Thailand Liebe - Amanda Kelly - E-Book

Thailand Liebe E-Book

Amanda Kelly

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Beschreibung

Thailand, ein Land voller Mystik. Erwartungen werden enttäuscht. Ein neuer Horizont entsteht für Sandy, als sie inmitten dieser paradiesisch anmutenden Landschaft ihrer großen Liebe begegnet. Wie meist im Leben, ist der Aufenthalt im Paradies jedoch nur von kurzer Dauer... Der Roman ist untermalt mit Buntstift-Zeichnungen der Autorin.

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Seitenzahl: 94

Veröffentlichungsjahr: 2013

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Amanda Kelly

Thailand Liebe

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Auf große Reise gehen

Auf nach Koh Chang

Apple Bungalows

Dschungel Mystik

Paradise

Wieder zurück

Showdown auf Koh Samui

Flucht nach Koh Phangan

Impressum neobooks

Auf große Reise gehen

Am 6. Januars ging´s los. Erst nach Frankfurt, dann in die Thai Airways Maschine Richtung Bangkok. Zwischenlandung sollte es keine geben. Gary unterhielt sich mit ein paar Leuten und trank viel Whisky, den es an Bord umsonst gab. Danach schlief er bis zur Landung. Sandy und er fuhren mit dem Taxi ins Zentrum von Bangkok und nahmen sich ein schönes Zimmer in einem Mittelklasse-Hotel. Die Leuchtkraft der Sonne, gekoppelt mit der angenehmen Wärme erlaubte es sodann, in die Badetextilien zu schlüpfen und an den Pool zu gehen. Sie setzten sich an einem Tisch aus weißem Plastik mit dazu gehörigen weißen Plastikstühlen und bestellten Getränke. Eine junge, fremde Frau kam an ihren Tisch. Es sprudelte nur so aus ihr heraus: „Ich heiße Caroline und komme aus der Schweiz. Ich bin allein hier und weiß nicht, was ich machen soll. Ich soll mich in einer Woche mit einem Freund aus Norwegen auf der Insel Koh Chang treffen. Kennt ihr die zufällig?“ „Ich hab schon mal von Koh Chang gehört. Die Insel ist Naturschutzgebiet. Ich glaube, sie liegt im Nordosten“, meinte Gary. Sandy stand auf: „Ich geh zur Rezeption und hol eine Landkarte.“ Zusammen studierten sie die Karte und sahen, dass Gary Recht hatte. Koh Chang lag im Nordosten des Golfs von Thailand. Zwischen Bangkok und Koh Chang war noch eine Insel namens Koh Samet. „Ich würde schon gern was Neues ausprobieren. Im Nordosten war ich noch nie“, sagte Gary. „Vergiss nicht, dass ich nach Koh Samui wollte“, erwiderte Sandy. „Das können wir später noch. Erst in den Norden, dann in den Süden, okay?“ schlug er vor. „Na gut, macht eigentlich schon Sinn“, gab sie nach. Die Schweizerin freute sich, dass Gary und Sandy sie mitnehmen würden. Sie verabredeten sich für den nächsten Morgen.

Per Taxi kamen sie zum zentralen Busbahnhof. Einem der Minibusfahrer waren die drei gerade recht, weil er nun genug Leute zusammen hatte, die nach Pattaya fahren wollten. Kaum aus Bangkok heraus, fuhr er wahnsinnig schnell auf einer Landstraße, die an der Küste entlang lief. Die Passagiere hatten Angst, er könnte einen Unfall bauen. Nur traute sich niemand, ihn darauf anzusprechen, weil er gerade wieder in halsbrecherischer Weise eine Kurve nahm. Jede Ablenkung schien viel zu gefährlich. Alle waren lieber ganz still. Pattaya, das berühmte Sündenbabel, ließen sie links liegen und setzten sofort über auf die Insel Koh Samet. Eine kleine, überschaubare Insel. Sie fanden zwei Zimmer in einem Rundbungalow. Der Preis war annehmbar. Sie wunderten sich nur über die vielen Mücken. Ständig mussten sie sich mit Mückenschutz einreiben.

Es wurde schon dunkel, als Sandy ein Reklame-Plakat über Koh Chang betrachtete. Koh Chang wurde als Naturinsel angepriesen. Richtung Strand, neben dem Bungalow befand sich eine kleine Bar mit Strohdach. Von dort aus wurde plötzlich alles von sehr lauter Musik durchflutet. Sandy hörte zum ersten Mal „No Coke“ und konnte nicht still stehen, fing an zu tanzen, wo sie stand. „Hip-hop record in a dance-house style“ - „cocaine will blow your brain“ - “and ecstasy will mush your life” - dazwischen die tiefen Akkorde auf dem Keyboard. Der Sound ging unter die Haut. Nach dem Lied lief sie zur Bar, weil sie wissen wollte, wer das war. Caroline saß auf dem Barhocker. Eine Neonröhre, die rosarot aufleuchtete, zierte den Baumstamm einer Palme. „Die Thais sind doch total crazy. Die Lampe an der Palme...!“ ging Sandy lachend auf Caroline zu. Dann lächelte sie die Thekenkraft bewundernd an. Caroline fragte nur: „Wo ist Gary?“ „Es geht ihm nicht gut. Er wollte sich hinlegen“, antwortete Sandy und fragte zurück: „Weißt du von wem das Lied eben war?“ Caroline zuckte mit den Schultern und verzog ihren Mund. Das Mädchen hinter der Bar verkündete jedoch stolz: “Music? dr. alban! Good music, ha?“ Sie versprach, es später noch einmal aufzulegen.

Zwei Mädels allein an der Bar. Zwei Amerikaner kamen vorbei und spendierten den beiden Whisky-Cola. Ohne etwas zu sagen, verzogen sie sich hinter den Bungalow. Caroline und Sandy sofort hinterher, weil sie ahnten, was sie vorhatten. So rauchten sie alle zusammen. Nach ein paar Zügen waren sie dicht bis zur Halskrause. Sie lachten über nichts und wieder nichts. Ein Wort genügte und es ging schon wieder los. Einer der Männer fiel vor Lachen auf den Boden und schien dann plötzlich zu schlafen. Sein Freund und die beiden Frauen nahmen ihn hoch und brachten ihn in sein Zimmer. Sandy wollte nach Gary schauen. Zu ihrer Überraschung lag er schweißgebadet im Bett. Sie lief ins Bad, machte einen Waschlappen mit kaltem Wasser nass und legte ihn auf seine Stirn. Da der Waschlappen sofort wieder warm wurde, wiederholte sie die Prozedur. Caroline lief nach nebenan in ihr Zimmer, um das Fieberthermometer zu holen. Sein Fieber ging rauf und runter. Sie ging wieder rüber und holte ihr Buch über Tropenkrankheiten. „Gary hat wahrscheinlich Dengue Fieber. Ich hab Antibiotika dabei“, meinte sie. Vorsichtshalber verabreichte sie ihm nur eine halbe Tablette. Nach einer Weile ging es Gary tatsächlich besser. Sein Schlaf wurde ruhig. Die ganze Zeit hatte er kein Wort gesprochen. Nur leises Jammern war über seine Lippen gekommen.

Am nächsten Morgen wachte Sandy mit hohem Fieber auf. Gary war nicht da. Caroline kam auch nicht vorbei. Der Vermieter schaute nach dem rechten und kam ins Zimmer. Er sah gleich, was los war und holte Tabletten. Er streckte ihr seine offene Hand hin. Die war beladen mit Pillen in verschiedenen Formen und Farben. „Vertrauen, vertrauen, alles gut“, bat er sie, alle einzunehmen. Sie sah sich den Haufen Pillen kurz an und winkte dankend ab. Als Gary heim kam und erzählte, er hätte einen Ausflug mit Caroline gemacht, war sie sehr verärgert. „Ich pflege dich die ganze Nacht und du lässt mich allein, nachdem ich mich mit dem Fieber angesteckt habe!“ schimpfte sie ihn aus. „Und was ist mit dir? Du hast dich an der Bar amüsiert, während es mir schlecht ging!“ konterte Gary. „Ich war doch dann mit Caroline bei dir. Vielleicht kannst du dich nicht mehr erinnern in deinem Fieberwahn. Du gehst einfach weg ohne eine Nachricht zu hinterlassen“, argumentierte Sandy. „Ja, was hätte ich denn tun sollen. Du hast geschlafen“, war alles, was ihm dazu noch einfiel.

Auf nach Koh Chang

Er brachte sie direkt zum Hafen, wo bunt bemalte, kleine Schiffe an einem breiten Landesteg vor Anker lagen. Ein Kapitän rief von seinem Schiff herunter: „White Sand! White Sand!“ Weil sie nicht wussten, was er meinte, fragte Sandy: „Koh Chang?“ Als er nickte, stiegen sie ein. Während der Fahrt kamen sie aus dem Staunen nicht heraus. Das Meer war tiefblau und wunderschön. Jede kleine Welle blitzte im Sonnenlicht auf wie ein funkelnder Diamant. Je näher sie an die Insel heran kamen, desto schöner wurde sie. Die Silhouette ihrer grünen Bergreihe sah aus wie das Profil einer schlafenden Frau. Der Wald reichte heran bis an die weißen Strände. Langsam wurde klar, warum der Kapitän „White Sand“ gerufen hatte.

Ein langer, weißer Strand mit besonders schönen Palmen wurde sichtbar. Das Schiff konnte jedoch nicht anlegen. Der Kapitän machte den Motor aus und sagte: „Now walk.“ Sie mussten also ihre Schuhe in die Hand nehmen, alles gut sichern, ins Wasser springen und bis zum Strand waten. Es machte ihnen nichts aus. Das Wasser war angenehm warm. Sie wurden nur bis zu den Knien nass. Die Hütten für die Touristen standen quer zum Strand in einer Reihe aneinander. Sie fragten die bereits Anwesenden nach dem Vermieter und schon kam eine ältere Thai auf sie zu. Sie zeigte ihnen die Hütten von innen. Nachdem sie sich über den Preis einig waren, übergab sie den Schlüssel für das jeweilige Vorhängeschloss. Gary und Sandy nahmen sich eine Hütte zusammen. Caroline nebenan eine für sich.

Weil sie am Verhungern waren, stürmten sie das dazugehörige Restaurant, dem einzigen weit und breit. Sie bestellten Garnelen mit Reis, weil die Köchin beteuerte, das ginge am schnellsten. Nach dem Essen befestigte Sandy ihre Hängematte zwischen zwei Palmen und legte sich hinein. Bevor es dunkel wurde, suchten sie noch geschwind die kleinen Badehäuschen hinter dem Resort auf. Auf der Insel gab es keinen Strom. Die Bäder hatten Betonmauern, aber kein Dach. Innen war der große Wasserbehälter, aus dem man das benötigte Wasser schöpfen konnte. Daneben befand sich die Steh-Toilette. Sandy hatte vergessen, sich vorher einen Wasserschöpfer zu kaufen. So musste sie den benutzen, der da lag, egal wie er aussah. Die Vermieterin brachte für jede Hütte eine Kerze vorbei. Spät in der Nacht benahm sich Caroline, als hätte sie Schwierigkeiten, allein in ihre Hütte zu gehen. Sie verbrachte den ganzen Abend bei Sandy und Gary in der Hütte. Als sie sich endlich verabschiedete, sah er ihr nach, als würde er am liebsten mitgehen. Wegen dem blöden Verhalten der beiden, nahm sich Sandy vor, früh am Morgen einen langen Spaziergang am Strand zu machen.

Beim ersten Hahnenschrei wachte sie auf. Sie wollte unbedingt weg sein, bevor die beiden aufwachen. Sie hatte einen zusätzlichen, kleinen Rucksack dabei und packte die wichtigsten Sachen ein: Handtuch, Sonnencreme, Bikini, etwas Geld, Kamm, Kosmetika, Zigaretten und Feuerzeug. Die Vermieterin war schon auf und lobte den schönen Morgen. Nach dem Frühstück marschierte Sandy los. Nach rechts sah es sehr hügelig aus. So hatte sie sich die Strandwanderung nicht vorgestellt. Nach links bot sich schon ein verlockenderes Bild: nichts als Strand mit schönen Palmen. Das Meer hatte eine leichte Brandung und schien in die Unendlichkeit zu reichen. Sie kam an einem Strand mit sehr hoch gewachsenen Palmen vorbei. Dort legte sie sich eine Weile hin und genoss die sanfte Sonne. Als es zu heiß wurde, ging sie Schwimmen in das tolle Wasser mit seiner türkis-blauen Farbe. Die Wellen wiegten sie behutsam auf und ab. Nach dem Schwimmen döste sie ein. Als sie aufwachte, stand die Sonne hoch und machte wahnsinnigen Durst. Sie packte ihre Sachen und ging weiter. Endlich erreichte sie das nächste Resort. Dort waren die Hütten nicht in einer Reihe gebaut, sondern standen versetzt hintereinander mit dem Eingang Richtung Strand. In der Mitte befand sich ein kleines Restaurant. Die Leute begrüßten sie sehr freundlich, als sie sich hinsetzte und eine Cola bestellte.