Sokrates - der kleine Mickerling - Birgit Vogt - E-Book

Sokrates - der kleine Mickerling E-Book

Birgit Vogt

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Beschreibung

In diesem Buch erlebt der kleine Kämpfer Soki, dass jeder irgendwann einmal einen Kampf verliert.

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Seitenzahl: 80

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Inhaltsverzeichnis

Hallo; ich bin es...

Planung

Die erste Nacht

Der erste Tag

Etwas später

Urlaub zu viert

Das Fest der Freude

Schlechte Nachrichten

Glaube versetzt Berge

Der Alltag

Das Meer

Eigene Wege

Ferien

Zwischenfälle

Der Unfall

„Opi Untot“

Veränderungen

Der Tag „X“

Über die Regenbogenbrücke

Hallo; ich bin es...

Ja; ich bin es schon wieder!

Damit hattet Ihr bestimmt nicht gerechnet, dass Ihr so schnell wieder von mir hört, oder?

Aber es ist so viel passiert in den letzten Monaten, dass ich es unbedingt alles von Frauchen aufschreiben lassen musste. Ich bin schließlich nicht mehr der jüngste Mickerling und kann nicht mehr so viel behalten.

In diesem Buch gibt es nur ganz wenige Fotos.

Das hat auch einen Grund.

Klar, Ihr kennt mich und denkt jetzt bestimmt, dass ich wieder mal an die Öffentlichkeit gehen will, weil auch außergewöhnliche Erscheinungen wie ich, keinerlei Berührungsängste haben sollten. Dem stimme ich zu. Und ich finde mich und meine lange Zunge noch immer sensationell und einzigartig.

Und ganz klar... ein paar Fotos gibt es auch.

Aber...ihr glaubt es nicht...

Unsere Familie hat sich vermehrt.

Ja, ich habe wieder einen Bruder bekommen. Naja, einen richtigen Bruder nicht... aber so einen angenommenen. Ich war am Anfang alles andere als begeistert.

Ich war noch immer krank und eigentlich brauchte ich doch die ganze Aufmerksamkeit von meinen Leuten für mich ganz alleine.

Irgendwie war ich aber auch erleichtert als Frauchen immer öfter am Computer nach Yorkies guckte.

Klar sie guckte wegen Tierschutz und so. Aber oft sagte sie abends zu unserem „Außerirdischen“, dass hier oder da irgendwo ein Yorkie war, der vielleicht zu uns passen könnte.

Ja, wenn ich denn eventuell irgendwann doch mal über die Regenbogenbrücke gehen sollte; dann wären die beiden nicht ganz so traurig. Das war allerdings am Anfang auch das einzige Positive was ich Frauchens Gedanken so abgewinnen konnte.

Frauchen hatte mir schon viel von dem Neuzugang erzählt, bevor wir ihn dann abholten und als ich ihn dann sah war ich eher entsetzt als begeistert.

So ein Raufbold und völlig ungesittet sein gesamtes Benehmen.

Schon auf dem Heimweg pieselte er in die Box; in der er transportiert wurde.

Wie gut, dass Frauchen ihm eine eigene gekauft hatte und er nicht eine von meinen benutzen durfte. So ein kleiner Stinker... Ob der jemals kultiviert würde?

Planung

Es war ein Tag wie viele andere auch. Frauchen saß wieder mal am PC und las Tierschutzfälle.

Sie guckte auch immer bei so Kleinanzeigen; wo man besser keine Hunde kaufen sollte.

Frauchen sagt immer; wenn ein Züchter richtig gut ist und zu dem steht, was er da so tut, dann hat er eine homepage und man kann ihn besuchen kommen; auch wenn noch keine Welpen da sind.

Man kann dann einfach mal hinfahren und sich die Elterntiere ansehen, die dann irgendwann Babys bekommen; und man kann die Leute, die, die Welpen später verkaufen und teilweise viel Geld damit verdienen, auch mal kennenlernen.

Ja, aber zu so richtig guten Hundeeltern da fährt Frauchen ja nicht. Sie muss ja immer irgendwelche geschädigten Kreaturen retten.

Okay, ja ich bin ja auch so ein Fall mit „Schaden“. Und ich meine nicht meine xxl - Zunge. Ich habe ja auch psychisch so den einen oder anderen Defekt.

Ich habe extreme Ängste und anstatt dann einfach ruhig durchs Leben zu gehen, da greife ich lieber an bevor mir jemand was tut. Und überhaupt, so einfach bin ich ja nie gewesen in der Handhabe und das werde ich wohl auch nicht mehr.

Nun ja, wie sollte es anders sein?

Frauchen fand ganz in der Nähe von da wo Oma und Opa wohnen einen Wurf Yorkies, wo die Anzeige schon recht komisch ausfiel. Da stand etwas von „Langbeinyorkies“ und alles war nicht wie bei einem guten Züchter.

Also etwas für mein Frauchen und ihr Helfersyndrom.

Frauchen rief da an. Ich horchte genau was sie so fragte und sagte.

Nun, es wurde nicht viel geredet und schon zwei Tage später fuhren wir mit Ex - Herrchen die gleiche Strecke, als würden wir zu den Oldtimern wollen.

Ex - Herrchen musste mit; weil Frauchen immer sofort alles mitnimmt, von dem sie denkt, dass es gerettet werden muss. Ex - Herrchen muss sie dann immer bremsen und außerdem sagt er immer, dass man über alles was man tut und plant eine Nacht schlafen sollte.

Also wurde ich einfach draußen abgestellt - klar in meinem Auto und mit Kühlung natürlich.

Ich musste sogar ziemlich lange warten. Dann kamen Frauchen und Ex - Herrchen zurück.

Irgendwie war da wohl schon klar, dass Frauchen den Kleinsten der Hunde retten wollte.

Es gab da noch einige große Hunde. Kinder waren auch da und Frauchen hatte viele Fragen gestellt, die sie nicht so beantwortet bekam, wie es bei einem guten Züchter gewesen wäre.

Aber da Ex - Herrchen mein Frauchen ja noch immer halbwegs im Griff hat, nahm sie nicht sofort einen der Zwerge mit; sondern wir schliefen tatsächlich eine Nacht darüber.

Zumindest glaubte Ex - Herrchen das. In Wirklichkeit rief Frauchen schon zwei Stunden nachdem wir wieder Zuhause angekommen waren bei den Leuten an und sagte, dass wir den Kleinsten nehmen würden.

Und so machten wir die gleiche Fahrt zwei Tage später noch einmal.

Der Mini war gerade erst morgens geimpft worden und hatte auch nicht den üblichen Impfausweis mit dem man auch ins Ausland reisen kann.

Naja, gut für mich; denn ich darf ja auch nur in Deutschland Urlaub machen. Also steht da wohl nichts an, was negativ für mich ausfallen könnte.

Auch der neue Kumpel reist nur bis zur Grenze.

Als wir wieder bei den Welpen ankamen musste ich nicht mehr draußen warten.

Zum Glück wurden die großen Hunde weggesperrt. Die hätten mich bestimmt sonst gefressen.

Aber auch die Eltern von meinem zukünftigen Bruder gefielen mir nicht wirklich. Die bellten wie irre und vor allem der Papa von dem Kleinen, der jagte mich und einmal da wollte der mich beißen.

Gut, dass Frauchen mich sofort beschützt hat.

Wäre Ex - Herrchen nicht wieder dabei gewesen, hätte ich da sowieso nicht mit herein gedurft, denn Frauchen allein hätte den Familienzuwachs nur heraus geholt und fertig.

Nun, mir war es egal. Ich zeigte denen mal kurz mit wem sie sich da einließen. Zwar habe ich nur einen Zahn aber meine Beißkraft ist einmalig.

Meine Leute machten noch Verträge und dann wurde viel Geld auf den Tisch gelegt und schon hatte ich einen neuen Bruder.

Mit meinem Charlybruder hatte der allerdings nichts gemeinsam.

Der Charly, der war so schön und so ruhig. Und der sah immer so von oben auf mich herab - weil er ja irgendwie weise war.

Das Wort Weisheit hatte der kleine Knirps noch nie gehört. Das war einfach eine kleine Pöbelbacke.

Der machte mich schon unterwegs blöd an. Dabei stand er mit seiner Hundebox, die er ja sofort nachdem er sich da hinein legen sollte unter Wasser gestellt hatte, nur ein paar Zentimeter von meinem Hütti entfernt.

Der musste doch nicht schreien; ich verstand ihn doch auch so. Wenn ich ihn denn überhaupt verstehen wollte.

Für Frauchen war ganz wichtig, dass der Knirps im Auto nicht spucken musste.

Sie sagte immer, dass sie niemals einen kotzenden Hund behalten würde.

Jaja, ich weiß, man darf das nicht so sagen. Aber wenn mir mal übel wird nennt Frauchen mich ja auch Kotzbrocken.

Also hatte ich immerhin noch eine gute Chance, dass der Mini doch noch wieder gehen müsste. Vielleicht wurde ihm ja so richtig schlecht und wenn denn nicht nur Pippi aus ihm herauskam sondern auch noch was am anderen Ende...

Nun, meine Hoffnung war noch lange nicht gestorben.

Leider konnte der Kleine das Autofahren sehr gut vertragen. Der hat nicht einmal Anstalten gemacht, dass ihm schlecht war und er schlief sogar irgendwann ein.

Ex - Herrchen fuhr ja auch. Wenn Frauchen demnächst den Wagen steuern würde, dann bestand noch immer der Hauch einer Chance, dass ihm dann endlich übel werden könnte, denn die fährt ab und an schon mal etwas schneller.

Okay, wir kamen also Zuhause an.

Der „Außerirdische” war auch schon da und wartete in der Wohnung.

Wir gingen alle nach unten in den großen Garten. Alles war eingezäunt und da insbesondere Frauchen Angst hatte, dass ich den Zwerg sofort erlegen würde durften wir uns dann da erst einmal nur beschnuppern.

Ich wollte mich ja erst einmal von meiner netten Seite zeigen. Der würde später schon noch merken wer hier das sagen hat.

Also spielten wir da herum und als er auf mich zu rannte, weil er wohl irgendwie meinte, dass er mich einfach überrennen könnte, da hab ich ihn mal eben auf den Rücken geworfen. So wusste er dann gleich, dass er sich unterzuordnen hatte.

Das war also alles ganz gut verlaufen. Wir gingen dann in unser Haus und im Wohnzimmer tobten wir weiter.

Komisch, der Mini hatte gar keine Angst. Der wollte doch glatt in eines meiner Körbchen. So weit kam es ja wohl noch. Es war zwar das, wo ich noch nie gelegen hatte. Aber von wegen....

Der sollte sich mal warm anziehen. Hier gehört alles mir. ALLES!!!

Bald wurde der Pimpf dann auch müde und ich konnte mal kurz entspannen. Hab mich bei dem „Außerirdischen“ vor die Füße geschmissen und ihm klar gemacht, dass selbstverständlich ich die Nummer eins bleibe und auch die Streicheleinheiten so im Verhältnis drei zu eins aufgeteilt werden sollten.

Zuerst kam ich... eine ganze Weile Bäuchikrauli … und wenn es denn gar nicht anders möglich war dann eben eine minimale Streicheleinheit für den kleinen Rabauken.

Ich hoffte, dass alle das auch begriffen hatten.