.
Der Berg gibt seine Geschichten in ungeheurer Detailgenauigkeit preis. Durch die konservierende Wirkung des Salzes ist alles, was Bergleute vor Jahrtausenden im Zuge ihrer Arbeit in den Stollen und riesigen Abbaukammern zurückgelassen haben, bis heute perfekt erhalten geblieben. Der Salzberg ist wie eine Zeitkapsel, in der die Zeit stillsteht. Es ist ein ganz besonderes Gefühl, inmitten eines solchen Orts zu stehen und die völlig unveränderten Spuren der Jahrtausende rund um sich wahrzunehmen. Vergleichbare Salzbergwerke gibt es weltweit nur noch am Dürrnberg bei Hallein, in Chehrabad im Nordwestiran und in Duzdaği in Aserbaidschan.
3000 Jahre alte Holzstiege im Hallstätter Salzberg. Konstruktion und Erhaltungszustand sind weltweit einzigartig.
Abertausende von Werkzeugen, Geräten und Verbrauchsmaterialien, die im Salzberg erhalten geblieben sind, lassen die Welt der Bergleute der Bronze- und der Hallstattzeit wieder auferstehen. Die Arbeits- und Lebenswelten, die hier rekonstruiert werden können, überraschen immer wieder. Vor 3000 Jahren waren die Bergleute perfekt organisiert, errichteten ihre Infrastruktur vorausschauend für kommende Generationen und verwendeten hochwertig produzierte Sonderanfertigungen. So kamen hier im bronzezeitlichen Bergbau ausgeklügelte Treppenkonstruktionen und Transportsäcke zum Einsatz, die weltweit von keinem anderen Platz bekannt sind. Schon vor über 3000 Jahren erreichten die Bergleute bereits gewaltige Tiefen und benötigten gewaltige Mengen an Holz, um die Stollen und Schächte abzusichern und ihre Werkzeuge und Leuchtspäne herzustellen. Trotz des enormen Holzverbrauchs schafften es die Hallstätter Forstleute, ihre Wälder nachhaltig zu bewirtschaften, und akzeptierten die Grenzen, die ihnen die Landschaft setzte – bis heute. Damit sind die Hallstätter absolute Vorreiter*innen in puncto Nachhaltigkeit, denn die zeitgleich entstandenen Kupferabbaureviere setzten auf Raubbau und Zerstörung der eigenen Ressourcen.
Der Hallstätter Bergbau wurde in prähistorischer Zeit mehrfach durch gewaltige Erdrutsche unterbrochen. Auch davon erzählt der Berg. 100 Meter unter der Oberfläche finden sich etwa komplette Bäume mit Wurzelstock oder noch grüne Grasbüschel, die während dieser Erdrutschungen in das Innere des Berges gespült wurden. Nach solchen Unterbrechungen wurde immer wieder neu begonnen. Der Bergbau um 700 v. Chr. – nun ist bereits das Eisen entdeckt, und die Archäologinnen und Archäologen nennen diese Zeit die Hallstattzeit – wird noch größer als die vorangegangenen Betriebe. Die Bergleute treiben Abbaukammern in den Berg, die über 300 Meter lang sind und über 20 Meter Höhe erreichen können, was der Höhe von siebenstöckigen Häusern entspricht. Weltweit sind keine größeren prähistorischen Bergbaue bekannt.
Durch das Salz werden die Hallstätter*innen zu einer der reichsten Gemeinschaften in Mitteleuropa, wie auch die außergewöhnlichen Grabbeigaben am Bestattungsplatz auf dem Salzberg anschaulich zeigen. Die Auswertung der Abnutzungsspuren an den Skeletten aus diesen Gräbern zeigt, dass trotz des immensen Reichtums alle mitarbeiten mussten: Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer haben intensiv für das Salz geschuftet.
Die Abbaukammern der Bronzezeit und der Hallstattzeit sind so gewaltig, dass im Schnitt weit über eine Tonne Salz pro Tag produziert werden konnte. Diese Produktionsmengen bedingen ein äußerst leistungsfähiges Transportnetzwerk rund um Hallstatt. Das Netzwerk ist über Knotenpunkte in der Landschaft organisiert und funktioniert ab 1000 v. Chr. perfekt. Über Handelsrouten wird aber nicht nur das Salz in halb Europa verteilt, sondern in umgekehrter Richtung auch der Bergbau in Hallstatt versorgt. Große Produktionszentren sind immer auch Verbrauchszentren. Rund um den Salzberg wurden logistische Meisterleistungen vollbracht. Die große Bergbaugemeinschaft wurde zuverlässig mit riesigen Mengen an Lebensmitteln, Werkzeugen, Geräten, Kleidung und Verbrauchsmaterialien wie Leuchtspänen oder Pickelstielen versorgt. Aber auch Bernstein aus dem Norden, Elfenbein aus Afrika, Luxusprodukte wie Wein aus Slowenien und Oberitalien oder Walnüsse und Weinbergschnecken aus dem Süden fanden ihren Weg in das enge Salzbergtal.
Das Netzwerk rund ums Salz und der Bedarf der Salzproduktion an Lebens-, Betriebs- und Transportmitteln führten dazu, dass durch viele Jahrhunderte, ja Jahrtausende eine allumfassende und total vernetzte Produktions- und Transportlandschaft bestand, in der alle Menschen, alle Nutztiere, alle nutzbaren Flächen, Wälder und Wasserwege nur einem Ziel unterworfen wurden: Salz zu produzieren und zu transportieren.
Um zu erfahren, welche Auswirkungen die intensive Landschaftsnutzung der Salzproduktion und des Salztransports durch Jahrtausende auf die Umwelt hatte, reicht es nicht, nur in den Salzberg hineinzuhören. Spuren der Umweltveränderungen sind in Sedimentschichten am Boden der Salzkammergutseen und -moore gespeichert. Auch diese werden seit etlichen Jahren erforscht und zeigen, dass das Salznetzwerk nicht nur nachhaltig aufgebaut, sondern gleichzeitig auch so stabil organisiert war, dass es über Jahrtausende hinweg Klimaveränderungen, Naturkatastrophen, politischen und sozialen Veränderungen trotzen konnte.
Durch das Horchen in den Salzberg und in den Boden des Salzkammerguts hinein erfahren wir nicht nur etwas über die Vergangenheit, sondern können auch viel darüber lernen, wie intensive Landwirtschaft und beinahe industrieller Bergbau über unheimlich lange Zeiträume hinweg nachhaltig funktionieren können, und auch, wie Netzwerke aufgebaut sein können, damit sie unterschiedlichsten Herausforderungen gewachsen sind. Gerade in Zeiten von Krieg, Umwelt-, Klima- und Ressourcenkrise werden wir dieses Wissen benötigen. Archäologie kann Forschung für die Zukunft sein: um aus der Vergangenheit zu lernen, die Gegenwart besser zu verstehen und damit die Zukunft sinnvoll mitgestalten zu können.
Im Inneren des Salzberges und im Boden des Salzkammergutes sind viele Geheimnisse und Weisheiten verborgen. Einen Teil davon haben sie schon preisgegeben. In den Museen der Region und in den Salzwelten Hallstatt kann schon vieles davon erlebt werden. Mit immer besseren Methoden und Techniken kann dem Berg und dem Boden noch genauer zugehört werden – und wir werden in den nächsten Jahren noch viel zu lauschen haben. ■
► Cum grano salis 30
Des Kaisers Geld 118
Kreislaufwirtschaft 135
Rudolf Habringer
Ein satirisches Dramolett in drei Stationen
Gmunden, Ohlsdorf. (Salzkammergut Rundschau, APA) Die gesamte literarische Welt ist in Aufruhr: Mehr als fünfzehn Jahre nach seinem angeblichen Ableben wurde vor wenigen Tagen bekannt, dass der österreichische Schriftsteller Thomas Bernhard im Sommer 2004 für wenige Wochen in seine ehemalige Heimat Oberösterreich zurückkehren wird. Bernhard, der offiziell im Jahre 1989 in Gmunden verstorben und in Wien beigesetzt worden war, hatte sich, wie in einem Kommuniqué der oberösterreichischen Landesregierung mitgeteilt wird, 1989 aus „gesundheitlichen und künstlerischen“ Gründen, wie es heißt, auf eine abgelegene Finca der Baleareninsel Mallorca zurückgezogen und dort seither seinen Lebensabend verbracht. Angeblich sind auf der Mittelmeerinsel auch eine Reihe von literarischen Werken entstanden, die bei Bernhards Rückkehr in die Traunseeregion der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen. Ob der Autor nach seiner Rückkehr nach Österreich die Aufhebung seines Testamentes beeinspruchen wird, ist nicht bekannt.
In ersten Stellungnahmen reagierten der oberösterreichische Landeshauptmann sowie der Tourismusverband Salzkammergut „mit Stolz und Freude darauf, dass einer der großen Söhne dieses Landes in die Heimat zurückkehren wird“. Das kulturelle und eventmäßige Sommerprogramm der Salzkammergutregion soll 2004 ganz auf die Person des Heimkehrers ausgerichtet werden.
10. Mai, Aktenvermerk Heute Vorlage des ersten Entwurfes aus dem Textbüro. Beiliegend die Geschichte im Wortlaut.
Gmunden. Eine Abreibung. Gmunden ist der schönste, gleichzeitig der schäbigste Ort, den ich je gesehen habe. Tatsächlich erschreckt mich diese Gegend, mehr noch die Stadt, die von ganz kleinen, älplerisch gedrungenen Menschen bevölkert ist, die man ruhig schwachsinnig nennen kann. Nicht größer als ein Meter sechzig im Durchschnitt torkeln sie durch die Gassen, bevölkern sie die Esplanade, im Rausch rund um den Liebstattsonntag erzeugt. Alle tragen sie genagelte Goiserer an den Füßen, alle tragen sie – auf Erlass des Bürgermeisters! – graue Filzhüte auf dem Kopf, bei Regen laufen ausschließlich alle Bewohner in diesen entsetzlich grünen Wetterflecken herum.
Jedes Wochenende machen sich die Gmundner scharenweise auf und klettern auf den Traunstein, kein Sonntag ohne Begehung und Erkletterung des Traunsteins, bei jedem Wetter, gnadenlos, eine Geisteshaltung, die naturgemäß regelmäßig zu verheerenden und letztlich letal endenden Katastrophen führt. Stellen Sie sich vor, jedes Wochenende ziehen Myriaden von Gmundnern los, um den Traunstein zu erklimmen, am nächsten Tag werden hunderte von ihnen als an- und also aufgeschwemmte Leichen aus dem Traunsee gefischt, ganze Straßenzüge. Im Sommer stürzen sie vom Traunstein, im Winter brechen sie durch das zu dünne Eis des Traunsees und ertrinken, oder werden, wenn sie sich bis ans andere Ende des Sees durchkämpfen, von den als gewalttätig bekannten Ebenseern erschlagen, eine unheimliche, eine brutale Gegend, in der Mord und Totschlag, Körperverletzung und Unzucht, Perfidie und Verschlagenheit ein grausames Regiment führen. Alles hier ist parteipolitisch, etwas anderes gibt es nicht, alle hier sind ausschließlich schwarz oder braun, entweder katholisch oder nationalsozialistisch oder beides zugleich, etwas anderes wird nicht geduldet. Niemals, habe ich mir geschworen, soll diese Gmundner Gesellschaft, diese Gmundner Schloss-Orth-Perfidie mehr mit meinem Werk und also mit meinem Leben zu tun haben, jetzt kehre ich nach einer beinahe fünfzehnjährigen Nachdenk- und also Erholungspause an diesen Ort zurück und sehe, dass in schamloser Weise ein testamentarischer Wille verletzt, ein Privathaus in obszöner Weise zu einem Museum, ein Lebenswerk zu einem Machwerk und also industriell genutzten Tourismusunternehmen heruntergewirtschaftet und in Festspielrosa eingefärbelt wurde.
Isabella Kohlhubers Arbeit „Aus dem Gesetz“, 2016
Aktenvermerk Tourismusverband Salzkammergut Das von Thomas Bernhard verfasste Prosastück Gmunden. Eine Abreibung muss im Gesamten als nicht zweckdienlich und kontraproduktiv für die Idee, Touristen an unsere schöne Destination zu binden, angesehen werden. Der Tourismusverband sieht sich außerstande, diese Textfassung zu akzeptieren und an die Öffentlichkeit weiterzuleiten. Um eine revidierte und korrigierte Fassung des Textes, die die wesentlichen Schwerpunkte der Salzkammergut-Touristik (Landschaft, Stadt, Festspiele, Schlosshotel) in ein positiveres Licht stellt, wird binnen Kürze gebeten. Unsere Entscheidung wird dem Textbüro zur Kenntnis weitergeleitet. (…)
9. Juni, Aktenvermerk Heute Vorlage einer zweiten, revidierten Fassung des Gmundentextes. Der Tourismusverband Salzkammergut hat die Veröffentlichung des Textes einstimmig gebilligt. Der Wortlaut im Folgenden:
Gmunden. Eine Offenbarung. Gmunden ist der schönste, gleichzeitig der vollkommenste Ort, den ich je gesehen habe. Tatsächlich beeindruckt mich diese Gegend, mehr noch die Stadt, die von großgewachsenen Geistesmenschen bewohnt wird, die man ruhig weltmännisch nennen kann. Alle tragen hier genagelte Goiserer an den Füßen, alle tragen hier – dem Bürgermeister sei Dank! – graue Filzhüte auf dem Kopf, bei Regen laufen ausschließlich alle Bewohner in beeindruckenden, für diese Gegend typischen grünen Wetterflecken herum. Ununterbrochen wird diese Stadt von kunstsinnigen Menschen aus aller Welt besucht und bewundert, ununterbrochen verströmt diese Stadt eine Aura der Kunst, der Musik, der Literatur, ununterbrochen herrscht hier eine Atmosphäre der Leichtigkeit und der höchsten Konzentration auf die Kunst, ununterbrochen beherrscht diese Stadt die Kunst der allerhöchsten Kunstkonzentration, also die höchste Kunstkonzentrationskunst, die Festspielstadt am Traunsee ist für den Geistesmenschen nichts anderes als der Gipfel, der in der Kunst erreicht werden kann, das ist die Wahrheit.
Jedes Wochenende machen sich die Gmundner scharenweise auf und klettern auf den Traunstein, kein Sonntag ohne Begehung und Erkletterung des Traunsteins, bei jedem Wetter, beeindruckend, eine körperliche Geisteshaltung, die naturgemäß regelmäßig zu herausragenden und letztlich epochalen Gmundner Existenz- und Körperleistungshervorbringungen führt. Nichts ist hier, wie es anderswo ist, alles ist anders. Während anderswo wie überall in Österreich alles parteipolitisch ist, ist es in Gmunden so, als ob Gmunden nicht in Österreich läge. Während anderswo in Österreich alle ausschließlich schwarz oder braun, entweder katholisch oder nationalsozialistisch oder beides zugleich sind, wird die Unkultur hier in Gmunden nicht geduldet.
Jetzt kehre ich nach einer beinahe fünfzehnjährigen Nachdenk- und also Erholungspause an diesen Ort zurück und sehe, dass in vorbildlicher Weise mein Privathaus zu einem Museum, mein Lebenswerk zu einem epochalen Werk ausgebaut und also der geistigen und wissenschaftlichen Nutzung zugeführt wird. ■
► Es war einmal und sollte wieder sein 56
Filmwelten 74
Keramik 122
Ma, ist das schön! 150
Vergessener Salon 236
...
Ende der Leseprobe
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Prestel Verlag,
München · London · New York, 2024
in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH,
Neumarkter Straße 28, 81673 München
Herausgegeben von Julia Kospach und Elisabeth Schweeger für die Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024 GmbH.
Koordinatorin der Publikation, Dramaturgin für die Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024 GmbH: Jana Lüthje
Lektorat: Dr. Friederike Gösweiner, Wien
Lithographie: Regg Media GmbH, München
Covergestaltung Büro Jorge Schmidt, München
Gestaltung und Satz: Büro Jorge Schmidt, München
ISBN 978-3-641-32043-0V001
www.prestel.de
