Touching Tamera - Peter Klapprot - E-Book

Touching Tamera E-Book

Peter Klapprot

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Beschreibung

In der Liebesschule Hingabe lernen, unterm Sternenhimmel tanzen, mit Wildschweinen und Bäumen sprechen – diese Erfahrungen macht Peter Klapprot, als er das Heilungsbiotop Tamera im Süden Portugals besucht. Dort taucht er ein in eine Gemeinschaft aus 170 Menschen, die ausgestiegen sind aus dem kollektiven Trauma von Gewalt, Ausbeutung und Zynismus und die an einem Modell für das Leben auf diesem Planeten arbeiten. Durch die dabei entstandenen Projekte führt der Ich-Erzähler die Leser aus der Perspektive eines teilnehmenden Beobachters. Da ist zum einen das Forschungsprojekt Terra Deva, welches die Kommunikation und Kooperation mit den Lebewesen der Natur untersucht. Escola de esperança heißt die Schule Tameras, die nach den Träumen und Bestimmungen ihrer Schüler und Schülerinnen fragt. Der andere Umgang mit Wasser hat es ermöglicht, im trockenen Süden Portugals Seen anzulegen und Tiere und Pflanzen zurückzuholen. Fühlte sich der Erzähler vor seiner Reise resigniert angesichts der aussichtslos erscheinenden Krisen auf diesem Planeten, eröffnet sich ihm in Tamera eine Perspektive, wie menschliches Zusammenleben weltweit gelingen kann. Ein wichtiger Schlüssel dafür liegt in der Heilung der Liebe. So macht sich der Protagonist an die Wiederentdeckung von Erotik und seiner Liebe zu den Frauen. Die 2.400 Kilometer weite Reise bietet nicht nur einen Blick in eine Welt der Zukunft, sondern die Reise selbst wird zu einer Seelenreise, in deren Verlauf der Leser einen Aufbruch in eine neue gesellschaftliche Dimension miterlebt und am Ende Zeuge einer Selbstfindung wird. Authentisch und sinnlich geschrieben, liefert dieser Dokumentarroman eine lebendige Mischung aus sehr persönlichen Erlebnissen und Reflexionen rund um Heilung der Liebe, freie Erziehung, Permakultur, Wasserwirtschaft und vielem anderen mehr. Alle diese Gedanken und Erfahrungen laufen zusammen in einer Vision einer neue Erde.

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Seitenzahl: 229

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Peter Klapprot

Touching Tamera

Sommer im Heilungsbiotop

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Touching Tamera

Übergänge

We are Stardust

Zu glauben, es gibt Heilung, ist Heilung

Cortez The Killer

Kaugummi am Schuh

In a world full of hate

Tag der Assel

Yemaya

Isn't it erotic?

Wildschweinenergie

Hope on Delivery

Escola de Esperança

Water Retention

Geldquelle – Orakelquelle

Eine neue Perspektive

See you

Seelenreise

Trust in the human heart

Wir können entscheiden

Suzanne

Nachbemerkungen/ Anmerkungen

Impressum neobooks

Touching Tamera

Für die Frauen dieser Welt

Peter Klapprot

Touching Tamera

Sommer im Heilungsbiotop

„Ihr sucht die neue Welt?

Sucht sie nicht endlos, seht sie.

Nehmt sie wahr, schwört sie herbei.

Setzt überall ihre Zeichen!“

Dieter Duhm

Zum zweiten Mal habe ich von diesem nackten Rücken geträumt. Mein Traumlexikon warnt mich vor Gefahren, die sich „hinter dem Rücken“ abspielen, warnt vor Hinterlist, spricht von Angst. Aber dieser Rücken macht mir keine Angst, es ist ein weiblicher Rücken mit Sommersprossen im ersten Traum. Ich liebe Sommersprossen. Als ich vier Jahre alt war, traf ich ein Mädchen mit einem hübschen Gesicht voller Sommersprossen. Ich stand nur da und staunte. Vor einiger Zeit hatte ich eine Tanzpartnerin mit Sommersprossen. Voller Staunen bekam ich Probleme mit meinen Schritten.

Im zweiten Traum waren die Sommersprossen auf dem Rücken ausgewachsen wie Flecken auf einem Wachtelei. Ein gefleckter Rücken, er war schön!

҉

Wie viele Jahrzehnte bin ich aufgewacht mit einem mulmigen Gefühl! Obwohl ich eigentlich gut schlief, befiel mich beim Aufwachen oder kurz danach ein Gefühl der Bedrückung. Ich kann mich noch gut an einen Morgen erinnern, als ich nach dem Aufstehen noch etwas meditierte. Ich spürte diese aufsteigenden Beklommenheit und wehrte mich vergeblich gegen sie. Lange Jahre dachte ich, dass etwas mit mir nicht stimmen könnte, dass ich etwas falsch machen würde, dass es noch ungelöste Themen in mir geben müsste. Heute weiß ich, dass ich nicht der Einzige bin mit diesem morgendlichen Elendgefühl.

Viele Menschen haben morgens keine Lust auf den Tag. Viele würden gerne weiterschlafen und sich in ihre Träume flüchten, statt in trostlosen Fabriken Rohstoffe in den Müll von morgen zu verwandeln. Das Unbehagen ist groß, in seelenlosen Büros Dinge zu organisieren, deren Hauptzweck darin besteht, die Shareholder zu bereichern. Im Morgentief meldet sich die innere Stimme mit einem stummen Schrei, die Wüste im Innern wird fühlbar und der Druck, das alles zu schaffen. Dennoch und weil man die Miete bezahlen muss, schluckt man und quält sich hoch, um weiterzubauen am Alptraum des neoliberalen Individualismus', deren Freiheit darin besteht, zwischen Pepsi und Cola wählen zu können.

Immerhin leben wir in Europa seit mehr als 70 Jahren im Frieden. Wie mussten die die innere Stimme überhören, die in den Krieg gezogen sind. Geblendet von Lügen von Ehre und Vaterland, brachten sie unsägliches Leid über sich selbst und andere; Leid dessen Folgen nicht selten drei Generationen und mehr überschattete. Der Liedermacher Hannes Wader hat eine Idee davon in seinem Lied Es ist an der Zeit, welches einem unbekannten Soldaten gewidmet ist, der neunzehnjährig im Ersten Weltkrieg gefallen ist, sehr einfühlsam zum Ausdruck gebracht.

҉

Mittlerweile sehe ich diese Zusammenhänge um die Melancholie am Morgen deutlich, doch vor meine Reise nach Tamera lief ich auf einer langen staubigen Straße. Wo die hinführte, wusste ich nicht. Wie sollte es weitergehen mit meiner Arbeit als Lehrer und Psychotherapeut? Wie konnte ich Erfüllung finden in meiner Beziehung? Was sollte ich machen mit meinem wunderschönen Pachtgarten, in dem ich nur noch griesgrämig den Rasen mähte? Ich suchte eine Ausfahrt von dieser Autobahn, die mein Leben war. Ich wollte nicht so weiter funktionieren und später im Altersheim sitzen mit einem leeren Gesicht und einem stillen Vorwurf über das Versäumte. Was tun?

Antworten auf essentielle Fragen in unserer Gesellschaft zu finden ist schwer. Meist lautet die Standardantwort, dass man sich nur noch ein bisschen mehr anstrengen muss oder dieses Shampoo oder jenes Auto kaufen muss. Eine Antwort zum Thema Morgendepression, die ich im Netz gefunden habe, lautete:

„Aufraffen und zum Arzt gehen“.

Die häufigste Antwort der Ärzte kenne ich schon von meinen Patienten: Tavor, Cipralex, Seroquil, Mirtazapin und andere Psychopharmaka. Schon 1966 haben die Stones ein Lied über Mothers little Helpers gemacht, Doctor please, some more of these.

Wirkliche Antworten habe ich meistens gefunden in Büchern, in den Schriften von Indianernführern wie Dhyani Ywahoo und Tahca Ushte, in Fachbüchern von Dahlke und Hellinger und in seltenen esoterischen Büchern wie zum Beipiel The peaceful warrior von Dan Millman. Im Winter 2015/ 16 las ich endlich Die heilige Matrix von Dieter Duhm und die Bücher von Sabine Lichtenfels Traumsteine und Tempel der Liebe. In seltener Klarheit fand ich dort die Vision einer anderen Welt, einer Terra Nova, ebenso die Vision von einer quasi-paradiesischen Welt, die es auf der Erde in vorgeschichtlicher Zeit gegeben haben muss. Ich fand auch die Kulturgeschichte der Gewalt und Zerstörung mit wissenschaftlicher Logik beschrieben. Das Bild von den zwei Welten bot mir eine überzeugende Erklärung an: Es gibt – so Dieter Duhm – eine Welt, die uns geschaffen hat und es gibt eine Welt, die wir geschaffen haben. Konnte es sein, dass ich nachts im Schlaf eintauchte in die Welt, die uns geschaffen hat?

Schläft ein Lied in allen Dingen,

Die da träumen fort und fort,

Und die Welt hebt an zu singen,

Triffst du nur das Zauberwort.

In seinem Gedicht Wünschelrute beschwört der deutsche Romantiker Joseph von Eichendorff den Schöpfungstraum dieser Welt. Beim Aufwachen wechseln wir dann von dieser geheimnisvollen Welt in die Welt, die wir geschaffen haben. Angesichts dieser Welt der Effizienz und des Bruttosozialproduktes, der Ausbeutung und Zerstörung, der Verachtung und des Zynismus' überfällt mich und viele andere ein Grauen.

Im Frühling 2016 landete ich auf der Homepage von Tamera (www.tamera.org). In wenigen Augenblicken war klar, dass ich im Sommer das Heilungsbiotop im Süden Portugals besuchen würde, ohne dass ich jetzt sagen könnte, was speziell mich angezogen hatte. Etwas in meinem Innern hatte klick gemacht. Zunächst meldete sich mein Familienvater-Gewissen und ich versuchte meine Frau und Tochter zum Mitkommen zu bewegen. Besonders meine damals 11-jährige Tochter stellte sich quer, so dass schnell klar war, dass ich alleine fahren würde. Mein erste größere Reise alleine seit 14 Jahren!

҉

Anmeldung und Flugbuchung waren kein Problem, aber warum gerade Ryanair? Zunächst funktionierte ich weiter und Tamera verschwand hinter Frühstück, Arbeit, Fernsehen, Bett. Dann meldete sich ein mulmiges Gefühl. Worauf hatte ich mich da eingelassen? Sicher, ich war schon im ZEGG gewesen und hatte dort meine Frau kennen gelernt. Vor zwanzig Jahren hatte ich ein paar Monate in der Nähe des Ökodorf-Projektzentrums gelebt und war gescheitert. Gemeinschaft war mehrere Nummern zu groß für mich. Jetzt war die Kleinfamilie zu klein geworden. Dann kamen die großen Ferien und ich war dabei, einen Waschzwang zu entwickeln. Alle Körper-, alle Atemübungen, nichts half. Meine linke Körperhälfte fühlte sich angespannt und taub an, ich schlief sogar schlecht. Durch die freie Zeit besserte sich allmählich mein Zustand, geheilt fühlte ich mich nicht.

Der Abflugtermin näherte sich und eine stille Vorfreude meldete sich. Ich packte meine Tasche mit dem Zelt, dem Schlafsack und der Luftmatratze. Fünfzehn Kilo höchstens, die Bücher mussten ins Handgepäck. An einem Sonntag um sieben fuhr ich los, parkte unseren Kleinwagen am Bahnhof, versteckte den Schlüssel im Auto und schlug die Tür zu. Auf dem Bahnsteig stand ein schwarzes Liebespaar und eine einsame Frau in meinem Alter, in deren Nähe ich mich stellte. Dann saß ich im ICE und reckte vorsichtig meinen Nacken. Es knackte leise. Ein gutes Zeichen. Diese eingefahrene Sichtweise, die Hartnäckigkeit, mein Denken musste die Richtung ändern. Ich hatte mich eingelassen auf etwas hinter dem Horizont.

Im Bahnhof unter dem Flughafen Köln/ Bonn sprach mich eine Frau an, die den Aufgang zu ihrem Terminal suchte. Ich half ihr, so gut ich konnte. Das war es, was mir fehlte, Kontakt. Nicht dieser Jaja-genau-sowieso-Kontakt, sondern ehrlicher Kontakt.

Einchecken war kein Problem, dreizehn Kilo nur und hinter dem Schalter endlich eine Toilette. Dann hatte ich Zeit und ich hatte keine Lust auf diese McDonalds, diese Lavazzas, diese Douglas-Parfümerien. Ich schlendert herum und übte, kein Ziel zu haben. Am schönsten war es draußen in der Kiss-and-Fly-Zone. Leute kamen und gingen, manche glücklich. Ich rief noch meine Frau an und verabschiedete mich ein allerletztes Mal. Ich war glücklich, dass sie mich einfach gehen ließ nach Tamera mit den vielen Frauen. Natürlich hatte sie gemerkt, dass es mir nicht gut ging und dass etwas passieren musste.

Obwohl ich ahnte, was passiert, rief ich noch meine Mutter an. Mein Name, meine Stimme am Telefon war das Signal für sie, los zu reden. Geschichten, die sie schon x-mal erzählt hat, Geschichten von Menschen, die ich gar nicht kenne, ein Schwall von Worten, zu denen ich nur ja oder mhmh sagen kann. Wenn ich sie frage, wie es ihr geht, sagt sie knapp gut! und ich weiß, dass sie lügt. Auf die Frage, wie es mir geht, warte ich schon seit Jahren nicht mehr. Ich lüge auch und sage:

„Mama, mein Flug wird gerade aufgerufen.“

„Ja“, sagt sie und erzählt noch schnell von ihrem ersten Besuch bei ihrer Urenkelin und wie schön alles war. Ich lüge weiter:

„Mama, ich muss jetzt da rein.“

„Ja“, sagte sie und redete weiter. Wahrscheinlich ist es die Einsamkeit und die Verzweiflung, dass, wenn jemand zum Reden da war, doch kein echter Kontakt zustande kommt. So bleibt jedes Gespräch unbefriedigend und ist nur ein weiterer Stein auf der trockenen Straße.

Nicht so kompliziert ist es mit meinem Vater. Seit dem Autounfall vor vielen Jahren wohnt er im Himmel und kommt einfach mit. Er liebt den Süden wie ich und das Meer.

Übergänge

2016-07-31

Sonntag / Sunday / Domingo

Ryanair ist wohl so geizig, dass die Passagiere keine ordentliche Gangway bekommen. Also trotten wir unter einem schlecht gelaunten Himmel über das Rollfeld und klettern die Treppe hoch. Ich habe mir einen Platz am Fenster reserviert, die Welt von oben sehen, das mag ich. Neben mir sitzt ein drei- oder vierjähriges Mädchen, das mag ich auch. Mit Kindern ist es einfacher als mit den Erwachsenen, die gerne ihr Ego pflegen. Neben der Kleinen sitzt ihre Mutter, eine junge hübsche kleine Frau mit rundem Gesicht.

Wir sitzen und warten. Das Mädchen versucht die Icons für den Notfall auf dem Sitz vor ihr zu deuten. Mama erklärt brav. Als sie einmal nicht weiter weiß, mische ich mich behutsam ein und gebe meine Erklärung ab. Eine kleine Irritation bei beiden, aber der Kontakt ist gemacht.

Ich will nicht aufdringlich sein und vergrabe mich erst einmal in Buch 1, John Upledger, Gründer der kranio-sakralen Körpertherapie, Der innere Arzt.

„Habt ihr gestern bei Papa wieder Kino-Abend gemacht?“

„Ja, wir haben … geguckt“, höre ich von nebenan.

Endlich rollt die Maschine los, steht dann noch endlos lange vor der Rollbahn und wartet auf das Startzeichen. Dann will es die alte Boing noch einmal wissen und beginnt zu zittern, der Schub drückt uns in die Sitze und wir erobern die Wolken.

Kling, wir können die Gurte öffnen. Unter mir ist die Tragfläche, schade, aber die anderen Sitze waren schon reserviert. Bald legt das kleine Mädchen ihre Füße auf meine Beine. Das ist der Mutter peinlich. Ich beruhige sie und sage ihr, dass ich auch Kinder habe und seit Mai Großvater bin. Trotzdem gibt Mama ihrem Kind lieber das Tablet und die Kleine wählt ein wirres Spiel aus. Ich kann nicht hingucken und versenke mich tiefer in die Wunder, die John Upledger mit seinen Händen vollbrachte.

Erst über Südfrankreich klart der Himmel auf. Wir fliegen über die Biscaya und im Südwesten tauchen die Pyrenäen auf. Ich lade das Mädchen ein, auch mal aus dem Fenster zu gucken, was sie vorsichtig und sehr kurz annimmt.

„Fliegt die Kleine zum ersten Mal?“, frage ich die junge Mutter.

„Nein“, meint sie, holt ihr Handy raus und zeigt mir Fotos von einer Villa mit eigenem Pool am Meer.

„Gehört meinen Eltern, fahren wir oft hin.“

„Schön“, meine ich, aber möchte ich jetzt mit meinen Eltern, mit meiner Frau, mit meinen Kindern Familienurlaub machen?

Der Pilot geht tiefer und eine amphibische Landschaft wird sichtbar, kleine Inseln, Mäander, lange Brücken und eine weiße Stadt, Faro. Die Landung ist weich. Wieder verlassen wir den Flieger über eine Behelfstreppe. Ich verabschiede mich von den Beiden, nehme meine Tasche vom Band und trete hinaus in die portugiesische Sonne. Von Mai bis Oktober ist hier Sommer, ein Grund auszuwandern.

Nach ein paar Schritten werde ich auf Portugiesisch angesprochen. Das passiert in England, in Spanien, in Polen, in Griechenland … Ich kann hinfahren, wo ich will. Ich habe ein europäisches Gesicht.

Ich kann dem Mann nicht helfen und studiere den Busfahrplan. Dann stelle ich mich in den Schatten, puuh. Ich überlege, ob ich ein paar Mitwartende anspreche und wir uns ein Taxi in die City teilen. Soll nicht teuer sein. Da steigt der Mann in ein Taxi und ich möchte mitfahren und rufen:

„Senhor, Estação de comboios?“

Wie so oft halte ich meinen Mund. Ich wollte gegenwärtiger sein und kontaktfreudiger. Ich werde bestärkt in meinem Vorhaben, als ich in den Bus einsteige. Die Fahrt ins Zentrum kostet nur 2,22 Euro, aber der Bus ist hoffnungslos überfüllt. Schweiß bricht aus, aber die Fahrerin bleibt freundlich. Ich frage sie, wo der Busbahnhof ist. Sie bedeutet mir, eine Station weiterzufahren.

Schon zuhause habe ich entschieden statt mit dem Zug nach Funcheira zu fahren, lieber den Fernbus nach Ourique zu nehmen. Das ist zwar weiter weg von Tamera, aber ich brauche nicht so lange auf den Zug zu warten.

Es ist noch genügend Zeit, so setze ich mich in ein kleines Café gegenüber dem Busbahnhof. Ich bin froh, da zu sein und bestelle einen Salat und eine kalte Cola. Manchmal schmeckt auch ein kapitalistischer Imperialisten-Saft. Auch der Salat ist vorzüglich, besonders die Nüsse und der Schafskäse haben Aroma. An den Nebentisch setzt sich ein junger Mann und wir kommen ins Gespräch. Er ist Engländer und verbringt den ganzen Sommer in Portugal. Er ist frustriert, weil er die Nacht draußen verbracht hat. Man habe ihm ein Bett in einem Achter-Zimmer für 35 Euro angeboten. Faro sei völlig überlaufen, er wolle weiter nach Lissabon. Er sitzt zusammen gekrümmt da und spricht so leise, dass ich oft nachfragen muss. Wir rauchen noch eine und gehen dann zum Busbahnhof, der wie so oft in Portugal in einer engen und stickigen Halle unterbracht ist, in der die Busse umständlich rangieren müssen.

Mein neuer Freund nickt mir zu und verschwindet im Gedränge. Ich reibe dem Fahrer mein Busticket unter die Nase. Er nickt und zeigt mir, wo ich meine Tasche verstauen soll. Ich habe das Ticket in Deutschland gekauft und auch Platz eins ganz vorne reserviert. Neben mir sitzt eine attraktive Portugiesin, die Augen hinter reflektieren Gläsern verborgen. Die Ekzeme an ihren Händen fallen auf. Will sie etwas nicht berühren oder arbeitet sie mit giftigen Stoffen? Dieses ewige Rumpsychologisieren!

„Is this Ourique?“

„No, still one hour driving“, sagt sie vorsichtig lächelnd.

Die Portugiesen gefallen mir. Oft sind sie klein und stämmig wie ich. Sie sind nicht so dunkel wie die Spanier, oft sieht man braunes, teilweise blondes Haar und helle Augen. Man sieht sich und nimmt Rücksicht. Nimmt im Straßenverkehr jemand einem die Vorfahrt, reckt er sofort entschuldigend die Hand aus dem Fenster.

Für die Landschaft finde ich keinen Vergleich. Die Hügel der Toskana sind größer, majestätischer. Im Sauerland, wo ich lebe, sind die Hänge schroffer. Der Alentejo – eine braune Landschaft, von der Sonne verbrannt – was so viel heißt wie jenseits des Tejo, Portugals großem Fluss, der durch Lissabon fließt.

Obwohl der Alentejo fast ein Drittel des portugiesischen Staatsgebietes ausmacht, leben dort nur etwa eine halbe Million Menschen. Er gilt als das Armenhaus Europas. Früher war das Land mit Eichenwäldern bedeckt. Dann kam der Kolonialismus und der Schiffsbau. Übrig bleibt die nackte Erde und Korkeichen, Olivenbäume und Eukalyptus. In den regenreichen Wintermonaten spült das Wasser die Erde ab und mit der Erde gehen die Menschen den Bach runter. In der Landwirtschaft ist nichts mehr zu verdienen. Vor allem die jungen Menschen bieten in den großen Städten ihre Arbeitskraft an. So entsteht die Jugendarbeitslosigkeit und zurück bleibt eine leere Landschaft mit einem stillen Traum.

Beim Aussteigen in Ourique berühre ich unabsichtlich absichtlich eine Hand meiner Beifahrerin. Draußen gibt mir der junge Chauffeur meine Tasche und ich bedanke mich bei ihm:

„Thank you for good driving.“

Am Rande des Busbahnhofs empfängt mich Daniel, um mich die restlichen Kilometer nach Tamera zu bringen. Er wuchtet mein Gepäck in den alten Benz und sagt, dass wir noch eine dreiviertel Stunde fahren. Ich bin taub von der ganzen Fahrerei und Fliegerei und lasse mich auf den staubigen Vordersitz fallen. Die Häuser werden weniger, die Straßen schlechter, bis wir schließlich über Schotterpisten rumpeln und eine Staubwolke hinter uns herziehen. Ich unterbreche unser Schweigen und spreche Daniel auf die vielen A Venda-Schilder an.

„Überall das gleiche“, meint er, „niemand will die schwere Arbeit mehr machen.“

Eine Art Tor, zwei hohe künstlerisch gestaltete Platten, auf denen Wu wei, Tao und andere Hinweise stehen, begrüßt uns. Wir rollen an dem großen See, See 1, lang. Hier, wo nur Steppe war, liegt nun ein See, der ganzjährig Wasser führt. Mit dem Wasser sind auch die Pflanzen und Tiere zurückgekommen. Rund um den See ist es grün, während die höheren Hügel braun in der Sonne braten. Daniel stoppt vor der Rezeption und lädt meine Tasche aus. Es ist sieben Uhr abends, genau zwölf Stunden war unterwegs. Eine Frau in meinem Alter mit langem Haar rät mir, mein Gepäck stehen zu lassen und erst einmal zu Abend zu essen und mich zu verbinden. Sie erklärt mir das Prinzip:

„Es geht um Gemeinschaft. Also deckt man einen der Tische und gründet eine Tischgemeinschaft.“

Da ich spät dran bin, setze ich mich zu zwei Männern und einer Frau. Der Jüngere mir gegenüber, Manuel, erinnert mich an einen meiner besten Freunde, vielleicht habe ich deshalb den Platz gewählt. Dietmar neben mir hat eine ähnliche Energie wie ich. Wir wechseln ein paar Worte. Er ist in einem anderen Kurs, in der Denkschule. Er wohnt in Süddeutschland in einer Gemeinschaft, die er selbst gegründet hat.

Das Essen ist vegan und abwechslungsreich. Es hat immer mindestens vier Komponenten, einen Salat, Gemüse, Getreide und/ oder Kartoffeln und Bohnen oder Kichererbsen. Das meiste stammt aus eigenem Anbau oder befreundeten Bauern. Fleisch kommt nicht auf den Tisch, auch kein ökologisch erzeugtes. Tiere sind Mitgeschöpfe. Sie haben Augen, sie sind gekommen, um selbst zu sehen.

Schräg gegenüber sitzt Yvonne, eine kleine gut aussehende Frau. Als ich sie ansehe, gerate ich ins Stocken. Sie schaut mich wirklich an. Wann hat mich jemand zuletzt so angesehen? Sie will wirklich wissen, wer ich bin.

Nach dem Essen erledigt Clara die Formalitäten an der Rezeption. Danach zeigt sie mir beiläufig den großen Platz, den Campus, die Zelthalle, wo meine Gruppe sich morgen trifft und den Zeltplatz. Die Rede ist von einem Ritual oben im Steinkreis. Ich entscheide mich, erst einmal in Ruhe anzukommen, mein Zelt aufzubauen und danach im Badesee die 2.400 Kilometer abzuwaschen. Als ich mein Zelt entrolle, stößt mich jemand von hinten sanft an. Ein Kater, rotweiß genau wie unser daheim, heißt mich willkommen.

Zehn Meter weiter steht das Zelt von Elmar. Mit seinem rotblonden Vollbart sieht er aus wie ein Hamburger Kapitän. Er kommt aber aus Köln und wird in den nächsten zwei Wochen mein bester Freund sein. Nachher habe ich den Badesee für mich allein, warmes, samtiges Wasser, Fische und eine vielfältige Ufervegetation. Die Sonne ist hinter den Hügeln verschwunden und letztes Licht taucht den Himmel in einen zarten Schimmer und der Himmel spiegelt ihn wider auf die Erde.

Die Temperatur sinkt merklich. Ich wühle noch ein bisschen in meinen Sachen und rolle mich dann in meinen Schlafsack. Ich bin in Tamera.

҉

Die Geschichte von Tamera beginnt wie so vieles 68. Der promovierte Soziologe, Kunsthistoriker und Psychoanalytiker Dieter Duhm war einer der führenden Köpfe der Studentenbewegung in Deutschland. Allerdings musste er mit ansehen, wie seine Wegbegleiter ab 69 in den Institutionen verschwanden und die Bewegung versandete. Duhm hatte das Buch Angst im Kapitalismus geschrieben, was zu einem vielgelesenen Buch bei den deutschen Linken wurde. Als er allerdings erklärte, dass es keine neue Gesellschaft geben könne ohne einen neuen Menschen, wurde er dort zur persona non grata.

In den 70er Jahren besuchte Duhm mehrmals die Aktionsanalytische Organisation (AAO) in Österreich und griff deren Impuls zur Veränderung gerne auf, fühlte sich aber von dem despotischen Otto Muehl, der sich wie ein Monarch gebärdete, abgestoßen.

So ziemlich zwischen allen Stühlen – Duhm hatte auch mehrere Professurangebote abgelehnt – zog er sich zunächst auf einen einsamen Bauernhof zurück, um seine Studien der Biologie, Kybernetik, Psychoanalyse, Mathematik, Kunst, Geschichte und Theologie voranzutreiben und seine Vision von einer Gemeinschaft zu verdichten.

1978 trafen sich der Physiker und Musiker Charly Ehrenpreis und die Theologie-Studentin Sabine Lichtenfels. Letztere träumte, seit sie ein Teenager war, davon eine Künstlerkolonie, ein Dorf zu gründen. In Süddeutschland begann 1983 ein erstes Gemeinschaftsexperiment mit fünfzig Menschen, die sich verpflichteten für drei Jahre zusammenzubleiben. Die Gruppe forschte in vielen Bereichen: „im Bauen, in der Ernährung, in der Ökonomie, der Kunst, den Entscheidungsstrukturen einer Gemeinschaft, der Heilung, dem Gartenbau, dem Umgang mit Tieren, dem Umgang mit Wasser und dem Umgang mit Fehlern...“1

Bei aller Aufbruchstimmung musste man anerkennen, wie tief „normale“ Eigenschaften wie Eifersucht, Pedanterie, Rechthaberei usw. in den Individuen verwurzelt waren und trotz bester Absichten die Gemeinschaft immer wieder belasteten.

Als nach drei Jahren die Gruppe ein solides Wissen erarbeitet hatte, wie Gemeinschaft, wie Partnerschaft und Liebe zusammengehen konnten, begannen die Anfeindungen und Verleumdungen von außen. Eines Morgens brachte eine Lokalzeitung einen ganzseitigen Artikel über die „Sex-Sekte“, der von über 40 anderen Zeitungen bis nach Berlin kolportiert wurde. Dem Projekt wurde die Gemeinnützigkeit aberkannt, das Finanzamt forderte überzogene Steuerzahlungen, der Bau einer biologischen Pflanzenkläranlage wurde untersagt, Mitglieder erhielten Berufsverbot, selbst die Kinder der Gemeinschaft wurden von Mitschülern drangsaliert.

Die Gruppe hatte, so Duhm, „... die wunden Punkte in unserer Gesellschaft, echte Schmerzstellen, zu heftig berührt.“2 Die Fortsetzung des Projektes war in Deutschland unmöglich, so teilte die Gruppe sich. Ein Teil ging später nach Belzig in die Nähe von Berlin und gründete das Zentrum für experimentelle Gesellschaftsgestaltung (ZEGG). Ein anderer Teil zog sich nach Lanzarote, teilweise auf das Delphin-Forschungsschiff Kairos zurück, um weiter Gemeinschaft zu leben.

Die Suche nach einem geeigneten Projektstandort blieb. Sabine Lichtenfels hatte im Rahmen ihrer Friedensarbeit Wüstencamps in verschiedenen Ländern veranstaltet, eins davon im Alentejo. So kam Portugal in die engere Auswahl, zumal Sabine die Atmosphäre dort besser gefiel als im macho-geprägten Spanien.

1994 besuchte sie eher zufällig den prähistorischen Steinkreis in Evora, einer Stadt im nördlichen Alentejo. Für die medial erfahrene Frau wurde der Steinkreis zu mehr als einem Symbol für eine archaischen matriachalen, gewaltfreien Gesellschaft. In zahlreichen Trancen fand sie eine Vision einer urgeschichtlichen Utopie, ja eines Paradieses, welches in ihrem Buch Traumsteine niedergeschrieben ist. Diese Informationen haben ihre Schritte später beim Aufbau von Tamera entscheidend mitgeprägt.

Nachdem Sabine eine klare Eingebung erhalten hatte, dass die Zeit des Sesshaftwerdens bevorstand, ging alles sehr schnell. Von einem Bekannten erfuhr sie, dass in der Nähe ein 134 Hektar großes Gelände verkauft werden sollte. Allerdings musste der Kauf innerhalb von einer Woche perfekt gemacht werden, weil sonst das Areal an die Bank fallen würde. Als Sabine das Gelände zum ersten Mal besuchte, traf sie auf einen freundlichen Schäfer, der sie gleich zu einer Quelle führte – der heutigen Orakelquelle.

„Boa água“, betonte der Schäfer immer wieder, „gutes Wasser“.

Eine Palme, eine Feige und eine Rose umstanden die Quelle. Kein Zweifel, hier wohnte eine Göttin. Wie sich später herausstellte, liegt Tamera auf einem geomantisch wichtigen Punkt, wo sich Kraftlinien der Erde und Energielinien alter Kulturzentren treffen. Sabine Lichtenfels unterschrieb den Kaufvertrag, ohne über das notwendige Geld zu verfügen. Einen Namen für den Ort hatte sie schon, Tamera, was am Urquell heißt.

We are Stardust

2016-08-01

Montag / Monday / Segunda-Feira

Ein weißes Band sprenkelt den Himmel von Horizont zu Horizont. Als ich nachts einmal aus dem Zelt muss, stolpere ich staunend unter der Milchstraße umher. Immer wieder löst sich einer aus dem Sternenfeld und verglüht zu Staub. Der August hat begonnen, die Perseiden grüßen.

Am nächsten Morgen gehe ich gleich schwimmen. Es ist nachts kalt in den Hügeln des Alentejo', der Badesee dampft im Morgenlicht. Ich habe ihn wieder für mich alleine und drehe eine langsame Runde. Auch das Frühstück auf der großen Terrasse ist reichhaltig, Müsli, verschiedene Sorten Brot, auch glutenfrei, selbstgemachte Aufstriche süß und herb, Melonen und Nektarinen oder Orangen, dazu Kaffee und Getreidekaffee, Kräutertee und heißes Wasser.

Ich schaue ich mir die Menschen um mich herum an. Das alte Spiel beginnt, den finde ich sympathisch, die sexy, die und den mag ich nicht. Unsere Gehirne sind so, dass sie alles und jeden sofort in Schubladen packen, auch wenn man nicht will und weiß, dass oft der erste Eindruck trügt, besteht der graue Klumpen im Schädel auf sein Bild. Dreieinhalb Millarden Jahre Evolution, kommt man nur schwer gegen an.

Um 9 Uhr dreißig beginnt unser Workshop in der Zelthalle. Fünfzig oder sechzig Menschen sitzen im Kreis und warten, was passiert. Oft werden solche Situationen beherrscht von diffusen Gefühlen der Unruhe, Nervosität oder Peinlichkeit wie im Wartezimmer beim Arzt. Hier ist die Stimmung aufgeräumt. Ich sitze neben Anabel, einer hübschen Brasilianerin. Mir gefallen die Sommersprossen auf ihrem Dekolleté.

Etwas Unerwartetes geschieht. Eine der Gruppenleiterinnen steht auf und tritt in die Mitte. Dort kniet sie vor einer Kerze und einer Schale mit Wasser nieder. Frei spricht sie ein Gebet, um diese beiden Elemente zu ehren und ihre Kraft einzuladen. Ich bin angenehm berührt. Oft fühlen wir uns allein und vielleicht sogar verlassen, aber wir sind es nicht. Wir sind umgeben von wundervollen Kräften. Wir können sie ignorieren und ein sachliches und nüchternes Leben führen oder wir lassen uns ein auf diese Kräfte, lassen uns unterstützen, lassen uns führen. Viel zu oft habe ich in meinem Leben auf die Macht des Gebetes verzichtet. Zwanzig Jahre Katholizismus haben gründliche Arbeit geleistet.

Im Anschluss stellen die Gruppenleiter sich gegenseitig vor: Janka und Eida, Johannes und Friedemann. Sie beschreiben ihre Fähigkeiten und Eigenschaften, ihr Alter und ob sie Kinder haben. Sie sprechen respektvoll von einander und das nicht weil sie PR vor der Gruppe machen wollen. In Tamera wirkt ein anderes Menschenbild.

Wie ist das Menschenbild in der sogenannten normalen Welt? Viele Jugendliche reden sich mit eh, du Missgeburt an und grinsen schief dabei. Man geht vom Schlechten aus. Oft herrscht ein doppelseitiges Bild vor. An der Oberfläche steht der Homo faber, der Macher, der souveräne Kunde, der liberale leistungsbereite Mensch, der es – wenn er nur will – vom Tellerwäscher zum Millionär schafft. Doch dahinter wird oft das Gegenteil spürbar. Gefühle der Unzulänglichkeit, der Einsamkeit, der Verletzlichkeit, Gefühle dass etwas fehlt, dass es nicht reicht, zeichnen einen insgesamt zerrissenen Menschen, der angesichts der vielfältigen Bedrohungen von Klimakatastrophe bis Terrorismus keine rechte Perspektive hat, weil er quasi alles allein aus seiner unsicheren Mitte heraus schaffen will oder soll. Wenn man den Menschen aber in seinem Potenzial sieht und seine Eigenschaften vielleicht sogar ein bisschen besser darstellt, als sie momentan entwickelt sind, so beginnt er hinein zu wachsen in seine Größe.

Mit einem Bild von einem Schiff laden uns die Gruppenleiter auf die eigentliche Reise der Gruppe ein. Es geht darum eine fühlende, vertrauende und arbeitende Gruppe zu werden. In der folgenden Vorstellungsrunde steht jeder einmal auf, geht in die Mitte, sagt seinen Namen und nennt drei Begriffe, die er auf die Reise mitnimmt. Dieses in die Mitte gehen ist wichtig, es ist dieses Sich-dem-Universum-zeigen, der Beginn einer jeden Geschichte. Die meisten nennen Begriffe wie joy, love, community, relationship, inspiration. Destruction