TOP 100 2017: Innovationsführer -  - E-Book

TOP 100 2017: Innovationsführer E-Book

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Beschreibung

Für alle mittelständischen Unternehmen gilt: Nur wer Trends rechtzeitig erkennt und sinnvoll nutzt, hat eine Chance auf Erfolg – in disruptiven Zeiten mehr denn je. Benchmarker Compamedia und Herausgeber Ranga Yogeshwar vergleichen und prämieren die zukunftsorientiertesten und innovativsten Mittelständler des Jahres 2017 und stellen die fortschrittlichsten Unternehmen Deutschlands in Porträts vor. Ergänzt werden die Unternehmensporträts durch Beiträge zur oft problematischen Nachfolgeregelung von Familienbetrieben, zur Kunst des Geschichtenerzählens, zu den Hürden der Digitalisierung im Mittelstand und nicht zuletzt zum süßen Geheimnis kreativer Schokoladenkreationen wie "Arabische Dattel Minze" oder "Paranussnougat Urwaldpfeffer" in der Zotter Schokoladenmanufaktur.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 597

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Ranga Yogeshwar gehört zu den führenden Wissenschaftsjournalisten Deutschlands. Als Moderator zahlreicher TV-Sendungen und als Buchautor wurde der Diplom-Physiker vielfach ausgezeichnet. Sein besonderes Engagement gilt den Themen Innovation und Wissensvermittlung.

Lernen von Innovationspionieren

Was haben Starbucks, PayPal und Twitter gemeinsam, abgesehen von Herkunft, Größe und Erfolg? Der Weg an die Spitze war bei diesen drei Unternehmen alles andere als geradlinig. So änderten sie im Laufe der Zeit ihre Geschäftsstrategien komplett: Sie führten einen Schwenk durch, einen „pivot“, wie man im Silicon Valley sagt, und mutierten genau dadurch zu weltweiten Marktführern.

Nicht nur von Global Playern wird gefordert, dass sie sich und ihr Geschäftsmodell immer wieder grundsätzlich infragestellen, sondern mittlerweile auch von Mittelständlern. So stellen disruptive Innovationen die Geschäftsmodelle von Automobilherstellern und Banken ebenso auf den Prüfstand wie die von Hotels und Taxivereinigungen. In einer Zeit, in der nichts sicherer ist als der Wandel, kann nur erfolgreich und innovativ sein, wer sich selbst stetig ändert. Winston Churchill hat treffend gesagt: „To improve is to change; to be perfect means to change often.“

Zuweilen sind radikale Entscheidungen notwendig – und genau das ist eine Chance für Mittelständler, denen ein Kurswechsel oft leichter fällt als den großen, unbeweglichen Tankern. Bequem ist das nicht, doch wer sein Geschäftsmodell in Zeiten des beschleunigten Wandels nicht prüft und korrigiert, dem droht die Gefahr, von den Wettbewerbern aufs Abstellgleis geschoben zu werden.

Kurzum: Heutzutage wird die Bereitschaft zum „pivot“ immer wichtiger. Dabei lohnt es sich für Unternehmer, fortlaufend zu erkunden, wo etwas unrund läuft, wo die Kunden noch unzufrieden sind. Denn immer dann, wenn man solche Schwachstellen entdeckt, ist man kurz davor, Neues zu schaffen.

Ich empfehle allen Lesern, von Innovationspionieren zu lernen und sich von ihrem Geist anstecken zu lassen. Nehmen Sie sich ein Beispiel an den hochinnovativen Mittelständlern hierzulande, die ich Ihnen in diesem Buch vorstellen darf – Innovationsführer der unterschiedlichsten Größen und Branchen. Lassen Sie sich davon inspirieren, mit welch kreativen und vielfältigen Ideen sie den Wandel meistern!

Ranga Yogeswhar

Mentor von TOP 100

Übersicht Inhalte

Inhaltsverzeichnis der Unternehmensporträts

Inhaltsverzeichnis der Fachbeiträge

Der Weg in die TOP 100

Unternehmensporträts und -interviews

Größenklasse A

Größenklasse B

Größenklasse C

Impressionen von der TOP 100-Preisverleihung

Impressionen von der TOP 100-Konferenz

Die deutsche Innovationselite in Porträts

Größenklasse A (bis 50 Mitarbeiter)

A.L.S. Allgemeine Land- und Seespedition GmbH

Ackermann Saatzucht GmbH & Co. KG

aeris GmbH

aescoLOGIC GmbH

Alnavit GmbH

ARM – Advanced Resource Management GmbH

ASIG Stiftung e. V.

ASSKEA GmbH

Bag Company GmbH

Bauer Holzbausysteme GmbH & Co. KG

betzemeier automotive software GmbH & Co. KG

BINZ Hoch3 GmbH

BPA GmbH

CAE Automotive GmbH

Carl Zeiss Optical Components GmbH

CBTL Computer Based Training and Learning GmbH

Christoph Hesse Architekten

Compusoft Deutschland AG

Condensator Dominit Dr. Christian Dresel GmbH

consus clinicmanagement GmbH

Couplink Group AG

CRM Partners AG

CTS Composite Technologie Systeme GmbH

Datavard AG

DESKO GmbH

DriveLock SE

ECK & OBERG Gruppe

Eisenach Dental-Technik

EITZENBERGER Luftlagertechnik GmbH

Elanity Network Partner GmbH

elektroplan-schneider GmbH

Ernst Blissenbach GmbH

Eventus eG

EYPro Mugrauer & Schnele GmbH

Flux Design Products GmbH

Gebrüder Heyl Vertriebsgesellschaft mbH

Geilenkothen Fabrik für Schutzkleidung GmbH

GENERATIONDESIGN GmbH

Gerlach Schweißtechnik GmbH

get it live GmbH

GMS Electronic Vertriebs GmbH

GOEKELER Messtechnik GmbH

GPI-Service-Center e. K.

GRP GmbH & Co. KG

H&H Gerätebau GmbH

HAUX Maschinenbau GmbH

highQ Computerlösungen GmbH

Hilpl-Wagner Bau GmbH

Holzmüller GmbH

Humintech GmbH

I.R.I.S. AG

iic solutions GmbH

INSA-CONSULERE GmbH

intellecom GmbH

Inwerk GmbH

iTernity GmbH

ITronic GmbH

Jochen Schmüser

KONSTRUKTION BAUMANN OHG

Krause-Biagosch GmbH Deutschland

Le Bihan Consulting GmbH

Lock Your World GmbH & Co. KG

M2energie GmbH

MDT technologies GmbH

MEZ-TECHNIK GmbH

MOVECAT GmbH

Müller + Duscher GmbH

NDI Europe GmbH

Netzkino Services GmbH

NTI GmbH

OC Development GmbH

OmniCert Umweltgutachter GmbH

Passion for People GmbH

piazza blu2 GmbH

picturemaxx AG

PIRTEK Marcus Ströhle e. K.

RORA MOTION GmbH & Co. KG

SAS-Softec GmbH

Schneider Kunststofftechnik GmbH

Schoeller Allibert International GmbH

Sikom Software GmbH

softwareinmotion GmbH

Stefan Kornmeier Innenausbau & Konstruktion

Stegerer GmbH

Syntellix AG*

TEAMPLAN Josef Meyer GmbH

TGA Rohrinnensanierung AG

thermohauser GmbH

Thorsten Gareis | Einkauf. Interim. Akademie.

Timing-Architects Embedded Systems GmbH

ValueNet Consulting Westfalen GmbH & Co. KG

VB-H Verpackungsberatung Hage GmbH & Co. KG

W. Dimer GmbH

Weber Instrumente GmbH & Co. KG

Werner Wohnbau GmbH & Co. KG

WIKUTEC GmbH

Wolf Maschinenbau AG

XOLUTION GmbH

Größenklasse B (51–200 Mitarbeiter)

A. Eberle GmbH & Co. KG

ABL-TECHNIC Entlackung GmbH

Ätztechnik Herz GmbH & Co. KG

ATG Altbausanierung Technologie Garant GmbH

Augel GmbH

Augenzentrum Eckert

AUMÜLLER AUMATIC GmbH

Bettina Harms GmbH

Bilstein & Siekermann GmbH + Co. KG

Blue Yonder GmbH

Buchner & Partner GmbH

capricorn COMPOSITE GmbH

Carl Zeiss 3D Automation GmbH

CLAGE GmbH

Collini GmbH

CONTENTSERV GmbH

Contract Medical International GmbH

CosMed GmbH & Co. KG

CSS AG

CTG Cleanteam Gebäudemanagement GmbH

Demmeler Maschinenbau GmbH & Co. KG

Deutsche Lichtmiete Unternehmensgruppe

doubleSlash Net-Business GmbH

Dreiling Maschinenbau GmbH

DS elektrotherm GmbH

Edelstahl-Mechanik GmbH

Elektro Ehinger GmbH

ELO Stahlwaren GmbH & Co. KG

Emter GmbH

Eschenfelder KKU Gruppe

EXPRESSO Deutschland GmbH

Frischmann Druck und Medien GmbH

FWB Kunststofftechnik GmbH

GEDYS IntraWare GmbH

Geiger Gruppe

Gessler GmbH

GS1 Germany GmbH

Gutekunst Formfedern GmbH

GWG – Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Kassel

Hagelschaden-Centrum Douteil GmbH

HEDRICH GmbH

Helmut Diebold GmbH & Co. Goldring-Werkzeugfabrik

HFM Modell- und Formenbau GmbH

HS-Schoch GmbH

HUFSCHMIED Zerspanungssysteme GmbH

INNO TAPE GmbH

inpotron Schaltnetzteile GmbH

Insiders Technologies GmbH

iPoint-systems gmbh

JobRouter AG

Kleine Riesen Nord gGmbH

Kontext Ilmenau gGmbH

KUNBUS GmbH

L/M/B Druck GmbH Louko

Lässig GmbH

LAPP Insulators Alumina GmbH

Liebenzeller Mission gemeinnützige GmbH

Maier Werkzeugmaschinen GmbH & Co. KG

MAIREC Edelmetallgesellschaft mbH

Metzgerdruck GmbH

NanoTemper Technologies GmbH*

NMH GmbH

Norbert Woll GmbH

Occhio GmbH

Ortmeier Medien GmbH

Palatin Kongresshotel und Kulturzentrum GmbH

Percepta Deutschland GmbH

PM-International AG

Polygon – Produktdesign, Konstruktion, Herstellung

PREMIER TECH AQUA GmbH

PROFECTUS GmbH

Q1 Energie AG

QualityMinds GmbH

Rebional GmbH

Rhenocoll-Werk e. K.

ROTH + WEBER GmbH

RUCHTI GmbH

Senne-Plastik GmbH

SITA Bauelemente GmbH

STADTBAU WÜRZBURG GMBH

Stadtwerke Wedel GmbH

teamtischer GmbH

Thermik Gerätebau GmbH

Thieme GmbH & Co. KG

TimeLine Business Solutions Group

TOMTEC IMAGING SYSTEMS GMBH

TRIOPTICS GmbH

VOM FASS AG

Werner Maschinenbau GmbH

WGfS GmbH

Wischemann Kunststoff GmbH

XEPTUM Consulting AG

ZSK Stickmaschinen GmbH

Größenklasse C (über 200 Mitarbeiter)

aluplast GmbH

ASAP Holding GmbH

ATLAS® Schuhfabrik GmbH & Co. KG

August Rüggeberg GmbH & Co. KG

AURORA Konrad G. Schulz GmbH & Co. KG

BENNINGHOVEN GmbH & Co. KG

BETEK GmbH & Co. KG

BPW Bergische Achsen Kommanditgesellschaft

C. D. Wälzholz KG

cab Produkttechnik GmbH & Co KG

CAMELOT Management Consultants AG

Chal-Tec GmbH

CLEAN Servicepower GmbH

Conrad Electronic SE

DENIOS AG

DITTER PLASTIC GmbH + Co KG

Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung

EMSA GmbH

ETO MAGNETIC GmbH

Ferdinand Gross GmbH & Co. KG

GEDA-Dechentreiter GmbH & Co. KG

GELITA AG

Georg Reisch GmbH & Co. KG

Geschwister May GmbH & Co. KG

Grötz GmbH & Co. KG

GÜNZBURGER STEIGTECHNIK GMBH

Herbert Stephan KG

HOF Sonderanlagenbau GmbH

HRS Group

igus® GmbH

IKA®-Werke GmbH & Co. KG

Infiana Germany GmbH & Co. KG

Interstuhl Büromöbel GmbH & Co. KG

Jaeger Ausbau Beteiligung GmbH + Co. KG

Kemmler Baustoffe GmbH

Kendrion Kuhnke Automotive GmbH

Lehmann&Voss&Co. KG

Luxhaus Vertrieb GmbH & Co. KG

Mercedes-AMG GmbH

Molkerei Gropper GmbH & Co. KG

Müller-Technik GmbH

Nabaltec AG

Otto Bihler Maschinenfabrik GmbH & Co. KG

Parfümerie AKZENTE GmbH

Peter Huber Kältemaschinenbau AG*

Pöppelmann GmbH & Co. KG

RECARO Group

Rittal GmbH & Co. KG

RK Rose+Krieger GmbH

RZB Rudolf Zimmermann, Bamberg GmbH

SBS-Feintechnik GmbH & Co. KG

SchmitterGroup AG

Schüco International KG

Sesotec GmbH

SLM Kunststofftechnik GmbH

Sonopress GmbH

STAHLWILLE Eduard Wille GmbH & Co. KG

STILL GmbH

SURTECO DECOR GmbH

Thomas Magnete GmbH

Truma Gerätetechnik GmbH & Co. KG

Vestner Aufzüge GmbH

WALTER RAU Neusser Öl und Fett AG

Weidmüller Gruppe

Weisenburger Bau GmbH

wenglor sensoric GmbH

WERMA Signaltechnik GmbH + Co. KG

WOM-Gruppe

Zoller + Fröhlich GmbH

* „Innovator des Jahres“ 2017 der Größenklasse A

* „Innovator des Jahres“ 2017 der Größenklasse B

* „Innovator des Jahres“ 2017 der Größenklasse C

Fachbeiträge rund um Innovation

Prof. Dr. Nikolaus Franke

Der Weg in die TOP 100

Prof. Dr. Arnold Weissman

Nachfolger gesucht?!

Josef Zotter

Kreativität und Innovation

Dr. Werner T. Fuchs

Warum das Gehirn Geschichten liebt

Bianka Knoblach, Prof. Dr. Dietmar Fink, Prof. Dr. Christoph Rasche

Digitalisierung im Mittelstand

Prof. Dr. Nikolaus Franke ist seit 2002 der wissenschaftliche Leiter von TOP 100. Er ist Direktor des Instituts für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien und Gastforscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Mit zahlreichen Forschungspreisen und mehr als 200 internationalen Publikationen zählt er zu den weltweit führenden Innovationsforschern.

Der Weg in die TOP 100

Beim Thema Innovation denken viele Menschen spontan an große Konzerne mit riesigen F&E-Labors. Sie vergessen, dass gerade Mittelständler über Eigenschaften verfügen, die ihnen eine gute Startposition im Innovationswettbewerb verschaffen können: Schnelligkeit, Flexibilität und Unternehmertum. TOP 100 identifiziert diese Innovationsführer des Mittelstands und hilft ihnen, noch besser zu werden. Mehr dazu von Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Franke.

Das TOP 100-Qualitätssiegel ist begehrt. Viele dynamische mittelständische Unternehmen wollen ihre Exzellenz im Innovationsmanagement auch nach außen hin sichtbar machen. Doch nur wenige erfüllen die strengen Kriterien, die im Rahmen des TOP 100-Wettbewerbs gelten: Wer TOP 100-Innovator werden möchte, durchläuft ein wissenschaftlich fundiertes Auswahlverfahren, in dem der Entwicklungsstand der Innovationsstärke differenziert geprüft wird. Dieses Bewertungsverfahren, die TOP 100-Innovationsanalyse©, wurde von mir und meinem Mitarbeiter, Dr. Rudolf Dömötör, erarbeitet. Auf der Basis eigener Untersuchungen, der internationalen Innovationsforschung und der Erfahrung aus mehreren Tausend Analysen entwickeln wir das Verfahren kontinuierlich weiter. Im Fokus der Analyse stehen sowohl die Gegenwart als auch die Zukunft. Wir untersuchen also einerseits die schon realisierten Innovationserfolge und andererseits die Ausgestaltung des Innovationsmanagements, die fast noch wichtiger ist. Denn der Grad der Professionalität des Innovationsmanagements erlaubt eine Einschätzung des künftigen Innovationspotenzials.

Die Analyse umfasst mehr als 100 Indikatoren in 5 Kategorien:

Innovationsförderndes Top-Management

Innovationsklima

Innovative Prozesse und Organisation

Außenorientierung/Open Innovation

Innovationserfolg

Die ersten vier Kategorien zeigen die firmenspezifische Ausgestaltung des Innovationsmanagements, im Rahmen der fünften Kategorie werden die bereits erzielten Erfolge der Innovationstätigkeit gemessen. Darunter verstehen wir die Fähigkeit eines Unternehmens, inkrementelle Verbesserungen und disruptive Neuerungen zu entwickeln, damit am Markt zu bestehen und in weiterer Konsequenz seine Wettbewerbsposition laufend zu verbessern.

Der Ablauf der Analyse

Jedes TOP 100-Unternehmen hat die TOP 100-Innovationsanalyse© mit ausgezeichneten Ergebnissen durchlaufen. Die Analyse beginnt mit der Qualifikationsrunde. Darin wird zunächst anhand von 30 Fragen zu den oben angeführten Kategorien untersucht, ob das Unternehmen ein aussichtsreicher Kandidat für die Aufnahme in die TOP 100 ist. Interessierte Firmen können sich mittels dieses kurzen ersten Fragebogens ein Bild davon machen, ob eine Teilnahme für sie aussichtsreich oder noch zu früh ist. In diesem Jahr haben mehr als 2.000 mittelständische Firmen den Qualifikationsfragebogen angefordert. Aus vielen Gesprächen wissen wir, dass schon allein die Beschäftigung mit den Fragen wertvolle Denkanstöße geben kann – und dass viele der Unternehmen, die sich noch nicht hinreichend qualifiziert fühlten, eine Teilnahme am Wettbewerb in ein oder zwei Jahren planen. 414 der interessierten Firmen kamen nach eingehendem Studium der Kriterien zu dem Schluss, dass eine Teilnahme angesichts der eigenen Leistungen hinreichend Erfolg verspreche. Sie füllten den Fragebogen vollständig aus und traten damit offiziell in den Wettbewerb ein. Wir untersuchten ihre Qualifikationen und erstellten auf der Basis dieser ersten Prüfrunde für jedes Unternehmen ein individuelles Rating. Aus unserer Sicht ist es beeindruckend, wie gut die Innovationsführer sich selbst einschätzen können: Tatsächlich wurde bei 305 Firmen der Qualifikationsrunde ein großes Innovationspotenzial sichtbar. Sie wurden somit eingeladen, an der Finalrunde teilzunehmen.

Prof. Dr. Nikolaus Franke diskutiert mit einigen TOP 100-Unternehmern über die zahlreichen Möglichkeiten, die das Qualitätssiegel ihnen bietet.

Auch in diesem Jahr sind meine Mitarbeiter und ich begeistert, wie innovativ der deutsche Mittelstand sein kann. Einige der Teilnehmer sind schon sehr bekannt, andere arbeiten in Nischen und können noch als Hidden Champions gelten. Naturgemäß variieren die Strukturen je nach Firmengröße: Die Art, wie Innovation in einem Start-up mit 25 Beschäftigten organisiert wird, und die Instrumente, die dort sinnvollerweise zum Einsatz kommen, unterscheiden sich stark vom Innovationsmanagement eines Unternehmens mit 500 Beschäftigten. Wir unterteilen die Innovatoren daher nach Größenklassen: Größenklasse A umfasst Firmen mit bis zu 50 Mitarbeitern, Größenklasse B solche mit 51 bis 200 Mitarbeitern und Größenklasse C solche mit mehr als 200 Mitarbeitern.

Der auf die jeweilige Größenklasse zugeschnittene Finalfragebogen beinhaltet gut 70 Kriterien. Sie erlauben uns eine detaillierte Analyse des Innovationsmanagements und der Innovationserfolge. Die Richtigkeit ihrer Angaben in den Fragebögen wurde von den Firmenvertretern verbindlich zugesichert. Zudem haben wir zur Verifikation der Angaben verschiedene Querchecks und Plausibilisierungen vorgenommen. Bei Unklarheiten wurden die Unternehmen zwecks Rückfragen kontaktiert. Jene maximal 100 Firmen pro Größenklasse, die von allen Bewerbern das stärkste Innovationsprofil aufwiesen, wurden schließlich in den Kreis der herausragend innovativen TOP 100-Unternehmen aufgenommen und dürfen fortan den Titel „Top-Innovator“ tragen. Die jeweils drei besten Kandidaten jeder Größenklasse hat Dr. Rudolf Dömötör besucht und einer mehrstündigen, gründlichen Analyse unterzogen, um von ihnen jenseits der Zahlen und Fakten aus den Fragebögen ein ganzheitliches Bild zu gewinnen. Alle so gesammelten Informationen dienten dann der hochkarätig besetzten Jury als Grundlage ihrer Entscheidung über die Vergabe der Titel „Innovator des Jahres 2017“.

Qualitätssiegel TOP 100

In Umfang, in der Präzision, der Verlässlichkeit und der wissenschaftlichen Fundierung ist dieser Innovationswettbewerb einzigartig. Mein Ziel als Wissenschaftler ist es, die Top-Innovatoren des deutschen Mittelstands zu identifizieren. Ich fälle mein Urteil vollkommen unbeeinflusst, und es existiert auch kein indirektes Geschäftsmodell. Die TOP 100-Auszeichnung ist daher ein glaubwürdiges Qualitätssiegel gegenüber (potenziellen) Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern. Als effizientes PR- und Marketinginstrument kann sie ein wertvolles Differenzierungskriterium im Vergleich zu Wettbewerbern darstellen. Und die Pressearbeit durch das compamedia-Team sichert den TOP 100-Unternehmen die Aufmerksamkeit unterschiedlichster Zielgruppen. Diese Publizität ist der erste Schritt zur Zukunftssicherung.

Der zweite Schritt besteht in der Nutzung der weiteren Unterstützungsund Vernetzungsmöglichkeiten im „Club of Excellence“ von TOP 100: Zu denen zählt die „TOP 100-Innovationsbilanz“, also ein individueller Benchmarkingbericht über die Ausgestaltung des eigenen Innovationsmanagements. Die darin aufgezeigten Potenzialfelder enthalten wichtige Hinweise zur Weiterentwicklung: Worin sind wir im Vergleich schon jetzt Weltspitze? Wo haben wir noch Potenziale? Vielen Unternehmern fehlen diese Informationen. Und mit „Innoconnect“ bieten wir Lösungen, Partner oder Inspiration in Sachen Innovation. Außerdem fördert TOP 100 mit verschiedenen Veranstaltungsformaten den Austausch auf Augenhöhe – spannende Begegnungen und faszinierende Erlebnisse sind garantiert.

Die Jury

Jürgen Abromeit ist seit 2008 Mitglied des Vorstands der INDUS Holding AG, dem er seit 2012 vorsitzt. Er ist verantwortlich für die Bereiche Strategie, M&A, Finanzierung und Kommunikation und für die direkte Führung von Beteiligungsunternehmern.

Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner ist Wirtschaftsprofessorin und hat seit 2001 den Lehrstuhl für Entrepreneurial Finance an der Technischen Universität München inne. Sie ist Aufsichtsrätin bei diversen Konzernen und der Deutschen Börse AG.

Prof. Dr. Roland Berger ist Gründer der Roland Berger Strategy Consultants, einer der führenden Strategieberatungen weltweit. Er ist Mitglied des Kuratoriums des Konvents für Deutschland e. V., eines unabhängigen Beratergremiums für die Politik.

Hubertus Bessau hat 2007 mit zwei Studienfreunden das Internet- Start-up MyMuesli gegründet. Außerdem ist er Partner in einer Marketing- und in einer Kreativagentur.

Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger war von 2002 bis 2012 Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Europas führender Organisation für technische und prozessuale Innovationen. Er ist Autor und Mitautor vieler Publikationen.

Edelgard Bulmahn war bis 2005 Bundesministerin für Bildung und Forschung und dann Mitglied des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestags. Heute ist sie Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags.

Sabine Christiansen hat sich als Moderatorin einen Namen gemacht. Sie war Mitglied des Innovationsbeirats des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und sitzt heute im Aufsichtsrat von Hermes Europe und der freenet AG.

Prof. eh. Senator mult. eh. Klaus Fischer ist Inhaber und Geschäftsführer der innovationsstarken Unternehmensgruppe fischer. Die hat vor allem durch die „fischer-Dübel“ und die „fischertechnik-Baukästen“ weltweiten Ruhm erlangt.

Anja Förster ist Bestsellerautorin und – laut Wirtschaftspresse – „Management-Vordenkerin einer neuen Generation“. Als Vortragsrednerin erreicht sie ein hochkarätiges Publikum in über 20 Ländern.

Manfred Gotta ist einer der Pioniere des modernen Branding. 1986 hat er die GOTTA GmbH gegründet, heute Gotta Brands. Seither schuf er als Namensdesigner zahlreiche Markennamen wie „Smart“, „Twingo“, „Cayenne“, „Reddy“ oder „Megaperls“.

Dr. Michael Groß war als dreifacher Olympiasieger und fünffacher Weltmeister einer der erfolgreichsten Schwimmsportler Deutschlands. Heute ist er Inhaber von Groß & Cie., einer Beratungsgesellschaft für Change-Management und Talent-Management.

Lars Hinrichs hat sich als Gründer der Plattform XING einen Namen gemacht. Heute konzentriert er sich auf sein Investmentunternehmen Cinco Capital, das in späten Phasen in Firmen investiert.

Uwe Horstmann ist Gründer und Geschäftsführer von Project A Ventures. Mit seinem „Company Builder“ hat er in nur zwei Jahren 25 Start-ups mit aufgebaut und am Markt etabliert. Nebenbei arbeitet Horstmann als strategischer Berater für Oxfam.

Prof. Dr. Kurt J. Lauk war von 2004 bis 2009 Europaabgeordneter für Baden-Württemberg in der Fraktion der Europäischen Volkspartei. Er ist Präsident des Wirtschaftsrats der CDU und war Vorstandsmitglied zahlreicher führender deutscher Unternehmen.

Sprecher der Jury

Steffen Klusmann ist Chefredakteur des „manager magazins“. Er begann seine Karriere bei der „Wirtschaftswoche“ und war von 2004 bis 2013 Chefredakteur der „Financial Times Deutschland“. Ab 2009 verantwortete er zudem das Wirtschaftsmagazin „Capital“.

Prof. Dr. Fredmund Malik ist Gründer, Inhaber und Chairman von Malik St. Gallen, dem führenden Unternehmen für Management-, Leadership- und Governance-Lösungen mit Zentren in St. Gallen, Zürich, Wien, Berlin, London, Peking und Toronto.

Tina Müller ist Chief Marketing Officer und Member of the Management Board der Opel Group GmbH und verantwortet die strategische Marken- und Produktführung des Automobilherstellers.

Prof. Dr. h. c. Reimund Neugebauer ist Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. Zuvor war er Leiter der neu gegründeten Fraunhofer-Einrichtung für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik in Chemnitz.

René R. Obermann ist Aufsichtsratmitglied der ThyssenKrupp AG. Er war bis 2013 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom, zuletzt in der Funktion des Innovationsvorstands. Seit 2011 ist er zudem im Senat der Fraunhofer-Gesellschaft.

Cem Özdemir ist seit 2008 Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Mitglied des Deutschen Bundestags. Er war auch außenpolitischer Sprecher seiner Fraktion und von 2004 bis 2009 Mitglied des Europäischen Parlaments.

Mario Ohoven ist Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), der die Interessen kleiner und mittelgroßer Firmen vertritt. Zudem ist er Präsident der Europäischen Vereinigung der Verbände kleiner und mittlerer Unternehmen (CEA-PME).

Wolfgang Pollety fungierte nach fast 15 Jahren im Bahnkonzern zuletzt als Geschäftsführer des Flughafens Hamburg. Heute kümmert er sich mit seinem Team vom RKW um die Zukunft des deutschen Mittelstandes.

Prof. Dr. Dr. August-Wilhelm Scheer ist Gründer der IDS Scheer AG sowie Gründer und Geschäftsführer der Scheer Group. Er war Mitglied im „Rat für Innovation und Wachstum“ der Bundesregierung und Mitglied des Senats der Fraunhofer-Gesellschaft.

Karl Matthäus Schmidt ist Banker in der sechsten Generation. Seit 2005 ist er Vorstandssprecher der quirin bank AG in Berlin, die sich als erste Bank in Deutschland auf Honorarberatung spezialisiert hat.

Dr. Stephan Scholtissek ist Geschäftsführer des international operierenden IT-Schulungsunternehmens New Horizons. Zuvor war er Vorsitzender der Accenture-Ländergruppe Deutschland, Österreich, Schweiz.

Prof. Dr. Dres. h. c. Hermann Simon ist Chairman von Simon-Kucher & Partners und Experte für Strategie, Marketing und Pricing. In seinem Bestseller „Hidden Champions des 21. Jahrhunderts“ untersuchte er die Strategien unbekannter Weltmarktführer.

Katja Suding ist seit 2015 eine der drei stellvertretenden Bundesvorsitzenden der FDP. Für die FDP Hamburg zieht sie als Spitzenkandidatin in den Bundestagswahlkampf 2017.

Dr. Antje von Dewitz ist Geschäftsführerin des 1974 gegründeten Outdoorartikelherstellers VAUDE. Sie engagiert sich für eine nachhaltige und sozial verträgliche Produktion. VAUDE wurde 2015 als „Deutschlands nachhaltigste Marke“ prämiert.

Dr. Dr. Cay von Fournier ist Inhaber des SchmidtCollegs. In Vorträgen und Seminaren vermittelt er sein Prinzip der ganzheitlichen Unternehmensführung. Er studierte Medizin und gründete schon mit 22 Jahren sein erstes Unternehmen.

Dr. Sahra Wagenknecht ist seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestags. Im Oktober 2015 hat sie gemeinsam mit Dietmar Bartsch den Fraktionsvorsitz der Partei DIE LINKE übernommen und agiert seither als Oppositionsführerin.

Dr. Frank-Steffen Walliser ist seit Oktober 2014 Leiter Motorsport der Porsche AG und ist in dieser Funktion für die weltweiten GT-Motorsportaktivitäten und die GT-Seriensportwagen verantwortlich.

Prof. Dr. Arnold Weissman ist Gründer des Weissman Instituts für Weiterbildung und des renommierten Beratungsunternehmens Weissman & Cie. Sein Schwerpunkt liegt im Entwickeln und Umsetzen von Strategien für Familienunternehmen.

Christiane zu Salm zählt zu den erfolgreichsten Frauen auf dem privaten deutschen TV-Markt. Von 1998 bis 2001 war sie Geschäftsführerin des Musiksenders MTV. Seit Februar 2016 ist sie Inhaberin des Berliner Nicolai Verlags.

Die TOP 100-Innovationsmeister

Innovationen sind der Motor des Fortschritts und des gesellschaftlichen Wohlstands. Die wirklich revolutionären Innovationen kommen selten von den in den Märkten führenden (Groß-)Unternehmen, sondern fast immer von Newcomern und innovativen Mittelständlern. Die Ergebnisse der TOP 100-Analyse unterstreichen eindrucksvoll die große Innovationskraft der Top-Innovatoren.

Die TOP 100 des deutschen Mittelstands sind nach den Ergebnissen unserer Untersuchung ausgesprochen kreative, innovative und professionell geführte Unternehmen. So erwirtschaften sie beispielsweise mit den Marktneuheiten und innovativen Verbesserungen, die in den vergangenen drei Jahren am Markt eingeführt wurden, fast 40 % ihres aktuellen Umsatzes. Zum Vergleich: Im Durchschnitt des deutschen Mittelstands beläuft sich der Umsatz mit neuen Produkten und Dienstleistungen nur auf etwa 7 %, also auf weniger als ein Fünftel des Wertes der TOP 100! Auch auf der Prozessebene zeigt sich die Innovationsstärke der TOP 100: 2015 sparten sie durch Prozessinnovationen durchschnittlich 7,7 % ihrer Gesamtkosten ein. Dieser Wert ist mehr als dreimal so hoch wie beim Durchschnitt des deutschen Mittelstands (2,5 %).

Die Innovationstätigkeit ist für die TOP 100 kein Selbstzweck, sondern dient wirtschaftlichen Unternehmenszielen: Sie innovieren, um ihre Wettbewerbsposition zu stärken. Dass dies gelingt, zeigt sich etwa darin, dass 39 % von ihnen nationale Marktführer sind. Zudem ist jedes zehnte Unternehmen von ihnen sogar Weltmarktführer. Die große Innovationskraft der TOP 100-Unternehmen schlägt sich in einer beeindruckenden Entwicklung nieder: Von 2013 bis 2015 sind sie um 20 Prozentpunkte schneller gewachsen als der jeweilige Branchendurchschnitt.

Dies sind Wachstumswerte, die auch international herausragen. Das innovationsbedingte Wachstum ist auch nachhaltig. So planen die TOP 100, in den nächsten drei Jahren insgesamt rund 9.500 neue Mitarbeiter einzustellen. Dies entspricht einem Personalwachstum von fast 10 %. Erreichten die „restlichen“ mittelständischen Firmen in Deutschland ein ähnliches Wachstum, würden bis 2020 mehr als vier Millionen neue Jobs geschaffen, und wir hätten eine Vollbeschäftigung wie nicht einmal unter Adenauer und Erhard. Dies zeigt, wie wichtig es für die deutsche Wirtschaft und Gesellschaft ist, dass sie über Wachstumsmotoren wie die TOP 100-Unternehmen verfügen – und wie wichtig es ist, anderen Mittelständlern Mut zu machen, auch auf den Erfolgsfaktor „Innovation“ zu setzen.

Anteil Innovationen und innovative Verbesserungen der vergangenen drei Jahre am Umsatz

Durchschnitt aller TOP 100

37,6 %

Durchschnitt KMU (Quelle: ZEW)

6,8 %

Einsparungen durch Prozessinnovationen in 2015

Durchschnitt aller TOP 100

7,7 %

Durchschnitt KMU (Quelle: ZEW)

2,5 %

… % der TOP 100-Unternehmen sind:

nationale Marktführer

39 %

Weltmarktführer

10 %

Durchschnittliches Wachstum der TOP 100 über dem jeweiligen Branchendurchschnitt

20 Prozentpunkte

Von den TOP 100 für die kommenden drei Jahre geplantes Personalwachstum (in Mitarbeitern)

9.508 Mitarbeiter

Sieger der Größenklasse A

Mit ihrem konsequent auf disruptive Innovation ausgerichtetem Management ist es der Syntellix AG gelungen, eine Knochenschraube auf Metallbasis zu entwickeln, die sich nach Erfüllung ihrer Funktion im Körper kontrolliert auflöst. Damit wird ein zweiter operativer Eingriff zur Entfernung des Implantats obsolet, wovon sowohl der Patient als auch das Gesundheitssystem profitieren. Die Innovation setzt Maßstäbe: Bis Ende 2017 werden rund 70.000 Syntellix-Implantate weltweit eingesetzt worden sein.

Das 2008 gegründete Medizintechnik-Start-up mit Sitz in Hannover erforscht, entwickelt und vertreibt bioabsorbierbare Implantate. Die Besonderheit seiner 2013 in Deutschland zugelassenen Technologie ist, dass die nach Knochenbrüchen eingesetzten Schrauben sich mit der Zeit automatisch im Körper auflösen. Dies macht einen zweiten Eingriff zur Entfernung des Implantats überflüssig. Gegenüber anderen bioabsorbierbaren Implantaten (auf Polymerbasis) weist der Werkstoff von Syntellix eine höhere Stabilität und eine bessere Verträglichkeit auf. Die Jury sieht in dieser vielfach ausgezeichneten Innovation gar eine „gesamtgesellschaftliche Errungenschaft“, bietet sie doch über die offensichtlichen Vorteile für den Patienten hinaus ein enormes Einsparpotenzial für das gesamte Gesundheitssystem. Das Marktpotenzial ist groß: Bis Februar 2017 sind schon rund 28.000 Syntellix-Schrauben in 28 Ländern eingesetzt worden. Bis Ende des Jahres werden es rund 70.000 Implantate in 45 Ländern sein.

Im Innovationsmanagement und in der Forschung & Entwicklung agiert das Unternehmen ausgesprochen vorbildlich hinsichtlich der Einbindung externen Know-hows, da es über ein herausragendes Netzwerkmanagement verfügt. Der Vorstandsvorsitzende Thomas Mayer beschrieb das Motto des Beziehungsmanagements von Syntellix mit den Worten: „Sharing knowledge is power.“ Damit konnte Syntellix dann auch bei der Jury punkten: „Das Konzept ‚Sharing knowledge is power‘ und das damit verbundene Einholen externen Know-hows, wo nötig, ist … ein entscheidender Faktor für den Erfolg.“

Auch an der Weiterentwicklung von Syntellix wird systematisch, professionell und prozessorientiert gearbeitet. Die Unternehmensführung möchte „eine Organisation formen, die mit den Herausforderungen der Zukunft besser zurechtkommt als andere“. Der für Start-ups besonders anstrengende Wandel vom Ein-Produkt- zum Multiprojekt-Unternehmen ist auch schon in der Umsetzung: Die auf die nächsten drei Jahre ausgerichtete Innovations-Roadmap sieht ab 2017 jährlich zwei Produktneueinführungen zur Erweiterung des Portfolios und das Erschließen neuer Marktsegmente vor.

Innovator des Jahres Größenklasse A (bis 50 Mitarbeiter)

1 Syntellix AG, Hannover

2 SAS-Softec GmbH, Weiden

3 Bauer Holzbausysteme GmbH & Co. KG, Neusäß

Sieger der Größenklasse B

Vom universitären Forschungslabor auf den Weltmarkt: Die Wissenschaftler, Unternehmensgründer und Geschäftsführer der NanoTemper Technologies GmbH zeigen auf vorbildliche Weise, wie Erfolg aussieht, wenn man ein bahnbrechendes Produkt entwickelt und dazu Forschungsverständnis mit unternehmerischem Denken und Handeln vereint. Die Jury war begeistert.

Das Unternehmen aus München erforscht, entwickelt, produziert und vertreibt mit weltweit 120 Beschäftigten biophysikalische Labormessgeräte für die Grundlagenforschung und die Wirkstoffentwicklung der Pharmaindustrie. Seine innovative Technologie ermöglicht Messungen zu weitaus geringeren Kosten und dabei besserer Messqualität als alle bisherigen Verfahren. Damit verfügt NanoTemper über ein technologisches Alleinstellungsmerkmal, das außerdem durch internationale Patente abgesichert ist. Der Nutzen der Technologie liegt hauptsächlich in der enormen Zeitersparnis bei der Bestimmung biomolekularer Eigenschaften in der Forschung und Entwicklung: Die durchschnittliche Testdauer beträgt statt der bislang üblichen knappen Woche nur 1,5 Stunden, das heißt 1 % des bisherigen Standards. Zudem wird deutlich weniger Material für die Tests benötigt.

Das Unternehmen wurde 2008 von den beiden Studienkollegen Dr. Philipp Baaske, Biophysiker, und Dr. Stefan Duhr, Biochemiker, als Spin-off der Ludwig-Maximilians-Universität München gegründet. Das erste Produkt wurde 2010 verkauft. Seither wächst das Unternehmen jährlich um durchschnittlich 60 % – und ist gleichzeitig hochprofitabel: NanoTemper taucht regelmäßig in den Listen der wachstumsstärksten Unternehmen Deutschlands auf.

Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass es schon zahlreiche Übernahmeangebote von großen Marktplayern gab, die die Gründer bisher aber ablehnten: „Wir haben Spaß und wollen diesen Markt selbst entwickeln.“

Die Jury zeigte sich in ihrer Bewertung fasziniert: „Uns überzeugte vor allem die beeindruckende Innovationsstärke, … die Start-up-Garagen-Atmosphäre bei gleichzeitig erfolgreicher Kommerzialisierung ihrer Entwicklung und die gezielte, strategische Wachstumsentwicklung.“

Innovator des Jahres Größenklasse B (51–200 Mitarbeiter)

1 NanoTemper Technologies GmbH, München

2 QualityMinds GmbH, Nürnberg

3 Werner Maschinenbau GmbH, Wolfhagen

Sieger der Größenklasse C

Aufgrund ihrer stark ausgeprägten Unternehmens- und Innovationskultur verzeichnet die Peter Huber Kältemaschinenbau AG beeindruckende Innovationserfolge – und das seit Jahren. Nachdem sie sich 2012 den Titel „Innovator des Jahres“ in der Größenklasse B sicherte, konnte sie jetzt mit neuen Strukturen und innovativ weiterentwickelten Stärken den Sieg in der Größenklasse C erringen. Dies ist so ungewöhnlich wie ein Boxer, der erst Mittelgewichtsund später Schwergewichtsweltmeister wird.

Das Unternehmen aus Offenburg entwickelt, produziert und vertreibt mit etwa 270 Beschäftigten hochpräzise Temperiersysteme mit einem Temperaturbereich von -125 °C bis +425 °C für Forschung und Industrie. Die Geräte werden unter anderem für Stresstests an mechanischen oder elektronischen Bauteilen sowie für Materialprüfungen eingesetzt. Die Innovationstätigkeit von Peter Huber wird in besonderem Maße vom Selbstverständnis eines weltweiten Technologieführers getragen, dem es immer wieder gelungen ist, die Branche mit disruptiven Innovationen zu prägen. Damit ist man ein bevorzugter Ansprechpartner für Entwicklungsprojekte, in denen der Einsatz einer hochpräzisen Temperierungstechnologie erprobt werden soll. Auf diese Weise erschließt sich das Unternehmen kontinuierlich neue Anwendungsgebiete und Märkte für seine Technologie. Peter Huber kann demnach durch die Fähigkeit charakterisiert werden, sich bietende Chancen rasch und flexibel zu ergreifen.

Die Jury zeigte sich vom besonderen Innovationsklima beeindruckt, das von einer stark symbolhaften Kommunikation getragen wird. Deren wichtigste Eckpfeiler sind die Architektur des Fabrikgebäudes und der Claim „It takes two to tango“. Dieser Claim beschreibt die Denk- und Herangehensweise des Unternehmens an die unterschiedlichsten Aufgaben: hinsichtlich der Technologie (durch die Kombination von Thermodynamik und Mikroelektronik ist es gelungen, die weltweit kleinsten und präzisesten Kältethermostate zu entwickeln), im Produktdesign (Verknüpfung von Funktionalität und Ästhetik) und im Beziehungsmanagement (Mitarbeiter/Geschäftsführung, Lieferant/Kunde).

Die Jury lobte dies in ihrer Urteilsverkündung besonders: „Das Credo, Innovationen durch Zusammenarbeit und Kooperation innerhalb des Unternehmens zu schaffen, zieht sich offensichtlich durch die verschiedensten Bereiche … und wurde über alle Ebenen hinweg internalisiert.“

Innovator des Jahres Größenklasse C (über 200 Mitarbeiter)

1 Peter Huber Kältemaschinenbau AG, Offenburg

2 wenglor sensoric GmbH, Tettnang

3 SBS-Feintechnik GmbH & Co. KG, Schonach

Fazit: Meisterhaftes Innovationsmanagement

Die Innovationserfolge der TOP 100 sind beachtlich – und sie sind das Ergebnis einer systematischen Ausrichtung des gesamten Unternehmens auf Innovation. Sie zeigen die positive Wirkung von innovationsorientierten Strukturen und Methoden und eines innovationsfördernden Klimas. Die TOP 100-Unternehmen setzen unterschiedliche Schwerpunkte, um ihre Innovationsziele zu erreichen.

Unsere Analyse zeigt, dass man mit einer klaren Innovationsorientierung in den verschiedensten Märkten und unterschiedlichsten Situationen erfolgreich sein kann. Wie innovativ ein Unternehmen ist, ist also keine Frage der Branche, sondern eine der Einstellung: Gerade auch in einem traditionelleren Umfeld kann eine konsequente Innovationsorientierung ein enormer Wettbewerbsvorteil sein. Jede Firma muss ihren eigenen Weg finden und sich ein auf ihr Umfeld abgestimmtes Innovationsmanagement erarbeiten. Es gibt kein einfaches „Kochrezept“ für Innovativität. Trotz unterschiedlicher Schwerpunkte sind die vier Kategorien, auf denen unsere Untersuchung basiert, die tragenden Säulen einer Innovationsstrategie:

Das Top-Management hat gerade in mittelständischen Firmen eine Schlüsselfunktion inne. Dessen sind sich die Top-Manager der TOP 100 auch durchaus bewusst. Dies zeigt sich etwa an den hohen relativen Investitionen in Innovationstätigkeiten von im Schnitt fast 10 % des Umsatzes. In der Kategorie „Innovationsklima“ zeigt sich, dass die Zielsetzung, Mitarbeiter zu Mit-Unternehmern zu machen, sich auszahlt: Dank deren Ideen konnten die TOP 100 ihre Ergebnisse 2015 um 2,5 % verbessern. In der Kategorie „Innovative Prozesse und Organisation“ fällt auf, dass die TOP 100 – abhängig etwa von Unternehmensgröße und -kultur sowie von Markt und Technologie – den für sie jeweils optimalen Formalisierungsgrad bei der Ausgestaltung der Innovationsprozesse gefunden haben. In der Kategorie „Außenorientierung/Open Innovation“ ist es erfreulich zu sehen, dass die Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten bei Innovationsprojekten mittlerweile zum Standard für die TOP 100 zählt. Im Zeitalter von Open Innovation ist dies von entscheidender Bedeutung.

Innovationsbudget in Relation zum Umsatz

 

Durchschnitt aller TOP 100

9,7 %

Durchschnitt KMU (Quelle: ZEW)

1,6 %

Verbesserungsvorschläge und Ideen der Mitarbeiter

 

Ergebnisverbesserung 2015 durch realisierte Ideen der Mitarbeiter (Durchschnitt aller TOP 100)

2,5 % des Umsatzes

Ausgestaltung des Innovationsprozesses

 

Systematische Verfolgung und Bewertung der Entwicklung von Markt, Technologie und Wettbewerb

96 %

Existenz eines klar definierten Innovationsprozesses

93 %

Flexible Anpassung des Innovationsprozesses an geänderte Rahmenbedingungen

98 %

… % der TOP 100 arbeiten regelmäßig mit folgenden Kooperationspartnern zusammen:

 

Kunden

96 %

Lieferanten

75 %

Universitäten/Forschungseinrichtungen

61 %

Wettbewerber

11 %

Größenklasse

Kundennähe überzeugt

A.L.S. Allgemeine Land- und Seespedition GmbH

Heinrich-Lübke-Straße 8

59759 Arnsberg

Telefon 02932 9306-0

www.als-arnsberg.de

20 Beschäftigte (D)

Transport/Verkehr/Logistik

„Unser Schwerpunkt geht immer mehr in Richtung kunden-bezogene Logistikleistungen.“Christoph Dahlmann, Geschäftsführer

Die Ansprüche an Schnelligkeit und Pünktlichkeit in der Transportbranche sind enorm gestiegen. Das liegt vorwiegend an der Just-in-time-Produktion – Teile gehen erst dann auf den Weg, wenn ein Unternehmen sie zur Fertigung benötigt. Hinzu kommt die Diversifikation: Güter werden stets sensibler, die Anforderungen an die Logistik steigen. Diesen Trend hatten Christoph Dahlmann und der 2006 leider verstorbene Helmut Schulte erkannt, als sie 1989 die A.L.S. Allgemeine Land- und Seespedition GmbH gründeten.

Der Standort im südwestfälischen Sauerland war eine bewusste Entscheidung für die Heimat. Zudem fungieren die Arnsberger mit ihrem Sitz in der größten Wirtschaftsregion in NRW als Bindeglied zwischen den Unternehmen vor Ort und den Reedereien in Hamburg und Bremen. Durch ihre Präsenz können sie die Kunden besser bedienen als die Wettbewerber im Seehafen.

Persönlicher Kontakt

Eine funktionale, prozessoptimierte IT bildet bei A.L.S. die Basis für den reibungslosen Ablauf. Zusätzlich ist in allen drei Weltzeitzonen immer ein „Mensch hinter der Maschine“ erreichbar, sodass keine Kundenanfrage verloren geht. „Wir schnüren für unsere Kunden Rundum-sorglos-Pakete. So übernehmen wir etwa vom Erstellen der Exportdokumente, über Verpackung, Transport und Verzollung im Empfangsland alle notwendigen logistischen Tätigkeiten“, sagt der Geschäftsführer. Bei komplexeren Anfragen ist man oft schon am nächsten Tag beim Kunden, wägt mit ihm Kosten und Nutzen ab und tüftelt eine Lösung aus. Denn eine individuelle und persönliche Betreuung ist die große Stärke der Logistiker.

Schnelligkeit zählt

Eine weitere Entscheidung wurde ganz bewusst gefällt: A.L.S. hat keinen eigenen Fuhrpark. Stattdessen setzt man auf ein gutes Netzwerk aus Frachtführern, Reedereien und Airlines. Folgerichtig war das Unternehmen auch Mitbegründer der Speditionskooperation „Transcoop09“ und ist inzwischen auch Mitglied im Logistiknetzwerk „LogCoop“, wodurch deutschlandweit 50 Lagerstandorte mit 1,8 Millionen Quadratmetern Lagerfläche zur Verfügung stehen. Gleichzeitig können die Disponenten flexibel und schnell europaweit auf über 5.000 Fahrzeuge zugreifen. Denn von der Anfrage bis zur Auftragsannahme ist mit vielen Kunden eine Reaktionszeit von nur 30 Minuten vereinbart. Wen wundert es da, dass mit derselben Geschwindigkeit darüber entschieden wurde, im geplanten Firmenneubau Duschen für radelnde Kollegen einzubauen? Und als Bonus für das topfitte Team gibt es noch einen Fitnessraum dazu!

Mit Know-how und Kompetenz bietet A.L.S. ihren Kunden innovative Lösungen für die Logistik zu Land, zu Wasser und in der Luft.

Jedes TOP 100-Unternehmen erhält ein eigenes Porträt im TOP 100-Buch, das von Ranga Yogeshwar herausgegeben wird. Das Buch gilt als Standardwerk für Innovationsmanagement.

Eines der ältesten Gewerbe der Welt

Ackermann Saatzucht GmbH & Co. KG

Marienhofstraße 13

94342 Irlbach

Telefon 09424 9423-0

www.sz-ackermann.de

17 Beschäftigte (D)

Agrar

„Wir sind eine der ältesten innovativen Branchen der Welt.“Alexander Strube, Geschäftsführer

Die Pflanzenzucht ist eine uralte Überlebenstechnik der Menschheitmit eigenen Gepflogenheiten. Die Ackermann Saatzucht GmbH & Co. KG schafft es bereits seit 1903, sich den komplexen rechtlichen Rahmenbedingungen anzupassen und mit raffinierten Zuchttechniken die Erträge ihrer Kunden zu steigern. Aber auch in dieser Traditionsbranche mit ihren langen Entwicklungszyklen ist Erfolg ohne Big Data, Hightechforschungsmethoden und eine enge Zusammenarbeit mit Schlüsselkunden undenkbar.

Wer an Pflanzenzucht denkt, denkt unwillkürlich an internationale Großkonzerne, deren Patentpraktiken von NGO weltweit kritisiert werden. Neben diesen Goliaths gibt es aber auch Traditionsbetriebe wie die bayerische Ackermann Saatzucht, ein in vierter Generation familiengeführtes Unternehmen, das vieles besser macht und so dem Konsolidierungsdruck in der Branche standhält. Ackermann hat sich auf die Züchtung von Brau-, Craft-, Whiskey-und Futtergerste spezialisiert.

Open Innovation

Im Gespräch mit dem Geschäftsführer Alexander Strube wird klar, dass er ein ganz anderes Geschäftsmodell als die Multis verfolgt. „Wir arbeiten nicht mit Gentechnik, sondern nur mit klassischen Züchtungsmethoden. Außerdem dürfen bei uns alle Wettbewerber jede neue Sorte sofort ganz legal und lizenzfrei für eigene Züchtungen nutzen. Damit kommen wir der Open Innovation sehr nahe, das setzt uns aber auch unter Zugzwang.“ Das Überleben des Traditionsbetriebs mit seinen 17 Mitarbeitern hängt von der Entwicklung ständig neuer Sorten ab.

Langfristige Entwicklungen

Da Forschungs- und Zuchtprozesse naturgemäß 5 bis 10 Jahre dauern und aus 50.000 genetisch einmaligen Setzlingen schließlich nur 10 marktreife Sorten entstehen, sind die Investitionen in F&E sehr hoch. Ackermann arbeitet dabei eng mit Kunden wie Mälzereien und Brauereien zusammen. Weil Pflanzengene komplizierter als die von Mensch und Tier sind, setzt man Big Data ein, um Sorten zu vergleichen und die Zuchtaussichten zu optimieren. Eine Software hilft bei der Prognose, wie „hübsch“ wessen Nachkommen in einigen Jahren sein werden. Auch die Anbaumethoden werden immer wieder revolutioniert, und da die Versuche GPS-basiert sind, erfolgt die Aussaat vollautomatisch. „Unsere Stärke ist neben der Zusammenarbeit mit anderen Mittelständlern die richtige Kombination aus Wissenschaft und Abenteuerlust,“ berichtet Alexander Strube. „Bei uns arbeiten viele promovierte Saatzuchtspezialisten – echte Typen, die die Hälfte ihrer Zeit draußen verbringen.“ Letztlich liegt die Wahrheit also auch hier auf dem Feld.

Nur wer sich bewegt, kann was bewegen

aeris GmbH

Hans-Stießberger-Straße 2 a

85540 Haar

Telefon 089 900506-0

www.aeris.de

46 Beschäftigte (D)

Büromöbel

„Wir haben mit unserem innovativen Konzept der 3-D-Ergonomie neue Maßstäbe für Bürositzmöbel geschaffen.“Josef Glöckl, Geschäftsführer

Viele Studien zeigen, dass unser stark sitzlastiger Alltag verantwortlich ist für Rückenbeschwerden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettsucht und Diabetes. Schon 1996 erkannte Josef Glöckl, dass man das „Anpassungsprinzip“ ändern sollte: Nicht der sitzende Mensch muss sich dem Stuhl anpassen, sondern der Stuhl dem Menschen und seinem natürlichen Bewegungsbedürfnis. Seither entwickelt, produziert und vertreibt er als Gründer der aeris GmbH hochwertige Aktiv-Sitzmöbel.

Bereits 1997 kam der „swopper“ auf den Markt: Mit einem konventionellen Bürostuhl hat er nicht viel gemein. Denn bei ihm wurde bewusst auf Rücken- und Armlehnen verzichtet. Er hat ein (Feder-)Bein, das dank einer speziellen Kinematik in alle Richtungen flexibel schwenkbar ist, die Sitzfläche lagert auf einer Spiralfederung. So kann der Sitzende sich in alle Richtungen bewegen und seine Haltung ständig verändern. Während klassische Bürostühle maximal lineare Bewegungen zulassen, ermöglicht der „swopper“ eine einzigartige dreidimensionale Beweglichkeit. Das stärkt den Rücken und hält den Sitzenden in Bewegung – ein revolutionäres Konzept, das schon vielfach ausgezeichnet wurde.

Kompromisslose Qualität

In die Entwicklung der Aktiv-Sitzmöbel von aeris fließt viel medizinisches Know-how ein. Zudem stecken allein in einem Bürostuhl bis zu 200 eigens entwickelte Bauteile. Die Produktstrategie ist auf Neuheiten ausgerichtet, auf Nachbauten oder den Einsatz vorgefertigter Standardteile wird komplett verzichtet. Das Design ist geprägt durch klare Linien und Funktionalität. Im Vordergrund steht ausnahmslos der Kunde und sein Sitzkomfort. Auch das Bekenntnis zum Standort zeichnet die Münchner aus: Die Produkte sind made in Germany und aufgrund ihres technologischen Vorsprungs unkopiert.

Beispiellose Erfolgsgeschichte

Früher belächelte die Branche den Newcomer – heute hat sich das Prinzip „Sitzen in Bewegung“ durchgesetzt, und die aeris-Produkte gelten als Klassiker dieser Linie. Gemäß dem Unternehmensmotto „Leben in Bewegung“ nutzt dieser Mittelständler seine Innovationskompetenz, um ständig neue Anwendungsfelder zu erschließen und sein Portfolio entsprechend zu erweitern: etwa um den Aktiv-Steh-Sitz „muvman“, den Kinder-Aktiv-Sitz „swoppster“ und den Bürostuhl „3Dee“. Heute bezeugen eine halbe Million verkaufter Produkte und Händler in 39 Ländern den internationalen Erfolg der Idee. Glöckl bleibt jedoch weiter in Bewegung: Sein nächstes Projekt, ACTIVE OFFICE, soll den Arbeitsplatz revolutionieren und ihn in einen „Bewegungsraum“ verwandeln.

aeris steht seit 20 Jahren für beispiellose Expertise in der Entwicklung und Herstellung von innovativen Aktiv-Sitz-Möbeln für den Office- und Homebereich.

Stets optimal ausgerüstet

aescoLOGIC GmbH

Katzbergstraße 1 A

40764 Langenfeld

Telefon 02173 3285-0

www.aescologic.de

38 Beschäftigte (D)

Gesundheitswesen

„Nur Neuerungen, die unseren Kunden einen echten Nutzen bringen, sind gute Neuerungen.“Jochen Schweden, Geschäftsführer

Die aescoLOGIC GmbH hat sich vom Fachanbieter für Arztbedarf zum Full-Service-Dienstleister für den ambulanten Markt entwickelt und bietet ihren Kunden jetzt alles aus einer Hand an: Einkauf und Lagermanagement, Abrechnung und Controlling sowie die OP-Planung. So werden die Ärzte in Praxen und OP-Zentren entlastet und können sich ganz auf die optimale medizinische Versorgung konzentrieren: zum Wohle der Patienten.

Bei diesem Fachhändler ist man permanent auf der Suche nach innovativen Produkten für die Ärzte und die Patienten. Sind die Verantwortlichen von einem Produkt überzeugt, stellen sie die eigene Marktpräsenz und Vertriebsmacht gerne zur Produkteinführung zur Verfügung. So können sie stets ein breit gefächertes Sortiment an Qualitätsprodukten anbieten.

Den Aufwand minimieren helfen

Das hauseigene Angebot umfasst auch sogenannte Leihsiebe. Darunter versteht man vorkonfektionierte Instrumentencontainer für bestimmte Operationen. In denen sind sämtliche Instrumente, die der Operateur braucht, sowie verschiedene Implantate enthalten. Gerade bei Schrauben ist ja oftmals zu Beginn noch nicht klar, in welcher Stückzahl und Größe sie benötigt werden. Nach der OP gibt der Arzt die Box zurück, abgerechnet werden nur die gebrauchten Teile und Instrumente. Die übrigen werden sterilisiert, die Box wird wieder aufgefüllt und steht für die nächste OP zum Versand bereit. Mit diesem unkomplizierten Service verringert aescoLOGIC den administrativen Aufwand in den Praxen erheblich.

Zukunftsfähig bleiben

Um die vielen, häufig noch mithilfe von Zetteln abgewickelten Prozesse in den Praxen zu vereinfachen, hat dieser Mittelständler eine eigene Software entwickelt: „m.o.p.s.“ – modulares OP-System. Dabei kann der Kunde wählen, welche Module er nutzen möchte: das Abrechnungssystem für die Sachkosten; den OP-Planer, in dem Ärzte, Räume und auch technische Geräte für OPs gebucht werden können; das Bestellsystem für Material oder auch die Lagerbestandsüberwachung inklusive Nachbestellung und statistischer Auswertung. Natürlich können auch die Leihsiebe über „m.o.p.s.“ bestellt und verwaltet werden. Mit diesem neuen Softwaresystem können ambulante OP-Zentren ihren Verwaltungsaufwand erheblich senken – und sie sind trotzdem stets optimal ausgerüstet und bleiben somit zukunftsfähig.

Essen, was gesund macht

Alnavit GmbH

Darmstädter Straße 63

64404 Bickenbach

Telefon 06257 6481-0

www.alnavit.com

18 Beschäftigte (D)

Nahrungsmittelindustrie/-handel

„Die besten Innovationen kommen zustande, wenn ich Menschen echte Freiräume biete.“Daniel von Meißner, Unternehmensleitung

Eine ausgewogene, hochwertige und biologische Ernährung ist heute mehr als nur ein Modetrend. Viele Verbraucher, die ihre Nahrungsmittel bewusst auswählen – etwa wegen einer Glutenintoleranz oder weil sie sich für eine vegane Ernährung entschieden haben – greifen zu Produkten der Alnavit GmbH. Dieser Mittelständler entwickelt seit Anfang 2000 Produkte für gesundheitsbewusste Konsumenten: Säfte, diätetische Lebensmittel und sogenanntes Health-Food.

Gegründet vom Geschäftsführer der Alnatura GmbH, Prof. Dr. Götz E. Rehn, bietet das hessische Unternehmen Produkte an, die das gesundheitliche Wohlbefinden stärken, den Körper entlasten und eine Ernährung im Einklang mit der Natur ermöglichen. Der Vertrieb erfolgt über die Biomärkte des Mutterhauses, andere Supermärkte und Drogerieketten. Ausgewählte Produkte finden sich auch in den immer populärer werdenden Abo-Boxen – Überraschungskisten mit gemischten Marken. So werden die Abo-Kunden auf neue Produkte von Alnavit aufmerksam. Genussvolle und zeitgemäße Lösungen für besondere Ernährungsansprüche, das ist die Mission dieses Hersteller.

Viele Ideengeber

Dieses Unternehmen entwickelt ständig neue Nahrungsmittel, die einen echten Mehrwert für den Kunden bieten. So ist das Brot „Hanf Baron“ nicht nur glutenfrei und vegan, es enthält auch mehr Magnesium als ein Liter Milch. Viele Ideen entstehen im Gespräch mit Kunden oder Lieferanten: Zusammen mit einem Handelspartner kam man etwa auf die Idee, Produkte für die Entsäuerung des Körpers anzubieten. Daraus entstand der Kartoffelsaft. Und einer Mitarbeiterin lag es sehr am Herzen, eine gesunde, glutenfreie und gleichzeitig genussvolle Pasta zu entwickeln. In Zusammenarbeit mit einem langjährigen Partner entstand so „Grande Mio“, eine glutenfreie Pasta, die besonders reich an Proteinen ist.

Netzwerk statt starrer Führung

Die Firmenkultur bei Alnavit ist von flachen Hierarchien geprägt. An die Stelle hierarchischer Führung tritt die Verteilung der Verantwortlichkeiten in netzartigen Strukturen. Fachliche Expertise und Selbstführung spielen dabei eine große Rolle. Die Erfahrung zeigt, dass diese Art der Zusammenarbeit mehr Innovationen hervorbringt. Denn sie baut Barrieren und Hemmschwellen ab und vereinfacht es, die richtigen Menschen zum richtigen Zeitpunkt Entscheidungen treffen zu lassen.

Einzigartiges Netzwerk: TOP 100 bringt die innovativsten Unternehmen des Mittelstands bei exklusiven Veranstaltungen zusammen – hier bei der TOP 100-Expedition mit Reinhold Messner in Südtirol.

In der Realität verwurzelt

ARM – Advanced Resource Management GmbH

Karl-Schiller-Straße 1

51503 Rösrath

Telefon 02205 94999-0

www.arm.de

31 Beschäftigte (D)

IT/E-Commerce

„Probleme sind für uns Herausforderungen! Wir erfinden uns stetig neu, um für unsere Kunden die bestmöglichen Lösungen zu schaffen.“Michael te Laak, Geschäftsführer

Kaum eine andere Branche steht so sehr für eine atemberaubende Innovationsgeschwindigkeit wie die Softwareentwicklung. Hier ist die ARM – Advanced Resource Management GmbH mit frischen Konzepten in wenigen Jahren zur nationalen Nummer eins herangewachsen. Sie stellt nicht nur das Stammdatenmanagement von Unternehmen auf eine neue Basis, sondern hat auch die Lizenzierung revolutioniert: Ihre Standardsoftware gibt es gänzlich lizenzkostenfrei.

Als Softwareentwickler, der sich auf die automatisierte Stammdatenpflege spezialisiert hat, ist die ARM seit ihrer Gründung neue Wege gegangen: Mit dem Programm „ableX“ werden Artikeldaten, wie sie Firmen etwa im Bau- und Sanitärbereich oft millionenfach von ihren Lieferanten erhalten, zentral gepflegt und an die diversen Warenwirtschaftssysteme, Webshops, Kataloge und andere Anwendungen übergeben.

Rasantes Wachstum

Die Idee, die wertvollen Massendaten in einem eigenen System zu veredeln, anstatt sie, wie üblich in einer Warenwirtschaft, nur zu pflegen, ist außergewöhnlich. Und das Team von ARM sieht es als eine wichtige Aufgabe an, dieses innovative Konzept im Markt zu verankern – bei Kundentagen, Events und in vielen Gesprächen. Wie gut das gelingt, zeigt sich am rasanten Wachstum des Unternehmens: Seine Mitarbeiterzahl soll von derzeit 31 bis Ende 2017 auf 50 bis 70 steigen. Zu diesem Wachstum trägt auch ein einzigartiges Geschäftsmodell bei, denn ARM gibt die Software kostenfrei ab und berechnet den Kunden nur die Anpassung an deren individuelle Bedürfnisse. Dieser Mittelständler finanziert sich also in erster Linie durch Dienstleistungen und Weiterentwicklungen. Die fließen dann ihrerseits wieder in die Standardsoftware ein und kommen somit auch anderen Kunden zugute. Eine Art Perpetuum mobile, das kontinuierlich das qualitative Wachstum der Software kundengerecht garantiert.

Dem Kunden den Rücken freihalten

Auch das Unternehmen selbst stellt sich immer wieder neu auf. So baut man zusätzlich zu bestehenden Kooperationen mit wissenschaftlichen Instituten derzeit eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung auf. Außerdem bietet dieser Softwareexperte mittlerweile die Betreuung von Hardware an. So wächst er zu einem Lösungsanbieter heran, der seinen Kunden den Rücken für ihr Kerngeschäft freihält. „Neue Wege in der Datenkommunikation“ verspricht ARM. Für den Inhaber und Geschäftsführer Michael te Laak bedeutet das „eine klare Transformation hin zur Vereinfachung von Prozessen“.

Unabhängig, glaubwürdig und mit hohem Bekanntheitsgrad: Seit 25 Jahren steht das TOP 100-Siegel wie keine andere Auszeichnung für die Innovationskraft mittelständischer Unternehmen.

Bildung tut not

ASIG Stiftung e. V.

Kaiserin-Augusta-Allee 14

10553 Berlin

Telefon 030 469054-0

www.asig-berlin.de

16 Beschäftigte (D)

Weiterbildung

„Erfolgreiche, zukunftsorientierte Bildung bedeutet für uns, mit Innovationsfreude und Mut neue Wege zu beschreiten.“Arno Schelzke, Vorstand

Jugendlichen mit Unterstützungsbedarf bietet die Berliner ASIG seit Jahren neue Ausbildungschancen beim Übergang von Schule zu Beruf, die auf deren individuelle Voraussetzungen zugeschnitten sind. Diese Stiftung sieht sich als Wegbereiterin für Bildungsinnovationen und engagiert sich auf dem strikt reglementierten Bildungssektor. Über die berufliche Ausbildung hinaus geht es ihr um die Vermittlung lebenspraktischer und persönlichkeitsbildender Kompetenzen.

Ein Ziel der nicht profitorientierten ASIG ist es, Jugendlichen mit Förderbedarf, die mit dem herkömmlichen dualen System oftmals nicht zurechtkommen, in enger Zusammenarbeit mit Betrieben einen Berufsabschluss als Fachkraft im Hotel- und Gastgewerbe oder Sozialwesen zu ermöglichen. Etwa 115 Jugendliche pro Jahr führt man erfolgreich zu einem Abschluss. Die Besonderheit: Das pädagogische Konzept basiert auf eigens entwickelten, messbaren Indikatoren, die den Lernerfolg transparent dokumentieren und so einen Abschluss garantieren. Falls nötig, lässt sich die Ausbildung um ein weiteres Jahr verlängern.

Bildung funktioniert anders

Wer mit dem Vorstand Arno Schelzke spricht, merkt sehr schnell, dass Bildungsarbeit ein nervenzehrendes Geschäft ist: In der Bildungspolitik ist nicht unbedingt das möglich, was Erfolg verspricht. Denn nur diejenigen Einrichtungen erhalten eine Förderung, die die staatlichen Ausbildungsprogramme übernehmen, auch wenn die bei Jugendlichen aus einem problembehafteten Umfeld nicht greifen. Daher ist es selbst nach 15 Jahren erfolgreicher Arbeit noch immer schwer, in einer Bürokratie zu bestehen, die Innovationen eher skeptisch betrachtet. Arno Schelzke lächelt auf die Frage, wo seine ASIG denn in 10 Jahren stehen solle. „Eine Perspektive gibt es immer. Wenn sich morgen die Regeln ändern, stellen wir uns wieder mal komplett neu auf. Aus der Veränderung erwächst stets auch Innovation. Wir werden überschaubar bleiben und sehr qualitätsorientiert weiterarbeiten.“

Fürs Leben lernen

ASIG führt die Jugendlichen vor allem zu einer selbstbestimmten Lebensweise ohne staatliche Transferleistungen. Deshalb hat man sich Gedanken darüber gemacht, wie man Lebensstile positiv beeinflussen kann. In der Folge werden nun in fünftägigen Semina ren „Nachhaltigkeitslotsen“ ausgebildet, die auch auf die Freunde und die Familien der Jugendlichen einwirken. Schwerpunktthemen sind Ernährung, Gesundheit und Umwelt sowie die Erfahrung aktiver Teilhabe. So manche großstädtisch sozialisierten Jugendlichen kommen dabei erstmals aus Berlin heraus – und erleben eine verblüffend andere Welt jenseits des Smartphones.

Die ASSKEA GmbH ist seit 2003 am Markt. Sie entwickelt und produziert hochwertige Medizintechnik und vertreibt sie rund um den Globus.

Viel Zeit für neue Ideen

ASSKEA GmbH

Haßlocher Straße 9

99189 Gebesee

Telefon 036201 5797-0

www.asskea.de

30 Beschäftigte (D)

Medizintechnik

„Bei uns arbeiten tolle Menschen und kreative Persönlichkeiten, die viel Raum für neue Entwicklungen haben.“Andreas Lißner, Geschäftsführer

Wer nach einer Kehlkopf-Operation oder einem Luftröhrenschnitt im Sanitätshaus nach einem Hilfsmittel gegen das überschüssige Sekret sucht, um wieder freier atmen zu können, bekommt häufig ein Produkt der ASSKEA GmbH. Dieses medizintechnische Unternehmen entwickelt seit 2003 Absauggeräte für den Home-Care-Bereich. Seit der Einführung der pauschalen Erstattung pro Patient durch die Krankenkassen ist das wirtschaftliche Risiko vollständig auf die lokalen Sanitätshäuser übergegangen.

Das Problem: Bei den hochwertigen Produkten des heimischen Markts deckt die Krankenkassenpauschale den Anschaffungspreis nicht ab, bei den günstigen Importen aus Fernost hingegen sind die Wartungsausgaben oft sehr hoch. Daher sind die Sanitätshäuser dazu übergegangen, retournierte Geräte zu überholen und deren Vakuumerzeuger von Sekretresten zu reinigen, um sie dann wieder auszugeben. Keine schöne Arbeit und auch kein gutes Gefühl für den Patienten.

Hygiene contra Wirtschaftlichkeit

Grund genug für den Geschäftsführer Andreas Lißner, beim alljährlichen zweitägigen Entwicklungsworkshop mit der Belegschaft, mit Anwendern und ärztlichen Beratern die Frage zu stellen: „Wie können wir die Sanitätshäuser mit höherwertigen Geräten ausstatten und gleichzeitig sicherstellen, dass die Pauschalen der Krankenkassen die Kosten decken?“ Lißner gab darüber hinaus die Parole aus: „Das Gerät aufzuarbeiten muss Spaß machen!“ Aus seinem Team, das zu 25 % aus Entwicklern besteht, kam alsbald der Vorschlag, ein neues, modular aufgebautes Gerät zu entwickeln. Gesagt, getan: Beim „ProVisio M28“ ist die Antriebseinheit nun mechanisch vom Vakuumerzeuger getrennt und zusätzlich durch einen Filter geschützt, der auch vom Anwender problemlos gewechselt werden kann. Der komplexe Vakuumerzeuger ist wartungsfrei und wird vom Sanitätshaus bei Bedarf komplett ausgetauscht. Die aufwendige Reinigung entfällt. „Wir haben das Vakuum neu erfunden“, so frohlockten diese Medizintechniker schon auf der „Medica“ im November 2016. Seit Dezember wird das Gerät angeboten, und die Verkaufszahlen bestätigen die Akzeptanz der Sanitätshäuser und der Patienten.

Gleich einen Schritt weiter

Das Entwicklerteam sitzt währenddessen schon wieder an neuen Ideen. Für Vorschläge existiert ein eigenes Bewertungstool. „Alles, was mit mehr als 35 % bewertet wird, erhält eine Chance und wird in der Abteilung weiterverfolgt“, erklärt der Eigentümer Andreas Lißner. Und so können die Sanitätshäuser und Patienten schon auf die nächste Messe gespannt sein.

Inspirierend verpackt

Bag Company GmbH

Joseph-von-Fraunhofer-Straße 9

83209 Prien am Chiemsee

Telefon 08051 9014-20

www.bag-company.com

17 Beschäftigte (D)

Druck/Papier/Verpackung

„Qualität ist keine Kleinigkeit, aber an Kleinigkeiten erkennt man Qualität.“Roland Gartner, Geschäftsführer

Nach einer ausgiebigen Shoppingtour steht man zu Hause beim Auspacken nicht selten vor einem Berg von Taschen, Papier und hochwertigen Verpackungen – oft viel zu schön für den einmaligen Gebrauch. Wer hat all diese Verpackungsideen? Wie der Name schon verrät, begann die Bag Company GmbH 2003 mit Tragetaschen; in den vergangenen fünf Jahren entwickelte sie sich zum führenden Anbieter von Verpackungen für die Markenartikelindustrie, für Kaufhäuser und den Einzelhandel.

Ob klassische Tragetaschen, veredelte Kartonagen mit Seidenpapier, schöne Kleiderhüllen oder aufwendige Geschenkverpackungen mit Magnetverschluss: Diese Verpackungskünstler aus dem Chiemgau liefern alles, was das Kundenherz begehrt – und Serviceleistungen obendrauf. Denn der Kunde bezieht alles aus einer Hand und kann sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren, statt mehrere Dienstleister koordinieren zu müssen. Hinzu kommt demnächst noch eine Onlineshop-Lösung für den „point of sale“: Über einen personalisierten Zugang kann der Kunde seinen Bestand selbst verwalten, kann Lagerbestände prüfen, Abrufe für die Filialen tätigen und erhält Mail-Warnungen, wenn ein bestimmter Bestand unterschritten wird. Bequemer geht’s nicht.

Nachhaltigkeit zählt

Seit Jahresbeginn 2017 werden alle Verpackungen klimaneutral produziert und geliefert. Nachhaltige Materialien sind schon seit Langem im Einsatz. Um den Endkunden darüber fundiert zu informieren, hat man das Projekt „FAIRpackt“ entwickelt: Via QR-Code gelangt der Käufer auf eine Website, auf der er die Grundkriterien der Produktion nachlesen kann. Ebenso nachhaltig pflegt die Bag Company ihre Kunden: In regelmäßigen Innovationsworkshops mit Produzenten informiert sich das Team über Neuerungen bei Materialien und im Produktionsprozess, um innovative und inspirierende Verpackungen für den Handel zu kreieren. Schließlich sehen sich die Mitarbeiter als Wegbereiter für neuartige Produktverpackungen, mit denen sie ihre Kunden unaufdringlich überraschen möchten.

Kreativität kennt keine Hierarchien

Auch auf dem Gebiet der Mitarbeiterführung geht dieser Mittelständler neue Wege: Der Geschäftsführer Roland Gartner entwickelt sein Team im Sinne des Organisationskonzepts HOLACRAZY zu einem sich selbst führenden Unternehmen ohne Hierarchien. Diese Firmenkultur sei zwar nicht jedermanns Sache, meint Gartner, aber „wir bei der Bag Company arbeiten so lieber – und auch besser“. Die Tatsache, dass es seit fünf Jahren keine Fluktuation im Hause gibt, spricht hier für sich.

Die Bag Company ist spezialisiert auf den Vertrieb von Tragetaschen und hochwertigen Umverpackungen.

Unter dem Markennamen VARIAHOME produziert Bauer schlüsselfertige Modulgebäude aus Massivholz für den privaten und den gewerblichen Bereich, für Hotels oder Kindertagesstätten.

Bauen mit der Natur

Bauer Holzbausysteme GmbH & Co. KG

Fabrikstraße 1

86356 Neusäß

Telefon 07522 26547-0

www.variahome.de

50 Beschäftigte (D)

Holzindustrie

„Innovation heißt für uns, Häuser zu bauen, die so individuell sind wie unsere Kunden.“Jörg Bauer, Geschäftsleitung

Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen ist ein Stück ökologischer Zukunftssicherung. Die Bauer Holzbausysteme GmbH & Co. KG fertigt mit ihrer Marke VARIAHOME zukunftsweisende Massivholzmodule, die ein schnelles, flexibles und nachhaltiges Bauen ermöglichen. Als Quelle für Innovationen nutzt der Mittelständler aus dem Allgäu die Wünsche von Kunden ebenso wie die Ideen seiner Mitarbeiter. Das Ergebnis: ein besseres Raumklima, mehr Nachhaltigkeit – und ein beachtliches Wachstum.

Seit seiner Gründung 2010 ist das Unternehmen rasch gewachsen und beschäftigt heute schon 50 Mitarbeiter. Seine Massivholzmodule werden mit einem exklusiven Vorfertigungsgrad von 95 % bis 98 % produziert und können deshalb am endgültigen Standort extrem schnell aufgebaut werden. So entstehen Gebäude aller Art, Wohn- und Gästehäuser ebenso wie Bürogebäude und gehobene Hotels. Für die Kunden übernimmt man den kompletten Prozess: von der Planung über den Bau bis zu Finanzierung und Leasing.

Am Puls der Zeit

In den nächsten Jahren will das Familienunternehmen zunehmend auch Schulen und Kindergärten errichten. Deshalb hat es 2016 erheblich in eine neue Fertigung investiert, die den Herstellungsprozess optimiert. Das kreative Potenzial der Mitarbeiter ist jedoch das wichtigste Kapital des Unternehmens: Hier arbeiten Tischler, Zimmerleute, Ingenieure und andere Spezialisten zusammen an Innovationen und bleiben durch Fortbildungen und die Kooperation mit einer Hochschule auf dem neuesten Stand. „Wir legen viel Wert darauf, dass unsere Mitarbeiter offen für Neuerungen sind, sofern sie den Kunden nützen und unsere Qualität weiter steigern“, sagt der Geschäftsleiter und Mitinhaber Jörg Bauer. Deshalb sind Weiterbildungen, etwa auf dem Gebiet Holzbau- oder Maschinentechnik, für alle eine Selbstverständlichkeit.

Weiteres Wachstum

Das auf Fortschritt konzentrierte Denken bringt Früchte: etwa die Idee eines Mitarbeiters, auf die sonst im Holzbau üblichen Folien zu verzichten, um so das Raumklima zu verbessern und die Nachhaltigkeit zu erhöhen. Das Ergebnis des Innovationsmanagements in den letzten Jahren bestätigt Jörg Bauers Strategie: Das Unternehmen konnte Umsatz und Gewinn erheblich steigern, die Belegschaft soll in den nächsten drei Jahren mehr als verdoppelt werden. Das Ziel ist die Marktführerschaft im deutschsprachigen Raum. Eine echte Win-win-Situation also: für die Firma, die Auftraggeber – und nicht zuletzt auch für die Umwelt.

Einzigartiges Netzwerk: Mister TOP 100 Joachim Schuble bringt die innovativsten Firmen des Mittelstands bei exklusiven Veranstaltungen zusammen – hier beim Elitezirkel in der frisch eröffneten „Erlebniswelt“ von Jochen Schweizer in Taufkirchen bei München.

Das Ohr am Markt

betzemeier automotive software GmbH & Co. KG

Hünenbrink 2

32423 Minden-Dankersen

Telefon 0571 38777-83

www.betzemeier.de

30 Beschäftigte (D)

IT/E-Commerce

„Hartnäckigkeit und Innovationsgeist haben uns den Ruf eingebracht, manchmal der Zeit etwas voraus zu sein.“Clemens Betzemeier, Geschäftsführer

Digitalisierung ist heutzutage eines der wichtigen Themen in der Autobranche. Doch nicht nur die fahrbaren Untersätze selbst sind inzwischen mit Elektronik vollgepackt, auch Werkstätten und Autohandel kommen nicht mehr ohne intelligente Software-Tools aus. Das trifft gerade für das weitverzweigte Feld der Dealer-Management-Systeme zu – ein Feld, auf dem es die betzemeier automotive software GmbH & Co. KG mit einfallsreichen Lösungen in die Spitzengruppe der Branche geschafft hat.

Dieser Mittelständler, 1989 vom Geschäftsführer Clemens Betzemeier im nordrhein-westfälischen Min den gegründet, bewegt sich mit seinen IT-Lösungen mittlerweile auf Augenhöhe mit den Großen der Zunft. Die aktuell 30 Köpfe zählende Firma hat eine ausgefeilte Angebotspalette auf die Beine gestellt, der schon mehr als 700 Kunden aus der Kfz-Branche vertrauen, wenn es darum geht, Ersatzteile zu beschaffen und zu verwalten, Termine zu koordinieren oder Zeiten zu erfassen. Der Clou: Der modulare Aufbau und die Kombinierbarkeit der Produkte ermöglicht den Nutzern einen maßgeschneiderten Einsatz, zudem ist betzemeier-EDV nicht an Herstellermarken gebunden.

Außenbeziehungen pflegen

Als eines der Erfolgsrezepte seines Unternehmens bezeichnet der Geschäftsführer die Fähigkeit, beständig Tuchfühlung zur Kundschaft zu halten. Man lege viel Wert darauf, sich an den Marktanforderungen auszurichten. Folgerichtig investiert das Management viel Zeit in Messebesuche und Verbandstagungen, es pflegt die Kommunikation mit Partnern und Kunden. „Konsequente Außenbeziehungen“ seien die Voraussetzung für „eine stetige Weiterund Neuentwicklung der Firma und der Produkte“, gerade der Blick aufs Große und Ganze mache innovationswerte Trends frühzeitig sichtbar, erläutert Betzemeier.

Abläufe straffen

Doch auch „innenpolitisch“ feilt man an innovativen Verbesserungen. Aktuell besonders im Fokus dieser IT-Spezialisten: die digitale Optimierung von internen Prozessen. Das Ziel ist es, die Arbeitsabläufe in den Abteilungen, aber auch bereichsübergreifend transparenter zu gestalten. Ein Ergebnis dieser Bemühungen um Prozessdigitalisierung ist eine tablettaugliche Software, deren Einsatz Arbeitswege kürzt – und so nicht nur Geld spart, sondern auch Zeit für produktive Aufgaben mit sich bringt. Die werden übrigens für sein Unternehmen nicht kleiner werden, davon ist Clemens Betzemeier überzeugt. Die Branche entwickle sich gegenwärtig rasant – Stichworte: E-Antrieb, autonomes Fahren, neue Marktteilnehmer. „Wir sind hier aber sehr gut aufgestellt und freuen uns auf die neuen Aufgaben.“

BINZ Hoch3 ist ein Ingenieurbüro und bietet alle Schritte der virtuellen Produktentwicklung als Dienstleistung an – von der Idee bis zum serienreifen Produkt.

Konstruieren hoch drei

BINZ Hoch3 GmbH

Hauptstraße 89

76571 Gaggenau

Telefon 07225 98132-0

www.binz-hoch3.de

16 Beschäftigte (D)

Engineering

„Unsere Mitarbeiter arbeiten branchenübergreifend und haben dadurch umfassende Kenntnisse erworben.“R. Niehaus, F. Binz und K. Riedinger, Geschäftsleitung

„Die Produkte der Zukunft mitgestalten“ – diese bedeutungsschwere Formulierung fällt mehr als einmal, wenn Fabian Binz Auskunft über sein Unternehmen gibt. Für ihn, den Gründer und Geschäftsführer der BINZ Hoch3 GmbH, ist das keine PR-Floskel, sondern die erklärte Aufgabe, an der 16 kreative Köpfe im baden-württembergischen Gaggenau kontinuierlich arbeiten. Das hat sich herumgesprochen: Kunden unterschiedlichster Branchen setzen auf die innovativen Lösungen dieses Ingenieurbüros.

Vor beinahe 25 Jahren als reines CAD-Konstruktionsbüro aus der Taufe gehoben, hat sich das Unternehmen zum renommierten Engineeringspezialisten gemausert, der alle Stationen virtueller Produktentwicklung anbietet. Kreative Lösungen für oft verzwickte technische Aufgaben zu finden ist bei BINZ an der Tagesordnung. „Echte Innovationen“ entstünden nur, „wenn man ausgetretene Pfade verlässt und sich auf neues Terrain wagt“, erklärt der Geschäftsführer und fasst damit die Firmenphilosophie zusammen, die er selbstbewusst als „Binz-Prinzip“ bezeichnet.

Vernetztes Team

Das Konzept, dem die Verantwortlichen dabei folgen, zeichnet sich vor allem durch Offenheit aus. Damit ist nicht nur der unverstellte Blick auf die Entwicklungsaufgaben gemeint, sondern auch die Methode, mit der man in der Kreativwerkstatt den Schaffensprozess organisiert. Fabian Binz setzt dabei auf Schwarmintelligenz: Die Aufträge werden zwar Projektleitern und Konstrukteuren zugeordnet, die aber haben jederzeit Zugriff auf die Wissensfülle des gesamten Teams. Diese firmenumgreifende Vernetzung, unterstützt durch eine ausgeprägte Kommunikationskultur und eine eigens dafür entwickelte IT-Infrastruktur, ist für den Firmenchef die Voraussetzung für Innovationserfolge. Die entstünden selten durch „Geistesblitze eines Einzelnen“, sondern dann, „wenn kreative Köpfe zusammenkommen“.

Auskunft in Echtzeit

Transparenz ist oberstes Gebot beim Umgang mit der Kundschaft: Mithilfe von Projektportalen können die Auftraggeber sich praktisch in Echtzeit über den Arbeitsfortschritt informieren. Die Entwickler und die Konstrukteure stehen in ständigem Kontakt mit den Kundenverantwortlichen, Kritik und Verbesserungsvorschläge fließen so zeitnah in die Prozesse ein. Dass man mit dem „Binz-Prinzip“ richtig liegt, davon zeugt ein Kundenportfolio, das auch einige bekannte Namen industrieller Hersteller umfasst. Doch als jemand, der stets neues Terrain erkunden will, gibt Fabian Binz sich damit natürlich nicht zufrieden. Ihn drängt es zu verstärktem Engagement in der Vorausentwicklung, um „an der Zukunft mitzugestalten“. Da ist sie wieder, die Zukunft.