Seduce - Was Frauen begehren - Sannah Scott - E-Book

Seduce - Was Frauen begehren E-Book

Sannah Scott

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Beschreibung

Seduce ist der erste Band aus der knisternden Buch-Reihe Was Frauen begehren - einer Reihe über starke Frauen, die ihre Fantasien ergründen und dabei so einige Abenteuer erleben, aber auch vor schwierige Entscheidungen gestellt werden. Jeder Band ist eine in sich abgeschlossene Geschichte und kann unabhängig von den anderen Bänden gelesen werden. Inhalt: Emilia Hayes ist jung, reich und verliebt. Sie ist eine 22-jährige Kunststudentin, der es auf den ersten Blick kaum besser gehen könnte. Doch natürlich versteckt sich ein Problem hinter der anscheinend perfekten Fassade. Emilia wohnt seit kurzem mit ihrer großen Liebe Marc Hansen in einem luxuriösen Penthouse in der Hamburger-Hafencity. Das Liebesleben der beiden ist allerdings alles andere als traumhaft. Emilia würde daran gern einiges ändern. Dieser Wunsch ist der Start einer sinnlichen Selbstfindungsreise, auf der die junge Frau ungeahnte Wege einschlägt, um ihr Ziel zu erreichen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 117

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Impressum

Copyright © 2022 Sannah Scott

Umschlaggestaltung & Buchsatz : © S. Hinrichs

Herstellung und Verlag: BoD - Books on Demand, Norderstedt

ISBN: 978-3-7557-8333-6

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung der Autorin unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Sannah Scott

Sannah Scott ist das Pseudonym einer Amazon-Bestseller-Autorin, die in der Nähe von Hamburg lebt. Als Sannah Scott veröffentlicht die Autorin ausschließlich erotische Literatur. Sie begeistert mit ihren prickelnden Romanen eine breite Leserschaft in allen Altersklassen 18+, lässt sie in eine faszinierend verlockende Welt eintauchen und den Alltag für einen Augenblick vergessen.

Bücher der Autorin

WAS FRAUEN BEGEHREN-REIHE:

Was Frauen begehren ist eine knisternde Buch-Reihe über starke Frauen, die ihre Fantasien ergründen und dabei so einige Abenteuer erleben, aber auch vor schwierige Entscheidungen gestellt werden. Jeder Band ist eine in sich abgeschlossene Geschichte und kann unabhängig von den anderen Bänden gelesen werden. Die erotischen Romane richten sich an Frauen (und neugierige Männer), die prickelnden Lesespaß genießen, einfach gerne mal abtauchen und die Welt um sich herum vergessen möchten.

Was Frauen begehren - Seduce (Band 1)

Was Frauen begehren - In Love (Band 2)

Was Frauen begehren - Sensual (Band 3)

Was Frauen begehren - To Obey (Band 4)

Inhalt

Impressum

Sannah Scott

Bücher der Autorin

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 18

Kapitel 19

Kapitel 20

Kapitel 21

Epilog

Kapitel 1

Freitag

21. Februar

Marc las zum zweiten Mal die Textnachricht, die Emilia geschrieben hatte.

Unfassbar, dass ihm das passierte!

Er starrte auf das Display.

Woher hatte sie den ausgesprochen vulgären Wortschatz? Die frivolen Ausdrücke passten nicht zu ihr. Genauer gesagt verlief das gemeinsame Sexleben bisher, nun ja, eher zurückhaltend, unspektakulär: ausschließlich im Bett, vorzugsweise ohne Licht.

Sie brauchte höchstwahrscheinlich Zeit, um genug Vertrauen aufzubauen. Die wollte er der Freundin auf jeden Fall geben.

Er war davon überzeugt, dass sie bald entspannter mit dem Thema Sex umging.

Die geballten Anzüglichkeiten, die sie losließ, trafen ihn absolut unvorbereitet. Seine Gesichtsfarbe wechselte rasch von blass zu leichter Morgenröte. Gedankenverloren legte er das Handy auf den Tisch, wobei er eine widerspenstige dunkle Strähne aus der Stirn strich. Er saß jetzt in der Mensa der Universität, wo er zu Mittag aß. Der Nachtisch, Vanilleeis an heißen Kirschen, zerlief unbeachtet zu einem rotgelben Brei.

Das Telefon vibrierte erneut.

Wieder Emilia.

Diesmal ein Foto samt dem Vermerk: »Sei heute Abend bitte pünktlich. Eine Überraschung wartet auf dich.«

Es zeigte ein Selfie, im Badezimmer aufgenommen. Sein Herzschlag beschleunigte augenblicklich.

Sie sah umwerfend aus.

Anders.

Wahnsinnig erotisch.

Er erkannte sie beinahe nicht. Sprachlos fixierte er das Bild.

Aufreizend, die Beine gespreizt, saß sie auf dem Wannenrand. Lasziv blickte sie mit herrlich katzengrünen Augen in die Kamera. Zum ersten Mal in ihrer Beziehung sah er sie geschminkt.

Das Make-up unterstrich die feinen Gesichtszüge, ließ den Blick unwiderstehlich strahlen. Ein schwarzer Hauch von Spitze umschmeichelte dürftig die Kostbarkeiten. Wie ein Flammenmeer umrahmten die Haare kokett die Brüste.

Marc genoss das Bild, jede Körperfaser durchströmte eine kribbelnde Hitze. Er musterte die rosigen Nippel, die frech durch das zarte Negligé hervor blitzten; die rasierte Scham, die einladenden leicht geöffneten Lippen.

Der unverhoffte Anblick reizte ihn enorm, das Blut zwischen den Beinen pulsierte. Er atmete hastiger, gleichzeitig spannte die Hose im Schritt verdächtig.

»Ist das etwa deine neueste Errungenschaft?«, ertönte eine Stimme hinter ihm.

Erschrocken zuckte er zusammen. Er hatte Jan übersehen, der dummerweise unbemerkt Emilias Nachricht mitgelesen hatte.

»Wow, was für eine geile …«

»Schon mal was von Privatsphäre gehört?« Marc unterbrach wütend, wobei er blitzschnell das Handy sperrte. Verlegen rutschte er mit dem Stuhl an den Tisch darum bemüht, die unübersehbar angeschwollene Manneskraft zu verbergen.

»Ach, stell dich nicht an. Dein verträumter Gesichtsausdruck, da musste ich nachschauen.« Grinsend plumpste er auf den gegenüberliegenden freien Sitz. Kaffee schlürfend musterte er den Kameraden vielsagend.

»Wurde verdammt Zeit, dass du dir eine Neue suchst. Die Ex ist unscheinbar, unattraktiv und zu allem Überfluss verklemmt. Eine graue Maus. Was wolltest du nur von dem Mädel? Ein absolutes No-Go für meinen besten Kumpel. Du kannst doch jede vernaschen, bei dem Aussehen.«

Marc schwieg.

Er hatte keine Lust, ihn darüber aufzuklären, dass die Frau auf dem Foto in Wahrheit Emilia zeigte. Die Person, die Jan »unscheinbar«, »unattraktiv«, »verklemmt« betitelte.

Vorsichtig probierte er den Kirsch-Vanille-Brei, verzog jedoch sofort das Gesicht, legte den Löffel angewidert beiseite.

Auf der einen Seite verstand er den Freund. Sie verschwendete selten Zeit für Äußerlichkeiten, bevorzugte Jeans und Turnschuhe. High Heels, Minis oder aufreizende Kleider fehlten im Schrank.

Auf der anderen Seite verzauberte ihn in erster Linie ihre angeborene Schönheit, das ungekünstelte Wesen. Die katzenhaften Augen leuchteten in der Farbe von Smaragden, ließen ihn dahinschmelzen. Die anziehenden, weiblichen Rundungen verlockten ständig zum Anbeißen.

Am allerbesten gefielen ihm allerdings die Haare. Kupferrot, naturgelockt, bis zur Taille reichend. Eine ungebändigte, leuchtende Löwenmähne, umwerfend sexy.

Er stand eben nicht auf überschminkte Barbie-Puppen, Punkt.

»Hallo, jemand zu Hause?«

Abrupt wurde er aus den Träumereien gerissen.

»Verrätst du mir, wer die geile Schnecke ist, die dir aufreizende Fotos schickt?« Hoffnungsvoll fixierte er den Freund.

Marc überlegte. Mit dem Kumpel über Liebesverhältnisse zu diskutieren ergab keinen Sinn. Er, der typische Draufgänger: Unfähig für eine anhaltende Beziehung, dauernd hatte er eine Neue. Wie sollte er ihm das erklären? Er verstand Emilias unverhoffte Wandlung selbst nicht.

Ohne einen Kommentar abzugeben, schob er energisch den verschmähten Nachtisch beiseite. »Ich muss jetzt los. Wir sehen uns morgen.«

Hastig stand er auf, ergriff den Rucksack, der am Boden lag. In Richtung Ausgang flüchtend ließ er einen verdutzten Jan zurück.

Kapitel 2

Emilias Blick schweifte durch das Studio. Nervös, mit zittrigen Fingern öffnete sie die bereitstehende Flasche Prosecco.

Hatte sie an alles gedacht?

Das Holz im Kamin knisterte einladend, verbreitete einen dezent holzigen Duft. Der Champagner stand eisgekühlt auf dem Beistelltisch daneben. Ebenso der edle Whisky, den Marc gerne an kalten, ungemütlichen Winterabenden genoss. Kuscheldecken und dicke Kissen lagen auf der Sofalehne bereitet; luden zur romantischen Gemütlichkeit vor dem Kaminfeuer ein. Kerzen wiesen warm scheinend den Weg von der Wohnungstür über das Studio zum Bad. Die Duftstäbchen, die sie überall im Penthouse verteilt hatte, verströmten ein angenehmes Aroma, einer Mischung aus Vanille und Ylang Ylang.

Der Abend musste perfekt verlaufen.

Für sie, für Marc.

Er war so zärtlich und geduldig, obwohl die Intimitäten bisher bei ihnen leider nur unter der Bettdecke stattfanden.

Emilia runzelte die Stirn.

Erstklassigen Sex. Hemmungslos. Ungezügelt.

Sie wollte ihm die leidenschaftliche Erotik geben, die sie ausschließlich in ihren aufregenden Fantasien auslebte.

Sie seufzte frustriert. Er gab ihr wirklich ausreichend Zeit, Vertrauen aufzubauen. Trotzdem klappte es noch nicht.

Ständig verkrampfte sie.

Geistesabwesend trank sie einen kräftigen Schluck vom Prosecco, den sie nebenbei eingeschenkt hatte.

Marc, ein wunderbar verständnisvoller Freund.

Sie hatte ihn vor sechs Monaten kennengelernt, es hatte gleich gefunkt. Zuerst hatte sie gezögert, bei ihm einzuziehen, das verlockende Angebot anzunehmen. Mittlerweile wohnte sie schon acht Wochen im Penthouse, das Marcs Familie gehörte.

Die Wohnung verfügte wahrhaftig über genug Wohnfläche. Raum für die Staffelei; die vielen Bilder, die Utensilien, die das Studium der bildenden Künste ermöglichten. Das Zimmer im Studentenwohnheim, das sie bewohnt hatte, platzte im Gegensatz dazu aus allen Nähten. Die lebensfrohe, chaotische Mitbewohnerin Sunny hatte kein Problem damit gehabt. Emilia war letztendlich wiederum froh darüber, der Enge zu entkommen, mit Marc zusammenzuwohnen.

Ruhelos, grübelnd streifte sie durch das Studio.

Sie begehrte den Mann, er zog sie magisch an.

Er verkörperte den Typ, nachdem die Frauen auf der Straße schauten: Sportlich muskulös; die dunklen Haare glänzten sanft im Regen. Herrlich türkisblaue Augen, die die Farbe des Indischen Ozeans widerspiegelten. Feine Lachgrübchen umschlossen den Mund, den sie immerfort küssen wollte.

Bei der Vorstellung an sein attraktives Äußeres zitterten erneut die Knie. Ein leichtes wohliges Kribbeln flatterte vom Bauch bis hinunter in den Schoß. Aufgeregt setzte sie sich wiederholt auf die Couch, versuchte, die Atmung zu beruhigen. Ungeduldig schaute sie auf die Uhr über dem Kamin.

Es wurde Zeit. Zeit zu handeln; aus dem Mauseloch heraus zu kommen, in dem sie hockte.

Den Anfang hatte sie geschafft, indem sie die anzüglichen Nachrichten mitsamt dem Foto an Marc verschickt hatte.

Bei der Vorstellung an das Bild mit der anrüchigen Pose errötete sie zutiefst beklommen. Der Puls beschleunigte, die Hände schwitzten.

Schluss damit!

Energisch schüttelte sie den Kopf, um die negativen Gedanken endlich zu verbannen. Ab heute gab es eine erotische, betörende, leidenschaftliche Emilia. Vom Mauerblümchen zum Vamp.

In einem Zug leerte sie ungestüm das Sektglas. Zielstrebig stand sie auf, um ins Badezimmer zu eilen. Sie wollte die letzten Vorbereitungen für das bevorstehende Rendezvous treffen.

Sie plante einen unvergesslichen Abend.

Kapitel 3

Zügig stieg Marc aus der U-Bahn. Geschickt den drängelnden Menschen ausweichend, ging er mit ausladenden Schritten Richtung Ausgang. Er hatte es eilig nach Hause zu kommen.

Pünktlich.

Sie stellte die Bedingungen des Rendezvous, die er unter allen Umständen erfüllen wollte.

Emilia plante eine Überraschung.

Was hatte sie ausgeheckt? Ihn verführen? Die schüchterne, introvertierte Frau?

Bei dem Gedanken schlug das Herz bis zum Hals. In den vergangenen Stunden hatte er an nichts anderes gedacht. Er wirkte abgelenkt, hoffnungslos zerstreut. Mehrmals am Nachmittag warf er einen Blick auf die mysteriöse SMS, betrachtete verzaubert den traumhaften Körper auf dem Foto. Die Fantasie erblühte.

Er malte den bevorstehenden Abend in allen Facetten aus.

Emilia: in dem aufreizenden Hauch von schwarzer Spitze an ihn geschmiegt, sinnliche Worte ins Ohr flüsternd.

Emilia: ohne Negligé in der Wanne rekelnd, währenddessen der Schaum samtig den wohlgeformten Busen samt rosa Knospen umschmeichelt.

Emilia: verlangend ihm entgegen reckend, um begierig die pralle Fülle aufzunehmen.

Marcs Atmung ging stoßweise. Erregung pulsierte durch den Körper, ließ die Männlichkeit anschwellen.

Er begehrte die Frau.

Wollte die zarte Haut kosten, verwöhnen, in einen Rausch der Ekstase versetzen.

Heute Abend?

Marc zückte das Handy, schrieb flink eine SMS. Eine Art Ritual. Jeden Tag nach der Uni, auf dem Weg von der U-Bahn zur Wohnung, meldete er sich kurz. Wenn sie zu Hause war, empfing sie ihn mit einer aromatisch duftenden Tasse Cappuccino oder Tee.

Zügig schlug er den Kragen herauf, vergrub die freie Hand in den Tiefen des Wollmantels. In der anderen trug er einen Blumenstrauß.

Sie schwärmte für frische Blumen.

Es hatte erneut zu schneien begonnen. Dicke Flocken tanzten im Wind, bedeckten die trist, graue Straße unter silbernen Glanz. Ein Glücksgefühl überfiel Marc. Er liebte den Schnee, der die dunklen Tage durch das Weiß ringsherum erhellte. Wohlgelaunt stapfte er über die dichte Schneedecke. Die Vorfreude beflügelte, er schritt rascher aus.

Er wollte sie auf keinen Fall warten lassen.

Kapitel 4

Vorsichtig stöckelte Emilia in Richtung Fenster. Das Laufen auf High Heels stellte eine Herausforderung für sie dar. Bisher hatte sie keine Schuhe mit solchen Absätzen besessen. Geschweige sie getragen. Knapp zehn Zentimeter.

Nachdenklich setzte sie sich auf die Lehne der Couch. Ihr Lieblingsplatz. Von dort aus überblickte sie die umliegenden Dächer der Hafencity.

Beim gestrigen Shoppen passierte es; Liebe auf den ersten Blick: schwarz, auf silbrig glänzender Plateau-Sohle. Die konusförmig zulaufende Hacke bestach in der gleichen Farbe. Die Steine auf den Riemchen, die dem Fuß Halt gaben, blinkten im Kerzenlicht.

Das Einkaufen hatte Spaß gemacht. Zuerst hatte sie Bedenken, den Laden für erotische Dessous zu betreten. Nachdem sie zuvor allerdings die Schuhe ergattert hatte, siegte die Neugier. Die Entscheidung fiel auf ein dunkles Spitzen-Negligé mit funkelnden Strasssteinchen am Dekolleté. Zusätzlich halterlose Seidenstrümpfe, den winzigen Netzstring. Die anfängliche Scheu hatte die nette Verkäuferin charmant überspielt. Zum Schluss posierte Emilia ungeniert vor dem Kabinenspiegel.

Verträumt beobachtete sie das Schneetreiben hinter den bodentiefen Fensterscheiben. Eine dichte Schicht Weiß bedeckte die Dächer der umliegenden Häuser, die Schiffe auf der nahegelegenen Elbe trugen eine zauberhafte Puderzuckerdecke. Die winterliche Atmosphäre draußen übertrug wohlige Gemütlichkeit ins Studio des Penthouse. Der Kamin strahlte behagliche Wärme aus. Die Lachshäppchen, die neben dem Champagner bereitstanden, verströmten einen leicht salzhaltigen Duft.

Ungeduldig betrachtete sie das Display ihres Handys.

Er erschien jeden Augenblick.

Überraschenderweise überfiel gleißende Hitze den gesamten Körper; bis zum Schoss. Ein heftiger Schauer überflutete den Rücken, ließ die Aufregung ansteigen. Mit feuchten Handflächen versuchte sie, die unkontrolliert zitternden Beine zu beruhigen. Sie fieberte ihm entgegen; wollte den unwiderstehlich männlichen Duft von Ebenhölzern einsaugen; die feinen Lippen liebkosen; die sanften Hände auf der Haut fühlen.

Sie begehrte ihn. Das Ziel am heutigen Abend bestand darin, Marc heißzumachen und nach allen Künsten einer Frau zu verführen.

Das Handy vibrierte.

Endlich! Die sehnsüchtig erwartete SMS.

Mit einer geschmeidigen Bewegung stand sie auf, öffnete entschlossen den schwarz seidigen Kimono, schritt zur Tür.

Das erotische Abenteuer begann.

❊❊❊

Zwei Stufen gleichzeitig nehmend sprang Marc leichtfüßig die Treppen bis in den fünften Stock hinauf, das zusätzliche Training zum Fitnessstudio in den Wintermonaten. Leicht außer Atem, blieb er vor der Tür des Penthouse stehen. In Eile zog er die vom Schnee durchweichten Schuhe aus, stellte sie auf die vorgesehene Schmutzmatte. Er atmete bedächtig ein. Versuchte, die aufkommende Nervosität zu beruhigen. Vorsichtig entfernte er das Papier von den Blumen, zupfte den Strauß weißlicher Babyröschen zurecht. Er hatte Schwierigkeiten, die Rosen im Winter zu bekommen. Erst beim dritten Floristen klappte es.

Ungeduldig angelte er in der Hosentasche nach dem Wohnungsschlüssel. In dem Moment, als er den Schlüssel ins Türschloss steckte, ging die Tür auf: Emilia stand im Türrahmen.

Der Anblick raubte ihm den Atem.

Sie sah umwerfend aus.

»Komm rein, mein Schatz«, säuselte sie, ein unwiderstehliches Lächeln umrahmte den sinnlichen Mund. »Vielen Dank für die zauberhaften Blumen.« Vorsichtig ergriff sie den Strauß, legte ihn auf die Kommode. Durch eine leichte Geste forderte sie ihren Freund auf, den schneebedeckten Mantel auszuziehen. Behutsam hängte sie das Kleidungsstück an die Garderobe. Zärtlich Marcs Hände nehmend, hauchte sie einen flüchtigen Kuss auf die Lippen.

»Liebling, du bist kalt und durchgefroren.« Sanft zog sie Marc in Richtung Wohnzimmer, wo der Kamin eine mollige Wärme verströmte. »Setz dich ans Feuer, heute wirst du von mir rundherum verwöhnt.« Mit wiegenden Hüften tänzelte sie auf den High Heels zum Beistelltisch. »Champagner oder Whisky?«

Die säuselnde Stimme klang wie angenehme Musik, die einen einlullte. Die faszinierenden olivgrünen Augen glänzten.