Stupsnase - Mario Krüger - E-Book

Stupsnase E-Book

Mario Krüger

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Beschreibung

Ein junger Mann ist auf dem Weg zu seiner Freundin. Unterwegs behandelt er eine Karrierefrau, einen Autoverkäufer und einen Porschefahrer, bis er kurz vor der finalen Kugel, seinem Alterego begegnet und einen folgenschweren Entschluss trifft.

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Seitenzahl: 18

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Mario Krüger

Stupsnase

Ein Amoklauf

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Stupsnase

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Impressum neobooks

Stupsnase

Ich wähle ihre Nummer, höre die Mailbox, ihre Stimme und hänge ein: es gibt nichts mitzuteilen.

Stupsnase schlägt mir gegen die Brust, es ist ein harter Schlag und meine Brust vom vielen Schlagen blau, schon blutunterlaufen.

Menschen fluten vorbei. Meine Schritte sind kraftvoll, leicht, fast so, als flöge ich. Ich achte peinlich darauf, nur dann auszuweichen, wenn auch die mir Entgegenkommenden ausweichen - Zusammenstoß -, Schulter gegen Schulter, ein Blick, ein Fluch, der Stinkefinger. Ich sehe mich im Spiegel eines Herrenausstatters und finde mich gut. Heute! Ich bleibe stehen, gehe zurück und schaue nochmals in den Spiegel. Ich bin hässlich, die Natur hat es nicht gut mit mir gemeint. Mein Kopf eine Rübe, meine Nase deformiert und alles in abscheulichen Proportionen. Ein hässlicher Mund, die Beine zu kurz, unreine Haut, aber heute finde ich mich gut. Die Augen der Passanten ruhen für eine Zehntelsekunde auf mir, weil ich so hässlich bin. Immer muss ich den Huren einen Aufschlag zahlen, damit sie es mit mir tun!

Aber ich bin trainiert, so schnell haut mich keiner um und heute schon gar nicht. Adrenalin rauscht durch meinen Körper – Ausnahmezustand!

Stupsnase schlägt mir gegen die Brust, Stupsnase ist hart, ich spüre sie. Vielleicht hole ich jemanden vom Fahrrad, jemanden, der mich ignoriert und denkt, dass er mit seinem Zweirad der Stärkere ist. Ich werde ihn von der Seite anspringen, so dass er vielleicht in die Auslage eines Kramladens fällt, sich die Zähne einschlägt, blutet. Ich werde seine Angst genießen, oder ihre Angst, denn ich bin für Gleichberechtigung, ihre aufgerissenen Augen, ihr Wimmern, dass ich ihr nichts tun soll. „Es war doch nur ein Versehen und wird nicht wieder vorkommen, schluchz, schluchz, bitte lassen Sie mich

gehen.“ „Das kann ja jeder sagen“ und: „wo kommen wir denn da hin?“ Ich werde den Hahn spannen, ich werde den Hahn spannen müssen und dass mir das jetzt mehr weh tut als dir, werde ich sagen, aber Strafe muss sein. Je schöner eine Frau ist, umso mehr verachte ich sie!