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Stefan Loose E-Books sind besonders praktisch für unterwegs und sparen Gewicht im Reisegepäck! - Einfaches Navigieren im Text durch Links - Offline-Karten (ohne Roaming) - NEU: Karten und Grafiken mit einem Klick downloaden, ausdrucken, mitnehmen oder für später speichern - Weblinks führen direkt zu den Websites mit weiteren Informationen Unser Tipp: Erstellen Sie Ihren persönlichen Reiseplan durch Lesezeichen und Notizen… und durchsuchen Sie das E-Book mit der praktischen Volltextsuche! E-Book basiert auf: 3. Auflage 2015 Reist man nach Kuba, so reist man auch in die Vergangenheit. Die Straßen ähneln einem Museum: Alte amerikanische Luxuslimousinen rollen elegant an historischen Häuserfassaden aus der Kolonialzeit vorbei. Gleichzeitig ist die größte Karibikinsel pulsierend lebendig und darüber hinaus sehr vielfältig. Traumstrände laden zum Entspannen ein, mächtige Korallenriffe begeistern Taucher aus aller Welt und Havanna lockt mit architektonischen Schätzen. Das neue Stefan Loose Travel Handbuch Kuba stellt auf mehr als 600 Seiten nicht nur die Höhepunkte vor, sondern lädt dazu ein, die Insel abseits der ausgetrampelten Pfade zu entdecken. Erstklassige Traveller- Tipps eines echten Reiseprofis machen den Guide auch für Urlauber mit kleinem Geldbeutel zum wertvollen Begleiter. Wer Kuba gerne zu Fuß, auf dem Rad oder auf dem Wasser entdecken will, findet in der Rubrik Loose Aktiv vielfältige Touren.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 1358
Veröffentlichungsjahr: 2015
Titel
Tipps für iBooks Nutzer
Symbole & Hinweise
Übersichtskarte Highlights
Kuba – Highlights und Themen
Highlights
Themen
Reiseziele und Routen
Klima und Reisezeit
Reisekosten
Traveltipps von A bis Z
Adressen
Anreise
Botschaften und Konsulate
Einkaufen
Essen und Trinken
Feste und Feiertage
Fotografieren
Frauen unterwegs
Geld
Gepäck und Ausrüstung
Gesundheit
Informationen
Internet
Kinder
Maße und Elektrizität
Medien
Öffnungszeiten
Post
Reisende mit Behinderungen
Reiseveranstalter
Sicherheit
Sport und Aktivitäten
Telefon
Transport
Übernachtung
Verhaltenstipps
Versicherungen
Visa
Weiterreise
Zeit
Zoll
Land und Leute
Land und Geografie
Flora und Fauna
Umwelt
Bevölkerung
Geschichte
Gesellschaft
Regierung und Politik
Wirtschaft
Religion
Kunst und Kultur
Musik und Tanz
Havanna und Umgebung
Havannas Zentrum
Habana Vieja
Centro Habana
Vedado
Aktiv: Durchs Gräbermeer des Cementerio de Colón
Miramar und die westlichen Randbezirke
In Miramar
In Marianao
Westliche Randbezirke
Östlich von Havanna
Parque Histórico Militar Morro-Cabaña
Regla und Guanabacoa
Cojímar und Alamar
Playas del Este
Playa Jibacoa
Südlich von Havanna
Parks und Gärten
Religiöse Stätten
San Antonio de los Baños
Der Westen
Von Havanna nach Pinar del Río
Antiguo Cafetal Angerona
Las Terrazas
Soroa
San Diego de los Baños und Umgebung
Pinar del Río
Die Umgebung von Pinar del Río
Viñales-Tal
Viñales und Umgebung
Westlich von Viñales
Nördlich von Viñales
Von Pinar del Río nach María La Gorda
Guane
Laguna Grande und Umgebung
María La Gorda und Umgebung
Canarreos-Archipel
Isla de la Juventud
Nueva Gerona
Die nähere Umgebung von Nueva Gerona
Aktiv: Von Nueva Gerona bis zum Hotel Colony
Richtung Südküste
Cayo Largo
Sehenswertes
Varadero und Umgebung
Matanzas
Cuevas de Bellamar
Río Canímar und Umgebung
Valle del Yumurí
Varadero
Cárdenas
Zentrale Südküste
Zapata-Halbinsel
Jagüey Grande
Australia und Umgebung
Boca de Guamá und Umgebung
Playa Larga und Umgebung
Playa Girón
Cienfuegos und Umgebung
Cienfuegos
Aktiv: Die Bucht von Cienfuegos
Nördlich von Cienfuegos
Castillo de Jagua
Playa Rancho Luna
Wasserfall El Nicho und Lago Hanabanilla
Richtung Trinidad
Trinidad
Sehenswertes
Die Umgebung von Trinidad
Valle de los Ingenios
Playas La Boca, María Aguilar und Ancón
Richtung Topes de Collantes
Topes de Collantes
Zentralkuba
Provinz Villa Clara
Santa Clara
Remedios
Caibarién
Cayería de Villa Clara
Provinz Sancti Spíritus
Sancti Spíritus
Die Umgebung von Sancti Spíritus
Der Norden
Provinz Ciego de Ávila
Ciego de Ávila
Morón
Die Umgebung von Morón
Cayo Coco und Cayo Guillermo
Aktiv: Abstecher ins grüne Hinterland der Cayos
Jardines de la Reina
Provinz Camagüey
Camagüey
Sierra del Chorillo
Guáimaro
Sierra de Cubitas
Von Camagüey Richtung Playa Santa Lucía
Playa Santa Lucía
Cayo Sabinal
Nördlicher Oriente
Provinz Las Tunas
Las Tunas
Puerto Padre
Strände der Nordküste
Provinz Holguín
Holguín
Gibara
Aktiv: Von Guardalavaca nach Banes
Guardalavaca und Umgebung
Banes
Sitio Histórico Birán
Pinares de Mayarí
Cayo Saetia
Provinz Guantánamo
Guantánamo
Die Umgebung von Guantánamo
Baracoa
Die Umgebung von Baracoa
Parque Nacional Alejandro de Humboldt
Aktiv: Westwärts zur Playa Maguana
Südlicher Oriente
Provinz Granma
Bayamo
Dos Ríos
Manzanillo
Von Manzanillo nach Süden
Parque Nacional Desembarco del Granma
Aktiv: Auf Kubas höchsten Gipfel, den Pico Turquino
Gran Parque Nacional Sierra Maestra
Marea del Portillo
Provinz Santiago de Cuba
Santiago de Cuba
Castillo de San Pedro del Morro
Playa Siboney und Umgebung
Gran Piedra und Umgebung
Parque Baconao
Basílica El Cobre
El Saltón
Die Küstenstraße nach Westen
Anhang
Sprachführer
Glossar
Reisemedizin zum Nachschlagen
Bücher
Danksagung
Impressum
Kartenverzeichnis
Reiseatlas
Legende
Pinar del Río, Isla de la Juventud, Havanna
Havanna, Matanzas, Varadero, Cienfuegos
Santa Clara, Sancti Spíritus, Ciego de Ávila, Morón
Trinidad, Ciego de Ávila, Camagüey, Santa Cruz del Sur
Camagüey, Holguín, Bayamo
Guantánamo, Baracoa
Autor
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Legende
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1 Havanna Jahrhundertealte Bauten und ein tolles Nachtleben (siehe >>)Bild | Karte
2 Las Terrazas und Soroa Kubas erstes Biosphärenreservat (siehe >>) und (siehe >>)Bild | Karte
3 Viñales-Tal Eine Landschaft wie ein Traum (siehe >>)Bild | Karte
4 María La Gorda Magische Unterwasserwelten und einsame Strände (siehe >>)Bild | Karte
5 Varadero Luxus am weißen Traumstrand (siehe >>)Bild | Karte
6 Cienfuegos Perle des Südens mit französischer Kultur (siehe >>)Bild | Karte
7 Trinidad Koloniales Freilichtmuseum vor reizvoller Kulisse (siehe >>)Bild | Karte
8 Topes de Collantes Bergnebelwälder mit Baumfarnen und Wasserfällen (siehe >>)Bild | Karte
9 Santa Clara Lebendige Studentenstadt mit Che-Guevara-Kult (siehe >>)Bild | Karte
10 Cayo Coco und Cayo Guillermo Waldreiches Strandparadies mit riesigen Flamingokolonien (siehe >>)Bild | Karte
11 Camagüey Kolonialstadt mit Geschichte und reicher Kulturszene (siehe >>)Bild | Karte
12 Gibara Kleinod des Neoklassizismus (siehe >>)Bild | Karte
13 Baracoa Älteste Stadt Kubas mit viel kolonialem Zauber (siehe >>)Bild | Karte
14 Parque Nacional Alejandro de Humboldt Das „Galápagos der Karibik“ (siehe >>)Bild | Karte
15 Sierra Maestra Hochgebirgstrekking auf den Spuren von Castros Guerilleros (siehe >>)Bild | Karte
16 Santiago de Cuba Kubas karibischste Stadt (siehe >>)Bild | Karte
1 HAVANNA Vielleicht Amerikas schönste Metropole: Inmitten architektonischer Schätze aus fünf Jahrhunderten pulsiert das Leben Tag und Nacht. (siehe >>)
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2 LAS TERRAZAS UND SOROA Märchenhafte Naturidylle mit dichten Wäldern, Wasserfällen, sanften Hügeln und den verwunschenen Ruinen alter Kaffee-Fincas. (siehe >>) und (siehe >>)
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3 VIÑALES-TAL Karstkegel thronen inmitten einer fruchtbaren Landschaft mit Tabakpflanzungen und formen eine fast surreale Landschaft. (siehe >>)
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4 MARÍA LA GORDA Eines der weltbesten Tauchgebiete lockt mit magischen Unterwasserwelten und einsamen Stränden. (siehe >>)
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5 VARADERO Im All-inclusive-Himmel: kilometerlange Traumstrände, Hotels mit allem Komfort, abwechslungsreiches Essen, viele Ausflugsmöglichkeiten und jede Menge Sportprogramm zum Fitbleiben. (siehe >>)
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6 CIENFUEGOS Die „Perle des Südens“ ist Kubas eleganteste Stadt und verströmt französisches Flair. (siehe >>)
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7 TRINIDAD Auf Zeitreise gehen: Vor schöner Naturkulisse verströmt das aristokratische „Zuckerstädtchen“ noch heute die Atmosphäre der Kolonialzeit. (siehe >>)
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8 TOPES DE COLLANTES Zu Fuß durch dichten Bergwald streifen – für Abkühlung sorgen idyllische Wasserfälle. (siehe >>)
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9 SANTA CLARA Der Mythos lebt: Nirgendwo sonst strahlt die revolutionäre Energie noch so stark wie in der geschichtsträchtigen Che-Guevara-Stadt. (siehe >>)
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10 CAYO COCO UND CAYO GUILLERMO Während sich Badegäste an weißen Sandstränden aalen, tummeln sich in den Mangroven riesige Kolonien von Rosa Flamingos. (siehe >>)
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11 CAMAGÜEY Abwechslung garantiert: Inmitten des Straßengewirrs verstecken sich koloniale Denkmäler, interessante Museen und Tempel des Nachtlebens. (siehe >>)
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12 GIBARA Die „weiße Stadt“ mit malerischem Hafen und neoklassizistischen Prachtbauten liegt noch abseits der touristischen Hauptrouten. (siehe >>)
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13 BARACOA Ökoparadies am Ende der Welt: Kubas älteste Stadt lockt mit viel kolonialem Charme und Naturschätzen direkt vor der Haustür. (siehe >>)
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14 PARQUE NACIONAL ALEJANDRO DE HUMBOLDT Das artenreichste Naturschutzgebiet Kubas bewahrt einen der letzten Regenwälder der Großen Antillen. (siehe >>)
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15 GRAN PARQUE NACIONAL SIERRA MAESTRA Eine Wanderung auf den Spuren der Revolution durch die grüne Wildnis von Kubas höchster Bergkette. (siehe >>)
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16 SANTIAGO DE CUBA Die geschichtsträchtige Metropole des Ostens ist die Wiege des Son, Hochburg des Karnevals und Zentrum afrikanischer Kultur. (siehe >>)
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Themen
Reisen und Klimawandel (siehe >>)
Kulturgeschichte der kubanischen Küche (siehe >>)
Der Alltag eines Privatvermieters (siehe >>)
Symbiose – eine effektive Lebensgemeinschaft (siehe >>)
Delphinshows – Tierquälerei für die Vergnügungsindustrie (siehe >>)
An der Spitze der Nachhaltigkeit (siehe >>)
Exilkubaner (siehe >>)
Der Dreieckshandel (siehe >>)
Terror made in USA (siehe >>)
Die Kuba-Krise (siehe >>)
Die US-Handelsblockade (siehe >>)
Balseros (siehe >>)
Sportnation Kuba (siehe >>)
Kuba in den westlichen Medien (siehe >>)
Die Miami Five (siehe >>)
Urbane Landwirtschaft (siehe >>)
Kubanischer Rum? (siehe >>)
Die afrokubanische Religion (siehe >>)
Der Papst beehrte Kuba (siehe >>)
Altstadtsanierung in Havanna (siehe >>)
Die CDRs – von der Sozialarbeit bis zum Katastrophenschutz (siehe >>)
Rum – der edle Tropfen (siehe >>)
José Martí (siehe >>)
Kreative Kraft aus dem Barrio (siehe >>)
Tabak – der edle Rauch (siehe >>)
Sozialistische Super-Kuh (siehe >>)
Ein kleiner Kubaner wird zum Politikum (siehe >>)
Ein tropisches Stück Deutschland? (siehe >>)
Die Schweinebucht-Invasion (siehe >>)
Zucker – das süße Gras (siehe >>)
Ernesto „Che“ Guevara (siehe >>)
Die Parrandas – der etwas andere Heiligabend (siehe >>)
Die Guayabera – ein Hemd aus Sancti Spíritus (siehe >>)
Tinajones (siehe >>)
Fidel Castro (siehe >>)
Die US-Basis Guantánamo (siehe >>)
Indianische Legenden (siehe >>)
Carlos Manuel de Céspedes (siehe >>)
Von der Strandung der Granma bis Cinco Palmas – die Odyssee der Rebellen (siehe >>)
Auf den Spuren der Revolution (siehe >>)
Reiseziele
Auf historischer Spurensuche
Cuba verde – Natur pur
Musik und Tanz
Tauchen, Schnorcheln und Baden
Reiserouten
Kuba kompakt
Kuba klassisch
Kuba intensiv
Kuba ist faszinierend vielfältig und hat auch jenseits der Karibik-Klischees jede Menge zu bieten. Nicht nur Strand- und Sonnenhungrige kommen auf ihre Kosten, auch Naturbegeisterte können auf grünen Pfaden wandeln und in magische Unterwasserwelten abtauchen. Musikfans frönen ihrer Leidenschaft auf einer Odyssee durch die besten Clubs. Zudem strotzt die Insel vor historischen Zeugnissen, die von indianischen Relikten über prunkvolle Kolonialarchitektur bis hin zu Kultstätten der Revolution reichen. Kurzum: Kuba ist ein Land für Entdecker!
Wer Kuba wirklich verstehen will, muss seiner bewegten Vergangenheit nachspüren. Zahlreiche geschichtsträchtige Orte inspirieren zu spannenden Zeitreisen.
Auch wenn die Indianer Kubas keine Hochkultur wie in Mittelamerika entwickelten und durch die Konquista vollständig ausgerottet wurden, gibt es noch präkolumbische Relikte, vor allem in Ostkuba: Die bedeutendsten befinden sich im Museo Indocubano (siehe >>) in Banes und auf dem Friedhof Chorro de Maíta (siehe >>) unweit der Playa Guardalavaca. Die Cuevas de la Punta del Este (siehe >>) auf der Isla de la Juventud beeindrucken mit Wandmalereien, die auf kosmische Kenntnisse schließen lassen. Auf weitere archäologische Spuren stößt man auf dem Sendero Arqueológico Natural El Guafe (siehe >>), der im Südwesten Granmas durch tropischen Trockenwald mit riesigen Kakteen führt. In Baracoa befinden sich das Museo Arqueológico Cuevas del Paraíso (siehe >>) sowie Statuen zum Gedenken an Hatuey und Guamá, Kubas berühmteste Kaziken und erste Widerstandskämpfer. Als Kolumbus das Gebiet mit dem Cruz de la Parra (siehe >>), dem ältesten katholischen Kreuz in Lateinamerika, für die spanische Krone in Besitz nahm, begann der Untergang der indianischen Kultur.
Nur wenige Kapitel der Geschichte Kubas wurden mit der Tinte der Freiheit geschrieben, am allerwenigsten die koloniale Plantagengesellschaft mit ihrer Sklavenarbeit. Die Ruinen des Zuckerzentrums Valle de los Ingenios mit dem Wachturm Manaca Iznaga (siehe >>) bei Trinidad sowie jene des Cafetal Angerona (siehe >>) bei Havanna, Cafetal Buenavista (siehe >>) bei Las Terrazas und Cafetal Isabelica (siehe >>) bei Santiago de Cuba (tolle Aussicht) sind steinerne Zeugnisse dieser Epoche, ebenso wie das Museo de la Ruta del Esclavo (siehe >>) in Matanzas. Unter den Forts zur Abwehr raubwütiger Piraten stechen der Parque Histórico Militar Morro-Cabaña (siehe >>) in Havanna und das Castillo de San Pedro del Morro (siehe >>) in Santiago de Cuba hervor, beides architektonische Meisterleistungen (die abendliche Kanonenschuss-Zeremonie nicht verpassen).
Die Plaza de Armas (siehe >>), Plaza de la Catedral (siehe >>), Plaza de San Francisco (siehe >>), Plaza Vieja (siehe >>) und der Parque Central (siehe >>) in Havanna haben mit ihrer hohen Dichte an kolonialen Palästen das Prestige förmlich in Stein gemeißelt. Auch Havannas riesiger Cementerio de Colón (siehe >>) konserviert die Vergangenheit in einem Meer monumentaler Gräber – teilweise von bedeutenden Persönlichkeiten der kubanischen Geschichte. Im kolonialen Stadtkern Santiago de Cubas steht das älteste Haus der Insel, die Casa Diego Velázquez (siehe >>).
Das Städtchen Trinidad (siehe >>) wirkt als Ganzes wie ein koloniales Freilichtmuseum. Auch Baracoa (siehe >>), Bayamo (siehe >>), Sancti Spíritus (siehe >>), Camagüey (siehe >>) und Remedios (siehe >>) entstanden bereits Anfang des 16. Jhs. und bestechen mit ihrer Kolonialarchitektur. Während Camagüey neben Havanna als Stadt mit der höchsten Kirchendichte gilt, steht in Remedios das prächtigste Gotteshaus der Insel. Die Anfang des 19. Jhs. gegründeten Städte Gibara (siehe >>) und Cienfuegos (siehe >>) repräsentieren als Perlen des Neoklassizismus eine spätere koloniale Epoche.
Nationaldichter José Martí, der wichtigsten Symbolfigur des Widerstands, begegnet man auf Schritt und Tritt, vor allem in Havannas Museo Casa Natal (siehe >>) und Memorial José Martí (siehe >>) sowie im Mausoleum auf Santiagos Cementerio Santa Ifigenia (siehe >>). In Dos Ríos (siehe >>) in der Provinz Granma fiel Martí im Zweiten Unabhängigkeitskrieg gegen die Spanier. Militärischer Arm des Aufstands war General Antonio Maceo, dessen legendärer Kampfeswille im Mausoleo Antonio Maceo (siehe >>) südlich von Havanna, in der Casa Natal (siehe >>) und im gigantischen Monumento Antonio Maceo (siehe >>) in Santiago de Cuba lebendig gehalten wird.
Vor allem Ostkuba gilt als Wiege des Widerstands. Auf seiner Plantage La Demajagua (siehe >>) rief Carlos Manuel de Céspedes 1868 die Unabhängigkeit aus. In Bayamo stehen die Casa Natal (siehe >>) des „Vaters der Unabhängigkeit“ sowie die Plaza del Himno (siehe >>), wo im selben Jahr erstmals La Bayamesa, die Hymne der Unabhängigkeit, erschallte. Guáimaro (siehe >>) in der Provinz Camagüey ist 1869 als Ort der ersten Verfassung Kubas in die Geschichte eingegangen, und auf dem Loma San Juan (siehe >>) in Santiago de Cuba erlitt die spanische Kolonialmacht 1898 ihre letzte Niederlage. Viele Städte haben Museen zu den Unabhängigkeitskriegen, aber besonders anschaulich dokumentieren Havannas Museo de la Ciudad (siehe >>) und Museo de la Revolución (siehe >>) sowie Santiagos Museo Emilio Bacardí Moreau (siehe >>) diese Epoche.
Die Geschichte der Revolution ist eng verknüpft mit Fidel Castros Biografie: Auf der Finca Las Manacas (siehe >>) in Ostkuba wuchs der Máximo Líder auf. Während seines Jurastudiums an Havannas Universität (siehe >>) war er bei zahlreichen Demos gegen Batista dabei. Der gescheiterte Angriff auf Santiagos Moncada-Kaserne (siehe >>) startete von der Farm Granjita Siboney (siehe >>) und gilt als Beginn der Revolution. Im Parque Histórico Abel Santamaría (siehe >>) wird das Leben des hierbei gefallenen Märtyrers Abel Santamaría veranschaulicht. Dort hielt Castro auch seine berühmte Verteidigungsrede.
Fast zwei Jahre saß er im Presidio Modelo (siehe >>) auf der Isla de la Juventud in Haft. Der zweite revolutionäre Anlauf begann im Südwesten bei der Landungsstelle der Jacht Granma (siehe >>). Hier steht eine Kopie des Schiffes, während sich das Original vor Havannas Memorial Granma (siehe >>) befindet. Castros Vertraute Celia Sánchez, die in ihrem Geburtsort Media Luna mit dem Museo Celia Sánchez (siehe >>) und in Manzanillo mit dem Monumento Celia Sánchez (siehe >>) verehrt wird, versorgte die Rebellen mit Gütern und Informationen. Nach einer mehrstündigen Wanderung durch die wilden Wälder der Sierra Maestra erreicht man die Comandancia de la Plata (siehe >>), Fidels Hauptquartier während des Kampfes. Im kleinen Küstenort Uvero (siehe >>) feierten die Rebellen 1957 ihren ersten militärischen Erfolg.
Während im selben Jahr der Aufstand in Santiago, dokumentiert im Museo de Frank y Josué País (siehe >>) und eine lokale Revolte in Cienfuegos scheiterten, wovon das Museo Histórico Naval Nacional (siehe >>) berichtet, konnten Che Guevara inSanta Clara (siehe >>) und Camilo Cienfuegos in Yaguajay (siehe >>) schon Ende 1958 die entscheidenden Siege erringen. Beide werden am Ort ihres Erfolgs mit Museen und Denkmälern verehrt. Am 2.1.1959 verkündete Castro in Santiago de Cubas Parque Céspedes (siehe >>) den Triumph der Revolution. Wenig später richtete Che in Havannas Fortaleza de San Carlos de la Cabaña seine logistische Basis ein (Comandancia del Che, siehe >>), und während der Kubakrise 1962 bezog er im Westen in der Cueva de los Portales (siehe >>) Stellung.
Eine konterrevolutionäre Invasion scheiterte 1961 in der Schweinebucht (Museo Girón, siehe >>). Im beeindruckenden Museo de la Revolución (siehe >>) in Havannas ehemaligem Präsidentenpalast wird der Verlauf der Revolution minutiös dokumentiert, während das Museo de la Alfabetización (siehe >>) an den Erfolg der Alphabetisierungskampagne erinnert. Die Plaza de la Revolución (siehe >>) mit dem größten Che-Guevara-Konterfei der Insel dient als Massenkundgebungsplatz. Die belasteten Beziehungen zur USA verdeutlicht das Museo a la Batalla de Ideas (siehe >>) in Cárdenas.
Nirgendwo erlebt man Geschichte intensiver als im Revolutionsmuseum in Havannas prächtigem ehemaligem Präsidentenpalast.
Nur wenige Länder haben so viele Gebiete unter Naturschutz gestellt wie Kuba. Unter Tage präsentiert sich Mutter Natur am beeindruckendsten in den Cuevas de Bellamar (siehe >>) bei Matanzas und in der Gran Caverna de Santo Tomás (siehe >>) bei Viñales. Im besonders grünen Westkuba locken Wanderwege durch die dicht bewaldeten Hügel um Las Terrazas (siehe >>) und Soroa (siehe >>) sowie durch die bizarren Kegelfelsen des malerischen Viñales-Tals (siehe >>). Weniger spektakulär, aber ebenfalls malerisch, sind die Hügel des Parque Escaleras de Jaruco (siehe >>) vor den Toren Havannas. Ein Paradies für Ornithologen ist die Ciénaga de Zapata (siehe >>), das größte Sumpfgebiet der Karibik. Ein Netz an grünen Pfaden zieht sich durch die dichten Mittelgebirgs-Nebelwälder von Topes de Collantes (siehe >>) und Pinares de Mayarí (siehe >>), vorbei an Wasserfällen und Höhlen. Auch die Berge des idyllischen Stausees Hanabanilla (siehe >>) und der schroffen Alturas de Banao (siehe >>) lassen sich gut auf Schusters Rappen erkunden. Die märchenhaften Wasserfälle El Nicho (siehe >>), Salto de Rocio (siehe >>) und El Saltón (siehe >>) sind wohl die schönsten der Insel, dicht gefolgt von den kleinen Katarakten und Naturpools von Jobo Rosado (siehe >>). Bei einer Fahrt entlang der dschungelartigen Ufer des Río Canímar (siehe >>) fühlt man sich wie auf einem kleinen Nebenarm des Amazonas.
Zu den größten Herausforderungen für Trekker gehört die Besteigung des Pico Turquino (siehe >> und siehe >>), des mit knapp 2000 m höchsten Berges der Insel – mitten durch die geschichtsträchtige Sierra Maestra. Fantastische Ausblicke auf die Berglandschaften Ostkubas bieten der riesige Felsmonolith Gran Piedra (siehe >>) und die Passstraße La Farola (siehe >>). Vom Tafelberg El Yunque (siehe >>) hat man eine tolle Sicht auf die Kolonialstadt Baracoa. Bei Fahrten durch die unberührten Ökosysteme des Río Toa (siehe >>) und Boca de Yumurí (siehe >>) fühlt man sich wie zu Kolumbus‘ Zeiten. Der abgelegene Parque Nacional Alejandro de Humboldt (siehe >>) in der Provinz Guantánamo zählt mit seiner immensen Artenvielfalt zu den ökologischen Hotspots Kubas.
Die besten Fahrradtouren
Kuba lässt sich sehr gut mit dem Drahtesel erkunden. Tipps rund ums Radfahren finden sich im Kapitel „Transport“ (siehe >>). Es folgen einige der schönsten Strecken:
Von Havanna nach Viñales
3 Tage, 215 km / 180 km
Zunächst geht es auf der nördlichen Küstenstraße bis Mariel, dann südwärts nach Las Terrazas (Übernachtung) und über Soroa auf die Carretera Central bis San Diego de los Baños (155 km, Übernachtung). Von dort weiter über den Parque La Güira, die Cueva de los Portales, San Andrés und La Palma nach Viñales (weitere 60 km). Alternativ: nördliche Küstenstraße bis San Vicente, dann nach Süden zum Viñales-Tal (180 km).
Von Jagüey Grande nach Cienfuegos
2 Tage, 140 km
Bei Jagüey Grande den Víazul-Bus verlassen und nach Süden Richtung Schweinebucht, dann entlang der Küste über Playa Larga und Playa Girón (Übernachtung) bis Jagua (140 km, von dort mit der Fähre nach Cienfuegos oder Pasacaballos übersetzen). Ab Playa Girón gibt es nur noch eine abenteuerliche, nicht gepflasterte Piste.
Von Cienfuegos nach Sancti Spíritus
2 Tage, 150 km
Auf der Küstenstraße am Fuß der Sierra del Escambray bis Trinidad (80 km, Übernachtung). Lohnende Stopps sind der Jardín Botánico Soledad, die Villa Guajimico, die Hacienda La Vega und das Valle de Yaguanabo. Von Trinidad geht‘s über den Circuito Sur am Valle de los Ingenios nach Sancti Spíritus (weitere 70 km).
Von Santa Clara nach Trinidad
1–2 Tage, 85 km
Richtung Süden geht es über Manicaragua nach Topes de Collantes und dann runter nach Trinidad (85 km). Für die teilweise steile Strecke sind Kondition sowie eine gute Gangschaltung und ebensolche Bremsen nötig.
Von Gibara nach Guardalavaca
1 Tag, 67 km
Von Gibara geht es auf hügeligen 17 km Richtung Holguín bis Floro Pérez, dann biegt man nach Osten auf die unbefestigte, aber flache Straße ab, die über Fray Benito durch eine ländliche Gegend mit malerischen Hügeln und Tafelbergen bis Rafael Freyre führt (28 km). Von dort sind es noch 22 km Richtung Nordosten bis zum berühmten Strandort.
Von Guardalavaca nach Banes
1 Tag, 35 km
Gemütlicher Tagesausflug durch eine rustikale, stark bäuerlich geprägte Region (35 km, Loose aktiv siehe >>).
Von Santiago de Cuba nach Bayamo
2 Tage, 150 km
Über die Basílica El Cobre geht es westwärts Richtung Filé bis zum Wasserfall El Saltón (75 km, Übernachtung). Von dort nordwärts bis Baire und dann auf der Carretera Central gen Westen bis Bayamo (weitere 75 km).
Von Santiago de Cuba nach Manzanillo
4–5 Tage, 300 km
Auf der Küstenstraße bis Chivirico (70 km, Übernachtung) und früh am nächsten Morgen weitere 90 km bis Marea del Portillo (Übernachtung). Am nächsten Tag weiter nach Niquero (52 km, Übernachtung). Hier ist ein Abstecher nach Süden zum Parque Nacional Desembarco del Granma denkbar. Oder man fährt die Küste gen Norden bis Manzanillo.
Von Cajobabo über La Farola nach Baracoa
1 Tag, 50 km
Die Strecke ist nur 50 km lang, führt aber über einen anspruchsvollen Pass und ist nur geübten Radfahrern zu empfehlen.
Von Baracoa nach Playa Maguana
1 Tag, 25 km
Gemütlicher Tagesausflug gen Westen zum schönen Hausstrand Baracoas (25 km).
Musik liegt in Kuba überall in der Luft, aber in zwei Orten scheint diese davon regelrecht gesättigt zu sein: Havanna und Santiago de Cuba. Fast jeden Monat finden Musikfeste von internationalem Ruf statt („Feste“ siehe >>).
Ein „Muss“ ist Havannas weltberühmtes Cabaret Tropicana (siehe >>), das auch bei Matanzas (siehe >>) und Santiago de Cuba (siehe >>) über die Bühne wirbelt. Berühmt sind Santiago de Cubas Casa de la Trova (siehe >>), Casa de la Música (siehe >>) und Casa de las Tradiciones (siehe >>). In Varadero boomen vor allem die Discos La Bamba (siehe >>) und Mambo Club (siehe >>).
Doch die angesagtesten Clubs der Insel liegen in Havanna. Zu ihnen zählen die Casas de la Música (vor allem Salsa, siehe >> und siehe >>), das Café Cantante (alle Musikrichtungen, siehe >>), der Salón Rosado (vor allem Salsa, siehe >>), das 1830 (Salsa, siehe >>), die Disco Escaleras al Cielo (siehe >>), die Bar La Zorra y el Cuervo (Jazz, siehe >>), das Café Gato Tuerto (Bolero, siehe >>), das El Sauce (vor allem Nueva Trova, siehe >>) sowie das alternative Kulturzentrum Fábrica de Arte (siehe >>). Ballett- und Opernfans kommen im Gran Teatro García Lorca (siehe >>) und im Teatro Nacional (siehe >>) auf ihre Kosten, etwa bei Shows des Ballet Nacional de Cuba oder der Danza Contemporánea-Truppe. Mit einer Flasche Rum ist man gerne gesehen bei spontanen Open-Air-Partys auf dem Malecón (siehe >>).
Das afrokubanische Erbe der Musik- und Tanzkultur ist gut in Havannas bunter Callejón de Hamel (siehe >>), dem El Gran Palenque (siehe >>), in den Santería-Hochburgen Regla (siehe >>) und Guanabacoa (siehe >>) sowie bei Rumba-Konzerten auf Matanzas‘ Parque de la Marina (siehe >>) oder Trinidads Palenque de los Congos Reales (siehe >>) zu erspüren. Kubas wildesten Karneval kann man in Santiago de Cuba Ende Juli live oder im Museo del Carnaval (siehe >>) erleben. Santiagos beste Adressen für afrokubanische Tanzshows sind das Ballet Folklórico Cutumba (siehe >>) und das Casa del Caribe (siehe >>). Wissen über die Kultur der Santería vermitteln Santiagos Museo de las Religiones Populares (siehe >>) und Havannas Museo de las Orishas (siehe >>). Einzigartig, weil stark von Haiti beeinflusst, ist Guantánamos Tumba Francesa (siehe >>).
Die bedeutendsten Zeugnisse der landesweiten Beatles-Welle sind Havannas Parque Lennon (siehe >>) mit dem Submarino Amarillo (siehe >>), Varaderos Club Los Beatles (siehe >>) und Holguíns Caverna de los Beatles (siehe >>).
Wer schon immer mal in einer Höhle abhotten wollte, besucht Trinidads Disco Ayala (siehe >>). Besonders bunt und abwechslungsreich tobt das Nachtleben in Santa Claras Club Mejunje (siehe >>). Das Kolonialstädtc hen Remedios ist zur Weihnachtszeit ein heißer Tipp, wenn festliche Feuerwerksumzüge mit ohrenbetäubendem Lärm durch die Straßen drängen, festgehalten im Museo de Parrandas (siehe >>).
Im Folkloretanz kommt das afrokubanische Erbe zum Ausdruck.
Schwer zu erreichen, aber noch nahezu unberührt, sind die Jardines de la Reina (siehe >>), die als bester Tauch-Spot der Karibik gelten. María La Gorda (siehe >>) im Westen und Punta Francés (siehe >>) auf der Isla de la Juventud sind weitere Leckerbissen für Taucher und Schnorchler und haben zudem schöne Strände. Auch bei Cayo Levisa (siehe >>), einigen Cayos des Archipiélago Sabana-Camagüey (siehe >>) mit dem zweitgrößten Korallenriff der Welt sowie Santa Lucía (siehe >>) mit Haifütterungen lässt sich bei feinstem Strandgenuss in die magische Unterwasserwelt abtauchen. Weitere Top-Spots, die allerdings weniger spektakuläre bzw. gar keine Strände bieten, sind Playa Jibacoa (siehe >>) sowie in der Schweinebucht Punta Perdiz (siehe >>) und Caleta Buena (siehe >>).
Die Playas del Este (siehe >>) sind als Hausstrand Havannas bei Touristen wie Einheimischen beliebt – eine interessante Mischung. Als Klassiker sticht in Westkuba die Strandhochburg Varadero (siehe >>) mit der besten touristischen Infrastruktur Kubas hervor. Guardalavaca (siehe >>), Ostkubas Ferienzentrum Nummer eins, ist zwar deutlich kleiner, lockt aber mit zahlreichen Strandbuchten entlang einer wundervollen hügeligen Küstenlandschaft. Cayo Largo (siehe >>) ist mit dem feinsten und weißesten Sand Kubas ein Strandparadies par excellence – allerdings fernab vom realen kubanischen Leben.
Playa Ancón (siehe >>) fällt im Vergleich deutlich ab, hat aber den besten Strand der Südküste, in Kombination mit der Kulisse der Sierra de Escambray und dem kolonialen Trinidad. Cayo Coco (siehe >>) beeindruckt durch die Kombination von Traumstränden, dichten Wäldern und riesigen Flamingokolonien. Die Playa Pilar auf Cayo Guillermo (siehe >>) zählt zu den attraktivsten Stränden der Welt. Nicht minder schön ist die Cayería de Villa Clara (siehe >>). Cayo Sabinal (siehe >>) begeistert mit einsamen, noch unerschlossenen Stränden, während Cayo Saetia (siehe >>) mit rustikaler Unterkunft, Wäldern und exotischen, aus Afrika importierten Tieren, lockt. Marea del Portillo (siehe >>) besticht durch seine Lage am Fuß der Sierra Maestra und den dunklen Sandstrand – eine Seltenheit in Kuba.
Kuba lässt sich auch fernab der All-inclusive-Hochburgen gut bereisen. Ein dichtes Verkehrsnetz überzieht die Insel und die Hauptstraßen sind von ordentlicher oder zumindest ausreichender Qualität. Auch abseits der Hauptrouten finden sich in manchen Orten Hotels oder Privatpensionen, und in abgeschiedener Naturidylle verstecken sich günstige Campismos (Campingplätze mit Bungalows). Wer in kurzer Zeit viel sehen und die ausgetretenen Touristenpfade auch mal verlassen will, kommt um ein Leihfahrzeug oder Tagesausflüge per Taxi nicht herum, denn öffentliche Verkehrsverbindungen sind nur zu den Touristenzentren und zwischen den Provinzhauptstädten zuverlässig.
1 Woche
Wer ohne Pauschalpaket mit nur sieben Tagen im Gepäck anreist, sollte sich auf Havanna und Umgebung konzentrieren. Denn allein in Kubas Hauptstadt, die zu den schönsten Metropolen der Welt zählt, könnte man locker zwei Wochen verbringen.
Wer in Varadero ankommt und nicht nur Strand und Sonne sucht, findet bei Tagesausflügen nach Havanna, Matanzas, Trinidad und Cienfuegos ein abwechslungsreiches Kulturprogramm.
Mit einer Fülle an historischen Bauten, tollen Museen und abwechslungsreichem Nachtleben zieht Havanna (siehe >>) jeden Besucher mindestens drei Tage in seinen Bann. Einen erholsamen grünen Gegenpol bieten die nahe gelegenen Ökotourismuszentren Las Terrazas (siehe >>) oder Soroa (siehe >>). Von dort geht es weiter zu den Kegelfelsen des Viñales-Tals (siehe >>), der spektakulärsten Landschaft der Insel. Ein Strandtag auf dem ruhigen und idyllischen Inselchen Cayo Levisa (siehe >>) bildet den Abschluss des Kurztrips.
Selbstfahrer können über die malerische Küstenstraße nach Havanna zurückkehren, alle anderen buchen von Viñales einen Tagesausflug zum Eiland und nehmen dann von Viñales den Bus in die Hauptstadt.
Alternativ lockt nach Havanna (siehe >>) das kulturell bedeutende Matanzas (siehe >>) mit seinem malerischen Valle del Yumurí (siehe >>), den beeindruckenden Cuevas de Bellamar (siehe >>) und dem Dschungelfluss Río Canímar (siehe >>). Unterwegs bietet der Mirador de Bacunayagua (siehe >>) eine prächtige Aussicht. Auf der Rückfahrt kann man den Rest des Urlaubs an Havannas Hausstränden, den Playas del Este (siehe >>), ausklingen lassen.
Wer etwas Stress nicht scheut und Selbstfahrer ist, könnte nach zwei Tagen Havanna (siehe >>) die beiden Kurztouren miteinander kombinieren (ohne Cayo Levisa).
Lohnenswert wäre auch ein Abstecher ins koloniale Trinidad (über 300 km). Über die Autopista geht es in die Che-Guevara-Stadt Santa Clara (siehe >>). Von hier aus führt eine landschaftlich reizvolle Straße über Manicaragua gen Süden zum dicht bewaldeten Mittelgebirgsort Topes de Collantes (siehe >>). Nach einer Wanderung geht es weiter ins nahe gelegene Trinidad (siehe >>), wo das Valle de los Ingenios (siehe >>) und die Playa Ancón (siehe >>) zu Ausflügen einladen. Auf dem Rückweg lohnt die vom neoklassisch-französischen Baustil geprägte „Perla del Sur“ Cienfuegos (siehe >>) einen Besuch.
Grafik herunterladen2–3 Wochen
Bei zwei bis drei Wochen Zeit lässt sich entweder die besser erschlossene West- oder die „wildere“ Osthälfte der Insel bereisen. Mehr ist nicht sinnvoll. Günstige Ausgangspunkte sind Havanna oder Varadero für den Westen und Holguín für den Osten. Bei nur 14 Tagen Aufenthalt muss man die folgenden Routen kürzer halten und einzelne Etappen und Tagesausflüge einsparen.
Nach der West-Schleife über Las Terrazas, Soroa, Viñales und Cayo Levisa („Kuba kompakt“) geht es vonHavanna über die Playas del Este (siehe >>) gen Osten nach Matanzas (siehe >>), Santa Clara (siehe >>) – evtl. mit Abstechern nach Remedios (siehe >>) und zur Cayería de Villa Clara (siehe >>) – und nach Sancti Spíritus (siehe >>).
Wer drei Wochen Zeit hat, kann von hier aus noch Abstecher zur Kolonialstadt Camagüey (siehe >>) mit dem reichhaltigsten Nachtleben Zentralkubas und der höchsten Kirchendichte der Insel oder zum nördlichen Strandresort Cayo Coco/Cayo Guillermo (siehe >>) einbauen.
Das wenig besuchte Sancti Spíritus gibt schon einen Vorgeschmack auf die koloniale Pracht von Trinidad (siehe >>), das von einigen Tagesausflugszielen umgeben ist. Entlang der pittoresken Südküste geht es dann nach Cienfuegos (siehe >>) und schließlich über Playa Girón (siehe >>) und Playa Larga (siehe >>) zurück auf die Autopista gen Havanna.
Die Ostroute führt von Holguín (siehe >>), kulturelles Zentrum Ostkubas, zur „weißen Stadt“ Gibara (siehe >>), zum buchtenreichen Strandzentrum Guardalavaca (siehe >>) und dann südwärts Richtung Santiago, mit möglichen Zwischenstationen in der „archäologischen Hauptstadt“ Banes (siehe >>), Fidel Castros Geburtsort Birán (Finca Las Manacas, siehe >>) und im Mittelgebirgszentrum Pinares de Mayarí (siehe >>) mit Kubas höchstem Wasserfall.
Die Musikmetropole und Hochburg afrokubanischer Kultur Santiago de Cuba (siehe >>) lockt zusätzlich mit reizvollen Tagesausflügen, etwa zur Wallfahrtsstätte El Cobre (siehe >>) und in den abwechslungsreichen Freizeitpark Parque Baconao (siehe >>).
Ostwärts geht es von Santiago nach Guantánamo (siehe >>) mit seiner einzigartigen Musikszene und dann über die atemberaubende Passstraße La Farola (siehe >>) ins charmante Baracoa (siehe >>), die älteste Stadt des Landes und Ostkubas Ökotourismuszentrum Nummer eins mit vielen Möglichkeiten für Ausflüge ins Grüne. Eine schlechte, aber schöne Küstenstraße führt anschließend über die Playa Maguana (siehe >>) und den Parque Nacional Alejandro de Humboldt (siehe >>) zurück nach Holguín.
Wer drei Wochen Zeit hat, kann außerdem der lebhaften Provinzmetropole Camagüey (siehe >>) mit ihren zauberhaften Kolonialplätzen und labyrinthartigen Gassen und/oder Cayo Sabinal/Playa Santa Lucía (siehe >> und siehe >>) einen Besuch abstatten. Oder man schaut in der geschichtsträchtigen, wenig besuchten Provinzhauptstadt Bayamo (siehe >>) vorbei, die gleichzeitig eine gute Basis für Abstecher in die Sierra Maestra (Wanderung auf Kubas höchsten Berg Pico Turquino, siehe >>) oder den Parque Nacional Desembarco del Granma (siehe >>) ist.
Grafik herunterladenab 4 Wochen
Ab vier Wochen lässt sich mit einem Leihwagen die ganze Insel bereisen, besonders wenn man einen Gabelflug gebucht hat, also über Havanna bzw. Varadero ein- und über Holguín ausreist (oder umgekehrt). Man kann die obigen Touren miteinander kombinieren, wobei abhängig vom Zeitbudget einige Ausflüge wegfallen müssen. Wer alle aufgeführten Orte in Ruhe besuchen will, braucht fünf bis sechs Wochen.
Bei sechs bis acht Wochen Zeit sind noch weitere Abstecher abseits der Hauptpfade drin, etwa von Viñales oder Pinar del Río zur abgelegenen und einsamen Tauchbasis María La Gorda (siehe >>) mit dem waldreichen, unberührten Biosphärenreservat Península Guanahacabibes (siehe >>).
Südlich von Havanna setzt in Surgidero de Batabanó eine Fähre über zur entspannten und untouristischen Isla de la Juventud (siehe >>).
In Zentralkuba lohnen Abstecher zur Berglandschaft Alturas de Banao (siehe >>), zu den waldreichen Naturpools Jobo Rosado (siehe >>) sowie nach Ciego de Ávila (siehe >>), Morón (siehe >>), Cayo Coco (siehe >>) und Camagüey (siehe >>). Von Camagüey aus lohnt die Fahrt nach Cayo Sabinal (siehe >>) und Playa Santa Lucía (siehe >>). Touristisches Neuland und daher erfrischend authentisch ist die Stadt Las Tunas (siehe >>) mit Ausflugsmöglichkeit nach Playa Covarrubias (siehe >>).
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Klima
Reisezeit
In Kuba herrscht ein randtropisch-wechselfeuchtes Klima mit ganzjährig hohen Temperaturen. In seinem Tageszeitenklima schwanken die Temperaturen während eines Tages stärker als während des Jahres. Die jährliche Durchschnittstemperatur der Insel beträgt 25 °C, wobei der Januar als kältester (21 °C) und der Juli als wärmster Monat (28 °C) herausstechen. In den heißen Sommermonaten klettern die Tageshöchstwerte über 30 °C. Der Osten ist ganzjährig noch etwas wärmer als der Westen. Der Nordost-Passat sorgt aber in fast allen Landesteilen für angenehme Meeresbrisen. Die Wassertemperaturen erfreuen mit 28 °C im Sommer bzw. 25 °C im Winter das Herz kältegeplagter Europäer. In den Wintermonaten kann die Temperatur allerdings abends und bei Kaltlufteinbrüchen aus Nordamerika (nortes) auch tagsüber auf etwa 15 °C absinken. Klimaprägend ist vor allem das Relief. Im Gebirge (insbesondere in der Sierra Maestra) drücken nächtliche Kälteeinbrüche die Quecksilbersäule mitunter bis unter 10 °C. Trekker müssen dies bei der Ausrüstung berücksichtigen.
Die Niederschlagsmenge schwankt regional und vor allem saisonal. Das Jahresmittel beträgt 1400 mm, wovon gut drei Viertel in der sommerlichen Regenzeit von Mai bis Oktober niederprasseln. Dann wird eine Luftfeuchtigkeit von bis zu 80 % gemessen. Generell liegt die Regenmenge im Osten etwas höher als im Westen. Während Zentral- und Westkuba drei bis fünf trockene Wintermonate haben, herrscht im Südosten der Insel immerfeuchtes tropisches Klima mit etwa 1500 mm Niederschlag im Jahr. Besonders in gebirgigen Regionen geht viel Regen nieder (durchschnittlich 2000 mm) – mit Spitzenwerten bis zu 3400 mm in der Sierra Maestra. Innerhalb von Berglandschaften können unterschiedliche Mikroklimate herrschen, bedingt durch Steigungsregen und Regenschatten. Am deutlichsten wird das in der Provinz Guantánamo, an dessen Südküste sich Halbwüsten erstrecken (nur 600 mm Jahresniederschlag), während im regenreichen Norden üppige Regenwälder wuchern (bis zu 3000 mm Regen jährlich).
Mit ihrem angenehmen Klima lässt sich die Insel ganzjährig besuchen, aber die beste Reisezeit ist die kühlere Trockenperiode von November bis April(La Seca). Im Sommer sind kurze und heftige Regenfälle häufig, auf die aber schon kurze Zeit später wieder Sonnenschein folgt, der die Feuchtigkeit dampfend verschlingt (schöne Fotoeffekte). In der Hauptsaison (Dezember bis April) gelten höhere Hotelpreise, und insbesondere vom 20. Dezember bis Ende Januar werden Pensionszimmer, Leihwagen und Plätze im Víazul-Bus knapp (alle möglichst im Voraus reservieren). Die Kubaner haben im Juli und August Ferien und besuchen dann in Scharen die Strände. Zu Weihnachten, Ostern, den Revolutionsfeiern um den 26. Juli und an anderen Festtagen platzen die Städte aus allen Nähten („Feste“ siehe >>). Nicht ganz ungefährlich sind die Herbstmonate (vor allem Sep und Okt), besonders im Nordwesten. Über dem Atlantik bilden sich jährlich rund zehn Wirbelstürme, von denen ein Teil Hurrikan-Stärke erreicht und mit bis zu 250 km/h Richtung Kuba, Bahamas und Florida zieht. In den letzten Jahren hinterließen Hurrikane in Kuba und anderen Ländern der Region Verwüstungen mit Schäden in Millionenhöhe.
In Kuba sind die größten Flamingo-Kolonien der Karibik beheimatet.
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Tagesbudget
Übernachtung
Essen und Trinken
Transport
Eintrittspreise
Rabatte
Gemessen am karibischen Preisniveau ist Kuba noch relativ günstig, doch in vielen Ländern Zentral- und Südamerikas reist man billiger. Die durchschnittlichen Tagesausgaben schwanken je nach Reiseart und Region stark und liegen bei 40–60 CUC (ohne Leihwagen). Wer viel Zeit mitbringt, mit Fahrrad, Bahn oder auf Lastwagen reist, auf Bauernmärkten einkauft und in Privatunterkünften schläft, kommt auch mit weniger Geld aus (Kasten „Spartipps“). Doch selbst Traveller mit spartanischen Ansprüchen müssen Tagesausgaben von 20–30 CUC einplanen.
Reist man zu zweit, sinken die hohen Übernachtungskosten erheblich (Einzelzimmer kosten mindestens zwei Drittel eines Doppelzimmers). Auch abseits touristischer Hauptrouten wird es schnell billiger. Andererseits reißen organisierte Ausflüge, Reisen mit Mietwagen oder Taxi und längere Aufenthalte in Touristenzentren große Löcher in die Brieftasche. Strandurlaube sind in Kuba nur günstig, sofern man von Europa aus ein All-inclusive-Angebot bucht.
Spartipps
Alleinreisende können sich Reisepartner suchen und den Zimmerpreis teilen.
Wer Hotels und Leihwagen übers Internet bucht, bekommt ordentliche Rabatte.
In Touristenpolen mit großer Konkurrenz (Viñales, Trinidad und Baracoa) sowie in untouristischen Städten (Nueva Gerona, Ciego de Ávila und Las Tunas) gibt es besonders günstige Pensionen.
Campismos (www.campismopopular.cu) sind mit eigenem Fahrrad oder Leihfahrzeug gut erreichbar. Zwar sind die meisten offiziell nur für Kubaner, aber nicht selten werden Ausnahmen gemacht, und sein Zelt darf man fast überall aufschlagen.
Straßenstände, Peso-Restaurants und manche Privatrestaurants tischen zu niedrigen Preisen auf.
Statt der teuren Tropicana-Shows kann man sich Cabaret-Vorführungen in Provinzhauptstädten (etwa 5 CUC) ansehen.
Viele Clubs verkaufen günstige Flaschen Rum, den man mit Cola mixen kann.
Die meisten Clubs und Livekonzerte (vor allem außerhalb von Havanna) haben geringe Eintrittspreise. Sportveranstaltungen, Kino und oft auch Theater sind spottbillig, samstägliche Straßenfeste und Veranstaltungen bei Festivals sogar umsonst.
Statt eines Mietwagens kann man sich ein preiswerteres Mofa leihen. Auch der Tagespreis eines Privattaxis ist günstiger.
In Touristenzentren (Viñales, Havanna, Matanzas, Varadero, Schweinebucht, Trinidad, Cayo Coco, Guardalavaca und Baracoa) fahren günstige Hop-on-Hop-off-Busse.
Innerhalb der Provinzen verkehren zu Bussen umgebaute Lastwagen (Camiones) zu Spottpreisen.
In Havanna fahren Máquina-Taxis weite Strecken für wenig Geld.
Gestärkt in den Tag: Viele Pensionen servieren ein üppiges Frühstück.
Die Unterkunftskosten machen den Löwenanteil des Tagesetats in Kuba aus. Am billigsten sind mit etwa 5 CUC p. P. die Campismos, die aber ohne eigenes Fahrzeug oft schwer erreichbar sind. Private Unterkünfte, Casas Particulares, kosten 20–40 CUC für ein Doppelzimmer (wer allein unterwegs ist, zahlt in der Regel 15–25 CUC und für drei bis vier Personen gilt als Faustregel der Preis von 10 CUC p. P.). Einfache Staatshotels (oft von der Kette Islazul) berechnen abgesehen von wenigen günstigeren Ausnahmen mindestens 30 CUC pro Doppelzimmer.
Der Zimmerpreis im Mittelklassehotel eines Touristenzentrums beginnt bei 50 CUC und ist bei gehobeneren Ansprüchen weit nach oben offen. Viele Hotels sind eher auf Pauschaltourismus ausgerichtet und für Individualtouristen kaum erschwinglich.
In privaten Restaurants, Paladares, zahlt man 5–15 CUC für eine reichhaltige Mahlzeit. Billiger, aber qualitativ und quantitativ schlechter, sind staatliche Peso- und Devisenrestaurants. Erstere berechnen 20–60 CUP (1–2,50 CUC) für ein einfaches Gericht, während die Preise in günstigeren Devisenrestaurants zwischen 3 CUC (Fast Food, Snack) und 5–10 CUC (kreolisches Gericht, Pizza, Pasta) schwanken. Ein Buffet in den Hotelrestaurants schlägt mit 10–15 CUC p. P. zu Buche. Je touristischer ein Ort/Lokal ist, desto häufiger kommen noch Trinkgelder für Livebands hinzu.
Die Bauernmärkte sind eine tolle Alternative: Selbstversorger kaufen hier sehr günstig in Moneda Nacional Grundnahrungsmittel (Obst, Gemüse, Fleisch) ein. Magenfüllende Pizzas oder Brötchen von Straßenständen gibt es ab 5 CUP (0,20 CUC); Fruchtsäfte und Kaffee sind noch billiger. Lebensmittel aus Supermärkten kosten dagegen fast das Doppelte wie in Deutschland.
Getränke rinnen zu folgenden Preisen die Kehlen hinunter: Bier für 0,75–2,50 CUC (meist 1 CUC), Softdrinks für 0,50–1 CUC und Mojito und andere Cocktails für 1,50–3 CUC. In Cabarets und Discos gelten höhere Preise. Eine gute Flasche Rum (Havana Club) ist abhängig vom Reifegrad für 4–12 CUC zu haben.
Was kostet wie viel?
Hier ist die Bahn die günstigste Option: 100 km mit dem Zug kosten etwa 4 CUC, mit den Touristenbussen von Víazul 7 CUC. Lastwagen und Kurzstreckenbusse innerhalb einer Provinz sind noch deutlich günstiger als die Bahn, fahren aber unregelmäßig.
Auch Inlandflüge sind finanzierbar (für die 950 km lange Strecke von Havanna nach Santiago de Cuba zahlt man 135 CUC).
Ein Leihwagen ist ein anderes Kaliber und liegt inklusive Versicherung bei 50–70 CUC pro Tag, Benzin bei 1,20–1,40 CUC pro Liter.
Mofas kosten täglich 20–25 CUC, Fahrräder 8–15 CUC.
Bei Überlandfahrten mit dem Taxi zahlt man mindestens 0,35 CUC/km, es sei denn, man erwischt ein Colectivo (Sammeltaxi). Dieses kostet voll besetzt pro Person ungefähr so viel wie die entsprechende Fahrt im Touristenbus. Tagesausflüge eines Reisebüros sind je nach Distanz mit 20–50 CUC zu veranschlagen.
Die Teilnahme am kulturellen Leben Kubas wird nicht am Geldbeutel scheitern: Der Eintritt in Museen ist mit 1–5 CUC relativ günstig, wobei manchmal noch Fotogebühren (ebenfalls 1–5 CUC) hinzukommen. In Discos zahlt man meist 1–3 CUC, bei Konzerten und Cabarets 5–10 CUC – in angesagten Clubs von Havanna und den Strandzentren natürlich wesentlich mehr (bis hin zu stolzen 75 CUC für Havannas weltberühmte Tropicana-Show). Ein Besuch im Theater kann oft in Pesos bezahlt werden, Sportveranstaltungen und Kino immer.
Ein internationaler Studentenausweis bringt in Kuba kaum Preisermäßigungen und auch mit einem internationalen Jugendherbergsausweis spart man nur in einer Handvoll Hotels (im Buch mit HI gekennzeichnet). Wer dagegen an einer kubanischen Universität eingeschrieben ist, kann wie die Einheimischen viele Eintrittspreise in Moneda Nacional bezahlen. Kinder unter zwölf Jahren zahlen oft nur den halben Preis (zum Beispiel für Hotels, Museen, Inlandflüge sowie Bus- und Bahnfahrten).
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