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Sich all die Formeln, Funktionen und Regeln der Chemie zu merken ist schon schwierig genug - und dann soll man sie auch noch richtig anwenden. Da hilft nur üben, üben, üben! Das "Übungsbuch Chemie für Dummies" enthält über 250 Übungen zu Einheitenumrechnung, Periodensystem, Stöchiometrie, Säuren und Basen, Thermodynamik, Redoxreaktionen, funktionelllen Gruppen und vielen anderen grundlegenden Fragestellungen der Chemie. Zudem finden Sie zu Beginn eines jeden Themas eine kurze Widerholung der Theorie, bevor es dann an die Praxis geht. Natürlich gibt es auch ausführliche Lösungen zu allen Aufgaben, so gewinnen Sie Sicherheit und können sich zielgerichtet auf die nächste Prüfung vorbereiten.
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Seitenzahl: 560
Veröffentlichungsjahr: 2017
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d‐nb.de abrufbar.
3., überarbeitete Auflage 2016
© 2016 WILEY‐VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim
Original English language edition Copyright © 2008 by Wiley Publishing, Inc.
All rights reserved including the right of reproduction in whole or in part in any form. This translation published by arrangement with John Wiley and Sons, Inc.
Copyright der englischsprachigen Originalausgabe © 2008 by Wiley Publishing, Inc.
Alle Rechte vorbehalten inklusive des Rechtes auf Reproduktion im Ganzen oder in Teilen und in jeglicher Form. Diese Übersetzung wird mit Genehmigung von John Wiley and Sons, Inc. publiziert.
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Das vorliegende Werk wurde sorgfältig erarbeitet. Dennoch übernehmen Autoren und Verlag für die Richtigkeit von Angaben, Hinweisen und Ratschlägen sowie eventuelle Druckfehler keine Haftung.
Coverfoto: ©iStock.com/MartinaVaculikova
Korrektur: Oliver Fehn, Münchberg und Dr. Fabian Kruska, Rheinberg
Satz: Beltz Bad Langensalza GmbH, Bad Langensalza
Print ISBN: 978‐3‐527‐71306‐6
E‐Book ISBN: 978‐3‐527‐81021‐5
MOBI ISBN: 978‐3‐527‐81022‐2
Peter Mikulecky wuchs in Milwaukee auf, in einer Region von Wisconsin, in der deutlich mehr Rinder als Menschen leben. Nach einer ereignisreichen, vier Jahre währenden Zeit beim Militär erhielt Peter seinen akademischen Abschluss, den Bachelor of Science, in Biochemie und Molekularbiologie von der University of Wisconsin‐Eau Claire und promovierte in Biochemie an der Indiana University. Da sein Herz leidenschaftlich für die Wissenschaft schlug, wollte er auch andere mit seiner Begeisterung für die molekularen Wunderwelten anstecken. Nachdem er bereits Studenten unterrichtet und in Labors betreut hatte, war Peter überglücklich, am Fusion Learning Center und an der Fusion Academy unterzukommen. Dort bereitet es ihm bis heute Freude, seine Studenten davon zu überzeugen, dass Biologie und Chemie faszinierende Wissensgebiete darstellen und nicht nur dazu erdacht wurden, unglückliche Teenager zu quälen. Seine militärische Ausbildung ist ihm bei dieser Tätigkeit von gewissem Nutzen.
Katherine (Kate) Brutlag ist eine eingefleischte Wissenschaftsfanatikerin, seitdem sie als kleines Kind zum ersten Mal ein Buch über Dinosaurier in den Händen hielt. Da sie in Minnesota geboren wurde, liebt Kate typisch regionale Aktivitäten wie Wintersport und Käseessen. Kate verließ Minnesota als Jugendliche, um am Middlebury College in Vermont zu studieren und graduierte dort in den Fächern Physik und Japanische Sprache. Weil sie diese beiden grundverschiedenen Leidenschaften miteinander verbinden wollte, verbrachte sie danach ein Jahr in Kyoto (Japan), um dort mit einem Fulbright‐Stipendium auf dem Gebiet der Astronomie zu forschen. Kate zog es jedoch schon bald wieder zur reinen Wissenschaft zurück, und durch ihre Arbeit an der Fusion Academy entdeckte sie ihre Liebe zur Pädagogik: Dort unterrichtet sie in der Oberstufe Naturwissenschaften und Japanisch.
Michelle Rose Gilman ist sehr stolz darauf, Noahs Mutter genannt zu werden. Nach dem Abgang von der University of Florida fand Michelle ihren Platz sehr schnell; sie arbeitete schon mit 19 Jahren mit psychisch kranken und lernbehinderten Studenten in Krankenhäusern. Mit 21 zog sie nach Kalifornien, wo sie eine Leidenschaft dafür entwickelte, Kindern dabei zu helfen, die Schule und das Leben zu meistern. Was als Nebenbeschäftigung in der Garage auf ihrem Grundstück begann, nahm bald solche Ausmaße an, dass die Straße in ihrem Wohnbezirk mit Verkehrsschildern ausgestattet werden musste.
Heute ist Michelle Gründerin und Hauptgeschäftsführerin des Fusion Learning Centers und der Fusion Academy, einer Privatschule und Prüfungsvorbereitungsstätte in Solana Beach, Kalifornien, die jährlich über 2000 Schüler aufnimmt. Michelle ist Autorin von »ACT For Dummies«, »Pre‐Calculus For Dummies«, »AP Biology For Dummies«, »AP Chemistry for Dummies«, »GRE For Dummies« und einiger weiterer Bücher zu den Themen Selbstbewusstsein, Schreiben und Motivation. Michelle hat in den letzten 20 Jahren Dutzende von Programmen initiiert, die Jugendlichen dabei helfen sollen, sich zu gesunden Erwachsenen zu entwickeln. Derzeit spezialisiert sie sich auf die Arbeit mit unmotivierten Halbwüchsigen, betreut die betroffenen Eltern und steht den 35 Mitarbeitern ihrer Lehrstätte mit Rat und Tat zur Seite.
Michelle lebt nach dem Motto: Es gibt Menschen, die sich mit Sehnsüchten begnügen; ich gehöre nicht dazu.
Brian Petersons Liebe zur Wissenschaft reicht bis zu seinem Leistungskurs Biologie in der Schule zurück. An der University of San Diego belegte Brian als Hauptfach Biologie und als Nebenfach Chemie und konzentrierte sich dabei verstärkt auf medizinische Themen. Anstatt jedoch im Anschluss auf eine medizinische Fakultät zu wechseln, schlug Brian als junger Erwachsener einen »lehrreichen« Umweg ein und landete so am Fusion Learning Center und an der Fusion Academy. Dort wurde es schon bald seine Leidenschaft, Studenten etwas beizubringen. Jahre später ist er nun Leiter der Wissenschaftsabteilung der Fusion Academy und hat einen Stab von 11 Lehrern unter sich. Brian, der den Spitznamen »Beeps« von seinen Studenten erhielt, vermittelt seinen Studenten die Liebe zur Wissenschaft mithilfe einzigartiger und innovativer Kursinhalte.
Wir möchten dieses Buch unseren Familien und Freunden widmen, die uns während des Schreibens unterstützt haben. Es ist auch unseren Studenten gewidmet, die uns dazu motivieren, bessere Lehrer zu werden, indem wir mit ungewöhnlichen und unkonventionellen Wegen ihr Interesse wecken.
Ein Dank geht an Bill Gladstone von Waterside Productions, einen tollen Agenten und Freund. Wir danken Georgette Beatty, unserer Projektherausgeberin, für ihre klaren Rückmeldungen und wertvolle Unterstützung. Ein besonderer Applaus gilt unserer Lektorin Lindsay Lefevere, die aus bisher unklaren Gründen auch weiterhin mit uns arbeiten möchte. Anerkennung schulden wir auch unserer Redakteurin Vicki Adang sowie unserem Fachgutachter Michael Edwards.
Inhaltsverzeichnis
Cover
Schummelseite
Titel
Impressum
Über den Autor
Einführung
Teil I: Mit Zahlen, Atomen und Elementen anbandeln
Kapitel 1: Wissenschaftlich mit Zahlen umgehen
Exponentielle und wissenschaftliche Schreibweise zur Interpretation chemischer Messungen anwenden
Multiplizieren und Dividieren in der wissenschaftlichen Schreibweise
Addieren und Subtrahieren mithilfe der exponentiellen Schreibweise
Zwischen Genauigkeit und Präzision unterscheiden
Präzision mit signifikanten Stellen ausdrücken
Mit signifikanten Stellen rechnen
Lösungen zu den Aufgaben rund ums Thema Wissenschaftlich rechnen
Kapitel 2: Einheiten benutzen und umrechnen
Machen Sie sich mit Grundeinheiten und den Vorsilben des metrischen Systems vertraut
Abgeleitete Einheiten aus Grundeinheiten bilden
Der mit den Einheiten tanzt: Der Dreisatz
Lassen Sie sich von den Einheiten leiten
Lösungen zu den Aufgaben rund ums Thema Einheiten
Kapitel 3: Materie in Atome und Aggregatzustände einteilen
Atome aus subatomaren Teilchen zusammensetzen
Chemische Symbole entziffern: Ordnungs‐ und Massenzahlen
Isotope mithilfe von Massenzahlen erklären
Sich zwischen den Aggregatzuständen von Feststoffen, Flüssigkeiten und Gasen bewegen
Lösungen zu den Aufgaben rund ums Thema Atome und Aggregatzustände
Kapitel 4: Das Periodensystem der Elemente durchstreifen
Perioden und Gruppen im Periodensystem ausfindig machen
Chemische Eigenschaften anhand von Perioden und Gruppen des Periodensystems ableiten
Wie Valenzelektronen durch die Bildung von Ionen zu Stabilität verhelfen
Elektronen auf ihre Plätze verweisen: Elektronenkonfigurationen
Die Energiemenge (oder das Licht) messen, die ein angeregtes Elektron emittiert
Lösungen zu den Aufgaben rund um das Periodensystem der Elemente
Teil II: Verbindungen aufbauen und erneuern
Kapitel 5: Bindungen eingehen
Ladungspaarung bei Ionenbindungen
Elektronen durch kovalente Bindungen teilen
Molekülorbitale besetzen und überlappen
Tauziehen mit Elektronen: Polarität
Moleküle formen: VSEPR‐Theorie und Hybridisierung
Lösungen zu den Aufgaben rund ums Thema Bindungen
Kapitel 6: Verbindungen benennen
Viele Wege führen nach Rom: Ionische Verbindungen benennen
Wenn nur diese verflixten mehratomigen Ionen nicht wären!
Molekularen Verbindungen Spitznamen verpassen
Licht am Ende des Tunnels: Ein vereinfachtes Schema zur Benennung von Verbindungen
Lösungen zu den Aufgaben rund ums Thema Verbindungen benennen
Kapitel 7: Das mächtige Mol beherrschen
Teilchen zählen: Das Mol
Masse und Volumen auf Mol beziehen
Ehre, wem Ehre gebührt: Prozentuale Zusammensetzung
Von der prozentualen Zusammensetzung zu empirischen Formeln
Von empirischen Formeln zu Summenformeln
Lösungen zu den Aufgaben rund ums Mol
Kapitel 8: Chemische Gleichungen in den Griff bekommen
Chemie in Gleichungen und Symbolen
Gleiches mit Gleichem vergelten: Chemische Reaktionen ausgleichen
Reaktionen erkennen und Produkte vorhersagen
Gaffen verboten: Netto‐Ionengleichungen
Lösungen zu den Aufgaben rund ums Thema chemische Gleichungen
Kapitel 9: So funktioniert Stöchiometrie
Mol/Mol‐Umrechnungsfaktoren in ausbilanzierten Gleichungen nutzen
Das Mol am Schopf packen: Teilchen, Volumina und Massen umrechnen
Den Reaktanten Grenzen setzen
Die Küken nach dem Schlüpfen zählen: Prozentuale Ausbeute berechnen
Lösungen zu den stöchiometrischen Aufgaben
Teil III: Veränderungen auf energetischer Ebene betrachten
Kapitel 10: Aggregatzustände in Verbindung mit Energie sehen
Materiezustände mit der kinetischen Theorie erklären
Den nächsten Zug machen: Phasenübergänge und Phasendiagramme
Unterschiede zwischen festen Aggregatzuständen wahrnehmen
Lösungen zu den Aufgaben rund ums Thema Phasenänderungen
Kapitel 11: Gasgesetzen gehorchen
Den Nebel lichten: Verdunstung und Dampfdruck
Mit Druck und Volumen spielen: Das Boyle'sche Gesetz
Mit Volumen und Temperatur herumspielen: Gesetz von Charles und absoluter Nullpunkt
Und jetzt alle zusammen: Das kombinierte und das ideale Gasgesetz
Daltons Gesetz der Partialdrücke ins Spiel bringen
Ausbreiten und Verteilen mit Grahams Gesetz
Lösungen zu den Aufgaben rund um Gasgesetze
Kapitel 12: Sich in Lösung begeben
Verschiedene Kräfte bei der Löslichkeit wirken sehen
Löslichkeit mithilfe der Temperatur verändern
Sich auf Molarität und Prozentangaben konzentrieren
Konzentrationen durch die Herstellung von Verdünnungen ändern
Lösungen zu den Aufgaben rund ums Thema Lösungen
Kapitel 13: Mal heiß, mal kalt: Kolligative Eigenschaften
Teilchen portionieren: Molalität und Stoffmengenanteile
Vorsicht Verbrennungsgefahr: Siedepunkte erhöhen und berechnen
Wie tief können Sie gehen? Gefrierpunkte berechnen und erniedrigen
Molekülmassen anhand von Siede‐ und Gefrierpunkten bestimmen
Lösungen zu den Aufgaben rund ums Thema kolligative Eigenschaften
Kapitel 14: Geschwindigkeit und Gleichgewicht erforschen
Reaktionsgeschwindigkeiten messen
Geschwindigkeitsbeeinflussende Faktoren entdecken
Gleichgewichte messen
Störfaktoren des Gleichgewichts kennen lernen
Lösungen zu den Aufgaben rund ums Thema Geschwindigkeit und Gleichgewicht
Kapitel 15: Aufwärmtraining für die Thermodynamik
Die Grundlagen der Thermodynamik
Wärme aufnehmen: Wärmekapazität und Kalorimetrie
Wärme absorbieren und abgeben: Endotherme und exotherme Reaktionen
Wärme mit dem Hess'schen Gesetz addieren
Lösungen zu den Aufgaben rund ums Thema Thermodynamik
Teil IV: Ladung, wechsle dich!
Kapitel 16: Der Lackmustest für Säuren und Basen
Drei komplementäre Methoden zur Definierung von Säuren und Basen
Azidität und Basizität messen: pH, pOH und
K
W
Stärke durch Dissoziation bestimmen:
K
S
und
K
B
Lösungen zu den Aufgaben rund ums Thema Säuren und Basen
Kapitel 17: Neutralität mit Äquivalenten, Titration und Puffern erreichen
Äquivalente und Normalität untersuchen
Molarität mithilfe von Titration bestimmen
Den pH‐Wert mit Puffern einstellen
Salzlöslichkeit messen:
K
L
Lösungen zu den Aufgaben rund ums Thema neutralisierende Äquivalente
Kapitel 18: Elektronen in Redoxreaktionen nachweisen
Elektronen anhand von Oxidationszahlen verfolgen
Redoxreaktionen unter sauren Bedingungen ausbilanzieren
Redoxreaktionen unter alkalischen Bedingungen ausgleichen
Lösungen zu den Aufgaben rund ums Thema Elektronen in Redoxreaktionen
Kapitel 19: In der Elektrochemie auf Draht sein
Anoden und Kathoden unterscheiden
Elektromotorische Kräfte und Standardreduktionspotenziale berechnen
Strömungen in der Chemie: Elektrolysezellen
Lösungen zu den Aufgaben rund ums Thema Elektrochemie
Kapitel 20: Chemie mit Atomkernen
Kerne können auf mehrere Arten zerfallen
Zerfallsgeschwindigkeiten messen: Halbwertszeiten
Kerne verschmelzen und aufbrechen: Fusion und Spaltung
Lösungen zu den Aufgaben rund ums Thema Kernchemie
Teil V: Jetzt wird's organisch
Kapitel 21: Ketten aus Kohlenstoff
In einer Reihe: Kohlenstoffe zu kettenförmigen Alkanen verbinden
Die Fühler ausstrecken: Verzweigte Alkane durch Substitution bilden
Unersättlich: Alkene und Alkine
Einmal im Kreis: Ringförmige Kohlenstoffketten
Lösungen zu den Aufgaben rund ums Thema Kohlenstoffketten
Kapitel 22: Isomere in Stereo sehen
Platzanweisen mit geometrischen Isomeren
Spieglein, Spieglein an der Wand: Enantiomere und Diastereomere
Lösungen zu den Aufgaben rund ums Thema Stereoisomere
Kapitel 23: Durch die bunte Welt der funktionellen Gruppen schlendern
Die Bühne der chemischen Akteure betreten
Reaktion durch Substitution und Addition
Wie die Chemie in der Biologie funktioniert
Lösungen zu den Aufgaben rund ums Thema Funktionelle Gruppen
Teil VI: Der Top‐Ten‐Teil
Kapitel 24: Zehn Formeln, die Sie sich ins Gehirn brennen lassen sollten
Das kombinierte Gasgesetz
Daltons Gesetz der Partialdrücke
Die Verdünnungsgleichung
Geschwindigkeitsgesetze
Die Gleichgewichtskonstante
Änderung der Freien Enthalpie
Kalorimetrie bei konstantem Druck
Das Hess'sche Gesetz
pH, pOH und K
W
K
S
und
K
B
Kapitel 25: Zehn nervige Ausnahmen von den chemischen Regeln
Wasserstoff ist kein Alkalimetall
Die Oktettregel trifft nicht immer zu
Einige Elektronenkonfigurationen ignorieren die Orbitalregeln
Vom ständigen Geben und Nehmen von Elektronen in koordinativen kovalenten Bindungen
Alle Hybridorbitale entstehen auf die gleiche Art und Weise
Seien Sie vorsichtig bei der Benennung von Verbindungen mit Übergangsmetallen
Sie dürfen mehratomige Ionen nicht vergessen
Wasser ist dichter als Eis
Es gibt keine idealen Gase
Bekannte Namen für organische Verbindungen erinnern an alte Zeiten
Stichwortverzeichnis
Eula
»Das Allerwichtigste für das Verständnis der Chemie ist, dass man praktisch arbeiten und Experimente durchführen sollte; derjenige, der weder praktisch arbeitet noch Experimente durchführt, wird niemals zur Meisterschaft gelangen.«
Jäbir ibn Hayyän, 8. Jahrhundert
»Eines der Wunder dieser Welt besteht darin, dass schon die kleinsten Dinge Großes bewirken können: Jedes sichtbare Klümpchen – so winzig es auch sein möge – enthält mehr Atome als Sterne in unserer Galaxis vorhanden sind.«
Peter W. Atkins, 20. Jahrhundert
Die Chemie ist praktisch und gleichzeitig wundersam, bescheiden und zugleich majestätisch. Und für denjenigen, der sie zum ersten Mal studiert, kann Chemie auch ganz schön knifflig sein.
Aus diesem Grund haben wir dieses Buch geschrieben. Die Chemie ist erstaunlich. Arbeitsbücher sind praktisch. Dies ist ein Arbeitsbuch der Chemie.
Wenn Sie sich im Dickicht der Stöchiometrie verlaufen haben oder bis zum Hals im Sumpf der Pufferlösungen stecken, dann haben Sie vermutlich wenig Sinn für die hinreißende Poesie des atomaren Glanzes des Universums. Was Sie brauchen, ist ein bisschen praktischer Beistand. Thema für Thema, Problem für Problem, dieses Buch reicht Ihnen eine helfende Hand, um sich aus jedem Sumpf und Dickicht zu befreien.
Die Themen, die dieses Buch behandelt, werden häufig in Grundkursen für Chemie gelehrt. Wir konzentrieren uns hier auf Aufgaben – Aufgaben, denen Sie wahrscheinlich häufig bei Hausarbeiten oder in Prüfungen begegnen. Wir vermitteln Ihnen gerade soviel Theorie, dass Sie verstehen, wo der Hund bei einem bestimmten Problem begraben liegt. Dann konfrontieren wir Sie mit einigen Beispielen. Und dann sind Sie an der Reihe, diese Aufgaben zu lösen.
Dieses Arbeitsbuch ist aus Modulen aufgebaut. Sie können sich einfach ein bestimmtes Kapitel und die dazugehörigen Aufgabentypen heraussuchen, mit denen Sie am meisten zu kämpfen haben; Sie müssen dieses Buch nicht von vorne bis hinten durchlesen, wenn Sie nicht unbedingt möchten. Wenn bei bestimmten Problemen zuvor Wissen über andere Themengebiete erforderlich ist, werden wir Ihnen das mitteilen und Sie in die richtige Richtung schicken. Und was ziemlich wichtig ist – fertig ausgearbeitete Lösungen und Erläuterungen werden für jedes Problem gleich mitgeliefert.
Wir haben die folgenden Markierungen gewählt, um Sie durch dieses Buch zu leiten:
Kursivschrift hebt Definitionen sowie bestimmte Wörter hervor und macht auf Formelvariablen aufmerksam.
Fettgedrucktes markiert Schlüsselbegriffe in Listen und Aufzählungen.
Wir gehen davon aus, dass Sie bereits Gelegenheit gehabt haben, mit Algebra und Arithmetik auf Tuchfühlung zu gehen. Sie sollten wissen, wie man einfache Gleichungen mit einer Unbekannten löst. Sie sollten auch in der Lage sein, mit Exponenten und Logarithmen umzugehen. Soweit zu Ihren mathematischen Fähigkeiten, die wir voraussetzen. Seien Sie jedoch beruhigt, denn wir werden nicht von Ihnen verlangen, dass Sie sich zum Beispiel mit den Widersprüchlichkeiten zwischen der Schrödinger‐Gleichung und der stochastischen Wellenfunktion auseinandersetzen.
Wir nehmen an, dass Sie ein Schüler oder Student sind und mindestens ein weiteres Chemiebuch für Schule oder Studium besitzen oder irgendein anderes Grundlagenbuch wie zum Beispiel »Chemie für Dummies« (von John T. Moore, EdD, Wiley‐VCH Verlag). Wir vermitteln Ihnen in diesem Arbeitsbuch ausreichend Theorie, um Probleme verstehen und angehen zu können, aber Sie werden von ausführlicherer Literatur sicherlich profitieren. Mit zusätzlicher Literatur werden Sie besser verstehen, wie sich die kleinen Dinge in der Chemie zu einem übergreifenden Ganzen verbinden – Sie werden den Wald aus lauter Bäumen sehen, wenn man so will.
Wir nehmen zudem an, dass Sie keine Zeit verschwenden wollen. Das wollen wir auch nicht. Chemiker sind im Allgemeinen nicht gerade versessen darauf, Zeit zu verschwenden; wenn Sie also ungeduldig nach Fortschritt verlangen, sind Sie zumindest im Herzen bereits ein kleiner Chemiker.
Dieses Arbeitsbuch ist nach Themen unterteilt. Es ist jedoch keineswegs absolut notwendig, alle Kapitel eines Teils durchzulesen, und es ist auch nicht erforderlich, im Buch brav von einem Teil zum nächsten zu wandern. Diese Vorgehensweise kann jedoch durchaus empfehlenswert sein, falls Sie sich noch im Zustand Totaler Chemischer Verwirrung (T.C.V.) befinden.
Chemiker sind Wissenschaftler, daher behandeln sie Zahlen mit Sorgfalt und halten sich an allgemeingültige Regeln. Die Gründe für diese Akribie werden verständlich, wenn Sie sich bewusst werden, mit welch riesigen Teilchenzahlen Chemiker für gewöhnlich rechnen müssen. Die bekanntesten Teilchen heißen Atome. Dieser Abschnitt vermittelt Ihnen Basiswissen über Zahlen in der Chemie, beschreibt die grundlegende Struktur der Atome und erklärt, wie Atome zu den verschiedenen Elementen werden und wie sie in unterschiedlichen Substanzen miteinander interagieren.
Reaktionen sind dramatische Vorgänge in der Chemie. Atome verbinden sich zu Molekülen, und Moleküle reagieren miteinander zu Substanzen. Dieser Teil gibt Ihnen das grundlegende Werkzeug in die Hand, um diese Dramen zu verstehen. Wir vermitteln Basiswissen über Bindungen und erklären die Nomenklatur für chemische Substanzen. Wir machen Sie mit dem Mol bekannt, lassen Sie Kontakt mit chemischen Gleichungen aufnehmen und die Welt der Stöchiometrie erforschen; Sie finden hier einfache Konzepte, die für Sie in Ihrer Chemielaufbahn sicherlich von Nutzen sind – egal ob diese lang oder kurz sein wird.
Chemie ist gleich Veränderung. Veränderung kann stattfinden oder aber auch nicht. Veränderungen können schnell oder langsam ablaufen. Arbeitsam und fleißig wie Chemiker nun mal sind, wollen sie stets wissen, ob eine chemische Veränderung eintritt und wie lange diese anhalten wird. Dieser Teil beschäftigt sich mit den verschiedenen Arten der Veränderung, die in chemischen Systemen auftreten können, und betrachtet auch die Systeme – nennen wir sie Lösungen –, in denen diese Veränderungen ablaufen. Wir definieren den Unterschied zwischen Gleichgewicht (wird es sich einstellen?) und Reaktionsgeschwindigkeit (wie lange dauert es, bis etwas passiert?) und setzen beide in Beziehung zu verschiedenen energetischen Zuständen. Da in der Chemie sowohl Energie als auch Materie transformiert werden, erkunden wir einige Möglichkeiten, wie Chemiker die Energieänderungen erklären, durch die chemische Reaktionen angetrieben werden.
Die Ladung ist ein wichtiges Thema in der Chemie. Geladene Teilchen sind die wichtigsten Spieler auf dem Spielfeld der Chemie, und dieser Teil des Buchs untersucht deren Spielstrategie näher. Säure‐Basen‐Reaktionen sind lebhafte, chemische Ereignisse, die stark von den Wirkungen geladener Teilchen wie Wasserstoff‐ und Hydroxidionen (H+ und OH–… dazu später mehr) abhängig sind. Oxidations‐Reduktions‐ (oder kurz »Redox«‐) Reaktionen bilden eine weitere wichtige Reaktionsgruppe; hier werden Elektronen übertragen, jene winzigen, negativ geladenen Partikel, die am meisten zu einer chemischen Reaktion beitragen. Abschließend werden wir Ihnen noch einen Überblick über die Kernchemie geben, den speziellen Zweig der Chemie, der sich mit Teilchentransformationen innerhalb des positiv geladenen Kerns eines Atoms beschäftigt.
Da viele Chemiker quicklebendig sind, ist es nicht verwunderlich, dass sich viele von ihnen für die Chemie des Lebens interessieren. Die Chemie, die sich mit den Vorgängen in lebenden Organismen beschäftigt, wird insgesamt als Organische Chemie oder als Chemie der Kohlenstoffverbindungen bezeichnet. Obwohl die Organische Chemie für lebende Organismen kennzeichnend ist, beschränkt sie sich jedoch nicht ausschließlich darauf. Die Energie‐ und Materialindustrien sind zum Beispiel randvoll mit Wissenschaftlern, die sich mit Organischer Chemie beschäftigen. Dieser Teil liefert einen kurz gefassten Überblick über die Grundlagen der Organischen Chemie, beschreibt einfache Strukturen und Strukturmotive und stellt einige der für die Biologie wichtigen Gruppen organischer Moleküle vor.
Es ist recht leicht, sich in einer Wissenschaft verloren zu fühlen, die sich so vielen Dingen widmet – angefangen von subatomaren Teilchen über Handy‐Akkus bis hin zu den Atomspektren weit entfernter Sterne. Wenn Ihnen von all dem schwindelig wird und Sie sich in einem T.C.V.‐Zustand befinden, hilft Ihnen der Top‐Ten‐Teil dabei, wieder festen Boden unter den Füßen zu bekommen. Dieser Teil ist erfreulich kurz und praktisch zugleich, bietet eine Sammlung von Gleichungen, die Sie wirklich brauchen, und hilfreiche Eselsbrücken zu kniffligen Sachverhalten. Die Zeit, die Sie damit verbringen im Top‐Ten‐Teil zu schmökern, ist nie verschwendete Zeit.
Sie werden einigen hilfreichen Symbolen begegnen, die von Zeit zu Zeit hübsch ordentlich an den Rändern dieses Arbeitsbuches auftauchen. Betrachten Sie sie als Orientierungshilfe oder als vertraute Verkehrsschilder, die Sie auf den Schnellstraßen der Chemie sicher leiten werden.
In bereits gekürzten Zusammenfassungen über chemische Sachverhalte markiert dieses Symbol Passagen, die die Sache noch knapper auf den Punkt bringen. Sie werden die Informationen dieser Abschnitte besonders brauchen, um Aufgaben lösen zu können.
Meist gibt es einen umständlichen und einen einfachen Weg zur Lösung einer Aufgabe. Dieses Symbol macht Sie auf Textabschnitte aufmerksam, die den einfachen Lösungsweg aufzeigen. An diesen Stellen ist es sinnvoll, etwas länger zu verweilen. Sie werden sich dabei ertappen, still vor sich hin zu nicken, während Sie ein oder zwei dieser Hinweise durchlesen.
Chemie kann eine sehr praktische Wissenschaft sein, sie hat aber auch ihre Tücken. Dieses Symbol hisst eine rote Flagge, um Sie auf mögliche Fehlerquellen und andere Fallen hinzuweisen, in die Sie leicht tappen könnten. Es soll Sie davor bewahren, zu viele Fehler zu machen, durch die Sie nur in sinnlose Frustration verfallen würden.
Am besten lernt man durch anschauliche Beispiele. Da wird alles gleich viel klarer. Dieses Icon weist auf solche Beispiele hin und die Lösung dazu steht praktischerweise auch direkt darunter.
Wie es weitergeht, hängt von Ihrer persönlichen Situation, Ihrem Lernstil und dem T.C.V.‐Stadium ab, in dem Sie sich eventuell noch befinden:
Wenn Sie derzeit an einem Chemiekurs teilnehmen, könnte es sinnvoll sein, das Inhaltsverzeichnis durchzugehen, um festzustellen, welche Themen Sie bereits im Unterricht durchgenommen haben. Gibt es da ein Thema, an dem Sie besonders zu knabbern haben? Nehmen Sie sich dann doch mal einige der praktischen Aufgaben vor, um einschätzen zu können, ob Sie schon für den nächsten Theorieschritt bereit sind.
Wenn Sie vergrabenes Wissen über Chemie wieder ausbuddeln wollen, empfehlen wir Ihnen, die einzelnen Kapitel nach Musteraufgaben zu durchsuchen. Wenn Sie diese durchlesen, werden Sie wahrscheinlich auf eine von zwei Arten reagieren: 1.) »Aaah, ja… daran erinnere ich mich noch.« oder 2.) »Hm, nein… das kommt mir ziemlich unbekannt vor.« Lassen Sie sich von Ihren Reaktionen leiten.
Wenn Sie gerade am Anfang eines Chemiekurses sind, können Sie auch in diesem Arbeitsbuch den Lernstoff mitverfolgen und die Übungsbeispiele nutzen, um Ihre Hausaufgaben besser zu meistern oder um sich auf Prüfungen vorzubereiten. Alternativ können Sie dieses Buch natürlich auch verwenden, um sich schon vorab über Themen zu informieren, die Sie in Ihrem Chemiekurs vermittelt bekommen werden (frei nach dem Motto: Mit 'nem Teelöffel Zucker nimmst du jede Medizin).
In welcher Situation Sie sich auch immer befinden, nutzen Sie die Musteraufgaben klug, denn sie bilden das Herz dieses Arbeitsbuches. Arbeiten Sie jede Aufgabe vollständig durch – auch wenn Sie schon auf halber Strecke denken, Sie hätten etwas falsch gemacht – bevor Sie zur Lösung blättern. Wenn Ihre Antwort falsch war, versuchen Sie die Gründe dafür zu verstehen und die Erläuterungen genau nachzuvollziehen, sodass Sie wirklich wissen, was Sie falsch gemacht haben. Dann erst sollten Sie sich der nächsten Übung widmen.
Vergessen Sie auch die Schummelseite (die gelbe, heraustrennbare Seite ganz vorne in diesem Buch) und den Top‐Ten‐Teil nicht. Das Wesentlichste, das Sie benötigen, um die schwierigen Aufgaben zu lösen, finden Sie in diesen beiden treuen Helfern.
Und schlussendlich, seien Sie versichert, dass Chemie kein Buch mit sieben Siegeln ist. So geheimnisvoll sie auch manchmal erscheinen mag, die Chemie ist eine durchaus erlernbare und praktische Arbeit. Auch wenn Ihnen die Chemie vielleicht momentan noch Ehrfurcht einflößt, wird sie Ihnen sicherlich irgendwann aus der Hand fressen. Sie werden die Oberhand gewinnen!
»Wissenschaft ist, so glaube ich, nichts weiter als geschulter und geordneter Menschenverstand.«
Thomas H. Huxley, 19. Jahrhundert
Teil I
In diesem Teil …
Die Chemie erklärt Dinge. Die Erklärungen basieren auf Sachverhalten wie Atomen und Energie. Eine Straße voll verschachtelter Erklärungen beginnt bei der Struktur eines Wassermoleküls und endet an einem kalbenden Gletscher irgendwo in der Antarktis. Die Straße der Erklärungen verläuft durch das Periodensystem der Elemente und ist mit Zahlen gepflastert. In diesem Teil bringen wir Ihnen die Regeln zum Umgang mit Zahlen näher und beginnen mit der Erforschung der grundlegenden Frage in der Chemie: »Wie kann einer begrenzten Palette von Elementen ein ganzes Universum entspringen?«
