STAR GATE 071: Der Letzte der Canorer - Tom Cohel - E-Book

STAR GATE 071: Der Letzte der Canorer E-Book

Tom Cohel

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Beschreibung

Tom Cohel: „Das Mysterium von Canos: Chance oder tödliche Gefahr?“ Band 31 der laufenden Serie (Titel: »Das Erbe der Canorer« von Hermann Schladt): Am 17. September 2063, um 10:22 Uhr, will ein Team von sechs Wissenschaftlern mittels Star Gate von Phönix nach Shan springen, um den von Ken Randall versprochenen Kontakt zu den Shanern aufzunehmen. Das Star Gate von Shan wird angewählt und meldet auch die Empfangsbereitschaft zurück. Doch unmittelbar bevor die Wissenschaftler auf Phönix entmaterialisiert werden, wird auf Shan Alarm gegeben. Offensichtlich sind die Kyphorer durch ihre Überwachungsprogramme von den Veränderungen auf Shan unterrichtet worden und haben ihre Raumschiffe zu diesem Planeten gesandt. Den Shanern bleibt nur, blitzschnell ihr Star Gate zu blockieren, um die Ankunft der Menschen zu verhindern. Denn dieser Kontakt muss vor den Kyphorern unbedingt geheim gehalten werden. Das bedeutet aber auch, dass die terranischen Wissenschaftler nicht auf Shan materialisieren können. Nach den Gesetzen des Äthermorph kommen sie im nächstgelegenen SG der gleichen Norm heraus: Auf dem Planeten der Canorer! Und seitdem sitzen sie hier fest und müssen das Beste aus ihrer Situation machen auf dieser ihnen fremden Welt... DIE HAUPTPERSONEN: Allison Winter, Robert Boyd, Armand Frederic, Sir Archibald Hen-ton, Alonso Gonzales (Spitzname »Speedy«), Karl Imanuel Speerber-gen – sie müssen nach wie vor in einer Situation überleben, auf die sie niemand vorbereitet hat. ________________________________________ Urheberrechte am Grundkonzept zu Beginn der Serie STAR GATE - das Original: Uwe Anton, Werner K. Giesa, Wilfried A. Hary, Frank Rehfeld. Copyright Realisierung und Folgekonzept aller Erscheinungsformen (einschließlich eBook, Print und Hörbuch) by hary-production.de Coverhintergrund: Anistasius * Titelbild: Gerhard Börnsen Lektorat: Werner Schubert

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Veröffentlichungsjahr: 2015

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Tom Cohel

STAR GATE 071: Der Letzte der Canorer

BookRix GmbH & Co. KG81371 München

STAR GATE – das Original - 71

  

Der Letzte der Canorer

von Tom Cohel: „Das Mysterium von Canos: Chance oder tödliche Gefahr?“

 

Band 31 der laufenden Serie (Titel: »Das Erbe der Canorer« von Hermann Schladt): Am 17. September 2063, um 10:22 Uhr, will ein Team von sechs Wissenschaftlern mittels Star Gate von Phönix nach Shan springen, um den von Ken Randall versprochenen Kontakt zu den Shanern aufzunehmen. Das Star Gate von Shan wird angewählt und meldet auch die Empfangsbereitschaft zurück. Doch unmittelbar be-vor die Wissenschaftler auf Phönix entmaterialisiert werden, wird auf Shan Alarm gegeben. Offensichtlich sind die Kyphorer durch ihre Überwachungsprogramme von den Veränderungen auf Shan unterrichtet worden und haben ihre Raumschiffe zu diesem Planeten gesandt. Den Shanern bleibt nur, blitzschnell ihr Star Gate zu blockieren, um die Ankunft der Menschen zu verhindern. Denn dieser Kontakt muss vor den Kyphorern unbedingt geheim gehalten werden. Das bedeutet aber auch, dass die terranischen Wissenschaftler nicht auf Shan materialisieren können. Nach den Gesetzen des Äthermorph kommen sie im nächstgelegenen SG der gleichen Norm heraus: Auf dem Planeten der Canorer!

Und seitdem sitzen sie hier fest und müssen das Beste aus ihrer Situation machen auf dieser ihnen fremden Welt...

 

DIE HAUPTPERSONEN

Allison Winter, Robert Boyd, Armand Frederic, Sir Archibald Hen-ton, Alonso Gonzales (Spitzname »Speedy«), Karl Imanuel Speerber-gen – sie müssen nach wie vor in einer Situation überleben, auf die sie niemand vorbereitet hat.

 

Impressum:

Urheberrechte am Grundkonzept zu Beginn der Serie STAR GATE - das Original:

Uwe Anton, Werner K. Giesa, Wilfried A. Hary, Frank Rehfeld

Copyright Realisierung und Folgekonzept aller Erscheinungsformen (einschließlich eBook, Print und Hörbuch) by www.hary-production.de

Diese Fassung: © 2013 by HARY-PRODUCTION ISSN 1860-1855

Canadastr. 30 * D-66482 Zweibrücken * Telefon: 06332-481150 * www.HaryPro.de * eMail: [email protected]

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfältigung jedweder Art nur mit schriftlicher Genehmigung von Hary-Production.

Coverhintergrund: Anistasius * Titelbild: Gerhard Börnsen

Lektorat: Werner Schubert

 

1

»Es war ein Fehler ... Es war ein Fehler...«

Obwohl Sir Archibald Hentons Mantras an jedermanns Nerven fraßen, brauchte Allison nur den Dschungelmoloch vor dem Cockpitfenster zu betrachten, um dem englischen Adelsmann und Geologen zähneknirschend recht zu geben.

»Halt die Klappe, Archi!«

Allison schwenkte ihren Blick herum und konnte Robert Boyd beobachten, wie er dem doppelt so alten Earl of Wilksworth mit einer Faust drohte. Der junge Linguist hielt das unförmige Steuerrad des canorischen Gleiters einhändig. Zwar hatten sie allesamt geübt, mit dem erdähnlichen Schweber zu fahren, doch hatte sich Robert als wahres Naturtalent erwiesen. Allison blieb es ein Rätsel, wie er einen Weg durch dieses Labyrinth finden konnte. Archibald – oder Archi – musterte den Australier scharf. Als er jedoch Allisons Blick auffing, senkte er den Kopf.

Sei froh, dass Robert nicht sein Samuraischwert griffbereit hat. Unwillkürlich musste Allison auflachen. Was geschieht mit uns? Archibald gehen die Nörgeleien aus und Robert flucht am laufenden Meter.

Egal, wie hoffnungslos ihr die Irrfahrt erschienen war, jede Weiterentwicklung ihrer Teammitglieder konnte Allison nur recht sein.

»Allison, ma chérie?«

Armand Frederic schaute sie besorgt an. Es fiel Allison immer noch schwer, sich den Franzosen als ernst zu nehmenden Biologen vorzustellen. Zu dem Schnauzbart und der spitzen Nase fehlten nur noch eine Baskenmütze sowie ein Baguette unter dem Arm, und das Bild wäre perfekt. Obendrein war Armand ein exzellenter Koch – daran gemessen, was Canos an Fressalien hergab. Aber auch ein Armand würde in dieser unwegsamen Gegend nichts Essbares finden können.

Es sei denn, er macht erneut einen Selbstversuch und beißt in irgendwas hinein, dachte Allison erheitert.

»Wie geht es dir?« Armand starrte sie noch immer an.

Das Gleiche taten nun Robert und Archibald; die beiden Streithähne hatten wieder voneinander abgelassen.

»Ich musste an einen Witz denken«, wehrte Allison ab und rieb sich über die Nasenwurzel. Armands suchende Augen waren ihr unerträglich. Allison wandte sich ab und lugte durch das Bullauge in die fremde Welt, in die es sie und die anderen Wissenschaftler verschlagen hatte. Die Kronen der Mammut-Bäume bildeten ein zusammenhängendes Dach, aus welchem es nur hin und wieder ein Lichtstrahl hindurchschaffte.

Sie schalt sich selbst. Gerade sie musste dem Team ein Vorbild sein! Zwar besaß sie nur eine abgebrochene Ausbildung zur Survival-Spezialistin bei Mechanics; in zwei Jahren hatte sie jedoch genügend gelernt, um zu wissen, dass man niemals Anzeichen von Schwäche zeigen durfte. Die Wissenschaftler hatten ihr, dem jüngsten und einzig weiblichen Part, ohne Absprache die Führungsrolle ihrer sechs Mann starken Gruppe übertragen. Selbst Archibald hatte inzwischen davon abgelassen, auf sein abstruses Adelsrecht zu pochen und ihr diese Position streitig machen zu wollen. Nicht nur Allison war bekannt, dass der sogenannte Adel auf der Erde seit geraumer Zeit zu einer Farce verkommen war. Aristokratie existierte lediglich in den Köpfen weniger Zurückgebliebener, die nicht begriffen hatten, dass längst die Konzerne über die Erde herrschten. Sir Archibald Henton war ein besonders hartnäckiges Exemplar jener Gattung.

Die Erde...

Allison erschienen die Erinnerungen an ihren Heimatplaneten fern wie ein verblasster Traum. Und das, obwohl sie erst knapp zwei Wochen auf Canos gestrandet waren. Sie musste an ihren Vater denken. Wie er sie vor sechs Jahren vor dem Taxi verabschiedet hatte, als sie ihr Ziel in die Tat umsetzte und endgültig nach Detroit zog, um ihr Studium als Xenobiologin bei Mechanics Inc. zu beginnen.

»Vergiss uns nicht, Alli.«

Allison Winter versuchte es. Erinnerungen würden das Einzige sein, was ihr blieb, wenn sie für immer auf diesem Planeten gestrandet sein sollten. Inzwischen irrten sie seit Stunden durch einen Dschungel, dessen Dichte gar dem Regenwald Konkurrenz machen konnte. Dort gab es aber wenigstens Regen.

»Wir müssen Wasser sparen, Alonso. Lass gut sein.«

»Oh nein, compadre, trink!«

Dem Befehl wurde mit Schluckgeräuschen Folge geleistet. Allison drehte sich nach der Liege im Heck des Gleiters um. Auf dem großen Gestell saßen die beiden letzten Mitglieder ihres Teams auf ihren Schlafmatten. Die beiden Männer wirkten wie Kinder, die auf dem Bett ihrer Eltern spielten. Kein Wunder, war diese Schlafstätte doch an canorische Verhältnisse angepasst.

Karl-Imanuel Speerbergen seufzte auf, nachdem Alonso Gonzales ihm die Wasserflasche vom Mund abgesetzt hatte. Allison gönnte es dem Informatiker vom Herzen. Mit fünfundfünfzig war »KI«, wie Speerbergen wegen seines Faibles für Künstliche Intelligenz auch genannt wurde, der Älteste in der Gruppe. Die subtropische Hitze machte ihnen allen zu schaffen, doch am meisten litt der Deutsche darunter.

»Besser?« Speedy strich KI sanft über die Schulter, dabei war der Mexikaner mehr als zehn Jahre jünger als sein Freund.

Alfonso »Speedy« Gonzales verdankte seinen Spitznamen nicht nur seinem Nachnamen, sondern ebenso seiner Fähigkeit, mathematische Probleme blitzschnell lösen zu können.

Dabei ist das Mathe-As alles andere als schnell, dachte Allison schmunzelnd bei der Erinnerung an Alfonsos tollpatschige, langsame Art.

»Ja«, erwiderte KI kurz angebunden, gab dem Mexikaner jedoch ein trauriges Lächeln. »Wenn wir aber nicht haushalten mit dem Wasser, haben wir bald ein Problem.«