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Türchen Nummer 23: Romantische Weihnachten in Schottland mit Julia Pauss Wegen eines Schneesturms sitzen Alexandra und Rafael, die sich nicht ausstehen können, auf den Shetlands fest – und müssen Weihnachten zu zweit in der Forschungsstation feiern. Aus Christmas in My Heart
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Veröffentlichungsjahr: 2025
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Diese Kurzgeschichte ist Teil des everlove Adventskalenders »Christmas in My Heart«.
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Cover & Impressum
23 – Shetlandinseln
Julia Pauss
Snowed in Love
Julia Pauss
Meiner Meinung nach ist Weihnachten…
Rafael
Alex
Rafael
Inhaltsübersicht
Cover
Textanfang
Impressum
Julia Pauss kommt aus Salzburg, wo sie Anglistik und Germanistik studiert hat und als Redakteurin arbeitet. Ein Leben ohne Geschichten kann sie sich nicht vorstellen, und wenn sie nicht gerade an einer neuen Idee tüftelt, hat sie es sich wahrscheinlich irgendwo mit einem guten Buch gemütlich gemacht, zeichnet in ihr Notizbuch oder zockt Cozy Games. Am liebsten schreibt sie Geschichten über Frauen, die ihren Weg finden, über die Stärke von verletzlichen Helden und über Liebe, die alle Grenzen überwindet. Auf ihrem Instagramkanal @julesschreibt kannst du Julia auf ihrer Schreibreise begleiten.
Meiner Meinung nach ist Weihnachten völlig überbewertet. Vielleicht ist das der Grund, weshalb Peter, der Koordinator unseres Forschungsprojekts an der Küste Shetlands, so verdammt entspannt klingt, als er mir die Hiobsbotschaft überbringt.
»Was soll das heißen, wir kommen hier nicht weg?«
»Tut mir wirklich leid, Rafe«, dringt seine Stimme aus dem Satellitentelefon, während die Scheibenwischer meines Toyotas tapfer gegen den immer stärker werdenden Schneefall ankämpfen.
»Die Straße nach Lerwick ist komplett gesperrt, auf so einen Schneesturm ist hier niemand vorbereitet. Wir kriegen euch frühestens morgen Abend hier raus.«
Es gelingt mir nicht, mein Stöhnen zu unterdrücken. »Das kann doch nicht dein Ernst sein. Morgen ist …«
»Ich weiß«, seufzt Peter. »Leider haben wir momentan keine andere Lösung für euch. Sobald sich etwas tut, sage ich Bescheid. Kannst du mit Alex reden?«
Ich schließe die Augen. »Klar«, brumme ich missmutig, schlage das Lenkrad ein und wende den Wagen. »Aber wenn sie mich umbringt, geht das auf dein Konto.«
Wer Meeresbiologie hört, mag zunächst an türkis glitzernde Gewässer, fröhliche Delfine und bunte Korallenriffe denken, doch ich verbringe jetzt schon drei Monate auf einer Forschungsstation im eisigen Norden der Shetlandinseln und untersuche Polychaetenwürmer im Atlantik. Nun, »Forschungsstation« ist ein großzügiger Begriff für die Konstruktion aus drei Containern am Kiesstrand.
Ich ziehe die Tür hinter mir zu, lasse meinen Rucksack auf den Linoleumboden fallen und schüttle den Schnee ab. Das Innere unseres Wohncontainers hat den Charme einer Jugendherberge: funktionale Möbel, weiße Wände und Kunststoffregale, die mit einer Folie in Eichenholzoptik überzogen sind. Als unsere Crew vor drei Monaten hier angekommen ist, war dieser Raum kahl und unpersönlich, doch inzwischen haben wir unsere Spuren hinterlassen. Überall türmen sich Skizzen und Notizhefte, zerlesene Comics und Bücher, und eine Sammlung leerer Ribena-Flaschen wartet auf das Recycling. Der Großteil unserer Kollegen und Kolleginnen ist in den vergangenen Tagen bereits abgereist – nur zwei von uns konnten ihre Messungen nicht unvollendet lassen.
Sie und ich.
Wir sind wie zwei Seiten einer Medaille.
Zwei Pole eines Magneten.
