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Garek: Mein Clan wird bedroht und ich habe keine Zeit für eine Romanze mit einer lästigen Erdenfrau. Doch dann treffe ich Piper. Sie und ihr kleiner Sohn sind Teil der neuen Siedlung auf unserem Planeten. Schon bald helfe ich ihr bei der Planung ihres Hauses und unterhalte mich mit ihr über die seltsamen Aktivitäten der Erdlinge. Was ist ein Squaredance, und muss ich da mitmachen? Sie ist weich und üppig an all den richtigen Stellen. Ich könnte sie ohne Probleme in meine Arme nehmen und herumtragen. Und ihr Sohn ... Ich würde ihm so gern zeigen, wie man einen mächtigen geflügelten Trundier zähmt. Piper behauptet, dass sie keine Liebe braucht, aber ich werde alles tun, um ihr Herz zu gewinnen. Piper: Ich habe meinen achtjährigen Sohn für einen Neuanfang nach Ferlaern gebracht - der neue Wilde Westen, wie wir diesen Planeten nennen. Andere Frauen träumen nur von Liebschaften, aber ich nicht. Bis ich Garek kennenlerne, einen zwei Meter großen, schroffen Krieger, der es auf mein Herz abgesehen hat. Doch ich habe in der Vergangenheit sehr schlechte Erfahrungen gemacht und habe Angst, ihm zu vertrauen. Aber er bringt meinen Sohn zum ersten Mal seit einer Ewigkeit zum Lachen und seine Küsse ... Nein, daran will ich gar nicht denken. Als unsere Siedlung von bösartigen Kreaturen angegriffen wird, werden wir beide gebraucht, um den Angriff zu überstehen. Verlockt vom Alien-Krieger ist Buch 1 der Reihe ‚Schicksalsgefährten der Ferlaern-Krieger‘. Dieser eigenständige, abendfüllende Liebesroman bietet heiße Szenen, Aliens, die außerirdisch aussehen und sich auch so verhalten, ein garantiertes Happy End, kein Fremdgehen und keinen Cliffhanger.
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Veröffentlichungsjahr: 2023
VERLOCKT VOM ALIEN-KRIEGER
Die Schicksalsgefährten der Ferlaern-Krieger, Buch 1
Urheberrecht © 2021 Ava Ross
Alle Rechte vorbehalten.
Kein Teil dieses Buches darf in irgendeiner Form oder mit irgendwelchen elektronischen oder mechanischen Mitteln, einschließlich Informationsspeicher- und -abrufsystemen, ohne schriftliche Genehmigung der Autorin vervielfältigt werden, mit Ausnahme der Verwendung kurzer Zitate mit vorheriger Genehmigung. Namen, Personen, Ereignisse und Begebenheiten sind ein Produkt der Fantasie des Autors. Jede Ähnlichkeit mit einer lebenden oder toten Person ist rein zufällig.
Covergestaltung von Natasha Snow Designs.
Übersetzer: Karina Michel
Lektorat/Korrekturlesen durch Owl Eyes Proofs & Edits
Enchanted Star Press/Imprint
VERLOCKT VOM ALIEN-KRIEGER
Serien von Ava
Vorher
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
Kapitel 21
Kapitel 22
Kapitel 23
Kapitel 24
Kapitel 25
Kapitel 26
Kapitel 27
Kapitel 28
Serien von Ava
Über den Autor
GEZÄHMT VOM ALIEN KRIEGER
Für meine Mutter,
die immer daran geglaubt hat, dass ich das hier schaffen kann.
Er hat Reißzähne und einen Schwanz, und er ist sich sicher, dass sie seine Schicksalsgefährtin ist. Sie fühlt sich von ihm angezogen, ist aber entschlossen, sich nicht auf ihn einzulassen. Können ein muskulöser Alien-Krieger und eine alleinerziehende Mutter die Liebe zwischen den Sternen finden?
Garek: Mein Clan wird bedroht und ich habe keine Zeit für eine Romanze mit einer lästigen Erdenfrau. Doch dann treffe ich Piper. Sie und ihr kleiner Sohn sind Teil der neuen Siedlung auf unserem Planeten. Schon bald helfe ich ihr bei der Planung ihres Hauses und unterhalte mich mit ihr über die seltsamen Aktivitäten der Erdlinge. Was ist ein Squaredance, und muss ich da mitmachen? Sie ist weich und üppig an all den richtigen Stellen. Ich könnte sie ohne Probleme in meine Arme nehmen und herumtragen. Und ihr Sohn ... Ich würde ihm so gern zeigen, wie man einen mächtigen geflügelten Trundier zähmt. Piper behauptet, dass sie keine Liebe braucht, aber ich werde alles tun, um ihr Herz zu gewinnen.
Piper: Ich habe meinen achtjährigen Sohn für einen Neuanfang nach Ferlaern gebracht - der neue Wilde Westen, wie wir diesen Planeten nennen. Andere Frauen träumen nur von Liebschaften, aber ich nicht. Bis ich Garek kennenlerne, einen zwei Meter großen, schroffen Krieger, der es auf mein Herz abgesehen hat. Doch ich habe in der Vergangenheit sehr schlechte Erfahrungen gemacht und habe Angst, ihm zu vertrauen. Aber er bringt meinen Sohn zum ersten Mal seit einer Ewigkeit zum Lachen und seine Küsse ... Nein, daran will ich gar nicht denken. Als unsere Siedlung von bösartigen Kreaturen angegriffen wird, werden wir beide gebraucht, um den Angriff zu überstehen.
Verlockt vom Alien-Krieger ist Buch 1 der Reihe ‚Schicksalsgefährten der Ferlaern-Krieger‘. Dieser eigenständige, abendfüllende Liebesroman bietet heiße Szenen, Aliens, die außerirdisch aussehen und sich auch so verhalten, ein garantiertes Happy End, kein Fremdgehen und keinen Cliffhanger.
Schicksalsgefährten der Ferlaern-Krieger
Galaxie-Spiele
Biestiger Alien-Boss
Monsterville
Feiertagsdate mit einem Alien
(Frost, Sleye)
(Science-Fiction Weihnachtsgeschichten)
Vor zwei Jahren wütete eine schwere Krankheit auf der Erde und tötete die meisten erwachsenen Männer. Die verbliebenen Erdenfrauen trauerten und versuchten, ihren Weg zu finden, aber es war nicht einfach.
Bis uns ein „Pin“ erreichte. Es gab da draußen Außerirdische. Zuerst hatten wir Angst, dass sie uns angreifen, entführen oder versuchen würden, unseren Planeten zu übernehmen. Aber sie kamen in Frieden. Es wurden Verträge geschlossen und Technologien ausgetauscht. Dann schlugen die Außerirdischen etwas Erstaunliches vor. Da es ihnen an Frauen mangelte und wir so wenige Männer hatten, warum sollten wir uns nicht miteinander verpaaren? Genetiker taten ihr Übriges und entdeckten, dass wir kompatibel waren. Denjenigen, die daran interessiert waren, die Aliens kennenzulernen, wurden Übersetzer zur Seite gestellt.
Einige Gruppen von Frauen reisten als Bräute für Außerirdische auf einen Planeten namens Crakair. Als diese Verbindungen sich als erfolgreich erwiesen, wurden weitere Vereinbarungen mit einer Rasse namens Driegons getroffen, die tief unter der Oberfläche von Crakair lebt.
Jetzt hat uns ein anderer Planet eine weitere Botschaft geschickt.
Wir sind die Ferlaern, ein edles Volk. Jäger, Krieger und Reiter auf den mächtigen, geflügelten Trundier. Wir sind furchtlos und leidenschaftlich.
Hier ist unser Angebot: Lasst Euch auf Ferlaern nieder, und wir werden Euch den Hof machen. Euch verführen. Euch für uns gewinnen. Wenn wir zusammenpassen, sorgen wir für Euch und unseren gemeinsamen Nachwuchs.
Sowas von arrogant. Furchtlos und leidenschaftlich - wirklich?
Wir posteten die Nachricht in den sozialen Medien und stimmten darüber ab, was wir tun sollten. Einige Frauen waren neugierig.
Mich eingeschlossen.
Das sind unsere Geschichten ...
„Hast du vor, dich mit einem der Weibchen zu paaren, Garek?“, fragte mein Freund Durran mit rauer Stimme. Wir standen auf einem Felsvorsprung an der Spitze der Woondral-Klippen und überblickten das weite Tal, in dem die Erdlinge gerade Baumaterialien für ihre neue Siedlung auspackten und sortierten.
Sobald die anderen Clanchefs eintrafen, würden wir hinunterfliegen und uns vorstellen. Morgen würden wir mit dem Bau ihrer quadratischen Strukturen aus synthetischen Materialien beginnen, die zwar dem Wetter, nicht aber den anderen Gefahren unserer Welt standhalten würden. Wir hatten sie ermutigt, sich in unserem Bergdorf niederzulassen, aber die Abgesandten der Erde hatten auf dieses weite, offene Tal bestanden.
Ich bewegte meine Füße und wirbelte staubige Erde unter meinen Stiefeln auf. Sie wurde vom Wind verweht und ließ meinen Trundier, Veskar, hinter mir schnauben. Ein beruhigendes Wort von mir und seine brüchigen Flügel fielen an seinen Seiten zurück, während seine Krallen auf dem Felsvorsprung klapperten.
„Ich weiß nicht, ob ich mich mit einer paaren werde“, sagte ich schließlich. „Es wäre eine Herausforderung, solange sie hier leben. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich mit einer Erdenfrau schlafen will. Wenn, dann würde ich wollen, dass sie in meinem Domit lebt. Dort ist es gemütlich, warm und sicher vor Bedrohungen. Dieser Plan von ihnen ist ...“
„Seltsam?“, sagte Durran lachend. Seine Lippen kräuselten sich über seine Reißzähne, und sein Schwanz wedelte hinter ihm hin und her.
„Warum bestehen sie bloß darauf, hier Häuser zu bauen? An einem so exponierten Ort.“
„Vielleicht gefällt es ihnen, sich zur Schau zu stellen. Immerhin sind sie weiblich, eine Seltenheit hier auf Ferlaern.“
Nach dem furchtbaren Tod unserer geliebten Weibchen würden diese wenigen kostbaren Wesen die Aufmerksamkeit mit Sicherheit auf sich ziehen. Viele Männchen würden ihre Beharrlichkeit, allein zu leben, nur zu gern ignorieren.
„Sie sind verwundbar, aber die Duskhorde scheinen sich zu benehmen“, sagte ich.
„Bis jetzt.“
Ich grummelte. Ja, bis jetzt. Aber ich hatte einen Plan für die Duskhorde. „Wenn sie klug sind, werden sie sich auf unsere Clans aufteilen und sich in unseren Gemeinschaften niederlassen. Dann können wir sie kennenlernen und entscheiden, ob eine von ihnen zu uns passt.“
„Meinst du, sie sind klug?“, fragte er.
Ich hatte keine Antwort darauf. Ich hatte noch keine von ihnen kennengelernt. „Es wird gut sein, wieder Gefährten und Jungtiere um sich zu haben, aber ich bezweifle, dass ein Erdling mein zweites Herz zum Schlagen bringen kann.“
„Du meinst den Maelstrom?“ Sein scharfer Blick schoss in meine Richtung. „Wahre Bindungen sind für einen Kriegsherren verboten.“
Ich hatte bessere Chancen, ein vollwertiger Kriegsherr zu werden, als eine Maelstrom-Gefährtin zu finden. Ein Maelstrom verlangte Zeit, von der ich nicht wusste, ob ich sie geben konnte.
„Es ist schon lange her, dass ein Ferlaern den Maelstrom erreicht hat“, sagte ich.
Sie waren selten, noch bevor unsere Weibchen starben. Vor einigen Zyklen änderte sich etwas und wir waren nicht in der Lage festzustellen, was genau es war. Aber nach jenem Winter wurden keine Maelstrombindungen mehr gebildet. Wir paarten uns, und unsere Weibchen brachten weniger Jungtiere zur Welt. Viele starben, bevor sie ausgewachsen waren.
„Unsere Männchen können es kaum erwarten, sie zu treffen, auch wenn es keine Chance auf eine Maelstrombindung gibt“, sagte Durran.
Deshalb warteten wir, bevor wir ins Tal hinunterflogen, um uns vorzustellen. Von jedem Clan würde bald ein Vertreter eintreffen, sowie mein Erzfeind Skydar.
„Sobald ich ...“ Ich verschluckte mich an den Worten und weigerte mich, meinen Gedanken zu beenden.
„Sobald du ein vollwertiger Kriegsherr geworden bist.“
„Dann, und nur dann, werde ich eine Gefährtin in Betracht ziehen. Ich bin so begierig wie jeder andere Mann, meinen Samen in einem Weibchen aufgehen zu sehen. Ohne Jungtiere wird unsere Rasse sterben.“
Neues Blut würde unsere Clans wiederbeleben.
„Was denkst du?“, fragte ich. „Wirst du dir eine Gefährtin suchen, auch wenn dein zweites Herz nicht für eines der Weibchen schlägt?“
Er sagte lange Zeit nichts. Ich sah in seine Richtung und betrachtete die Narben auf seiner ansonsten segmentierten, bronzefarbenen Haut. Die Linien, die sich über seinen Hals, sein Gesicht und seine Brust zogen - das Ergebnis eines Duskhorde-Angriffs - gaben ihm ein Aussehen, das manche schockierend fanden. „Ich würde gerne ein oder zwei Jungtiere aufziehen.“ Die Sehnsucht in seiner Stimme war unüberhörbar. Sein Rücken versteifte sich. „Ich bezweifle, dass eine von ihnen mich haben will. Zu viele werden sich um ihre Aufmerksamkeit bemühen. Keine wird mir einen Blick schenken.“
Ich grunzte, unsicher, wie ich auf diese Aussage reagieren sollte. Als Krieger konnten es nur wenige mit Durran aufnehmen. In seinem Clan war er nach seinem Vater der zweitwichtigste Mann, eine Position mit großer Macht. Ferlaern-Weibchen würden seine Narben als Beweis für seine Fähigkeit sehen, sie und ihre Jungen zu beschützen. Würden Erdlinge das anders sehen?
„Bist du nervös wegen der morgigen Zeremonie?“, fragte Durran und musterte mein Gesicht.
Ich behielt meinen neutralen Gesichtsausdruck bei. „Warum sollte ich das sein?“
„Du führst deinen Clan seit dem Tod deines Vaters, aber er hat dir sein Powldron nicht gegeben. Andere versuchen, dir die Führung zu entreißen.“
Er meinte mit seinen Worten Skydar, nicht andere. Nur ein Mann kämpfte jeden Zyklus darum, mich zu verdrängen.
„Ich werde mich auf das Schicksal verlassen“, sagte ich, wobei ich jeden Anflug von Besorgnis aus meiner Stimme verbannte. „Wenn das Powldron mich nicht auswählt, dann soll es so sein.“ Obwohl es die Entscheidung meines Vaters gewesen war, ob er mir sein Powldron überlassen oder es mit ins Grab nehmen wollte, brannte es mir immer noch im Magen, dass er mir diese Ehre verweigert hatte. „Ich war jung, als er starb.“ Unreif. Ich konnte es ihm kaum verübeln, dass er sein Powldron einem Mann von nur sechzehn Zyklen nicht gewährt hatte. Ein Familien-Powldron sicherte die Nachfolge. Dass er darauf bestanden hatte, damit begraben zu werden, hatte uns ins Straucheln gebracht. Wir waren ohne Anführer.
„Du bist durch die Reihen aufgestiegen und hast trotzdem die Führung beansprucht“, sagte Durran.
„Ich hatte keine andere Wahl.“ Die Worte hinterließen einen bitteren Beigeschmack auf meiner Zunge.
Er schnaubte. „Man hat immer eine Wahl.“
„Ich nicht.“ Ich riss meinen Blick von seinen aufmerksamen Augen los, bevor er meine wahren Gedanken lesen konnte. Ich war besorgt, dass das kürzlich entdeckte Powldron nicht mit mir verschmelzen würde. Wie sollte ich ohne das Powldron meine Führungsrolle behalten? Ich hatte mich in jedem Zyklus im Kampf bewährt, aber unsere Traditionen mussten befolgt werden. Ohne ein Powldron konnte ich zwar ein Anführer sein, aber kein vollwertiger Kriegsherr. Anführer waren gezwungen, in jedem Zyklus für ihr Recht auf Herrschaft zu kämpfen. Kriegsherren herrschten bis zum Tod.
Einem Kriegsherrn war es jedoch nicht erlaubt, eine Maelstrombindung einzugehen. Wenn sein zweites Herz für eine Frau schlug, musste er sie entweder verschmähen oder das Powldron aufgeben. Ein Kriegsherr durfte sich nur paaren, um seine oder ihre Nachfolge zu sichern.
Ein Flackern am Himmel zeigte sieben Ferlaern, die in unsere Richtung flogen. Schwere Flügelschläge ertönte, als sich die Trundier näherten. Sie kreisten über uns und ihre Bestien schrien den unseren entgegen, die ihre Flügel ausbreiteten und ihre Stacheln aufrichteten.
Wir bestiegen unsere Trundier und zogen los. Veskar schnappte nach Skydars Bestie und knurrte sie an, aber ein Stoß meiner Fersen ließ ihn zurückweichen. Ein geflügelter Kampf würde die Erdlinge nicht gerade beeindrucken.
Skydar nickte knapp, aber sein Blick war auf das Geschehen unter uns gerichtet. „Du hast dich nicht genähert“, sagte er mit einem Hauch von Warnung in der Stimme.
„Bruder, bitte“, sagte eine leise Stimme hinter ihm. Skydars Schwester, Meriwee, lenkte ihr Reittier höher als Skydar. Ich hatte ihre Gesellschaft immer genossen. Im Gegensatz zu Skydar war sie eine echte Freundin. „Du weißt, dass Garek sich ihnen nicht nähern würde. Nicht bevor wir da sind.“ Er warf mir vor, was er selbst tun würde, wie es seine Art war. Meriwees sanfter violetter Blick traf auf meinen und ihr Schwanz bewegte sich hin und her und streifte das feste Exoskelett ihres Trundiers. Die Geschwister waren völlig gegensätzlich; Skydar, mürrisch und fordernd, während Meriwee freundlich und fürsorglich war, als ob sie das Bedürfnis hätte, doppelt so gut zu sein wie ihr Bruder, um sein Verhalten auszugleichen.
„Genug. Wir ziehen los“, sagte Skydar und hob seine Hand. Seine Bestie stürzte hinab in Richtung Tal.
Meriwee schüttelte den Kopf, eilte aber hinter ihrem Bruder her. Ihr schwarzes Haar mit den lavendelfarbenen Strähnen wehte hinter ihr her.
Wir folgten ihnen und als wir näher kamen, huschten die Weibchen unten von ihren teilweise errichteten Zeltbauten weg und versammelten sich in der Mitte des weitläufigen Geländes.
Unsere Trundier waren die größten Raubtiere auf Ferlaern, aber die Duskhorde waren ihnen in einem Kampf ebenbürtig. Wir mussten ein furchteinflößender Anblick sein, neun geflügelte Ferlaern, die sich von oben auf sie hinabstürzten. Wir landeten und stiegen ab, und als wir uns näherten, schnappten die Weibchen nach Luft. Sie starrten uns mit großen Augen an, rückten enger zusammen und hielten ihre Stöcke in den Händen.
Ihre Köpfe reichten mir kaum bis zur Brustmitte, obwohl ich nur durchschnittlich groß war. Und ihre Körperoberfläche war nicht bronzefarben oder segmentiert wie bei den Ferlaern. Ihre glatte äußere Schicht sah seltsam aus. Man nannte sie Haut und sie hatte eine Vielzahl von verschiedenen Farben. Sie hatten Haare, die den unseren sehr ähnlich waren, allerdings ohne die tiefvioletten Strähnen. Keine Hörner. Keine Reißzähne. Keine Schwänze. Ich seufzte, unsicher, was ich davon halten sollte.
Eines der Weibchen fiel mir jedoch sofort ins Auge. Sie hatte einen kurvigen Körperbau, der mir gleich auffiel. Auch mein Schwanz bemerkte sie. Ihr Haar glich dem Sonnenuntergang, eine Mischung aus feurigem Rot, Gold und tiefsten Bernstein. Sie hatte es hochgesteckt und eine Strähne baumelte in einer glitzernden Welle ihren Rücken hinunter. Ein sehr junges Männchen stand vor ihr, als ob es versuchen würde, sie zu schützen. Sein Blick traf meinen, bevor er zu unseren Trundier sprang. Er entfernte sich von der Gruppe, während die Frau auf mich zukam, das Kinn erhoben und die Wirbelsäule gerade.
Das Wiegen ihres üppigen Körpers verblüffte mich. Mein Mund wurde trocken und mein dummer Schwanz zuckte angespannt. Ich richtete meine Hose und hoffte, dass meine halbe Erektion nicht offensichtlich war. Was war nur los mit mir? Wir waren hier, um uns vorzustellen, nicht um uns direkt zu paaren.
„Ich bin Piper“, sagte sie und hielt mir ihre Hand hin. Ihre Augen - grüner als die Wüste der Vetter - trafen meine. „Ich bin ... ich schätze, man könnte sagen, ich bin die derzeitige Anführerin unserer Gruppe, bis wir eine Bürgermeisterwahl abhalten.“
Ich wusste nicht, was ein Bürgermeister war, aber ich verstand das Fletschen ihrer stumpfen Zähne und ihre ausgestreckte Hand. Die Erde hatte ein Protokollhandbuch geschickt, das ich in Erwartung der Ankunft der Frauen studiert hatte. Das Fletschen der Zähne war eine Geste der Begrüßung. Eine ausgestreckte Hand sollte geschüttelt werden.
„Garek“, sagte ich. Meine Finger umschlossen ihre und als ich ihre Hand rüttelte, sie auf und ab bewegte, um sicherzugehen, dass ich sie vollständig ergriff, sog sie den Atem ein.
Verdammt, und ich erst. Ich nahm ihren Duft auf und er sank in meine Haut. Ich ertappte mich dabei, wie ich mir vorstellte, wie sie auf meinem Bett lag, völlig nackt, die Hand einladend ausgestreckt.
Verdammt. Ich musste diesen Gedankengang sofort abbrechen.
Sie löste ihre Finger aus meinen und drückte sie an ihre Seiten. Ihr Blick huschte zu den anderen, als ob sie Unterstützung suchte.
„Ich bin der Anführer des Suthen-Clans“, sagte ich und legte meinen Kopf zurück. „Mit mir sind auch Vertreter der drei anderen Clans dieser Region gekommen, des Willen-, des Nulet- und des Osten-Clans, sowie einige andere.“ Ich stellte sie der Reihe nach vor, während Meriwee sich mit ihrem Bruder zurückhielt. „Wir heißen euch in Ferlaern willkommen und hoffen, dass ihr euch hier wohlfühlt.“ Ich riss meinen Blick von Piper los und musterte den Rest ihrer Gruppe. Einige starrten uns ausdruckslos an, andere schluckten und zuckten zusammen. Ich hasste es, dass sie so ängstlich wirkten. Wussten sie denn nicht, dass wir sie immer in Ehren halten würden? „Morgen werden wir mit dem Bau eures erdähnlichen Dorfes beginnen.“ Wenn sie unsere Absichten hörten, würden sie sich vielleicht entspannen.
„Ja, was das angeht“, sagte Piper. Sie schluckte und ihr schlanker Hals machte die Bewegung mit. Ich wusste, dass es falsch war, sie anzustarren, aber ich konnte mir nicht helfen. Aus der Nähe war sie ... reizend. Anziehend. So zierlich und gleichzeitig üppig. Ich wollte sie in meine Arme nehmen und mit ihr auf den Schultern durch die Gegend schreiten. „Wir haben noch weitere Pläne für die Anlage“, sagte sie eilig.
„Wir richten uns gerne nach euren Wünschen.“ Wer wollte schon einen Streit mit den Frauen anfangen, bevor sie uns überhaupt kennengelernt hatten? Wir würden gerne alles bauen, was sie brauchten.
„Siehst du, darum geht es.“ Ihre Wirbelsäule versteifte sich und Unbehagen blitzte in ihrem Gesicht auf. „Wir wollen mehr tun, als nur normale Häuser bauen. Wir wollen einen neuen Wilden Westen schaffen, mit einem zentralen Versammlungsort, einem Markt und einer Hauptstraße.“
„Was ist dieser Wilde Westen?“, fragte ich freundlich.
Sie blinzelte langsam, bevor sich ihr Gesicht aufhellte. „Ich kann dir die Zeichnungen gleich morgen früh zeigen.“
„Das wäre sehr hilfreich.“ Wir waren stark und muskulös. Wir konnten alles bauen, was sie wollten, sogar diesen ... Wilden Westen.
„Könntet ihr uns in der Zwischenzeit beim Aufbau unserer Zelte helfen, falls ihr gerade Zeit dafür habt?“ Ihr Blick suchte mich und die anderen, die in der Nähe herumschlurften, ab. „Wir haben auch noch fünfundzwanzig Matratzen zu füllen. Ihr seid ganz schön groß.“
„Das sind wir.“
Eine ihrer kastanienbraunen Augenbrauen hob sich. „Ihr seht aus, als hättet ihr ein ordentliches Lungenvolumen.“
Ich war mir nicht sicher, was sie meinte, aber das musste wohl ein Kompliment sein. Ich verbeugte mich kurz, wie es sich für die Anführerin der Erdlingsgruppe gehörte. „Wir haben wirklich ein anständiges Volumen. In jeder Hinsicht.“
„Super“, sagte sie und schürzte die Lippen. Üppig und rosa. Wie würden sie sich wohl unter meinen anfühlen? „Die Luftmatratzen werden es zu schätzen wissen.“
Die anderen Männer traten zurück, ebenso wie Meriwee.
Ein Weibchen unter uns zu sehen, schien die Anspannung der Erdlinge zu lösen. Wer konnte sich schon fürchten, wenn Meriwee ihnen ihr sonniges Lächeln schenkte? Sie ging um die Gruppe herum, schüttelte Hände, und ich begann zu glauben, dass von nun an alles reibungslos verlaufen würde.
Bis ein Aufschrei hinter mir ertönte, gefolgt von einem schnaufenden Grummeln.
„Noah!“, rief Piper und sprang um mich herum.
Ihr Junges stand vor Veskar und streckte kühn die Hand aus, um die Schnauze des Tieres zu streicheln. Während Veskar bei mir völlig zahm war, konnte er bei Fremden aggressiv werden.
Piper warf sich zwischen die beiden, fletschte die Zähne und knurrte aus ihrer Kehle.
Veskar schnaubte und bäumte sich auf, wobei er seine schwarzen, brüchigen Schwingen ausbreitete.
Er stürzte sich auf Piper.
Eine riesige Hornisse wollte mir den Kopf abbeißen. Dann würde sie meinen Sohn Noah fressen.
Ich begegnete ihr mit einem Knurren, einem festen Stand und einem Stein in der Hand. Mein Kinn war hoch erhoben und mein Herz brannte, aber innerlich war ich ein Wrack. Wer wäre das nicht? Man hatte uns gesagt, dass Ferlaerns auf „mächtigen Himmelsviechern“ ritten, aber wir hatten uns darüber lustig gemacht, weil wir angenommen hatten, dass sie einen großen Vogel meinten und nicht etwas, das direkt aus einem Albtraum stammte.
Die äußere Hülle war von einem tiefen walnussbraun und es hatte lange, brüchig wirkende Flügel. Auf vier Beinen stehend, ragte der Stachel an seinem Hinterteil nach vorne, bereit, mich aufzuspießen.
Mein Puls schlug heftig. Ich verschränkte meine Arme in der Luft wie ein ausgeflippter Vogel und aus meiner Kehle ertönten gutturale Schreie.
Die Kreatur kreischte und wölbte ihre Wirbelsäule. Ihr Stachel ragte so nah heran, dass ich meinen Bauch einzog und nach hinten stolperte. Die Lippen schälten sich zurück und enthüllten lange, spitze Zähne wie armlange Speere.
Dieses Mal würde ich sterben, um meinen Sohn zu beschützen. Nun gut, dann sollte es so sein. Ich war nicht für ihn da gewesen, als John ihn schlug, aber wenigstens war ich jetzt für ihn da.
Noah klammerte sich an meine Taille. Seine großen Augen waren auf die Bestie gerichtet.
Ich hob meinen Stein, entschlossen, einen Schlag zu landen, bevor es mich in Stücke riss, aber jemand stürzte mit erhobenen Armen zwischen uns.
Garek sprach mit einer beruhigenden Stimme, die auch mich fast besänftigte. Aber auch John hatte meistens so gesprochen, wenn auch nur, um mir zu zeigen, dass ich Männer völlig falsch einschätzte, während seine Hand zum Schlag ausholte.
Während der fremde Krieger den Kopf der Kreatur nach unten zog und ihre lange Schnauze streichelte, drehte ich mich um und hielt Noah fest im Griff. Ich hob ihn auf und trug ihn etwa zehn Meter weit weg, bevor ich ihn auf die Füße fallen ließ und hinter mir herzog. Es war nicht leicht, ihn so weit zu schleppen. Er war groß für seine acht Jahre. Fast dreiunddreißig Kilo bei seinem letzten Check-up. Sein letzter Check-up auf der Erde. Wer würde hier wohl sein Wachstum messen?
„Mom“, jammerte er, aber ich ignorierte ihn und packte ihn am Oberarm, um ihn festzuhalten, während er versuchte, sich von mir loszureißen. Als ich ihn halb wütend, halb traurig anfunkelte, blieb er stehen. Er starrte zu mir hinauf und sein Gesicht verfinsterte sich, als er den Schrecken sah, der sich in meine Gesichtszüge eingebrannt hatte.
Meine Augen brannten vor Tränen. Verflucht. Warum musste ich schon wieder weinen? Meine Lunge wütete und ich konnte mich nicht beruhigen. Ich war so weit gereist, um der Falle zu entkommen, in der wir auf der Erde gelandet waren, nur um wenige Stunden nach unserer Ankunft beinahe meinen Sohn zu verlieren.
Garek wandte sich von der Bestie ab und ich machte mich darauf gefasst, dass sie ihn in zwei Teile beißen würde, so wie sie es mit mir tun wollte. Die Bestie ließ sich auf den Bauch fallen und wimmerte, als würde sie den Mann um Verzeihung anflehen. Es schaute mich mit ernsten Augen an, aber ich glaubte ihm nicht.
Als Garek auf mich zuging, wich ich ein paar Schritte zurück und zog meinen widerspenstigen Sohn mit mir. Würde er mich dafür tadeln, dass ich Noah nicht besser unter Kontrolle hatte?
Er trug nur eine dunkle Hose, die seine Hüften und Oberschenkel betonte. Eine Beule drückte sich vorne gegen den Stoff, die nicht echt sein konnte, weil sie zu groß war. Seine Brust war entblößt, abgesehen von sich kreuzenden Lederriemen, die verschiedene Waffen hielten und an einen Gladiatorenfilm erinnerten, den ich einmal gesehen hatte.
Ich richtete mich auf und machte mich darauf gefasst, verbal ausgepeitscht zu werden. Das war es, was John immer getan hatte. Mein Kinn zitterte, aber ich bezweifelte, dass es außer mir jemand merken würde. Ich hatte vor langer Zeit gelernt, meine Emotionen zu verbergen und stoisch zu bleiben, egal, was mir entgegengeschleudert wurde.
Er blieb vor mir stehen, sagte aber nichts und starrte nur mit seinen unleserlichen, tiefgrünen Augen zu mir hinunter. Es waren attraktive Augen und ich konnte nicht glauben, dass ich sie in einem angespannten Moment wie diesem bemerkte.
Ich straffte meine Wirbelsäule und hob mein immer noch zittriges Kinn an, wobei ich den Kopf zurücklegen musste, um zu ihm aufzuschauen. Verdammt, er war riesig.
„Es tut mir leid!“ Die Worte sprudelten nur so aus mir heraus, genährt von meinem Entsetzen über das, was meinem Sohn fast passiert wäre, von der Sorge, dass die Kreatur angreifen würde, und von der ganz normalen Angst vor diesem Außerirdischen. Ich sollte keine Angst vor ihm haben. Sie hatten uns hier willkommen geheißen. Sie baten uns, uns niederzulassen. Hatte ich es für alle anderen vermasselt? „Noah sollte nicht in die Nähe deines ...“
„Trundiers“, bot er mit einer tiefen, heiseren Stimme an, die mir ein Kribbeln im Nacken verursachte.
„Ja, Trundiers.“ So nannte man sie also. Die Literatur, die sie geschickt hatten, hatte nur vage Erwähnungen von Protokollen und Terrain, aber keine spezifischen Details über riesige, bösartige Kreaturen enthalten. Außerdem prahlten Außerirdische ganz gerne. Ich fragte mich, wer sie geschrieben hatte – er vielleicht?
Ich konnte schon sehen, dass die Beschreibungen nicht nur Prahlerei waren. Sie hatten gesagt, diese Typen seien mächtige Krieger. Ja, klar, hatte ich gedacht, als ich diesen Teil gelesen hatte. Aber sie waren es wirklich. Garek war weit über zwei Meter groß, wahrscheinlich zwei Meter zwanzig oder so. In den Berichten war auch von ihrer Größe die Rede gewesen, aber wer konnte sich so etwas schon vorstellen? Ich hatte mir eine große Version von Conan dem Barbaren vorgestellt und vor Lachen gebrüllt, denn ... ich hatte eher auf schlanke, kleine grüne Männer mit Egoproblemen getippt. Ein großer Fehler meinerseits.
Er war massiv gebaut. Seine breiten Schultern waren so breit wie die eines Schmieds, gestützt von einer Brust aus felsenfesten Muskeln. Kein bisschen Fett zeigte sich an diesem Mann. Segmentierte, lederartige Haut von der Farbe einer Bronzestatue überzog jeden Fleck seines entblößten Oberkörpers. Er war tatsächlich ein Bronzegott. Seine Farbe reflektierte nicht die schweren Strahlen der untergehenden Sonne, sie glitzerten auf ihm, als ob seine äußere Schicht die Strahlen absorbierte und sie in etwas Göttliches verwandelte. Schwarzes Haar fiel ihm über die Schultern und wurde von dunkelvioletten Bändern betont, als ob die tiefste, magischste Nacht mit seiner taghellen Haut konkurrierte.
Ich musste aufhören, ihn anzustarren. Ich musste aufhören, innerlich von ihm zu schwärmen.
„Er hätte deinen ... Trundier nicht angefasst“, fügte ich hinzu und hasste es, dass meine verkniffene Kehle meine Angst verriet. Nimm dich immer in acht. Bleib immer wachsam.
