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Ein Verkäufer verliebt sich in eine Schauspielerin, doch kann er sich nur eine Hure leisten - solange er Arbeit hat! Der Fernsehpreisgewinner Sepplmeyer verspricht ihm eine große Karriere und durch Katalogista Helmut, der eigentlich Schauspieler ist, beginnt sich unser Held für die Geste zu interessieren. Nicht für die gespielte Geste, sondern für die, die dem Schauspieler unterläuft ... 2010 wurde der Stoff von Jörg Gfrörer verfilmt. Mit Bernd-Uwe Reppenhagen, Lucia-Maria Hilbrig, Bibiana Malay, Günter Rüdiger, Hartmut Fleischmann, Nicolai Borger und des Schreiberle.
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Seitenzahl: 49
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Mario Krüger
Eigentlich mache ich mir nichts aus Sex
Eine Farce
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Eigentlich mache ich mir nichts aus Sex
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Über den Schreiber
Impressum neobooks
Ein Tisch, ein Stuhl und ein Bett.
Ich las, in den gewerblichen Anzeigen: „Dessousabend und ein Freigetränk bei freiem Eintritt.“ Kann ich da etwas falsch machen, dachte ich? Ich gehe da rein. Es ist stickig heiß in dem Lokal. Keine Klimaanlage, wenigstens 38 Grad – mindestens - und zwei Typen, der eine ein Milchgesicht, Typ Schulschwänzer, der andere so fett wie ich, Typ Computerfreak, lümmeln da rum. Da trifft mich ihr Blick. Schmollmund, leicht nach oben gebogene Nase – Nasen-OP! Ich weiche ihr aus und bestelle das Freigetränk, eine Cola. Ich habe Ausgaben. Nichts Besonderes, vielleicht mal ein neuer Anzug und Ferien müsste ich auch mal wieder machen. Sie erhebt sich von ihrem Barhocker. Mein Gott, dieser Gang. Sie geht zu einer Tür, einem Zimmer vielleicht, vielleicht wartet dort schon jemand auf sie. Ich frage nach dem Zigarettenautomaten und ziehe eine Schachtel Cabinett Light’s. Ein bisschen Cabinett-Werbe-Feeling. „Und dann lassen wir uns suchen übers Radio.“ Die Zigarette ist schnell runtergebrannt, ich stecke mir eine zweite an. Sie kommt zurück, das ging aber schnell, denke ich. Sie lächelt und ich stecke mir noch eine Kippe an. Die Tresendame klärt mich über die Getränkepreise auf. Ich bedanke mich für das Freigetränk und mache mich auf den Weg. Da ruft sie: „Gehst Du schon?“ Ich kann nicht anders, ich gehe zur Bar zurück. Sie nimmt mich an die Hand, lächelt und gibt mir einen Kuss. Aber Huren küssen doch nicht, denke ich. Vielleicht ist ja alles nur ein Missverständnis ..., da greift sie mir in die Shorts und mir wird klar, dass ..., also in einer Zehntelsekunde habe ich ein knallhartes Stahlrohr.
Als es dann passiert war, ich hatte die Zeit noch einmal verlängert, setzt sich die Bardame zu mir. So eine mit gefärbten blonden Haaren bis zur Hüfte, und fragt mich: „Na Hasi, darfs noch was sein?“
„Eine Runde für Alle“, sag ich.
„Spasibo“ und „Nastarovje“, Milchgesicht und Schwabbel prosten mir zu.
„Wo bleibt sie denn“, frag ich, „und wie heißt sie eigentlich“, denn mit der Dame meines Herzens wollt ich ja schließlich anstoßen. „Die Tanja? Hasi, Hasi noch immer nicht genug?“ meint die Tresendame. „Genug? Nö, wir fahren dann noch zu mir“, sag ich. Tanja besucht mich auch schon mal privat. Die Tresendame verschwindet und Milchgesicht und Schwabbel bauen sich vor mir auf: „Tanja privat“, fragen die? „Ach Quatsch“, sag ich, „alles nur Spaß.“
„Spaß, Spaß, Spaß, wir machen Dir Spaß?“
Na endlich kommt Tanja und fragt, ob ich das wiederholen kann? Ja, und weil das ja auch ganz nett wäre, hab ich darauf bestanden, dass es so war. Und zwar nicht zum ersten Mal. Da hat’s einen Krach gegeben, kann ich Ihnen versichern und ich soll mich ja nicht mehr blicken lassen. Wahnsinn. Einen richtigen Krach hatten wir. Und um so wütender sie wurde, um so mehr hab ich in die Kerbe gehauen: „Ich ruf Dich an, Schatzi“ und „Was soll denn das ganze Theater? Bist doch sonst nicht so.“ Da hat sie mit einem Sektkübel nach mir geworfen. Wunderbar!
Tippt an seine Beule.
Hier sehen Sie das Souvenir. Ja, super. So ein Mordsweib ist die Tanja. Klasse, das hat sie drauf. Und weil sie so richtig auf den Putz gehauen hat, da hat’s mich so richtig gefreut. Ist die Welt nicht ungerecht? Die verdient an einem Abend, wofür ich zwei Wochen schuften muss.
Der Held, Jens-Uwe B., kramt eine Zeitung hervor.
„Bananengangster vor Gericht!
Der im Januar als Bananengangster bekannt gewordene Verkäufer Jens-Uwe B., Name von der Redaktion geändert, erklärte vor der ersten Strafkammer des Landgerichts, aus Liebeskummer wegen der aus der Serie „Gute Zeiten schlechte Zeiten“ bekannt gewordenen Schauspielerin Liv T., den Überfall begangen zu haben. Sein Anwalt machte daraufhin eine verminderte Schuldfähigkeit geltend. Bis Redaktionsschluss lag uns keine Stellungnahme der Liv T. vor.“
Kommentar der Redaktion: „Der Jens-Uwe hätte seine Banane mal woanders reinstecken sollen.“
Sehr witzig! Na warten Sie mal ab, denen wird das Lachen noch vergehen!
Wie wär’s denn damit: Axel-Springer-Straße in Rudi-Dutschke-Straße umbenannt - wer zuletzt lacht, lacht am besten.
In dem Bezirk, in dem ich wohne, gewohnt habe, leben ja viele, die zum Film wollen. So ein richtiges Künstlerviertel. Ich habe nie herausbekommen, warum. Ja, warum sie dann weg ist. Ich hab sie gesucht. Rund um die Uhr bin ich in dem Café gesessen. Sie war verschwunden. Sie war so..., es war alles so selbstverständlich. Wie Geschwister. Äh, nicht nur. Sie verstehen. Nicht, dass ich nicht schon vorher eine Frau gehabt hätte, das nun nicht, aber mit ihr war das was Besonderes: wie Magie. Vielleicht war es auch Maggi – „mit Maggi macht das Braten Spaß!“ Ich kam nach Hause – ihre Sachen waren weg. In der Küche stand schmutziges Geschirr – die Reste von Spaghetti Bolognese, von Maggi, die mochte sie so. Es waren ja auch nur drei Wochen. Drei Wochen!
Zeigt auf ein Foto.
Das ist sie.
„Der Jens-Uwe hätte seine Banane mal woanders reinstecken sollen“ – eine Frechheit ist das!
Dreht eine Runde durchs Kabuff.
Das sind sechzig Zeitungen. Zeigt auf einen Stapel.
