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Sie sind ihr Untergang – und sie kann nicht widerstehen. Spicy Dark Romantasy mit »Wednesday«-Vibes für Fans von Isabelle North und Bianca Mov Ein düsteres Schloss und seine gefährlichen Bewohner … »›Ein so liebliches kleines Wesen.‹ Seine schlanken Finger griffen nach der dunklen Blüte und fuhren darüber. ›Es spürt den Tod, erblüht heftig unter dessen Gefahr.‹ Seine raue, dunkle Stimme rieselte mir über den Nacken wie ein heißer Sommerregen.« Academy of Death: so wird die Eliteuniversität in einem alten Schloss genannt, die Liora zukünftig besuchen muss. Doch in den düsteren Räumen lauert Böses, denn hier leben Wesen, die den schlimmsten Albträumen entsprungen zu sein scheinen: Vampire, Werwölfe und Dämonen. Es dauert nicht lange, bis Liora tiefer in die Dunkelheit gerät, als ihr lieb ist. Kann sie die tödlichen Unterrichtsstunden überstehen? Und warum fühlt sie sich ausgerechnet zu den dunkelsten und gefährlichsten Monstern am meisten hingezogen?
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Veröffentlichungsjahr: 2026
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© Piper Verlag GmbH, München 2026
Redaktion: Natalie Röllig
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Emily Bähr, www.emilybaehr.de
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Cover & Impressum
Triggerwarnung
Prolog
Kapitel 1
Liora
Kapitel 2
Liora
Kapitel 3
Larus
Kapitel 4
Liora
Kapitel 5
Tatum
Kapitel 6
Liora
Kapitel 7
Liora
Kapitel 8
Larus
Kapitel 9
Liora
Kapitel 10
Reggio
Kapitel 11
Liora
Kapitel 12
Reggio
Kapitel 13
Liora
Kapitel 14
Leif
Kapitel 15
Liora
Kapitel 16
Liora
Kapitel 17
Liora
Kapitel 18
Liora
Kapitel 19
Larus
Kapitel 20
Liora
Kapitel 21
Liora
Kapitel 22
Liora
Kapitel 23
Liora
Kapitel 24
Liora
Kapitel 25
Reggio
Kapitel 26
Liora
Kapitel 27
Tatum
Kapitel 28
Liora
Kapitel 29
Liora
Kapitel 30
Larus
Kapitel 31
Liora
Kapitel 32
Liora
Kapitel 33
Liora
Kapitel 34
Tatum
Kapitel 35
Liora
Kapitel 36
Liora
Kapitel 37
Reggio
Inhaltsübersicht
Cover
Textanfang
Impressum
Dieses Buch enthält Themen, die für manche Personen triggernd wirken können:
explizite Erotikszenen
explizite Gewalt, Folter und Mord
Drogenkonsum
traumatische Ereignisse in der Kindheit
Tod eines Familienmmitgliedes
derbe Sprache
Das war ein Fehler, Bellington!
Der schlimmste und letzte Scheißfehler deines Lebens!
Diese verfluchten Stimmen in meinem Kopf manövrierten mich auf direktem Weg in eine Panikattacke, und das war jetzt das Allerletzte, was ich gebrauchen konnte.
Still! Seid endlich still, ihr kleinen Bastarde!
Der lächerlich prunkvolle Gang der Akademie lag dunkel und ruhig vor mir, und ich unterdrückte meinen hektischen Atem, damit keiner mitbekam, dass ich mitten in der Nacht hier draußen mit meinem Koffer auf der Flucht war.
Ruhig … ja … Dieses verdammte Schloss schlief niemals, so viel hatte ich inzwischen gelernt. Hier geschahen Dinge … Ein eisiger Schauder krabbelte mir über das Rückgrat, und ich wischte mir kopfschüttelnd übers Gesicht, um die Bilder zu vertreiben, die sich sofort wieder vor mein inneres Auge stahlen.
Was zum Teufel hatte ich da bitte gesehen?
Was hatte ich gesehen?
Du hättest einfach vorbeigehen sollen, Bellington, es einfach ignorieren … Jetzt bist du am Arsch!
Ein paar Kerzen flackerten an den Wänden, als würden sie sich biegen, um mir hinterherzuspähen.
Hier lebt alles. Wie in dieser Geschichte mit dem Mädchen und dem Biest. Hier lebt alles. Alles ist verflucht. Und jede Pore dieser gotischen Wand weiß, was du gesehen hast.
An der nächsten Ecke musste ich pausieren. Keuchend stützte ich mich an die dunkel verschnörkelte Tapete und versuchte, zu Atem zu kommen. Gott, es war, als würde dieses Gelände mir die Energie aus den Gliedern saugen.
Das tut es! Genau das tut es, mein Guter!
Diese Stimmen … Stöhnend presste ich die Zähne aufeinander und bemühte mich, in meinem wirren Kopf zu sortieren, wie ich zur großen Halle und somit zum Ausgang gelangen konnte.
Weg hier! Ganz schnell weg!
Mit zitternden Händen griff ich wieder nach meinem Koffer. Sobald ich hier raus war, würde ich meinen Vater anrufen und diesem Laden den Geldhahn zudrehen.
Leise! Du musst leise sein!
Die schwarze Uniform saß locker an meinem schlanken Körper. Ich war nur ein paar Wochen hier gewesen und hatte mit meiner hellen blonden Erscheinung von Anfang an einen kompletten Kontrast zu all den anderen dargestellt. Diesen merkwürdigen, düsteren Kreaturen, fähig zu …
Gott, hilf mir, was hatte ich da nur mitansehen müssen?
Ich schlotterte so sehr, dass ich kaum imstande war, den schweren Koffer weiterzutragen, ohne ihn dabei lautstark über den roten Teppich zu schleifen. Was …
War das gerade ein Wispern gewesen, hinter mir in den Gängen?
Gott, steh mir bei!
Mein Atem bebte, als ich mich langsam umdrehte. Ob sie mich vielleicht sogar bemerkt hatten?
Lauf, du Idiot!
Der Seiteneingang, über den dieser höllische Wasserspeier wachte, kam in Sichtweite. Meine Kehle schnürte sich zu. Diese klobige, dämonische Steingestalt mit den toten Augen und den riesigen Zähnen. Wer erschuf so etwas? Immer wenn ich in den letzten Wochen an ihr vorbeigekommen war, hatte ich sie gehasst. Würde sie heute meine Rettung sein?
Bang blickte ich mich noch einmal um. Stimmen folgten mir säuselnd über den Gang.
»Ihr könnt mich nicht töten«, flüsterte ich bebend und erschrak vor dieser haspelnden, dünnen Stimme, die nicht meine sein konnte. »Mein Vater ist einer eurer Geldgeber. Ohne ihn seid ihr nichts, ihr Stümper.«
Das Säuseln wurde lauter, die Kerzen flackerten heftig, als ein Windhauch über den Gang wehte und ihre Flammen erschütterte. Sie verfolgten mich. Sie waren fast da.
»Ohne mich seid ihr nichts!« Hektisch griff ich nach der goldverzierten Türklinke.
Nicht abgeschlossen.
Raus, raus, raus hier!
Der Innenhof öffnete sich dunkel vor mir, und ein frischer, rettender Wind schlug mir entgegen. Dornige Rosen rankten sich an den Gebäuden nach oben. Links von mir befand sich die Mensa, ich erkannte den riesigen Baum, der in ihrem Inneren gewachsen war. Einfach so. Der Baum, der Leben und Tod verbindet, so nannten ihn diese Gruselgestalten von Studenten.
Rechts von mir erhob sich die schwarze Kathedrale. Wie immer brannten Kerzen in ihrem Inneren und erweckten die Bildnisse auf den Buntglasfenstern zum Leben. Die weinende Maria, die ihre Verzweiflung gen Himmel lenkte, und Jesus, die Arme von sich gestreckt und bereit für das Ende. Die Kerzen durften niemals erlöschen, das war eine der Regeln dieses zwielichtigen Etablissements. Ich wusste nicht, wozu das gut war, und wollte es auch nicht wissen. Hinter mir wuchs das mächtige, düstere Schloss in den schwarzen Nachthimmel.
Ich würde mich nicht mehr umdrehen.
Nur noch einmal über den Hof, über die Brücke, und ich hätte das Tor erreicht.
Und die Stacheln auf dem Zaun, hm? Was machst du mit den Stacheln?
Mich konnte nichts mehr hier halten, rein gar nichts. Ein paar läppische Metallstacheln erst recht nicht.
Keuchend eilte ich hinüber zu dem rosenüberwucherten Torbogen aus Stein, da flatterte mir plötzlich ein kreischender Rabe entgegen. Seine Federn streiften mich, und seine schwarzen Augen starrten mir durch die Schatten der Nacht hindurch mitten in die Seele.
Gott, verflucht! Beinahe hätte ich aufgeschrien.
Stattdessen erstarrte ich zu Eis, und der Schrei versiegte mir in der Kehle, als ich hinter den herabsegelnden Federn einen breiten Schatten am Torbogen lehnen sah.
Nein!
Wie immer stand er einfach nur da, die kantigen Gesichtszüge vollkommen neutral. Larus. Der Bote des Todes. Der Erbe des Fährmanns.
Fast beiläufig drehte er den Kopf in meine Richtung und sah mich an. Ein goldener Schimmer funkelte dabei durch sein linkes Auge.
Der Griff des Koffers glitt mir aus der Hand, meine Glieder versteiften sich. Dumpf schlug mein Hab und Gut auf den Pflastersteinen auf.
Bezahl ihn, los! Wenn du ihn nicht bezahlst, bist du tot.
Die große unheimliche Gestalt unter dem schwarzen Umhang rührte sich nicht.
Er war dabei gewesen. Entsetzen flutete meinen gelähmten Körper. Er war dabei gewesen. Sie waren zu dritt!
»Ohne dich sind wir also nichts, hm?«
Reggio.
Jetzt entwich mir tatsächlich ein Schrei, und ich wirbelte herum wie ein Kind, dem ein Monster nachstellte.
Und nichts anderes war er.
Keiner wusste, was er wirklich darstellen sollte, aber sein Anblick trieb das pure Grauen in mich.
Seine Stimme klang dunkler als die verfluchte Nacht.
Sein schwarzes Hemd war aufgeknöpft, und als er in das schwache Licht der Kathedrale trat …
Jesus, steh mir bei!
Überall dieses Blut auf seiner tätowierten Brust, und er wischte sich fast schon angetan über die rot verschmierten Lippen, als wäre es etwas überaus Köstliches, was da an ihm klebte. Aber, Hölle, es machte ihn schuldig. Sie alle drei. Auch Tatum mit dem weißen Haar und den unmenschlich bernsteinfarbenen Augen, der knurrend hinter seinem Freund auftauchte.
Ächzend taumelte ich ein Stück rückwärts in Richtung der Kathedrale.
»Weg von mir«, haspelte ich und wäre beinahe gestolpert. »Bleibt mir fern, oder ihr werdet es bereuen.«
Mit zitternden Fingern tastete ich nach dem Kreuzanhänger unter meiner Uniform und streckte ihn ihnen entgegen.
Larus seufzte aus seiner Ecke heraus, und Reggio starrte mich mit erhobenen Brauen an. Für einen Moment wirkte er überrascht. Gott wusste, er war der Teufel! Diese schwarzen Augen mussten die einer Bestie sein. Und das Blut überall an ihm …
Nein! Nein! Wie um die grauenhaften Bilder zu vertreiben, wischte ich mir über das Gesicht. »Ihr habt dieses Mädchen … und dann habt ihr es …« Verflucht, was redete ich da?
Vielsagend drehte Reggio, dieser Dämon, sich zu seinem weißhaarigen Mittäter um. »Er hat uns gesehen, du hattest recht, mein Freund.«
»Ich habe immer recht.« Die Augen des Weißhaarigen funkelten bösartig in dem Licht der Buntglasfenster, als würden Flammen darin tanzen.
Er hatte nicht einmal den Anstand besessen, sich wieder etwas anzuziehen. Sein Oberkörper glänzte noch immer verschwitzt.
»Tja, weißt du, das hättest du besser nicht sehen sollen.« Reggios düsterer Blick rasselte hart in meinen.
Noch immer streckte ich ihm das Kreuz entgegen, aber meine Hand zitterte dabei wie vermaledeites Espenlaub. Panisch lenkte ich meine Aufmerksamkeit hinüber zu dem Torbogen.
Mein Gegenüber lächelte mitleidig. Was war das, was da hinter seinen Lippen aufblitzte? Die Zähne eines Tieres.
Er ist das Biest aus dieser Geschichte, Bellington.
»Larus, was lungerst du da herum und versperrst dem armen Tropf den einzigen Fluchtweg, hm?«
Gott, er war ein Dämon! Ein Dämon, der mit mir spielte.
Bedauernd zuckte er die Schultern.
»Er ist manchmal so ungehobelt. Ich entschuldige mich für ihn, denn ich bin ein verschissener Gentleman, stimmt es nicht, Tatum? Ja, ich würde dich vielleicht sogar gehen lassen, aber meine Freunde hier …« Etwas Animalisches huschte durch seine Augen. »… wohl eher nicht.«
»Er wird auf direktem Wege zu seinem Daddy laufen.« Tatum stand nah hinter Reggio. Den Kopf geneigt, fixierte er mich mit starrem Blick wie ein Raubtier auf der Jagd.
»Du siehst …« Reggio seufzte. »Sie trauen dir nicht.«
Das Blut auf seinen Lippen glänzte, die scharf gezeichneten Dornen auf seiner Brust waren so voller Blut, dass es wirkte, als trügen sie Blüten. Meine Beine schlotterten unter mir, jeden Moment würden sie versagen, und das musste ich um jeden Preis verhindern, denn ich würde niemals vor einem Teufel knien.
»Komm schon.« Er machte einen Schritt auf mich zu, und seine Züge wurden dunkler. »Reiß dich zusammen, hör auf zu bibbern und bete zu deinem Gott!«
Nein, bitte!
Schockiert blickte ich zu ihm auf. Gegen ihn war ich schmächtig, und gegen sie alle drei hatte ich nicht den Hauch einer Chance.
Der Puls raste mir in den Ohren, meine Haut prickelte vor Angst, und mit den Augen suchte ich hektisch die Fenster der Akademie ab. Alles dunkel. Würde mich jemand hören, wenn ich schrie? Oder machte es das nur schlimmer?
»Er wird schreien«, grollte Tatum. »Wie ein Mädchen.«
Reggios Augen wurden schmal. »Ich liebe es, wenn sie schreien.«
»Würde ich dir nicht raten«, ließ Larus mich sachlich wissen. »Das heizt ihn nur an.«
Maria, Mutter Gottes, was war das hier? Ein Albtraum? Würde ich gleich unversehrt in meinem Bett aufwachen?
»Geh jetzt …«, zischte Reggio kalt. »… zu deinem Gott!«
Als ich ihn wieder ansah, fixierte er die Kathedrale, hinter deren Fenstern die warmen Flammen der Kerzen tanzten. »Lauf!«
Im nächsten Moment hatte ich mich aufgerappelt und rannte auf das Haus Gottes zu, getrieben von einem letzten Funken Hoffnung.
Hilf mir, himmlischer Vater!
Rette mich aus dieser Hölle!
»Du bist die unmöglichste Studentin, die mir je untergekommen ist, Ambers.« Die Rektorin meines Colleges starrte mich mit diesem Ausdruck eines entrückten Storches an, den sie immer auflegte, wenn eines der Schäfchen aus der Reihe tanzte. Meist war ich das. Ohne es zu wollen, denn ich war …
»Du bist tollpatschig, ungehobelt, und die anderen haben Angst vor dir.«
Ich erwiderte nichts, weil es ohnehin keinen Sinn ergab.
Auch wenn ich es zu gern wollte. Denn die pausbäckige Dumpfbacke Dan hatte die Kugel zuerst nach mir geworfen.
»Eine Billardkugel«, tadelte der Storch weiter. Gott, wie dürr und aufgebracht sie war. Ihr hakennasiges Gesicht war von roten Flecken übersät. Nicht dass sie gleich noch hyperventilierte und ich dann wieder schuld daran war … »Wie konntest du … Weißt du, wie schwer so eine Kugel ist?«, fuhr sie fort wie eine pseudobesorgte Mutter.
Meine Mutter ist tot. Unter der Erde. Wie jeder andere auch, den ich einmal so etwas wie mochte.
»Der arme Junge ist im Krankenhaus. Du wirst dich bei Dan entschuldigen.«
»Ganz sicher nicht.« Mein Kinn hob sich von allein.
Dans blutverschmierte Visage tat mir nicht leid.
Er hatte die Kugel geworfen.
Ey, du Freak!
Er hatte geworfen und mich hämisch dabei angegrinst. Eigentlich hatte ich das Geschoss nur abwehren wollen, da war es plötzlich mit Wucht zurückgeflogen und ihm auf die breite Schweinenase gekracht. Danach war sie nicht mehr nur breit gewesen, sondern auch noch matschig, und er hatte geschrien wie am Spieß.
Tief einatmend betrachtete ich meine vernarbten Hände unter dem zerkratzten Rektorentisch. Meine Finger hatten dieses verfluchte Ding nicht einmal berührt. Bis jetzt verstand ich nicht wirklich, was da draußen eigentlich geschehen war. Hatte mir jemand geholfen?
Ein heftiger Windstoß vielleicht?
Oder der Schlag von jemandem, der hinter mir gestanden hatte, ohne dass ich ihn gesehen hatte? Vielleicht meine Mom?
Gott verflucht, glaubte ich jetzt etwa schon an Geister?
»Was soll das heißen, nein?« Die Rektorin starrte mich an, als hätte ich den Verstand verloren.
Oder sie.
Oder wir beide.
»Sie können ihm gern mein Bedauern ausrichten …«, mit verschränkten Armen lehnte ich mich ein Stück über den protzigen Tisch, »… darüber, dass ich nur seine Nase erwischt habe und nicht seinen fetten, hässlichen Schädel.«
»Das reicht jetzt.« Mein Gegenüber schnappte vollkommen entsetzt nach Luft und sprang von dem hölzernen Stuhl auf. »Wir wollen dich hier nicht mehr, Liora Ambers. Du bist des Internats und des Colleges verwiesen.«
Wir wollen dich nicht mehr …
Meine Fresse, es langweilte mich langsam. Wie oft hatte ich das schon gehört? Seufzend krempelte ich die Ärmel meines zerrissenen Shirts nach oben. Ich hatte kein Problem damit, meine Narben zu zeigen. Nur alle anderen Menschen auf diesem Planeten schienen mich immer wieder dafür zu verabscheuen. Noch vor ein paar Jahren hatte mich das unsagbar traurig gestimmt. Inzwischen begegnete ich ihrer Abscheu mit Kälte.
Denn auf einem Acker aus Eis gedeihen keine Gefühle, egal, wie zäh die Saat ist. Und Angst ist immer nur das Problem desjenigen, der sie hat.
»Darf ich noch meine Sachen packen?« Meine Stimme klang kühl. Es war zu meiner Routine geworden, mich vor Angriffen emotional abzuschotten, und das hier … das war ein solcher Angriff.
»Ed hat das bereits erledigt.« Die Rektorin wischte sich mit einem Stofftaschentuch über die Hakennase, als müsste sie jeden Moment anfangen zu weinen.
Gott bewahre!
Sie deutete zur Tür, in der unser untersetzter Hausmeister mit der Halbglatze stand und mich mitleidig ansah. »Und er wird dich auch hinausbegleiten. Wir hatten bereits befürchtet, dass du keine Einsicht zeigen würdest.«
Es war eine verdammte Wohltat, wie sich dieser hässliche Flachbau hinter mir im Heckfenster entfernte. Dieser graue unförmige Bunker, lieblos bemalt von irgendwelchen bocklosen Halbstarken, die man mit guten Noten erpresst hatte. Ein krummes Harry-Potter-Schloss, fußballspielende Strichmännchen und ein zerlaufener Gangster mit Goldketten und Zahnlücken, der seinen Betrachtern den Mittelfinger zeigte. Ich hatte es hier gehasst. Genau wie in allen anderen Internaten zuvor. Man lernte sinnlose Dinge, traf idiotische Dumpfbacken und wurde eingepfercht und gefangen gehalten, bis einem der Hass auf all das zu den Ohren herauskam.
»Es gibt einen Ort für dich, Mädchen.« Ed wischte sich über seinen Walross-Schnauzbart und betrachtete mich besorgt im Rückspiegel. »Aber der ist nicht hier.«
»Darauf kannst du Gift nehmen«, knurrte ich und starrte aus schmalen Augen weiter geradeaus. Neben mir war mein ganzes Hab und Gut aufgestapelt. Drei Koffer und ein Rucksack, mehr besaß ich nicht. Seit dem Tod meines Großvaters war ich heimatlos und verloren. Er war das Letzte, das mir lieb gewesen war. Jetzt war ich allein. Und würde es wohl auch bleiben.
»Wo soll ich dich absetzen?« Eds uralter Fiat knirschte unter uns. Er war voller Schrammen, und ein paar Kids hatten mit Edding einen krummen Penis auf die Windschutzscheibe geschmiert. Es schien ihn nicht zu jucken. Er spähte einfach daran vorbei.
»Am besten im Wald. Da kann ich den Brotkrumen folgen und mich mit der bösen Hexe anfreunden.«
»Lass den Quatsch, Liora.« Jetzt drehte er sich tatsächlich zu mir um, mit dem gleichen tadelnden Blick, wie ihn die Rektorin in Perfektion beherrschte. »Hast du nicht einen Freund, bei dem du vorerst unterkommen kannst? Eine beste Freundin? Familie?«
»Ah ja, Betsy«, log ich ihm eine spontane Erleuchtung vor. »Ich werde sie anrufen, sobald du mich abgesetzt hast. Gleich da vorn zum Beispiel.«
Die alte Klapperkiste rumpelte durch ein kleines Wäldchen, in dem sich die Studenten immer zum Knutschen trafen.
»Veräppelst du mich, Ambers?« Sein Schnurrbart hüpfte erzürnt auf und ab.
»Ed …« Ein kurzes Räuspern ließ mich harsch wirken. »Es ist doch so … Du willst mich loswerden, und ich will das nächste traurige Kapitel abhaken. Wir haben zwei Optionen: Entweder du fährst mich für den Rest deines Lebens planlos durch die Botanik, oder du lässt mich einfach aussteigen.«
Das Knarren, als Ed bremste, klang fast schon gefährlich, die Federung dieser Kiste war eindeutig hinüber. War ja klar, dass ihn das College so mies bezahlte, dass er sich nicht mal eine vernünftige Karre kaufen konnte.
»Es gibt einen Ort für dich«, wiederholte er mit erhobenen Brauen, die so buschig waren, dass sie einem Schwarm Insekten als Versteck hätten dienen können.
Erwiderungslos stemmte ich die klemmende Tür auf und zerrte mein Gepäck hinaus.
»In zwei Stunden komme ich zurück, und wenn du dann noch da bist, nehme ich dich wieder mit.« Drohte er mir etwa?
Kaum war ich aus der Klapperkiste geklettert, startete Ed das Vehikel mit knallendem Auspuff.
Am Ende wollten sie doch alle am liebsten so schnell wie möglich weg von mir. Ich war unheimlich. Ein Freak.
Und sie alle hatten meine Akte oft genug diskutiert, um zu wissen, dass ich niemanden mehr hatte.
Seufzend warf ich meine Koffer neben den massiven Stamm einer Eiche ins Moos und ließ mich zwischen ihnen zu Boden sinken. In meinen staubigen schwarzen Chucks und der zerrissenen Jeans sah ich bestimmt sogar etwas bedürftig aus.
Das Wäldchen war ruhig, fast schon still, und ich sah mich seufzend um. Ed hatte einen Ort erwähnt. Einen Ort, den es gab. Für mich.
Wie nebenbei zog ich ein Stück Papier aus der Seitentasche meines Rucksacks. Schon ewig bewahrte ich es dort auf, und es versetzte mir jedes Mal einen ordentlichen Stich, wenn ich es auseinanderfaltete. Der letzte Brief meiner Mutter an mich. Ihre letzten Zeilen, bevor ich …
Ein tiefer Atemzug hob meine Brust. Vielleicht war es richtig, dass mich alle für ein Monster hielten.
Bebend umgriffen meine vernarbten Finger das zerknitterte Papier.
Liora, mein Schatz.
Du bist etwas Besonderes.
Besonderen Kindern passieren besondere Dinge, du wirst sehen. Aber du musst dem Weg folgen, den das Schicksal für dich vorgesehen hat. Du bist die Enkelin von Ferguson Ambers, einem großen Mann, der Wunderbares erschaffen hat. Folge seinem Weg!
Folge deinem Weg!
Noch einmal sah ich ihr angstverzerrtes Gesicht in den Flammen. Noch einmal spürte ich den Schmerz, als das Fleisch meiner Arme verbrutzelte.
»Liora, der Brief …« Das waren ihre letzten Worte gewesen. Und ich würde niemals erfahren, wie der Satz zu Ende ging. Doch ich ahnte es …
Meine Brust blieb kühl bei dem Gedanken, aber meine Narben prickelten.
Bis zu den Ellbogen war ich auch optisch das Monster, für das mich alle hielten.
Über mir im Geäst hockte ein großer Rabe und starrte interessiert auf mich herab. Mein Großvater hatte etwas erschaffen, das stimmte. Aber ich wollte kein Teil davon sein, weil alles in mir dagegen rebellierte. Die Woodgrove Academy … Akademie der Erben … voll spießiger Schnösel, die von Bodyguards vor der Außenwelt abgeschottet wurden, um sie zu schützen.
Sah ich aus wie Scheiß-Beyoncé?
Meine Mutter hatte mich heimlich in dieser Akademie am Arsch der Welt eingeschrieben, und ich hasste sie dafür. Ich hatte ihr beweisen wollen, dass ich es auf ein normales College schaffen konnte. Dass ich zu abgefuckt und zu ordinär war für die schnöselige VIP-Akademie meines Großvaters, aber sie hatte gar nicht zugehört. Zu ihm war sie gefahren, um über mich zu reden. Und kurz nach ihrer Rückkehr … Ich ballte die Hände zu Fäusten. Wir hatten nicht mehr sprechen können über ihre Reise oder meine Bestimmung oder ihre Schnapsidee, mich in diesem Schloss im verlorenen Wald einzuschreiben. Die Flammen hatten es verhindert.
Der Rabe über mir krächzte und breitete die Schwingen aus, um in den nahenden Abend zu verschwinden.
»Ach, sieh mal einer an!« Mit einem Ruck wurde mir der Brief von hinten aus der Hand gerissen. »Was liest du denn da Schönes hier so ganz allein im Wald?«
Der unförmige Kumpel vom matschnasigen Dan breitete das Papier zwischen seinen wurstigen Händen aus. Er war dabei gewesen, als ich seinem Freund die Visage zermatscht hatte.
Und er war nicht allein.
Wie hatten diese Idioten mich hier bitte gefunden? Waren sie dem stinkenden Qualm des Autos gefolgt?
»›Liora, mein Schatz. Du bist etwas Besonderes.‹« Er klimperte mit den Wimpern und drehte sich dem hässlichen Schlägertrupp in seinem Rücken zu. Die abgewetzten Typen hatten Baseballschläger und Schlagringe dabei. Einer von ihnen war Leo, der Schönling aus dem Baseballteam. Eine seiner blonden Schmalzlocken fiel ihm ins Gesicht, und er musterte mich düster.
»›Besonderen Kindern passieren besondere Dinge.‹ Ach, wie herzallerliebst.«
Ein hässliches Mädchen mit einer Zahnlücke lachte dreckig und spuckte aus. Ich hatte sie noch nie gesehen, sie wirkte auch weitaus zu jung für ein College, und sie sah Dan verdächtig ähnlich.
»Gib das wieder her!« Im nächsten Moment war ich auf den Füßen und hatte diesen Kerl am Schlafittchen gepackt. Angst zuckte durch seinen milchigen Blick. Offenbar war ich stärker, als er vermutet hatte. Ich erkannte Sommersprossen auf seinen runden Wangen.
»Du hast meinem Bruder das Gesicht ruiniert«, motzte das hässliche Mädchen mit dem struppigen roten Haar und den abgewetzten Hosenträgern. »Jetzt zermalmen wir dafür deines.«
»Lass! Den! Brief! Los!«, knurrte ich Dans Freund in die erstarrte Fratze. Keine Ahnung, was sonst passierte. Ich hatte absolut keine Chance gegen einen Schlägertrupp, der aus zehn Leuten und einer wild gewordenen Schwester bestand.
»Hältst du dich für ein besonderes Kind, Liora freaky Ambers? Sag schon!« Der Kerl besaß Mumm, das musste man ihm lassen. Immerhin hatte ich ihn in der Klemme, wenn auch recht chancenlos.
Kind … Manchmal wäre ich echt gern wieder ein Kind gewesen. Dann hätte ich allen Doofbratzen, die mir gegen den Strich gingen, völlig ungestraft eine Kopfnuss verpassen können.
»Soll ich weiter vorlesen, Leute?«, richtete sich die Pfeife in meiner Mangel an seine Gang.
»Versuch es doch!« Sein Kragen wurde enger, als meine bebenden Hände ihn noch fester packten.
»Jetzt verpasst ihr doch endlich eine!«, verlor der Arme plötzlich die Fassung. »Die Irre erwürgt mich.«
»Komm schon, gib ihr eine!« Dans Schwester machte eine Kaugummiblase und schubste den Baseballschönling nach vorn.
Die wollten wirklich zu elft im Wald ein unschuldiges Mädchen mit Baseballkeulen zusammenprügeln? Und mit mir sollte etwas nicht stimmen? Wer war hier eigentlich der verfluchte Freak?
»Lass den Brief los!« Das war alles, was mir wichtig war. Sollten sie mich zusammenschlagen und im Dreck liegen lassen, aber ich würde dabei den Brief meiner Mutter wieder in den Händen halten.
Prince Charming trat einen Schritt auf mich zu. Er wirkte unschlüssig. »Mach schon!«, brüllten mein Opfer und Dans Schwester beinahe gemeinsam.
Ich griff nach dem Papier. Er und ich ließen fast gleichzeitig los, und er machte einen unbeholfenen Satz zurück, der ihn auf den Hintern fallen ließ.
Meine Finger umklammerten das Letzte, was mir von meiner Mutter geblieben war, und ich blickte der wilden Meute atemlos entgegen.
Ein Wind kam auf und raschelte unterschwellig durch die dürren Äste wie das unheilvolle Flüstern böser Stimmen.
»Was ist das?« Der Dünnste der Gruppe sah sich unbehaglich um.
»Ey, ihr wisst schon, was sie getan hat, oder?«, tuschelte ein untersetzter Typ in kurzen Hosen. Wahrscheinlich sollten es nur die anderen hören, aber es war viel zu laut.
Dans Schwester machte eine weitere Kaugummiblase, diesmal ließ sie sie mit einem geräuschvollen Knallen zerplatzen. »Hast du die Hosen voll, oder was? Wir sind hier, um meinen Bruder zu rächen.«
»Ich mein ja nur, sie …«
Die Truppe starrte mich an. Der Wind ließ mein schwarzes Haar wehen, und ich versuchte, ruhig zu atmen und ihnen nicht zu zeigen, wie sehr ich eigentlich die Hosen voll hatte.
Das zerknüllte Papier zwischen meinen Fingern fühlte sich tröstlich an.
»Was habe ich getan?« Meine Stimme klang fester als erhofft. »Sprich es aus, na los! Was habe ich getan?«
Das Säuseln in den Bäumen wurde lauter. Was zum Geier passierte hier?
Dans bester Freund saß noch immer auf dem Hintern und starrte zu mir herauf.
»Sag es!«, forderte ich ihn auf, und Wut kochte dabei in mir nach oben. »Sag mir ins Gesicht, was ihr euch bisher immer nur heimlich auf den Gängen zugetuschelt habt, ihr feigen Lappen!«
»Sie dreht wieder durch.« Die Rothaarige wirkte beunruhigt.
»Vielleicht ist sie eine Hexe«, wisperte ein besonders junger Typ mit Gummihandschuhen. Wozu zum Henker trug er diese Dinger? Wollte er mich zerstückeln und verscharren, ohne Spuren zu hinterlassen? Er? Der kaum zwölf war?
Was für ein Fasching sollte das hier werden?
Der Wind wurde stärker, und es grummelte über uns am Himmel.
»Hier draußen hört dich keiner schreien, Ambers.« Redete diese Rotzgöre von Schwester sich selbst gut zu, oder wollte sie mir Angst machen?
Der Schönling trat einen Schritt auf mich zu und schnaubte dabei entschlossen wie ein Stier.
»Was, wenn sie doch eine Hexe ist?«, tuschelte die Gruppe aufgebracht.
»Komm schon, schlag zu!«
»Hau drauf!«
»Gibs ihr!«
»Hört lieber auf!«
»Liora – du Freak – Ambers.«
Die Stimmen brauten sich zu einem anhaltenden Summen in meinem Kopf zusammen, vermischten sich mit dem Flüstern aus dem Wald und ließen einen surrenden Schmerz hinter meinen Schläfen anschwellen.
Wir wollen, dass du gehst. Du gehörst hier nicht her. Du gehörst nirgendshin!
Verschwinde, Liora! Verschwinde!
In mir brodelte, tobte und wütete es.
»NEIN! STOPP!« Hatte ich das geschrien? Als ich aufblickte, erstarrte der Schönling in der Bewegung. Er hatte ausgeholt und mit dem Schläger auf meinen Kopf gezielt.
Und jetzt stand er da, als hätte er einen Hexenschuss.
Alle starrten ihn an.
Auch ich.
Die Narben an meinen Armen kribbelten bis hinunter in die Fingerspitzen.
Mein Gegenüber stierte aus geröteten Augen zu mir herab und rührte sich nicht. Hatte er einen Schlaganfall oder so etwas?
»Alter, was ist mit dir?« Dans bester Freund wollte ein Stück auf ihn zurobben, traute sich dann aber doch nicht.
»Bud?« Die Rothaarige rannte auf ihn zu und schnipste mit der Hand vor seinem Gesicht. »Was soll das? Was machst du mit ihm?«
Entsetzt starrte sie mich an, nur um festzustellen, dass ich rein gar nichts tat. Schwerer Atem hob und senkte meine Brust, ich war voller Zorn auf diese Trottel und die Welt, doch ich rührte diesen Bastard nicht an.
Hinter seiner Brust kamen halb gare Laute der Verzweiflung hervor, der Schläger fiel ihm aus der Hand direkt auf die schneeweißen Nikes.
»Junge, was zum …?« Dans Freund zeigte in meine Richtung. Seine Augen waren aufgerissen, der Mund stand offen.
Mein Körper bebte, ich hatte Mühe, mich auf das Gesagte zu konzentrieren, da stürzte Charming nach Atem ringend auf die Knie.
Die ganze Truppe fixierte mich fassungslos. Dans Schwester half dem Schönling auf, und er wischte sich verwirrt über die Nase. Sie blutete, und Tränen liefen ihm über das Gesicht.
»Was … was ist das?«
Vielleicht hatte ich mich geirrt. Die Gruppe starrte nicht mich an, sondern etwas hinter mir. Ich spürte eine kalte Präsenz und vernahm einen dezenten Geruch nach feuchter Erde.
Was zum Henker …
Mir wurde kalt.
Wieder rumpelte ein Donner durch den Abendhimmel.
Der Schlägertrupp stolperte rückwärts. Charming wirkte vollkommen desorientiert und musste auf beiden Seiten gestützt werden.
»Lasst uns abhauen, Leute! Schnell!«
Einer der Hinteren schrie wie ein Mädchen, und im nächsten Moment krabbelte, stürzte und rannte alles unbeholfen durcheinander.
Und hinter mir … Ein steter, kühler Atem, der mir so nah war, dass ich ihn in jedem Knochen spüren konnte.
Was zum Teufel hatte sich da aus den Schatten an mich herangeschlichen?
