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Auch wenn dies keineswegs immer so wahrgenommen wird: Single-Sein ist eine normale, gute und vollwertige Lebensform. Mit dieser Grundausrichtung legt Hildegard Aepli ein besonderes Augenmerk auf die Frage, inwiefern es erfülltes Leben mit unerfüllten Wünschen gibt. Die Reflexionen sind dabei stets rückgekoppelt an ihre persönlichen Erfahrungen. Der Band bietet Anregungen und Impulse sowie viele Übungen, welche die ignatianische Perspektive von Anfang an mit einbeziehen.
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Seitenzahl: 79
Veröffentlichungsjahr: 2012
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Hildegard Aepli
Single – und wie?!
Erfülltes Leben
mit unerfüllten Wünschen
Ignatianische Impulse
Herausgegeben von Stefan Kiechle SJ, Willi Lambert SJ und Martin Müller SJBand 53
Ignatianische Impulse gründen in der Spiritualität des Ignatius von Loyola. Diese wird heute von vielen Menschen neu entdeckt.
Ignatianische Impulse greifen aktuelle und existentielle Fragen wie auch umstrittene Themen auf. Weltoffen und konkret, lebensnah und nach vorne gerichtet, gut lesbar und persönlich anregend sprechen sie suchende Menschen an und helfen ihnen, das alltägliche Leben spirituell zu deuten und zu gestalten.
Ignatianische Impulse werden begleitet durch den Jesuitenorden, der von Ignatius gegründet wurde. Ihre Themen orientieren sich an dem, was Jesuiten heute als ihre Leitlinien gewählt haben: Christlicher Glaube – soziale Gerechtigkeit – interreligiöser Dialog – moderne Kultur.
Hildegard Aepli
Single – und wie?!
Erfülltes Leben
mit unerfüllten Wünschen
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über <http://dnb.d-nb.de> abrufbar.
© 2012 Echter Verlag GmbH, Würzburg
www.echter-verlag.de
Umschlag: Peter Hellmund
Druck und Bindung: fgb · freiburger graphische betriebe
ISBN
978-3-429-03480-1 (Print)
978-3-429-04630-9 (PDF)
978-3-429-06039-8 (ePub)
Vorwort
Beschreibung einer Lebensform
Einleitung
Lebensform zwischen Stuhl und Bank
Was die Sprache vermittelt
Herausforderungen an Allein-Stehende
Vision einer Lebensform
Einen Partner suchen und ihn nicht finden
Umgang mit Leiblichkeit und Sexualität
Als Allein-Stehende fruchtbar werden
Mein Herz ist die Zelle, die Welt das Kloster
Jesus – der Allein-Stehende
Die Lebensform Jesu im Blick
Dem Leben Jesu entlangdenken
Allein-Stehen als geistlicher Weg
Auch ohne Partner ein buntes Leben in Beziehung
In Beziehung zu mir selber
In Beziehung zu andern
In Beziehung zu Gott
Ein Blick auf die Einsamkeit
Sich nichts vormachen
Und wenn ich leide?!
Leidenschaftlich leben
Entscheidend ist die Entschiedenheit
Wie die Bibel Allein-Stehende anspricht
Persönliche Auseinandersetzung mit der Lebensform
Wie lange suche ich einen Partner
Täuschungen, Fallen, Thesen
Anhang
Mit einem Bibeltext beten
Gebet der liebenden Aufmerksamkeit
Impulse zu persönlichem Gebet
Eine Übung mit dem Leib
Anmerkungen
Das vorliegende Buch hat Menschen im Blick, die seit längerer Zeit alleine leben. Vielleicht machen sie sich Gedanken darüber, ob sie ihre endgültige Lebensform gefunden haben oder in einer Übergangssituation leben. Sie stellen sich unabhängig davon die Frage, wie diese Form oder dieser Abschnitt sinnvoll gestaltet werden kann. Der Titel »Single – und wie?!« deutet ein Zweifaches an. Das Buch geht dem Offenen nach: Singlesein, wie geht das bitte? Und das Buch bestärkt: Singlesein, natürlich ist das eine sinnvolle Lebensweise! Durch den Untertitel wird deutlich, dass beim Singlesein die Dimension der unerfüllten Wünsche offensichtlicher im Blickfeld ist als bei anderen Lebensformen. Deshalb sind Überlegungen angebracht, inwiefern es erfülltes Leben mit unerfüllten Wünschen gibt. Und sollte dies möglich sein, dann muss gesagt werden, wie! Allem Offenen und allen Fragen zum Trotz wird dieses Buch davon sprechen, dass der Alleinstand eine normale, gute und vollwertige Lebensform ist, selbst wenn sie gesellschaftlich gesehen keineswegs immer als solche wahrgenommen werden wird.
Ich wurde angefragt, dieses Buch zu schreiben, weil ich als unterdessen 48-Jährige einige Jahre Erfahrung mit einem Leben als Allein-Stehende mitbringe. Von diesen Erfahrungen gehe ich auch aus und habe vor allem am Anfang des Buches viel Biographisches einfließen lassen. Die Reflexion dann, also das Nachdenken über die Lebensform der Allein-Stehenden im Allgemeinen, steht in diesem Buch immer im Zusammenhang mit der persönlichen Erfahrung. Daraus ergeben sich Anregungen und Impulse für die Leser, die sich wiederfinden, ja bestätigt fühlen können oder aber dazu kommen, ihr Eigenes deutlicher zu benennen.
Schließlich wird das Buch zum Übungsbuch, welches die ignatianische Perspektive von Anfang an miteinbezieht. Die ignatianische Spiritualität hält einen Fundus an Hilfestellungen bereit, die aus den Erfahrungen ihres Gründers, des heiligen Ignatius von Loyola, stammen. Er war ein Mensch, der lange Zeit seines Lebensweges, bevor er sich mit Gefährten zusammenschloss, alleine seinen persönlichen Weg mit Gott suchte. Er legte ein sehr praktisches Zeugnis darüber ab, was ein Mensch braucht, um seinem innersten Wesen gerecht zu werden, ein erfülltes Leben zu suchen und zu finden. Das Buch regt an, den Blick und die Wahrnehmung für sich selber zu schärfen und dann über sich hinaus in den Zusammenhang von Gott und Mensch zu denken und darin erste oder vertiefte Schritte zu wagen.
Dieses Buch stammt aus der Feder einer Allein-Stehenden. Aber es ist trotzdem ein kleines Gemeinschaftswerk, denn das Mauskript wurde in verschiedenen Phasen der Entstehung von anderen gelesen und schriftlich oder mündlich kommentiert. Es waren Frauen, Männer, Allein-Stehende und Verheiratete. Ich danke Andrea, Madeleine, Cornelia, Marcel, Patricia, Elisabeth, Theres, Jörg, Ruth-Maria und den vielen, die mich ohne ihr Wissen in Begleitgesprächen auf das eine oder andere aufmerksam gemacht hatten.
Es ist für mich eine Freude, mit diesem Buch einen Beitrag leisten zu dürfen für Menschen, deren Lebensform im Allgemeinen unvollständig, ja defizitär empfunden wird und die sich selber auch nicht getrauen, sich ganz zu fühlen in ihrer Haut. Hildegard Aepli
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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