SIMPLY
QUANTEN-
PHYSIK
WISSEN AUF DEN PUNKT GEBRACHT
INHALT
Lektorat
Miezan van Zyl, Angeles Gavira, Gillian Reid,
Liz Wheeler, Jonathan Metcalf
Gestaltung und Bildredaktion
Mik Gates, Clare Joyce, Michael Duffy,
Karen Self
Umschlaggestaltung
Sophia M.T.T., Akiko Kato
Herstellung
Meskerem Berhane
Für die deutsche Ausgabe:
Verlagsleitung Monika Schlitzer
Programmleitung Heike Faßbender
Redaktionsleitung Dr. Kerstin Schlieker
Herstellungsleitung Dorothee Whittaker
Herstellungskoordination Bianca Isack
Herstellung Inga Reinke
Titel der englischen Originalausgabe:
Simply Quantum Physics
© Dorling Kindersley Limited, London, 2021
Ein Unternehmen der
Penguin Random House Group
Alle Rechte vorbehalten
© der deutschsprachigen Ausgabe by
Dorling Kindersley Verlag GmbH, München, 2023
Alle deutschsprachigen Rechte vorbehalten
Deutsche digitale Ausgabe, 2023
Dorling Kindersley Verlag GmbH
Jegliche – auch auszugsweise – Verwertung,
Wiedergabe, Vervielfältigung oder Speicherung,
ob elektronisch, mechanisch, durch Fotokopie oder
Aufzeichnung, bedarf der vorherigen schriftlichen
Genehmigung durch den Verlag.
Übersetzung Dr. Stephan Matthiesen
Lektorat Manuela Kupfer
eISBN 978-3-8310-8308-4
www.dk-verlag.de
DIE
QUANTENWELT
8 VERSCHWINDEND KLEIN
Subatomare Größenordnungen
10 DREI WINZIGE TEILCHEN
Der Aufbau des Atoms
12 TEILCHENZOO
Subatomare Teilchen
14 WAS IST LICHT?
Elektromagnetische Strahlung
15 QUANTENKONSTANTE
Plancksches Wirkungsquantum
16 SCHWINGUNGEN IM RAUM
Wellen
18 WELLE ODER TEILCHEN
Welle-Teilchen-Dualismus
20 ZUSAMMENHALT
Die starke Wechselwirkung
21 DIE KRAFT DES ZERFALLS
Die schwache Wechselwirkung
22 GEGENSÄTZE ZIEHEN SICH AN
Die elektromagnetische Kraft
23 ALLES FÄLLT
Die Schwerkraft
KLASSISCHE
PHYSIKRÄTSEL
26 IDEALE STRAHLER
Schwarzkörperstrahlung
27 DIE UV-KATASTROPHE
Das Rayleigh-Jeans-Gesetz
28 ENERGIEPAKETE
Quantisierung der Energie
30 ENERGIEZUSTÄNDE
Energiezustände von Atomen
31 WAHRSCHEINLICHKEITS-
WOLKEN
Atomorbitale
32 PHOTONENENERGIE
Der fotoelektrische Effekt
DIE WELLEN-
FUNKTION
36 QUANTENZUSTÄNDE
BESCHREIBEN
Die Wellenfunktion
38 AN ZWEI ORTEN ZUGLEICH
Superposition
40 QUADRAT DER WELLE
Bornsche Regel
41 WELLENTRANSFORMATIONEN
Fourier-Transformationen
42 NICHT ALLES IST WISSBAR
Heisenbergsche
Unbestimmtheitsrelation
44 ENTWICKLUNG IN DER ZEIT
Schrödinger-Gleichung
46 WAS IST EINE MESSUNG?
Das Messproblem
48 PLÖTZLICHER KOLLAPS
Kollaps der Wellenfunktion
49 PARADOXON IM KASTEN
Schrödingers Katze
INTERPRETATIONEN
DER QUANTEN-
MECHANIK
52 QUANTENPHYSIK VERSTEHEN
Die Kopenhagener Deutung
54 ALLES KANN UND
WIRD GESCHEHEN
Die Viele-Welten-Interpretation
55 EWIGE WIEDERHOLUNG
Die kosmologische Interpretation
56 UNSICHTBARE EINFLÜSSE
Verborgene Variablen
58 EIN QUANTEN-HANDSHAKE
Die Transaktions-Interpretation
59 SPONTANER KOLLAPS
Dynamischer-Kollaps-Theorien
60 SELEKTION DER ZUSTÄNDE
Quanten-Darwinismus
61 GLAUBE DES BEOBACHTERS
Quanten-Bayesianismus
62 DURCH DAS LABYRINTH
Konsistente Historien
63 VERSCHIEDENE ANSICHTEN
Die relationale Interpretation
QUANTEN-
PHÄNOMENE
66 DER SPIN
Intrinsischer Drehimpuls
67 TEILCHEN MIT MAGNETFELD
Magnetisches Moment
68 DIE GROSSE TEILUNG
Fermionen und Bosonen
69 KEIN PLATZ FÜR ZWEI
Das Pauli-Ausschließungsprinzip
70 WELCHE BARRIERE?
Quantentunneln
72 ÜBER JEDE ENTFERNUNG
Quantenverschränkung
74 »BEAMEN« VON ZUSTÄNDEN
Quantenteleportation
75 INSTABILE UMGEBUNG
Dekohärenz
76 IN FESTEN STOFFEN
Festkörperphysik
78 MERKWÜRDIGE ZUSTÄNDE
Bose-Einstein-Kondensate
80 FLIESSEN OHNE WIDERSTAND
Suprafluidität
81 EWIGER STROMFLUSS
Supraleitung
82 SELTSAME QUANTENATOME
Tieftemperaturphysik
83 UNGEWÖHNLICHE ORBITALE
Rydberg-Atome
QUANTEN-
TECHNOLOGIE
86 UNTER PHOTONENBESCHUSS
Stimulierte Emission
87 HOCHKONZENTRIERT
Laser
88 GENAUE ZEIT
Atomuhren
90 FESTKÖRPER
Bändermodell für Festkörper
91 SILIZIUMCHIPS
Transistoren
92 LICHTABGABE
Leuchtdiode (LED)
93 KAMERASENSOREN
Charge-coupled device (CCD)
94 LEVITATION
Supraleitende Elektromagnete
95 TUNNELNDE PAARE
Josephson-Effekt
96 SQUIDS
Supraleitende Magnetsensoren
98 BLICK INS INNERE
Magnetresonanztomografie
100 SEHEN OHNE LICHT
Elektronenmikroskope
102 ATOME ERTASTEN
Rasterkraftmikroskope
QUANTEN-
INFORMATION
106 NICHT NUR
NULLEN UND EINSEN
Qubits
107 SUPERSCHNELL
Quantencomputer
108 QUANTENCODES
Quantenkryptografie
109 SIMULATOREN
Quantensimulation
KERNPHYSIK
112 SUCHE NACH STABILITÄT
Radioaktivität
114 ATOME TEILEN
Kernspaltung
116 ATOME VERSCHMELZEN
Kernfusion
TEILCHENPHYSIK
120 JAGD NACH
FLÜCHTIGEN TEILCHEN
Teilchendetektoren
121 ZUSAMMENSTÖSSE
Teilchenbeschleuniger
122 KLEINER ALS EIN ATOM
Quarks
123 KEINE STARKE KRAFT
Leptonen
124 ORDNUNG IN DER
QUANTENWELT
Das Standardmodell
126 TRÄGER DER GRUNDKRÄFTE
Eichbosonen
127 WO DIE MASSE HERKOMMT
Das Higgs-Boson
128 DAS GEGENSTÜCK ZUR MATERIE
Antimaterie
130 NOCH KEIN STANDARD
Jenseits des Standardmodells
132 UNIVERSELLE FELDER
Quantenfeldtheorie
134 DAS JUWEL DER PHYSIK
Quantenelektrodynamik
135 DREIFARBIGE QUARKS
Quantenchromodynamik
QUANTEN-
GRAVITATION
138 ALLE KRÄFTE ZUSAMMEN
Eine Theorie von Allem
140 QUANTENSCHAUM
Planck-Länge und Planck-Zeit
142 VIBRIERENDE FÄDEN
Stringtheorien
143 VIELDIMENSIONALE FÄDEN
M-Theorie
144 DER STOFF DES RAUMS
Schleifenquantengravitation
QUANTEN-
BIOLOGIE
148 PHOTONEN UND LAUB
Fotosynthese
150 IN UNSERER DNA
Quantentheorie von Mutationen
151 TUNNELN ZUR REAKTION
Enzyme und Quantenphysik
152 MAGNETWAHRNEHMUNG
Quantennavigation
154 UNSER GERUCHSSINN
Die Quantennase
155 QUANTENBEWUSSTSEIN?
Der Quantengeist
156 REGISTER
BERATENDER HERAUSGEBER
Dr. Ben Still ist ein preisgekrönter Wissen-
schaftskommunikator, Teilchenphysiker
und Autor. Er lehrt Oberstufenphysik und
ist Gastwissenschaftler an der Queen Mary
University in London. Er ist Autor einer
wachsenden Anzahl populärer Wissen-
schaftsbücher und lehrt weltweit die
Teilchenphysik mithilfe von LEGO®.
MITWIRKENDE
Hilary Lamb ist preisgekrönte Journalis-
tin und Autorin, die über Wissenschaft
und Technik schreibt. Sie hat zu früheren
Titeln des DK Verlags beigetragen, etwa
The Visual Encyclopedia, #dkinfografik:
Technik einfach verstehen und Big Ideas:
Das Physik-Buch.
Giles Sparrow ist populärwissenschaft-
licher Autor, der sich auf Physik und
Astronomie spezialisiert hat. Er hat zu
DK-Bestsellern wie Big Ideas: Das Physik-
Buch, Space flight, Universum sowie
Wissenschaft & Technik beigetragen.
D i e
Q u a nt
W e lt
e n -
Die Quantenphysik beschreibt, wie sich die Welt auf den
allerkleinsten Größenordnungen verhält. Auf Skalen weit
jenseits der besten Mikroskope beschreibt sie das Verhalten
und die Wechselwirkung der Atome und der Teilchen, aus
denen sie bestehen – den fundamentalen Bausteinen der
Materie. Wissenschaftler bestätigten die Existenz subato-
marer Teilchen erst 1897 mit der Entdeckung des Elektrons
durch J. J. Thomson, aber die Möglichkeit, dass sich diese
winzigen Teilchen manchmal wie Wellen verhalten, also
der Schlüssel zum Verständnis der seltsamen Quantenwelt,
wurde erst 1924 von Louis Victor de Broglie erkannt.
Atome sind nur etwa ein Hun-
derttausendstel so groß wie
die kleinsten noch mit bloßem
Auge sichtbaren Dinge. Der
Großteil des Volumens des
Atoms ist »leerer« Raum.
Der Kern eines
Wasserstoffatoms
ist ein einzelnes
Teilchen, ein
Proton, mit einem
Durchmesser von
1,8 billiardstel
Meter.
Quarks sind
eine Gruppe von
Elementarteilchen
und wichtige Bau-
steine der Materie.
Im Mittelpunkt des
Atoms befindet
sich der Atomkern:
eine dichte Region,
die praktisch die
gesamte Masse des
Atoms enthält.
Die Elektronen, die die
Hülle der Atome bilden,
sind Elementarteilchen auf
ähnlichen Größenordnun-
gen wie die Quarks.
8 SUBATOMARE GRÖSSENORDNUNGEN
ATOM 10–10
M
10–14
ATOMKERN
M–10–15
M
NUKLEON 10–15
M
QUARK 10–18
ELEKTRON ~10–18
M
M
Dies ist die kleinste Länge,
die in den heutigen physika-
lischen Theorien möglich ist.
Auf Größenordnungen unter
der Planck-Länge versagen
die heutigen Theorien und
können keine sinnvollen
Vorhersagen mehr machen.
VERSCHWINDEND
KLEIN
Zwar haben die größten Atome etwa einen halben Nano-
meter (milliardstel Meter) Durchmesser (weniger als ein
Hunderttausendstel der Dicke eines Haars), doch der
größte Teil des Volumens wird von einer dünnen Elektro-
nenwolke gefüllt, die einen kleinen, dichten Kern umgibt.
Atomkerne sind typischerweise einige Femtometer
(billiardstel Meter) groß und gewöhnlich treten seltsame
Quanteneffekte auf diesen (oder noch kleineren) Größen-
ordnungen auf. Die kleinste Länge, die überhaupt physika-
lischen Sinn ergibt, ist die Planck-Länge (siehe S. 140–141).
SUBATOMARE GRÖSSENORDNUNGEN 9
Quantenskalen
Die Quantenphysik erforscht
Phänomene, die auf extrem kleinen
Größenordnungen (Skalen) auftreten.
Subatomare Teilchen kann man nicht
direkt beobachten, aber mit Experi-
menten ihre Auswirkungen studieren.
PLANCK-LÄNGE
10–35
M
1803 veröffentlichte
John Dalton die Theo-
rie, dass alle Materie
aus Atomen besteht –
unteilbaren Kugeln,
die weder geschaffen
noch vernichtet wer-
den können. Atome
verbinden sich aber
mit anderen Atomen
und können so neue
Stoffe bilden.
Im Modell von
J. J. Thomson
(1903) sind negativ
geladene Elektronen
zufällig in einer posi-
tiv geladenen Kugel
verteilt.
Experimente führten
Ernest Rutherford
1911 zu einem
Modell, bei dem die
gesamte positive
Ladung in einem
kleinen dichten Kern
konzentriert ist, um
den die Elektronen
kreisen – ähnlich
wie Monde um
einen Planeten.
Um Lichtemission
und -absorption zu
erklären, können
im Modell von Niels
Bohr (1913) die
Elektronen nur in
bestimmten »Scha-
len« kreisen.
DREI WINZIGE TEILCHEN
Atome sind die fundamentalen Bausteine der makroskopischen
Materie: Teilchen, die man früher für unteilbar hielt und die durch
ihre kollektiven chemischen oder physikalischen Eigenschaften
ein bestimmtes Element repräsentieren. Auf einer tieferen Ebene
bestehen aber alle Atome aus Kombinationen dreier subatomarer
Teilchenarten: positiv geladene Protonen und neutrale Neutronen
im Kern, umgeben von einer größeren Wolke aus negativ ge-
ladenen Elektronen (siehe S. 31), die es den Atomen ermöglicht,
mit anderen Atomen Bindungen einzugehen.
10 DER AUFBAU DES ATOMS
KUGELMODELL
ROSINENKUCHENMODELL
RUTHERFORDSCHES MODELL
BOHRSCHES MODELL
Elektronenwolken
In modernen Atommodellen sind die
Elektronen keine festen Kugeln, die den
Kern wie Planeten umkreisen. Vielmehr
repräsentiert man sie als »Wolke«, in
der die Wahrscheinlichkeit hoch
ist, sie anzutreffen.
Zwischen den negativ gelade-
nen Elektronen und den positiv
geladenen Protonen im Kern
wirkt eine elektromagnetische
Anziehung.
QUANTENMODELL
KERN
PROTON
NEUTRON
Neutrale Atome
haben genau so
Wolken verschie-
dener Form reprä-
viele negative Elek-
tronen wie positive
Protonen, sodass
sich die Ladungen
ausgleichen.
sentieren Orbitale:
Gebiete mit hoher
Wahrscheinlich-
keit, das Elektron
anzutreffen.
DER AUFBAU DES ATOMS
11
ELEKTRONEN
ANZIEHUNG
ELEKTRONENWOLKE
TEILCHENZOO
Elektronen sind echte Elementarteil-
chen, die nicht weiter teilbar sind; sie
gehören zur Familie der Leptonen.
Dagegen bestehen Protonen und
Neutronen je aus drei noch kleineren
Teilchen, den Quarks (siehe S. 122).
Teilchen, die aus Quarks zusammen-
gesetzt sind, nennt man Hadronen.
Hadronen werden weiter unter-
gliedert in Baryonen (die aus drei
Quarks bestehen) und Mesonen
(die aus einem Quark-Antiquark-
Paar bestehen).
QUARKS
UP
DOWN
CHARM
STRANGE
TOP
BOTTOM
LEPTONEN
FERMIONEN
Die elementaren (unteilbaren)
Teilchen, aus denen die Materie
besteht, fallen in zwei Gruppen:
Leptonen und Quarks. Nur
wenige Arten jeder Familie
kommen im heutigen Univer-
sum häufig vor.
ELEKTRON
ELEKTRON-NEUTRINO
MYON
MYON-NEUTRINO
TAUON
TAU-NEUTRINO ODER
TAUON-NEUTRINO
Die subatomare Welt
Mithilfe von Teilchenbeschleunigern
(siehe S. 121), die Atome aufbrechen
und kurzlebige, instabile Teilchen er-
zeugen, haben Physiker das sogenannte
Standardmodell (siehe S. 124–125) der
Teilchenphysik entwickelt.
12 SUBATOMARE TEILCHEN
A T
F
E
O
R
M
M
A R
O
I
E
N
T
E
E I
N
E L
E
M
E
N
T
A
R
E
F E
M
R
O
I
N
N
E
S
U
B
L C
H
E
N
Diese zusammengesetzten
Teilchen bestehen aus Quarks.
HADRONEN
BARYONEN
PROTON
NEUTRON
LAMBDA-BARYON
ANDERE
MESONEN
PIONEN
KAONEN
ANDERE
PHOTON
GLUON
W₋-BOSON
W+-BOSON
Z-BOSON
HIGGS-BOSON
Baryonen sind selbst Fermionen,
Mesonen dagegen Bosonen
(siehe S. 68).
ZUSAMMENGESETZTE
TEILCHEN
Elementare Bosonen wirken
als »Austauschteilchen«, die
die Kräfte zwischen Materie-
teilchen vermitteln. Sie
verhalten sich grundlegend
anders als Fermionen.
SUBATOMARE TEILCHEN
13
B
O
S
O
E
N
E
L
N
R
BOSONEN
E
M
E
N
T
A
E
B
O
S
O
N
E
N
14 ELEKTROMAGNETISCHE STRAHLUNG
WAS IST LICHT?
Elektrisch geladene Teilchen üben Kräfte auf-
einander aus, indem sie elektromagnetische
Strahlung emittieren. Diese sich fortpflan-
zenden Wellen sind schwingende elektrische
und magnetische Felder, die aufeinander
senkrecht stehen, sodass Änderungen des
einen Felds Änderungen des anderen erzeu-
gen. Ihre Eigenschaften hängen von der
Schwingungsfrequenz ab. Daher unterteilt
man sie in mehrere Strahlungsarten wie
Röntgenstrahlen, Licht oder Radiowellen.
Man klassifiziert elektromagnetische Wellen
nach ihrer Frequenz (bzw. der damit ver-
knüpften Wellenlänge), von langwelligen nie-
derfrequenten Radiowellen über Mikrowellen,
Infrarot, sichtbarem Licht und Ultraviolett
(UV) bis hin zu den kurzwelligen hochfre-
quenten Röntgen- und Gammastrahlen.
Wellen als gekoppelte Felder
Da das elektrische Feld und das
magnetische Feld zeitlich variieren,
induzieren sie sich ständig gegen-
seitig, sodass sich die Schwingung
als stabile Welle über weite Strecken
ausbreiten kann.
Licht besteht aus gekoppelten
elektrischen und magnetischen
Feldern, die senkrecht zueinan-
der und zu ihrer Ausbreitungs-
richtung sind.
SICHTBARES
LICHT
RADIOWELLEN
MIKROWELLEN
ELEKTROMAGNETISCHES SPEKTRUM
INFRAROT
UV RÖNTGENSTRAHLEN GAMMASTRAHLEN
DAS SPEKTRUM
ELEKTRISCHES FELD
SCHWINGENDE
FELDER
MAGNETISCHES FELD
AUSBREITUNGS-
RICHTUNG
PLANCKSCHES WIRKUNGSQUANTUM 15
Die Energie eines einzel-
nen Photons ist umso
größer, je größer die
Die Frequenz des Photons ist die
Zahl der Wellenberge, die pro
QUANTEN-
KONSTANTE
Im Bereich einzelner Atome oder subato-
marer Teilchen emittiert und absorbiert
geladene Materie elektromagnetische
Strahlung als Photonen. Das sind die
»Quanten« des elektromagnetischen
Felds, also winzige »Pakete« von Energie,
die jeweils nur als Ganzes erzeugt oder
vernichtet werden. Die Energie eines ein-
zelnen Photons lässt sich einfach aus der
Frequenz des elektromagnetischen Felds