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Markus, ein attraktiver Mann Mitte vierzig, zieht sich nach einem Schicksalsschlag aus dem normalen Leben und sozialen Umfeld zurück. Bis eine junge Frau in die Wohnung über ihm zieht. Dieses Zusammentreffen zweier komplett unterschiedlichen Menschen hat einige Folgen für beider weiteres Leben. Starke Emotionen werden einen großen Teil dieser packenden Geschichte ausmachen, die die Liebe aus einem anderen Blickwinkel beleuchten wird. Ob es ein Happy End à la Hollywood gibt, liegt nicht immer in den Händen der Menschen.
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Seitenzahl: 186
Veröffentlichungsjahr: 2020
Lars Green
True Love lass los
Liebesdrama
© 2020 Lars Green
Verlag & Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg
ISBN
Paperback:
978-3-347-01516-6
Hardcover:
978-3-347-01517-3
e-Book:
978-3-347-01518-0
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.
Kapitel 1
Mal wieder ein Sonntagmorgen
an dem er kaum aus dem Bett wollte, die grauen Wolken hingen tief und es regnete ohne Unterbrechung, obwohl es draußen 25 Grad waren.
Er kroch an das andere Ende seines Bettes, blickte mit trauriger Miene auf das Bild, das auf dem anderen Nachttisch stand und ließ seinen Tränen freien Lauf. Es war nun fast ein Jahr her, aber Markus konnte immer noch nicht von ihr loslassen. Der Schmerz in ihm war zu tief, es reichte nur an sie zu denken, alte Lieder oder Filme aus ihrer gemeinsamen Vergangenheit zu hören oder zu sehen, um ihm die Tränen in die Augen treiben. Sie war sein ständiger Begleiter.
Er nahm das Bild vom Nachttisch und blickte es schweigend an und wusste nicht wohin mit seinem Schmerz und seinen Gefühlen. Markus konnte sie einfach nicht loswerden oder abschalten, es war wie eine Sucht, die ihn immer und immer wieder in der Hand hatte. Whisky und Wodka, ja sogar Kokain oder Tabletten erreichten auch keine Lösung. Das hatte er nach gut einem Monat aufgegeben. Ausgehen, ein paar oberflächliche Bekanntschaften waren hier und dort mal kurze Ablenkungen, aber was er verloren hatte, das fand er in anderen Person nicht im Entferntesten wieder.
Er besuchte die Kirche in seiner kleinen Stadt, um eine Antwort zu erhalten, doch diese wurde ihm dort ebenso verwehrt, wie auf einer langen Reise um die Welt, die er nur machte um auch von dort ohne Antworten zurückzukehren.
Das Bild war gut ein Jahr vor dem dunkelsten Tag in seinem Leben beim einen Spaziergang mit ihr entstanden. Immer wieder spulte Markus diesen Tag in seinem Kopf ab. Er konnte ihre Haare und den Wald noch riechen. Manchmal streichelte er das Bett oder das Bild im Rahmen um das Gefühl ihrer Haare oder ihrer Haut zu spüren. Aber nach einem Moment dann spürte er, dass das niemals mehr so sein würde. Was unweigerlich dazu führte, dass seine Seele noch mehr Tränen auslöste.
Markus war ein gut gebauter attraktiver Mann Mitte vierzig. Die Beiden lernten sich in einem Supermarkt kennen. Sie hatten sich auf dem Parkplatz erblickt und konnten wohl beide nicht mehr ihre Gedanken und Blicke voneinander lassen. Er sprach sie an und ihre Mimik und das Lächeln war ihm sofort so vertraut als könnte sie seine Gedanken lesen.
Und so kam es wie es kommen musste, die wohl größte Liebe für beiden war geboren.
Es war der Moment für Beide, der ihr Leben zur schönsten Zeit machte.
Komm stehe auf, sprach er zu sich selbst, was er dann auch widerstrebend tat. Er wischte sich seine Augen, trocknete sie und stellte das Bild liebevoll zurück auf den Nachttisch.
Bis später sprach er zu dem Bild im Rahmen und verließ das Schlafzimmer.
In der Küche füllte er den Filter mit frischen Kaffeepulver und ließ die Kaffeemaschine das tun was sie am besten konnte.
Nach der Dusche ging er zurück in die Küche, das köstliche Kaffeearoma hatte die gesamte Wohnung ausgefüllt.
Wieder kamen Erinnerungen auf. Er umarmte sie so gerne in der Küche von hinten und blickte ihr beim Kochen über die Schulter. Was die Konsequenzen hatte, dass er ihr dann beim Kochen half. Er liebte es so mit ihr zusammen das Essen zuzubereiten, sie konnten dabei einfach nicht voneinander lassen. Das Schönste daran war, es hielt über die ganzen Jahre hinweg an. Es kam nie Langeweile auf, beide hatten Freiräume, aber wenn man sich wieder begegnete war es immer wieder wie frisch verliebt. Aber die Küche, in der er nun stand war kleiner, er hatte das Haus nach ihrem Tod verkauft. Es hingen viel zu viele Erinnerungen daran, er war nie wieder dort gewesen Markus wollte die Erinnerung so behalten wie sie in seinem Kopf und Herzen waren. Stattdessen hatte er jetzt eine kleine Wohnung. Markus hatte das Privileg nicht mehr arbeiten zu müssen, er hatte ein Patent welches ihn die nächsten 30 Jahre mit einem guten Einkommen versorgte. Dazu kam noch, dass er kein Verschwender war.
Also ging er seinen Hobbys: Sport, seine zwei Autos und etwas Reisen nach. Während er die Tasse Kaffee trank, sah er sich online das Wetter an. Die spontane Idee wurde nicht auf die lange Bank geschoben, er packte ein Paar Sachen in eine Tasche und fuhr mit dem Fahrstuhl in die Tiefgarage.
Er entschied sich für den Jeep. Du bist das nächste Mal wieder dran sagte er zu dem alten Porsche der glänzend neben dem Jeep stand.
Aus dem Navigationssystem hatte er eine alte Adresse wieder übernommen. Als er die Tiefgarage hinauffuhr wurde er von einem Umzugs LKW, der direkt vor der Ausfahrt anhielt, daran gehindert hinaus zu fahren. Es sprang ein circa Mitte zwanziger jähriger Mann heraus und winkte mit seinen Armen, er wollte wohl um einen Moment Geduld bitten. Markus signalisierte zurück, dass es ok für ihn wäre. Das wird wohl mein neuer Nachbar über mir, dachte sich Markus. Dann wollen wir ihn nicht direkt nerven.
Das Navigationssystem konnte jetzt die Entfernung berechnen. Nun hielt jedoch noch ein kleiner Audi hinter dem LKW an. Am Steuer saß eine Blondine mit sehr weichen Gesichtszügen, vielleicht 169 cm groß oder klein. Sie stieg aus und kam mit einem Lächeln auf ihn zu.
Markus ließ die Fensterscheibe in die Tür sinken.
Es tut mir leid, warten sie schon lange? Vor dem LKW steht ein Wagen mit einer Panne, ich fahre sofort weg. Erklärte sie etwas hektisch. Markus nickte nur. Wohnen sie auch hier?
Ja, das tu ich, antwortete er.
Freut mich, ich ziehe heute hier ein, Joelle, ist mein Name Joelle Stein sie hielt Markus ihre rechte Hand durch die offene Scheibe. Markus erwiderte ihre Begrüßung
Markus, freut mich auch.
Hey Joelle rief der Fahrer vom LKW quatsch doch nicht wieder so viel mit Leuten, der Wagen ist weg. Wir können uns richtig hinstellen.
Joelle verdrehte die Augen nach dem nicht ganz so charmanten Kommentar des LKW Fahrers. Ja ich komme ja schon, rief sie dem rüpelhaften Fahrer zu.
Es tut mir Leid ich halte sie nur auf, sprach sie sichtlich nervös und fuchtelte mit ihren Armen. Markus beobachtete das Ganze, ohne ein Wort zu verlieren.
Ich mache es wieder gut, wenn sie mal etwas brauchen klingeln sie bitte ok? .rief sie beim Zurücklaufen zu ihrem Auto. Bestimmt nicht, dachte sich Markus und legte Drive in dem Getriebe ein. Auf der Autobahn war das eingetreten was Markus gehofft hatte. In der Ferne öffneten sich die dunkeln Regenwolken in seiner Fahrrichtung. Die Sonne mit blauem Himmel kam deutlich durch und flutete die Erde mit warmem Sonnenlicht.
Sein Ziel war das Meer an der niederländischen Küste. Er fuhr mehrmals im Jahr in dasselbe Hotel dort. Die waschechte holländische Besitzerin des Hotels war über die Jahre zu einer guten Freundin geworden und sie ist sogar auf der Beerdigung gewesen.
Als sie noch lebte, spazierten die beiden stundenlang durch den Sand am Strand ob Regen oder Sonne. Aber nun ging er alleine durch die verwaschenen Sandspuren, das wollte er sich nicht nehmen lassen. Er konnte das Leben, das ihm noch geblieben war am Strand spüren.
Markus, das ist aber eine Freude bleibst du oder fährst du weiter? Begrüßte die Hotelbesitzerin Markus mit einer Umarmung und einem Kuss auf die Wange.
Na was denkst du denn Fenja?
Hattest du eine gute Fahrt?
Ja sie war gut, ich fuhr der Sonne entgegen.
Fenja streichelte ihm über sein Gesicht schön, dass du da bist und übergab ihm seinen Zimmerschlüssel. Mach es dir bequem mein Lieber. Markus packte seine Tasche an den Schlaufen und wartete auf den Fahrstuhl.
Möchtest du mit mir gleich einen Kaffee trinken?
Deswegen bin ich extra gekommen, lächelte Markus zurück und betrat den Fahrstuhl, in 5 Minuten bin ich bei dir. Die Tasche fiel auf den Boden und als Erstes stellte er sich an die Fenster seines Zimmers und blickte in die Weite der See die vor ihm lag.
Er schloss seine Augen, die ersten Minuten an diesem Strand der vor ihm lag waren immer schwer.
Dort hatte er ihr den Antrag gemacht. Es regnete wie aus Eimern und der Wind war wie ein scharfes Messer, das würde er nie vergessen. Aber es machte Beiden nichts aus, das Wetter ändert sich eben schneller am Meer.
Sie ließ ihn damals nicht mal ausreden so schnell antworte sie mit, Ja ich will. Sie war die Frau, die nicht beim Tauchen oder beim Fallschirm springen gefragt werden wollte oder musste. Es ging um die Tat, nicht um das außen herum. Das Leben schmeckte nach ihr.
Die Möwen waren damals dabei, sonst niemand. Den Ring trug Markus schon eine Weile mit sich herum, aber in diesem Moment bei der Kälte, dem Wind, dem Regen und den Wellen die sich am Strand brachen, da Beide stärker als alles zusammen waren, das war für Markus der richtige Moment. Ja, sie waren zusammen die Stärksten, sie wiederstanden allem was sich ihnen in den Weg stellte.
Er spürte ihre Hand, die sie vorher schnell aus dem Handschuh zog, auf seiner Wange. Es war magisch.
Sie war so warm, in dem so kalten Wind, dazu lächelte sie ihren zukünftigen Mann an, dass man glauben könnte sie hatte die gesamte Liebe und Leidenschaft der Welt in sich vereint. Dazu vermischten sich ihre salzigen Freudentränen mit dem Salzwasser der Nordsee.
Hier bitte,
danke, Markus nahm die Tasse dampfenden Kaffee entgegen.
Und was machst du? Hast du einen Plan mitgebracht? Was Fenja sagen wollte, war hast du eine Idee was du hier machen möchtest. Markus liebte das Deutsch mit der holländischen Note.
Ich werde morgen Fahrrad fahren und ich hoffe du hast Zeit mit mir mit zufahren?
Für dich ja, nach dem Mittagstisch.
Fein, nickte Markus und wie geht’s dir? Was macht das Hotelleben?
Du wirst es nicht glauben, sie haben hier, nicht weit von mir, angefangen einen Hollywood Film zu drehen.
Wirklich, weißt du denn was für einen Film das ist oder wer dort mitspielt?
Du weißt doch, dass mir sowas egal ist, aber zwei von den Schauspieler wohnen hier bei mir im Hotel. Sie kommen immer mit ihren Bodyguards.
Ja natürlich, die überlassen nichts dem Zufall, antwortete Markus. Wie geht’s deinen beiden Kindern?
Oh wenn die wüssten, dass hier ein Film produziert wird, würden die Beiden sofort aus Amsterdam nach Hause kommen. Aber es geht ihnen gut, sie sind beide gesund und glücklich.
Markus legte seine Hand auf Franjas Schulter, das ist das Wichtigste.
Ja, mein Lieber, das ist es, sie nahm ihn in ihre Arme und drückte ihn fest an sich. Markus konnte das Herz der Holländerin durch ihre üppige Brust spüren.
Pass auf, wir Beiden hübschen gehen heute in die Stadt und trinken etwas zusammen.
Das ist eine tolle Idee, das machen wir, erwiderte Markus und ich zahle.
Das Wasser prasselte auf seinen Rücken und seinen Kopf, die Dusche erzeugt immer so ein Gefühl, sich von alten Sachen rein waschen zu können. Alles wieder auf Anfang zu setzten, was bei dem einen oder anderen auch funktionierte. Es klopfe an der Türe Markus prüfte seine Kleidung vor dem Spiegel, Ja ich komme.
Die Türe öffnete sich vor Fenja, wow, junger Mann möchtest du mich verführen? Markus schmunzelte, das gebe ich aber zurück du holländische Schönheit.
Fenja packe Markus an der Hand komm du Verführer wir machen die Stadt unsicher. Fast wäre ihr der Satz über die Lippen kommen wir früher. Aber sie wusste, dass das in diesem Moment tödlich gewesen wäre. Mit deinem oder meinem?
Nein, Taxi
Sieben Euro fünfzig macht das bitte. Markus drückte dem Fahrer zehn Euro in die Hand und verließ mit Fenja das Taxi.
Wo möchtest du denn hin? Es hat hier ein kleiner Italiener neu aufgemacht.
Auf zum Italiener, antwortete er ohne einen Moment an dem Vorschlag zu zweifeln.
Fenja wurde sehr gastfreundlich begrüßt, man kannte sie und ihr tolles Hotel in der Hafenstadt. Die Beiden bestellten zwei Vorspeisen die leicht, aber mit gutem Öl zubereitet waren und dazu einen tollen Rotwein.
Was ich dich immer schon, die ganzen Jahre fragen wollte, woher stammen eigentlich deine Vorfahren?
Fenja schob ihre blonden Ponyfransen aus ihren Augen, legte ein Lächeln auf ihr von der Sonne gebräuntes gut geschnittenes Gesicht. Meine Vorfahren wurden von deinen Vorfahren mal nicht so nett behandelt. Markus nickte verständlich voll. Also im Kurzen, eine deutsche jüdische Geschichte die nach Holland führte. Markus sah in ihren Augen, dass dies ein wunder Punkt war und ihr wohl Geschichten erzählt worden sind, die diesen Schmerz in ihr Gesicht schoben. Aber Markus soll ich dir eins verraten? Die Deutschen sind ein tolles Volk, trotz dieser Sache damals. Leider wissen wir, dass es in jedem Land oder Volk Idioten gibt. Markus nickte ihr zustimmend. Prost, auf die tollen Menschen auf diesem wunderbaren Planeten. Die Gläser berührten sich und brachten einen Klang der Wärme und Geborgenheit. Markus wurde in eine Erinnerung zurückgeschleudert, die durch die Gläser mit dem Rotwein und dem Klang ausgelöst wurden. Fenja konnte die Reaktion Markus regelrecht auf dem Gesicht ablesen.
Sie legte ihre Hand auf seine. Was war es? fragte Fenja nach.
Ach komm, willst du das wirklich wissen?
Ja erwiderte sie ihr, du seid meine Freunde, ihr wart damals auch jede Sekunde für mich da, also rede, du stolzer Mann bohrte Fenja nach.
Das Leben schmeckte nach ihr, weißt du? Fenja nickte ohne ihn aus den Gedanken zu schleudern, sie fühlte sein Schmerz innerlich förmlich mit.
Markus stockte, das auszusprechen war immer noch nicht möglich für ihn. Das sie tot war. Sie sagte mal zu mir, durch deine Blicke blühe und lebe ich erst.
Wann hat sie das denn gesagt? kam die Frage von Fenja dazu.
Wir lagen zusammen im Bett im letzten Frühling vor dem Unfall, ich hatte meinen Arm um sie gelegt, so wollte sie immer mit mir einschlafen, sie hielt meine Hand, damit sie wohl immer wusste wo ich bin und dass ich bei ihr bin. Als sie das sagte war sie so glücklich, dass ihr vor Glück Tränen auf meine Hand tropften. In diesem Moment wurde mir innerlich warm ich wusste nicht wohin mit mir. Weil es so tief aus ihrem Herzen kam ohne nachzudenken und sich damit als schwach zu zeigen.
Markus, du weißt, dass nur Menschen die offen über Gefühle sprechen können, die wirklich Starken sind.
Das ist wohl richtig, meine schöne Holländerin. Erwiderter Markus mit einem Lächeln und in Falten gelegter Stirn.
Ja das war für sie immer noch ein Problem, doch sie lernte dazu, dass es wohl das Beste sei, diesem Menschen ihre wahren Gefühle zu zeigen und er nicht nur eine austauschbare Nummer ist.
Ich vermisse sie auch so sehr, erwiderte Fenja, meinst du Gott hat einen Fehler gemacht?
Oh ja, das hat er. Wieso hat er uns nicht zusammen gelassen? Oder mich an ihrer Stelle genommen?
Nein, unterbrach Fenja seinen Satz, das darfst du nicht mal denken.
Markus leerte sein Weinglas mit einem Zug.
Ich habe euch beide gleich geliebt, aber einer musste bleiben um zu erzählen, wie die perfekte Liebe ist. Und dafür hat sich Gott dich ausgesucht. Ich weiß noch: Eure Augen funkelten immer wenn ihr einander angesehen habt, auch nach der langen Zeit die ihr zusammen wart. Aber das habe ich dir schon gesagt und auch das sie die Richtige für dich war und du der richtige Kerl für Sie warst. Oh man, du warst so hart nach außen und innen und sie hat dein Herz in jeder weiteren Sekunde, Stunde, Monat zum Glühen gebracht. Du hast sie selbstlos geliebt, das ist in der heutigen Zeit ein Geschenk. Kein anderer mit mehr oder weniger Geld, anderem Job oder was auch immer wäre es gewesen, glaube mir.
Ja, antwortete er einsilbig. Ich hoffe ich kann bei dir die Nächte vom Anfang bis zum Ende durchschlafen! Markus schaute sie dabei ernst an.
Na hör mal, da haben wir doch etwas bei uns in Holland, das weißt du doch, lachte Fenja los.
Die zweite Flasche Wein neigte sich dem Ende zu. Komm wir gehen noch durch die Stadt, die Luft ist so toll hier bei dir an der See.
Oh die Luft mit dem Wein ist eine tolle Mischung stellten Beide vor der Tür des Restaurants fest. Im Kopf fühlten sie sich fast wie Teenager.
Fenja hakte sich bei Markus ein, Beide ließen die nächtliche holländische Hafenstadt mit ihren vielen Lichter, kleinen und größeren Booten und Schiffen auf sich wirken ohne ein Wort zu verlieren. Obwohl Fenja in ihren Gedanken nach einer Antwort auf eine weitere bisher ungestellte Frage suchte.
Guten Morgen, lächelte und begrüßte eine Angestellte des Hotels Markus im Frühstücksraum.
Guten Morgen, erwiderte er freundlich. Ich würde gerne draußen frühstücken, würden sie mir bitte den Kaffee dort servieren?
Natürlich gerne, antwortete die Mitarbeiterin mit einem holländischen Klang in ihrer Stimme.
Die Sonne wärmte die Haut und der Wind blies so angenehm, dass man nicht anfing zu schwitzen. Es war einer dieser Morgen, die man einfach auf einem Gemälde einfangen möchte. Die Wellen umarmten immer und immer wieder das Land und der Wind streichelte das Land so sanft wie der Kuss einer geliebten Frau. Im Hintergrund war ein Fischerboot zusehen das die Küste abfuhr. Was würde ich dafür gegeben diesen Moment mit dir hier zu teilen, dachte sich Markus und stürzte die erste Tasse Kaffee herunter.
Guten Morgen mein Lieber, lächelte Fenja und kam an Markus Frühstückstisch. Sie fuhr mit ihrer rechten Hand durch seine Nackenhaare, was macht der Kopf?
Fenja sah aus, wie aus dem Ei gepellt, als hätte sie zehn Stunden durchgeschlafen.
Der Kaffee und der sagenhafte Ausblick helfen, antwortete Markus mit noch etwas verkaterter Stimme.
Ich bin vermutlich schon etwas länger wach als du, aber ich hatte auch keine Probleme. Aber ich muss dir leider sagen, dass mit unserer Fahrradtour heute leider nicht klappt, Ich muss hier im Hotel etwas erledigen.
Markus goss sich eine weitere Portion Kaffee in seine Tasse und grübelte, ich glaube, ich gehe an den Stand. Hast du noch einFahrrad, das kein Damenrad ist? witzelte er. …..ich werde trotzdem fahren
Hey was soll das heißen? Erwiderte Fenja mit einem lustigen Quicken. Ich lasse dir eines bringen, dann kannst du Hollands gesamte Küste abfahren.
Fenja, sprach Markus, als er die Blicke auf das Meer richtete, mit überwältigter Stimme an, wann hast du das letzte Mal diesen Ausblick genossen?
Er schaute sie dabei gar nicht an, er konnte es nicht. Er fing diesen Moment ein, der ihm von der Natur geboten wurde und blieb sprachlos.
Du bist so ein verlorener Romantiker, sie streichelte ihm liebevoll über seinen Kopf, das liebe ich an dir so. Aber er hatte Recht - Fenja blickte nun ebenfalls zum Stand runter und bestätigte gedanklich Markus’ Frage.
Er beachtete sie nicht.
Es waren schon locker sechs Kilometer, die er an der Wasserlinie mit dem Fahrrad abgefahren hatte. Als er ein untypisches Bild erblickte, mitten am Strand sah er Scheinwerfer, Menschen die auf einem Haufen standen und Kameras auf Schienen. Ja der Film, blitzte es in Markus Gedanken, stimmt, Fenja hatte davon erzählt.
Langsam fuhr Markus an das Set heran, er wollte auf keinen Fall auffallen oder stören.
Er blieb in sicherer Entfernung stehen, konnte so aber deutlich die Menschen erkennen die an der Szene beteiligt waren. Genauso nahmen aber auch die Sicherheitsmitarbeiter von ihm Notiz. So, dass sich einer von ihnen auf Markus zubewegte. Mit ernstem Blick prüfte er Markus von unten nach oben.
Auf Englisch kam die Frage, ohne jegliche Begrüßung des Sicherheitsmanns oder sonst einer zwischenmenschlichen Art, was er hier mache. Markus erwiderte höflich mit einem Guten Morgen und erklärte kurz wie es zu dieser Situation gekommen war und dass er niemanden mit seiner Anwesenheit stören möchte. Mit groben Worten sagte der fast doppelt so schwere Mann, er solle verschwinden. Es waren weder Absperrungen noch Schilder aufgestellt, noch hatte der Mann ein Schreiben mit das er ihm aushändigte, worin untersagt war, das Ganze zu beobachten.
Markus fragte höflich ob es möglich wäre an dem Set vorbei fahren zu können.
Der grobe Sicherheitsmann erhob die Stimme und erwiderte nur in einer vulgären Art, dass er sich verpissen solle. Markus dachte, sechs Kilometer wieder zurück, macht Zwölf, für eine kleine Tour doch ok. Als er sein Fahrrad wieder Richtung Hotel drehte, spürte er einen Schlag im Genick, der grobe Sicherheitsmann hatte ihn ohne Grund oder Gefahr die von ihm ausging, angegriffen. Sein Nacken schmerzte furchtbar. Kein Zeugen, Aussage gegen Aussage, noch dazu nicht in Deutschland. Markus fuhr zurück ohne sich dem Mann zu stellen, aber er wusste wo er ihn vielleicht wieder treffen konnte. Als er sich in den Nacken seitlich der Schulter fasste, spürte er wie seine Hand klebt, es war sein Blut, was ein Blick auf seine Finger bestätigte. Durch den Wind am Stand wurde es zwar gut gekühlt, aber dennoch war der Schmerz gewaltig.
Als Markus das Fahrrad am Hotel abstellte und seinen Blick über sein weißes T-Shirt schweifen ließ, wusste er warum ihn die Leute am Stand so komisch betrachteten.
In der Lobby von Fanjas Hotel, kam eine Mitarbeiterin sofort hinter der Rezeption hervor gestürmt, Gott, was ist ihnen passiert? fragte sie aufgeregt.
Ich weiß nicht, vielleicht eine Möwe? erwiderte Markus mit einem verkrampfen Lächeln.
Ich hole die Chefin, bitte setzen Sie sich hier hin.
Die beiden blonden Frauen kamen aus dem Bürobereich zurück. Das war das Letzte was Markus mit klaren Blicken umreißen konnte, dann viel er vom Stuhl.
Kapitel 2
Es fühlte sich warm, liebevoll und geborgen an, als ein Teil seiner Sinne wieder kam. Seine Augen waren geschlossen, der Geruch erinnerte ihn an einen sterilen Raum. Doch das Warme und Weiche passte nicht zu dem was er fühlte. Eine Hand streichelte sein Gesicht, es waren schöne Erinnerungen, die aufkamen, nun hörte er aber auch noch ein Piepen dazu. Was ist passiert? Hast du mich zu dir geholt? fragte sich Markus. Es legte ein Lächeln auf seine Mundwinkel.
Dann machte es Boom
