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Wenn Kühe zu viele Karotten essen, wird die Milch rosa
Die Firma Nokia hat früher Gummistiefel hergestellt, Paul Breitner ist mit Papst Benedikt XVI. verwandt und im Königreich Bhutan steht die Steigerung des Bruttonationalglücks als Staatsziel in der Verfassung.
Jeden Monat liefert NEON seinen Lesern eine Seite voller amüsanter und verblüffender Fakten. Die Rubrik „Unnützes Wissen“ hat inzwischen Kultcharakter und eine riesige Fangemeinde. Deshalb kommt von NEON jetzt etwas sehr Nützliches: Das gesammelte „Unnütze Wissen“ der letzten Jahre als Buch.
Mindestens so nützlich wie „Schotts Sammelsurium“, aber viel lustiger.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 107
Veröffentlichungsjahr: 2013
Herausgegeben von Michael Ebert und Timm Klotzek
WILHELM HEYNE VERLAG MÜNCHEN
Originalausgabe 10/2008
Copyright © 2008 by Wilhelm Heyne Verlag, München in der Verlagsgruppe Random House GmbH
Umschlagillustration: Enite Hoffmann & Falko Ohlmer
Grafik: Jonas Natterer, Ji-Young Ahn
ISBN: 978-3-641-04729-0
www.heyne.de
Unser Gehirn lässt uns regelmäßig verzweifeln. Da besitzen wir ein wirklich komplexes und großartiges Organ, in dem 100 Milliarden Nervenzellen durch 100 Billionen Synapsen miteinander verbunden sind und bis zu 1016 analoge Rechenoperationen pro Sekunde bewältigen können. Ein Werkzeug, dass ganz ähnlich gebaut zum Beispiel Leo Tolstoi dazu befähigte, »Krieg und Frieden« zu schreiben, oder Johann Sebastian Bach in die Lage versetzte, zeitlos schöne Kantaten zu komponieren, oder Philipp Lahm bei der Fußball-EM 2008 im Halbfinale gegen die Türkei zu der gescheiten Entscheidung führte, den spielentscheidenden Schuss unhaltbar in die kurze Ecke zu setzen. Und dieses großartige Werkzeug hat selbst in unserer vergleichsweise bescheidenen Alltagswelt schon Großartiges geleistet: diese überraschende Drei plus in einer versetzungsrelevanten Mathe-Klausur! Das sensationelle Remis gegen den besten Schachspieler im Stadtpark! Die blitzsaubere Steuererklärung fürs Vorjahr! Die bestechende Argumentation in der Samstagvormittag-Haustür-Diskussion mit den Herren der Zeugen Jehovas (und das trotz üblem Kater!) – es gab schon berechtigte Gründe zur Zufriedenheit.
Aber dann passiert auch so was: Einkaufsliste zuhause vergessen, trotzdem in den Supermarkt gefahren – die Zutaten für »Hühnchen Frank Sinatra« sollten kein Problem sein, haben wir schon hundertmal zubereitet – und dann … verdammt, verdammt, verdammt. Wir wissen, dass da neben Hühnchen, Spaghetti, Limetten, Zitronen, Chili und Knoblauch noch etwas anderes dringend notwendig ist … aber was? Es fällt uns einfach nicht ein.
Nicht dass unser Hirn gerade abgeschaltet hätte, oh nein! Wir könnten jetzt zum Beispiel die 2. Binomische Formel aufsagen (a minus b zum Quadrat ist gleich a zum Quadrat minus zwei mal a mal b plus b zum Quadrat). Oder sämtliche Autos aufzählen, die wir in unserem Leben je besessen haben, und zwar in der richtigen Reihenfolge! Oder sämtliche unregelmäßig konjugierten französischen Verben benennen. Aber leider hilft uns das jetzt nichts. Wir brauchen diese eine fehlende Zutat zu »Hühnchen Frank Sinatra«, sonst gibt’s heute Abend nichts zu essen.
Erstaunlich, wie viel Informationen wir mit uns umherschleppen, die wir so gut wie nie benötigen. Es ist ungefähr so, als würden wir im Hochsommer ständig mit einem Schrankkoffer voll Skiklamotten am Badesee ankommen – und weil wir an diesem Koffer so schwer zu schleppen haben, war es uns unmöglich, auch noch eine Badehose einzupacken. Auch wenn uns Wissenschaftler und Ärzte ständig einreden wollen, dass unser Gehirn eine großartig konzipierte Rechenmaschine sei: Wir haben manchmal den Verdacht, dass es falsche Prioritäten setzt.
Man könnte der NEON-Redaktion nun vorwerfen, diesen Effekt mit der Sammlung »Unnützes Wissen«, die seit fünf Jahren in jeder Ausgabe des Magazins und auf NEON.de steht, noch zu verstärken. Dass wir also mit Informationen wie »Die Nationalhymne Griechenlands umfasst 158 Strophen« oder »Giraffen und Menschen verfügen über diesselbe Anzahl von Halswirbeln« die Gehirne der Leserinnen und Leser so weit fluten, dass diese wesentliche Informationen nicht mehr speichern können.
Tatsächlich ist aber das Gegenteil der Fall. Die Rubrik mag »Unnützes Wissen« heißen. Die Fakten mögen auf den ersten Blick von fragwürdigem Wiederverwertungswert sein. Scheinbar beantworten sie Fragen, die man sich noch nie gestellt hat. Aber nehmen wir nur mal die alltägliche Situation, bei einem Abendessen eingeladen zu sein und dummerweise zwischen zwei Menschen zu sitzen, die man noch nie gesehen hat. Jetzt könnte man natürlich versuchen, eine Unterhaltung mit seinem Fachwissengerümpel zu unregelmäßig konjugierten französischen Verben oder Binomischen Formeln zu beginnen. Viel Glück dabei! Wir sagen einen einschläfernd langweiligen Abend voraus.
Die Alternative? Man wirft zu einem geeigneten Augenblick in die Runde: »Wusstet Ihr, dass das Verbot, im Parlament zu sterben, 2007 zum lächerlichsten Gesetz Großbritanniens gewählt wurde?« Sofort kann sich daraus eine spannende Unterhaltung ergeben: über Gesetze (»Die Reform des Hufbeschlaggesetzes von 1940 wurde vom Deutschen Bundestag 2006 mit einem Papieraufkommen von 20000 Blatt vollzogen«), über den Tod (»Der Diätexperte Robert Atkins war laut eines medizinischen Berichts zum Zeitpunkt seines Todes übergewichtig«), oder über seltsame Briten (»Die drei Töchter von Bob Geldof heißen Peaches Honeyblossom Michelle Charlotte Angel Vanesssa, Fifi Trixibelle und Pixie Frou-Frou«). Könnte ein lustiges Essen werden.
Anderes Beispiel: Abends in einer Bar beobachtet man einen Menschen, den man dringend mal küssen möchte. Die Kontaktaufnahme gestaltet sich schwierig, Spontanität ist nicht unsere Sache. Aber warum nicht einfach »Unnützes Wissen« zur Hand nehmen, auf den Menschen zutreten und sagen: »Hallo! Ich habe gerade gelesen, dass zwei Drittel aller Menschen die Nase beim Küssen rechts halten … könnten wir das bitte mal prüfen?«
Also … was soll daran jetzt unnütz sein?
Ein letztes Beispiel: Viele von uns können sich bestimmte wichtige Informationen am besten über Eselsbrücken merken. Eselsbrücken funktionieren am besten über einprägsame Fakten. Und diese Fakten sind umso einprägsamer, je unterhaltsamer sie sind. Zum Beispiel soll es Menschen geben, die sich das »Unnütze Wissen« merken, dass auf dem Grabstein von Frank Sinatra steht: »The Best Is Yet To Come«. Das erinnert sie an eine andere Tatsache, ebenfalls notiert in einer Ausgabe des »Unnützen Wissen«: dass der englische Philosoph Francis Bacon an den Folgen einer Unterkühlung starb, die er sich bei dem Versuch zugezogen hatte, ein Huhn durch Ausstopfen mit Schnee haltbar zu machen. Von dieser Geschichte über Hühner und Vergänglichkeit ist es dann nur noch ein kleiner Schritt zu dem Fakt, dass im Alten Testament König Salomon als Zeichen der Vergänglichkeit ausgerechnet die Kaper … Kapern! Was für das Rezept zu »Hühnchen Frank Sinatra« fehlt, sind Kapern!•
1. Der Name Frisbee geht auf die Bäckerei »Frisbie« in Connecticut zurück – deren kreisrunde Kuchen-Backformen aus Zinn waren die Vorläufer der fliegenden Plastikscheiben.
2. Am Toten Meer bekommt man weniger schnell Sonnenbrand – es liegt 400 Meter unter dem Meeresspiegel, seine Dunstschicht ist so dick, dass schädliche UV-Strahlen kaum durchdringen.
3. Die ersten Zigaretten von Marlboro wurden mit rosafarbenen Filtern verkauft, damit Lippenstift darauf nicht zu sehen war.
4. Jeder sechste Internist in Deutschland wurde schon mal von Patienten verprügelt.
5. Der Erfinder des Bikini, Louis Réard, war Maschinenbauingenieur.
6. Eine Wanderratte kann sich bis zu 500-mal in sechs Stunden paaren.
7.IN KALBSLEBERWURST IST FÜR GEWÖHNLICH KEINE KALBSLEBER ENTHALTEN.
8. Die Zensur britischer Abiturienten wird um zwei Prozent angehoben, wenn am Tag der Prüfung ihr Haustier stirbt, und um fünf Prozent, wenn ein naher Verwandter stirbt.
9. Bei den olympischen Zwischenspielen 1906 in Athen gewann Deutschland die Goldmedaille im Tauziehen.
10. In Papua-Neuguinea werden über 700 verschiedene Sprachen aus 14 verschiedenen Sprachgruppen gesprochen.
11. Tauben können Bilder von Monet und Picasso am Malstil unterscheiden.
12. Der japanische Toilettenhersteller Toto bietet ein Klo an, das per Greifarm eine Urinprobe nimmt und den Zuckergehalt misst. Im Toilettensitz des Konkurrenten Matsushita stellen Elektroden den Körperfettgehalt fest.
13. Dunkle Schokolade kann den menschlichen Blutdruck senken, weiße Schokolade nicht.
14. Mehr als die Hälfte aller Frauen packt für einen zweiwöchigen Urlaub über 50 Kleidungsstücke ein.
15. Männer, die von der australischen Meeresqualle »Irukandji Jellyfish« genesselt werden, können eine Erektion anschließend deutlich länger halten.
16. Daniel Düsentrieb machte 180 Erfindungen.
17. Radio Finnland sendet jeden Freitag und Samstag Nachrichten auf Latein.
18. Der Amerikaner Dennis Hope ließ sich 1980 beim Grundbuchamt von San Francisco als Besitzer unseres Sonnensystems eintragen – mit Ausnahme der Erde.
19. Greifvögel können ultraviolettes Licht sehen – Mäuse-Urin reflektiert dieses Licht.
20. Uriella, die Gründerin der Sekte Fiat Lux, heißt mit bürgerlichem Namen Erika Bertschinger-Eicke.
21. Wanderer geben im Schnitt 2,50 Euro pro Kilometer aus.
22.EIN MANN PRODUZIERT TÄGLICH 104 MILLIONEN SPERMIEN – ETWA 1200 PRO SEKUNDE.
Bild 1
23. Wissenschaftler schätzen, dass ungefähr 100000 Naturkatastrophen im vergangenen Jahrtausend über 15 Millionen Menschen getötet haben.
24. Der Bundesnachrichtendienst hieß früher zur Tarnung offiziell »Bundesvermögensverwaltung, Abteilung Sondervermögen, Außenstelle Pullach«.
25. Am und im menschlichen Körper leben zehnmal mehr Bakterien, als er Zellen hat.
26. Homer J. Simpson heißt mit vollem Namen Homer Jay Simpson.
27. Am Eingang zum Zoo Hannover erkennen Computerkameras die Dauerkarteninhaber am Gesicht.
28. Die Britin Amy Hulmes, die 114 Jahre alt wurde, führte ihr langes Leben auf den täglichen Genuss von Guiness-Bier zurück. Erst mit 84 hatte sie das Rauchen aufgegeben – aus Sorge um ihre Gesundheit.
29. An jedem normalen Schritt eines Menschen sind über 200 Muskeln beteiligt.
30. Der russische Kosmonaut Sergej Wasilijewitsch Awdejew verbrachte auf drei Mir-Einsätzen 747,59 Tage im All.
31. Die giftigste Schlange der Welt, der Australische Inlandtaipan, könnte mit einem Biss 250000 Mäuse oder mindestens 44 Menschen töten.
32. Der Koala ist das faulste Tier der Welt: Er schläft täglich rund 20 Stunden.
33. Die Inselgruppe Tuvalu im Südpazifik, berühmt durch die Internet-Domain ».tv«, besteht aus neun Korallenatollen und hat 11468 Einwohner.
34. Ein ausgewachsener Oktopus zwängt sich mühelos durch ein Loch von der Größe eines Zweieurostücks.
35. 1974 bis 1978 herrschte Krieg zwischen der Kahama-Gruppe und der Kasakela-Familie in Tansania. Die Kahamas wollten sich im Süden des Kasakela-Gebietes ein Wohngebiet sichern. Die Kasakelas verfolgten und töteten die Kahamas bis zur Ausrottung … die Rede ist von Schimpansen.
36.SEINE BERÜHMTEN LETZTEN WORTE AN BRUTUS »AUCH DU, MEIN SOHN?« SAGTE CÄSAR AUF GRIECHISCH.
37. In Alaska gibt es fast so viele Flugzeuge wie Autos.
38. Eine britische Professorin hat die Formel für den perfekten Spielfilm gefunden: 31 Prozent Action, 17 Prozent Comedy, 13 Prozent Gut-gegen-Böse, 10 Prozent Special Effects, 10 Prozent Handlung und 8 Prozent Musik.
39. Königspinguine können bis zu 535 Meter tief tauchen.
40. Die Aufklärungsquote der bekannt gewordenen Morde lag 2003 in Deutschland bei 95,6 Prozent, für Wohnungs-Einbruchdiebstahl bei 18 Prozent.
41. Fünf Kilo Oliven ergeben etwa einen Liter Olivenöl.
42.EIN MENSCH GEHT AM TAG DURCHSCHNITTLICH 6000 SCHRITTE ZU FUß, ALSO IM LAUFE SEINES LEBENS VIERMAL UM DIE ERDE.
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43. Der Kaufhauserpresser »Dagobert« entkam der Polizei einmal dadurch, dass der Beamte, der ihn schon am Kragen gepackt hatte, auf einem Hundehaufen ausrutschte.
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