Tiergschichte si Härzgschichte - Ursula Thierwächter - E-Book

Tiergschichte si Härzgschichte E-Book

Ursula Thierwächter

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Beschreibung

Tiergeschichten aus Kanada....erzählt in Berner Mundart.

Das E-Book Tiergschichte si Härzgschichte wird angeboten von tredition und wurde mit folgenden Begriffen kategorisiert:
Tiergeschichten, Hunde, Bären, Kojoten, Kanada, Natur

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 242

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Ursula Thierwächter

Tiergschichte

si

Härzgschichte

Bärner Mundart

us Kanada

© 2021……Ursula Thierwächter

Umschlag, Illustration und Fotos: Ursula Thierwächter

tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg, Deutschland

ISBN:

Paperback

978-3-347-53708-8

Hardcover……

978-3-347-53711-8

E-Books……..

978-3-347-53715-6

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Für die Inhalte ist Ursula Thierwächter verantwortlich. Jede Verwertung ist ohne ihre Zustimmung unzulässig. Die Publikation und Verbreitung erfolgen im Auftrag der Autorin, zu erreichen unter: tredition GmbH, Abteilung "Impressumservice", Halenreie 40-44, 22359 Hamburg, Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Üser Hünd

Alpakas und Konsorte

Üses Tierheim

Chatzebusle

Vo Ratte und Müüsli

Es Stinktier

Bäre Gschichte

Kojote und angeri Hüüler

Scheues Waldtier

Dr Schmätterling’s Maa

Das liebe Federvieh

Gschichte us mym Blog

Ungerwägs uf em Bärg mit em Pax und dr Maite…

Vorwort

S'Schrybe i Bärner Mundart, isch mer wichtig und i maches schampar gärn. Villecht het es öppis drmit z’tüe, dass i doch scho meh als zwänzg Jahr z’Kanada läbe. Irgendwie wird me i dr Frömdi, dr alte Heimat und dr Muetterschprach gägenüber sensibler.

Glychzytig bitten ig um Verständnis, wenn sech hie und da es änglisches Wort oder e Usdruck yschlycht, wo mi haut im Bärndütsche nid so passend dünkt.

I däm Buech geit es houptsächlech um d'Vierbeiner, um die Zahme und die chlei weniger Zahme.

D’Tier si mir scho gäng wichtig gsi, mängisch wichtiger als d’Mönsche.

Ufgwachse bini z’Aarwange BE und speter hani dryssg Jahr im Bärnische Seeland, z’Nidau am Bielersee gwohnt.

Im Früehlig 2001 bin i de nach British Columbia, Kanada, cho.

Die Uswanderig isch nid vo langer Hand planet gsi. Innerhalb vomene Jahr het sech mys Läbe denn, um hundertachtzg Grad uf e Chopf gschteut. I bi grad einefüfzgi gsi, won ig dr Schwiz dr Rügge gchehrt ha.

Jetz läbeni syt zwänzg Jahr mit em Urs, (emne Kanada-Schwizer) mit Hünd und Chatze chlei näbenusse, uf emne Grundstück, wo fasch wie ne Schwizeralp uusgseht.

Wenn me so läbt wie mir hie si Begägnige mit deneTier, wo um üs ume läbe, nid z’vermyde und über söttegi Begägnige möcht ig i däm Buech gärn chlei verzeue.

Üser Hünd

Es git Chatzemönsche und es git Hundemönsche. I ghöre eidütig zu dr zwöite Gruppe. Mir wird’s warm ums Härz, wenn i die Vierbeiner um mi ha. Syt i hie läbe hani immer meh als ei Hund gha, si ghöre eifach zu mir.

I ha gli einisch gmerkt, wenn i hie uf em Bärg wott ga Loufe, de brucheni unbedingt ä vierbeinige Begleiter.

I füehle mi im Busch mit emene Hund ar Syte, ou sicherer.

Hie seit me äbä nid: „I ga i Wald,“ hie gö mir i Busch. Zwüschem gängige Schwizerwald und em Kanadische Busch, git es scho Ungerschide. I erinnere mi no guet a dä schön ufgruumt und pflegt Wald, won ig i dr Schwiz aube bi ga loufe. Hie im Busch gseht es meh us, wie im Schwizer National Park. Ei Dürenang vo Böim, wo am Bode lige, Steine, Wurzle u Escht, wo töif abehange. A de meischte Orte chunnt me gar nid dr düür.

Wöu dr Urs jetz nid dä isch, wo jede Morge wott ga loufe, hani unbedingt e Gschpaane bruucht. Bevor i uf Kanada cho bi, hani nie e Hund gha. Z’Nidau hätti so nes Tier nid i üse Läbesalltag passt, aber hie z’Kanada scho, da passts!

I dene zwänzg Jahr, won ig jetz hie läbe, hei mer - bis jetzt - sächs Hünd gha…natürlech nid glychzytig.

D’Maite e Boxer:

Juni 2001 bis Juli 2012

D’Gina e Boxer:

Februar 2003 bis Juli 2008

D’Cindy e Bärnersennehund:

April 2005 bis Juli 2010

Dr Pax e Maremano:

Dez. 2010 bis Januar 2018

D’Chica e Boxer:

Januar 2012 bis…

D’Manu e Border Collie Mix

Auguscht 2013 bis …

Äbä, e Hund…i bi nid so Fän vo chlyne Hünd. Wenn scho, de muess es eine sy, woni nid ou no müessti Umeträge, wenn es chlei Schnee het. Es müessti eine si, wo mi ou chönnti verteidige und beschütze, wenn es drufaa chäm.

Drum isch für mi dr Fall klar gsi, i wott e Boxer. I ha die Chnautschgsichter eifach gärn. Drby han ig als Schueuchind es Erläbnis mit emne Boxer gha, wo s’Gägeteil hätti söue oder chönne bewürke.

I dr achte und nünte Klass, bin ig z’Aarwange by dr Schüelerpatroullie gsi. Das si die, wo aube by de Fuessgängerstreife gschtande si und dr Verchehr greglet hei, wenn d’Schueu uus isch gsi. Genau wäge däm Ämtli, hani einisch zu üsem Dorfpolizischt hei müesse, öppis ga abhole.

Won ig by dr Türe glütet ha und dr Herr Würsten d’Tür uf tuet, pfizzt sy Boxerhund näbe ihm düre und gumpet mi aa. Är het mi z’Bode gschrisse und mi am lingge Wind-jaggeermu verwütscht. Näbem Chlupf hani ou syner Zäng z’gschpüre übercho. Dr Herr Würsten het sy Hund sofort zrügg gno und mir wieder uf d’Bei ghulfe. Es isch ihm gar nid rächt gsi, dass das passiert isch. Dr Boris sigi äbä no im Training und müessi no viu lehre, het är mir de erklärt. Eigentlich hani meh Sympatie und Verständnis für dä jung Boris gha, als dass ig my Arm aagluegt hätti.

Wüu me d’Abdrück vo de Zäng uf mym Arm gseh het, isch dr Herr Würsten mit mir zum Doktor gfahre und i ha e Starrchrampf Sprütze übercho. De het är mi hei zu myne Eutere bracht und het ihne aues erklärt. I gloube ig ha ou e nöij Windjagge übercho, aber das weiss i nümme. I gloube, dass das für mi ou nid so wichtig isch gsi.

Trotz däm Erläbnis mit em Boris, hät ig hie z’Kanada gärn e Boxer wöue.

I bi grad knapp drei Mönet hie gsi und mir si grad i nes gmietets Huus in Creston züglet gsi. Uf üsem Grundstück hei mer drum no nid chönne wohne. Es het no kei Strom, ke Wasser oder süsch öppis gää. Für mi hät is drum no nid pressiert mit emene Hund choufe. Mit angerne Wort: Es isch no nid dr richtig Zytpunkt gsi für ne Hund.

I Zytpunktfrage si dr Urs und ig ou hüt no öppe ungerschidlicher Meinig…das nume näbeby!

Irgend amene Tag het dr Urs es Zytigsinserat heibracht, wo me für ne junge Boxer es Plätzli gsuecht het. Är dr Urs, het de grad sofort uf die Nummere aaglütet.

Während em rede het sech schnäu usegschteut, dass dr Züchter vo däm Boxer e Dütsche isch und drum han i de s’Rede übernoh.

Allne Zytpunktfrage zum Trotz hani mi la überrede und mir hei mit em Hubert, em Züchter, öppis abgmacht - ganz unverbindlich natürlech!

„Eh, me cha ja eifach Mou ga luege,“ meint dr Urs, „ du chasch drs de gäng no überlege.“

Aber ig für mi ha ganz genau gwüsst, dass das mit däm Aaluege und de wieder hei go, mit mir nid funktioniert.

Nume es paar Tag speter, hei mir üs uf halbem Wäg, z’mitts i dr Pampa zwüsche Calgary und Creston, mit däm Hubert-Züchter troffe.

Wo dä chly, rehbrun Boxerwirbelwind uf mi zuegrennt chunnt und mir Boxermüntschi gää het, han ig numen no Fröid gha. I has ja gwüsst, so, funktionierts by mir nid!

Dr Hubert het nume gschmunzlet und gmeint: „Ich hab’s gewusst, das passt“ und mir hei die sächsmonategi Meite grad mit üs heigno.

Meite, das isch de ou grad ihre Name gsi. Wo mer d’Meite bym Tierarzt hei la düretschegge und la regischtriere, het me us dr Meite uf em Papier, ä Maite gmacht gha. Warum? Weiss es nid. Villicht hei die Frölein’s a dr Rezeption gmeint i heig is fautsch gschribe gha.

Jetz hani mys Gschpäänli zum ga Loufe gha und mir zwo Froue si vo denn aa, viu zäme uf em Bärg ungerwägs gsi.

Ou mit em Hubert bin i in Kontakt blibe und mir si gueti Fründe worde. Är isch de gäng öppe by üs cho yneluege, so ou a däm Februartag 2003, wo mir d’Gina hei lehre kenne.

Gina

Mir si im Früehlig 2002 uf üse Bärg züglet, ines chlyses Trailerhuus. Strom hei mer nach drei Wuche gha, aber no ke fliessend Wasser, das hei mer üs erscht nach zwöiehalb Jahr chönne la yrichte. Üs hei denn die nötige Dollars gfäut, zum chönne zügig wyter mache. Dä Spruch: „Ohni Gäld geit gar nüt!“ dä giut ou für Kanada.

Obschon mir i däm chlyne Hüsli aues gha hei, isch dr Platz doch sehr beschränkt gsi. Aber äbä, es isch ja nume als Provisorium dänkt gsi und de cha mes scho mache z’passe.

D’Maite isch jetz scho syt anderthalb Jahr by üs gsi, wo dr Hubert amene chalte Ferbruartag mit emne angere Boxer by üs uftoucht isch.

Das sigi d’Kia, het är se vorgschteut. Das Boxermeitschi chämi us ere Scheidigsfamilie und dört gäbis jetz Problem. Z’erscht heigi me um dä Hund gchääret und am Schluss heig jetz plötzlech niemer me Zyt.

Düre Tag sigi die Kia allei deheime und Bewegig heig si ou nid gnue.

Wo dr Hubert das so verzeut, luegt är drby mi aa. I ha dr Chopf gschüttlet und gseit: „Nei Hubert, lueg doch mou wie äng es bi üs isch, wo söu de dä Hund no Platz ha?

Es isch eifach nid dr richtig Zytpunkt für ne zwöite Hund!“Aber i ha ihm verschproche, dass i trotzdäm würdi drüber nachedänke. Villicht gäbtis für das Meitschi ja doch no en angeri Lösig, als zu üs z’cho?

Dr Hubert het d’Kia a däm Aabe wieder mitgno und ig ha drüber nachedänkt.

Aber no bevor i zumne Entschluss cho bi, isch dr Hubert es paar Tag speter wieder mit dr Kia vor dr Türe gschtande. „Ursi,“ het är aagfange, „si wei d’Kia is Tierheim bringe, es göij nümme. Wettisch se ächt nid doch zu dir näh? Lueg d’Maite und si verstöh sech doch so guet und de wär si ou nümme alleini Hund. Du geisch doch jede Tag ga loufe und das wäri exakt das, was d’Kia bruuchti.“

Gäge settegi Argumänt hani eifach nüt meh chönne säge als:„Henusode, hei mer haut zwöi Meitschi und irgendwie wird’s de scho ga mit em Platz,“ hani yglänkt.

Dr Hubert isch de mit dr Kia grad über Nacht by üs blibe und am nächschte Tag si mer zäme zu üsem Tierarzt gfahre. Mir hei se müesse uf my Name la umschrybe und dr Hubert het - wüu sie kener Papier het gha - müesse ungerschrybe. Nid, dass si plötzlech no als gschtohle cha gmäudet wärde.

Dr Rob üse Vet, het d’Kia öppe uf sächsjährig gschetzt und si sigi es gsunds Meitschi…und i bi glücklech gsi!

Dört bym Tierarzt, han ig de us dr Kia ä Gina gmacht. Es het mi düecht das passi besser zu ihre. Vo denn a si mer z’drittehöch ga loufe.

Scho nach ere churze Ygwöhnigszyt isch d’Gina i üsere Familie guet integriert gsi und isch für d’Maite ä liebe Gschpaane gsi. Für nüt uf dr Wäut hätti ig das Meitschi wieder wöue zrügg gää.

Aber äbä, mit dr Gina het sich die ganzi Dynamik gänderet. Si het d’Füehrig übernoh und isch dr Boss gsi. Was muess das für si bedütet ha, vo däm Stadtvorgarte zu üs uf e Bärg z’cho? So viu Freiheit und die Freiheit het si gäng wie meh aafa usnütze. Vorhär isch d’Maite nie allei vom Huus äwäg, si isch ke Löitschi gsi. Aber mit dr Gina het sich ou dr Maite ihres Verhalte veränderet. Wo d’Gina häre isch, da isch jetz ou d’Maite mit.

Bym Loufe uf üsem Grundstück hani myner Meitschi sälte a dr Lyne gha. Mir si ja uf privatem Bode gsi und ebcho isch üs niemer und wie gseit, bis jetz isch das nie es Problem gsi.

Für mi isch s’Loufe haut ou die Zyt, won ig myner Gedanke tue büschele, d’Natur beobachte, Fotone mache und eifach d’Rueh und dr Fride gniesse.

Währendtesse si die Meitschi - d’Nase am Bode - dene vile intressante Gschmäcker nache, wo’s überall uf üsem Wäg het gha und ig ha se la mache.

Irgend einisch uf emne Walk, (i säge gärn Walk wüu mir tüe weder spaziere no wandere, sondern zügig loufe,) si mer die Meitschi ab, eifach wägg und verschwunde gsi.

Zerscht hani mi nid gross ufgregt ha dänkt, dass si irgend öppis Intressants gfunge heige. So nach es paarne Minute het es mi de doch düecht, nei auso jetz sötte sech de die Zwo scho öppe wieder einisch zeige. I ha grüeft, pfiffe und gwartet. Öppe nach ere Viertelstund si si de cho aaztrabe, Zunge fasch am Bode. Zur Straf hei si a d’Lyne müesse für e Räschte vo üsem Marsch.

Vo denn aa isch es gäng wieder vorcho, dass si mer ab si und mir isch es langsam verleidet.

Für nes paar Wuche isch es de aube wieder guet gange und i ha wieder nümme so ufpasst. De ungereinisch, wie us em nüüt, si si wieder furt gsi, eifach uf u drvo!

Dr lengscht Usflug vo dene Meitschi het vier Täg! duuret und denn hani gmeint, i gsäch se nie meh.

Aber sie si wieder zrügg cho, total erschöpft und mit wunde Pfote. Überall hei si Chratzer gha vom düre Busch ga, aber süsch, süsch het ne nüt gfäut.

Wie hani mir doch vorgno gha, dass i de wott hert blybe und mit ne bauge we si hei chöme. Aber, wo d’Maite und d’Gina vor mer gschtande si, mi duuch aagluegt hei, bin i nume no froh gsi, dass si wieder heigfunde hei und ne nüüt Schlimms passiert isch.

Äs Bärnerli, d’Gschicht vo dr Cindy

Es isch nach Oschtere 2005 gsi, wo dr Urs ufbegäärt und seit:„So, jetz muess eifach ä Bärner häre!“

Was isch mir angers übrig blibe, als uf d’Suechi nach somne Bärner z’gaa? Drvo gredt hei mer ja scho lenger u mir si beidi yverstange gsi, dass mer gärn ä Bärnersennehund hätte. Aber äbä, irgendwie isch es nie dr richtig Zytpunkt gsi!

Aber i bi doch a PC ghocket und ha nach emne Züchter vo so Bärner googlet. Villicht isch es ou nid grad dr günschtigscht Momänt gsi. Die meischte Züchter hei ihri Wälpe scho vergää oder versproche gha und no einisch es Jahr warte, das het dr Urs partout nid chönne.

Da schrybt mir e Züchterin us Lethbridge (Province Alberta) zrügg, dass si no es acht Wuche alts Bärnermeiteli hätte, wöu öpper vom Chouf zrügg trätte sigi. So hei mir nid lang überleit und si churzum die paar hundert Kilometer nach Lethbridge gfahre, um das Bärnerli ga aazluege.

D’Gina und d’Maite hei ungerdesse zunere Familie in Creston müesse ga, wo vierbeinegi Pangsionäre ufgno het. Mir hei däm immer gseit, „i Chindergarte“ ga.

Dr Urs und ig hei dr alt New Yorker packt und si gäge Lethbridge gfahre.

D’Züchterin, wo mir gsuecht hei isch wyt usserhalb vo dr Stadt gwohnt und es isch gar nid so eifach gsi, se z’finde. Aber bevors de ydunklet het, si mer ömu by ihre aacho.

Me het üs d’Eutere vo de Wälpe zeigt und ou die angere Hünd vorgschteut, wo si süsch no gha hei.

Schöni Tier sis gsi und mir hei nid dra zwyflet, dass das e guete Züchter isch. Mir si de is Huus und dört i dr Chuchi, si zwöi chlyni, schnüslegi Bärnerli umetappet. Dr Büebu flügi i de nächschte paar Täg i d’Staate zur e Familie, het me üs gseit und s’Meiti wäri jetz äbä no z’ha. Mir hei die zwöi Chlyne gärfelet und drückt und am liebschte hätti grad beidi mit hei gno.

De si mer a Chuchitisch ghocket und hei d’Papier für das chlyne Bärnerli usgfüllt. Mir si üs einig gsi und so verblibe, dass mer das Poppeli am angere Morge chämte cho abhole. De si dr Urs und i die öppe sächzg Kilometer zrügg nach Lethbridge gfahre, wo mer es guets z’Nacht gässe und übernachtet hei.

E Name für das Hundechind hei mer ou scho gha, Cindy, so söu üses Bärnerli heisse.

Für dä läng Heiwäg nach BC, hei mer e guet uspolschtereti Hundebox uf em hingere Sitz gha. Dört hätti d’Cindy de söue während dr Fahrt blybe. Aber da hei mer d’Rächnig ohni das Bärnerli gmacht gha. Die Box het däm Hundechind gar nid passt. Es het grännet und gjammeret es Gotterbarme und gäng wieder isch äs am Gitter ufegschtande und het zu mir vüre gluegt. Es paar Mou hei mer aaghalte und hei ihn’s us dr Box usegno so, dass äs het chönne e Momänt umeloufe, Wasser trinke und sich beruehige. Aber aues het nüt gnützt, es isch eifach nid das gsi, was äs im Sinn gha het. So han is nach langem hin und här, zu mir uf e Vordersitz, uf d’Schoss gno.

I ha das Hundebaby im Arm gha und äs het sofort es Chugeli gmacht. Nach emne töife Süüfzger, isch s’Cindy ygschlafe gsi. Töif u fescht het es gschlafe und i ha chuum trout mi z’bewege. Ou nid, won i gmerkt ha, dass my ganz Arm gramüselet und ou am Yschlafe isch. I hätti nüt gmacht, wo das warme Chnöieli uf mym Schoss, ufgweckt hätti.

Dr rund, warm Buuch vo dr Cindy, isch i myne Händ gläge und i ha ihres Härzli gschpürt pöpperle. Was macht so nes Gfüehl mit eim? Me schmilzt eifach wägg, wie Anke a dr Sunne und gschpürt e grossi Liebi zu däm Gschöpfli. Ömu genau eso, isch es mir ergange.

D’Cindy isch zumene schöne Meischti häre gwachse und

mir hei viu Fröid gha mit däm Bärnersennehund.

Nach es paarne Wuche, hei mer z’viert chönne ga loufe…d’Maite, d’Gina, d’Cindy und ig.

Zwar het dr Urs gäng gseit, dr Bärner sigi de sy Hund. Aber mit däm allei isch es de äbä nid gmacht. Dä Mönsch, wo sich Zyt nimmt für nes Tier, geit ga loufe, spiut und füetteret, dä Mönsch isch de äbä ou dr Meischter…oder s’Mueti! Es isch eidütig gsy, d’Cindy isch e Muetihöck worde und my Schatte.

Bin i wäg gsi het si uf dr Yfahrtstrass gwartet, bis i wieder hei cho bi. Hani ums Huus ume gschaffet, isch d’Cindy gäng so gläge, dass si mi het chönne gseh und z’Nacht, het si näbe mym Bett gschlafe.

Si isch grad chlei meh als vierjährig gsi, wo sie het aafa himpe. Natürlich bini grad mit ihre zum Vet für abzkläre, was da nid juscht isch. Nach em Ungersuech und em Röntge het me de meh gwüsst, si het e Chrützbandriss am Chnöi gha. Das cha by grosse Hünd ja öppe passiere, isch nid würklech sooo schlimm. Auso hei mer e Termin gmacht für ne Chnöioperation. I ha mys Cindely am nächschte Morge i d’Tierklinik bracht und bi wieder hei. Am Aabe hani es Telefon übercho, aues sigi guet gange und mir chönne üse Schätzu am nächschte Tag wieder hei nää.

Öppe drei Wuche nach dere Chnöioperation hets mi düecht, d’Cindy sigi gäng no so schlapp und luschtlos. I ha dr Rob, üse Vet gfragt, göb das normal sigi, dass sie solang bruuchi für sich z’erhole.

So ganz sicher isch er ou nid gsi was da louft und drum het är d’Cindy wieder wöue gseh.

Me het ihre Bluet abgno und me het se gröntget, wüu mer ou ufgfalle isch, dass sie nöierdings hueschtet.

Nach es paarne Täg hani wieder i d’Klinik zum ne Gschpräch müesse und das Mou, isch es nid so positiv gsi.

Dr Rob het es Biud vo Cindy’s Lunge ufghänkt gha. Dört druffe het me ganz e Hufe chlyni, wyssi Pünktli gseh. Was das heisst, het mi gschockt. Mys Bärnerli het Lungechräbs im fortgschrittne Stadium und…me cha nüt meh mache, si’sch nume no e Frag vor Zyt!

Churzum isch es rapid bergab mit dr Cindy. Mir hei aues probiert…hei ou e zwöiti Meinig bym ne angere Tierarzt greicht, aber das het nüt gänderet. Me wott’s haut eifach nid wahrha und gloube.

Jetz isch es a üs gsi z’akzeptiere, dass mer üses Meitschi müesse la ga. D’Cindy het üs de ou la wüsse, wenn dä Zytpunkt cho gsi isch.

Nach däm i d’Cindy nümme gha ha, isch für my d’Wäut total us de Fuege gsi und ig bi ines Loch gheit. I ha mys Meitschi unerchannt vermisst und überall het si mer gfäut. Han ig irgendwo ä Bärner gseh, isch mer s’Ougewasser cho. Nach es paarne Mönet hei myner Lüt gseit, das sigi so, nümme normal und das i jetz müessi drüber äwäg cho.

I söu doch wieder e Hund adoptiere. Das täti ou dr Maite guet. Denn churz vorhär isch ou d’Gina - altersbedingt - vo üs gange und jetz isch d’Maite mit fasch zähni, wieder allei gsi.

Es het mi Monate bruucht über d’Cindy wägg z’cho und usgrächnet en angere Bärner het mer dr Chnopf glöst, aber vo däm speter.

Alpakas und Konsorte

Mir hei nie im Sinn gha aafa z’Bure, oder wie me hie in Kanada seit, z’Farme. Aber i ha scho öppe drvo gredt gha, es paar Schaf oder Hüehner z’ha.

D’Schaf als Rasemäijer und d’Hüehner für eigeti Eier.

Mir hei zwar viu Land, aber nid würklech Weideland oder Matte, wo mer chönnte Höi mache. Üses Land isch meh Wald und Busch.

Wenn me de aues muess zuechoufe, wo me als Fuetter bruucht, machtes haut ou nid viu Sinn mit eigete Tier.

Aber mängisch louft me a öppis aa, wo me nie dra dänkt hätti.

Zwöi Alpaka und äs Schaf

Ig für mi wäri jetz nie uf d’Idee cho Alpakas z’choufe. Aber wie heisst es so schön: „Unverhofft kommt oft!“

By üsem Metzger in Creston het dr Urs nämlech öpper troffe, wo nes Problem gha het…äs Alpaka Problem!

Dr Urs teigget gäng öppis Chätzers aa, ohni sich lang z’frage, göbs ächt Sinn macht oder göbs dr richtig Zytpunkt isch. Nei, das mit em Zytpunkt isch nume mys Ding.

Also, bym Metzger het är …dr Urs…e alte Schwizer Mänu troffe, dr Werner. Die zwe Manne hei chlei aafa brichte und verzeue und so isch me druf cho, dass dr Werner am Huus verchoufe isch und jetz äbä no syner Alpakas wetti los ha. Wie dr Urs so isch het är dänkt; eh, das wäri doch no öppis für mys Honey und genau mit dere Nachricht, bin ig de zwo Stund speter überrascht worde.

„Wettisch du zwöi Alpaka?“ Het är mi strahlend gfragt, won er hei cho isch. „Du hättisch sicher Fröid a dene Tier und si bruuche nid viu“…heig dr Werner gseit!

Me muess sich jetz vorsteue, zu däm Zytpunkt hei mir weder ä Stall, no e yghaagete Weideplatz, Höi oder süsch irgend öppis gha, won es bruucht, wenn me so Tier wetti ha.

I ha dr Urs nume läng aagluegt, won är wyter verzeut:„Jä, i ha no nid zuegseit, du chasch se z’erscht ga aaluege.“

Ja genau, so geit’s mir gäng und i weiss nume z’guet wie nes de aube usechunnt, mit däm Aaluege.

No am glyche Aabe si mer de zum Werner gfahre - füfevierzg Kilometer notabene - für chönne z’gseh, für wän är unbedingt es nöis Deheime suecht.

Dört hingerem Huus, si ufere chlyne Weid es schwarzes und es wysses Alpaka gschtande.

„Werner, isch das es Schaf, wo dört by de Alpakas graset?“ frageni. „Aha, das…ja, das isch es Jakobsschaf. Das chämti de äbä ou mit, wüu die drüü si scho gäng zäme gsi, me sötti se nid usenangere näh,“ erklärt mer dr Werner.

Wo mer chlei näächer a die Tier härechöme gsehni, dass si ganz verwahrlost usgseh. Sicher hei die Tier syt Jahre kei Schuur me gha. Ihri Wulle isch filzig und zottlig abeghanget und si isch vou gsi mit düüre Dischtlechöpf und Chrisnadle.

Won är s’Gatter uftuet und is Gheg yne geit, si die Tier gflüchtet. Das isch kes guets Zeiche und es het mer aafa leid tue für e Werner und syni Tier.

I ha gmerkt, die si für dä alt Maa z’viu worde, si für ihn e Belaschtig gsi. Är het nume no druf gwartet, dass sys Huus verchouft wird und de zügli är zu syne Chind uf Alberta, (üsi Nachbar Provinz) het er verzeut.

„Auso Werner,“ hani aagfange, „i dänke mir chöi die drüü Froue übernäh. Aber e chlei Zyt bruuchte mer de scho, für ne Stall, oder wenigschtens e Ungerschtand z’boue und e chlyni Weid müesste mer ou no yzüüne,“ hani gseit. Dr Werner isch yverschtande gsi und het üs wöue die nötegi Zyt gää, so, dass mir üs chönne organisiere, bevor mer die Tier zu üs zügle.

Dr Urs het wie gäng, keis grosses Problem gseh. De boue mir äbä so ne Stall und de züüne mir es Weidli y, choufe Höi für e Winter und so wyter…

Mir hei no am glyche Tag e Plan gmacht, wie dä Stall chönnti oder sötti usgseh. Am angere Morge isch me go Material choufe und het losgleit. Innert churzem, hei mer ä rächt ansehnlechi Ungerkunft ufgschteut gha.

Nid schwizerisch perfekt, aber kanadisch praktisch.

Jetz hani mi doch ou aafa fröie uf die zwöi Alpaka plus Schaf.

I ha googlet, um no chlei meh chönne z’erfahre, was die südamerikanische Chlykamel würklech bruuche, um chönne gsund und glücklich z’si.

Es heisst zwar scho, dass si gnüegsam sige, aber äs gwüssnigs Minimum bruuche si de haut glych und si söues ja de guet ha by mir.

So hani unger angerem usegfunde, dass d’Alpaka Müeh heige mit däm grobe Höi, wo d’Bure hie überall für d’Ross aabiete. Frässe täte sis scho, aber es git de halt viu Abfall. Stattdesse söu me doch Timothy Höi fuettere. Das het weniger vo dene zääche Stängle drin, und es löij sech ou besser la Lagere, het me mir erklärt.

So hani umetelefoniert für ne Buur z’finde, wo das fynere Timothy-Höi ou i chlynere Mängine würdi verchoufe.

Dr Prys isch fasch dopplet so höch gsi, wie für s’Normale, wo d’Ross frässe.

Item, mir hei ömu e Farmer gfunge, wo üs Chlybure so nes dotze Balle, vo däm Timothy verchouft het. De hani e Salzstei bsorget und by üsem Farmerlade im Dorf, hani Trochefuetter (Pellets) gchouft, äxtra für Alpakas, so chlei als Läckerli.

Mir si fasch fertig gsi mit em Stall, wo dr Werner aalütet und seit: „I bringe morn am Morge die Tier zu öich use, s’Huus isch verchouft und ig bi nümme lang da.

Im erschte Momänt bin ig scho chlei suur gsi. Mir hätte no e Tag oder zwe chönne bruuche, so dass mer dr Stallbode ganz fertig gha hätte und yzüünet isch ou no nüt gsi. Es isch no nid Mou ganz e Wuche här gsi, syt üsem Gschpräch bym Werner deheime.

Bis töif i d’Nacht, im Liecht vor e Stallpfunzle, hei dr Urs und ig no gschaffet für e Bode fertig z’mache. Wüu, wenn die Tier de da si, de geit das de nümme so guet. Mir hei ne ou wöue ä Egge mache, so ne Art Sandchaschte, für ihres Gschäft. Alpakas si sehr suberi Tier und gö gäng as glyche Ort ihres Gschäft ga mache.

Am nächschte Morge bin i zum Werner gfahre, für ihm bym Verlade vo dene Tier z’hälfe. En Aahänger het är gha, aber die Meitschi allei yzlade, das wäri schwirig worde.

By däm Uflade hani de guet gseh, die Tier lö sich vom Werner überhoupt nid la aalänge. Es het mi düecht, alli drüü sige chlei verhaltensgschtört.

Aber es isch ömu gange und mir hei die ufgregti Froueschaar i dä Aahänger verfrachtet und de si mer die füfevierzg Kilometer Richtig hei zue gfahre.

Dört, het dr Urs scho uf üs gwartet. Mir hei die Tier useglaa…es verdatterets wysses- und es verhüehnerets schwarzes Alpaka si irritiert näbe däm chugurunde Jakobsschaf gschtande.

I frage dr Werner göb die Meitschi eigentlich o Näme heige? Nei, seit er, är heigi gäng nume: „Chömit Meitli!“grüeft.

Auso das geit de by mir grad gar nid, by mir muess aues und jedes e Name ha.

Nach churzem überlege het die Wyssi dr Name Tiffany übercho - wöu si so ne stolzi, schöni isch - die Schwarzi heisst jetz Aisha - wüu, sie so wild drygluegt het.

De luegeni s’Schaf aa. Wie nes Karikaturwäse steit äs da, so rund, mit dünne Stäckebei.

I ha glachet und gseit: „Und du, du bisch jetz üsi Frida!“

So, das wäri ou erlediget.

Dr Werner isch erliechteret gsi und syner Züglete uf Alberta isch jetz nüt me im Wäg gschtande und i ha Fröid gha, a myne nöie Mitbewohner.

D’Frida isch es Problem

Es het nid lang bruucht und i ha gseh, dass d’Frida ä Häx isch. Auso ig bi süsch mit de Tier geduldig und verschtändnisvoll, aber DAS, nei, das geit gar nid. Het die Täsche doch mit auer Chraft s’Tiffany i d’Syte boxet…gäng und gäng wieder. Die isch nume chlei uf d’Syte trappet und het lysli vor sech hi gschumpfe.

I ha dr Bäse gno und bi muetig drzwüsche gange, ha die Frida gschtauet…oder has ömu probiert! Aber jetz hets sis uf mi abgseh gha. Si isch vor mer gschtande, dr Gring gsänkt und het mi störrisch aagluegt. Wo si het aafa mit em Vorderfuess scharre, hani dr Bäse i Egge gschteut und bi use. Das fäuti mir grad no, dass die Häx mi ou no z’Bode macht. I bi zum Huus ufe und ha zum Urs gseit: „So, die Frida muess furt.“ De hani verzeut was i gseh ha, wie aggressiv sie gäge s’Tiffany ta heigi.

Üse Nachber dr Kevin grad ännet dr Highway, (sorry, Houptstrass) het es paar Schaf und ihn het dr Urs wöue ga frage, göb är villicht üsi Frida würdi übernää.