Sisley - Nathalia Brodskaya - E-Book

Sisley E-Book

Nathalia Brodskaya

0,0
6,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Alfred Sisley (1839-1899) gilt als der Schüchternste unter den Impressionisten und obwohl er künstlerisch immer im Schatten von Pierre-Auguste Renoir und Claude Monet stand, verband ihn mit beiden eine lebenslange Freundschaft. In Sisleys Landschaftsbildern ist stets ein Gefühl aufrichtiger Bewunderung für die Natur zu spüren, eine große Zärtlichkeit und zugleich ein wenig Trauer. Die Natur wird nicht einfach auf der Leinwand wiedergegeben. Vielmehr steht die Farbe im Dienst des Ausdrucks einer ganzen Skala von Gefühlen, die die Natur im Menschen erweckt. Mit dieser umfangreich bebilderten Ebook-Monografie wird der Versuch unternommen, Sisley zu der künstlerischen Beachtung zu verhelfen, die ihm zu Lebzeiten verwehrt blieb.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 38

Veröffentlichungsjahr: 2011

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Autor: Nathalia Brodskaya

Layout:

Baseline Co. Ltd

61A-63A Vo Van Tan Street

4. Etage

Distrikt 3, Ho Chi Minh City

Vietnam

© Confidential Concepts, worldwide, USA

© Parkstone Press International, New York, USA

Weltweit alle Rechte vorbehalten

Soweit nicht anders vermerkt, gehört das Copyright der Arbeiten den jeweiligen Fotografen. Trotz intensiver Nachforschungen war es aber nicht in jedem Fall möglich, die Eigentumsrechte festzustellen. Gegebenenfalls bitten wir um Benachrichtigung.

Nathalia Brodskaya

INHALT

Die Impressionisten und die Klassische Schule

1.Kastanienallee bei La Celle-Saint-Cloud, 1867.

Öl auf Leinwand,

95,5 x 122,2 cm, Southampton City

Art Gallery, Southampton.

Impression, Sonnenaufgang(Paris, Musée Marmottan): So lautete der Titel eines Gemäldes von Claude Monet 1874, das bei der ersten Ausstellung einer sich als “Société anonyme des artistes peintres, sculpteurs, graveurs etc.” bezeichnenden Künstlergruppe gezeigt wurde. Zuvor hatte Monet in Le Havre, der Stadt, in der er aufgewachsen war, eine Reihe von Landschaftsbildern und Seestücken gemalt, von denen er die besten für die Ausstellung auswählte. Die Gestaltung des Katalogs übernahm Edmond Renoir, ein Bruder des gleichnamigen Malers. Zu Recht warf er Monet die Eintönigkeit der gewählten Bildtitel vor – Originelleres alsBlick auf Le Havrehatte der Maler sich nicht einfallen lassen. Diesen Titel hatte er für die Darstellung eines Hafens im Morgengrauen vorgesehen: Ein bläulicher Nebeldunst hüllt die Umrisse von Segelschiffen ein, dunkle Bootssilhouetten gleiten gespenstisch dahin, über den Horizont steigt orangefarben die flache Scheibe der Sonne empor und wirft eine erste, rötliche Lichtspur auf die Wasserfläche. Nach den herrschenden ästhetischen Kriterien war das überhaupt kein Gemälde, sondern eher eine Art Skizze in Öl, rasch hingeworfen, um den flüchtigen Augenblick einzufangen, in dem ein neuer Tag anbricht. Offensichtlich war der TitelBlick auf Le Havrefür dieses Bild denkbar ungeeignet, schon weil Le Havre auf ihm gar nicht zu sehen war. “Schreiben Sie doch:Impression”, schlug Monet daher Edmond Renoir vor, und so begann die Geschichte des Impressionismus.

Am 25. April 1874 veröffentlicht der Kritiker Louis Leroy in der ZeitschriftLeCharivarieine satirische Rezension dieser Ausstellung: Ein bekannter Künstler verliert angesichts der ausgestellten Werke zunehmend den Verstand. Er hält das gepflügte Feld auf einem Gemälde von Camille Pissarro für Kratzer einer Palette auf einer schmutzigen Leinwand, er kann Oben und Unten, Rechts und Links nicht mehr auseinander halten. Claude Monets BildBoulevard des Capucinesentsetzt ihn, und MonetsImpression, Sonnenaufganggibt ihm den Gnadenstoß.“Impression, dachte ich mir”, murmelt der Künstler. “Impression ist da bestimmt drin. Und diese Freiheit, diese Flüchtigkeit in der Ausarbeitung! Eine Tapete im Urzustand ist ausgearbeiteter als dieses Gemälde!” Und er beginnt herumzutanzen und zu rufen: “Hough! Hough! Ich bin auf dem Pfad des Impressionismus, das Messer an der rächenden Palette!” (Le Charivari, 25. April 1874, zit. nach Renoir, S. 149-151). Leroy überschreibt seine Satire: “Ausstellung der Impressionisten”. Dank seiner Begriffsstutzigkeit steht der Bildtitel Monets am Ursprung eines neuen Begriffs, so geistreich und treffend, dass er für immer in den Wortschatz der Kunstgeschichte eingehen wird. Monet selbst hat die Urheberschaft für die Bezeichnung “Impressionismus” beansprucht, als er 1880 gegenüber einem Journalisten erklärte: “Ich habe dieses Wort erfunden, jedenfalls habe ich irgendeinemFigaro-Journalisten Gelegenheit gegeben, das Schlagwort in die Welt zu setzen. Mit welchem Erfolg, das wissen Sie ja.” (Venturi Bd. 2, S. 340).

2.Dorfstraße in Marlotte, 1866.

Öl auf Leinwand, 50 x 92 cm,

Albright-Knox Art Gallery, Buffalo.

3.Die Fähre von der Île de la Loge,Überschwemmung, 1872.

Öl auf Leinwand, 45 x 60 cm,

Ny Carlsberg Glyptothek, Kopenhagen.

4.Die Brücke von Villeneuve-la-Garenne, 1872.

Öl auf Leinwand, 49,5 x 65,5 cm,

The Metropolitan Museum, New York.

5.Ile Saint-Denis, 1872.

Öl auf Leinwand, 50 x 65 cm,

Musée d’Orsay, Paris.

Die Impressionisten und die Klassische Schule

Die Gruppe junger Künstler, die auf diese Weise zu der Bezeichnung “Impressionisten” gelangte, hatte sich seit Beginn der sechziger Jahre zusammengefunden. Claude Monet, der Sohn eines Kolonialwarenhändlers in Le Havre, Frédéric Bazille, Spross wohlhabender Eltern aus Montpellier, Alfred Sisley, der von einer in Frankreich lebenden englischen Familie abstammte, und der Pariser Schneidersohn Auguste Renoir lernten sich im Atelier des Kunstprofessors Charles Gleyre kennen, von dem sie sich in der Malkunst unterweisen ließen. In ihren Augen verkörperte Gleyre wie kein anderer die klassische Schule.